Beiträge von Ingo W

    Hallo Chrstian!

    Zitat


    Insgesamt würde ich aber aufgrund der Farbe, der Erscheinungszeit und der Häufigkeit eher zum Schild-Rötling tendiere, vor allem weil ich auch keine Veränderungen bei Verletzungen oder an Fraßstellen feststellen kann.


    P.S.: Bei den GPBW werden gurkenartiger Geruch und Streuobstwiesen in Verbindung mit dem Schildrötling genannt, womit ich genug Hinweise habe, um ihn für mich als solchen abzulegen. Danke dir fürs IndierichtigeRichtungStupsen.


    Geruch Gurke und Streuobstwiese ist natürlich kein Argument gegen den Schlehen-Rötling (E. saepium). Erscheinungszeit und Häufigkeit auch nicht unbedingt.
    Wie du schon sagst, teilen sich E. saepium und clypeatum ziemlich viel ihrer Eigenschaften.


    Was gut zu E. clypeatum (Schild-Rötling) passt, ist die einbräunende Farbe und der schildförmige Hut (der dummerweise aber auch nicht immer so schön ausgebildet ist wie bei deiner Kollektion). Abtrocknend glänzen die Hüte ziemlich, meist wachsen sie auch etwas regelmäßiger als bei seinem "Zwillingsbruder", aber das sind schon wieder eher Nuancen, auf die man sich nicht verlassen kann.


    VG Ingo W

    Hallo Malone!


    Der große Becherling hat große Chancen, auf Peziza arvernensis (Buchenwald-Becherling) zu hören.


    Bei Bild 2 (wo sind denn die Nummern?) irrst du dich. Der ist doch sicher entweder auf Buchenästchen oder auf Buchen-Cupulen gewachsen?


    Bei Mollisia und Lachnum schlage ich einfach mal gar nichts vor, weil nichts zum Fundort/Fundumstände/Substrat dabeisteht.


    Der Teuerling wird wohl Crucibulum laeve (Gemeiner Tiegelteuerling) und beim Lärchenbecherchen wird es wohl Lachnellula occidentalis (Lärchen-Nadelholzhaarbecherchen) sein. Muss nicht, aber ist der häufigste.


    VG Ingo W

    Hallo Joli!


    Dein neuerlich eingestellter Pilz erinnert mich ja beinahe etwas an Ustulina/Kretschmaria deusta (Brandkrustenpilz) im Anfangsstadium. Gute Chancen hätte ich, wenn auf den Bildern ein Teil des Pilzes grau ist wie man es vermuten könnte. Kann allerdings auch nur Schatten sein.
    http://www.wildabouttheworld.c…/showphoto.php/photo/7213


    Zum Thema Scytinostroma portentosum (Mottenkugel-Rindenpilz) möchte ich noch hinzufügen, dass der in so einem frischen Zustand wie im Beitrag Nr. 10 zu sehen, auf jeden Fall deutlich erriechbar sein sollte. Sein Geruch lässt nur trocken nach. Übrigens ein ganz faszinierender Riechpilz, der frisch wachsend immer etwas bereift ist, Weide mag und meist großflächig wächst.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Genau so ist es wie Andreas auch schreibt: erst jetzt sieht man, dass sich die Fruchtkörper abheben vom Substrat bzw. die das Substrat berührende Fläche des Pilzes recht gering ist im Vergleich des gesamten Fruchtkörpers, was auf eine der gelben Tremellen schließen lässt


