Beiträge von Ingo W

    Hallo Fredy!

    Zitat


    .....so dass ich mich dazu erdreistet habe, an eine "buchstäbliche Verdrehung" durch Beorn zu glauben.


    Ja bleib doch mal ruhig, keiner tut dir was!


    Wenn "Trama" die Hutdeckschicht (vielleicht auch anderes außer Fruchtschicht) mit einschließt, dann ist es womöglich theoretisch so. Praktisch habe ich das allerdings so verwendet nie gesehen. Aber was soll ´s?


    Bis mich Uwe Lindemann in Pilzpilze darauf aufmerksam machte, dass das Wort Excipulum keineswegs nur die Rindenzellen/ die Außenseite bei Ascos beschreibt, sondern dass man da in Ectal-Excipulum (Zellen der Außenseite) und Ental-Excipulum (Zellen des Inneren = Fruchtfleisch = Medulla) unterscheiden muss, wendete ich den Begriff also mehrere Jahre lang falsch an.


    Dumm gelaufen würde ich sagen, aber eben doch gut, mal drüber geredet zu haben.


    VG Ingo W

    Hallo abeja!

    Zitat


    Und Kontext in der deutschen Sprache für Fruchtschicht/ Trama ......


    Nicht für Fruchtschicht, denn das ist das Hymenium.


    Hallo Rainer!

    Zitat


    Insofern erübrigt sich die Diskussion über Kontext / Context / Cortex / Trama / Gewebe / Fleisch / Röhren ... hier eigentlich.


    Sehe ich nicht so. Solange es Unklarheiten gibt, muss das beredet werden.
    Zwangsläufig wird man bei der Beschäftigung mit Pilzen über solche Begriffe stolpern, da macht das sicherlich nichts, wenn man mit diesem oder jenem undeutschen Wort so nach und nach auch was anzufangen weiß.


    VG Ingo W

    Hallo Fredy!


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    Ist das ein "Gedanken-Nicht-Ganz-Bei-Der-Sache-Gnolm"


    Naja, wenn du mit solchen Reizwörtern lockst, dann antworte ich erst mal bzw. lasse antworten:


    Context meint das "Gewebe", also das Fleisch, die Trama bei Pilzen.
    Cortex ist die "Rinde".
    Also 2 verschiedene Sachen.


    VG Ingo W

    Hallo Jürgen!

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    Sehen, im eigentlichen Sinne....


    Naja, was ist Sehen im eigentlichen Sinne, wo fängt es an, wo hört es auf?
    Die Sinne wie z.B. Hören, Riechen, Schmecken, Sehen usw. funktionieren doch ganz einfach gesprochen immer irgendwie gleich, da muss man doch gar nicht tiefer in die biochemischen Prozesse hineinschauen:
    es braucht Rezeptoren, die ein Signal einfangen, es braucht "Leitungen", die die Infos zu einer geeigneten Stelle ins "Hauptquartier" weiterleiten und es braucht "Schalter" oder ein Gehirn um auszuwerten und im Organismus-Interesse darauf zu reagieren.


    Ich bin da immer noch nicht überzeugt, dass man das Reagieren auf Licht nicht auch als primitives Sehen interpretieren kann.


    VG Ingo W

    Hallo Thorsten!

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    Die untersten drei Bilder sind IMHO Mäuseschwanz-Rüblinge.
    Ich tippe ebenfalls auf Mäuseschwanzrüblinge.


    Vollkommen richtig!
    Diese fleischbraunen Farben am Stiel und Hut ohne Mehrfarbigkeit, die fehlende weiße Stielspitze, keine reinweißen Lamellen und dazu noch eindeutig bereifte Stiele bei älteren Fruchtkörpern, da bleibt kein Spielraum für Zapfenrüblinge (Strobilurus).


    Im Gegensatz zu den Zapfenrüblingen, die bei den Hüten mit Farben wie (seltener) weiß über gelbbraun zu dunkel kastanienbraun spielen,.....
    http://www.talmamax.it/images/…s%20esculentus%20cuc4.jpg
    ..... gibt es bei den Mäuseschwänen kaum diese Variabilität. Der ist einfach immer nur so fleischbräunlich.
    https://www.flickr.com/photos/27164128@N00/7989062076


    VG Ingo W

    Hallo!


    Das Becherchen ist auf seinem Postweg etwas angetrocknet und hat sich nicht recht überzeugen lassen, dass es nach Befeuchtung wieder hübsch regelmäßig und haarig aussieht.

