Beiträge von abeja

    Ähhhh, exakt diese Kugeln habe ich noch nicht durchgeschnitten, also kann ich nichts beschwören.
    Sie sind aber sehr groß (bis 3 cm oder größer), identisch aussehende Pilze von einem anderen Standort habe ich schon mal durchgeschnitten, das war eindeutig Daldinia.


    An einem anderen Stamm habe ich jetzt noch mal so etwa entdeckt, da sieht man die Größenrelation besser.
    Ich suche mal das Bild (ist aber aus der Entfernung gezoomt).[hr]
    Hier noch ein aktuelles Bild, ein Ahorntotholz, ringsum Daldinia (nehme ich doch stark an...)
    Teilweise auch mit diesen Pünktchen.

    Hallo,
    noch ein Becherchen:
    wohlgeformt, relativ fest und ohne Haare, unterschiedlich groß (bis 3 mm, geschätzt) auf Buchenästchen (November 2013), cremefarben-gelblich.
    Ist das vielleicht Hymenoscyphus serotinus?


    3


    Und noch ein etwas größeres becherförmiges Pilzwesen:
    einzeln, rötlich gallertig, aber relativ fest,
    ca 1 cm hoch und 1 cm im Durchmesser oben, deutlich gestielt, bis unten hohl, seitlich eingerissen oder offen,
    auf der Oberfläche eines stark bemoosten, relativ morschen Stumpfes, vermutlich Buche, Hochrhein 400 m, Laubmischwald auf Kalk
    Kann das Neobulgaria pura (Ombraphila pura) sein - so violett, so einzeln, so fest, so geformt ?
    Ich dachte auch schon mal an Rutstroemia firma (Lanzia firma), aber der soll (ausschließlich ?) auf Eiche wachsen?
    Oder, der sollte aber größer sein und eher auf dem Boden mit Holzresten wachsen, auch eher leuchtend gelb-rot , Tremiscus helvelloides (Fleischroter Gallerttrichter) ?


    Das sollte ja alles Pilze sein zum "Nichtverwechseln" (ich kenne sie aber noch nicht) - und so eindeutig passend finde ich davon keinen....


    4 (hier abgelöst und ins Moos gesteckt)

    hier noch fest, Moos herum hatte ich zum Fotografieren entfernt

    Hallo,
    diese kleinen hübschen Dingelchen fand ich auf der Schnittkante von nicht mehr klar definierbarem gelagerten Laubholz (div. Stämme gestapelt im Wald - möglicherweise Buche, Esche oder Bergahorn) (November 2013)


    Das sind doch Becherchen?
    Mehrere "Besiedlungsflecken" von mehreren cm Durchmesser,
    Einzelgebilde 1-2 mm, teils einzeln, teils Gruppen,
    alt unregelmäßig aufgewölbt und auch etwas größer
    Rand wulstig-"pelzig", jung hell, alt dunkler
    Innenfläche jung leuchtend gelb, alt bräunlich.


    Kann das Proliferodiscus pulveraceus sein?
    Das war ein Suchergebnis, als ich nach der gelben Innenfarbe suchte.
    Nochmal gesucht: Neodasyscypha cerina (Wachsgelbes Haarbecherchen) passt besser....?


    1

    Ausschnitt


    Dann habe ich ebenfalls im November 2013 nach leichtem Schneefall und Frost auf einem liegendem entrindeten Baumstamm (vermutlich Buche, jedenfalls kein Nadelholz), diese gelben Unbekannten (2-4 mm, unregelmäßig geformt) gesehen.
    Bisher "kenne" ich Bisporella spec., die sich mir immer eindeutig - wenn auch kurz - gestielt zeigten (nicht immer einfach zu fotografieren).
    Hier diese Pilze liegen völlig flach auf dem Substrat auf und auch sehr zusammengedrängt.
    Sie waren mit Schnee überpudert, ich hatte sie zum Fotografieren mit Wasser übergossen.


    Jetzt habe ich gelesen, Bisporella kann auch völlig ungestielt sein?
    Sieht aber doch irgendwie anders aus, mit mehr "Kontur".
    Oder handelt es sich hier um etwas völlig anderes?
    Vielleicht Dacrymyces stillatus (zerfließende Gallertträne), auch an Laubholz?
    Oder Dacrymyces capitatus?


