Beiträge von Ingo W

    Hallo Sarah!


    Da hast du einen durelloiden Becher.
    Auf deinen Mikrobildern ist die Fruchtschicht, rechtslastig noch mehr im Zusammenhang. Die breiteren Elemente sind die Asci (Schläuche) mit 8 Sporen drin, das fädige Dominante dazwischen sind Paraphysen.


    Auf Bild 9 hast du eine Ascus-Basis mit Haken.
    Die zu sehen schaffen manche nach 5 Jahren nicht. Wenn das kein gutes Zeichen ist!


    VG Ingo W

    Hallo Matze!
    Natürlich weiß ich nicht, wie sinnvoll das für dich ist. Bist du denn PSV und brauchst Tipps wie du mit den Leuten umgehst, wenn sie zu dir kommen?


    Wirst du sicherlich gelesen haben?

    Zitat


    Dieser Kurs richtet sich an alle, die die Prüfung zum Pilzsachverständigen erfolgreich abgelegt, aber noch keine Erfahrung als Pilzsachverständigen gesammelt haben.
    Wir widmen uns u.a. praktischen, grundlegenden Fragen wie z.B.: Wie bekomme ich einen Ausweis?, Was kann bzw. muss ich jetzt überhaupt machen?. Hauptinhalt sind jedoch praktische Tipps und Übungen für den Einstieg in die Tätigkeit als Pilzsachverständigen. Wir schulen Rhetorik, Didaktik, in dem wir Pressetext erarbeiten, Pilzberatungen simulieren und Exkursionen gestalten. Sie erwerben Kenntnisse und praktische Fähigkeiten, die Ihnen die Arbeit als Pilzsachverständiger erleichtern. Hierbei geht es allerdings nicht um die Vertiefung mykologischen Fachwissens.


    Ich fände es ja interessant, geschult zu werden, wie man sich verhalten soll/kann/muss?
    Knüpft irgendwie an das gestrige Thema an, mit entweder "sicher auftreten und auf die Pauke hauen" oder "Zugeben, dass man nicht alles wissen kann".


    Also mich würde es interessieren, was man rät und was das Patentrezept ist.
    Insofern würde ich dir aus Eigennutz zu diesem Kurs raten, um mir dann berichten zu können.


    Nein, im Ernst. Ich denke, es muss jeder seinen Weg selbst finden und so verschieden die Menschen sind, so verschieden wird auch die Strategie beim Pilzberaten sein.
    Interessieren würde es mich aber doch....


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

    Zitat


    Ich werde es erfahren.


    Sei da mal nicht so optimistisch!
    Du könntest dir einen ganzen Tag Mühe geben, eine Kollektion von jung bis alt, von klein bis groß zu beschreiben und trotzdem kann es sein, dass keiner was dazu sagen kann.
    Ich gehe noch weiter: du kannst sogar noch sämtliche relevanten Mikro-Elemente ausmessen, ein sagenhaft umfangreiches und genaues Potrait anlegen und trotzdem kann es sein, dass du keine Antwort bekommst.


    Es gibt Pilze und es gibt Cortinarien, beinahe Sache für sich!


    Bei deinem hilft vielleicht die Birke?
    Gürtelfuß + Birke =
    Kann sein oder auch nicht, bin da blind!
    http://www.tintling.com/pilzbu…/Cortinarius_bivelus.html


    VG Ingo W

    Hallo Markus!

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    Nehmen Geschmack und Geruch eine gänzlich unauffällige Rolle ein bei diesen Fruchtkörpern ?


    Zumindest ist mir bei Hymenochaete geruchlich nie was Besonderes aufgefallen. Da riecht das besiedelte Holz wahrscheinlich mehr.


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!


    Ja freilich hilft das!
    Eindeutig Orbilia, gehört wahrscheinlich zu O. coccinella, aber da kann man auch noch mal einiges unterscheiden.


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!


    Na da bin ich gespannt, ob beim 2. jetzt eine Orbilia oder doch wieder nur der Betrüger Parorbiliopsis rauskommt.
    Wenn du sagst, du hast ihn im Laub gefunden, spricht das ja nicht gerade für Parorbiliopsis, allerdings auch nicht gerade für eine Winter-Orbilia. Interessant!


