Beiträge von Ingo W
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Hallo abeja!
Frage 1:
Zitat
Aber diese lamellenartigen vergrößerten Poren sind wohl zu groß für Trametes gibbosa
Daedalea quercina hat grobes verzweigt-lamelliges Hymenophor (irrgarten-lamellig)
Trametes gibbosa hat (besonders im Randbereich) langgezogen poriges Hymenophor, also jede langgezogene Pore ist eine Kammer für sich:
http://healing-mushrooms.net/archives/trametes-gibbosa.htmlFrage 2:
Zitat
Pilze 2 sind schon sehr striegelig, aber ich sehe auch einen Buckel.
Ja gut, bloß weil ein Pilz Buckel-Tramete heißt, bedeutet das nicht, dass andere Pilze nicht auch einen Buckel haben dürfen.
Richte dich beim Auseinanderhalten dieser 2 an die angesprochene langgezogene Porenform (hat Tr. hirsuta nicht), die Hut-Größe (hirsuta geschätzte Hüte bis 7cm, gibbosa das Doppelte bis Dreifache und an die Behaarung (hirsuta = striegelig abstehend und Haare etwas länger als bei der mehr samtighaarigen gibbosa).
Andere , eher schwieriger zu erklärende Unterschiede wie unterschiedliche Farbe der Fruchtschicht, ökologischer Aspekt und Wuchsweise werden so nach und nach dein Bild vervollständigen, wenn du sie oft genug gesehen hast.zu 3:
Zitat
Pilze 3 o.k (also Buckel, keine Haare und Herablaufen möglich)
Vergiss den Buckel als gutes Merkmal, auch das Herablaufen der Poren kann man bei beiden Arten finden, wobei ich das bei der Striegeligen eigentlich nie angedeutet stufig gesehen habe!
Meine Kriterien hier: uneben-hügeliger Altbereich des Hutes und langgezogene Poren im Randbereichzu 4:
Zitat
Mich irritiert etwas die relativ schmale Ansatzstelle?
schmaler Ansatz passt.
Mich irritiert allerdings das 3. Bild dazu. Bin mir da nicht sicher, ob das wirklich dazugehört.zu 5:
Zitat
....ich war nicht mit Maßband unterwegs ....
Bin ich auch nicht, ich habe das zu Hause liegen (da messe ich dann meine Pilze).
Musst verstehen, dass man irgendwie eine Vorstellung braucht. Manchmal hilft ein Laubblatt, ein Zapfen oder eine Nadel auf dem Bild für die Größen-Vorstellung, aber da ist z.B. bei der Nr. 5 (C01a,b) = Trametes gibbosa (Buckel-Tramete)-- nichts zu sehen.
Ich war da aufgrund der gelblichen Zuwachsränder gedanklich schon beinahe bei Antrodiella hoehnelii (Spitzwarzige Weißfäuletramete)....
http://www.pilzteam-bayern.de/…/displayimage.php?pid=131
....das ist ein Pilz mit Hüten von 1-2 cm.
Solche Irrwege könnte man sich natürlich sparen, wenn die Größe der angefragten Pilzhüte gut geschätzt wären. Magst du das verstehen?zu 6:
Zitat
Hier irritiert mich etwas die sehr breite Ansatzstelle...
So breit ist die nicht, musst bedenken, dass das 2 Hüte sind. Jeder für sich gesehen zielt vom Anwuchs her auf einen Punkt.Zu "Farbvarianten" wirst du genug Beispiele im Netz finden, normalerweise sind beim Gockel-Bilder-Aufruf der Tr. versicolor die meisten richtig.
Das erste suspekte ist das Bild mit den violettrandigen Hüten bei wikipedia....
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Trametes_versicolor.jpg
.....denn das wird sowas wie Trichaptum biforme sein:
http://biology.duke.edu/fungi/…asheville/trichaptum2.JPGWeiter unten kommen dann ein paar Samtige Trameten (Tr. subtomentosum) als versicolor, sogar von der Uni.
VG Ingo W
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Hallo Heiner
Die Großen findest du recht sicher unter Mönchskopf (Clitocybe geotropa).
Beim Täubling liegst du richtig, selbst der Ockerweiße Täubling (Russula ochroleuca) tarnt sich nach den Frösten als Graustiel.