    2

    Hallo,
    unglaublich aber wahr, im Moment habe ich zum ersten Mal seit längerer Zeit alle Pilze "vorsortiert" und - teilweise - nur VORLÄUFIG - benannt.
    Da kommen noch so ein paar Fragen auf euch zu....


    An lagernden liegenden Holzstämmen (div. Laubholz, vermutlich Buche, Esche und Bergahorn) wachsen schon seit längerem eine größere Anzahl von Daldinia spec.
    Jetzt (November 2013) habe ich dort zum ersten Mal diese orange-gelben "Pünktchen und Sternchen" gesehen (mehr gibt meine Kamera nicht her).
    Bei der Suche bin ich darauf gestoßen, dass das die Konidienform ist. Ist das richtig?
    Außer diesem Forenbeitrag finde ich dazu kein einziges Vergleichsbild...
    http://www.pilzepilze.de/cgi-b…0.pl?noframes;read=198515

    Hallo,
    inzwischen habe ich auch die Totentrompeten gefunden, allerdings 1-2 Wochen zu spät, die waren mir dann doch zu alt.


    Fundort: Hochrhein, ca. 350 m, Buche auf Kalk (sollte so sein).
    Aber dann: völlig "offroad", eher "offfootpath" bin in querwaldein - in einem Waldstück mit großen dicken Buchen, fast völlig ohne Unterbewuchs - da war nichts zu finden...

    ein Stück weiter: immer noch Buche auf Kalk, eher trockener Standort (nach einer Woche ohne Regen), dicke Laubschicht, Totholz und ZAUBERWORT Ilex. Dort fand ich sie in großen Mengen (aber nur diese Art). Den Platz habe ich im mir gemerkt.


    Noch ein Stück weiter, eher steiniger Untergrund, wieder sah ich Ilex, wieder zwischen dem Ilex viele Totentrompeten, ansonsten kaum Krautschicht.
    Auf gut Glück habe ich noch mehrere Stellen mit Buche und Ilex mir näher angesehen, 4 x fündig geworden!


    In diesem Wald schien mal kurz die Sonne, aber die Sonne schien nicht auf Pilze...


    Typischer Platz mit Totentrompeten


    Alte Pilze

    Hallo Ingo,
    mir ist inzwischen eingefallen, dass ich exakt diesen Stammabschnitt schon einmal fotografiert hatte.
    Inzwischen ist das Holzstück (wahrscheinlich durch "grobe Holzfälleraktionen" im Umfeld) bewegt worden und liegt andersherum. Die "alten" Pilze in der Übersicht zeigen die Rückseiten, das war mir entfallen. Allerdings hatte ich ja für die Detail Ober- u. Unterseite abgelichtet, die Oberseite ist jetzt farblich so wie die Unterseite.


    Also so sahen die Pilze (SIEHE GRUPPE 1) im Oktober 2012 aus.
    Hier sehe ich immer wieder, das Trameten sich im Herbst neu ausbilden - und nicht im Frühjahr (??). Die Pilze waren zu dem Zeitpunkt noch recht klein, aber schon dunkel. Die Zonierung war vorhanden, aber recht unscharf. Deutliche "kahle" Stellen waren nicht zu erkennen.
    Der Ansatz war etwas "knubbelig", die Pilze insgesamt gesehen aber flach, nicht deutlich dicker werdend zur Ansatzstelle hin.
    [hr]
    Ein Beispiel für eine Neubildung von Trameten jetzt im Herbst an einem Buchenstumpf, zwei Reihen von Pilze, oben dunkel unten hell - es ist aber trotzdem die selbe Art, nehme ich an?


    5 Tage später

    Hallo,
    ich mache in meiner Fotosammlung einen Ordner mit "seltsamen Trameten" auf, da kommt all das hinein...., was zu alt, zu jung, zu untypisch ist - und bei jedem Waldspaziergang kann ich so etwas finden, was ich nicht eindeutig zuordnen kann (sehr variabel in der Färbung, auch in der Form, aber niemals betont dick an der Ansatzstelle).