    Mit etwas Fantasie könnte man sogar in die grauen kleinen Flecken am Ast den Wirt P. cinerea (Aschgrauer Zystidenrindenpilz) hineininterpretieren (passt dann zusammen mit dem wenig dickem Substrat zu Tremella mesenterica = Gelber Zitterling). Aber das ist dann schon auch etwas Fantasie.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Die dunklen Ränder sind eindeutig genug. Nicht jeder Pilzfruchtkörper von P. limitata macht auch dunkle Ränder, aber wenn vorhanden, wie bei deinen, so ist m.M. nach eine Bestimmung als P. limitata (Eschen-Zystidenrindenpilz) äußerst wahrscheinlich.
    Der Pilz fällt auch, im Gegensatz zu P. cinerea (Aschgrauer Zystidenrindenpilz), durch mehr Braunanteile in der Farbe auf.
    Das kann dummerweise zwar P. cinerea auch, besonders wenn grünliche Flechten überwachsend, aber zusammen mit dem dunklen Rand sollte bei der Bestimmung bei deinem Fund als P. limitata nichts schief gehen.


    VG Ingo W

    Hallo Udziaszek!


    Hallo hier. Gutes Auge für Kleinigkeiten und keine Probleme mit Bildermachen? Bist hier vollkommen richtig!


    Jan-Arne hat sofort das basal-filzige Ozonium beim Tintling gesehen. Er wird wohl so unrecht mit seiner Idee des Haus-Tintlings nicht haben.


    Auf dem 3.-letzten Bild hast du mich aber schön abgebildet (ich bin der vordere: nicht interessiert, was die andern machen und habe gerade Becherchen an alten Grashalmen gefunden).


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!


    Also, das ist bei dir nicht nur das gute Pilzauge. Du suchst auch in ausgesprochen becherfreundlicher Umgebung. Was du alles so praktisch nebenher findest, das ist wirklich Wahnsinn. Normalerweise würde ich denken, dass deine Wälder umwelttechnisch gesehen, in einem Bestzustand sind.


    Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen) auf Fichtenzapfen und Brombeerstängel unterschreibe ich, da kommt nichts anderes heraus.
    Der folgende sollte Hymenoscyphus imberbis (Bärtiges Submers-Stielbecherchen) sein. Müsste durch nicht nur feuchte, sondern nasse Lage aufgefallen sein. Steht in der Literatur nur als an Laubholz wachsend, aber ich habe auch Funde an nadelholzigem Substrat, besonders Zapfen. Oft sogar beides zusammen am Ort.
    Doppelgänger ist H. kathiae in gleichem Habitat mit mehr Öl in den Sporen. Achten muss man auch auf Hymenoscyphus vernus (ohne Haken, an Erle und Weide, ebenfalls meist nass liegend, aber nicht zwingend). Alles verletzungsrötende Arten, wie es bei deiner Aufsammlung auch zu sehen ist.


    Bei der Mollisia lehne ich mich mal nicht raus, weil ich nicht weiß, worauf sich das bezieht:

    Zitat


    Auf gleiche baum von untere seite eine Mollisia spec.


    Gleicher Baum wie was? Welcher Baum? Welcher Bodenkontakt?


    Den Sporenlosen würde ich für Hyalorbilia halten. Sicherlich Unterseite von gut durchfeuchtetem Holz mit großflächigem Bodenkontakt? Falls nicht und offener wachsend, kämen auch die Überreste von Bisporella citrina (Zitronengelbe Bisporella) in Frage, denn die haben so eine dauerhafte zähe Außenhülle.


    VG Ingo W


    Edit: die Mollisia ist sehr reizvoll! Viel Zeit müsste man haben oder sein Geld mit Becherbestimmen verdienen können!
    Ich schätze, dass der mit KOH betupft, gelb verfärben würde.

    Hallo!


    Da ist zum Beitrag schon das meiste gesagt.
    Ich möchte aber dennoch das Pablo- und AK_CCM-Gesagte nochmal unterstützen, und gleichzeitig zur Einstellung etwas kritisieren: es fehlen wieder die Fundumstände.


    Ich gebe Andreas nämlich recht, dass der Pilz Nr. 6 sehr wahrscheinlich Steccherinum fimbriatum (Gefranster Resupinatstacheling) ist.
    Wetten, dass der Pilz auf der Unterseite eines liegenden Laubholzastes mit direktem, vollständigen Bodenkontakt wuchs und der Pilz förmlich in der Streu (Laubblätter/Humus) verklebt war?


