Beiträge von Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Gut, dann ist das Problem erkannt.
    Also, deine Pilze im "Studiolicht" zeigen schon recht sicher den Fenchelporling. Da es teilweise Fruchtkörper von Bild 1-4 sind, kann man folgendes resumieren:
    Deine Außenaufnahmen spiegeln nicht die reale Farbe wider. Sämtliches Gelb ist verschluckt und deshalb schaut der Pilz fremd aus.
    Ich habe übrigens noch keinen Fenchelporling gehabt, der nicht nach Fenchel roch.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Nicht immer sind becherförmige Gebilde auch wirklich echte Ascos mit Schläuchen und Paraphysen.
    Wir kennen das ja von einigen Basidiomyceten, die sich als Becher tarnen.
    Andere können das auch.
    Das hier ist eine Anamorphe, also ein imperfekter Pilz.
    Kann man so nennen: Dendrodochium citrinum (Peziza crocina)


    Findet man nicht selten an Kiefernzapfen, anderes nadelholziges Substrat geht aber auch.


    Der Graue, der mit auf dem Bild ist, ist übrigens auch sowas, hat stäbchenförmige Sporen:


    VG Ingo W

    Hallo Björn!

    Zitat


    ich würds gerne mal mikroskopieren,.....


    Das wäre natürlich genial.
    Wie du schon sagst, Corticium roseum (Rosafarbener Prachtrindenpilz) wächst eher an wenig starkem Substrat. Wichtig: im Luftraum, also an ansitzenden Ästen.
    Würde sich nicht fettig anfühlen und wäre angekratzt nicht orange, sondern eher weinrötlich.


    Gibt aber sicherlich auch noch andere Rindenpilze, die vielleicht in Frage kämen.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!

    Zitat


    Wie erkennst Du denn, dass dies Rhizomorphe vom Hallimasch sind?


    Gibt meines Wissens bei uns nichts anderes, womit man die verwechseln könnte.


    Rhizomorphen findest du z.B. an der Stielbasis von einigen Stropharia-(Träuschlings-) Arten oder beim Breitblatt (Megacollybia platyphylla).
    http://commons.wikimedia.org/w…latyphylla3.-.lindsey.jpg
    Hier sind sie rechts und besonders dick.
    https://biokeller.de/Garten/Ga…itblatt-und-2-Zinken.html


    Übrigens ist das von dir abgelichtete schwarze Geflecht ursprünglich unter der Borke der Bäume. Die ist bloß abgefallen.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Die Hymenochaete rubiginosa (Umberbraune Borstenscheine) ist sicher.


    Sind in den Folgebildern ab 5 die gleichen Pilze abgebildet wie von 1-4? Bzw. ist ein Fruchtkörper dabei, der sowohl auf der Bildserie 1-4 als auch danach abgebildet ist?


    VG Ingo W

    Hallo Michael!

    Zitat


    wäre es hilfreich wenn ich ein Exemplar des zwielichtigen vermuteten Flachen Lackporlings mal einsammle und zu das Exemplar Zuhause, in Ruhe von allen Seiten knipse?


    Das wäre schön. Von unten wird es dann relativ leicht, dann hätten wir ein Ergebnis.


    Zitat


    Mit den Wülsten meinst du sicherlich die knubbelige Anwuchsstelle, richtig?


    Nein, ich meine damit die konzentrischen Zuwachszonen. Der jeweilige Wachstumsschub ist bei vielen Pilzen voneinander durch Rillen, Wülste oder auch nur andersfarbigen Linien getrennt.
    Am einfachsten ist das mit den Wülsten wohl erklärbar beim normalen Rotrandigen:
    http://commons.wikimedia.org/w…opsis_pinicola_109142.jpg
    Siehst du, dass der oberflächlich nicht eben ist?


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

    Zitat


    Dass der seitlicher gewachsene kleinere Pilz nur so kurz ist, schiebe ich mal darauf, dass er entweder einfach sehr klein oder sehr jung ist. Oder einfach mal aus dem Rahmen fällt.


    Also, falls du jetzt von Pilz 2 redest, so sehe ich in Bild 1,2 und 5 eine andere Art als auf Bild 3 und 4. Der Kleine wächst doch ganz anders, hat Zonierungen und ist überhaupt nicht fleischig, dem fehlt diese polsterig herausgedrückte Fruchtschicht, auch wächst er viel dünner zu ohne Wulst und so chaotisch sieht er auf der Oberseite auch nicht aus.