    Im Moment bin ich - fast - wieder davon überzeugt, dass diese "alten Dinger" hier ganz schnurzpurpel normale Schmetterlingstrameten sind, eben schon Mumien.
    In diesem Alterszustand habe ich sie eben noch nicht dokumentiert, das könnte aber gut sein. Denn an diesem Weg komme ich oft vorbei, nie ist mir etwas anderes als "normale" Trameten aufgefallen.
    Solange ich nicht gut und deutlich ausgeprägte Zonentrameten bei uns im Wald finde, glaube ich noch nicht daran, dass es die da gibt.

    Hallo Gerd, danke für die Bestätigung!
    und
    hallo Mentor, danke für deine Antwort zum Baum, die hatte ich letztens nicht gelesen, weil ich zeitgleich die Antwort schrieb.
    Ich beschäftige mich ja (noch vor den Pilzen) mehr mit den Bäumen, aber Rinde ist und bleibt schwierig als (einziges) Bestimmungskriterium (junger Baum, alter Baum, Baum im Freistand, Baum im Wald, puuhhhh - Totholz) .


    Aber wenn ich mit einigen Bildern vergleiche, dann kommt Eiche (auch ohne Pilz) hin, Esche und Linde (falls grob aufgerissen - ist da aber eher selten so ausgeprägt - und dann bei Esche eher mit "Girlanden" und bei Linde ziemlich "gerade") können aber ziemlich ähnlich aussehen.

    Ich habe bisher noch keine der drei genannten Arten angetroffen, obwohl bei "Buche auf Kalk". Aber vielleicht habe ich sie auch nur übersehen - und ich gehe erst seit letztem Jahr auch im Herbst etc. regelmäßig in den Wald, abseits der Wege.
    Am gleichen Tag habe ich bewusst ähnliche Stellen aufgesucht, aber ohne Erfolg.


    Im Moment gibt es so gut wie keine Pilze (außer denen auf Holz, mit Poren und Flächen :)) mehr. Frost war allerdings zum Fundzeitpunkt noch nicht, kurz danach mal um 0 Grad.

    Hallo Pablo,
    ja ich glaube ja auch, dass ich mit Eiche und Eichenfeuerschwamm richtig liege :).
    Ich hatte ja erst vor kurzem die Tannenfeuerschwämme gesehen, diese sehen zum Verwechseln ähnlich aus. P. ignarius ist m.M. nach eher dunkel auf der Oberseite.


    Weiden, vor allem so große dicke Weiden gibt es (eigentlich) in diesem Waldbereich nicht: Buche, Buche, Buche, lange Zeit gar nichts, Eiche, Bergahorn, Spitzahorn, vereinzelt Fichten, Tannen, Kiefern. Linden dort - eigentlich auch weniger.

    Hallo,
    ja prima, danke für die Bestätigungen!


    Apropos "alte Schlappen", ja so sahen sie fast alle aus. Ich hatte Zweifel bezüglich der Essbarkeit, im Wald waren die Pilze recht feucht und etwas weich. Trotzdem habe ich eine gute Portion mitgenommen - im Leinenbeutel. Zu Hause dann waren sie schon gar nicht mehr weich, die überschüssige Feuchtigkeit war getrocknet, sie machen einen festfleischigen Eindruck, der Geruch war o.k. Ich habe jeden Pilz unten abgeschnitten, halbiert (keine Mitbewohner und Mitesser), an jedem Pilz einzeln gerochen, auch die flatterigen Ränder erschienen in Ordnung.
    Dann noch etwas zerteilt, in Butter angebraten, mit Sahne "gelöscht" plus Bandnudeln.
    Null Problemo :) :)

    Hallo,
    am gleichen Stamm (Laubmischwald, Hochrhein ca. 500m) wie die seltsamen Trameten wuchsen diese Feuerschwämme, die optisch genau so aussehen wie Tannenfeuerschwämme.
    Handelt es sich hier um Phellinus robustus, den Eichenfeuerschwamm - und um den Stamm im Rückschluss um eine Eiche? (Laubholz ist sicher wegen Astverzweigung)
    Ich war mit dem Substrat nicht ganz sicher, es ist ansonsten fast vollständig entrindet, gelblich-faserig ohne schwarze Verfärbungen.
    Für Eiche erschien mir die Borke nicht grob genug aufgerissen und zu hell in der Oberfläche der glatten Anteile. Ich hatte auch (eine sehr sehr alte) Linde für möglich gehalten. Allerdings stammen die einzigen sichtbaren Rindenteile aus der Krone des Baumes, diesen Abschnitt kennt man ja normalerweise nicht gut.

