Hi!
Kleiner Gedanke von mir noch:
Zitat
Pilzportraits der wichtigsten Gattungen in Europa
Könnte man das in "Pilzportraits" einkürzen?
Kann ja auch mal sein, dass jemand eine Art aus einer unwichtigen Gattung portraitieren will.
VG Ingo W
Hi!
Kleiner Gedanke von mir noch:
Zitat
Pilzportraits der wichtigsten Gattungen in Europa
Könnte man das in "Pilzportraits" einkürzen?
Kann ja auch mal sein, dass jemand eine Art aus einer unwichtigen Gattung portraitieren will.
VG Ingo W
Hallo!
Dieses Leuchtendgelb mit Neigung ins orange, auch dieses schorfig-pulverige auf der rechten Seite (da würde ich glatt die Konidiensporen reininterpretieren) und die abgehobenen Fruchtkörper lassen auch für mich den Zitterling plausibler erscheinen als eine Gallertträne.
Also für mich ist die Tremella noch nicht vom Tisch.
VG Ingo W
Hallo!
Zarko schickte mir ja 2 Becher.
Der 2. Becher hat leider den langen Postweg weniger gut überstanden. Das liegt daran, dass die Art eine eher trockentolerante Mollisia-Art ist, mag es also luftig und verträgt Austrocknung.
Das Rosenholzstück hatte aber während des 5-tägigen Postwegs Dauerkontakt zu nassem Küchenrollenpapier, da hyphen die dann fix aus.
Deshalb nur eine Kurzversion, für die Bestimmung reicht es aber.
Mollisia rosae (Rosen-Weichbecherchen):
Diese Mollisia auf Rose hat einen hakentragenden Zwilling auf vorrangig Prunus-Arten, z.B. ganz gern Schlehe.
Beide fallen durch ihre Langhaarigkeit auf und, wie ich finde, durch dunklere Paraphysen, die den Vakuolen-Inhalt viel dunkler erscheinen lassen, als man das von anderen Mollisien gewohnt ist.
Beide stehen genanalytisch gesehen ein ganzes Stück weit weg vom Hauptfeld der Holz-Mollisien.
VG Ingo W
Hi Pablo!
Der zittert wohl eher bei der Kälte.
VG Ingo W
Hi Sven!
Den Bechern in deiner Region sollte man mal beibringen, dass Winter ist!
Ich kenne Lachnum virgineum an Nadelholz nur von ganz dünnen Zweiglein, auch sonst wächst die Art ja eigentlich nur an dünnem Substrat (Substratstärke wäre für mich immer ein Grund mit aufgeführt zu werden), ob das nun an den Schuppen von Fichten- oder Lärchenzapfen ist, oder an Buchencupulen oder an Blättern von Buche oder an Erlenzapfen, Birkensamen oder dünnen Laubholzästchen oder sonstwas.
Dickes Substrat und L. virgineum ist für mich im Prinzip bisher nicht glaubhaft gewesen. Wenn ´s doch dick war das Holz, lasse ich mir eine andere Art einfallen.
VG Ingo W
Hi Sven!
Also du bist ja ein Muster-Beispiel für sauberes Arbeiten. Da werde ich nie hinkommen.
Wäre ja schön, wenn du sagen würdest, dass das Fichtenholzstück dünn ist, aber ich befürchte, den Gefallen wirst du mir nicht tun, oder?
Sieht makro- wie mikroskopisch nach Lachnum virgineum aus, da gebe ich dir recht, da fällt mir auch nichts anderes ein.
Obwohl ich beim Titel schon vorurteilig "Nein" auf den Lippen hatte, weil die Art absolut nicht in den Winter gehört.
Naja, in deiner Schachtel ist halt schon Frühling.
Viele Grüße
Ingo
P.S.: Vielleiht kannst du ja im Namen trotzdem Nadelholz mit vermerken, man weiß ja nicht. Die Sporen sind ein Quentchen zu breit und die Paraphysen hätten ruhig etwas dicker sein dürfen. Möglich, dass sich da mal was ableiten lässt.
Hi Holger!
Die sind schön deine Bilder.
Über den Dickkopffalter muss ich ja jetzt noch grinsen mit dem synchronisierten "Schlürf-Geräusch".
VG Ingo W
Hallo Uli!
Na also, geht doch!
10 und 11 wären für mich wieder Phellinus igniarius (Gemeiner Feuerschwamm), aber ich sehe die auch nicht so eng. Da muss dann Fredy ran, der kann die feiner unterscheiden.
12 eine Flechte, sehe ich genauso.
