Beiträge von Ingo W

    Hallo matze!

    Zitat


    Zum vermeintlichen Apfel-Täubling: so wurde er vom Kursleiter bestimmt, was fällt dir bei dem Bild ein bzw. was lässt dich zweifeln?


    Der muss sich versprochen haben, Apfel-Täublinge heißen ja so, weil sie farblich dem "Schneewittchen-Apfel" gleichen sollen, also schon mit deutlich rot, wobei das etwas ins Orange ausbleichen kann, aber nie das eigentliche Rot ganz verliert. Der ist meist glänzig und etwas aderig oben drauf.
    Ganz mild schmeckt er oft auch nicht, kann ein bisschen schärflich schmecken, besonders ganz jung.


    Das wäre meine Vorstellung:
    http://www.naturfoto-cz.de/apfeltaubling-foto-12121.html


    Wenn Täublinge von oben wie Steinpilze aussehen, würde ich da sofort den Wiesel-Täubling favoritisieren:
    http://www.pilzepilze.de/cgi-b…8.pl?noframes;read=143543


    Ältere Sparassis crispa (Krause Glucke) können schon auch mal dickere, etwas unkräuseligere"Lappen" ausbilden, dann wird ihr wohl häufiger die Eichen-Glucke (Sp brevipes) unterstellt.
    Natürlich bin ich da nicht 100%-ig sicher, aber deine Fruchtkörper wachsen ja zudem auch noch im Nadelwald.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Schön, deine Bilder in verschiedenen Stadien, allerdings würde ich die ganz anders interpretieren.


    Ich sehe die dunklen schwarzen bis olivschwarzen als die älteren Teile der Fruchtkörper, frischzuwachsendes ist meistens noch hell, grau bis braun. Auch hier wieder die Theorie Farbgebung durch das "Lichtausgesetztsein".


    Beim letzten Bild bin ich aber wieder bei dir, der Pilz wird schlabberig, verliert Struktur und Farbe.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Die Länge an sich ist nicht das Problem, was mich stört, sind 6 cm ohne diese Struktur, die an Hirn erinnert.
    So ein großer 6 cm-Klumpen ganz alleine auf dem Holz ohne Familie ist schon nicht gerade typisch.


    Manchmal "verfließen" ja die Hirnwindungen, besonders, wenn der Ast abgefallen ist und großteils auf dem Boden liegt, da fühlen sich die Fruchtkörper nicht mehr ganz so wohl.
    Das vermute ich hier mal.
    Vielleicht könnte man ja prinzipiell immer die Fundumstände dazuschreiben, wenn sie aus dem Bild nicht ersichtlich sind, mir helfen die zumindest, mir ein Bild zu machen.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Zugegebenermaßen könnte er was hirniger sein, trotzdem denke ich, dass da (mausmann hat es durchblicken lassen) Exidia plana (Warziger Drüsling) der erfolgversprechendere Weg sein müsste.
    Edit: na gut, wenn deine angegebenen 6 cm tatsächlich stimmen, wird es hart für mich, aber ich kann das gar nicht glauben.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Nachdem das Thema am Abklingen ist, schnell noch meine Meinung.


    Natürlich wollte ich Fredy da nicht widersprechen bei der Einforderung gewisser Merkmale und Bilder zur weiteren Informationsgewinnung.


    Für mich ist das dennoch von Anfang an ein Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca). Und was heißt hier "im Februar gefunden"? Noch ist Januar!


    Das einzige, was ich bei Winter-Funden noch nicht so recht verstehe, ist das Ausbleichverhalten. Ab wann nur der Hut, wann auch die Lamellen, waren das ursprünglich gelborange-gefärbte Fruchtkörper?
    Das sollte mal jemand beobachten, der welche vor der Tür stehen hat.


    Beitrag 3:
    http://www.pilzforum.eu/board/…?highlight=Hygrophoropsis
    Da sind auch die Lamellen noch sehr hell geworden.


    Manch einer macht auch eine Form daraus.


    VG Ingo W

    Hallo Jörg!


    Ich schätze, Stiele, die zu einer gewissen Hohlheit tendieren, können oft auch mit dem Alter erklärt werden, muss nicht unbedingt was Bestimmungsrelevantes sein.


    Wenn dein Fruchtkörper natürlich knackfrisch und jung ist, muss ich mir was neues ausdenken.


