Beiträge von Ingo W

    Hallo Björn!

    Zitat


    Cool, also lag es nicht an der Unschärfe meiner Fotos


    Natürlich liegt das an deinen total unscharfen Bildern. Das ist jetzt der Beweis: kein Ornament --> also völlig unscharf!! ;)


    Ich glaube, ich habe noch nie so einen schön abgebildeten Ascus gesehen!


    VG Ingo W

    Hallo Tom!


    Das ist Exidia truncata (Stoppeliger Drüsling) mit vom Substrat abstehenden Lappen, Zungen, Kreiseln und relativ flächiger glänziger und warziger Unterseite und wie samtig erscheinender Oberfläche.


    Wächst meist an Eichenästen im Luftraum, also an Ästen, die nicht am Boden liegen.


    Zitat


    Riechen würden die Pilze wie die China-Schwammerl.


    Was sind denn China-Schwammerl und wie riechen die?


    VG Ingo W

    Hallo Uli!


    Momentan fällt mir Ischnoderma resinosum (Laubholz-Harzporling) ein, so richtig zufrieden bin ich aber nicht.
    Deiner ist aber schon gummiartig beim Durchschneiden, oder? Sieht auf jeden Fall so aus.
    Geruch beim Auftauen festgestellt? Du wirst doch diesmal ein Probe-Exemplar mitgenommen haben?


    Upps, lese gerade, Breite nur 6 cm, na dann passt der nicht.
    Bei Saftporlingen (Tyromyces oder Oligoporus) fällt mir aber auch keiner ein mit brauner Alt-Oberseite.
    Ich hatte kurz mal an Oligoporus tephroleucus gedacht, aber das Braun ist schon zu dominant.


    Momentan bin ich ratlos.
    Ob uns hier eine simple Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete) eine lange Nase macht?


    Vorn, von der Stirnseite des Stämmchens von den alten Fruchtkörpern haben wir wohl kein Bild?


    VG Ingo W

    Hallo Markus!


    Zitat


    Ich komme im Moment nicht weiter. Was mir dazu noch Bedenken verschafft ist, das weder Laux, Dähncke noch Dr. Lüder zwischen dem gelben und goldgelber Zitterling unterscheiden.


    So lange ist das auch noch nicht her, dass auf die Unterschiede der beiden Rücksicht genommen wird.


    Das hat man öfter mal, dass sich jemand mit einer scheinbar banalen Art beschäftigt und dabei herauskommt, dass diese weitere Zwillinge besitzt. Mir fällt da z.B. noch Hydnum ellipsosporum (Ellipsoidsporiger Semmelstoppelpilz).
    In den 70-iger Jahren hat man wohl auch noch nicht zwischen Xylaria longipes (Langstielige Holzkeule) und Xylaria polymorpha (Vielgestaltige Holzkeule) unterschieden, obwohl die Art durchaus schon lange beschrieben war (seit 1867).


    Nicht alles, was es gibt, muss schon beschrieben sein. Selbst kenne ich einige Becherlinge, die auch anderswo genauso gefunden worden sind, die noch keinen offiziellen Namen besitzen, zumindest weiß keiner einen.
    Will damit sagen, dass Laux, Daehncke oder Lüder sicher nicht das Maß der Dinge sind und auch gar nicht sein können, sondern immer nur Hilfen beim Puzzeln.


    VG Ingo W

    Hallo Markus!


    Dein Pilz ist zu 98% Tremella mesenterica (Gelber Zitterling).
    Der makroskopisch gleich aussehende Konkurrent auf Laubholz ist Tremella aurantia (Goldgelber oder besser Schichtpilz-Zitterling).


    Da du den Ast mitgenommen hast, könntest du mal schauen, ob auf dem Ast auch Fruchtkörper eines anderen Pilzes zu sehen sind (auch flächig wachsende, vielleicht unscheinbare graue Beläge)?
    Manchmal hat man Glück, und der parasitierte Pilz (Tremella parasitiert andere Pilze) hat selbst Fruchtkörper ausgebildet.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Aber wer weiß jetzt schon, wer recht hat?
    Auch mit Gen-Analysen kommt es immer darauf an, wie man die Ergebnisse beurteilt.
    Ich meine, würde man sich 3 Analytiker-Teams vorstellen, die die gleichen Sequenzierungen vorgelegt bekommen, würden die auch wirklich zu einem einheitlichen Ergebnis kommen?