14 sieht interessant aus, aber da sind die Angaben nun wirklich zu mau. Da fällt mir einiges ein, was es sein kann, da braucht man mehr Bilder und wenigstens das Substrat und die Fundumstände.
VG Ingo W
Hallo Zarko!
Gut, jetzt passt es!
Ist so weitergeleitet.
VG Ingo W
Hallo Sarah!
Naja, ich könnte natürlich auch meine 100 Chips verlieren......
Übrigens: stachelige Haare? Bei deinem nennt man das eher inkrustiert
Edit 17.09.2013: Nö, die Außenseite ist tatsächlich kurzstachelig und die Stacheln zeigen in verschiedene Richtungen.
Das sind stachelige Haare:
http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=21641&position=6
Stacheldraht lässt grüßen.
VG Ingo W
Hallo Sarah!
Bei dem sind die Haare so dominant, wenn du eine Chance auf die Fruchtschicht haben willst, kratzt du am besten direkt ein Stück aus der Fruchtschicht heraus.
Manchmal ist ´s schon irgendwie komisch, dass man sofort auf den Bildern erkennt, was es ist. Ich hätte da nämlich auch 100 Chips gesetzt auf L. alboviolascens.
VG Ingo W
Hi Zarko!
Interessant!
Kann ich so auch nicht eindeutig beantworten, obwohl ich meine, bei den winzigen Becherchen auf dem Bild farbliche Übergänge zu sehen, also wo aus weißen orangefarbene werden.
Kannst du mir nochmal die Buche als Substrat bestätigen?
Die Bestimmung ist übrigens mit "eindeutig" von höchster Orbilia-Stelle abgesegnet. Zotto sagt, das ist ganz oft so, dass die am Boden liegenden farblos sind.
Wobei wir dann m.E. nach wieder beim Einfluss des Lichtes zur Farbbildung wären.
Viele Grüße
Ingo
Hallo!
Zitat
Da würde mich jetzt aber auch interessieren, wie die drei nun sicher zu trennen sind.
Na, das wäre doch mal ein Projekt! Versucht ´s doch mal, bin überzeugt, dass ihr im ersten Jahr noch glaubt, die lassen sich deutlich trennen.
Im 2. werden euch Büschel über den Weg laufen, die passen dann weder genau hierhin noch dorthin, muss wohl noch was anderes sein.
Im 3. Jahr habt ihr schon viel Aufzeichnungen und irgendwie keimt der Verdacht, dass es wesentlich mehr unterscheidbare Formen, Varietäten, Arten als die 3 hauptsächlichen in der Literatur erwähnten gibt.
Im 4 Jahr verlaufen irgendwie die Grenzen, konkret nach den Merkmalen zu einer der speziellen Arten gefragt, versucht ihr so speziell wie möglich nach euren Erfahrungen zu antworten, aber keiner kommt mehr mit und ihr erntet mitleidig-ungläubige Blicke.
Im 5 Jahr wisst ihr, dass es stämmige und zierliche gibt, büschelig wachsende und Ausreiser, die einzeln wachsen, fast schwarze, dunkelbraune, hellbraune, beigefarbene, sogar fast cremeweiße, welche mit eingerollten Huträndern und andere, die schnell ohne Rand aufschirmen.
An diesem Punkt müssten wir dann noch mal beratschlagen, wie es weiter geht, falls in der Psychatrischen Klinik, in die ihr inzwischen eingeliefert werden musstet, Internet-Anschluss verfügbar ist.
VG Ingo W
Hallo!
Mich erinnert beim Substrat nichts an Nadelholz, die Rinde scheint mir doch recht glatt. Und vom Pilz her käme mir ein Weißsporer nicht wirklich in den Sinn, wenn sich die Lamellen braun einfärben.
Ich würde den eher bei den größeren Stummelfüßchen (Crepidotus) suchen, Cr. mollis z.B. wäre relativ leicht an seiner gelatinösen Hutdeckschicht zu erkennen gewesen, die sich, ähnlich dem Dehnbaren Helmling, schön gummiartig auseinanderziehen lässt.
Lass dich bei der Bildersuche nicht durch auffällig braunschuppige Fruchtkörper verunsichern, das ist die Form calolepis, die "normale" ist glatt, beinahe fettig-glänzig.
VG Ingo W
Hallo!
Den schickte mir Zarko, und in diesem Forum dürfte er wohl noch nicht bildlich aufgetaucht sein.
In meinen Breiten der häufigste der Orbilien (Knopfbecherchen), wächst an allerlei Holz, meist Laubholz und ansitzend bzw. im Luftraum, gern auch auf alten Pyrenos.