    Zitat


    ich habe niemals gedacht, dass ich jemals diese winzige Pilzchen selbst, ohne fremder Hilfe finde.


    Das ist keine Kunst: wenn noch etwas Zeit dahingeht, wirst du beinahe an jedem eingebetteten, ausreichend feucht liegenden Ast etwas Becheriges finden.
    Ab Mitte Mai/Juni auch so gut wie an jedem dritten alten Kräuterstängel/Grashalm/Zapfen. Eigentlich muss man nur einschätzen, ob es sich lohnt, sich zu bücken und etwas aufzuheben, ob das Substrat ordentlich dauerwasserversorgt ist, eben, weil viele Becher durch ihre Kleinheit schnell austrocknen und auf ein Mindestmaß an Feuchte angewiesen sind (Ausnahme sind hier natürlich trockentolerante Arten, welche aber mengenmäßig vergleichsweise in der Unterzahl sind).


    Nr. 9 ist hier kaum Lachnum virgineum = Jungfern-Weißhaarbecherchen (Angebot Wette auf "All in") , weil Haare zu kurz, Substrat zu morsch und zu dick.
    Hier käme neben den von Pablo schon erwähnten Lachnum-Arten auch Dasyscyphella nivea (Schneeweißes Harzhaarbecherchen) ins Spiel, der hauptsächlich an Eiche wächst (dickes Holz, oft morsche Stümpfe).


    Thema Harz, Nr. 14: so sehen angegriffene Pilzfruchtkörper von Ischnoderma (Harzporling) aus. Hätte man Substrat, würde ich mich trauen, weiter einzugrenzen.


    Beim der Gattung Dachpilz glaube ich bisher daran, dass diese gehämmerte Hutoberfläche......
    http://de.123rf.com/photo_2216…tergrundverarbeitung.html
    .....nur für die Art Rehbrauner Dachpilz (Pl. cervinus) zutrifft. Beweis fehlt allerdings meinerseits. Könnt ja mal schauen, ob ihr andere Art-Verwandte auf Bildern findet, die "gehämmert" sind.


    VG Ingo W


    Edit: Hinugefügte Schnitt- und Detailbilder = wunderbar! Lob-lob!

    Hey Pablo!


    Hab gar nicht gedacht, dass der "Weiße Hase" noch jemandem bekannt ist. Bei mir triffst du da genau ins Schwarze. Habe zwar mit "Tütchen" nichts am Hut, aber dieser psychodelische Rock hat mir auch schon immer gefallen.
    Das "Schwestern"-Lied dazu gefällt mir noch besser, beide Songs hatte die Sängerin aus ihrer Vorgänger-Band Great Society mitgebracht.


    Interessant an der Aufzeichnung ist auch der Musiker links der Sängerin und der, der dahinter diese wichtige musikalische Funktion ausfüllt.
    http://www.myvideo.de/watch/85…plane_Somebody_To_Love_HQ


    VG Ingo W

    Hallo Reinhilde!


    Björn hat da bestimmt bessere Ideen.
    Diatrypella verrucaeformis ist eigentlich mehr ein raues Gebilde, bei deinen sehe ich da mehr eine Ansammlung eben dieser Schlitzschrauberzieher-Formen. Ich denke, das ist was anderes als du denkst.


    VG Ingo W

    Hallo Zarko!

    Zitat


    Ich bewunder immer wieder, wie du mit so eine schweriger Pilzgrupe zurecht kommst.


    Nun, "zurechtkommen" ist der falsche Ausdruck. Das würde bedeuten, dass am Ende der Mikroskopierarbeit immer ein eindeutiger Name steht. Ca. die Hälfte meiner Mollisien kriegen aber nur cf.-Namen oder provisorische.
    Das dumme in der Gattung ist, dass die Grenzen von einer Art zur nächsten sehr oft verschimmen (falls man das teilweise überhaupt als Grenzen interpretieren darf).