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Genauso wächst die und genauso sieht sie aus: Pseudochaete/Hymenochaete tabacina (Tabakbraune Borstenscheibe).
    Was manche immer wieder etwas verunsichert, ist, dass der Pilz in den älteren Teilen sehr dunkel, Richtung rotbraun sein kann. Das passt aber!


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Nein, das gehört nicht zum Bild der Vuilleminia. Da hat sie einen Pyrenomycet überwachsn.
    Der Rindensprenger ist was ganz häufiges, er wird nur von den meisten gar nicht als Pilz erkannt.


    Er bildet nur sehr dünne Fruchtkörper, die oft auch recht durchsichtig sind und die Untergrundfarbe widergeben.
    Über die Bildersuche wirst du feststellen, dass der gar nicht so leicht zu beschreiben ist. Auffällig ist aber bei feuchtem Wetter (da fällt er am meisten auf), dass seine Oberfläche sich richtig fettig anfühlt.


    Deiner auf dem Bild müsste schon etwas angetrocknet sein, dann entstehen so dunkle Ränder, welche mich kombiniert mit der relativen Dünne auf diesen Gedanken gebracht haben.


    Kannst ja mal achtgeben bei der nächsten alten Eiche mit alten Ästen auf Kopfhöhe. Da sollten Stellen dabei sein, wo sich die Rinde zurückrollt. Das ist er dann.


    Und bei der Auswahl eines schönen Bildes, worauf bin ich da gestoßen? Björns Bild zeigt den Habitus sehr schön:
    http://www.fungiworld.com/date…me=Vuilleminia%20comedens


    VG Ingo W

    Hallo Sarah!


    Kleiner Tipp noch: die allermeisten Pilze geben ihren Geruch erst bei Verletzung preis.
    Nur wenige funktionieren andersrum, das wären zum Beispiel Maggi-Pilz oder Kokosflockenmilchling, die riechen erst abtrocknend.


    Manche können beides, die haben einen Verletzungs- und einen Abtrocknungsgeruch. Das ist die Ursache dafür, dass z.B. beim Voreilenden Ackerling in den Pilzbüchern mitunter recht controverse Gerüche angegeben sind, weil man darauf nicht eingeht.
    Dieser riecht nämlich abtrocknend in den Lamellen nach Kakao, Schokolade, hingegen angekratzt leicht mehlartig.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


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    Ingo: Die verhyphen gar nicht, wenn du sie täglich 25 mal streichelst und ihnen ab und zu gut zusprichst.


    Also alle Achtung, hätte ich wirklich nicht gedacht! Oder waren da von Anfang an auch schon größere dabei als die Winz-Kügelchen, die Pablo gezeigt hat.
    Die Sporen legen sicherlich noch etwas an Größe dazu, wenn sie abschussreif sind.


    Zitat


    * Apikalreaktion der Asci in Barals ist je nach Konzentration sehr unterschiedlich, es scheint so, dass winzigste Änderungen in der Konzentration dazu führen, dass die Färbung des Porus von blau über graublau bis graurötlich oder sogar deutlich rötlich reicht. Bei dem hier vorliegenden Fund war die Mehrzahl der Asci IKI bb.


    Das, was du beschreibst, ist die typische rb-Reaktion. Dass die Asci hauptsächlich blau bei dir geblieben sind, liegt an der Soft-Konzentration von Barals.
    Hättest du beispielsweise wässriges Lugol im herkömmlichen Sinne genommen, wäre die Mehrzahl rot geworden.


    Falls es jemanden interessiert, hier hat das Zotto schön dargestellt:
    http://www.gbif-mycology.de/Ho…/Baral/IodineReaction.htm


    VG Ingo W

    Hallo Sarah!


    Sehr gut!
    Der große, der mehr an der Basis wuchs, schirmt nämlich irgendwie komisch auf und er erscheint mir beinahe ein bisschen bereift.
    Bei dem hätte ich mehr an Mycena polygramma (Rillstieliger Helmling) gedacht, da wirst du aber inzwischen sicherlich nichts mehr am Stiel sehen, denke ich.


