Beiträge von Ingo W

    Hallo Andre!


    Wichtig finde ich, dass am Ende des "Ausschlüsselns" nochmal komplett der Pilz beschrieben wird, damit man Stück für Stück nachprüfen kann, ob man einigermaßen richtig gelandet ist. Im Buch kann man das, in der App...? Die Frage stellte ich, Pingelanton hat nicht darauf geantwortet.


    Ich bin absolut nicht gegen solche Hilfestellungen. Pingelanton sagte es, das lässt sich ohnehin nicht aufhalten und ist wohl auch eine gute Sache, wenn es funktioniert. Aber mit Pilzen ist auch nicht zu spaßen, und ich höre die Schlagzeilen schon: Europas Pilze schnell bestimmt mit dieser oder jener "Pilzbestimmungs-App". Normal-Pilzsucher-XY glaubt das auf jeden Fall, denn keiner, der sich nicht tiefer mit der Materie befasst, erfasst auch wirklich, wie umfangreich und komplex die ganze Natur ist.


    VG Ingo W


    jan-arne: kannst du noch sagen, welche 5 Pilze im 1. Versuch ausgespuckt wurden, dann löse ich auf.


    Edit2: Andre: würde mich sehr freuen, wenn du bei zukünftigen Bestimmungsanfragen vielleicht auch das ausgespuckte Ergebnis dieser App mit erwähnst.

    Hallo Pingelanton!

    Zitat


    Und ja, ich traue mir zu, mit dieser App zurecht zu kommen, ähnlich wie mit dem gemeinen Pilzbuch.


    Tja, aber der Aufgabenstellung, das mal für uns anhand eines Beispiels zu testen, gehst du (als der, der bestens damit zurecht kommt) konsequent aus dem Weg.


    Ich lese gerade, dass Jan-Arne schreibt, dass nur 139 Pilzarten zur Auswahl kommen. Damit ist für mich jetzt relativ klar, dass dieses Programm gefährlich ist, weil es Menschen bestärkt, dass sie auf diese Art und Weise Pilze bestimmen können.


    Da überzeugt mich auch nicht, dass das ganze ausgebaut wird und noch am Anfang steht. Ich weiß das aus meiner Erfahrung: das interessiert den Speisepilz-Normalo XY nicht, wenn sie Pilze suchen, dass es neben den 139 noch 2000 andere gibt. Die bekommen ein Ergebnis von 5 Pilzen ausgespuckt, und irgendeiner ist dem Gesammelten am ähnlichsten, also MUSS er das sein. Gut Pilz!


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Ich merke schon, das System funktioniert nicht durch Ausschlüsseln, oder?
    Denn eigentlich dachte ich, man müsse irgendwo die Lamellenhaltung eingeben (hier leicht ausgebuchtet breitangewachsen). Denn das alleine wäre ja schon ein Killkriterium für den Mehlräsling mit seinen herablaufenden Lamellen.


    Wieso der immer noch im Spiel ist, enttäuscht etwas.
    Naja, wie auch immer, erkennt man dann ja hoffentlich am Bild, dass der nicht stimmt.
    Welches waren die anderen der 4 ausgespuckten im 1. Versuch?


    VG Ingo W


    Edit: vergessen zu schreiben: der normale Erdritterling (Tr. terreum) kann es natürlich nicht sein, der riecht nach nichts.

    Hallo Pingelanton!


    Also, ich fasse das für dich nochmal zusammen. Auch ohne Wikipedia zu bemühen: ein Fragesatz hört mit einem Fragezeichen auf. Wer solches tut, der erwartet normalerweise eine Antwort.
    Ich hole sie für dich noch mal runter, damit es nicht gar so kompliziert für dich ist:
    1. Gibt es am Ende der Ausschlüsselung nochmal eine vollständige Beschreibung des Ergebnisses?


    2. Wir können da ja mal einen Test machen. Wohin würde mich hier die App führen?


    Ich begreife nicht, warum du dich so zierst und für diese eindeutig gestellten Fragen Wikipedia bemühen musst, um sie als solche zu erkennen. Hoffentlich kommst du wirklich mit der App zurecht.