    Mikroskopisch war die Kollektion aber noch sehr gut intakt und relativ einfach als Dasyscyphella nivea bestimmbar, was davon zeugt, dass sie erst kürzlich eingetrocknet ist.
    Das beste Bild mit Mikros habe ich in die Portrait-Abteilng eingestellt:
    http://www.pilzforum.eu/board/…8956?pid=280317#pid280317


    VG Ingo W

    Dasyscyphella nivea (R. Hedw.) Raitv. 1970
    Dasyscyphus niveus (R. Hedw.) Sacc. 1889
    Schneeweißes Harz-Haarbecherchen


    Wächst meist gesellig auf morschem dicken Eichenholz.

    Mikroskopisch ist die Art charakterisiert durch bis 90 µm lange, keulige Haare mit nackter Apikalzelle, die Asci nur wenig überragende, schmale Paraphysen, Sporenlängen im Schnitt unter 10 µm, Sporenölgehalt von Null und hakentragende Asci.
    Im Haarbereich sollten außerdem in der Regel harzige abspülbare Anlagerungen zu sehen sein, welche z.T. auch unförmig verklumpen.



    Die Art wird oft in milden Winterperioden oder im Frühjahr gefunden. Zu dieser Zeit wachsen häufig auch 2 recht ähnliche Arten, nämlich Lachnum impudicum und L. brevipilosum (gern an Buche), welche mit makroskopischem Gespür an den sehr grazilen kurzen Haaren zu unterscheiden sind.
    Dasyscyphella nivea hat mittellange, oft etwas verklebte Haare (siehe im Makrobild die dreieckige Zahnrad-Behaarung!).
    Dennoch müssen solche weißen Haarbecherchen für letztendliche Sicherheit mikroskopiert werden, denn nebenher gibt es eben auch noch andere, weniger häufige robuste, weiße Haar-Becherchen.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

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    Gibt es schon einen Ingorier-Gnolm ?


    Eigentlich gibt es fast alle Arten von Gnolme, spätestens in dem Moment, wo sie dir oder jemandem anders einfallen.
    Das ist eine wenig bekannte Art der Inkarnation.
    Naja, Ausnahmen gibt es natürlich, also brutale oder bösartige Killer-Gnolme gibtes natürlich nicht, da haben die schlauen Schöpfer inzwischen eine funktionierende GIS (Gnolm-Inkarnations-Sicherung) eingebaut.


    Zitat


    Ich habe ja eher den Eindruck du ingorierst mehr als daß du ingnorierst.


    Ahja, tatsächlich! Habe ich doch die Buchstaben wieder durcheinandergebracht.
    Aber wieso soll ich das eigentlich auf meine Kappe nehmen?? Natürlich habe nicht ich die Buchstaben durcheinandergebracht. Der Buchstaben-Gnolm saß auf meinem Schoß....Da schaut mal einmal nicht hin........


    Naja, früher war er noch wilder:



    Vergnolmte Ingoriergrüße
    IW

    Hallo Mausmann!

    Zitat


    Aus Protest......


    Einfach den Thread ignorieren. Mach ich die ganze Zeit schon. Klappt einwandfrei!


    VG Ingo W

    Hallo Thorsten!


    Mit dem Helmling auf Fichtenzapfen ist das regional wohl ziemlich verschieden.
    Hier direkt bei mir (Südthüringen) habe ich den noch nicht oft gefunden. Andernorts ist er jedoch häufig.


    Zitat


    In der unteren Bildreihe bin ich bei mind. zwei Bildern am Zweifeln, ob sich nicht Rüblinge eingeschlichen haben:


    Ja, zweifeln ist immer erlaubt, aus meiner Sicht auf jeden Fall.
    Allerdings kann man hier den Strobilurus nicht beweisen, ich denke, die Bestimmung als Fichtenzapfen-Helmling passt da schon, da kann man sich auch etwas am weißen prägnanten Basismyzel orientieren, welches eigentlich bei den Zapfenrüblingen nie so ausgeprägt ist.


    Zum Thema Zweifeln nochmal: der J. Hlasek macht reichlich und schöne Fotos von Pilzen, aber hier irrt er z.B.:
    http://www.hlasek.com/strobilurus_esculentus.html
    Kriegst du ´s raus, was nicht passt?
    Falls nicht, schiebe ich das Bild oben rechts, 2. Zeile noch hinterher:
    http://www.raumzeitwellen.de/n…lze2003/Pilzexkursion.htm


    VG Ingo W

    Hallo Uli!

