Beiträge von Ingo W

    Hallo Uli!


    Jetzt hat mir der Jan-Arne meinen Spruch schon vorweggenommen, denn ich zu der Dacrymyces schreiben wollte: finde ich doch das Bild mit Gallerttränen-Pilz auch äußerst appetitlich.


    Ohne Mikro-Analyse muss es allerdings bei Dacrymyces spec. bleiben, makroskopisch kann man die (bei Nichtvorhandensein der Nebenfruchtform) nicht von einigen anderen Arten unterscheiden.
    Mit Mikro müsste man nur die Sporendickwandigkeit mit 2 Septierungen sehen, dann wäre der Fall in deinem Sinne klar.


    Beim Glimmer-Tintling (Coprinus micaceus) ist wohl die Sache auch nicht ganz so einfach.


    Ein klein bisschen schade finde ich es auch, dass du auf Bild 3 den kleinen Becher links von Enteridium so ignorierst.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Erst mal: Bild 4 = genial ("Stillleben in der Küche eines Pilzverrückten").

    Zitat


    Verwechslungen: Mit der Tabakbraunen Borstenscheibe (Hymenochaete tabacina) die aber mehr resupinat wächst und keine so großen Hüte ......


    Eigentlich bildet Pseudochaete tabacina (Tabakbraune Borstenscheibe) schon auch meist Hüte, bloß die Fruchtkörper insgesamt kriechen eher an der Unterseite von dünnen Ästen lang.
    Da die Fruchtkörper aber oft breiter sind als die Äste, hat er auch Hüte. Die sehen bloß anders aus, kaum wird man kapuzenförmige finden.
    Auch kann die Farbe der frischwachsenden Zuwachsränder helfen, bei tabacina sind sie für gewöhnlich weißlich-gelblich, bei rubiginosa kommt die Farbe Orange eher zum Tragen.


    Hier haben wir gleich ein Beispiel einer Fehlbestimmung, aber der Autor ist ja auch der Meinung, dass tabacina und rubiginosa Synonyme zueinander sind:
    http://www.indianamushrooms.com/pseudochaete_tabacina.html


    Hier wächst Pseudochaete tabacina mal an dickerem Holz, da macht sie auch "ordentliche" Hütchen.
    http://www.svims.ca/council/il…20A%20and%20O%20Ceska.htm


    VG Ingo W

    Hallo Takumi!


    Danke für den Tipp. Eigentlich ist aber mein Internet gar nicht so langsam, na wer weiß. Wenn ´s bei euch nicht so ist, hat es wohl einen anderen Grund.


    Ich stopfe den Thread mal weiter voll. Wenn ich mal Gänsehaut brauche, ziehe ich mir Melanie rein. Hat mir immer schon gefallen, so ab 1.17 wird sie stimmgewaltig. Dauert ziemlich lang, bis das Video startet (oder wieder bloß bei mir?)
    http://www.veoh.com/watch/v12921463RhBrmSSp?h1=Melanie+Safka+~+Lay+Down++


    Und das fand ich auch schon seit Urzeiten genau für mich gemacht:

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    VG Ingo W

    Hallo Zarko!


    Also ich bin ja (fast) sprachlos. Wahnsinn, was du findest.
    Du sagst zwar, es waren nur 100m, aber einen Tag lang warst du schon unterwegs, oder?
    Die Perrotia (14) ist wahrscheinlich einer der schönsten Haarbecherlinge, die es gibt.


    Auf der Brennnessel, das ist wahrscheinlich alles nur die NFF.


    Bei Nr. 26 fällt mir nichts anderes ein als Cyphellopsis anomala (Gelbbrauner Haarschüsselrasen), ....oh, sehe gerade, das 3. Art-Bild ist ja ein Vergleichsbild der 2 verschiedenen Arten. Da gebe ich dir allerdings recht, so riesig kann die "normale" Cyphellopsis nicht sein.


    25 ist der Fichtenzapfenrübling, aber weißt du ja selbst.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Wenn die Videos eingebettet sind, es gibt da extra eine Funktion für^^ , sieht man vorab schon mehr, kann direkt anklicken und anhören oder auch stoppen.


    Allerdings ist jetzt der Thread für mich kaum noch zu öffnen, total lange Ladezeiten. Geht euch das auch so?


    VG Ingo W

    Hallo Jan-Arne!


    Beitrag bisher nicht wahrgenommen.
    Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling) passt. Sehe da nichts Widersprüchliches. Die im 2. Bild dunklen oberseitigen Hutränder (wer hat da denn gezündelt) sind (wenn vorhanden) doch recht typisch, finde ich.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!

    Zitat


    Netz.....manche mit Ring manche ohne,


    Echt ohne Ring?


    Ich sehe das übrigens wie Björn! Da sollte nichts schief gehen.


    VG Ingo W

    Hallo Pflanzenlilly!


    Willkommen!