    Hallo Pablo!

    Zitat


    Vielleicht stellt sich auch ein Art auf Umweltbedingungen ein, sowas hat doch auch Auswirkungen auf viele Merkmale, auch im mikroskopischen Bereich.


    Wäre natürlich theoretisch möglich, denn wenn ich sehe, wie sich gewisse Pilzarten binnen kurzen (ca. 20 Jahre) auf andere Substrate umstellen bzw. besser gesagt ihr Substratspektrum erweitern.....


    Im Mikroskopischen würde ich aber so weit gar nicht gehen. Hier ist wirklich das Problem, dass die Arten so beschrieben sind, wie es eben vor Hundert oder auch 20 Jahren noch üblich war. Da hat man nicht auf Haken geachtet oder kaum auf die Form der Endzellen, wusste noch nichts über eine mögliche KOH-Reaktion des Paraphyseninhaltes oder um die Wichtigkeit des Sporeninhaltes.


    Oft ist auch als Typus nur eine aufgesammelte Kollektion beurteilt worden, wo man die Randwulst, Substrat oder Farbe sicher oft überbewertete bzw. den feuchtigkeitsbedingten Farbverlauf sicher nicht in all seinen Schattierungen beobachtete.


    Dann gibt ´s natürlich oft auch Beschreibungen, die sich auf überständiges oder unreifes Material bezog.


    Viele der angesprochenen Merkmale lassen sich im Nachhinein leider an altem oder generell an Trockenmaterial nicht mehr 100%-ig sicher sagen.
    Also führt eine Nachuntersuchung von alten Exsikkatmaterial meist nur etwas weiter, aber nicht zum genauen, festnagelnden Ziel. Zwar kann man schon viele Arten ausschließen, aber leider bleiben zu viele Möglichkeiten übrig.


    Es gibt natürlich mittlerweile die Hoffnung des Lichts im Nebel per Genanalyse. Problem bleibt aber nach wie vor, dass ich vorne erst mal die vollkommen korrekt bestimmte Art hineinstecken muss, damit hinten das richtige rauskommen kann.
    Inzwischen weiß man recht sicher (hat mir A. Gminder berichtet), dass Pyrenopeziza wirklich eindeutig entfernt steht von Mollisia. Auch die langhaarigen auf Rose oder Pflaumenverwandten (M. rosae und prunicola) bilden einen eigenen Cluster.
    Und viele Holzbewohner untereinander bilden eine Einheit, die auf Kräutern eine andere.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Tut mir in der Seele weh, wenn ich die schönen Pilzlein sehe. Die sind sicherlich nichts Gewöhnliches, gehören irgendwo zu den Hyaoloscyphaceaen mit wahrscheinlich absonderlichen Haaren (Hyalopeziza, Unguiculariopsis, Hyphodiscus oder sowas).
    Trotzdem, würde ich sie mir von dir schicken lassen, würden sie wahrscheinlich genauso vergammeln wie vieles von dem, was ich selbst momentan so nebenbei mitnehme.


    Du bist reif für ein eigenes Mikroskop.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Das siehst du jetzt als etwas zu ungewöhnlich an. Das ist wirklich nicht selten, dass man Pilze findet, die man nicht einordnen kann oder wo man nichts passendes findet.
    Ich habe einige Kandidaten, die nicht nur ich so finde, und die noch keinen offiziellen Namen haben.