    VG Ingo W

    Hallo!


    An Zapfen wachsen recht viele Ascos. Der folgende Kiefernzapfenbewohner vom Wochenende ist bei mir recht präsent, allerdings nicht in jedem Kiefernwald.
    Die wachsen an der Unterseite von halb eingegrabenen, schon etwas älteren, aber nicht ganz alten Zapfen.


    Nennt sich Calycina conorum (Kiefernzapfen-Kurzhaarbecher)

    Oft findet man in der Kollektion Becher mit orange bis blutrot verfärbten Stellen:

    Diese Verfärbung ist eine Verletzungsreaktion, allerdings tritt die nicht sofort ein, kann schon mal einen Tag dauern.

    Solche Proliferationen in der Mitte der Fruchtschicht gibt es auch ganz häufig bei der Art, das ist aber die Folge der wachstumswidrigen Bedingungen im Winter.


    Normal frostfrei gewachsen sieht er ordentlicher aus:

    Mikros:




    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Bin wohl ein bisschen mit dran schuld für deine Verwirrung, weil ich aus dem Michael-Vorgängerbeitrag den Pilz, den ich für Ganoderma halte, mit hier reingeschleppt habe (Bild 7):
    http://www.pilzforum.eu/board/…r-pilztour-vom-28-02-2013


    Das wäre natürlich schön, wenn Michael die zwielichtigen noch mal besichtigen könnte. Ich nehme derweil Wetten entgegen für alle 3 diskutierten Pilze, also den Eike-Eichenwirrling, den "Ganoderma" und den Daedaleopsis.
    Wer anderer Meinung ist, möge mir sein Chips-Angebot zur Verhandlung unterbreiten.


    Zitat


    ....sehr viele Vermutungen aus dem Nichts, keine nachvollziehbaren Bestimmungsversuche und keine klaren Zuordnungen!


    Naja, Käfer von unten halt, wo soll da was Handfestes herkommen außer gefühlsmäßige Voreinschätzung.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

    Zitat


    Ich dachte, der Zaunblättling müsste länger gezogen sein.


    Immer drauf achten, wo er am Substrat wächst. Es gibt viele Pilze, die auf dem Substrat oberseitig viel regelmäßiger, z.B. rosettenförmig, wachsen. So auf die Schnelle fällt mir die Schmetterlings-Tramete ein.


    Das Prinzip trifft im Grunde genommen sogar auf den Austernseitling zu, der oberseitig wachsend einen zentralen Stiel bildet und viel symmetrischer wächst.
    Manche, normalerweise stiellos auftretende Porlinge bilden dann sogar so eine Art Pseudostiel, damit die Fruchtschicht höher kommt. Entwicklungstechnisch gesehen ist das ein Vorteil gegenüber denen, die das nicht können. Kiefern-Braunporling (Phaeolus spadicea) fällt mir gerade noch ein.
    http://www.pilzbestimmer.de/bilder/5/1635-schw2L.jpg


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat


    Beim zweiten Pilz dachte ich auch kurz an den Fenchelporling, aber der doch sehr extreme Duft geht nicht in Richtung Fenchel.


    Könnte ja ein, dass der "Schimmelpilz" den Geruch übertönt.
    Und dann wäre ja noch zu klären, von welchen der m.M. nach 2 Pilzarten die Geruchsprobe stammt.

    Hallo!


    Vergleichsbilder:
    Meiner Meinung nach Ganoderma applanatum/lipsiense (Flacher Lackporling)


    Hier sehe ich Rötende Tramete (Daedaleopsis confragosa):


    Übrigens sieht der letzte auch erdnah wachsend aus, man beachte aber, dass zwischen liegendem Stamm und Boden an dieser Stelle kein direkter Kontakt besteht, zählt also "als im Luftraum wachsend", wie es sich für D. confragosa gehört.


    VG Ingo W


    Edit: Ach so, die anderen Bilder noch: Rotrandiger passt und Eichenwirrling ist eine sehr gute Voreinschätzung, finde ich.

    Hallo Michael!