Da sich die Kamera auf das Laub scharfgestellt hat, meine ich da auch Nadeln zu sehen, kann das sein.Zum Schneckling, Riesenschirmling und Unschärfe hat ja Nosozia schon was gesagt.
VG Ingo W
Edit:
Zitat
.....ich habe momentan keine gute kamera.
Sag, wie heißt das gute Stück? -
Hallo AndreL!
Ich gebe zu, mein erster Gedanke war ebenfalls Ziegelroter Schwefelkopf (H. lateritium), auch wegen der Schleierreste am Hutrand.
Den hätte ich aber noch nicht an so winzigem Substrat gefunden.Bei dem hier passt aber schon mehr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Orangeroter_Tr%C3%A4uschling
Für deutsche Gefilde ein noch eher seltener Pilz. Bei dir sind wohl ein paar Sporen aus den Niederlanden rübergeschwappt.VG Ingo W
Edit:
Beorn:Zitat
Dicke Stiele sind schon möglich (schleimige auch, ein entsprechendes
Bild hatte ich schonmal irgendwo hochgeladen)
Der Ziegelrote darf keine schleimigen Stiele haben. -
Hallo Nosozia!
Beim ersten hast du recht, ist Cystoderma (Körnchenschirmling). Man müsste sich mal verständigen, welche Farbe die richtige ist. Beim Bild 2 wäre ich beinahe auf was anderes gekommen als bei Bild 3+4.
Denke aber eher, dass die Bilder 3+4 farblich zur Realität passen, oder?Pilz 2 ist ein Fälbling (Hebeloma spec.), die meisten riechen nach Rettich oder, wie bei deinem, nach Kakao.
VG Ingo W
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Hallo Fredy!
Da bist du auf Lenzites betulina (Laubholz-Bläterporling/Birkenblättling) reingefallen.
Die Ähnlichkeit (von oben gesehen) zur Striegeligen Tramete (Tr. hirsuta) ist tatsächlich frappierend.Ich denke, auch beim zweiten trifft diese Art zu, denn die Hutform und die Hutfarbe passen nicht zu Gloeophyllum sepiarium (Zaunblättling). Festlegen werde ich mich natürlich in diesem Fall nicht (bisschen weit weg).
Hätte ich recht, dürfte der Stamm demzufolge also auch kein Nadelholz sein, auch wenn die Jahresringe schon ziemlich weit auseinanderliegen (außer am Rand). Die Borke scheint glatt und dünn zu sein.VG Ingo W
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Hallo Andreas!
Du bist aber fix, ich dachte, wir diskutieren da noch die Fehler raus.
Weil ich da jetzt keinen Edit-Zugriff mehr habe, könntest du dann noch diesen Satz erneuern (neue Rechtschreibung):
"Beim Fotografieren solltet ihr auf Folgendes achten:"
VG Ingo W
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Hallo Nosozia!
Betreffs des Ritterlings:
Hast du den lange im Mund gelassen? Bei Tricholoma sciodes (Schärflicher Ritterling) kommt der Geschmack ziemlich spät, braucht manchmal eine halbe Minute.Die schwarzen Flecken an den Lamellenschneiden würden schon dazu passen, die Buchenblätter sowieso. Wächst auf Kalk.
VG Ingo W
Edit:
Zitat
Lyophyllum conglobatum heißt schon seit Jahrzehnten so und wächst wie auch der dunklere Lyophyllum loricatum oft alleine oder gestreut.
@ Nosozia nochmal!
Wirst du ja selbst überprüft haben, falls nicht, hier noch mal die Meinung der Datenbanken zu L. conglobatum:
http://www.mycobank.org/BioloM…bank&Rec=36706&Fields=Allhttp://www.speciesfungorum.org…ecies.asp?RecordID=333496
Muss zwar auch nicht immer stimmen, aber zumindest gibt es wohl viele Mykologen, die in der Wuchsweise der Art (büschelig versus alleinstehend/gestreut) keinen Unterschied wahrnehmen.
Hätte mich ehrlich gesagt auch gewundert, wenn ausgerechnet ein "conglobatum" (= zusammenballen) eher alleinstehend wachsen soll.VG Ingo W
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Hallo Fredy!