    Zitat


    Ich glaube auch nicht, das deine Spygnolms etwas Nenneswertes von hier zu berichten hatten. Das Shroomgate war schließlich geschlossen,.....


    Tja, außerhalb der Öffnungszeiten halt.


    Ich habe ja die besten meiner zukünftigen Spionage-Gnolm-Einheit losgeschickt. Als ich aber ihre Berichtsbildchen nach ihrer Rückkehr anschaute, sah das berüchtigte "Gate" mehr aus wie so eine Saloon-Schwingtür aus den Western.
    Das berühmtberüchtigte Tor ins Irgendwas also nur eine Saloon-Tür?
    Ach so, und sie selbst, sagten sie zumindest, passen ja unten durch ohne sich groß anzustrengen. Ist wahrscheinlich für gnolmige special guests mit entsprechender Bodenfreiheit (nach dem Motto "Freiheit für den Boden").
    https://www.posterdepot.de/sel…LmixsmMuMQCFRHLtAodrA4AHQ


    VG Ingo W

    Hallo Thorsten!


    Mycena strobilicola (Fichtenzapfen-Helmling) zählt als ungenießbar. Vergiftungen damit sind wohl nicht bekannt.


    Übrigens gebe ich dir recht mit dem Chlor-Geruch als weiteres Unterscheidungsmerkmal.
    Ich finde das faszinierend, dass manche Helmlinge so stechend nach Chlor riechen.


    Zitat


    ....angenehm pilzig (was auch immer darunter zu verstehen ist)


    Zusammengefasst ist das so ungefähr der Geruch nach Steinpilz, leicht angetrocknet. Zumindest ist das meine Erkenntnis nach jahrelangem Nachfragen bei denjenigen, die diesen Ausdruck verwenden. Kultur-Champignon kommt dabei auch noch ins Spiel.
    Ich selbst möchte da noch den Geruch einreihen, wenn man bei alten Bäumen gräbt und somit wahrscheinlich auf Mykorrhiza stößt, das riecht m.E. nach auch stark pilzig.


    VG Ingo W

    Hallo Stefan, hallo Mario!


    Ich verstehe euch nicht!
    Beim Sehen ist von euch nur das komplexe Sehen, das hochentwickelte Sehen wie z.B. das vom Menschen akzeptiert. Das versucht ihr zu erklären.
    Wir waren doch aber bei den Basics, das hier war das Ursprungsthema:
    "Zusammenhang zwischen Duftstoffen von Pilzen und dem Wurzelwachstum von Pflanzen entdeckt."
    Und das war noch ein Beispiel von Mario.
    "Kann der Teufelszwirn Tomaten riechen? "
    Das hat auch nichts mit der komplexen Geruchswahrnehmung des Menschen und seiner Nase zu tun.


    Warum soll man also die Reaktion auf Licht nicht als primitives Sehen verstehen, wenn man im gleichen Atemzug das Reagieren auf Geruchsmoleküle als "Riechen" umschreibt?


    VG Ingo W

    Hyaloscypha spiralis (Velen.) J.G. Han, Hosoya & H.D. Shin 2014
    Dünnhaariges Hyalinbecherchen


    Wuchs an Prunus domestica (Kulturpflaume) in Meck./Pom.


    Mikros:




    Nach bisherigem Wissen bleibt in der Kombination "ohne Haken", "Porus amyloid" und Sporen mit reichlich Inhalt erst mal kaum was anderes übrig.
    Allerdings gibt es eben auch Aufsammlungen mit etwas weniger Öl und längeren Haaren, welche unter gleichen Namen geführt sind.


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Natürlich ist das mit den Nasen und Augen im übertragenen Sinn gemeint, deshalb sind die Begriffe oben auch in Anführungsstrichen.

    Zitat


    sehen ist schon was anderes da sind Augen notwendig denke ich.


    Zum Reagieren auf Licht brauchen die Pflanzen wohl keine Augen. Du kennst doch sicher den Effekt, dass sich Pflanzen zum Licht hin entwickeln? Ganz ohne richtige Augen, aber trotzdem so eine Art "Sehen".


    VG Ingo W

    Hallo Mario!