    VG Ingo W

    Hallo Sabine!


    Danke, dass du mal probiert hast.
    Ich hoffe ja auf Pingelanton, der ja nach eigener Aussage sehr gut mit dieser App zurecht kommt.
    Wobei: das ist natürlich auch so eine Sache: Woher weiß man denn als App-Speisepilzsammler XY, ob man richtig gelandet ist und ob man wirklich so vorzüglich damit zurecht kommt, wenn keiner nachprüft?


    VG Ingo W

    Hallo Pingelanton!

    Zitat


    Wo bitte liegt da nun der Unterschied zwischen dieser App und einem Pilzbuch für den Speisepilzsammler?


    Weiß ich noch nicht, deshalb stellte ich ja die Fragen.


    VG Ingo W

    Hallo Lara!


    Zu 2 habe ich eine andere Meinung. Das ist doch recht sicher Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling). Erkennt man in diesem Fall am zerschlitztporigen Fast-Irrgarten-Hymenium.


    Beim Stielporling würden mir Lamellen auch eher zusagen (allerdings wüsste ich dann auch nicht, wer so allein auf Holz zu dieser Zeit wächst). Irgendwie macht mir die glänzig-runzelige Hutoberseite den Eindruck, als wenn ihm der Frost zusetzt und es ihm nicht recht gut geht (einem Stielporling sollte die Zeit ja nichts ausmachen). Schade, dass du den Fotoapparat nicht hast nachschauen lassen.


    VG Ingo W

    Hallo Pingelanton!


    Schätze, das Problem wird sein, dass die App eben nicht alles das beinhaltet, was man über den Pilz wissen muss. Gibt es am Ende der Ausschlüsselung nochmal eine vollständige Beschreibung des Ergebnisses?


    Zum Pilzebestimmen braucht es erst mal eine ganze Portion Erfahrung was mit manchen Aussagen/Beschreibungen eigentlich gemeint ist. Ich denke ein relativ unbedarfter Sammler wird sich schlecht vorstellen können, was mit faserig, schuppig, striegelig, Lamellenschneide, Papille, Stielspitze, durchscheinend gerieft, Lamellen frei und anderen fachspezifischen Begriffen gemeint ist, sofern nicht noch ein Bild dazu geliefert wird, die eben genau das zeigt.
    Wenn die bildliche Darstellung natürlich zusätzlich vorhanden ist, will ich nichts gesagt haben.


    Wir können da ja mal einen Test machen. Wohin würde mich hier die App führen?


    Natürlich kannst du nicht alles perfekt deutlich auf dem Bild erkennen, deshalb noch folgende Zusatzinfos:
    - Geruch bei Verletzung mehlartig;
    - Lamellen schwach ausgebuchtet und breit am Stiel angewachsen;
    - Geschmack mild;
    - gefunden gesellig in der Streu unter Kiefer, Eiche, Birke;
    - Stielbasis ohne Volva;
    - manchmal gelbgrünlicher Schein an Stiel oder in den Lamellen;
    - ohne Milch


    Falls noch was Wichtiges fehlt, einfach nochmal nachfragen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Eikes Orbilia von der Kopfweide ist Orbilia delicatula (leucostigma).


    Kurz reingeschaut:

    Typisch sind die winzigen, gekrümmten warzigen Sporen und abgestutzte Asci.

    Kaum Exsudatschicht, viele goldene Öltropfen und keulig-kopfige Paraphysen runden das Bild ab.


    Hier noch ein seltener Bastard. Sowas kommt raus, wenn sich aufgrund zerstörter Hemmstoffe Orbilia mit Mollisia einlässt.


    VG Ingo W

    Hallo Malone!