Ich denke mal, du wirst das Ascotremella-Bild sowieso schnellstmöglich ersetzen. Das Gegenteil wird dir nach dem Bild keiner beweisen können und es spricht ja (bis auf den frechen Zustand) nichts gegen die Art.
Die Ombrophila pura ist klar.
Ach so, man muss wohl immer noch Neobulgaria sagen, sagen zumindest die Datenbanken.VG Ingo W
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Hallo!
Also zurück zum Ursprung!
Hoffentlich nimmt freeze das jetzt nicht übel.
Was haltet ihr dann von einer leichten Modifizierung des bisherigen Textes?
Ist insgesamt kaum länger und spricht weitere Dinge an, die mir wichtig erscheinen.
Zunächst nochmal das Original:
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Bisher
Da Bestimmungen nach Bild oftmals sehr schwierig sind, weil man zusätzliche Angaben wie Standort, Geruch, etc. am Bild nicht erkennen kann, bitte ich Euch, diese Merkmale so gut wie möglich gleich mitzuliefern.- Durchmesser des Hutes
- Länge des Stiels
- Höhe des gesamten Fruchtkörpers
- Beschaffenheit des Hutes (schmierig, trocken, glatt, rau, etc.)
- Verfärbung des Fruchtkörpers auf Druck
- Verfärbung des Fruchtkörpers im Schnitt
- Geruch
- Standort, Bäume in der Nähe
- Ökologie des Bodens (sauer, kalk, basenreich, etc.)- evtl. Sporenpulver (vor allem bei Täublingen)
- evtl. Geschmack (nicht immer!!!)Beim fotografieren solltet Ihr auf folgendes achten:
Bild des Pilzes von:
- oben
- unten
- komplett samt Stielbasis
- QuerschnittUmso mehr Angaben gemacht werden, umso präziser werden die Antworten sein.
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leicht modifiziert
Da Bestimmungen nach Bild oftmals sehr schwierig sind, weil man zusätzliche Angaben wie Standort, Geruch, etc. am Bild nicht erkennen kann, bitte ich Euch einige Merkmale und Beschreibungen so gut wie möglich gleich mitzuliefern.- Größe der Fruchtkörper
- Beschreibung Hut
- Beschreibung Fruchtschicht (das sind die Lamellen oder Röhren)
- Beschreibung Stiel
- eventuelle Verfärbungen bei Druck und im Schnitt
- Geruch (erst unverletzt, dann angekratzt)
- evtl. Geschmack (nur für Kenner der wichtigsten Giftpilze)
- Begleitbäume, Substrat
- evtl. Bodensäuregehalt (sauer oder basisch)
- evtl. Sporenpulver (vor allem bei Täublingen)Beim Fotografieren solltet ihr auf Folgendes achten:
Bild des Pilzes:
- von oben
- von unten
- komplett samt Stielbasis
- Querschnitt
- am FundortUm so mehr Angaben gemacht werden, desto präziser werden die Antworten sein.
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VG Ingo W -
Hallo Fredy!
Zitat
Kann es sein, dass ich beide Arten auf engstem Raum zusammen gefunden habe?
Kann schon sein, haben ja den gleichen Lebensraum.
Haben sich die Büschel von der angenommenen Ascotremella größenmäßig unterschieden von Ombrophila/Neobulgaria pura?Die nachlassende Konsistenz und das Pampigwerden (frecher Pilz!) der eventuellen Ascotremella ist eine Erscheinung des Vergehens.
VG Ingo W
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Hallo Christian!
Zitat
Wo schaust du sowas nach?
Manche Bilder von Arten, auch, wenn man sie selbst nicht kennt, bleiben manchmal in Erinnerung, wenn man das dazugehörige Buch oft genug benutzt hat. In dem Fall ist es der "ROBICH Mycena d ´Europa".
Übrigens steht da auch dein angegebenes Substrat "Fichtenholz".Zitat
Trotzdem, zu Nr.2, ein Rübling? Mit den dunklen Lamellen? Hmmmmmmm.
Musst auch immer die Jahreszeit mit einrechnen. So richtig fit sieht dein Pilz nicht mehr aus.
Schau (Runterscrollen!):
http://www.fungipedia.es/clasi…1-gymnopus-confluens.htmlZitat
Plaste-Schachtel? Nee, ab in den Bast-Korb damit
Echt, so eine kleine Margarineschachtel, vielleicht sogar mit durchsichtigem Deckel, bisschen feuchtes Moos dazu = nie wieder vorzeitig getrocknete Pilze.VG Ingo W
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Hallo Fredy!
