Beiträge von Ingo W

    Hallo Tuppie!

    Zitat


    Aber für den ist es wohl zur Zeit wirklich zu trocken.


    Richtig! Momentan braucht man kaum im "normalen" Wald irgendwo wühlen oder was rumdrehen.
    Bei beiden angesprochenen Pilzen sollte man aber, wenn es wieder normal feucht oder auch nass ist, kaum mehr als einen "Bückvorgang" zum Auffinden benötigen. Allerdings könnte die Zeit für Trichopezizella nidulus (ich denke mal, den meinst du als Salomonsiegel-Bewohner) auch schon vorrüber sein.


    VG Ingo W

    Lachnum nudipes (Fuckel) Nannf. 1928
    = Lachnum spiraeicola P. Karst. 1871
    Nacktfüßiges Weißhaarbecherchen


    Lachnum nudipes dürfte so ungefähr das zweithäufigste Lachnum überhaupt sein nach Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen). Kommt praktisch in jedem Mädesüßbestand (Filipendula) vor und wächst dort an den liegenden vorjährigen Stängeln.


    Makroskopische Anhaltspunkte sind die recht schnell nach ocker-creme verfärbenden Becherfruchtschichten, keine Verletzungsrötung, halblange Haare, im günstigen Fall etwas glitzernde kleine Kristalle auf den Haaren und eben das Substrat Mädesüß.

    Allerdings kann/soll die Art auch an anderen Krautstängeln wachsen. Ob es wirklich das gleiche ist?


    Mikros:




    Würde jemand behaupten, bei ihm wächst die Art nicht, ich könnt ´s nicht glauben. Wie gesagt, eigentlich braucht man nur einen Bach mit angrenzender Wiese, da sollte dann auch schon das Mädesüß stehen:
    http://upload.wikimedia.org/wi…c7/FilipendulaUlmaria.jpg
    Übrigens ein dankbares Substrat, wenn es um Kleinbecher geht.


    VG Ingo W

    Hallo Tuppie!

    Zitat


    .........sollte dieser seltene, aber doch vorkommende und manchmal auch sturzartige "Fallout" gefährlich sein???


    Also meine Gnolme sagen, Regen insgesamt sei recht gefährlich, weil es dann ja sein könnte, dass man nass wird.
    Und hast du schon mal einen nassen Gnolm gesehen?


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!

    Zitat


    .....und zum anderen weil viele Sporen an den Warzen klebten und ich keine Basidien gefunden habe.


    So richtig kapier ich das nicht: wenn alles voller Sporen ist, dann ist doch die Fruchtschicht reif und muss zu finden sein.


    Also aus Prinzip schon: für mich hätten einfach nur Sporen im Präparat oder Schnallen an irgendwelchen Hyphen im Präparat überhaupt keine Relevanz, solange nicht klar nachvollzogen werden kann, dass das auch genau zum untersuchten Pilz gehört.
    Und um das zu beweisen, muss man sich Stück für Stück vorarbeiten und es muss alles zusammenhängen oder zusammenpassen.


    Will da nicht den Zeigefinger höher heben als es sein muss, aber irgendwie lese ich Woche für Woche in Originalbeschreibungen zu Pilzen Nonsens, Quatsch und unnötige Ungenauigkeiten, die mitunter daraus resultieren, dass der Beschreiber 1. keine Zeit hatte und 2. annahm, dass alles zum Pilz gehört, was unter dem Deckglas schwimmt. Nicht umsonst gibt es so viele Pilze, die, einmal beschrieben, nie wieder gefunden werden.
    Nervt irgendwie!


    Achso: dein Mikroskop und die Technik zum Bilderschießen sind weltklasse. Sowas hätte ich auch gerne.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Was bedeutet "IKI-negativ" ?
    Entschuldige die normalerweise überflüssige Frage, aber bei der Lärchen-Mollisia gab es da ja auch Missverständnisse, als du das schriebst.
    Wir wissen also gar nicht, ob es ein Operculater oder ein Inoperculater ist?


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Also mir fällt es reichlich schwer, den ganzen Ausführungen zu folgen!
    Komisches Vokabular, dass ihr hier benutzt: Wörter wie "Regenfass" musste ich erstmal im Duden nachschlagen. "Fass" kenne ich. = Bier drin.
    Aber REGENFASS!?
    Will mir da einer erzählen, dass da Regen drin ist? Wer soll denn den da reingemacht haben? Und wo soll denn der herkommen? Vom Himmel????
    Weihnachtsmann oder was???


    Ich hätte ja nicht eure Ruhe, vonwegen "Hab ´s angeschaut, müsste Regen sein, ist ja bloß Wasser".
    Ist das sicher???
    Also keine Bestimmung nur nach Bildern und keine Essensfreigabe, ich sag ´s euch lieber einmal mehr!!


    Mir kommt ´s reichlich leichtsinnig vor, dass ihr euch dem Phänomen so leichtfertig aussetzt.
    Mal an Konsequenzen gedacht, was da womöglich noch folgt, wenn plötzlich alles nass ist??


