Beiträge von Ingo W

    Hallo Andreas!

    gutes Beispiel - und wenn ich Dir jetzt noch sage dass ich mir gut vorstellen kann, dass diese drei aus Amerika (glaub ich?) beschriebenen Arten aus dem "olivaceocinerea-Aggregat" vielleicht bei uns gar nicht vorkommen, dagegen vier andere Arten, dann wirst Du mich vermutlich schlachten.

    Naja, zumindest führen etliche Sequenzen, die hier gemacht wurden, zu den Genannten. Dass dann bei der Feinbetrachtung nochmal wieder was Abgrenzbares rauskommt, die Erfahrung musste ich jetzt auch schon mehrfach machen.

    Das ärgerliche ist, dass ich es in dem Komplex olivaceocinerea gar nicht mehr gebacken kriege, mit den makro- und mikroskpischen Merkmalen eine Vorahnung zu bilden über olivaceocinerea hinaus.

    Meine Arbeitsnamen passen ja in einem zufriedenstellenden Anteil nicht schlecht zum Sequenzergebnis (zumindest, wenn ich die Art schon ein paar Mal hatte), aber im Komplex um olivaceocinerea kriege ich es nicht mehr hin.


    Auf jeden Fall ist es gut, den Bereich auch mal anders angeleuchtet wahrzunehmen, insofern danke ich dir für deine Antworten.

    Hättest Du früher gedacht dass Tremella mesenterica und aurantia zwei Arten sind?

    Finde ich vernünftig, dass das zu Tage gekommen ist. Haben verschiedene Sporengrößen und verschiedenen Wirt.

    Aber wenn die neuzeitlich auseinandergenommen werden, dann bleibt es nicht bei 2 gelben Tremellen, dann werden daraus viel mehr.

    Vielleicht ist es das, was mir Angst macht, nämlich, dass man mit "normalen Mitteln" keine Pilze mehr bestimmen kann.


    Viele Grüße

    Ingo

    Hallo Andreas!


    Jetzt habe ich versucht, möglichst viele "NFF-Gattungen" zu Mollisia zu finden, und bin da leider nicht sehr weit gekommen.

    30 ist auf jeden Fall viel zu hoch, das stimmt.


    Thema Profilierung: damit wollte ich eigentlich die angesprochen wissen, die sich eine Mollisia sequenzieren und wenn die nicht ganz genau so schon irgendwo hinterlegt ist, einen neuen Namen bekommt.

    Es gibt da im osteuropäischen Areal sogar Empfehlungen an Unis, dass doch am Ende der wissenschaftlichen Arbeit günstigerweise auch eine Neubeschreibung rauskommen möchte. Natürlich auch irgendwie verständlich, Ergebnisse sind immer gut.


    Meiner Meinung nach sollte man aber besser versuchen das "Von-Bis" einer Art zu erarbeiten.


    Vielleicht doch ein Wunschgedanke von mir, dass man manche sich stark auseinander entwickelnde, streuende Arten irgendwie zusammenhalten könnte (olivaceocinerea, also der Komplex mit nodosa, oblonga, malochii). Ja, vielleicht Feldmykologen-Fantasien, mag sein.

    Trotzdem, wenn man alles zu eng nimmt, und jeder kleine Unterschied zur Abspaltung und "Artherstellung" hergenommen wird, das kann doch auch nicht Sinn der Sache sein?


    Zum Thema Orbilia: wenn ich Zotto richtig verstanden habe, hat er das Konzept schon weit gehalten, sonst wären da wohl sehr viele Gattungen mehr entstanden.

    Profilieren musst du und Zotto sich sicher nicht, euren Verdienst und Professionalität im mykologischen Bereich kennt jeder. Das tut mir leid, wenn du dich angesprochen fühltest.

    Auch war mir nicht bewusst, dass du auf dem Gebiet Mollisia überhaupt noch arbeitest.


    Viele Grüße

    Ingo

    Hallo Andreas!


    Das mag schon sein, dass ich nicht die Ahnung habe und vielleicht Zusammenhänge nicht erkenne.


    Mir war jetzt auch nicht bewusst, dass du da mitmischst, wollte dich nicht beleidigen.

    Etwas habe ich aber in den letzten Jahren mitgekriegt, und ich sehe das tatsächlich nicht ein. Wenn man anfängt, das Artkonzept von Mollisia tatsächlich so eng zu sehen, also jeder Mollisia mit eigenständig benamter Nebenfruchtform eine neue Gattung zuordnet, dann hast du schätzungsweise 30 Mollisia-Kleingattungen alleine von denen, die auf Holz wachsen.

    Soll das tatsächlich der Sinn der Wissenschaft sein?


    Viele Grüße

    Ingo

    Hallo!


    Man kann natürlich auch versuchen, den Unsinn mit der Aufsplittung nicht mitzumachen und gegenzulenken.