    Hallo,
    Fortsetzung von "Seltenes o. seltsames Trametenähnliches I", auf der Suche nach Trametes pubescens.


    Dann dachte ich, endlich entsprechende Pilze in frischem Zustand gefunden zu haben.
    November 2013 an Buchenstamm


    Viele Pilze übereinander und nebeneinander, ca. 2-4 cm breit, bis 1,5 cm abstehend, etwas dickere Ansatzstelle (1 cm), Poren herablaufend, flächig verwachsen. Fleisch und Röhren (ca. 2mm lang) in der Farbe wie Oberfläche
    Oberseite gelblich-orange haarig, Haare nach vorne stehend, die Fasern "zusammengefasst" wirkend, trocken etwas ausbleichend
    Unterseite weiß-gelblich-orange Poren, trocken etwas ausbleichend, aber: Poren sehr sehr grob, bis 1 Pore pro mm, länglich gestreckt, fast labyrinthisch
    Konsistenz weich, Geruch unbedeutend (im feuchten Zustand leicht pilzig, nicht typisch Tramete)


    Mit diesen groben Poren kann das nicht Trametes pubescens sein. Ich bin dann auf Trametopsis cervina (Trametes cervina) gestoßen, alternativ auf Antrodiella hoehnelii ...
    Geht da was, makroskopisch?


    November auf Buchenstamm, Pilzgruppe 1


    Aber - wenn Pilzgruppe 1 Trametopsis cervina sein sollte ...., was ist dann das hier (vielleicht nur Trametes versicolor, in ungewohnter Form)?
    Fundstelle: an einem liegenden, zum großen Teil entrindeten Laubholzstamm (vermutlich Eiche) (Hochrhein ca. 500m )
    Viele kleine schmale dünne "wellige" Pilze, stielartiger Ansatz, Oberfläche etwas samtig-haarig, weniger haarig als samtig, ohne sehr deutliche dunkle Bänder, Zuwachszone weiß
    Anfang Oktober: Oberseite in mittelbrauner Farbe, Unterseite weiß, Poren mittelfein
    Ende Oktober (die gleiche Pilzgruppe):, Oberseite hellbraun, Unterseite gelblich-weiß mit stark vergrößerten, aufgerissenen (?) Poren (1-2 pro mm), Rand stark wellig, ganzer Pilz stark wellig, wirkt wie ein "Spitzenröckchen".
    Im Vergleich eine Schmetterlingstramete von einem Buchenstumpf in unmittelbarer Nähe (Rand deutlich glatter, Unterseite Poren sehr viel feiner)
    Die gleichen Gruppen sehen aktuell unverändert aus.


    Ist das nur eine seltsame Schmetterlingstramete oder kann das eine andere Art sein, hier hatte ich auch an Trametopsis cervina gedacht.
    Der Pilz sieht aber ganz anders aus als Nr.1.


    Oktober (u. November) auf Eichenstamm, Pilzgruppe 2
    Anfang Oktober


    Ende Oktober, Pilzgruppe 2 (gleiche Pilzgruppe wie oben)


    Pilze aus Pilzgruppe 2 im Vergleich zu Schmetterlingstramete von nebenan.


    Poren von Pilzgruppe 2, Detail

    Hallo,
    ich bin immer noch auf der Suche nach geeigneten Kandidaten, auf die der Name Trametes pubescens passen könnte.
    Dabei fallen so allerlei seltsame oder seltene trametenähnliche Pilze auf.


    Leider zeigen sich mir eventuell passende Pilze immer nur in unschöner, ihre Vergänglichkeit betonende Form.