    Ist genau so wie Marion es beschreibt. Die Pilze naschen nur etwas vom Humus. Schädlich für die Pflanzen sind die nicht. Ganz im Gegenteil wandeln sie organisches Rohmaterial um in mineralische Verbindungen, die jetzt für die Pflanze verfügbar sind.


    Ich rate mal: der Ovalkopf vielleicht ein Düngerling, der Rillkopf ein Tintling und der geknickt aus der Erde hervorbrechende wird wohl eher tatsächlich ein Keimling sein.


    VG Ingo W

    Hallo Jürgen!

    Zitat


    Findet man so einen ähnlich aussehenden Pilz an Eiche (oder Buche) als Substrat, ist es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit der Zusammenfließende Reibeisenrindenpilz (Radulomyces confluens), der aber eine bisschen "knotigere" Oberfläche besitzt.


    Kann auch anderes Laubholz sein.
    Und, das halte ich für ein Merkmal, wächst genauso erdnah bzw. mit Bodenkontakt wie Phlebiopsis.
    Und genau, der hat auch oft so einen grünblaugrauen Schimmer.


    Die beiden zuletzt angesprochenen Eigenschaften nehme ich auch dafür verantwortlich, dass ich mich mit Andreas` Bildern zu der Art in Fungiworld nicht recht anfreunden kann.
    http://www.fungiworld.com/swit…de=rab&bildnum=2&lang=lat
    Der ist aber von anderer Stelle bestimmt worden, hat er mir kürzlich auf Anfrage geschrieben.


    Ich sehe da eher den Ablösenden Rindenpilz (Cylindrobasidium evolvens), der fast identische Sporen hat.
    Was meinst du, Jürgen?


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Das Weichbecherchen sieht recht typisch aus für Mollisia fusca (Starkreagierendes Weichbecherchen). Zumindest wäre das mein Arbeitsname, würde sogar ein paar Chips setzen.


    Dem Komplex um M. fusca bin ich aber auch noch nicht Herr geworden.
    Falls du KOH hast, die Becherchen sollten damit betupft, gelb reagieren.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Ist Dendrodochium citrinum denn die Anamorphe zu Peziza crocina?
    Aber naja, das finde ich raus


    Ich glaube, eine Verbindung dieser beider Pilznamen wirst du offiziell gar nicht herstellen können.
    Das sind beides Pilznamen, deren Beschreibung sich wahrscheinlich auf das bezieht, was ihr da gefunden habt. Synonymisiert sind die, glaube ich, (noch) gar nicht miteinander.


    Der Pilz ist, wie schon gesagt, eine Anamorphe. Ein perfektes Stadium ist m.W. bisher nicht bekannt.
    Ist übrigens nicht mein Wissen. Ich gebe nur das weiter, was mir der "Oberbecher" Zotto mal dazu schrieb.


    VG Ingo W


    Edit: Ich lache mich schief über den Zaunläufer und seine wahrscheinlichen Fragezeichen-Gedanken!!


    Edit2: ich find ´s ja Klasse euch bei der "mycological work" beobachten zu dürfen. Natürlich auch nur ganz unauffällig, eben wie der Fragezeichen-Zaunläufer. ;)


    Edit3: Ha, ich habe aber den Vorteil, ich weiß, was ihr in dem Misthaufen sucht.
    Der FZL macht sich darüber jetzt noch Gedanken.
    Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er es Freitag-Abend seinen Kollegen im Wirtshaus erzählt, davor schon seiner Frau, seinen Nachbarn.......und dabei fast sämtliche Antworten schuldig bleiben muss. Der Arme!!
    Naja, eben nicht gut recherchiert!!

    Hallo Uli!


    Na, zumindest scheinen das Silberweiden zu sein. Ciboria caucus wächst m.M. nach nur an Kätzchen von Salweide, aber wirklich ernst in Betracht gezogen habe ich den sowieso nicht.
    Dieses Aderige an der Becherboden-Innenseite passt meiner Meinung nach gut zu Dumontia tuberosa. Aber wie gesagt, ob deiner halt wirklich der gleiche ist wie der an Anemone, bleibt fraglich.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Dann gab es noch einen kleinen gelben Pilz den wir zunächst für einen Becherling hielten.
    Allerdings scheint sich das Ganze genauer betrachtet doch als Schleimpilz zu entpuppen.
    Die Sporen haben eine Größe von 2 µm. Ob sich da Bestimmungstechnisch was machen lässt? Hmmm


    Ist ein imperfekter Pilz.
    Da es nicht geschrieben steht (warum eigentlich nicht?), will ich es mal orakeln: der ist auf Nadelholz gewachsen, wahrscheinlich auf Kiefernholz?
    Konsistenzmäßig ist der (vermute ich mal stark) total "cremig", deshalb wird man auch an einen Schleimpilz erinnert.
    Den Namen verrate ich aus Protest nicht (keine Substratangabe!)....