    Den Geruch vom Buntstieligen Helmling kannst du dir merken. Ich kenne in der Tat keine andere Mycena-Art, die so ranzig riecht.
    Zusammen mit den lange keglig unaufgeschirmten Hüten, den 2-farbigen Stielen, dem eintrocknend runzelriefigen Hüten und Wachstum oft an Eichenstubben, kann man da makroskopisch gut was anfangen. Meist wächst er auch noch stark büschelig.


    VG Ingo W

    Hallo Sarah!


    Du hast ja scheinbar die Pilze mitgenommen. Schau doch mal, ob du da nicht doch was riechst, wenn du die kleineren Fruchtkörper etwas reibst in den Lamellen und dir vielleicht Zeit lässt. So ein schöner Riechpilz, da muss doch einfach was Ranziges rauszuriechen sein.


    Ich beziehe mich extra auf die Kleinen, weil ich beim größeren nicht wirklich sicher bin, ob der dazu gehört.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Bei denen sage ich immer frisch und frei Phellinus igniarius (Gemeiner Feuerschwamm). So, wie die Rinde aussieht wohl an sowas wie Silber-Weide gewachsen, hat ja Björn schon gesagt.


    Ich gehöre allerdings zu denen, die nicht recht daran glauben wollen, dass man in weitere Arten aufspalten muss, weil z.B. die Hutkanten schärfer sind oder auch die Oberseite dunkler (nigricans und trivialis). Das ist dann mehr Fredys Thema, und soweit ich das verstehe, gibt er hier auch sein Ok. auch für die enger gefasste Meinung zu Ph. igniarius.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


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    Ingo: auf deinem bearbeiteten Bild sieht der Pilz noch mehr nach B. adusta aus


    Das will ich doch hoffen!


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    Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, daß der Pilz hier bei günstiger Witterung (also bei Ende von Dauerfrost) schon noch Hüte zu bilden gedenkt.


    Genau das macht er auch noch!


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Ok, hast du mich erwischt!
    Also verbessere ich in "man wird ältere Fruchtkörper von B.a. an senkrechtem Substrat kaum hutlos finden."


    Wenn man aber auch nicht an alles denkt ;)


    VG Ingo W

    Hallo Leo!

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    Wenn ich falsch liege sollte ich mich schämen


    Das wäre aber hier sogar verzeihlich. Suche mal ein Buch, in dem auch beschrieben ist, dass die Fruchtschicht bei Frosteinwirkung/Winter auch braun sein kann wie deiner. Da wirst du nämlich m.E. nach keins finden.
    Und wer es jetzt übergenau nimmt mit der Beschreibung zu den Farben, für den wäre St. hirsutum schon aus dem Rennen.


    An Buchenstämmen wachsen sie übrigens am aller üppigsten (Thema Substratangebot).


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!


    Das Wachstum an der Substratunterseite ist kein Problem für Bjerkandera adusta, kann man selten sogar ganz ohne Versuch der Hutbildung finden. Deiner macht ja aber Hütchen.


    Unglaubhaft wird B. adusta erst, wenn du sie nur resupinat wachsend an senkrechtem Substrat findest, weil das dürfte dann ein Kill-Kriterium sein, das macht sie nicht.


    Ich habe deinem Bild mal den blauen Schleier weggenommen, zumindest auf meinem Bildschirm sieht das dann realistischer für B. a. aus.

    Falls er eben doch in Natura da war, ist es halt dann doch was anderes.


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!


    Peniophoras (Zystidenrindenpilze) haben keine Poren.
    Peniophora quercina (Eichen-Zystidenrindenpilz) siehst du hier (Beitrag 6):
    http://www.pilzforum.eu/board/…kturen?highlight=quercina


    Dein Pilz hat Hutkanten, die sollte man schon auch von oben fotografieren.
    Ansonsten hätte ich auch sofort an Bjerkandera adusta gedacht, allerdings kommt bei mir die Fruchtschichtfarbe richtig graublau an, deswegen lasse ich das mal mit dem Festlegen.


    Zitat


    Denn der Pilz hat ja sogar Poren, die Peniophora limitata nicht hätte.


    P. limitata ist der auf Eschen.


    VG Ingo W