Normalerweise ist er orange, hier mal ein Bild eines typischen Bechers:
Allerdings kann sich, und das ist vorläufig hauptsächlich meine Meinung, die Farbe bei Lichtabschluss nicht entfalten.
Alles die gleiche Kollektion, hier mit Licht....
.....und hier rechts unter der Rinde verborgen (hab ich weggemacht):
Zarko meinte, er hätte den Ast mit seinen Bechern im Laub gefunden. Ich hoffe, dass die Pilze selbst im Laub verborgen waren, bisher bekam ich keine Antwort auf eine diesbezügliche Frage.
Also, jetzt Zarkos Pilze:
Für mich eine reife Orbilia coccinella, muss jetzt wohl Orbilia eucalypti heißen. Zu deutsch wird er mit Scharlachrotes Knopfbecherchen übersetzt, was allerdings auch nicht recht passt.
Ich nehme mir mal die Freiheit, aufgrund seiner Häufigkeit, ihn in Gemeines Knopfbecherchen umzutaufen.
Zotto macht da 5 oder 6 Feinabstufungen, da komme ich noch nicht mit, ihr werdet es aber erfahren, falls der Gezeigte einen präziseren Namen tragen darf.
VG Ingo W
Hi Nobi!
Jetzt gib zu, dass nach 12 Jahren für dich die Lösung beinahe gewesen sein muss wie ein..... ?
Liegt 12 Jahre auf Lager, man kennt ihn, man findet ihn immer wieder und trotzdem will er die ganze Zeit keinen Namen preisgeben!
Man zweifelt an sich, fragt sich, wo der Fehler liegt, ob alle anderen blind sind und dann.....
Ich glaube, für einen Pilzbestimmer ist das ein wahnsinnig befriedigendes Gefühl.
Nein, ich glaube es nicht, ich weiß es!!
VG Ingo W
Hi Pablo!
Ich fände es gut, wenn man es bei den deutschen Namen trotzdem auf den "hauptamtlichen" Mykorrhiza-Partner als Namensspender belassen würde. Lasst die Eichen-Rotkappe einfach die Eichen-Rotkappe sein, die wohl auch mal fremdgehen kann, die Espen-Rotkappe soll die Espen-Rotkappe bleiben, auch wenn dieser oder jener meint, er hätte sie schon woanders gefunden.
Ist einfach so, dass man bei den Pilzen einfach wissen muss, dass der Fichten-Steinpilz auch mit Laubbäumen kann, trotzdem wächst er halt am meisten bei Fichten.
Wöllte man einen deutschen oder auch wissenschaftlichen Namen finden, der dem Pilz in allem gerecht wird, hat man bald keine Wort-Möglichkeiten mehr oder man müsste im Namen die Beschreibung unterbringen.
Fichtensteinpilz wäre dann der Steinpilz mit "dem mindesten apikal weißen Netz auf dem Stiel und, wenn ´s gut geht, der Rosafärbung unter der Huthaut, diese gerne fettigglänzend und mit Runzeln, der gerne bei Fichten wächst, aber auch anders kann".
Versteht mich richtig, es hat keinen Sinn den perfekten Namen zu kreieren, weil man da schnell an die Grenzen kommt. Ich finde Laubwald-Rotkappe einfach Mist!
Was soll man z.B. mit der Herbst-Trompete machen, die in letzter Zeit verstärkt im Sommer gefunden wird oder dem Gurkenschnitzling, der eben aufgrund seines Alters auch wie Fischtran riechen kann, dem Rosablättrigen Egerlingsschirmling, den nur die wenigsten bisher mit rosa Lamellen gesehen haben dürften oder dem Gallen-Täubling, der nicht bitter, sondern scharf schmeckt?
VG Ingo W
Hallo!
Zitat
Der Gezonte steht auch noch auf meiner Liste, bei uns im Nordosten leider viel zu selten
Bloß gut, dass es anderen auch so geht. Ich habe den, glaube ich, 2005 mal gesehen, dann nie wieder.
Vielleicht sollte ich endlich doch mal wieder in einen großen Buchenwald.
VG Ingo W
Hallo Melanie!
Bild 1 ist schön geworden, Bild 4 hätte ich für sich alleine gar nicht gewusst.
Insofern besten Dank für ´s Zeigen.
VG Ingo W
Edit: Bild 1 noch 2cm nach links, das wäre dann doch ein Wettberwerbsbild geworden.
Hi Mausmann!
Hab ´s mal dick gemacht.
VG Ingo W
Zur Espenrotkappe:
Zitat
Wissenswertes: Die Aufspaltung in Eichen und Espenrotkappen ist wohl nicht haltbar, da die Unterschiede –“ auch im mikroskopischen Bereich sowie genetisch –“ minimal sind, und die Art auch bei verschiedenen anderen Bäumen vorkommt. Vergleiche auch dazu erneut auf >Entoloma.nl<
Das ist so nicht richtig, auch die Synonymie-Liste nicht.