    2 Gruppen, August und November:
    viele helle, etwas gelbliche Pilze übereinander, 3-5 cm breit, 2-3 cm abstehend, dünn,
    oberseits Haare erahnbar, leichte Zonierung mit radialer Faserung (?),
    unterseits rundlich/ eckige Poren, relativ fein, durch Alter vergrößert (?),
    Konsistenz weich, meist zerfressen, Geruch nicht wahrnehmbar bzw. faulig (nicht trametig).


    Wären das Kandidaten für Trametes pubescens?
    August 2013 an Buchenstamm

    Oberseite

    Unterseite



    November 2013 an Buchenstamm

    Unterseite Poren noch erahnbar


    Fortsetzung folgt in "Seltenes o. seltsames Trametenähnliches II"

    Hallo zusammen,
    vor einigen Tagen war ich im Wald, es beginnt ja wieder die Zeit des Stöckchendrehens, des Rindenpörkelns und des Baumstämmewälzens.
    Dafür habe ich in einer Hanglage einen liegenden Buchenstamm aufgesucht und bin fast auf diese büscheligen Erscheinungen getreten, die in unmittelbarer Nähe des Stammes wuchsen.


    "Tätärätätää" dachte ich : Totentrompeten (noch nie gesehen), sie sahen - fast - schon nicht mehr ganz taufrisch aus, der Rand so wellig und teilweise eingerissen.
    Zu Hause, in der rechten Hand die Pfanne, in der linken das Pilzbestimmungsbuch kamen mir Zweifel:
    obwohl die Farbe dunkel ist und alle Pilze, die ich mitgenommen hatte (nur die frischesten vom Fundort, 2 Handvoll) bis unten hin durchgängig hohl waren, kamen mir die deutlichen Leisten und Adern auf der Unterseite, sowie der "flatterige" Rand der Pilze nicht ganz passend vor.
    Größe der Pilze: Höhe bis 8 cm, Durchmesser oben bis 6 cm, Geruch vor Ort kaum wahrnehmbar (frisch, angenehm), Wuchsform stark büschelig, bei Buchen auf Kalk, Hochrhein ca. 300 m


    Ich denke, ich habe graue Leistlinge gefunden (Craterellus cinereus, Cantharellus cinereus, Pseudocraterellus cinereus)?
    Jedenfalls "Teller-ableck-lecker", Pfifferlingsgeruch (währenden der Zubereitung) und -geschmack hoch drei!


    Aber schon wieder las ich: selten! schonenswert!

    Hallo Ulla,
    danke für den Hinweis, den Shop hatte ich schon entdeckt. Ich dachte nur, erst mal "auf die Schnelle" in der Apotheke fündig zu werden. Bei einer Online-Bestellung überlegt man ja immer etwas länger, was man denn so alles brauchen könnte...


    Ist es denn allgemein so, wenn eine Farbreaktion per KOH hervorgerufen wird oder nicht, dass dies auch mit anderen Laugen/ alkalischen Lösungen gehen würde?
    Ich habe heute nämlich noch mal meine beiden Borstentrameten mit einer Lösung von Bullrich-Salz (NaHCO3) traktiert, das hat auch eine eindeutige Farbreaktion ergeben.

    Hallo,
    die zweite - nicht ganz gelöste - Namensfrage war ja hier die Borstentramete.
    Ich wollte mir KOH und Melzers Reagenz besorgen und bin in 2 Apotheken (sagte nicht mal jemand, da bekomme man diese und weitere Substanzen ?) gescheitert.
    Der Chef kam, guckte sehr fragend bis irritiert, verschwand im Keller und teilte mir mit, dass die für diese Reagenzien benötigten Substanzen nicht zum normalen Sortiment gehören würden, sie seien nicht vorrätig, könnten nur in größeren Menge bestellt werden - und überhaupt - seien noch nie nachgefragt worden. In der zweiten Apotheke schaute die Angestellte, als käme man von einem anderen Planeten. Ich wohne wirklich in einer pilzarmen Gegend, schließe ich daraus.
    Also muss ich demnächst mal Kunde bei einem Pilzbestimmungs-Zubehör-Online-Shop werden.