    Species Fungorum - Species synonymy


    Aber da gibt es wohl zu viel Profilierwillige, die nicht eher aufgeben bis jede Art eine neue Gattung ist.

    Die beschreiben übrigens auch Arten anhand nur einer einzigen Sequenz. Ich wünsch denen nichts Gutes.


    Im Anfangsbeitrag von Thorben sind alte Apos von Mollisia zu sehen. Dass sich da drin jetzt auch die zugehörigen NFFs bilden können, wusste ich nicht.

    Also der Aufbau kann schon passen, also auf dem Stiel stehende "Besen", deren Borsten aneinandergereihte Zellen sind.

    Aber ob man die alleine anhand der Form unterscheiden kann?

    Die genannten Kanadier haben die ja hauptsächlich aus Fichtenrinde isoliert, wer weiß, wo man die noch alles finden kann.


    VG Ingo W

    Das verrückte Wort, das beschreibt, dass ein ellipsoider Körper auf der einen Längsseite gekrümmter ist als auf der anderen war "inequilateral".

    Zumindest habe ich das in dem Zusammenhang mal irgendwo gelesen bei der Beschreibung zu den Sporenformen.

    Hab ich zwar gleich wieder vergessen, aber dann könnt ihr mir das ja mitteilen, sollte ich danach fragen.


    VG IW

    Hallo!


    Heute früh wusste ich den Ausdruck noch, wenn bei einer ellipsoiden Form die eine Längsseite gewölbter ist als die andere. Schon wieder weg.


    Die gesuchte Form ist aber natürlich keine Rotationsellipse, sonst wären ja beide Pole gleich aussehend.

    Ich brauche einen Pol zugespitzter als den anderen, deshalb ja ovoid, eiförmig. Eben in die Länge gezogen.


    VG Ingo W

    Hallo Hans!

    Das "langgezogen ovoid" oder "keulig" ist auch bisher meine Ausdrucksweise dafür gewesen. Ich dachte, vielleicht gibt es einen treffenderen Begriff dafür.


    Das "keulig" hat den Nachteil, dass so wie meine Sporen keine Keule aussieht. Das, was die Sportlerin in die Luft schmeißt zum Jonglieren oder was Barney Geröllheimer auf der Schulter trägt, das sind Keulen.

    Ich weiß natürlich, dass das dieser Begriff so in manchen Büchern drinsteht.

    Aber schließlich müssen doch Mathematiker, Physiker, Wissenschaftler, die sowas berechnen auch irgendwie dazu sagen.

    Und hat der Deutsche nicht für alles ein passendes Wort?


    Grüße

    I

    Hallo Eberhard!


    Das naviculat (schiffchenförmig) beschreibt eher den Grundriss eines Bootskörpers, also das spindelförmige mit zwei zugespitzten Polen.

    Don Gn. Zucchini-Idee eher das ellipsoide, also mit zwei abgerundeten Polen, mal davon abgesehen, dass mir ein Gärtner wohl allerhand Formen nennen würde wie Zucchinis aussehen können.

    Aber danke für das Gedankenmachen.


    Grüße

    Ingo W

    Hallo!


    Gar nicht schlecht dafür, dass ich mir Gedanken gemacht habe, ob ich vielleicht bis morgen überhaupt eine Antwort bekomme.

    Sachlich betrachtet überzeugt es mich alerdings nicht so sehr, gerade in einer Zeit, wo alles einen konkreten Namen hat.

    Eine Keule ist eigentlich schon länger, und ein Ei ist kürzer.


    Lanzettlich bezeichnet eher was flächiges, ein lanzenförmiges Blatt oder so.


    Das mit dem asymmetrisch hat sogar einen Namen, also, dass eine Seite gewölbter ist als die andere, aber darauf kommt es mir gar nicht so an.

    Ich brauche eine Form, als wenn ein Hühner-Ei per Computerprogramm 2 einhalb-fach in die Länge gezogen wird, und dabei natürlich noch ein dreidimensionaler Körper bleibt.


    Naja, vielleicht frage ich auch mal einen der Wissenschafts-Gnolme. Die müssten jetzt auch langsam mal sämtliche erwirtschafteten Gewinne aus dem APR beim Würfeln, Roulette und Poker verzockt haben und wieder ein bisschen mehr Zeit haben.


    Grüße

    Ingo W.

    Hallo Schwarmwissen!


    Hat jmd. eine Idee, wie man einen geometrischen Körper in der Form zwischen Ei und Keule benennen könnte.

    Im konkreten Fall geht es um die Beschreibung der Sporenform.

    ASCO-SONNEBERG - Mollisia


    Ovoid oder länglich eiförmig hatte ich bisher gesagt, aber sieht so ein Ei aus?

    In der Literatur liest man dazu mitunter "keulig". Wenn allerdings eine Keule so aussieht, wären unsere Vorfahren verhungert, die mit Keulen ihre Nahrung erlegt haben.


