Beiträge von Ingo W

    Hallo Jürgen!


    Warum soll man bis jetzt ungeklärte Dinge denn ad acta legen.
    Ich hatte schon Pilze, die ich erst nach 6 Jahren herausbekam, viele warten noch länger.....


    Wir sind der Lösung ja auf der Spur.

    Zitat

    Als Kind habe ich früher aus nassen Holzfasern auch gern mal solche Bällchen geformt ..... und sie dann an gut einsichtige Plätze wie Holzstöße und Baumstümpfe gelegt.


    Jetzt müsste er/sie/es, also "Kilzpappe" nur noch erklären, warum man zusammengewickelte Spanbälle auf Baumstümpfe und Holzstapel legt. Und wo kriegt man die Ausgangsstoffe her? Schält man da vor dem Waldgang bei Regen erst Weiden ab?
    Fragen über Fragen.


    Also die Gnolme machen ja solche Schabernack-Kugeln aus dem gleichen Grund wie alle ihre Kunst (Skulpturen, Zeichnungen, Holzschnitte, angeblich gewachsene Gesichter und Augen usw.). Sie wollen die Menschen verblüffen, vor Ungelöstes hinstellen.
    Also meine Haus-Gnolme tun ja hier recht unschuldig, aber wenn sie denken, ich höre sie nicht, kichern die sich kaputt. Keine Ahnung, ob es da Zusammenhänge gibt.


    VG Ingo W

    Selbst hatte ich auch schon Kollektionen, die ich nicht mal live mit vielen Fruchtkörpern in der Hand habe identifizieren können.


    Was ich im Laufe der Zeit zu diesem immer wiederkehrenden Thema gelernt habe: das in den Büchern aufgezeigte ist in der Kurzfassung nicht immer richtig:
    Z.B. fehlt mir 1. immer noch der Beweis, dass frische hellgewachsene Fruchtkörper der Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete) eine dunkle Linie unter dem Hutfilz haben. Wo soll die denn bei hellen Farben herkommen?
    Dann bräuchte ich ja bei einem ockerfarbenen Fruchtkörper (wie bei den verlinkten zum Pilz-Portrait) nur den Filz abkratzen und hätte wesentlich dunklere Hüte!


    Auch kann man sich 2. nicht auf dunkle oder schwarze Zonierungen verlassen.
    Ok., wenn sie da sind ist die Sache klar. Bloß der Umkehrschluss funktioniert nicht.


    Und 3. glauben so viele (weil es immer wieder in den Büchern steht), dass ein dicker Anwuchs "den Schmetterling" ausschließt. Auch das ist falsch. Ein dünner Anwuchs gibt zwar einen Pluspunkt für den Schmetterling, aber ein dicker Anwuchs (gerade jung!) schließt die Art überhaupt nicht aus.


    Um auf deine Frage zurückzukommen: wie soll man ein Sammelsurium verschiedener Kollektionen wie von dir gezeigt, mit JA oder NEIN beantworten?


    Nr. 1 halte ich für Trametes versicolor;
    Nr. 2 halte ich für Trametes versicolor;
    Nr. 3, da bin ich bei Trametes ochracea (multicolor, zonata, zonatella) ohne mir 100%-ig sicher zu sein, aber so stelle ich mir die schon vor;
    Nr. 4 wie 3
    Bei 5 halte ich beides für möglich.
    Bei 6 weiß ich es nicht, aber eher Tr. versicolor, da hätte man vielleicht mal die "Hutfilz-Linien-Aussage" als Bestimmungskriterium zu Rate ziehen können.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ist schon eine interessante Erscheinung.
    Zugegebenermaßen hatte ich auch als erstes an Gewölle (Speiballen) gedacht. Aber welches Tier hätte vorn wie hinten einen Durchlass von 7,5 cm? Da rupft es ja fast jedes heimische Tier auseinander.
    Na gut, der Hirsch dürfte sowas im Paket vielleicht hikriegen.....
    http://www.naturpark-bayer-wal…ub1=331&sub2=334&myID=255
    .....ist dann aber wohl auch nie so rund und "holzig-unverdaut".