    Aber vielleicht ist es doch günstiger, erst mal zu versuchen, in die richtige Untergattung zu kommen, Manchen Gürtelfüßen (Telamonia) z.B. würde ich schon z.T. einen ausgestopften Stiel zugestehen.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Naja, wenn ich recht hätte, würde die Bestätigung eigentlich nicht lange dauern, und die bräuchte man halt schon, wenn man ihn benennen will.
    Insofern kannst du ihn schicken. Kannst ja mal 3-4 tote, teilweise rindenlose, noch ansitzende, kleinfingerdicke, veralgte Äste von einem für dich gut identifizierbaren Baum dazulegen, damit dein Gebiet ein Orbilia-Pünktchen bekommt.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Frage mich zwar, wieso man sowas im Winter finden kann, aber das sollte ein Hymenoscyphus (Stielbecherchen) sein.
    Eines der frühesten, dazu passt auch der Habitus, wäre Hymenoscyphus vernus (Frühes Stielbecherchen).
    Der sollte aber eigentlich weniger an Eiche zu finden sein, Weide und Erle mag er hingegen gern.


    VG Ingo W


    Edit: Achso Fundumstände hast du nicht geschrieben. Mach ich mal.
    Dein Hölzlein hat auf dem Boden gelegen in der Streu, aber kaum bedeckt, wo die größeren Becher wachsen. Womöglich war es am Fundort sogar etwas nässer?
    Wo die deutlicher Gestielten wachsen, war der Bodenkontakt stärker, eventuell sogar etwas eingegraben/eingeschwemmt.

    Hallo!


    Bei Mausmanns Stöckchen hatten wir den Pilz letztens schon mal nebenher erwähnt: Vuilleminia comedens (Gemeiner Rindensprenger), ein relativ häufiger Pilz an toten ansitzenden Laubholzästen, gern von Eiche, ausgetrocknet recht unscheinbar, feucht quillt er auf und zeigt sich gern in diesen Farben:


    Zu ihm gehören die Hörner, die natürlich nichts anderes als die Sterigmen der Basidien sind, an denen die Sporen hängen:


    Bei Funden an Eiche sollte es mit großer Wahrscheinlichkeit V. comedens sein, allerdings gibt es noch ein paar weitere Rindensprenger-Arten.
    Den hier habe z.B. habe ich als V. cystidiatus mitgenommen (an Crataegus), bin aber wegen Unreife nicht zu einem Ergebnis gekommen. So sehen sie etwas trockener aus:


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Ich hab da jetzt mal in "Nordic" nachgelesen....

    Zitat


    A. flavesens soll ja anscheinend einen gleichmäßig farbigen Hut haben und die Farben des Stiels mehr weißlich sein und dessen Natterung farblich nicht kontrastieren. Oder so ähnlich.


    ....und im Prinzip steht da das gleiche wie du geschrieben hast. Aber das passt ja schon irgendwie zu deinem Pilz, zumindest, wenn man es nach dem Bild beurteilt.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Also A. flavescens kenne ich überhaupt nicht, habe jetzt erst mal schauen müssen, ob die Art überhaupt akzeptiert wird.
    Ich kann dir da also nicht konkret weiterhelfen, außer: deiner ist sicher nicht A. fulva, denn der wäre habituell viel zierlicher, schneller aufschirmend, ungebändert am Stiel und mit Rostflecken an der Volva.


    Amanita crocea könnte für nach meinem Dafürhalten etwas farbenfreudiger sein, auch mit den Hutfarben im Stiel, aber das ist manchmal bildlich gar nicht so einfach einzuschätzen, zumal der Kollege sich mit der Farbe manchmal recht viel Zeit lässt (Frischlinge manchmal sehr hell).


    Also die Art würde ich mal noch nicht so weit wegschubsen wie A. fulva.


    Zu flavescens kann ich nichts sagen, das mögen andere tun.


    VG Ingo W


    Edit: Nachdem ich jetzt ein paar Bilder ergockelt habe, und man vielleicht auch dem einen oder anderen Bild Glauben schenken kann, passt dein Pilz schon gut zu A. flavescens. Sollte man aber nochmal detailiert mit den geforderten Eigenschaften abgleichen.

    Hi Ibotenus!


    Was für ein wundervolles Bild. Ich glaube, da kann man sich zur "richtigen" Pilzwachstumszeit einen halben Tag aufhalten. Herrlich!


    Ohne die Stielblaufärbung wäre ich übrigens auch bei P. foenisecii (Heu-Düngerling), aber ich bin mir da gar nicht sicher, weil auch der Hut so glänzt. Wäre besser, man könnte da mehrere Fruchtkörper sehen, um einen Eindruck zu bekommen.
    Übrigens sollte man beim Pilzesuchen immer ein kleines verschließbares Schächtelchen einstecken haben, dann trocknen die Kleinen nicht aus und werden auch nicht zu Mus.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Der Pilz gehört übrigens zu den Teufels-Hörnern. Hab hier gleich mal meine Tropfen zum Trocknen aufgehängt:

    Aus dieser Nähe wird ihn keiner erkennen, naja Björn vielleicht mit Fantasie.
    Ist was Häufiges, der ist wieder an seinem Lieblingssubstrat "Eichenast" gewachsen.


