Beiträge von Ingo W

    Hallo!


    Danke, erst mal für die positive Resonanz.
    Mitunter fühlt man sich ja mit den Kleinen fehl am Platz in Pilzforen, aber nun sind hier wohl trotzdem schon zu viel unterwegs, die sich mit den Winzigkeiten beschäftigen, als dass ich da Bange haben müsste.


    @Pablo:
    Orbilien sind da ganz komisch! Bis auf wenige Ausnahmen sind die gar nicht auf ein spezielles Substrat festgelegt.
    Der Fund war auf Rhamnus (Faulbaum), meine vorhergehenden auf Buche oder Eiche. Aber wenn ich den morgen auf Nadelholz finde, ist das womöglich keine Sensation.


    Verstehe ich noch nicht richtig, versuche jetzt dem ganzen irgendwie anders beizukommen, indem ich verstärkt auf die Dicke und den Zustand des direkten Besiedlungs-Wuchsortes achtgebe. Irgendwie erscheint mir ein gewisses Vorvertauen/Aufbereiten des Standortes, also der Fasern, durch Algen oder Pyrenos nicht abwegig zu sein.
    Habe ich noch keinen direkten Plan. Irgendwas gibt es da, aber ich weiß nicht genau, was.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Jetzt haben wir die häufigsten Orbilien in der Winterszeit beinahe durch.


    Hatte doch letztens irgend jemand geschrieben, dass er eine Tour gemacht hat und nichts Vernünftig-Pilziges gefunden hat.
    Wird mir immer ein Rätsel bleiben, denn wäre ich auf größere Pilze aus gewesen, hätte ich bei meiner Halbstunden-Tour auch genügend Rindenpilze gefunden.


    Naja, die interessieren mich nicht vorrangig, also wieder was Kleines.
    Ich gebe zu, die sind für jeden, der keine Stereolupe zu Hause stehen hat, völlig uninteressant.
    Nichtsdestotrotz haben Orbilien den Vorteil, dass sie Frost vertragen und nicht kaputt gehen.


    Auf solcher Art Äste, also Rinde weitestgehend verloren und stark veralgt, sollten doch sehr oft die verschiedensten Arten zu finden sein

    Oben nur als winzige orangefarbene Punkte zu sehen, aber vergrößert, stellt sich das schöner dar:


    Noch größer:


    Mikros:




    Übrigens sind die Orbilien gar nicht so schwer, man darf sich da bloß nicht verrückt machen lassen durch die in Zukunft erscheinende Welt-Monografie (mit ca. 200 Arten oder noch mehr?). In jetzt 4 Jahren bin ich auf nicht mehr als 11 Arten gekommen, und 2 davon sind außerregional.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!

    Zitat


    Also erlaubst du das Runterladen und speichern deiner Bilder auf meinem PC? Wäre schon gut, nicht dass nachher jemand kommt und behauptet, ich hätte deine Bilder geklaut (oder wie auch immer)


    Ich denke, man sollte die Bilder von Nobi einfach mit dem Urheber-Namen versehen, dann weiß jeder Bescheid und geht Ärger aus dem Weg.


    Schönes Pilzchen und sieht so un-inoperculat aus. Da finden wir doch bestimmt demnächst noch was anderes.


    VG Ingo W

    Hi Ralf!


    Ist das Strecken der Asci mit folgendem Auseinanderbrechen der Plan der Bitunkaten? Werden so für gewöhnlich die Sporen ausgestoßen?


    VG Ingo W

    Hi Björn!

    Zitat


    Du solltest die Asci im gesamten Präparat betrachten, oft ist es so, dass viele von ihnen bereits teleskopartig ausfahren, so wie hier etwa bei


    Verstehe ich dich richtig, wenn der Ascus im Präparat seine Sporen "herauswürgt", ist das ein Indiz für bitunikate Asci? Muss ich also gar nicht unbedingt eine überzeugende Doppelwandigkeit suchen?
    Der Effekt war nämlich mehrfach bei der Tubeufia zu beobachten, zumindest das Auflösen der dichten Lage der Sporen und das Strecken der Asci.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Die Nectria ist ja kein Unpilz, die teilt stellenweise schon auch mal ihr Futter (D. stigma = Flächiges Eckenscheibchen) und lässt Tubeufia cerea mitnaschen.


    Mikros:


    Von denen habe ich recht wenig Ahnung, besonders wie was richtig heißt und wo es herkommt, da tue ich mir schwer, deshalb bleiben Fragezeichen.