    War vielleicht ein Hochstand in der Nähe?
    Vielleicht kann ja irgendein Lockmittel oder Köder des Weidmanns so aussehen?
    Rochen die Holzspan-Kugeln nach irgendwas?
    Waren unten dran Lamellen? ....... Ach nein, das war ja wieder was anderes mit den Lamellen


    VG Ingo W
    [hr]


    Ich Doofi, jetzt weiß ich ´s: eine "Gnolm-Schabernack-Kugel"!!
    Tuppie hatte doch da sogar ein Bild davon, wie die gewickelt werden. Wo ist das jetzt bloß?
    Tuppie?


    VG Ingo W

    Hallo Eike!


    Das sollte Olla transiens = Protounguicularia barbata (Bärtiges Glashaarbecherchen) sein. Auffällig die massiven Haarspitzen.
    Vielleicht findest du an einem älteren Apo noch längere Haare?
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=13991&position=9
    Bitte nicht durch die helle Farbe deiner Aufsammlung täuschen lassen, so sehen sie frisch aus. Erst älter bräunen die ein.


    Zitat


    .....IKI blau......


    Ich weiß, das ist bei so winzigen Sachen oft nicht gut sichtbar, aber es könnte sein, dass du dich mit der Einfärbung des Ascus-Porus nicht gut farblich festlegen konntest. Denn der färbt bei zunächst geringer Lugol-Konzentration erst bläulich, wird aber bei stärkerem Eindringen der Reagenz allmählich violett bis braun.
    Nennt man "Porusreaktion = rb".


    VG Ingo W


    Edit:

    Zitat

    ......einen indet Laubholz war Salix......


    Spaßvogel!

    Hallo Rainer!


    Die Geschichte ist wesentlich komplexer.
    Der Plan von GPBW mit der Dicke am Anwuchs (du schreibst manchmal "Breite", das ist was anderes!), mit den blauen bis schwarzen unbehaarten Zonen und der schwarzen Linie unter dem Hutfilz, der geht so nicht auf, wie es in dem Werk beschrieben wird. Zumal sie dort im Schlüssel der Art Tr. multicolor (= zonata/ochracea) eine schwarze Linie unter dem Filz zugestehen.


    Am schnellsten wirst du die Problematik der wandelbaren Farben verstehen, wenn du an Kollektionen studierst, wo jung und alt beieinander stehen oder aber, wenn du Kollektionen von jung bis alt über das Jahr über begleiten kannst.
    Im Trameten-Portrait sind da ein paar Beispiele.....
    http://www.pilzforum.eu/board/…mete?pid=162142#pid162142
    ...., am besten lässt es sich wohl bei einem Jaime & Wulla-Bild verdeutlichen, dass hier nicht 2 Trameten-Arten beieinanderwachsen, sondern dass es sich nur um eine Art handelt, deren Farbwandel man mitverfolgen kann (links unten ist freilich Bjerkandera adusta, die muss man hier mal ausblenden!):
    http://www.pilzforum.eu/board/attachment.php?aid=94455


    VG Ingo W

    Hallo!


    Schade, dass es kein gesichertes Ergebnis geben wird.
    Ich würde sogar 20 Chips auf Marone setzen.
    Schaut euch mal in Pablos X-pruinatus-Portraits die Struktur der Hutoberfläche an: die ist doch so gut wie immer uneben-runzelig
    Und dann noch mal im Maronen-Portrait diese "gemaserten" Stielfarben der Marone (Nr. 3 und HoBi-Bild).


    Naja, was übrig bleibt, sind die etwas eigenartigen Hutfarben mit graubläulichem Schein.
    Aber da wisst ihr doch selbst, dass man ab und an irgendwelche Blätter oder Pilze fotografiert und plötzlich ein Ton auf den Bildern erscheint, der real nicht vorhanden ist wegen Sonnenlicht, Gegenlicht oder sonst was.
    http://www.gobice.com/pic/bole…_-_kostanjev_goban_01.jpg


    VG Ingo W

    Hallo!


    Natürlich kann ich den Pilz auch nicht sicher vom Bild her bestimmen, aber ich würde, genau wie Pablo, Mycena inclinata (Buntstieliger Helmling) denken.


    Die runzelriefigen Mützen, oft mit etwas abgesetztem Buckel und runzeliger Papille, insgesamt gesehen die Fruchtköper, die nicht perfekt symmetrisch ausschauen und fast nie aufschirmen, würden mir schon gut gefallen für den Namensvorschlag.
    Schade, der "wunderbar ranzige" Geruch hätte die Sache möglicherweise perfektmachen können.


