Beiträge von Ingo W

    Hallo Dieter!


    Da snd ein paar schöne Makroaufnahmen rausgekommen.
    Am hübschesten finde ich die Lamellen von Roridomyces.


    Der Filzröhrling kann wohl nicht einfach X. chrysenteron sein?
    Also nicht, dass mich das Funddatum stört, aber irgendwie gibt es ja den "normalen" auch unrissig auf der Huthaut, zumindest im Jungstadium.
    Und dann so ganz ohne Rot in der Huthaut?
    Aber die Gattung bleibt wohl sowieso immer ein Rätsel für mich.


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Ich sehe kein Basidium.
    Schau, hier (2. Bild) kannst du dir mal betrachten, auf was du beim Mikroskopieren auf jeden Fall stoßen solltest. Schon auch deswegen, um Zystiden in der Fruchtschicht zu analysieren....
    http://gastein-im-bild.info/fungi/farchiv/fwpilzy.html
    ....oder auch, um zu sehen, ob die Basidien 2- oder 4-sporig sind.


    Deine neuerliche Aufnahme gibt wieder ein paar eventuelle Merkmale preis, nämlich Inhalt in den Sporen (bei so dunklen Sporen ist das meist älter und dickwandig nicht mehr zu sehen) und ein auffälliges Perispor. Das hat pilzmel schon früher geschnallt, denn Copr. laanii (Perispor-Holztintling) hat sowas ganz ausgeprägt.


    Die "Risse" in den Sporen bei der einen Aufnahme halte ich übrigens für eine Schädigung durch zu viel Druck auf ´s Decklglas. Da kollabieren die.
    So ähnlich und noch viel schneller müsstest du solche Struckturen auch bei den großen blasigen Zellen haben.
    Edit: Bilder 10 und 11.


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Ich hätte ja an einen rausporigen Crepidotus (Stummelfüßchen) gedacht, allerdings scheinen mir die Sporen zu kräftig braun gefärbt.


    Du schreibst, es handelt sich um einen Basidio. Bei so vielen Sporen muss ja auch irgendwo die Fruchtschicht sein mit vielen reifen Basidien. Zeig die am besten erst mal.
    Die Strategie, iirgendwelche Teile im Präparat abzubilden, ohne dass man belegen kann, dass die auch wirklich zum untersuchten Pilz gehören, ist sehr problematisch und anfällig.


    Das letzte Bild soll wohl ein Basidium darstellen?
    Ich sehe da keinen Zusammenhang zu deinen braunen ellipsoiden Sporen, zumal eine Spore für gewöhnlich mit einem schmalen Pol an den Sterigmen hängt und auch nicht so ganz alleine.
    Also mich überzeugen bisher deine Interpretationen nicht.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Also da gehen die Meinungen schon gewaltig auseinander, wenn ich das so lese.
    Wenn ich mitschleppen würde, was die Maximalisten so drauf haben, wäre ich beizeiten genervt und lahm. Aber gut, kann man ja auch als Sport deklarieren.


    Versuchen da manche wirklich die Pilze im Wald mit einem mitgeschleppten Pilzbuch zu bestimmen?
    Und Gummistiefel und Regenausrüstung? Ich dreh einfach um und fahr nach Hause, wenn es anfängt zu regnen.


    Die "Erfahrungen" mit den Wildschweinen kann ich auch nicht recht nachvollziehen.
    Wer ist denn wirklich schon mal angegriffen worden?
    Sowas passiert doch im Prinzip nur, wenn die Junge haben und ihr denen aus Unachtsamkeit zu nahe kommt.


    Dann sollte man sich groß machen und den Stärkeren raushängen lassen, indem man auch mal laut wird.
    Aber präventiv im Wald mit Pfeife rumtrillern oder alle paar Minuten rumschreien, also da fehlen mir jetzt echt die Worte bzw. habe ich welche, die ich nicht schreiben mag.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Zitat

    mit IKI negativ meine ich keine Amyloidreaktion. Dextrinoid reagieren die Asci, die Paraphysen nicht. Aber ist das nicht normal?


    Genauer gesagt: dextrinoid reagiert ein Teil des Inhalts von vielen Asci in einem gewissen Entwicklungsstadium, meist in der Vorreife.
    Bei manchen Arten fällt es sehr auf, bei anderen weniger. Ich habe da aber bisher noch nicht wirklich ein überzeugendes Merkmal für bestimmte Arten draus machen können.
    Naja, man muss natürlich diesen Umstand immer wieder bestätigen und auch, dass es eben extremer ist als normal. Braucht wieder Zeit.
    Momentan bin ich der Überzeugung, dass dextrinoide Verfärbung von Ascus-Inhalt kein Merkmal ist.


    Zitat

    Haken oder nicht ? Ich hab mich ehrlich bemüht, welche zu finden und mich dabei an den Fotos Deiner HP orientiert. Da fehlt mir wohl die Erfahrung mit diesen Becherchen.