    Zählt wohl zu den Bitunikaten, da bräuchte ich mal von Björn ein wenig Nachhilfe, wie man das bei Arten mit weniger deutlichen Asci feststellt.
    Gibt ´s da einen konkreten Bewertungsmaßstab anhand irgendwelcher Vorgaben oder ist die Einschätzung subjektiv?
    Mit Beispiel verstehe ich es am besten.


    VG Ingo W

    Hi Sven!


    Der versteckt sich vor mir, kenne ich nur von Nando von vor 2 Jahren als ich bei euch war.

    Zitat


    mal schauen was ich heut Abend finde....nicht das ich nochmal zum Bach muss


    Wann musst du denn zum Bach? Wenn nichts Verwertbares mehr in dern Schachteln ist?


    VG Ingo W

    Hi Björn!


    Zitat


    ... und vergleicht man mit sämtlichen Kollektionen, die ich schon an C. Lechat verschickt habe, dürfte die Bestimmung auch korrekt sein.


    Auch von den Sporenbreiten? Nach Rossman ("Genera of Hypocreales") hält sich die bei 4-4,5(5) auf, allerdings bin ich bei meinen Messgewohnheiten immer eher an der oberen Grenze als an der unteren im Vergleich zu Angaben von anderen.
    Auch waren die meinigen schön reif, zumindest mit austretender Sporenmasse.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ist wohl die zweitbekannteste Nectria-Art nach Nectria cinnabarina, welche ja durch ihre auffälligen orangepolsterigen Nebenfruchtformen auffällt.


    Diese hier wächst immer auf Pyrenomyceten, ist im Verhätnis zu vielen anderen Nectria-Arten noch eine Spur kleiner, hat frisch eine Papille auf der Kugel und ist in dem Zustand rot und wie etwas durchsichtig.

    Wächst hier auf Diatrype stigma s.l. (Flächiges Eckenscheibchen) auf Birke.


    Im Inneren:


    Im folgenden Bild habe ich ein "r" vergessen, heißt natürlich Perithezium.


    Bisschen Spielerei mit Chemie:


    Das Wachstum auf Pyrenomyceten alleine lässt allerdings eine gefundene Nectria-Art nicht sicher als Nectria episphaeria (Aufsitzender Pustelpilz) identifizieren.
    Momentan heißt sie wohl richtig Cosmospora episphaeria, kann sein, dass sie inzwischen auch mal wieder Dialonectria heißt, keine Ahnung.
    Sollen sich die betreffenden Mykologen erst mal austoben, bis ich da was ernst nehme.


    VG Ingo W

    Hallo Klaas!

    Zitat


    Deine sehr dickwandig abgebildeten Sporen konnte ich nur in KOH feststellen, auf Kerne hatte ich nicht geachtet.


    Tja, und das habe ich nicht im Portrait geschrieben, dass man das natürlich verstärkt bei unreifen Sporen sieht, wenn die Zellwand noch nicht "undurchschaubar" ist.
    Auf deinem Bild, wenn ich die unreifen Sporen im Ascus so ansehe, ist das das gleiche, siehe bei dir unteres mittleres Bild der unreife Ascus!


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!


    Orbilien sind da recht unempfindlich, sprich trockenresistent und damit auch zum großen Teil kälteresistent, die werden gut ankommen.


    Übrigens ein Grund, warum ich Jahr für Jahr immer im Winter mit denen anfange, weil die halten durch, gehen nicht kaputt.


    Ich glaube, inzwischen habe ich mein Soll an Orbilien auch wieder mal geschafft, die häufigen Holzbewohner habe ich für den Winter 1012/13 alle gefunden.
    Eine seltene würde mir aber noch gut gefallen, letztes Jahr hatte ich euonymi, irgendwie wahrscheinlich das 1. oder 2. Mal für Deutschland, sowas würde mir noch raushängen.


    VG Ingo W

    Hi Sven!


    Das ist bei mir jetzt der 3, wahrscheinlich sogar 4. Fund an Faulbaum.
    Diese Vorliebe hat sie aber scheinbar nur hier in Sonneberg :), Zottos andere 100 oder 200 Funde sind auswärts nie an Faulbaum.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Muss ich mal was dagegen setzen bei so viel Dungpilzen:
    An stehendem toten Faulbaum-Stämmchen, Orbilia aristata (Geschwänztsporiges Knopfbecherchen)

    Hübsche Sporenform, oder?


    Das andere wird wohl kaum jemanden interessieren, aber ich lade es halt der Vollständigkeit mit hoch:





    VG Ingo W

    Hi Klaas!


    Schön, dass du hergefunden hast.
    Übrigens darfst du ruhig auch deine anderen Becherchen (gab ´s noch andere Pilze?) hier einstellen.