    Ich fühle mich substratmäßig nicht an Nadelholz erinnert, und würde einiges auf Eiche setzen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Medulla = Fleisch und Textura ist der Aufbau der Medulla zwischen Ectal - Excipulum und Subhymenium?


    Textura ist nicht örtlich zu definieren, sondern ist die Art des Aufbaus/ die Form der Zellen, siehe Beispiele.
    Der Begriff "Textur" kann im Prinzip überall am Pilz gebraucht werden, wo Strukturen wegen ihres Aufbaus definiert werden wollen.


    Bei der Medulla hast du recht, man könnte dazu auch "Ental-Excipulum" sagen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    ......daß man ja bei den meisten Ascos (Becherchen groß und klein) nicht von Kontext oder Trama spricht, sondern von Medulla oder Textura. Wobei ich das auch teils noch nicht richtig einordnen kann.


    Wobei Textur den formmäßigen Aufbau einer Zellstruktur erklärt, nicht die lokale Lage.
    Hier eine Kombination aus Textura prismatica und Textura angularis (linkes Bild!)
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=37736&position=13


    Mollisia (Weichbecherchen) hat oft einen kugelzelligen Aufbau der becherigen Außenseite (Ectal-Excipulum):
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=38214&position=14
    Bei den Zellen unten könnte man jetzt an angulären Aufbau denken, aber das täuscht. Da muss man sich einfach aneinandergeklebte Seifenblasen vorstellen, damit man das versteht.


    Dasyscyphella mit einen prismatischen (rechtes Bild!):
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=38200&position=6


    Solche Aufbau-Strukturen sind auch bestimmungsrelevant.
    Gibt natürlich noch mehr. langhyhiges Gewebe oder ineinander verwobenes oder gelatinisiertes.
    Siehe dazu auch PdS Bd. I S. 21!


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Ich begreife deinen Text nicht.


    Was bedeutet denn nun der Verweis auf die " © matevž koncilja"-Seite und der Spruch, dass der Fund korrekt bestimmt wurde? Ist es Sarc. austriaca? Ist der aktuelle Fund dort abgebildet. Ich sehe kein Funddatum und kann deshalb keine Schlussfolgerungen ziehen.
    Oder bedeutet.....

    Zitat


    "schnappt sie euch Big Grin
    5 für Ingo, 5 für Holger......,


    .......dass du einlenkst, und es nicht S. austriaca ist?
    Schreib für mich mal konkret, was jetzt los ist!
    Ansonsten gibt es Gerds Angebot bzw. die entsprechenden "Connections" zum Mikroskopieren.


    Gerd:

    Zitat

    da mir dein Einsatz (ich steige meist erst ab 20 Chips ein) zu gering ist.


    Das ist aber nicht sehr geschäftstüchtig von dir bloß noch auf Angebote um die 20 Chips einzugehen.
    Man meint ja, du nutzt das aus, dass kaum jemand so viel auf einmal setzen mag?
    Naja, wäre insofern clever, dass du dann nicht verlierst, wenn es gar nicht erst zu einer Wette kommt. ;(


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!


    Zitat


    ....und für mich das Mädchen-Pendant: Rosenseitlinge.


    Ich kenne die zwar als Flamingo-Seitlinge, aber gleichzeitig weiß ich natürlich, wie die Geschichte funktioniert.
    Mag sein, dass hier im Forum vielleicht tatsächlich selten dieser oder jener ist, der dir die r o s a farbenen Pilze abnimmt, aber die Aufgeklärten werden sicher wissen, wer oder was dahinter steckt.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

    Zitat


    Zurück zum Thema, der wurde auf Grund der eingedellten Sporen eindeutig als S. austriaca bestimmt.


    Naja, mag sein, dass er aufgrund der eingedellten Sporen eindeutig bestimmt wurde. Die Frage ist aber, ob er richtig bestimmt wurde. Ich will da ja niemandem zu nahe treten, aber eingedellte Sporen, 2 große Tropfen in den Polen und dein Hinweis, dass ihr vitales Material untersucht habt, da lass ich schon 5 Chips springen und setze die gegen S. austriaca.


    Du merkst, in mir geht der Skeptiker nicht kaputt, und wenn du das willst, können wir gerne wetten, aber wer soll der Schiedsrichter sein?