    Gestern fand ich aber neue, junge Borstentrameten im Wald (auf Buche), 6 cm breit, 4,5 cm abstehend, relativ helle Oberfläche, Tramafasern aber fuchsig-braun. Von der hellen Borstentramete (Pappel) hatte ich auch noch neuere Proben.
    Ich habe einfach mal probiert, ob nicht Maschinengeschirrspülmittel in diesem Fall auch weiterhilft.
    Da ist ja so allerlei enthalten, als starke Lauge NaOH (nicht KOH).
    Siehe da, die dunkle Borstentramete verfärbte sich sofort schwarz-braun, dann ausbleichend rötlich-violett-braun, die helle Borstentramete verfärbte sich gar nicht.
    Für mich dann doch eindeutig: Coriolopsis trogii und die neuen kleinen Pilze: Coriolopsis gallica.


    Neue Coriolopsis gallica, im Schnitt mit starker Lauge (oberes Stück mit Lauge, unteres Stück ohne Lauge)



    Coriolopsis trogii, oberes Stück mit Lauge, unteres Stück ohne Lauge


    Die helle Borstentramete wuchs an einer Pappelskulptur zusammen mit einer Trametes gibbosa mit recht ungewöhnlicher Färbung der Zuwachskante.
    Einige Wochen später war auch ein kleines Exemplar dort gewachsen.
    Zum ersten Mal habe ich gestern im Wald Buckeltrameten mit ähnlichen Farben gesehen.
    Trametes gibbosa, jung an Pappelskulptur


    Trametes gibbosa, jung, im Wald auf Buchentotholz



    Und nur mal so, Pilze von oben ;);)


    und die gleichen Pilze von unten


    gleich: Lenzites betulina, Trametes hirsuta, Trametes gibbosa, Coriolopsis gallica, Schizophyllum commune


    ach übrigens @ Trino/ Mario,
    hallo, die ganz jungen, noch weichen feuchten striegeligen Trameten (Trametes hirsuta) rochen wirklich hier auch (zum ersten Mal) nicht irgendwie "trametig" oder "BASF-chemisch" , sondern nach Bittermandelaroma oder Amaretto :)

    Hallo,
    ich hatte bisher diese Pilze "mal ruhen" lassen und die Namensfindung nicht weiter verfolgt.
    Klar, ich kann ich mich auch noch bei weiteren Foren anmelden, aber ich bin ja ganz bewusst hier gelandet ... wo ja nicht - oder jedenfalls nicht immerzu - nach den mikroskopischen Merkmalen gefragt wird, so weit bin ich ja noch nicht...


    Inzwischen bin ich nochmal bei den Pilzen "weich01" vorbeigegangen - ungefähr 2 Wochen später.
    Sie sahen fast unverändert aus, etwas flacher in der Kontur vielleicht.
    Deutlicher Unterschied jetzt aber in der Konsistenz und im Geruch/Geschmack.
    Die Pilze waren jetzt sehr wässrig, Flüssigkeit auspressbar, typisch Saftporling, die Röhren bis 5 mm lang, aber weniger dick als das Trama,
    der Geruch weniger spitz-aromatisch bis säuerlich, jetzt nur noch schwach-aromatisch bis säuerlich, Geschmack deutlich säuerlich (nicht bitter).
    Trocken wurden sie wieder deutlich gelb-braun mit dunkelbraunen Verfärbungen, trocken brachen sie feinkörnig auf.
    Neue Bilder von weich01


    Am gleichen Tag kam ich an einer zweiten Pilzgruppe "weich02" vorbei, ebenfalls an liegendem Buchentotholz.
    Dieser Pilze sahen den ersten täuschend ähnlich, die Oberfläche war etwas weniger grau, sondern spielte ins Gelbliche.
    Die Ansatzstellen waren etwas dicker, der Geruch war sehr schwach säuerlich, der Geschmack schwach aromatisch-säuerlich (nicht bitter).
    Die Konsistenz ebenso wie "weich01" an diesem Tag: wässrig, Flüssigkeit auspressbar, etwas faseriger, die Röhren bis 7 mm lang, ungefähr so dick wie das Trama.
    Trocken wurden sie sehr schwach gelblich, fast ganz ohne dunkle Verfärbungen, trocken brachen sie faserig auf.
    Bilder von weich02