    Cuneat oder cuneiform liest man manchmal, ich denke aber, das ist eher keilförmig, also in der eckigen Form wie es der Holzfäller beim Bäumefällen braucht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Weil keiner für die Gnolmis einen Plüsch"wuam" für die Schlaf-KISD gebastelt hat, haben's die Gnolme jetzt letztens selber gemacht. ZEIT haben sie ja jetzt noch ein bisschen.

    Da lagen letztens noch so 20 Stück davon hier rum. Wie da jetzt einer zum STERN gekommen ist?


    Viele Grüße

    Ingo

    Hallo Pablo!


    Soso, die waren also in den "Großpilzen...." auch schon so groß?

    Sauerei! Dann hat sich das falsch abgespeichert bei mir.

    Naja, ich wusste ja auch nicht, dass Resupinatus jetzt aus so vielen Arten besteht, dass man da auf keine Lösung kommt wie bei Thorben.

    Erfahrungsgemäß toleriert man aber Aufspaltereien in mehrere Arten viel leichter, wenn man sich selbst mit der entsprechenden Gattung beschäftigt.

    Übersetzt heißt das, die anderen mit ihren vielen Brätlingen oder Blauen Saftporlingen haben einen zu viel an der Dattel, aber Mollisia soundso besteht selbstverständlich aus vielen Arten, das muss doch jedem klar sein!!


    VG Ingo W

    Hallo Andre!


    Ich hätte da keine Bedenken, deinen Fund als Ascotremella faginea abzuspeichern.

    Form stimmt, Farbe stimmt, schätze Substrat ist auch eine Buchenast.

    Belis Annahme der Drüsenpunkte sind meiner Ansicht nach ganz einfach Lichtreflexe.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Glaub ich nicht, dass das Mumien sind und unter "1:1 passend" verstehe ich auch was anderes.

    Schau dir bloß mal die Lamellen an! Bei Resupinatus applicatus/trichotis hast du zwischen den durchgehenden Lamellen massenhaft Zwischenlamellen.

    Dein Bild auf dem Link zeigt zudem auch nicht die richtige Farbe, da sind die Fruchtkörper viel zu hell abgebildet.

    Im folgenden Link sind die Farben passender abgebildet, da siehst du auch die bereiften Hüte und die Lamellenanordnung.

    Flaumiger Zwergseitling, Dichtblättriger Liliputseitling, Hellbrauner Gallertblättling, Dichtblättriger Zwergseitling (RESUPINATUS APPLICATUS SYN. GEOPETALUM STRIATULUM VAR. APPLICATUM, UROSPORA APPLICATA, PLEUROTUS RENIFORMIS)


    Ich finde, sowas hier bedeutend passender:

    Hohenbuehelia cyphelliformis (Hlívička číšovcovitá)


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Dann hat das wohl die Zeit mitgebracht und die genauere Bearbeitung.

    Früher waren atrocaerulea und grisea mini (sieht man wahrscheinlich auch an den vielen Netz-Beispielen), jetzt ist die Art wohl gewachsen, nach LUDWIG bis 5 cm.

    Möglicherweise der Umstand, wenn man sich nicht sehr mit dem Zeug beschäftigt und nicht am Ball bleibt (Leccinum aurantiacum-Prinzip), dann wechselt das und man kriegt's nicht mit.


    VG Ingo W

    Zitat

    Alles mit einem Knall enden lassen?

    Finde ich nicht gut.

    Mir gefällt das Abklingbecken der Pvaalbetrachtung.

    So kann man bis Mitte Januar so ganz langsam loslassen.


    (G)Morn!


    Mir ist gerade eingefallen, dass es das Lied von "Hänschen klein, ging allein ...." auch schon ziemlich lange gibt.

    Also nicht nur in grauer Urzeit mit Hyrognyphen in Stein gemeiselt, sondern auch in den Volksweisheiten besungen.


    Mist, ich glaube, ich habe gerade einen Rückfall.


    G(r)üüüü.....ähm....G(n)üüü......äh...Grüsz......naja Dings, ihr wisst schon

    (G)I

    Hallo Gnixio!


    Mit der Zeitnähe zur APR-Auflösung hast du Recht, das habe ich mir selbst schon gedacht.

    Aber parallel sammeln zur Auflösung, das werde ich nicht tun, denn dann wären wir wieder bei den 200 Phälen und jedes gephälte Räuspern zur richtigen Lösung will dann aufgeschrieben werden.


    Ich bin überzeugt von der 3+3 Regel, die kann ich schnell nach Ende der APR-Auflösung einsammeln. Die Phal-Erklärungen und Empfindungen dazu wären noch frisch und das Einsammeln per PN würde durch Doppelungen nochmal die Menge verringern.

    Ist auch übersichtlicher für alle Phal-Verweigerer, denn 3 kann sich jeder mal nebenher aufschreiben.


    Grüße

    Ingo