Beiträge von Ingo W

    Hallo Joli!


    Da warst du ordentlich fleißig:
    2+3 Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete);
    4 Fomitopsis pinicola (Rotrandiger Baumschwamm);
    5 Hypoxylon multiforme (Vielgestaltige Kohlenbeere) würde ich sagen, da soll aber lieber noch mal jemand drüber schauen;
    6 genau, Exidia plana/nigricans, der Warzige Drüsling;
    7 ist Fomes fomentarius (Zunderschwamm);
    8 sehe ich mit Exidia truncata (Stoppeliger Drüsling) genauso;
    9+10+11 stimmt, Daedaleopsis confragosa (Rötender Blätterwirrling);
    12 kann ich nichts dazu sagen;
    13 wahrscheinlich wieder Trametes versicolor;
    14 Trametes gibbosa (Buckel-Tramete), hat man an Birke eher selten, erkennst du an den langgezogenen Poren. Wenn du sowas mal ganz lamellig findest, ist es Lenzites.
    15 ein Crepidotus (Stummelfüßchen)??;
    Edit: hier hat inzwischen Pablo den Spaltblättling ins Rennen geholt, ja das hat was, würde die welligen Hutränder erklären.
    16 erkenne ich nicht;
    17 ist der Käfer von unten (mit Option auf Herber Zwergknäueling);
    18 Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete);
    19 wahrscheinlich Zunderschwamm in alt, genau.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Zitat


    Beim Dehnbaren geht das übrigens auch ganz ohne Speichel,...


    Einfach davor mit den Fingernägeln das Stielfleisch leicht "anknipsen", dann hat man eine Sollbruchstelle, meist ohne, dass die viscose Außenhaut sehr geschädigt wird.


    Einfacher und meist noch eindrucksvoller ist das aber machbar, wenn man den Hut durch Hochklappen der Ränder anreißt und dann die entstehenden 2 Teile langsam auseinanderzieht.


    Der Speichel war wohl in Markus` geschilderten Fall dafür gut, angetrocknete Pilze wieder mit Flüssigkeit zu versorgen, bei normal schleimigen ist das nicht notwendig.


    VG Ingo W

    Hallo Uli!


    8 ist Ganoderma (ich schließe da G. lipsiense nicht aus) und auf 3 ist der Wurzelschwamm sehr schön geworden.


    Beim Polyporus halte ich mich raus, weil da für mich schon die Unterseite ausschlaggebend wäre. Der Weitlöcherige hat seinen Namen schon zu recht, da sind die Poren ordentlich in die Länge gezogen, sieht dann so aus wie der Rindenbast des Substrates rechts im Bild.


    Der White von 1 müsste Meruliopsis corium (Häutiger Lederfältling) sein.


    VG Ingo W

    Hallo Trüffelino!


    Ok, Februar/März ist für Speisepilze mau, eigentlich April auch noch, außer du sammelst viele kleine Fichtenzapfenrüblinge.
    Sport ist aber gesund, also nutze ruhig weiter den Schnee, bis zu den Morcheln dauert ´s noch ein wenig.


    VG Ingo W

    Hallo Trüffelino!


    Wetten, wenn du dir Zeit ließest, und einfach mal 3 tote Äste abbrichst und näher anschaust, dass du darauf Pilze findest. Ok, ohne Lupe brauchst du 6 Äste.


    Wie gesagt, kommt halt drauf an, was du als Pilz akzeptiert. Bloß Hut-mit-Stiel-Pilze, das wird eng im Februar, das gebe ich gern zu.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    ... Da ging der Trüffelino auf Pilzsuche. Schaute nach links, schaute nach rechts, und fand nichts. Falsche Saison –” dachte er sich und ging zurück auf die Loipe.


    Kommt halt drauf an, was du als Pilz akzeptierst.
    Nichts finden geht eigentlich überhaupt nicht, brauchst du bloß mal im Forum der letzten Wochen/der letzten Tage zu stöbern.
    Manchmal wird die Pilzsuche in gewissen Lagen durch 20 cm Schnee etwas erschwert, dann gibt es aber immer noch genug tote ansitzende Äste mit Pilzen.
    Wer bei soviel Vorlagen im Forum innerhalb einer halben Stunde nicht mindestens 3 verschiedene Pilzarten findet, gehört darf zurück auf die Loipe.


