Beiträge von Ingo W

    Hallo!


    Ausgangs-Foto, ihr erinnert euch?

    Jan-Arne hat die Kleinen bestens verpackt, sind in bester Qualität angekommen. Sie hatten, eingebettet im feuchten Moos, auch schön Zeit ihre ursprünglich angestrebte Form wiederherzustellen.

    Bei dem waren wir uns einig, da kann nichts schief gehen, so sieht nur die NFF von Dacrymyces stillatus (Zerfließende Gallertträne aus).
    Mikroskopisch kommt da auch nichts anderes raus:

    Massen von kettenförmig aneinandergereihten Sporen.


    6cm entfernt wuchs dann der erste Fruchtkörper vom Angefragten.
    Ursprungsbild:

    bei mir angekommen:

    Sieht doch jetzt schon deutlicher aus.
    Aber: "Holzauge! Sei wachsam!"


    Fortsetzung folgt.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Zitat


    Zuerst hab ich gedacht, die hätten es schon hinter sich, aber die müssen wohl so aussehen.


    Dein 1. Gedanke stimmt. Die müssen sicher nicht so aussehen.
    Das dunkle, verklebte prismatische Excipulum weist in Richtung der Durelloiden, deiner könnte Durella commutata oder sowas sein.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    Also wenn ein Becher sich öffnet, muss er noch gar nicht reif sein?


    Sämtliche Pilze können Fruchtkörper haben ohne, dass schon Sporen da sein müssen.
    Deswegen hat man in den für das Pilzwachstum unwirtlichen Perioden weniger Chancen, in milden, verregneten hingegen bessere.
    Z.B. meine Rotholz-Hyphodiscus hatte auch schon schöne Becher: Paraphysen, Haare alles da, bloß die Asci waren noch im Baby-Stadium.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ich werde mich hüten. So grünes Zeug habe ich bisher nicht gefunden.


    @Pablo:
    Natürlich hast du recht, dass die höchstwahrscheinlich viel zu verschieden aussehen, als dass man sich Gedanken machen muss.


    Aber du musst dir auch vorstellen, dass ich schon kurz einen Schreck bekommen habe, als Björn seinen Grünen als Portrait vorstellte. Wenn du die Sporen von dem Grünen dagegenhältst (war ja auch von Zarko) mit den dazugehörigen Maßen (Beitrag 9).....
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-zarkos-becher
    .....und vielleicht noch so ungefähr die Sporengrößen in Erinnerung hast, macht man sich kurz mal Gedanken. Aber wirklich nur kurz.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Zitat


    Was mich auch noch etwas irritiert hat: Im Krieglsteiner steht ja was von "weißhaarigem Rand" und das Bild dazu zeigt diese Behaarung auch recht deutlich. Zumindest als eine Art Schleier. Der fehlt ja auf dem Exemplar komplett.


    Ehrlich gesagt, komme ich jetzt nicht mit. Wo fehlt der denn?
    Bei dir auf dem Bild ist er doch schön zu sehen, ganz rechts am besten, wo der frischwachsende Zuwachsrand feinhaarig-franselig ausläuft.


    Bild zur Porenentwicklung:
    http://asco-sonneberg.de/pages…icola-100113-01xs5451.php
    Siehst du, in der Mitte der Fruchtkörper ist es porig, außen sieht man noch nichts.


    VG Ingo W

    Hi Björn!


    Na, dann braucht man auf jeden Fall keine Angst haben, dass man Chlorociboria mit der Chlorencoelia verwechselt, denn da war der grüne Farbstoff als Paraphyseninhalt.
    Naja, die 2. ist ja auch fleischig und wahrscheinlich meist viel größer und außerdem nur im Vergehen so stark grün, wenn ich das alles richtig interprtiere.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


    Sehr schön!
    Sehe ich das richtig, dass der Farbstoff bei der Chlorociboria im Subhymenium liegt und in den Haaren und dass die Paraphysen keinen grünen Farbstoff als Inhalt haben?
    Hab ´ die Art noch nie mikroskopiert, auswärts finde ich die immer, bei mir mag die aber nicht wachsen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Nicht, dass ich den Pilz kenne oder gar drauf gekommen wäre, aber putzig finde ich, dass du jetzt genau einen "knieenden" Fruchtkörper zeigst, wie ich es gestern versucht habe beim Thema Tephrocybe platypus zu beschreiben.
    Pholiota oedipus habe ich auch schon gehört, Meottomyces habe ich aber vor ca. 2 Sekunden schon wieder vergessen, werde ich wohl auch nicht wiederfinden.