    Naja, ich höre mal lieber auf, will ja nicht den Teufel an die Gewitter-Wand malen.
    Müsst ihr ja wissen!


    Grüße


    Ingo W

    Hallo Matthias!


    Helfen kann ich nicht, will doch aber zum wiederholten Male loswerden, dass deine Bilder klasse sind.
    So ähnlich (plus noch ein bisschen mehr) könnte für mich eine Seite eines Optimal-Pilzbuches aussehen.


    VG Ingo W

    Hallo Pilzie!

    Zitat


    Plastikdosen? Wozu das denn?


    Damit kleine Pilze nicht innerhalb von 5 Minuten trocken sind.


    Zitat


    'Flexible Tripod' bei einer bekannten Marktplatform unter 'Weltweit' suchen und du bekommst es für 2,48€ incl. Versand geliefert


    Setz doch mal einen Link!
    Also, wenn ich was Dickes über 5 cm verschicke, kostet mich das ja schon knapp 4 Euronen Porto, da möchte ich doch mal sehen, wer solche Geschäfte macht.


    VG Ingo W

    Lachnum diminutum (Roberge ex Desm.) Rehm 1896
    Kleinsporiges Binsen-Weißhaarbecherchen


    Wächst an toten vorjährigen Binsenhalmen.



    Fällt auf durch kurze Stiele, Kurzhaarigkeit, älter einer Neigung zur gelblichen Verfärbung der Becherscheibe und Wachstum an vorjährigen toten Binsen.
    Außerdem recht markant ist das stellenweise Einbräunen hauptsächlich der Außenseite.
    Mikro:





    Bestimmungstechniische Konkurrenz gibt es natürlich auch auf Binsen: das viel größersporige Lachnum apalum oder auch andere Weißhaarbecherchen-Arten können genauso auf Binsen wachsen.


    VG Ingo W

    Hallo Gabor!


    War übrigens mein 1. Gedanke, bloß noch mit dem älteren Namen L. cyanobasileucum oder so ähnlich.


    VG Ingo W

    Hallo Rainer!


    Wow!!
    Denke, die fehlenden violettlichen Farben sind der Hitze geschuldet. Die Fruchtkörper sind wahrscheinlich schon wieder im braunen "Vergeh-Modus".


    VG Ingo W

    Hallo Andreas!


    Auf jeden Fall ein brauner Raufußröhrling, also ein Birkenpilz-Verwandter.
    Auf Bild 2 hat ihn ein Schimmel überwuchert.


    Weiter kommt man da wohl noch ein Stückchen, wenn man im Längsschnitt die Verfärbungen am frischen Fruchtkörper beachtet.
    Ob jetzt L. nucatum oder holopus oder ein anderer, dazu kann ich nichts weiter sagen.
    Dieses Aufschälen der Stielrinde ist natürlich witterungsbedingt und kaum ein Merkmal.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Da snd ein paar schöne Makroaufnahmen rausgekommen.
    Am hübschesten finde ich die Lamellen von Roridomyces.


    Der Filzröhrling kann wohl nicht einfach X. chrysenteron sein?
    Also nicht, dass mich das Funddatum stört, aber irgendwie gibt es ja den "normalen" auch unrissig auf der Huthaut, zumindest im Jungstadium.
    Und dann so ganz ohne Rot in der Huthaut?
    Aber die Gattung bleibt wohl sowieso immer ein Rätsel für mich.


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Ich sehe kein Basidium.
    Schau, hier (2. Bild) kannst du dir mal betrachten, auf was du beim Mikroskopieren auf jeden Fall stoßen solltest. Schon auch deswegen, um Zystiden in der Fruchtschicht zu analysieren....
    http://gastein-im-bild.info/fungi/farchiv/fwpilzy.html
    ....oder auch, um zu sehen, ob die Basidien 2- oder 4-sporig sind.


    Deine neuerliche Aufnahme gibt wieder ein paar eventuelle Merkmale preis, nämlich Inhalt in den Sporen (bei so dunklen Sporen ist das meist älter und dickwandig nicht mehr zu sehen) und ein auffälliges Perispor. Das hat pilzmel schon früher geschnallt, denn Copr. laanii (Perispor-Holztintling) hat sowas ganz ausgeprägt.


    Die "Risse" in den Sporen bei der einen Aufnahme halte ich übrigens für eine Schädigung durch zu viel Druck auf ´s Decklglas. Da kollabieren die.
    So ähnlich und noch viel schneller müsstest du solche Struckturen auch bei den großen blasigen Zellen haben.
    Edit: Bilder 10 und 11.


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Ich hätte ja an einen rausporigen Crepidotus (Stummelfüßchen) gedacht, allerdings scheinen mir die Sporen zu kräftig braun gefärbt.