    Ist ja eigentlich das spezielle Thema der Dungi-Fungis-Forumler, aber einmal habe ich sowas auch auseinandergenommen, ausgerechnet den auch noch, ich denke, da geht nichts schief mit deiner Bestimmung:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=24541&position=2


    VG Ingo W


    Edit: zur beobachteten Reaktion in den Asci habe ich auch was geschrieben.

    Hi Lara!


    Bild 2: hier erscheint mir Trametes hirsuta (Striegelige Tramete) beinahe die bessere Richtung zu sein.
    Rechts am Rand des Fruchtkörpers die abstehenden Haare, das relativ dünne Bäumchen, der punktförmige Anwuchs und der vermutlich recht dünne Fruchtkörper lassen mich das denken.


    Bild 9 ist Stereum hirsutum (Striegeligr Schichtpilz), beim anderen würde ich Schizophyllum commune (Spaltblättling) raten.


    10: Tja, wenn man wüsste? Ich halte das ja mehr für was Wachsiges, Poren sind da nicht zu erkennen. Sicherlich was schönes!


    Bei 11 findet wohl das Initialstadium der Buckel-Tramete (Tr, gibbosa) gerade keinen besseren Platz zum Rauskommen.


    12b erinnert mich an Ischnoderma resinosum (Laubholz-Harzporling).


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Bezog sich mehr auf den Teil, anderen einzureden, dass man Becherchen ruhig übersehen kann.
    Hey? Die sind ganz wichtig!! Für das Forum, für die Natur, für mich und für den Weltfrieden!


    VG Ingo W

    Hallo Sven!

    Zitat


    Das gibt dann mal n Buch.....Mollisia revincta auf verschiedenen Krautstengeln ;)


    Na, das wäre doch mal ein Projekt, und nicht das abwegigste.


    Mit M. revincta-(Epilobium), revincta-(Filipendula) und revincta-(Rubus) kann ich schon aushelfen, jetzt deine revincta-(Reynoutria), das wären dann schon 4.


    Das gute ist, dass die z.B. auf Rubus immer wie die auf Rubus aussieht, scheinbar hat deine auf Reynoutria (vergleiche ich mal mit Martins Fund) eine ähnliche Konstanz.


    Wenn man jetzt noch bedenkt, wieviele krautige Pflanzen es gibt, also glaub ´s nur, da kommt was zusammen.


    VG Ingo W


    P.S.: Wenn wir dann unsere ersten 50 revinctas publik gemacht haben, kommt dann jemand und sagt, dass sich die revincta-Original-Diagnose eigentlich auf eine Pyrenopeziza (im heutigen Sinn) bezieht.

    Hallo Sven!


    Schreib auf jeden Fall das Substrat mit in den Namen, denn inzwischen habe ich mitgekriegt, dass beinahe jedes Kraut seine eigene Mollisia revincta hat.


    Wie die originale revincta auszusehen hat, das wissen wohl bloß die Götter.
    Bei deiner sind ja die Pyrenopeziza-Sporen sehr auffällig und die durchschnittlichen Längenmaße sehr deutlich unter 10.


    Also deinen Pilz gibt es natürlich, Martin hatte ihn mal....
    http://www.pilzepilze.de/cgi-b…9.pl?noframes;read=163285
    .... und als Namen revincta wird dir auch keiner verübeln, aber sei darauf vorbereitet, dass die nächsten revinctas an anderem Substrat anders aussehen werden.


    So geht ´s mir übrigens mit einigen Mollisien-Arten. M. benesuada ist das Pendant dazu auf Holz für mich.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!

    Zitat


    Welchen Nutzen haben Pilze eigentlich davon, sich in bunte Farben zu kleiden?


    Sehr komplex das Thema und sicher ist da gar nix. Was ich vermute ist jedoch, dass sie sich nicht tarnen, eher das Gegenteil. Aber warum sollen sie wiederum auffallen, eine richtige Interaktion mit anderen Lebewesen, die die Farbe wahrnehmen, gibt es ja irgendwie nicht(?).


    Paraphysen als Element könnten auch genau dazu da sein, was du gerade gefragt hast, nämlich neben der Funktion als eventueller Abstandhalter/Fruchtschichtstütze zwischen den Asci, auch die Funktion des Farbträgers.
    Wie schon mal früher gesagt, die Paraphysen sind schon da in einem Becher, da gibt es die Asci noch gar nicht. Vielleicht schützen sie auch vor Austrocknung der wachsenden Asci.


    VG Ingo W