    VG Ingo W

    Hallo Günter!


    Die Frage in solchen Präparaten ist immer, gehören die Hyphen und die Sporen zusammen?
    Wenn man sich das nicht selbst beweist, indem man herausfindet, wo die hängen/liegen/sitzen, kann man ganz schnell fehlgeleitet werden.


    So eine richtige Vorstellung von deinem Pilz habe ich auch nicht. Ist das was weiches, was zähes, was pulveriges, was schleimiges, kann man es aufschneiden, wie sieht es innendrin aus? Ist das irgendeine morsche Wurzel und lag das auf dem Boden oder doch eher was noch hartes?


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Wow, 12 MPix, die musst du besser ausnutzen.
    Stell dir bloß mal die Hypoxylon-Perithezien vor und dein letztes Bild mit den Rechenkästchen.


    Die Rechenkästchen sind 5mm und du kriegst sie zumindest aus dieser Entfernung scharf. So ein Kästchen, das ist auch ungefähr die Größe von so einem Hypoxylon-Perithezium.


    Du hast 12Mpix zu Verfügung, das sind in der Maximalauflösung 4000 x 3000 Bildpunkte.


    Ein im Forum eingestelltes Bild braucht aber nur 800 x 600 Bildpunkte. Das heißt, du könntest bei deinem letzten Kästchenblatt-Papier so ein Kästchen 5x größer darstellen ohne dass das eine künstliche Vergrößerung ist oder die Qualität leidet.
    Schau mal irgendwo in den Funktionseinstellungen, wo du die Bild-Auflösung ändern kannst und ob du einen Makro-Modus findest (damit kann man näher an das zu fotografierende Objekt).
    Für das letzte ist das Symbol meistens irgendwo ein Blümchen oder MF oder beides zusammen.


    Wenn ich mir jetzt die relativ scharfen Poren des Pycnoporus ansehe und mir die 5x größer vorstelle, also da geht schon noch was.


    Meinst du tatsächlich Stereolupe? Oder doch eher so eine Einschlag-Lupe zum Einstecken?


    Zur Veranschaulichung nochmal ein Bild: Das große ist also die Ausreizung der Bildpunkte 4000 x 3000, das rote Kästchen zeigt die forumsüblichen 800 x 600 Bildpunkte.


    Das ist dann das Original in 1:1 (Becher ca. 1mm im Dm):

    Ist freilich qualitätsmäßig auch nicht messbar mit Profi-Equipment, aber für die geistige Vorstellung eines Pilzes sollte es reichen.


    Selbstverständlich kann man auch mit solchen Möglichkeiten noch unscharfe Bilder ernten, weil man wackelt oder der Autofokus sich nicht auf das begehrte Objekt scharf stellt (vielleicht manuelle Scharfstellung vorhanden?)
    Auch könnte man ein Stativ benutzen und Zeitauslöser oder, wenn man faul ist, den Blitz einschalten, damit hat man eine sehr kurze Belichtungszeit, welche den Verwacklern vorbeugt.


    Manche Fotoapparate haben auch die Einstellungsmöglichkeit "AV", damit kannst du die größte Blendenzahl vorgeben (für die beste Schärfentiefe) und die Zeit reguliert sich danach aus oder ganz und gar eine manuelle Bedienung ("M").
    Schau nur mal! Oder sage mal, wie deine Fotoapparat heißt, dann kann ich den auch mal anschauen im Netz.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Schön!

    Zitat


    Die konnte ich nicht fotographieren, da meine Ausrüstung dafür wohl noch zu schwach ist. Auf Lasiosphaeria spermoides trifft das gleiche zu.


    Ok., die sind schon winzig.
    Wie groß ist denn deine größte Auflösungsmöglichkeit beim Fotoapparat?


    Nr. 3 ist Exidia truncata (Abgestutzter Drüsling), ist nur punktförmig befestigt (wie eine Kirchenglocke), hat eine glänzige flächige Unterseite mit Drüsen und eine matte, beinahe samtig anmutende Oberseite.