    Weitere Gründe für das Nicht-Benennen-Können:
    1. man hat gerade nicht die Literatur, in dem eben dieser Pilz beschrieben ist (weil ich gerade das "Mushroompaper of mycological founds in Simbabwe" nicht zur Hand habe);
    2. viele ältere Beschreibungen sind so ungenau, dass man locker 10 verschiedene Pilze reininterpretieren kann und keiner weiß, was eigentlich wirklich ursprünglich gemeint war;
    3. der Pilz ist einfach nicht beschrieben. Gerade bei Mollisia muss man sehr genau sein, ich kenne da nur wenige, die das in dem Maße sind, wie es für Mollisia sein müsste.
    4. man kann die sogenannte "Variationsbreite" einer Art nicht korrekt einschätzen, und sieht alles zu eng.
    Hier helfen nur DNA-Analysen, wobei hier "vorne" genauestens gearbeitet werden muss, damit "hinten" was richtiges rauskommt.
    5. ich mache Fehler bei der Interpretation
    6. Gründe, die mir später noch einfallen.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Einen Teil meiner untersuchten Pilze muss ich leider immer wieder mit "spec." betiteln, weil ich einfach nichts Passendes als Namen finde.


    Nun stelle ich mal so einen Fund ganz frech in "Bestimmungshilfe" ein (aber keine Angst, eine Antwort erwarte ich nicht wirklich!):


    Unschwer zu erkennen, das ist wieder eine Mollisia (Weichbecherchen), so weit ist das schon klar.
    Gefunden habe ich sie an alten, zentimeterstarken alten Aststücken einer strauchig wachsenden Weide (Ohrweide?). Die Aststücken lagen recht sumpfig und die Becher wuchsen an der Unterseite.


    Sollte man Mollisien makroskopisch beschreiben wollen, so reicht meist ein schnelles Bild nicht.
    Das Bild entstand relativ unspät nach dem Auffinden:


    Der gleiche Ausschnitt ein paar Tage später. die älteren dunkeln ein bis fast zu Schwarz, jüngere hingegen sind doch sehr hell:


    Es ist eine Art mit mittelstarker, langanhaltender KOH-(Gelb-)Reaktion der Paraphysen und steht wahrscheinlich Mollisia "pyrenopezizoides".....
    http://asco-sonneberg.de/pages…-120402-01xs-col27801.php
    ..... (auch nur ein provisorischer Name für eine unbeschriebene Art von A. Gminder) recht nahe, hat aber über das Banale hinaus zu große Endzellen, leicht größere Sporen mit weniger ovoider Form und kein auffälliges Subikulum.


    Tja, dumm gelaufen!
    Die Mikros dazu:




    Ah ja, und diese langbeinige Milbe (ist zum Glück fotografierfeundlich langsam) hat doch tatsächlich Myzel gefuttert, ich hab ´s genau gesehen. Das sind keine Spinnenfäden:


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Aber auch dazu sind deine Infos zu den Substratvorlieben schon sehr wichtig. Das sind auch so Details, die ich weder Büchern noch online Quellen entnehmen konnte.


    Wobei das eben auch sehr subjektiv von mir eingeschätzt ist und regional mitunter wahrscheinlich ziemlich verschieden sein kann.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Interessant wäre es ja auch zu wissen, inwiefern man das Substrat als Unterschiedungshilfe heranziehen kann.


    Bei mir wächst du Ps. tabacina (Tabakbraune Borstenscheibe) hauptsächlich an Weide (diese Woche 2x an strauchig wachsender Weide, wahrscheinlich Ohrweide gesehen.
    An dickem Eichenholz kenne ich die gar nicht. Insofern wäre das Substrat für mich schon ein gewichtiges Argument.
    Auch ist das Substrat Eiche von H. rubiginosa auch immer irgendwie ausgemerkelt, "uralt", oft grünlich flechtenbewachsen, liegt aber wahrscheinlich eher daran, dass Eiche lang braucht, um zu verrotten und sebst dann noch hart ist, wenn schon sehr lange tot.


    Naja, und dann hätten wir noch die Farbe der Oberfläche, die bei Ps. tabacina schon irgendwie tabakbraun ist, also ein freudiges Braun mit Orange-Anteil, wohingegen die Rotbraune Borstenscheibe (H. rubiginosa) oben drauf immer irgendwie alt, grau und düster aussieht.
    Muss man wahrscheinlich einfach sehen, dann bleibt das hängen.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Was für wachsame Augen du doch hast.
    Der Flächige auf Ahorn könnte vielleicht Eutypa archeri (Ahorn-Kohlenkrustenpilz) sein, da soll aber lieber mal ein Pyrenokenner drüberschauen.