    Ich kenne viel Pilze nicht, und ich betone ja auch oft, dass mein hier Gesagtes lediglich meine Meinung darstellt (gewissermaßen meine "Felderfahrung vom Bach" oder wie war das Ralf?)

    Zitat


    Im Feld ist auf den im Bach liegenden Faulhölzern mit der Lupe nichts zu sehen.

    , verlass dich da mal nicht drauf, dass ich richtig liege mit dem, was ich manchmal so von mir gebe!


    VG Ingo W

    Hi Björn!


    Ich glaube, du schaffst es demnächst auch noch, dass man bei solchen Bildern wie dem von A. immersus durch Heranzoomen das Sporenornament erkennt.
    Weiß nicht mehr, was ich sagen soll, deshalb lasse ich es.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!


    Schade, dass du den Geruch nicht mehr weißt, aber meiner Empfindung nach, hätten die für dich und fast jeden anderen nach nichts riechen sollen.


    Ist ja nicht meine Haupt-Baustelle, aber finden tue ich die natürlich auch.
    Ich habe gemerkt, dass man eher bereit ist, Arten zusammenzuhauen, wenn man nicht tief in der Materie steckt.
    Ich bin momentan so einer: ich weiß wirklich nicht, was man mir da an Unterschieden erklären will von gausapatum, myomyces und terreum.


    Oberseite? --> Immer auch witterungs- und altersabhängig (außer grobschollige Strukturen);


    Farbe, ob schwarz oder braun? --> Tut mir einen Gefallen, schaut euch eure schwarzen terreum-Kollektionen im Gebiet nach dem ersten Frost an, da sind die nämlich braun geworden und nur die nachwachsenden wieder schwarz. Ältere Fruchtkörper sind auch tendenziell eher braun als frischwachsende.


    Eine Tricholoma terreum riecht nach irgendwas? --> Dann ist sie vergammelt oder einfach nicht Tr. terreum! Nie riecht die nach Mehl!
    Wer ein ganz gutes Näschen hat (wie ich, der behauptet, dass sie ganz leicht seifenlaugig riechen, darf ich aber keinem erzählen, weil die dann sofort sagen, dann ist es der Seifenritterling. Keine Angst, den kenne ich, der riecht dann für jeden eriechbar nach Seife, und ihr vergesst das mal wieder ganz schnell!)


    Tr. terreum wächst so gut wie nie einzeln, ganz im Gegenteil, mindestens in Hexenringen oder auch dicht gedrängt, oft in großer Stückzahl. 30-50 sind da keine Seltenheit. Machen auch ganz wenige andere Arten.


    Nächstes Ding: Tr. terreum hat kaum reinweiße Lamellen, die sind graulich angehaucht.


    Wo man noch Unterschiede sehen will: Tr. terreum soll keine Velum haben. Falsch! Wer sich bei 40-50-igern Kollektionen ganz, ganz junge anschaut, der sieht Velumreste (würde jetzt dafür sprechen, dass bei mir nur Tr. myomyces wächst, denn so funktionieren die bei mir).


    Summa-summarum: für mich gibt es keinen gausapatum oder myomyces, Tr. terreum aber schon. Mausmanns Pilz wäre bei Geruchlosigkeit für mich Tr. terreum (Gemeiner Erdritterling).


    Übrigens würde ich stutzig werden, wenn solche Pilze in Laubwäldern wachsen, ich kenne den, wie auch Mausmann beschreibt, von Kalk bei Kiefern/Fichten mit vielen Cortinarien und Fichtenreizkern. Auf seinen Bildern sind einmal Kiefernnadln, einmal auch Kiefernzapfen, bei der anderen Kollektion Fichtennadeln(?))


    So, jetzt habe ich mich wieder lange über was ausgelassen.
    Natürlich bin ich nicht nur immer skeptisch, sondern auch neugierig, ob es jemand anders glaubt zu wissen. Diskussionswillig bin ich durchaus.


    VG Ingo W

    Hallo Sebastian!