    Genau!
    Kondensor noch etwas auf und ein gutes Färbemittel für Zellwände.
    Ich selbst schwöre auf Kongorot-SDS, das muss immer das ausgleichen, was andere Mikroskopiker schon in Wasser sehen, ich da aber optikmäßig nicht mithalten kann.


    Die Gattung Mollisia ist übrigens in der Hakenfrage relativ dankbar. Also zum Üben optimal, finde ich. Hymenoscyphus und andere sind teilweise weitaus schwieriger einzuschätzen.


    Zitat

    Das fotografieren dieser kontrastarmen Proben ist zudem eine weitere Herausforderung die erst gemeistert werden will.


    Richtig!
    Auch das In-Szene-Stellen des Sporeninhaltes bei nur wenig Tropfen.
    Hinderlich bei der optischen Darstellung sind auch recht schmale Sporen, wenn man z.B. mal Peziza-Sporen entgegensetzt mit Breiten von 7 µm und mehr. Die sehen immer besser aus.


    VG Ingo W

    Hallo Mausmann!

    Zitat


    1 bis 2x im Jahr ?
    Mir fehlen die Worte. Das kann ich mir gar nicht vorstellen.


    Naja, viel finden muss ich ja nur zu Pilzausstellungen.
    Den Rest, den ich so brauche, wenn es um Becherchen-Bestimmung geht, den finde ich immer eher so nebenher.
    Bei mir macht das keinen Sinn, stundenlang Becherchen einzusammeln. Ich hätte dann wohl Hunderte Becherchen, von denen ich zeitmäßig maximal 2 schaffe zu bestimmen.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


    Da antworte ich dir gerne, weil es bei mir schneller geht. Ich gebe zu, ich bin faul und Minimalist.
    Also meine Utensilien:


    1. Korb
    darin
    2. verschließbare durchsichtige Plasteschächtelchen
    3. Messer
    4. Einschlag-Lupe


    Bei Exkursionen, die länger als eine Stunde dauern (vielleicht 1 bis 2x im Jahr) eventuell einen
    5. Fotoapparat mit Klein-Stativ
    und
    6. Sprühfläschchen mit Wasser
    7. die Säge, die vergesse ich meistens, was manchmal ärgerlich ist.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Gut möglich, daß ich in ein paar Jahren wieder den Smilie brauche, der sich vor die Stirn klatscht.


    Bei mir macht das der Präsentier-Gnolm, der dann das Schild hochhält, worauf allerdings lediglich ein provisorischer Name steht.
    Wir müssten den eben öfter finden. Mal sehen.


    Auf jeden Fall muss man sich von dem Gedanken verabschieden, dass man bei Benutzung eines Schlüssels unbedingt zu einer befriedigenden Lösung kommt.
    Es gibt da einfach zu viel, dass gar nicht im Schlüssel drin ist.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Zitat


    Auch die braunhütige Form kann in der Sonne stark ausblassen.


    Genau! Deswegen ist es gut, dass man hier auf Bild 1 die hellen Hüte schon frisch sieht.
    M.E. nach richtig so bestimmt.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!



    Oh, das hätte ich nicht gedacht. Sieht tatsächlich erst mal aus wie meine oben verlinkte Mollisia spec. (Larix).
    Also mit solchen zuspitzenden Sporen fällt erst mal alles raus was in die Nähe von M. lividofusca gehört.
    Und es scheint ja Inhalt in den Sporen zu sein.


    Zitat


    Asci und Paraphysen:
    IKI negativ
    KOH negativ
    Keine Haken erkennbar


    Bei der Einschätzung IKI-negativ liegst du sicherlich falsch, würde ich dir nur glauben, wenn du dazu das entsprechende Bild zeigst.


    Hakenfüße (blauer Pfeil) sind da, Haken (orangefarbene Pfeile) auch. Kann man an den 3 Jung-Asci erkennen auf dem letzten Bild.

    Ist zwar nicht sonderlich in Szene gesetzt, aber da das Prinzip und der Aufbau bei den Winzbecherchen immer das gleiche ist, bekommt man da schon ein Gefühl dafür.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Dokumentierte Funde sollte man nie löschen.
    Tja, ist mir inzwischen etwas peinlich, dass ich am Anfang so überzeugt war von der Lösung H. vernus.
    Inzwischen siegt aber wieder mal die Skepsis, weil das makroskopische Bild nicht wirklich passt.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ok., dann verschieben wir mal die eindeutige Lösung des Gelben. Manchmal bringt es die Zeit.......


    Zitat

    Darf H. vernus eigenltich auch mal röten nach einem Tag in der Dose?


    Ja, darf er.
    Im Gegensatz zu "Schnellrötern" lässt sich Hymenoscyphus mitunter recht viel Zeit.


    VG Ingo W

    Hallo Björn!