    VG Ingo W

    Hi Björn!


    Was mich natürlich am meisten interessiert, hast du denn Paraphysen gefunden?
    Also sowas ist mir noch nie passiert! Wenn sich die Fruchtschicht auflöst, sind doch meist zuerst die Asci weg, die waren jedoch noch reichlich vorhanden.
    Nicht, dass ich damit gerechnet habe, noch Inhalte in den Paraphysen zu finden, aber gleich überhaupt keine Paraphysen mehr. Und ich habe bestimmt 5 verschiedene Becher danach abgesucht.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    Wenn du magst, schicke ich dir die Proben gerne zu. Sollten die nicht zu gebrauchen sein, dann ist es halt so.


    Zitat


    Also sicher bist du aber auch nicht mir der Cyphellopsis / Merismodes - Diagnose?


    Nein, sicher bin ich nicht. Sagen wir mal, ich gebe 95%.
    Meiner Meinung ist hier auch keine Gefahr in Verzug, weil reif wird beides kaum sein und die Haare kann man auch an trockenem Material nachweisen. Könnte man also einer späteren Sendung beilegen.
    Aber wenn Björn sich anbietet, um so besser. Ich denke halt immer, das Geld für das Verschicken, das läppert sich auch zusammen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Du hast keine Idee, was das noch sein könnte? Also die unregelmäßigen, braunhaarigen.


    Halte ich tatsächlich beides für das gleiche, bloß, dass ich die rasigen Kleinen als tot einschätze, die nicht mehr aufgehen.


    Neodasyscypha cerina täuscht geschädigt manchmal einen braunhaarigen Becherling oder Merismodes vor, aber der hat eine dunkle Fruchtschicht.
    http://www.pilzepilze.de/cgi-b…g.pl?noframes;read=230453


    Ingo W

    Hallo Ralf!


    Bei der Bestimmung von vielen Pilzen ist es immer schön zu wissen, ob die "im Luftraum", also fern des Bodens oder an Substrat wachsen, dass großflächigen Erdkontakt hat. Das hilft ungemein weiter.


    Gibt z.B. Pilzarten, die wachsen nur auf der Unterseite von direkt auf dem Boden liegenden Ästen. Solche Arten verirren sich für gewöhnlich nicht auf bodenfern wachsendes Substrat.
    Das hat was mit dem Feuchtigkeitsanspruch der Arten zu tun. Deiner ist z.B. recht trockentolerant.


    Kannst ja mal versuchen die Fruchtschicht etwas besser darzustellen. Da wirst du vom Rand des Pilzes bis zur Mitte eine Wandlung der Fruchtschicht von faltig zu fast porig feststellen. Sieht schön aus.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Jetzt sieht man es besser. Die weißen Winz-Kügelchen-Rasen gehören auch zu Merismodes.
    Wäre jetzt allerdings die Frage, warum die allesamt kaputtgegangen(?) sind, wohingegen die Großen weiterhin aufblühen.
    Oder soll das tatsächlich die Lauerstellung "mir ist ´s zu kalt draußen" sein? Glaub ich aber eher nicht.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Ein frischwachsender Meruliopsis taxicola (Fältlingsähnlicher Porling).
    Müsste deutlich im Luftraum gewachsen sein.


    VG Ingo W


    Edit: jetzt Gloeoporus taxicola

    Hallo!


    Eine von Zarkos geschickten Arten hat mit dem Rehydrieren ein paar Becherchen noch recht ansehnlich erscheinen lassen.