    Solo hätte ich ihn nicht erkannt, aber als geselliges, aneinander angeschmiegtes Trüppchen mit deiner Info "Pflanzenreste" sehe ich das wie Björn. Peziza vesiculosa (Blasiger Becherling).
    Ich interpretiere dabei deine Angabe "Wuchs auf Pflanzenresten" mal so, dass dort ein Haufen abgekippt war oder so ähnlich, weil das wäre dann optimal für die Art.


    VG Ingo W

    Hi Toffel!


    Zitat


    Jetzt bin ich fast von S. commune überzeugt.


    Jetzt geht ´s dir wie mir, eine Restunsicherheit bleibt, weil er schon irgendwie auch komisch aussieht.


    Schlau bist du natürlich auch, verteilst bei einer Wette deine Chips auf verschiedene Möglichkeiten. Muss ich erst mal drüber nachdenken wie das ausgegangen wäre, sagen wir, wenn ich 40 von menen 100 Chips auf S.c. gesetzt hätte.


    Hallo Joli!

    Zitat


    Worauf soll ich bei den Baumpilzen sonst noch achten? Soll ich versuchen auch Sporen zu bekommen? Pilze ankrazen? Sonst noch was? Spielt auch Geruch eine Rolle?


    Stell dir einfach vor, du musst den Pilz beschreiben. Ranriechen oder ankratzen schadet da sicher nicht, Sporenpulver sieht man manchmal bei konsolig wachsenden Pilzen auf den Hüten der darunterwachsenden, kann man ja einfach mal drauf achten.
    Normalerweise ist es auch vertretbar, denke ich, wenn du ein paar Fruchtkörper mitnimmst (möglichst verschiedene Entwicklungsstadien) und in einer Dose deponierst, damit sie nicht austrocknen. Dann kannst du bei Fragen zum Pilz noch mal nachliefern.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    So wie im letzten Bild ist der Schizophyllum commune ganz sicher, also da gibt es keine Zweifel.


    Ansonsten freue ich mich ein wenig, dass Toffel den Pilz im Ursprungsbild als Sch. commune ablehnt.
    Aber nur, weil ich auch meine, reingefallen zu sein.


    Ich denke, der sieht lamellenmäßig so fremd für die Art aus, weil er feucht ist. Die "gespaltenen" Lamellen sieht man aber hauptsächlich deutlich, wenn er trocken ist und sich ein wenig einrollt an den Lamellen-Schneiden.
    Natürlich muss ich die Crepidotus-Lamellenfarbe und die weniger auffällige Befilzung des Hutes auf die Feuchtigkeit schieben, meine jetzige Meinung soll ja begründet sein.


    Man kann das Bild auf dem Bildschirm vergrößern, natürlich leidet die Schärfe, aber ich meine, man sieht dann hauptsächlich auf der linken Seite die "Doppellamellen", also von oben draufgeschaut mehrere dickliche Lamellen mit dünner Rille drin.
    Noch besser wäre natürlich eine höhere Auflösung des Bildes, dass man noch ein Stück näher rankäme ohne, dass das Bild unscharf wird.


    Mich haben beim Meinungs-Seitenwechsel auch die entfernteren Fruchtkörper auf dem Übersichtsbild überzeugt, da ist der unterste des "Etagen-Träubels" sowas von typisch schizophyllum-gerändelt.


    Verschiedene Meinungen machen das ganze aber natürlich interessant. Vielleicht kommt Joli ja dort noch mal vorbei und reicht noch was nach.


    Falls ja, dann
    Toffel:
    Ich würde dann gern über den Wetteinsatz mit dir verhandeln.


    VG Ingo W

    Hallo Matze!


    Ich halte Fredys Gefühl für Climacocystis borealis (Nördlicher Schwammporling) für das richtige. Ich sehe, ehrlich gesagt, nichts, was dagegen spricht.


    Was bei der Art für mich persönlich immer auffällig ist, sind seine vielen Fruchtkörper rings um das Substrat, oft höhere Stümpfe von Nadelholz.
    Ok, das haben wir hier nicht. Schätze mal das Substrat war wohl nicht allzu fett, wäre meine Erklärung dafür.