    Ein paar Tage später kam ich an einer dritten Pilzgruppe "weich03" vorbei, an einem entrindeten aufrechtstehendem Laubtotholz (vermutl. Hainbuche).
    Diese Pilze sahen "weich02" sehr ähnlich, waren aber fast ganz trocken, Oberfläche trocken leicht gelblich.
    Dicke Ansatzstellen, Geruch kaum wahrnehmbar, Geschmack schwach säuerlich (nicht bitter).
    Konsistenz schaumstoff-artig zusammendrückbar, keine Flüssigkeit auspressbar, leicht faserig im Inneren, Röhren bis 1 cm, am Substrat herablaufend.
    Bild von weich03:


    Was mache ich jetzt aus den ganzen weichen Pilzen?
    Meiner Meinung nach handelt es sich wahrscheinlich um 2 verschiedene sehr ähnliche Arten (01 einerseits, 02+03 andererseits), wobei die Konsistenz und der Geruch und der Geschmack je nach Entwicklungsstufe und Feuchtigkeit variiert, und wahrscheinlich bleiben sie makroskopisch nicht eindeutig bestimmbar.


    Aber:
    da keiner der Pilze bitter schmeckt, schließe ich Tyromyces lacteus (Postia lactea usw.) aus.
    ... Falls man dem Artkonzept folgt, dass T. lacteus bitter schmeckt und xy lacteus und xy tephroleucus/a 2 verschiedene Arten sind.
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=355910


    Da die Verfärbung beim Trocknen und die Dicke der Röhrenschicht bzw. das Herablaufen der Röhren bei "weich01" und "weich02,03" unterschiedlich ist, halte ich
    01 für den kurzröhrigen Saftporling, cf. Tyromyces chioneus
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=414503


    und die neuen Pilze
    02 u. 03 für den grauweißen Saftporling, cf. Postia tephroleuca (Spongiporus tephroleucus usw.)
    http://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=110929


    In diesem Dokument (schon älter) sind diese Arten auseinandergedröselt (auch makroskopisch), Seite 9-14
    http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_9_18.pdf


    In diesem Zusammenhang neu betrachtet würde ich diese "alten" Pilze hier auch eventuell zu Postia tephroleuca stellen.
    http://www.pilzforum.eu/board/…lz-vgl-phantom-unbestimmt?


    Vgl. auch hier (Bild vom trockenen Pilz, Postia tephroleuca):
    http://www.mycoquebec.org/bas.…ostia%20tephroleuca&gro=6


    Russische Seite (viele viele Fotos), da sehen die beiden doch auch wieder sehr ähnlich aus, beide auch mit herablaufenden Röhren:
    Postia tephroleuca
    http://mycoweb-stv.ru/aphyllophorales/pro/2/3/
    Tyromyces chioneus
    http://mycoweb-stv.ru/aphyllophorales/pro/2/1/


    Also GROSSES CF :cool:

    Hallo zusammen,


    Mitte Oktober bin ich an einem Bergahornstamm vorbeigekommen (Hochrhein, ca. 400m), der von weitem sichtbar einen großflächigen dunklen Belag hatte.


    Von Nahem sah ich, dass es sich um ein Schleimpilz im reifen Zustand handeln müsste.
    1 Woche später war er dabei, zu "stäuben".


    Ausdehnung des Belags (unregelmäßig) bis zu 30 x 30 cm
    Dicke des Belags bis zu 1 cm (geschätzt)
    Oberfläche schwarz-braun, kleine Kügelchen sichtbar, die zu polsterförmigen Strukturen zusammengefasst waren.

    Nach Ankratzten sah man im Inneren keine homogene Substanz, sondern längliche Strukturen.

    Eine Woche später hatte sich die innere Farbe von schwärzlich nach bräunlich verändert, die länglichen Strukturen waren nicht mehr erkennbar.


    Kann man aus diesem "Ding" Rückschlüsse auf die Art ziehen?
    Ist es vielleicht (wieder) Fuligo septica (var. candida)?
    Oder wie sähe z.B. Tubifera ferruginosa im reifen Zustand aus (macht dieser Schleimpilz eigentlich auch so große Beläge?)