Eigentlich wollte ich es ursprünglich knapper schreiben, nur erst mal das wesentliche einfordern. Ist eigentlich jetzt schon wieder zu viel, denke ich.
Erst wollte ich nur blank "Beschreibung Hut", "Beschreibung Stiel" schreiben, weil kurz und knapp. Schätze aber, dann kommen Antworten wie "Der Stiel sieht aus wie ein Stamm" und "Der Hut ist rund".VG Ingo W
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Hallo Beorn!
Zitat
Ich meine mal gelesen zu haben, daß der Terreum recht variabel in der Hutfärbung wäre?
Ja, das schon, und zwar ohne Frosteinfluss grau bis fast schwarz, und mit Frosteinfluss braun. Ist zwar eine eher unbewiesene Theorie, aber zumindest die Farben stimmen.Aber die Struktur der Hutoberfläche ist m.E. nach weniger variabel. Bei Lothars Ritterling fällt ja der viel dunklere Hutscheitel auf und so ein eher gröberes Zerreißen, das würde ich dem Tr. terreum nicht zugestehen wollen. Aber wer weiß schon, was sich die Pilze immer so einfallen lassen...
VG Ingo W
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Hallo Beorn!
Zitat
In der Regel versuche ich aber dennoch, auch dünne Anfragen zu beantworten. Sofern es denn möglich ist.
Ja klar, wenn das möglich ist schon.
Warum ich mich um eine Erweiterung der Angaben-Abfrage bemühe, hat eigentlich eher den Grund, dass mir in letzter Zeit auffiel, dass es schon einige Leute gibt, die artig den Fragebogen abarbeiten.Allerdings eben dann nur noch die gestellten Fragen beantworteten, und dabei fiel die ganze Zeit z.B. die Fruchtschicht unter den Tisch, also fast keiner hat mehr was zu den Lamellen gesagt, weil das nicht gefordert war.
Vielleicht sollte man beide Fassungen behalten? Für die einen, bei denen es schnell gehen muss das bisherige Konzept (ergänzt mit Lamellenbeschreibung) und eine anspruchsvollere, für die, die es genau machen wollen.
Hallo Markus!
Zitat
hielte ich noch eine Klammer hinter der Frage, die mögliche Antworten, nicht zwangsläufig abschließend, aber beispielhaft zumindest darlegend, für sinnvoll.Hatte ich das nicht gemacht?
VG Ingo W
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Hallo Christian!
Nr. 1:
Wow, ich glaube, da hast du was schönes gefunden. Das müsste Mycena epipterygia var. atroviscosa (Schwarzschleimiger Helmling) sein.Nr. 2 halte ich für einen Rübling. Zwischendurch habe ich sogar mal wegen der Stielfarbe und des feinen Reifes darauf an den Knopfstieligen gedacht, scheint mir aber trotzdem nicht gut als Vorschlag.
VG Ingo W
P.S.:Zitat
Beide Pilze sind schnell ausgetrocknet.....
Wie können so große Pilze eigentlich so schnell austrocknen? Wieder nicht in die Plaste-Schachtel gesperrt, oder? -
Hallo Lothar!
Zitat
Ich glaube nicht, dass jemand welcher eine schnelle Antwort haben will, sich die Zeit nehmen wird.
Ist das nicht das Grundübel? Schnell fotografieren, schnell einstellen, schnell Antwort haben wollen?
So funktioniert das aber meistens nicht (mal die üblichen Speisepilze ausgenommen).Schau, du schreibst auch wie lange du brauchst, bist du mit deiner Pilzart fertig bist.
Ich brauche i.d.R. einen Tag für ein Pilz-Portrait (bin allerdings auch etwas langsam).
Warum soll man der restlichen pilzunbedarften Menschheit suggerieren, dass man Pilze so nebenher bestimmt, am besten mit einem unscharfen Bild des Hutes aus 3 m Entfernung ohne Angaben?VG Ingo W
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Hallo abeja!
Das ist aber ein langer Text mit vielen Pilzen.