    Das 2., was ich als Merkmal ansehe, sind die länglichen Poren, die aber durchaus in verschiedene Richtungen weisen können, teilweise angedeutet labyrintisch.


    Und das 3. wären die Hutkonsolen, die zu einem großen Teil auffällig dicht übereinanderstehen.


    Jung ist er schneeweiß, älter wird er wie deiner.


    Für mich würde das reichen, ein paar Chips zu setzen, ich rechne da mit nichts anderes.
    Ganz sicher bin ich natürlich nicht.


    Bei Malones Auftragspilz fällt mir jetzt nichts ein, ist aber was anderes.
    Sieht aber interessant aus!
    Gibt es da einen Beitrag dazu mit Angaben? Gibt mir jemand den Link?


    VG Ingo W

    Hallo Uli!


    Noch habe ich keinen Plan, aber Wurzelschwamm als Lösung kann ich mir (noch) nicht vorstellen. Möglich, bin aber skeptisch.


    Freilich ist der Heterobasidion ziemlich flexibel, aber hier passt mir zuviel nicht. Der Rand zu wulstig, die weiße Zuwachszone viel zu breit, diese merkwürdigen Zapfen auf der Hutoberseite und das Fehlen dieser schönen typischen Erkennungsfarben wie man sie hier bemerkenswert deutlich abgelichtet sieht:

    Dünner weißer Zuwachsrand, gleich dahinter fuchsig und anschließend dieses weinrot Getönte, das sind für mich die schönsten Kennzeichen des Pilzes.
    Mir gefallen die Bilder so sehr, ich muss das andere auch nochmal bringen:

    So umwachsene Löcher, wie man sie auf beiden Bildern 2 mal sieht, das ist meiner Meinung nach auch eine schöne Unterstützung. Hat man nicht immer, aber er kann das gut. Ist mir bei anderen Porlingen in dieser Art nie aufgefallen.


    VG Ingo W

    Hallo Uli!


    Naja, ich habe ja zu Polyporus arcularis und brumalis (noch) nicht die Meinung, dass es Formen der gleichen Art sind. Keine Ahnung, sollte man sich mal beschäftigen damit, denn angeblich sollen sie sich in der Sporengröße unterscheiden. Ob ´s stimmt?


    Also von der Borstigkeit her kann man nichts herleiten, von der Erscheinungszeit würde ich in diesem Fall eine Benennung auch nicht abhängig machen.
    Sagen wir mal so, bei P. brumalis sind die Poren mit dem blanken Auge gut erkennbar (im Gegensatz zu ciliatus, dem Maiporling), arcularis sollte aber noch etwas größere haben (ca. 1Pore pro Millimeter), die sich bereichsweise langziehen und mehr oder wenig 6-eckig sind.


    Schwierig so vom Bild her, aber bei deinem ersten würde ich zu P. brumalis tendieren und beim 2. vielleicht arcularis nicht sofort ausschließen. Ich bin mir aber nicht sicher, da fehlt mir das eigene Drehen und Wenden etwas.


    Dein dazugestellter Flacher Lackporling (Ganoderma applanatum/lipsiense) ist der Idealfall, so findet man ihn am häufigsten, so geht ´s ihm gut, nass glänzt der dann fast weinrot.


    Ich denke, es gibt aber auch Fruchtkörper, die was älter sind und die sich dennoch entschlossen haben, noch etwas weiter zu wachsen, also wenigstens untenrum. Oben die Bereiche sind schon alt und dunkel.
    Ein Beispielbild ist da gar nicht so leicht zu finden, weil ihn eben fast jeder schön abbildet.
    Hier kann man es vielleicht nachvollziehen, muss man sich aber dann noch begossen dazudenken, denn deiner war ja auch nass:
    http://www.mykopedia.org/pilzd…ling_ganoderma_applanatum


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Nein, 18 ist nicht sicher, aber das viele Braun, dass der jetzt schon hat, lässt mich nicht an Tr. multicolor/zonata/ochracea glauben. Sagen wir mal, ich hebe mir 3% dafür auf.


    Schizophyllum bei 15 hat wesentlich bessere Chancen auf Richtigkeit, da hast du besser geschaut als ich.


    VG Ingo W