    ..... aber einen Link gebe ich trotzdem:
    http://www.pilzforum.eu/board/…r?highlight=Dendrodochium


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Hättest du es nicht von selbst schon dazugeschrieben, das Aussehen an sich plus das Substrat plus trocken ablösende Ränder hätten mich ebenfalls an Phlebiopsis gigantea (Großer Zystidenkammpilz) denken lassen. Wird auch so sein, denke ich.


    VG Ingo W


    Edit:
    Übrigens muss ich da mal intervenieren

    Zitat


    Du hast recht, eigentlich will jeder Ständerpilze sehen! Trotzdem schön, dass du sowas immer wieder einbringst!


    Phlebiopsis gigantea ist ein Ständerpilz, denn seine Sporen werden auf einem Ständer (Basidium) gebildet, genau wie beim Steinpilz.

    Hallo!


    Sicherlich für einige unverständlich, aber hier geht es rockmäßig mit der E-Gitarre "Back to the Roots".
    In dieser Art kann es auch bei mir mal lauter werden:

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    VG Ingo W

    Hallo!


    Neben Pablos Vorschlägen (die ich eigentlich genauso sehe), hätte ich noch:
    1. + 13. Russula (Täubling);
    2. Marasmius (Schwindling);
    7. Xerula radicata (Wurzel-Schleimrübling);
    10. Mycena haematopus (Großer Bluthelmling);
    11. Collybia confluens (Knopfstieliger Rübling);
    12. Lactarius (Milchling);
    18. Collybia peronata (Brennender Rübling).


    Das sind aber meinerseits eher Rate-Vorschläge (mit aus meiner Sicht guter Option richtig zu sein) als Bestimmungen.
    Ich schätze mal, dieses blanke "Nur-Bildereinstellen" ist auch für die fehlende Resonanz verantwortlich, was ich gut nachvollziehen kann.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Ich finde Hübchens Idee gar nicht so schlecht.
    Übrigens spricht er aus, was ich mich nicht getraut habe: von wegen Substrat und Zitterpappel. Diese langgezogenen "Karoschlitze" in der Rinde hatten mich auch an Espe erinnert, aber ich war weit davon entfernt, mir da sicher zu sein.

    Zitat


    ....ich fand aber das da nichts aussergewöhnliches zu sehen war das zu einer Bestimmung helfen könnte,....


    Doch, Oberseite ist meist hilfreich, sei es von den Farben, der Art der Zonierung oder der Beschaffenheit der Oberfläche.
    Hier z.B. sollte die Oberfläche striegelig-zottig sein, wenn Hübchen einen guten Riecher hatte.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Einen schönen Pilz hast du da gefunden und wunderbar in Szene gesetzt (na gut, Hutoberseite wäre noch ein Bild wert gewesen!). Zusammen mit deinen Fundangaben hättest du einen Namen verdient.
    Leider kann ich dir den aber nicht sagen.
    Der Porenaufbau und das leichte Bräunen erinneren mich an Dichomitus campestris (den habe ich neben eindeutigen Fruchtkörpern auch schon rein resupinatwachsend gefunden), aber hierzu passen die eher dünnen Hüte deines Pilzes nicht, auch müsste dann das Bräunen von außen kommen, deiner wäre zu großflächig.


    Ja, und wohin jetzt denken? So weiße gibt es reichlich, viele Gattungen haben solche Vertreter. Antrodia, Oxyporus, Datronia, Perenniporia oder sonstwas?


    VG Ingo W

    Hallo Uli!


    Ich sehe das wie Nobi. Für Botryotinia ficariarium hätte ich eine andere Vorstellung, sowohl größenmäßig als auch von der Farbe her. Dass die so runzelig im Becherboden wird, glaube ich auch eher nicht.


    In der Tat finde ich habituell Sklerotinia/Dumontinia tuberosa schon passend. Aber natürlich ist sowas sehr mit Vorsicht zu genießen, denn 1. gibt es namenlose Zwillingsschwestern der D. tuberosa (z.B. Unterschied in Sporen-Zellkernigkeit), die bei anderen Pflanzen vorkommen (auch an Scharbockskraut) und 2. gibt es noch eine ganze Anzahl solcher Becherlinge, die teilweise selten und recht unbekannt sind.


    Bei einem erneuten Aufsuchen des Fundortes und Inspizieren der Becher sollte man unbedingt darauf achten, ob die Pilzlein auf etwas sitzen, aus etwas entspringen oder basal etwas bilden. Kann zumindest helfen.
    Vollständigkeitshalber bitte auch auf die entsprechenden Bäume achtgeben, unter denen die Pilze wachsen.


    Achso, fällt mir gerade noch so ein: ich denke, dass B. ficariarum nicht so abseits der "Wirts"-Pflanzen
    stehen würde. Die wachsen doch meist mitten im Pflanzengeflecht.


    VG Ingo W