Könnten wir uns nicht wieder auf "Nr. 1" und "Nr. 2" einigen?Nr. 1 (T01a,b): Daedalea quercina (Eichen-Wirrling);
Nr. 2 (T02a,b): Trametes hirsuta (Striegelige Tramete);
Nr. 3 (T03a,b): Trametes gibbosa (Buckel-Tramete);ZitatAuffällig war, dass der kleinste Pilz.....
Wie klein?
Nr. 4 (T04a,b,c): Trametes hirsuta (Striegelige Tramete);Wie groß?
Nr. 5 (C01a,b): Trametes gibbosa (Buckel-Tramete);Nr. 6 (T05a,b): ich denke, Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete)
VG Ingo W
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Hallo abeja!
Schöne Zusammenstellung von jung bis alt.
Im Prinzip hast du schon alles selbst gesagt, also
- frischwachsend dicker als trocken
- weißrandig, wenn zuwachsend
- knubbelig im Initialstadium
- oft erst trocken mit dunklen FarbenSchönes Beispiel für den letzten Punkt ist hier dein Bild 3: der am Substrat oben wachsende, also der eher braune, würde nämlich alleine gesehen und nur für sich betrachtet schon wieder eventuelle Diskussionen auslösen, ob das nicht doch auch Trametes zonata/ochracea (Zonen-Tramete) sein könnte.
Zitat
Hier hat mich vor allem gewundert, dass an der Holzschnittkante auch schon sehr kleine Pilze (unter 1 cm) in diesem dünnen und vom Substrat abstehenden Zustand waren.
Der Pilz an sich (also das Myzel im Substrat) stellt bei ungünstigen Bedingungen einfach seine Nährstoffversorgung "nach draußen" ein, die Fruchtkörper wachsen also nicht mehr.
Wenn ein Pilz-Hut noch nicht groß ist und im Inneren des Stammes die Bedingungen weiterhin als pilztechnisch widrig eingeschätzt werden, hat der Pech gehabt.VG Ingo W
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Hallo Beorn!
Also bei deinem würde mir auch sofort Tr. terreum (Gemeiner Erdritterling) einfallen, aber bei Lothars Pilzen ist die Hutfarbe schon irgendwie anders strukturiert.
Dazu kommt der etwas mehlartige Geruch, damit ist Tr. terreum draußen, der darf nicht mehlartig riechen.VG Ingo W
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Hallo!
Die Kurzversion für Angaben:
Da Bestimmungen nach Bild oftmals sehr schwierig sind, weil man zusätzliche Angaben wie Standort, Geruch, etc. am Bild nicht erkennen kann, bitte ich Euch einige Merkmale und Beschreibungen so gut wie möglich gleich mitzuliefern.- Größe der Fruchtkörper
- Beschreibung Hut
- Beschreibung Fruchtschicht (das sind die Lamellen oder Röhren)
- Beschreibung Stiel
- eventuelle Verfärbungen bei Druck und im Schnitt
- Geruch (erst unverletzt, dann angekratzt)
- evtl. Geschmack (nur für Kenner der wichtigsten Giftpilze)
- Begleitbäume, Substrat
- evtl. Bodensäuregehalt (sauer oder basisch)
- evtl. Sporenpulver (vor allem bei Täublingen)Beim Fotografieren solltet ihr auf Folgendes achten:
Bild des Pilzes:
- von oben
- von unten
- komplett samt Stielbasis
- Querschnitt
- am FundortUm so mehr Angaben gemacht werden, desto präziser werden die Antworten sein.
Und es muss gar nicht mal ein großer Aufwand betrieben werden: Eine ideale Anfrage für einen Röhrling könnte zb >so aussehen<.
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Die ausführliche Version:Pilzbestimmung per Bilder und Internet ist nicht nur vom Wissen und der Erfahrung der Bestimmer abhängig, sondern zu einem Großteil auch vom Informationsgehalt der Aussagen und Bilder zum Pilz.
Am besten beschreibt man den Pilz so, dass ihn ein anderer nach dieser Beschreibung wirklichkeitsnah zeichnen könnte. Selbstverständlich muss man das nicht in die Länge ziehen: wenn bestimmte Details auf einem Foto gut zu sehen sind, kann sich eine dazugehörige Angabe auch erübrigen.