    Momentan wüsste ich niemanden, der dir die Frage beantworten kann.
    Was ich sagen kann: der Pilz ist für die Färbung verantwortlich und die rote Farbe ist KOH-löslich.
    Dass eventuell mit der Rotfärbung ein Vorteil oder Sinn erlangt wird, bezweifele ich beinahe. Weiß ich aber nicht.


    Die meisten Arten wachsen in direkter Verbindung mit vergehenden anderen Pilzen. Hyphodiscus theiodeus (Rundsporiges Staubhaarbecherchen) wächst m.M. nach z.B. immer auf alten Peniophora cinerea Fruchtkörpern (Aschgrauer Zystidenrindenpilz).
    Besiedelte Pilze der anderen Arten sind z.B. Porlinge und Rindenpilze.
    Bei den dunklen "Hyphodiscus-Holz-Rotfärbern" jedoch fehlt meist ein besiedelter Pilz, zumindest ein ersichtlicher Fruchtkörper.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Hyphodiscus (Staub-Haarbecherchen) ist ´ne schwere Gattung: also im Prinzip gibt es da eigentlich mikroskopisch gesehen nur wenige Arten und die unterscheiden sich untereinander auch nur durch eher winzige Details (mal vom rundsporigen theiodeus abgesehen).
    Beschrieben sind so allerhand, und wenn man tiefer in die Materie hineintaucht, stellt man fest: so viel hätte man nicht beschreiben müssen!
    Also für mich verschwimmen die ganzen hymeniophilus, atrosanguineus, sauciellus und nom. prov. hemiamyloideus. Da kommt nichts überzeugendes rüber.


    Was die Sache nicht leichter macht, ist der Umstand, dass die Becher in der Regel frischwachsend ocker-hellbräunlich aussehen, aber eingetrocknet schnell eindunkeln.


    Was hier richtig ist, kann momentan schwerlich festgelegt werden, da muss wirklich die Sequenierung versuchen zu helfen.
    Hyphodiscus-Funde können mir gerne immer, auch ungefragt gesendet werden.


    Nun ja, Björns Fund bekommt also keinen konkreten und offiziell beschriebenen Pilznamen, sondern darf lediglich Platz nehmen in Zottos veritas-Datei "Hyphodiscus hymeniophilus inamyloid".


    Weil die Kollektion Trockenperioden hat mitmachen müssen, ist sie nicht die Frischeste. Dementsprechend ungenügend sind auch die Makros zu den Becherchen (Ok., wer mich kennt, stellt spätestens jetzt fest: das ist eine Ausrede!):

    Aber die Mikros gehen vielleicht:





    Nun weiß ich wohl, dass das nur die Wenigsten interessiert, aber das hätte sich Björn mal davor überlegen sollen........
    ....der ist dran schuld!..................Echt!


    ;)
    VG Ingo W

    Hallo Peter!


    Schätze, mit dem Helfen wird das nicht so einfach.
    Ich würde da an Psathyrella (Mürbling/Faserling) denken, und da musst du schon das ganze Programm durchziehen.
    Und was bedeutet "Geruch unangenehm"? Verbranntes Plaste? Schweißsocken? Leiche?


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Ich hoffe ja, du versuchst dein Bestes und nimmst den auseinander und zeigst uns, was du siehst.
    Interessant finde ich die Mollisien natürlich schon, allerdings finde ich auch die vielen Becherchen in meinen Schächtelchen interessant.
    Falls du jedoch nicht weiterkommst und genug Material hast, kannst du mir auch was schicken.


    VG Ingo W

    Hallo Karl!


    Ja, jetzt sehe ich es auch besser.
    Wenn die Stiele (in Relation zur Scheibe gesehen) so lang und dünn sind, hat der "Backenzahn" keine Chance.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Die Gnolmenbehausung sieht auch echt behaglich aus!


    Müsstet ihr mal von innen sehen so eine gnolmbewohnte Sommer-Residenz.
    Kann aber sein, dass da gerade noch "wilde Tiere" drin wohnen, die Gnolme verpachten ganz gern bis zu ihrem Sommer-Urlaub.


    VG Ingo W

    Hallo!



    Nochmal als Übersicht das Stückchen Holz mit der hübschen Rotfärbung, welche der Hauptbesiedler Hyphodiscus (Staubhaarbecherchen) bewirkt:


    Dazwischen und rechts unten sieht man ein orangefarbenes Becherchen, das ist eine Orbilia (Knopfbecherchen).

    Genauer gesagt Orbilia eucalypti.
    Dieser neuerer Name meint das gleiche wie das, was in PdS als Orbilia coccinella (Scharlachrotes Knopfbecherchen) abgebildet ist.

    Wird wohl erst populär, wenn die Orbilia-Monographie mal fertig und kauflich erwerbbar ist


    Für den Hyphodiscus brauche ich noch etwas Zeit.


    VG Ingo W