Ich würde mir übrigens sowieso den ganzen Synonymie-Kram sparen, wenn die nicht gerade gebräuchliche oder noch verwendete Namen darstellen. Nimmt bloß Platz weg und das angesprochene Klientel will das eh nicht wissen und wenn es doch wer wissen will, kann er im Index Fungorum oder der mycobank nachschauen.
Zurück zur Espenrotkappe:
Die hieß jahrelang Leccinum aurantiacum, was ja eigentlich ein schöner und treffender Name ist (orangerot).
Nun will man aber festgestellt haben, dass die Originalbeschreibung des Leccinum aurantiacum die Eichen-Rotkappe beschreibt, und weil diese Beschreibung nun vor der des Leccinum quercinum datiert ist, hat sie Gültigkeit.
Die Eichen-Rotkappe bekommt also einen neuen wissenschaftlichen Namen, aus L. quercinum (was ja schön gepasst hat) wird L. aurantiacum (was für die dunkle Eichen-Rotkappe nun weniger passt).
Damit nimmt sie allerdings der Espen-Rotkappe den Namen weg (naja, eigentlich sind es die Menschen), die dann folglich einen neuen braucht. Meines Wissens wäre der Name L. albostipitatum nachgerückt, aber in Wiki steht es schon anders....
http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fstielige_Rotkappe
...... aber so genau will ich das auch gar nicht mehr wissen, weil mich das alles mehr nervt als zufriedenstellt.
Übrigens, wenn schon Synonyme mit erwähnt werden, dann sollten auch die entsprechenden Autoren dahinterstehen, denn sonst gibt ´s wieder Missverständnisse.
VG
Ingo W
Hallo!
Weil ´s nicht besonders schön aussieht, dass direkt im Portrait zu posten, schreibe ich das hier mal gesondert.
Zum Portrait Tr. cingulatum finde ich die Passage ziemlich ungünstig:
Zitat
Vorkommen:in Auenwäldern unter Weiden,Pappeln,aber auch im Nadelwald ,zerstreut , August-Oktober
Kann man da nicht einfach "bei Weiden" und "Herbst" schreiben?
Pappeln glaube ich nicht und wenn er im Nadelwald gefunden wurde, hat eine Weide dort rumgestanden.
Meine Fundstellen sind nicht auf Auenwälder begrenzt, meist finde ich den an Wegrändern.
Oben zwischen Tricholomataceae und Trcholoma fehlt ein Pfeil:
Zitat
Agaricales --> Tricholomataceae Tricholoma --> Tricholoma cingulatum
VG Ingo W
Wachsen meist an nährstoffarmen, sonnenbeschienenen trockenen Stellen. Auffallend sind die zierlichen kleinen Fruchtkörper, deren Hüte mitunter kaum breiter als 5 cm sind.
Der gelbe Ring ist in natura deutlicher als auf dem Bild.
Hallo Sven!
Schön, schön!
Weiße Orbilia als auricolor ("goldfarbig") verkaufen, das kann nicht jeder. ![]()
Mach ich morgen auch mit einer Zarko-Orbilia, wenn ´s passt. Die ist auch weiß und soll eine coccinella werden.
Übrigens sind manche Chemikalien sehr gut geeignet, um Strukturen im Allgemeinen, und bei Orbilia im Speziellen, sichtbar zu machen.
Zwar schwören viele der Hardliner darauf, dass alles mit einem guten Mikroskop in Wasser sichtbar ist, aber gerade bei Orbilia finde ich Kongorot-SDS (für apical thickenings = Apikalverdickungen und Paraphysen-SCBs) und Brillant-Kresylblau (für SBs-Sporenkörper in vitalen Sporen) äußerst hilfreich.
Sind beide auch anders gut einzusetzen, denn BKB wirkt kaum lethal und KR-SDS färbt gut an (z.B. für Hakensuche an Baby-Asci).
VG Ingo W
Edit-PS-usw.: bevor da Fragen aufkommen, natürlich bezweifele ich die Bestimmung nicht, hat mir bloß gefallen der Widerspruch von "auricolor" und den weißen Bechern.
Das hat aber bei manchen Orbilia-Arten gar nichts zu sagen, manche Arten, auch die häufigste Orbilia coccinella (coccinella was ja im Normalfall "scharlachrot" bedeutet) mit orangefarbenen Bechern kann von Weiß über Rosa erst zur Endfarbe Orange finden.