    VG Ingo W

    Hi Sven!


    Schön-schön!
    Bei dem stehen, weil so lang, oft die Haare am Stiel rechtwinklig ab, daran orientiere ich mich neben dem Substrat immer, wenn ich Makro-Auffind-Schnell-Arbeitsnamen vergebe, schließlich wette ich manchmal selbst gegen mich.


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!


    Laut Datenbanken ist Propolis/Propolomyces farinosa der gültige Name für versicolor. Ich habe mich daran orientiert.
    Ich denke nicht, dass es da soooo viele Arten gibt.
    Wenn du natürlich Propolis in die Datenbank eingibst, wird alles ausgespuckt, auch die ganzen 100000 Synonyme.
    Was mehr rosanes gibt ´s noch, dann einen, bei dem die aufgestellten Lappen innen grünlich sind, was größersporiges und was fettersporiges. Dann vielleicht noch was winzigsporiges und was, wo nur kleine Inhalte in den Sporen drin sind (falls das haltbar ist). Schreib ich mal jetzt so aus dem Kopf, weil ich da gestern in den "veritas"-Dateien gestöbert habe.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Möchte mal noch ein Bild von Orbilia aristata (das war die mit den großen spermoiden Sporen) einstellen, damit man vielleicht die Kleinheit mancher Becherchen etwas besser erkennt.


    Mir scheint nämlich, dass so dieser oder jener, der auch Becherchen im Winter finden will, denkt, dass die einem in natura so im Vorbeigehen anleuchten.
    Die gibt es zwar auch, die sind dann aber meist 1-2 mm im Durchmesser.


    Im Hintergrund sieht man alte Fruchtkörper von Nectria punicea (Faulbaum-Pustelpilz), ich hoffe, die Nectria-Kugeln kennen die meisten inzwischen:


    Und weil ´s zum Thema passt: den nimmt man wohl seiner Form wegen nicht all zu ernst, ist auch was Verbreitetes und recht Dauerhaftes, dass man noch im Winter an Holz finden kann.


    Grauweißes Holzscheibchen (Propolis farinosa)


    Alles ein bisschen größer im Inneren als sonst:


    VG Ingo W

    Hallo Ibotenus!


    Blauanlaufender Stiel wäre gut für Psilocybe. Aber so allein auf der Wiese und so heller Hut?
    Kann ich auch nicht weiterhelfen.


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!

    Zitat


    mit Mollisia rosae bin ein bisschen überraschtEek, Ich habe sie früher einmal gefunden aber nie in so eine trockene zustand,


    Wundert mich eigentlich ein bisschen.
    Mollisia rosae ist eigentlich ein recht verbreiteter Pilz. Wenn es allerdings nicht gerade regnet/geregnet hat, schrumpft er winzig zusammen. Dieser Umstand und die Farbe macht den Pilz bei trockener Witterung so gut wie unsichtbar, obwohl er in jedem 4. oder 5. größeren Hundsrosen-Bestand mit Totholz vorhanden ist.
    Wie gesagt, der ist darauf ausgelgt auf diese Weise zu überleben, toleriert Trockenheit. Nach 2 Wochen Sonnenschein/Trockenheit ist er in einer Nacht mit Regen dann wieder "aufgeblüht".


    Eine Art, die ich bei mir nie im Winter finden würde, aber ich muss mir mehr angewöhnen, nicht immer so sehr aus meiner Mittelgebirgslage zu schlussfolgern. Sven überrascht ja auch immer wieder mal mit "Nicht-Winter-Pilzen".


    VG Ingo W

    Hallo Uli!


    Wenn du Tr. mesenterica ausschließt, so machst du das automatisch auch mit aurantia. Die sind makroskopisch so gut wie identisch, die Unterschiede liegen im Mikroskopischen und beim parasitierten Pilz, Tr. aurantia wächst zudem lieber auf dickerem Substrat als Tr. mesenterica das tut.


    Die Größe wäre für mich kein Argument. Die meisten Pilze fangen klein an, und wenn die Kleinen dann mit wachstumswidrigen Bedingungen konfrontiert werden, wird eben die Notbremse gezogen.


    Schade, dass wir das nicht auflösen können, so strittige Pilze sind ja doch immer auch interessant. Ich würde nämlich schon einige Chips gegen dein Ausschließen wetten.


    VG Ingo W