    VG Ingo W

    Hallo!


    Was Pablo anspricht, ist der Punkt.
    Bei S. austriaca kann nämlich der vital mehrguttulige Inhalt geschädigt zu großen Tropfen zusammenlaufen. Übrigens auch bei anderen mehrguttuligen Sporen sämtlicher Arten.


    Zum Glück finde ich die Arten so gut wie nicht.
    Aber einmal hatte ich so ein rotes Ding trotzdem, und ich weiß jetzt noch, dass die Bestimmung für mich alles andere als einfach war.
    Ich habe die Apos letztendlich angammeln lassen, damit sich Konidiensporen bilden. Mit deren Maßen und Inhalt plus Haarform bin ich dann erst zu einem Ergebnis gekommen.


    Zotto habe ich übrigens mal darauf angesprochen, dass in seinem (von Pablo verlinkten) Schlüssel ein paar Sporenbilder fehlen bzw. nicht mehr aufgehen.
    Ihm selbst fehlt aber diesbezüglich das Verständnis zur Funktion der Seiten; die sind nämlich vom Nachwuchs geschaffen, welcher aber eben gerade andere Probleme hat.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!


    Die Anwuchsweise hätte mich jetzt der ungewöhnlichen Flächigkeit wegen nicht wirklich gestört:
    http://www.vastavalo.fi/sienet…subtomentosum-528423.html


    Aber wer weiß, was es da noch alles in der "Fremde" gibt.
    Mindestens 5-1 bis 5-3 ist auf jeden Fall nicht Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz), egal wie das auf dem Hut aussieht. Solche unwelligen Hutkanten wie gezeigt kann die Art einfach nicht.
    Auch kann die Fruchtschicht in disem angetrockneten Stadium nicht mehr nach Gelb verfärben. Das geht nur mit frischen Fruchtkörpern und frischem Zuwachs.


    Zitat


    Der Pilz (oben) gilbte auch ebenso wenig wie die Pilze unten (5-2) beim Anfeuchten


    Naja, bei dem unteren Pilz weiß ich vom Bild her auch nicht weiter, aber das sieht auf Bild 5-2a am Rand der Fruchtschicht schon sehr gilbend oder eben gelb aus.
    Falls es keine Umfärbung ist und das grelle Gelb also von Natur aus schon so vorhanden ist, wäre das ein eindeutiges Argument für Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz).


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!

    Zitat


    .....so dass ich mich dazu erdreistet habe, an eine "buchstäbliche Verdrehung" durch Beorn zu glauben.


    Ja bleib doch mal ruhig, keiner tut dir was!


    Wenn "Trama" die Hutdeckschicht (vielleicht auch anderes außer Fruchtschicht) mit einschließt, dann ist es womöglich theoretisch so. Praktisch habe ich das allerdings so verwendet nie gesehen. Aber was soll ´s?


    Bis mich Uwe Lindemann in Pilzpilze darauf aufmerksam machte, dass das Wort Excipulum keineswegs nur die Rindenzellen/ die Außenseite bei Ascos beschreibt, sondern dass man da in Ectal-Excipulum (Zellen der Außenseite) und Ental-Excipulum (Zellen des Inneren = Fruchtfleisch = Medulla) unterscheiden muss, wendete ich den Begriff also mehrere Jahre lang falsch an.


    Dumm gelaufen würde ich sagen, aber eben doch gut, mal drüber geredet zu haben.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!

    Zitat


    Und Kontext in der deutschen Sprache für Fruchtschicht/ Trama ......


    Nicht für Fruchtschicht, denn das ist das Hymenium.


    Hallo Rainer!

    Zitat


    Insofern erübrigt sich die Diskussion über Kontext / Context / Cortex / Trama / Gewebe / Fleisch / Röhren ... hier eigentlich.


    Sehe ich nicht so. Solange es Unklarheiten gibt, muss das beredet werden.
    Zwangsläufig wird man bei der Beschäftigung mit Pilzen über solche Begriffe stolpern, da macht das sicherlich nichts, wenn man mit diesem oder jenem undeutschen Wort so nach und nach auch was anzufangen weiß.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


    Zitat


    Ist das ein "Gedanken-Nicht-Ganz-Bei-Der-Sache-Gnolm"


    Naja, wenn du mit solchen Reizwörtern lockst, dann antworte ich erst mal bzw. lasse antworten:


    Context meint das "Gewebe", also das Fleisch, die Trama bei Pilzen.
    Cortex ist die "Rinde".
    Also 2 verschiedene Sachen.