    Du schreibst, es handelt sich um einen Basidio. Bei so vielen Sporen muss ja auch irgendwo die Fruchtschicht sein mit vielen reifen Basidien. Zeig die am besten erst mal.
    Die Strategie, iirgendwelche Teile im Präparat abzubilden, ohne dass man belegen kann, dass die auch wirklich zum untersuchten Pilz gehören, ist sehr problematisch und anfällig.


    Das letzte Bild soll wohl ein Basidium darstellen?
    Ich sehe da keinen Zusammenhang zu deinen braunen ellipsoiden Sporen, zumal eine Spore für gewöhnlich mit einem schmalen Pol an den Sterigmen hängt und auch nicht so ganz alleine.
    Also mich überzeugen bisher deine Interpretationen nicht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Also da gehen die Meinungen schon gewaltig auseinander, wenn ich das so lese.
    Wenn ich mitschleppen würde, was die Maximalisten so drauf haben, wäre ich beizeiten genervt und lahm. Aber gut, kann man ja auch als Sport deklarieren.


    Versuchen da manche wirklich die Pilze im Wald mit einem mitgeschleppten Pilzbuch zu bestimmen?
    Und Gummistiefel und Regenausrüstung? Ich dreh einfach um und fahr nach Hause, wenn es anfängt zu regnen.


    Die "Erfahrungen" mit den Wildschweinen kann ich auch nicht recht nachvollziehen.
    Wer ist denn wirklich schon mal angegriffen worden?
    Sowas passiert doch im Prinzip nur, wenn die Junge haben und ihr denen aus Unachtsamkeit zu nahe kommt.


    Dann sollte man sich groß machen und den Stärkeren raushängen lassen, indem man auch mal laut wird.
    Aber präventiv im Wald mit Pfeife rumtrillern oder alle paar Minuten rumschreien, also da fehlen mir jetzt echt die Worte bzw. habe ich welche, die ich nicht schreiben mag.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Zitat

    mit IKI negativ meine ich keine Amyloidreaktion. Dextrinoid reagieren die Asci, die Paraphysen nicht. Aber ist das nicht normal?


    Genauer gesagt: dextrinoid reagiert ein Teil des Inhalts von vielen Asci in einem gewissen Entwicklungsstadium, meist in der Vorreife.
    Bei manchen Arten fällt es sehr auf, bei anderen weniger. Ich habe da aber bisher noch nicht wirklich ein überzeugendes Merkmal für bestimmte Arten draus machen können.
    Naja, man muss natürlich diesen Umstand immer wieder bestätigen und auch, dass es eben extremer ist als normal. Braucht wieder Zeit.
    Momentan bin ich der Überzeugung, dass dextrinoide Verfärbung von Ascus-Inhalt kein Merkmal ist.


    Zitat

    Haken oder nicht ? Ich hab mich ehrlich bemüht, welche zu finden und mich dabei an den Fotos Deiner HP orientiert. Da fehlt mir wohl die Erfahrung mit diesen Becherchen.


    Genau!
    Kondensor noch etwas auf und ein gutes Färbemittel für Zellwände.
    Ich selbst schwöre auf Kongorot-SDS, das muss immer das ausgleichen, was andere Mikroskopiker schon in Wasser sehen, ich da aber optikmäßig nicht mithalten kann.


    Die Gattung Mollisia ist übrigens in der Hakenfrage relativ dankbar. Also zum Üben optimal, finde ich. Hymenoscyphus und andere sind teilweise weitaus schwieriger einzuschätzen.


    Zitat

    Das fotografieren dieser kontrastarmen Proben ist zudem eine weitere Herausforderung die erst gemeistert werden will.


    Richtig!
    Auch das In-Szene-Stellen des Sporeninhaltes bei nur wenig Tropfen.
    Hinderlich bei der optischen Darstellung sind auch recht schmale Sporen, wenn man z.B. mal Peziza-Sporen entgegensetzt mit Breiten von 7 µm und mehr. Die sehen immer besser aus.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

    Zitat


    1 bis 2x im Jahr ?
    Mir fehlen die Worte. Das kann ich mir gar nicht vorstellen.


    Naja, viel finden muss ich ja nur zu Pilzausstellungen.
    Den Rest, den ich so brauche, wenn es um Becherchen-Bestimmung geht, den finde ich immer eher so nebenher.
    Bei mir macht das keinen Sinn, stundenlang Becherchen einzusammeln. Ich hätte dann wohl Hunderte Becherchen, von denen ich zeitmäßig maximal 2 schaffe zu bestimmen.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


    Da antworte ich dir gerne, weil es bei mir schneller geht. Ich gebe zu, ich bin faul und Minimalist.
    Also meine Utensilien:


    1. Korb
    darin
    2. verschließbare durchsichtige Plasteschächtelchen
    3. Messer
    4. Einschlag-Lupe


    Bei Exkursionen, die länger als eine Stunde dauern (vielleicht 1 bis 2x im Jahr) eventuell einen
    5. Fotoapparat mit Klein-Stativ
    und
    6. Sprühfläschchen mit Wasser
    7. die Säge, die vergesse ich meistens, was manchmal ärgerlich ist.


    VG Ingo W