    Das ist schon tatsächlich im ersten Moment beeindruckend.
    Würde mich als Dauerskeptiker vielleicht überzeugen, wenn man auch Gegentests liefern würde, z.B. eine gleichgestaltige Pflanze neben der Tomate oder 2 gleiche Dufttrichter mit unterschiedlichen Düften (wobei natürlich der Tomatenduft dabei sein muss).
    Auf jeden Fall muss die Gestalt des Anvieserbaren gleich sein.
    Wenn man mir eine "Nase" für den Keimling verkaufen will, könnte ich schließlich mit "Augen" gegenargumentieren.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Schätze, so wörtlich muss man das mit der Schneeschmelze vielleicht trotzdem nicht nehmen, aber der Name könnte doch immerhin ein Bezug zur Zeit sein, in dem man das Pilzlein findet.


    Ich habe übrigens beides: ein bisschen Schnee noch an sonnenstrahlen-abgeschirmten Stellen und auch Trockenheit. Bin doch letztens tatsächlich mal eine Viertelstunde in normalerweise gutem Pilzgebiet unterwegs gewesen ohne dass ich was ordentliches und frisches gefunden hätte.
    Bin ich gar nicht gewohnt so ein Nichtfinden. Ist irgendwie deprimierend.
    Aber eigentlich hätte ich sowieso für Selbstgefundenes gar keine Zeit gehabt.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Torsten fand die Art bisher an Erlenblättern und Pappelblättern und noch irgendwelchen. Die sahen aus, als ob sie nass gelegen hätten.
    Selbst habe ich schon mal an solchen Orten gschaut, aber nichts gesehen.
    Ich glaube, Torsten ist bisher der einzige in D, der die Art fand.
    Also vielleicht mal an so einer nassen Kuhle ein paarzusammengeklebte Blätter aus demVorjahr anschauen?
    "Niveola" müsste ja was mit Schnee zu tun haben, bedeutet vielleicht sowas wie "nach der Schneeschmelze" wachsend.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo Mario!


    Solltest du mal mit Ascobolus lignatilis (Holz-Kotling) vergleichen.


    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Also ich denke schon, dass ich genug Wetten anbiete.
    Mindestens 3 Wetten sind seit Ewigkeit in der Schwebe ohne, dass man wieder was davon gehört hätte.
    Am meisten nervt mich der fortgeschickte Clitocybe/Pseudoclitocybe. Da stehen glaube ich 10 Chips auf dem Spiel, und wenn ich recht hätte, kriegte ich die von Gerd, das zählt verständlicherweise doppelt im Geiste.


    Und natürlich macht mir (wie wohl fast jedem anderen auch) das Gewinnen mehr Spaß als das Verlieren, also versuche ich mir meine Chancen schon auszurechnen.
    Deshalb muss ich dein Wettangebot ablehnen. Aber danke der Nachfrage.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Bisschen was habe ich in den letzten Tagen auch rausgekriegt oder auch nicht. Die zeige ich jetzt mal in Knäppe.


    An einem dicken liegenden Pappelast fand ich zum ersten Mal eine Mollisia mit dunklem Subhymenium, die so gar nicht in das Schema von M. lividofusca passt, gewissermaßen eine M. cinerea mit dunklem Subhymenium. Sowas sollte es eigentlich nicht geben! Sporenlänge keine 10 erreichend aber vollreif mit Massen an freien Sporen.
    Ich kann die Art zwar nicht mit wissenschaftlichen Namen versehen, aber den deutschen Namen "Gewitterwolken-Weichbecherchen" konnte ich mir nun auch nicht verbeißen:


    Torsten R. aus M/V findet ja auch immer so extravagantes Zeug. Hier hat er mir einen Basidiomyceten zukommen lassen, von dem ich noch nie hörte.
    Der Name ist Seticyphella niveola.....

    ....mir leuchtet aber der im "Funga Nordica" verwendete Gattungsname Flagelloscypha (Peitschenhaar-Basidiobecherchen) eigentlich auch ein.


    In der gleichen Sendung war noch ein weißer Winzling, eine Hyaloscypha (Hyalinbecherchen), da brauchte ich beinahe 2 Tage bis zur Namensfindung:

    Hyaloscypha spiralis (Dünnhaariges Hyalinbecherchen)


    Ununtersuchtes Beiwerk an Himbeerstängeln war auch noch dabei, aber ich wollte mich ja kurz halten.
    Den hier darf ich nicht vergessen, den habe ich vom Malone-Peter bekommen.
    Schon ein bisschen ältlich, aber dennoch komplikationslos bestimmbar gewesen:

    Lasiobelonium variegatum (Marmoriertes Weißspitzhaarbecherchen) an Holz.


    VG Ingo W