    VG Ingo W

    Hallo Jürgen!

    Zitat


    Sehen, im eigentlichen Sinne....


    Naja, was ist Sehen im eigentlichen Sinne, wo fängt es an, wo hört es auf?
    Die Sinne wie z.B. Hören, Riechen, Schmecken, Sehen usw. funktionieren doch ganz einfach gesprochen immer irgendwie gleich, da muss man doch gar nicht tiefer in die biochemischen Prozesse hineinschauen:
    es braucht Rezeptoren, die ein Signal einfangen, es braucht "Leitungen", die die Infos zu einer geeigneten Stelle ins "Hauptquartier" weiterleiten und es braucht "Schalter" oder ein Gehirn um auszuwerten und im Organismus-Interesse darauf zu reagieren.


    Ich bin da immer noch nicht überzeugt, dass man das Reagieren auf Licht nicht auch als primitives Sehen interpretieren kann.


    VG Ingo W

    Hallo Thorsten!

    Zitat


    Die untersten drei Bilder sind IMHO Mäuseschwanz-Rüblinge.
    Ich tippe ebenfalls auf Mäuseschwanzrüblinge.


    Vollkommen richtig!
    Diese fleischbraunen Farben am Stiel und Hut ohne Mehrfarbigkeit, die fehlende weiße Stielspitze, keine reinweißen Lamellen und dazu noch eindeutig bereifte Stiele bei älteren Fruchtkörpern, da bleibt kein Spielraum für Zapfenrüblinge (Strobilurus).


    Im Gegensatz zu den Zapfenrüblingen, die bei den Hüten mit Farben wie (seltener) weiß über gelbbraun zu dunkel kastanienbraun spielen,.....
    http://www.talmamax.it/images/…s%20esculentus%20cuc4.jpg
    ..... gibt es bei den Mäuseschwänen kaum diese Variabilität. Der ist einfach immer nur so fleischbräunlich.
    https://www.flickr.com/photos/27164128@N00/7989062076


    VG Ingo W

    Hallo!


    Das Becherchen ist auf seinem Postweg etwas angetrocknet und hat sich nicht recht überzeugen lassen, dass es nach Befeuchtung wieder hübsch regelmäßig und haarig aussieht.

    Mikroskopisch war die Kollektion aber noch sehr gut intakt und relativ einfach als Dasyscyphella nivea bestimmbar, was davon zeugt, dass sie erst kürzlich eingetrocknet ist.
    Das beste Bild mit Mikros habe ich in die Portrait-Abteilng eingestellt:
    http://www.pilzforum.eu/board/…8956?pid=280317#pid280317


    VG Ingo W

    Dasyscyphella nivea (R. Hedw.) Raitv. 1970
    Dasyscyphus niveus (R. Hedw.) Sacc. 1889
    Schneeweißes Harz-Haarbecherchen


    Wächst meist gesellig auf morschem dicken Eichenholz.

    Mikroskopisch ist die Art charakterisiert durch bis 90 µm lange, keulige Haare mit nackter Apikalzelle, die Asci nur wenig überragende, schmale Paraphysen, Sporenlängen im Schnitt unter 10 µm, Sporenölgehalt von Null und hakentragende Asci.
    Im Haarbereich sollten außerdem in der Regel harzige abspülbare Anlagerungen zu sehen sein, welche z.T. auch unförmig verklumpen.



    Die Art wird oft in milden Winterperioden oder im Frühjahr gefunden. Zu dieser Zeit wachsen häufig auch 2 recht ähnliche Arten, nämlich Lachnum impudicum und L. brevipilosum (gern an Buche), welche mit makroskopischem Gespür an den sehr grazilen kurzen Haaren zu unterscheiden sind.
    Dasyscyphella nivea hat mittellange, oft etwas verklebte Haare (siehe im Makrobild die dreieckige Zahnrad-Behaarung!).
    Dennoch müssen solche weißen Haarbecherchen für letztendliche Sicherheit mikroskopiert werden, denn nebenher gibt es eben auch noch andere, weniger häufige robuste, weiße Haar-Becherchen.


    VG Ingo W