    Schön, schön! Bei der Mollisia hast du die farbliche Wandelfreudigkeit je nach Durchfeuchtung schön eingefangen.
    Der becherige Buchenfruchtschalenbewohner ist zu 98% Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen), der andere Pilz Xylaria carpophila (Buchenfruchtschalen-Holzkeule).
    Wenn noch etwas Zeit vergangen ist, kann man an Buchenfruchtschalen, wenn man Glück hat, 4 verschiedene Becher zur gleichen Zeit finden, zumindest war das die höchste becherige Artenzahl, die ich bisher selbst geschafft habe.


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!

    Zitat


    ...frage kurz an, ob das hier auch Stereum hirsutum ist?!


    So ist es! Im Winter oder bei Frost ist es manchmal so, dass bei der Art kaum noch gelbe Farben zu sehen sind, dann ist oft die gesamte Fruchtschicht braun, und man mag gar nicht mehr an Stereum hirsutum glauben. Bei deinen sieht man aber den gelben Frischzuwachs noch.


    VG Ingo W

    Hallo Melanie!

    Zitat


    War datt nich der Thomas?


    Oh, erwischt!
    Naja, zeigt es doch gleich, wie ich mich diesbezüglich auskenne.


    Zitat


    Super schön gewachsen, wie ich finde!


    Ja, hätte schön zum letzten Thema gepasst (war das überhaupt hier?): rosettenförmiges Wachstum auf der Oberseite des Substrates.


    VG Ingo W

    Hallo Michael!

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    Ich weiß echt nicht woran das liegt, das ich die Kleinpilze immer so unscharf fotografiere


    Sind ja nicht nur die Kleinpilze. Bild 1,2,3 sind ja auch alle nicht auf den Pilz scharf gestellt. Da ist meist was ganz anderes scharf abgebildet: bei Bild 1 das Laub unten, bei Bild 2 die Birkenrinde, bei Birkenporling Nr. 11 der Hintergrund.


    Du könntest mal schauen, ob bei dir nicht so eine Art Makro-Modus (Tulpe oder MF) einschaltbar ist.
    Und da du scheinbar mit automatischer Fokussierung arbeiten musst (?), könnte man vielleicht mal die Fokussierungspunkte auf mittenbetont umstellen, so dass der Fotoapparat wenigstens dann immer das scharf stellt, was genau in der Mitte des Fotoausschnitts ist.


    Außerdem verstehe ich immer nicht so richtig, warum man nicht vor Ort gleich die Bilder anschaut. Da sieht man dann doch, dass sie unscharf sind und kann drauf reagieren.


    Dass dein Fotoapparat durchaus im Stande ist, schöne Fotos zu machen, ich denke, das zeigst du mit dem Rotrandigen (Bild 4) und dem Birkenporling (Bild 14). Hier müsstest du irgendwie das Programm gewechselt haben oder den Weißabgleich ausprobiert haben, denn der 1. Versuch (= Bild 13) hat zu viel Blauanteile im Foto.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!

    Zitat


    Ja Ingo die hatten wir glaube ich auch gesehen aber wir alle hatten nicht wirklich lust durch den hohen Schnee zu stapfen


    Na, da hast du aber wirklich schon an übersinnliche Fähigkeiten erinnernde Adler-Augen, wenn du die Nectrien aus einem Abstand von über einem Meter wahrgenommen hast.


    VG Ingo W

    Hallo Eike!

    Zitat


    kann es sein des Mollisia's gerne auf alten schon vermorschten nicht chemikalisch Behandelten Bauhholz wachsen???
    Meine Funde stammen nämlich meistens von solchen zb. Besenstiele...


    Naja, vom Menschen unbeeinflusstes Holz ist wahrscheinlich die Nahrungsgrundlage der meisten saprophytischen Holzzersetzer. Die wenigsten dürften Chemie tolerieren.
    Insofern sollte sicherlich auch der besetzte Besenstiel schon sehr verwittert sein.