    Nr. 5: so aus der Ferne ist das nicht gut zu sagen, etwas Struktur muss man schon sehen, wenn man das genau sagen will. Könnte ja auch Poren haben oder ausgeprägte Falten (was mich jetzt nicht wundern würde).


    Nr. 7:

    Zitat


    7) Letztlich ja ein klarer Fall, aber er hat mich schön in die Irre geführt:
    Crepidotum variabilis (Stummel-Füßchen) an Brombeere


    Naja, so klar finde ich das nicht. Die sind teilweise sogar mit Mikro schwer auseinanderzuhalten.
    Wenn die Brombeerrute z.B. recht erdnah lag/hing, da geht auch gerne Crepidotus luteolus (Blassgelbes Stummelfüßchen) ran. Sowas finde ich allerdings selbst nicht im Winter. Andere Möglichkeiten gibt es da aber sicher noch so 6-7.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Sehr schön, Toffel schreibt ja dort nach seinem Versuch, etwas Licht ins Dunkel zu bringen das:

    Zitat


    Ich hoffe, ich konnte etwas zur Aufklärung beitragen.


    Das Lesen hat mich lediglich dahingehend bestärkt, dass mich die angeblichen Merkmale nicht überzeugen.
    Wenn irgendjemand im Netz mal was Konkretes findet, das auch klipp und klar erklärt und fotografisch untermauert ist, kann er ja noch mal darauf hinweisen.
    Dieses ganze Thema scheint mir nach wie vor wie weiches Gummi, die angeblichen Merkmale, die oben drauf befestigt sind, schwimmen mal in die eine, mal in die andere Ecke. Der eine soll reif grau innendrin sein, der nächste schreibt schon ocker und beim Dritten darf er auch wieder rosalich sein, hört doch auf....
    Ich beschäftige mich ja nicht mit der Art von Pilzen, habe aber auch schon Bilder gesehen, bei der die einen Aufgeschnittenen rosa innen drin waren, die anderen grau (einfach Reifegrad?).


    Wie gesagt, ich habe thematisch Null Ahnung, aber meine Skepsis ist hellwach.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

    Zitat


    Gibt es gar nur noch epidendrum ?


    Optimist!
    Irgendwo hatte das Gerd mal angesprochen, die zitierte wissenschaftliche Arbeit hat sich unter anderem auf die innere Farbe der reifen Pilze berufen (L. epidendrum soll grau sen, terrestris rosalich) und die Außenseite soll anders strukturiert sein.
    Irgendwie war das auf den mitgelieferten Bildern aber alles wirr durcheinander gewürfelt, so dass man die Unterscheidungskriterien nicht nachvollziehen konnte, ich auf jeden Fall nicht.


    Vielleicht eher eine Frage für die Myxo-Spezies.
    Ich weiß nicht, ob man da die Flöhe husten hört oder ob tatsächlich was dran ist, würde mich aber nicht wundern, wenn man zusätzlich irgendwo eine Struktur im Inneren findet, die ein halbes My größer ist oder irgendeine Zelle die 2 Grad mehr gebogen ist als beim Zwilling.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Perlata und ancilis sind das gleiche, egal, ob da Gyromitra oder Discina davorsteht. Kann man Größter Scheibling dazu sagen oder auch Scheibenlorchel. Das ist der, der im Frühjahr auf altem Nadelholz, meist Stubben wächst.


    Der andere, der nach Chlor riecht und nichts mit Nadelholz am Hut hat, ist Disciotis venosa (Ader- oder Morchelbecherling). Ich wäre für Ader-Becherling, weil Ader und Vene (venosa) kann man irgendwie günstig in Verbindung bringen, hat außerdem gleich noch ein Merkmal der Fruchtschicht (Aderigkeit).


    Von Vergiftungen ist mir bei beiden nichts bekannt, allerdings sollte man schon immer auf ausreichende Hitze achten beim Zubereiten und die Dinger nicht roh essen.


    VG Ingo W

    Hyaloscypha intacta SvrÄek 1986 ss. Huhtinen (Karstenia Vol. 29)
     ?= Hyaloscypha intacta SvrÄek 1986
    Winzighaariges Hyalinbecherchen


    Winzigst, aber häufig in den Wintermonaten zu finden ist er hier:

    Parorbiliopsis minuta (minutella) unterscheidet sich eventuell durch größere Tropfen in den Sporen.