    Mit "rauskicken" meine ich rausschmeißen. Also ich bin schon der Meinung, dass es der Flache Lackporling ist, würde da sogar einiges drauf wetten.


    Was mir aber dein späterer Beitrag zeigt, ist, dass ich das mit den konzentrischen Wülsten als Ausschlusskriterium so absolut nicht schreiben kann.
    Ich stelle die 2 Bilder zum Vergleich im neueren Beitrag....
    http://www.pilzforum.eu/board/thema-weitere-pilze-von-mir
    ....mal hintereinander ein.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Nr. 1 ist Gloeophyllum sepiarium (Zaunblättling).


    Bei Nr. 2 werde ich irgendwie an Nadelholz erinnert. Der Pilz, so wie dargestellt, ist mir fremd. Die Wuchsweise erinnert mich an Gloeophyllum odoratum (Fenchelporling), allerdings müsste der dann von einem weißen Schimmelpilz befallen sein, damit es wieder passt. Das ist wohl doch zu weit hergeholt.
    Auf der anderen Seite: der Pilz im Hintergrund von Bild 2/2 hat aber schon eine ordentlich braune Randwulst.


    Auch bringe ich gedanklich die zweiten, viel dünneren und gesellig wachsenden nicht mit dem ersten in Verbindung. Die wachsen doch ganz anders mit konzentrischen Zonierungsrillen.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

    Zitat


    Deine Anfrage hätte ich eher als Rötende Tramete bezeichnet, weil die Farbe mir nicht nach dem Lackporling aussah. Aber Ingo wird sich nicht irren. Für Zweifelsfälle am besten immer auch ein Foto der Poren / Lamellenschicht, aber das weißt du ja sicher eigentlich.


    Mit Foto von unten wird es natürlich eindeutiger, mit Informationen zum Pilz oft noch sicherer.


    Übrigens möchte ich hier noch mal betonen: bloß, weil ich was behaupte, muss das lange noch nicht stimmen. Zweifel und Diskussionen zu einer Namensgebung von mir sind immer willkommen, nehme ich nie übel, sondern sehe das als Interesse.


    Was z.B. Daedaleopsis confragosa noch rauskickt sind die konzentrischen Wülste und auch das erdnahe Wachstum an einem dicken Stumpf.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    Der helle Rand fehlt, weil die Fruchtkörper gerade nicht wachsen.
    Wurzelschwamm passt, wobei man darauf hinweisen muss, dass man in Europa inzwischen 3 Arten unterscheidet.
    Eine Bildunterschrift Heterobasidion annosum s.l. (Gemeiner Wurzelschwamm im weiten Sinn) macht dir aber keiner streitig.


    VG IngoW

    Hallo Günter!


    Da wäre ich wohl nie drauf gekommen.
    Übrigens, wenn du im Frühsommer an alten liegenden Stängeln des Blutweiderichs schaust, wird dir ein weißer Haarbecherling auffallen, der nur an dieser Pflanze wächst: Lachnum salicariae.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!

    Zitat


    Das scheint für mich aber in einem wirklich seeehr weiten Sinn zu sein Ingo


    Wer wird denn die Sache immer so nüchtern sehen. Erste große essbare Ascos = Morchelzeit, so leicht kann man doch Freude spenden.
    Glaub mir ´s, die demnächst wiederkehrende Saison der Morchel-Dauereinstellungen ist nichts, worauf ich mich freue. Was soll`s? Immer schön mit anderen Pilzen gegenhalten, das ist die einzige Chance, das durchzustehen.


    VG Ingo W

    Hallo Michael!


    Zitat


    Sorry für die kleinen Bilder, aber leider habe ich kein Bildbearbeitungsprogramm, so das ich die Bilder vergrößern kann


    Hier läuft aber was gewaltig schief. Du brauchst kein Programm, um die Bilder zu vergrößern. Würde auch außer Qualitätsverlust nichts bringen.
    Du brauchst lediglich ein Bearbeitungsprogramm, dass deine Original-Fotos auf die normale Forums-Standart-Größe verkleinert bzw. ein Programm, dass ein solches Format (800 x 600) ausschneidet.


    Schau doch mal nach, wie groß deine Fotos sind bezüglich der Länge und Breite in Pixel.


    VG Ingo W