Natürlich können nicht immer alle Fragen beantwortet werden, aber viel Angaben zum Pilz bringen die richtige geistige Vorstellung beim Antwortwilligen.
Als Hilfe zur Beschreibung der Pilze ein paar Stichpunkte.
Als Beispiel dient hier ein Lamellenpilz, bei anders aufgebauten Pilzen muss also modifiziert werden:Beschreibung Hut:
- Durchmesser/Breite
- Farbe
- Beschaffenheit der Oberfläche (z.B. schuppig, faserig, glatt, mit Pusteln, schleimig, rau, am Rand gerieft usw.)
- sonstige AuffälligkeitenBeschreibung Fruchtschicht:
- Lamellenfarbe
- Lamellenanwuchs am Stiel (z.B. breit angewachsen, herablaufend, frei usw.)
- Farbe von eventuell anhaftendem Sporenstaub in den Lamellen
- sonstiges Auffälligkeiten (vielleicht andersfarbige oder sägeblattähnliche Schneiden oder auffällig gegabelt oder relativ dichtstehend oder brüchig oder weich)Beschreibung Stiel:
- Länge
- Beschaffenheit der Oberfläche (z.B. schuppig, gerillt, glatt, mit Schleierresten oder Gürteln, schleimig, usw.)
- Konsistenz (z.B. brüchig, auffasernd)
- Beschreibung von eventuell vorhandenem Ring
- Stielbasis (z.B. knollig, zuspitzend, mit Wurzel, in Volva steckend usw.)
- sonstiges (z.B. innen hohl, wattig, gekammert oder gummiartig usw.)Beschreibung Geruch: (langsam riechen, Zeit lassen!):
- unverletzt
- nach Verletzung (Stiel ankratzen, über die Lamellen streichen!)Beschreibung Geschmack:
- in manchen Gattungen zielführend, aber nur empfehlenswert für fortgeschrittene Pilzkenner, welche die wichtigsten Giftpilze kennenBeschreibung Färbeverhalten:
- schon vorhandene Färbung ohne eigenes Zutun?
- Verfärbung bei Druck oder Schnitt?
(Einige Gattungen erfordern zur Arteingrenzung einen Längsschnitt durch den Pilzfruchtkörper, um das Färbeverhalten einschätzen zu können, besonders Röhrlinge!)Beschreibung Ökologie und Fundumstände:
- Begleitbäume, Substrat
- Begleitpilze (auch als Foto!)
- wie gewachsen, Beschreibung Habitat (z.B. gesellig, allein, nasser Standort, auf Brandstelle, an ansitzenden Ästen, im Park, Moor, Pfütze usw.)
- evntl. Bodensäuregehalt (z.B. Kalk, sauer)Sporenpulver:
Bei kritischen Arten ist ein Sporenabwurf zur Einschätzung der Sporenfarbe notwendig. Dazu älteren Hut mit Fruchtschicht nach unten auf durchsichtige Glasscheibe legen, gegen Austrocknung abdecken, kühl stellen).
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VG Ingo W
Edit: Text zusammengefasst und modifiziert im Nov. 2014 -
Hallo Chris!
Ist ein vertrocknendes Stummelfüßchen (Crepidotus spec.)
VG Ingo W
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Hallo Lothar!
Sicher kein Fälbling, das ist schon ein Ritterling.
Alles, was mir einfiel schrieb ich dir ja bereits an anderer Stelle.
Mal sehen, ob jemand anderes was dazu weiß.VG Ingo W
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Hallo Jan-Arne!
Zitat
Die blauen Flecken kann ich nicht erkennen, ...
Aber auf dem Bild sind doch an der Stielbasis so blaue Kratzer, oder?Zitat
Ich werde in Zukunft immer ein Foto des Fundortes machen, ich glaube, das wird die ganze Sache vereinfachen.
Prima, dann kann man sich was vorstellen.Ich hatte kurz noch Str. albonitens (Hyalinweißer Träuschling) in Betracht, aber den kenne ich selbst gar nicht und auf Bildern sieht er schon anders aus.
Nachdem Björn sich klar für Str. caerulea (Blauer Träuschling) ausspricht, wird das schon passen.
VG Ingo W
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Hallo Jan-Arne!
Wenn der 3m vom Wald entfernt gewachsen ist, war dort Wiese/Gras?
VG Ingo W