    So sehen seine Sporen relativ normal ausgebildet aus:

    Ist er aber durch unwirtliche Witterungseinflüsse geschädigt, lässt er sich allerhand anderes einfallen, um die Fortpflanzung zu gewährleisten:
    Wie? Es ist Quatsch weiterhin große Sporen zu produzieren? Schnür ich halt kleine ab:

    Entwicklung vom Fusionskern zu 8 Sporen:


    Das ist beinahe schon ein Merkmal: ungefähr ein Viertel der Asci sitzt nur halb auf der Basiszelle. Von der Basiszelle losgelöste Asci sehen deshalb mitunter wie hakentragende Asci aus.


    So verschieden kann es in den Asci aussehen,

    rechts die typischen mehrmals verzweigten Paraphysen.


    Zellen der Außenseite:


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

    Zitat


    Kann man bei Eikes Pilz Nummer 10 Nectria cinnabarina ausschließen, weil diese stets aus den Nebenfruchtformen wachsen, welche auf diesem Bild aber fehlen?


    Nein, ausschließen kann man die nicht, denn wenn die HFF voll in Ausbildung begriffen ist, verschwinden meist die NFFs bzw. sind überwachsen.


    VG Ingo W


    Mausmann: der wächst irgendwie zu gedrängt, als dass ich da N. cinnabarina vermuten würde.
    Gibt ja aber schon ein paar etliche von den Kügelchen, welche Art das ist, kann ich dir nicht sagen.

    Hallo Jan-Arne!


    Naja, so aus der Ferne sieht das jetzt aus wie die NFF von Nectria cinnabarina. So nach und nach wachsen basal aus diesen Polstern die Hauptfruchtformen, das sind dann die roten Kügelchen, geballt wie Himbeeren aussehend.


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!


    Bei dem kannst du makroskopisch was machen: such am Rand von gut erhaltenen Fruchtkörperstellen mal nach einem Filz. Wenn du den im Gegenlicht mit einer Lupe anschaust, dann sollten Seten (herausragende Stacheln) zu sehen sein.


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!


    Was für schöne Bilder!
    1-3, das ist schon Lachnella (nicht Lachnum!) alboviolascens.


    Nr. 6 ist Pezizella/Calycellina alniella. Die werden älter immer konvex, haben ein winziges Stielchen und schmiegen sich nicht völlig flach an das Substrat und werden im Alter ockerlich/gelblich.


    Nr. 7 kann ich makroskopisch nicht unterscheiden, entweder L. brevipilosum oder impudicum.


    Nr. 8 glaube ich dir sofort, Lachnum virgineum, bei dir ist wirklich schon Frühling!


    Nr. 9: war der nicht vielleicht besonders groß für eine Mollisia? Vielleicht morscher Eichenstubben, total im Verborgenen? Falls ja, schau dir mal die Lugol-Reaktion an.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Also Rhodocollybia maculata (Gefleckter Rosasporrübling) passt doch eigentlich nicht schlecht.


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!


    Dann wäre für mich Phellinus ferruginosus (Rostbrauner Feuerschwamm) ein Kandidat. Zwar ist der frischwachsend schön orange-rostig-braun.....
    http://www.discoverlife.org/mp/20p?see=I_MWS26822&res=640
    ....aber alte Fruchtkörper bleichen aus.
    Wo er dann lange direkten Bodenkontakt hat bzw. an bestimmten Stellen dauerfeucht ist, bekommt er sehr dunkle, beinahe schokoladenbraune Bereiche.
    http://www.flickr.com/photos/77239556@N00/3129089226/


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!

    Zitat


    Der Eichenzystenrindenpilz (Peniophora quercina) würde von den Merkmalen her gut passen.


    Zystiden-Rindenpilze haben keine Poren, deiner schon.


    Auf dem Boden gelegen? Hat die stellenweise violette Farbe einen realen Gehalt?


    Momentan wäre ich irgendwo bei Schillerporling, Feuerschwamm, falls das Violett greift auch Wachsporling.


    VG Ingo W