    Sah zwar auf diese Art und Weise aus, als wäre es ein cyphelloider Ständerpilz....

    ....mit seinen abgehobenen, dünnhäutigen Schüsseln....

    .....und der irgendwie filzig erscheinenden Außenseite...

    ..... um so erfreuter war ich, dass es sich trotzdem um einen Asco handelt.
    Ist eine Art, die ich selbst noch nie gesehen habe, aber als ich die markanten dünnen allantoiden Sporen in rauen Mengen sah.....

    ...., ging mir sofort ein Licht auf.
    Nennt sich Calycina vulgaris, aber so "gemein" ist die nun wirklich nun.
    Die Becher haben glatt die Größe eines normalen Lachnums.


    Der Witz dabei ist, irgendjemand hat die Paraphysen geklaut. Nur winzige, höchstens halb so große wie die Asci konnte ich erahnen.
    Komisch! Dass die Asci sich auflösen, das weiß ich, aber die Paraphysen?
    Rest-Mikros:



    VG Ingo W

    Hallo Martin!


    Wie gesagt, habituell und farblich gefällt mir dein Pilz sehr.
    Entspricht zumindest dem, was mir von den selbst gesehenen vermeintlichen (mikroskopisch nicht untersuchten) Funden von T. platypus in Erinnerung ist.
    Und wenn man dein Bild mit dem von Christian vergleicht, dann fällt es auch nicht wirklich schwer nachzuvollziehen, warum ich auf solche Gedanken komme.


    Also danke für deinen Beitrag.


    VG Ingo W

    Hallo bulldoghansen!


    Gefällt mir wesentlich besser vom Eindruck meines makroskopischen Gedächtnisses.
    Aber bei deinem hätte ich jetzt schon wieder Bedenken wegen des Fundorts im Nadelbett.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Im LUDWIG zumindest steht es so, wie es auch Markus Wilhelm schreibt.
    Im IF so, wie ich es in Erinnerung hatte, aber da mögen sich andere darüber den Kopf zerbrechen.


    Was mir aber beim Anschauen der LUDWIG-Bilder wieder in Erinnerung kam, nicht nur die plattgedrückten Stielbasen (platypus) waren ein schönes Kennzeichen, sondern auch die knieende Wuchsweise, also der Stiel hat sich wie abgewinkelt unter ´s Laub geschoben.


    Ist natürlich im vorliegenden Fall auch nicht. Also belassen wir es bei Lamellenpilz spec.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Und ich dachte immer, der müsste dann platypum heißen, wenn Lyophyllum davorsteht.
    Naja, zumindest zeigt das Foto nicht den Pilz, den ich dafür halte.


    VG Ingo W

    Hallo Christian!


    Naja, ich habe mich versucht in das geschilderte Biotop hineinzuversetzen.
    Natürlich wäre ein ganz normale Tubaria nicht außer der Welt, mir fällt aber noch Tephrocybe platypus (Winter-Graublatt) ein, da findet man allerdings gar keine zufriedenstellenden Bilder im Netz außer die Zeichnung:
    http://www.latvijasdaba.lv/sen…atypus--kuhner-m-m-moser/
    Die wächst gern bei Weiden und Pappeln/Zitterpappeln in Anpflanzungen oder auch an Flussläufen.
    Hat eben basal diesen zusammengedrückten Stiel. Ob ´s immer so ist?


    VG Ingo W


    Edit: Sternenrotz ist Ausgewürgtes von Greifvögeln, die vertragen irgendwie die Eileiter von gefressenen Amphibien nicht und würgen das wieder aus.

    Hi Pablo!


    Beim ersten wird Lachnellula (Nadelholz-Haarbecherchen) rauskommen, der ist aber in dem Zustand nicht reif.
    Kann sein, wenn du ein paar in deiner Schachtel befeuchtest hast, dass sie ein klein Stück aufgehen und du einen gelben Punkt der Fruchtschicht wahrnimmst. Weiter schafft man die aber nicht am Leben zu erhalten, die verhyphen dann.


    VG Ingo W

    Hallo Christian!