    Mittendrin (schade, keine Nummerierung!) der Ockerfarbene sieht interessant aus, die Demarkationslinien der Pilzbilder davor und danach sowieso.


    Der letzte ist Xylaria longipes (Ahorn-Holzkeule) in der frühen Entwicklungsphase.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    der erste sieht eher nach P. quercina aus, der zweite nach P. limitata.


    Genau meine Meinung!
    Bei Nr. 1 lösen sich die Ränder, das macht incarnata nicht, P. quercina aber schon, auch Farbe passt.


    Und bei 2 passt das Holz für Esche und die Farbe des Pilzes mit seinen eingedunkelten Rändern zu P. limitata (Eschen-Zystidenrindenpilz).


    VG Ingo W

    Hallo Peter, hallo Markus!


    Ich bin mir nicht sicher, ob das mit den Rauchern und dass die schlechter riechen können sollen, irgendwie wissenschaftlich begründet ist.
    Fakt ist, ich kann nachweislich sehr gut riechen, und bin damit der lebende Beweis, dass der Zusammenhang nicht stimmen muss.


    Bei einem 2. Pilzler aus meinem Umfeld, mit dem ich mich geruchlich sehr gern austausche und mit dem ich vom Ergebnis her äußerst harmoniere, ist ebenfalls Raucher.
    Also ruht euch mal auf diese Mär nicht aus. Einfach Zeit lassen, langsam riechen. Der Maipilz ist ein äußerst markanter Duftverströmer, das sollte man wirklich hinbekommen.
    Damit hätte man dann auch die Geruchsnuance abgespeichert, die man für viele Ritterlinge braucht (= mehlartig).


    Ich denke, den Genuss der Pilze würde ich euch schon aufgrund des Standortes nicht empfehlen (Kater, Hund).
    Ansonsten will ich natürlich hier auch nicht mit berechtigten Regeln brechen, auch wenn ich wettmäßig auf "All in" gehen würde (Farbe, Standort, dichtstehende Lamellen, im Schnitt fleischiger Hut im Gegensatz zu nur sehr schmalen Lamellen und eben der Geruch), aber Poker ist eben ein Spiel, selbstgesammelte Pilze essen sollte das nicht sein!


    VG Ingo W

    Hallo Reinhilde!


    Upps, keine Foto-Nummerierung?
    Also, der an Birke ist Exidia plana (Warziger Drüsling);


    Der an Erle ist höchstwahrscheinlich der Ablösende Rindenpilz (Cylindrobasidium evolvens/laeve);


    Die Kreuzschlitz-Schraubenzieher sind was für die Pyreno-Liebhaber, da habe ich den Namen vergessen.


    Der an Espenästchen und Haselruten, ja, da wäre mein Arbeitsname wohl auch erst mal Radulomyces radula (Reieisen-Rindenpilz), ohne, dass ich mir hier schon 100%-ig sicher wäre.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Präge dir mal den Geruch ein vom Maipilz (zumindest aufgeschnitten/angekratzt wie reife Gurke).
    Schönes Kennzeichen zeigst du noch im Schnittbild: der fleischige Anteil des Hutes überwiegt immer dem Anteil der Lamellen.
    Das und die sehr dichtstehenden Lamellen sind ein gutes Argument gegen den gleichfarbigen Schlehen-Rötling (Entoloma sepium), welcher aber ebenfalls essbar ist (mit fast gleichem Geruch, allerdings rosabräunlichem Sporenpulver).


    Zitat


    da stand eine Birke, Linde und Eberesche in der Nähe.


    Keine richtige Esche oder vielleicht ein Strauch/Hecke? Weißdorn würde mir gefallen.


    VG Ingo W