    Es gibt viele Mollisien. Die einen leben eher im Luftraum, die anderen eher am Boden, die einen mögen sehr morsches, die anderen nehmen noch festes, die einen wachsen an eher dünnem Holz, die anderen brauchen mehr dickes.
    Von einer bestimmten Vorliebe der Mollisien für sehr morsches Holz kann also nicht gesprochen werden. Auch, ob der Mensch seine Hände im Spiel hatte, dürfte keine Rolle spielen, sofern das Holz Chemikalien nicht ausgesetzt wurde. Ein chemisch nicht verseuchter, der Witterung ausgesetzter Holzbalken ist für den Becher lediglich ein Ersatz für einen vermorschenden Stamm/Stubben.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Das ist der Kiefern-Braunporling (Phaeolus schweinitzii)


    Tja, schade, kein Bild von unten verfügbar! Ich würde nämlich mit Eike durchaus wetten, dass der gezeigte Pilz nicht mal Poren hat und das Holz auch nicht von Nadelbäumen stammt.
    Ich sehe da Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz),.....
    http://1.bp.blogspot.com/-T5XO…00/Stereum%2Bhirsutum.JPG
    ..... aber da nicht alles gezeigt wird, bleibt das wohl eben nur wieder meine Meinung.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Die Porenanzahl je mm hat eher zu Phellinus ferruginosus gepasst. Aber auch das ist mir oft suspekt: wer schon mal so einen flächigen Porling unter die Lupe genommen hat, weiß, dass die Porengröße an verschiedener Stelle durchaus verschieden sein kann. Dazu vielleicht einfach noch mal das letzte Bild im Bayernforum betrachten, da komme ich, wie ich es gerade brauche, auf mindestensd 2 Ergebnisse bezüglich der Poren je Millimeter.


    Mit den Hymenial-Seten habe ich dadurch Probleme, weil ich die bei dem "harten Zeug" nie sauber in der Lage bin von den angrenzenden Trama-Seten unterscheiden zu können. Brauche ich wohl noch ein paar Lehrstunden oder noch besser: ich bleibe einfach bei meinen kleinen "Weichen", da weiß ich besser, wie der Hase läuft.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Besser sollte ich sagen, eine Mollisia lividofusca (Bleigraues Weichbecherchen)-ähnliche Art an Nadelholz bzw., ich weiß noch nicht, ob man die an Nadelholz mit der am Laubholz zusammenwerfen kann/sollte.


    Am Aussehen gibt es bei dieser an Kiefernholz gefundenen Mollisia nichts zu mäkeln:



    Der einzige Unterschied, der mir jetzt zum 2. Mal aufgefallen ist (erst 2 untersuchte Nadelholz-Funde, das bedeutet natürlich nichts Endgültiges!), dass die Jungsporen auffällig gekrümmt sein können und deren Breite kaum unter 3 µm fällt (bei Laubholzfunden gewöhnlich 2,5-3,2 breit).
    Das ist zugegebenermaßen ein nur geringer Unterschied, der erst Bedeutung erlangt, wenn das immer so ist bei Funden an Nadelholz.
    Muss man wohl noch ein wenig beobachten, zusammenschmeißen kann man sie ja später immer noch.
    Mikros:



    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Allein nach den Seten beurteilt, wäre der angefragte Feuerschwamm Ph. ferruginosus (Rostbrauner Feuerschwamm).
    Allerdings kann ich dir gerade mit dieser Aussage nicht folgen:

    Zitat


    ....und es bleibt nur noch Ph. contiguus als Alternative, der aber längere Seten als Ph. ferruginosus haben sollte.


    Ich dachte eigentlich, es sollte umgekehrt sein und ferruginosus die längsten Seten haben im Myzelfilz bzw. außerhalb des Fruchtkörpers.


    Ich weiß, dass viele Porlingskenner die Fruchtschicht bei den resupinaten Phellini gar nicht berücksichtigen und die Art alleine anhand der Seten bestimmen.
    Mir ist das suspekt, wahrscheinlich, weil ich von den Bechern her gewohnt bin, dass schlüsselmäßiges Aussortieren nur nach bestimmten Merkmalen oft in die Fehlbestimmung führt. Bei Bechern ist es oft so, dass wenn a) nicht stimmt, man sich nicht automatisch darauf verlassen kann, dass man mit b) die richtige Richtung beschreitet.


    VG Ingo W