    Nur um Verwechslungen vorzubeugen, Sternenrotz ist was anderes.
    Das gezeigte ist Nostoc commune, ein Cyanobakterium.


    Der Blätterpilz oben hat einen Frostschaden, da verkleben die Lamellen.
    An der Stielbasis ist dir wohl nicht aufgefallen, ob der wie zusammengequetscht war?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Nein, sind keine Becher. Von der Struktur her wie grobe längliche Zuckerkristalle. Auch irgendwie gar nicht richtig mit dem Untergrund verwachsen und weich, aber nicht schmierig. Komisch!
    Die kleinen Becherchen hast du aber gut gesehen nebendran.


    So, jetzt zur letzten Struktur:
    Ja, ich geb ´s wieder mal zu, darauf kommt man eigentlich nicht.
    Hat aber gut zum Thema gepasst.


    Das letzte Bild zeigt einfach wieder Peniophora quercina (Eichen-Zystidenrindenpilz), den Björn schon mal erkannt hatte.

    Dem scheint die Wärme in den Schachteln gut zu tun.
    Die vielen kleinen abstehenden Stacheln sind die Zystiden, die der Gattung zu ihrem deutschen Namen verhalf.
    Sieht dann aus wie bereift:

    Mikroskopisch so:


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

    Zitat


    Wie nimmst du von gefrorenen Buchenstämmen Proben mit?


    Das ist in der Tat ein Problem!
    Weil ich ja ein ganz Bequemer bin, habe ich natürlich immer nur das Grund-Equipment dabei. Dazu gehört keine Säge.
    Manchmal versuche ich ein ausreichend großes Stück mit dem Taschenmesser herauszuschneiden, was natürlich i.d.R. vom Nichterfolg, sprich krummen Messerklingen und teilweise auch vom "Aua" begleitet ist.


    Als nächste Maßnahme (oder war das schon ein Punkt weiter vorn?) schaue ich mich um, ob der Becher nicht doch irgendwo auch an was Dünnerem wächst.
    Gerade bei den 2 Arten wohl auch nicht sehr erfolgreich.


    Also zurück zum Stamm/Stumpf: hier muss doch auch irgendwo was wie eine weichere/überstehende Stelle im Holz sein? Stückchen Spleißholz, im Inneren was Höhliges.
    Ja, solche Stellen gibt ´s, leider ohne die Becher.


    Tja, als letzte Aktion kommt dann womöglich Fluchen und Schimpfen auf ´s Wetter mit anschließend gedanklich-resümierender Sicht in meine Plastedosen.
    Gesunderweise fällt es mir nämlich dann wie Schuppen von den Augen, dass ich die blöden Buchen-Becher ja eigentlich gar nicht mehr brauche.


    Zitat


    Als ich irgendwann von den Stämmen wieder aufstehen wollte, was nicht ging, weil ich meine Beine nicht mehr gespürt habe, habe ich gemerkt, daß ich die Kamera nicht mehr in die Kameratasche hineinbekam. Konnte die Finger nicht mehr so richtig bewegen.


    Tja, noch ein paar Minütchen und ich kann mir die Schlagzeilen im Frühjahr vorstellen, wenn sie dich finden (oder was eben von dir übriggeblieben ist).


    VG Ingo W[hr]
    Hallo Eike!

    Zitat


    Kannst du auch noch andere Literatur für generell Ascomyceten empfehlen?


    Nicht wirklich. Ich denke, das kommt darauf an, wo du hinwillst.
    Manche Literatur ist gut, wenn man sie hat. Für dich dürfte aber momentan der Kosten-Nutzen-Quotient eher unsinnig sein.


    Bei Ascos nutzt dir die Literatur ohnehin zunächst recht wenig, wenn du noch nicht in die Becher reinschauen kannst. Also eins nach dem anderen. Zumal ich wirklich aktuell nichts umfangreich Geschriebenes über Becher kenne, wo man auch mit der Beschreibung zufrieden sein könnte.


    Die DVD wird dir da am besten helfen. Und andere Pilze willst du ja auch erst mal kennenlernen.


    VG Ingo W