Beiträge von Ingo W

    Hallo Pablo!


    Bemerkenswert, was du für einen Durchlass hast.

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    Die sind auf jeden Fall gekrümmt. "Madensporiges Knopfbecherchen"?


    Die neuesten Meldungen sind, dass die gelben und die weiß-rosalichen "c"- oder madensporigen Orbilia delicatulas 2 verschiedene Arten sind, welche noch nicht mal eng beieinander stehen.
    Das kann noch was werden mit den Erkenntnissen per DNA!
    Auf jeden Fall ist momentan der richtigste zukünftige Name für deine gelbe Orbilia delicatula genau wieder der Name, der auch in PdS drinsteht, nämlich Orbilia xanthostigma.
    Kriegt wohl demnächst einen neuen Typus zugewiesen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Was halt gar nicht zu Peniophora incarnata passt ist a) das Wachstum auf der Rinde


    Das macht die Art eigentlich recht gern.
    http://www.123pilze.de/DreamHC…terZystidenrindenpilz.htm


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    Stereum gausapatum (Eichen - Schichtpilz). Und da muss man schon einiges mit dem anstellen, um das Röten sichbar zu machen.


    Echt?
    Solange die Fruchtkörper nicht gerade getrocknet oder gefroren sind, hatte ich da eigentlich noch keine Probleme, besonders dann, wenn auch noch ein relativ frischer heller Zuwachsrand am Fruchtkörper ist.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!

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    Peniophora incarnata wegen der Farbe


    Farblich ist bei deinem eigentlich zu viel Braun drin. Aber wenn man das komisch beleuchtete wiki-Bild dazu sieht, ist es natürlich nachvollziehbar.
    https://en.wikipedia.org/wiki/File:Peniophora_incarnata.jpg
    Ist aus meiner Sicht unbrauchbar, um die Art gut darzustellen.


    Was passt, ist sowas:
    https://pl.wikipedia.org/wiki/…ora_incarnata_%282%29.JPG
    http://www.marn.at/index-fungorum/peniophora_incarnata.html


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

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    Ich dachte zuerst, das sei was lichenisiertes, ....


    Den Gedankengang verstehe ich, zumal auch die fetten Asci irgendwie so aussehen mit ihrem Dünnstiel und (?)verdicktem Apex.


    Irgendwie gab es da was, was ich mir merken wollte, fängt glaub ich mit "C" an.
    Mal noch ein bisschen sinnieren.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!

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    ich nehme an das ist der Fleischrote Zystidenrindenpilz - Peniophora incarnata


    Nö, Peniophora incarnata würde keine abstehenden Kanten bilden.
    Das sieht mir eher nach Stereum rugosa (Runzeliger Schichtpilz) aus. Mal am hellen Rand mit Fingernagel verletzt wegen Rotverfärbung?


    VG Ingo W

    Hallo Peter!

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    Eine Gretchenfrage noch. Meine Mikrofotos sind nicht bearbeitet, Rohdaten. Da sollte ein nachträgliches Vermessen möglich sein, oder?


    Wenn nichts an der Bildgröße geändert ist, sollte das nachträgliche Vermessen kein Problem sein.


    Für den Maßstab hatte ich ein Objektmikrometer (also eine Mikrometer-Skala) abfotografiert in allen Mikroskop-Vergrößerungen und damit hatte ich mir den Maßstab gebaut und das ist auch die Grundlage meiner Vermessung anhand von Bildern.
    Den Maßstab muss man dann halt per Bildprogramm in das Mikrobild integrieren bevor man was an der Größe ändert.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Interessante Frage, die man sicherlich auch über die Tintlinge hinaus diskutieren kann.
    Also bei Becherchen, die normalerweise draußen wachsen (coprophile seien da mal ausgenommen), muss man schon vorsichtig sein und immer damit rechnen, dass entdeckte Unregelmäßigkeiten tatsächlich auf die Kultivierung bzw. Gefangenschaft zurückzuführen sind. Das betrifft Makroskopie und Mikroskopie.


    VG Ingo W

    Hallo!

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    Ein schönes Foto der Art hat Karl kürzlich hier gezeigt.
    Für den Fall, dass du es übersehen hast.


    Das sind aber größenmäßig schon verschiedene Welten, oder?
    Und wenn ich die Hutformen und Farben so betrachte, will ich doch hoffen, dass beide Aufsammlungen was verschiedenes zeigen.


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


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    .......... und auch die Diagramme - alles live während des Mikroskopierens. Aber ich denke das ist sowieso für Euch nichts neues sondern Pillepalle.


    Sollte mich doch sehr wundern, wenn du da recht hättest.


    Wenn ich mir deinen beschriebenen Technikaufbau so vorstelle (zum Glück verstehe ich nur die Hälfte), wundert es mich, dass nicht irgendwo rechts außen in der Ecke des Gesamt-Aufbaus ein Leuchtdisplay den Namen des untersuchten Pilzes ausspuckt und ganz links ein kleiner Drucker schon Sequenz-Buchstabenreihen generiert, so in der Art der Nukleinsäurenkennung: CCFGGHFHCGH......


    VG Ingo W

    Hallo Bernhard!


    Würde ich Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) dazu sagen.
    Kann aber sein, dass noch jmd. den Ästchen-Schichtpilz (Stereum rameale) mit ins Spiel bringt. Schätze aber, der sollte nicht so klar gelb in der Fruchtschicht sein wie deine.


    VG Ingo W

    Hallo Bernhard!


    Die vermutete Lachnum virgineum (Jungfern-Weißhaarbecherchen) gehört nicht in die jetzige Zeit und auch nicht auf sehr morsches Holz.
    Das beschriebene Substrat passt aber zu Dasyscyphella nivea (Schneeweißes Harzhaarbecherchen).
    http://www.helotiales.nl/engli…asyscyphella%20nivea.html
    Solche Funde müssen aber zur Sicherheit mikroskopish geprüft werden, weil es auch noch andere in Frage kommende Kandidaten gibt.


    VG Ingo W

    Hallo!

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    Ich taste mich da ganz langsam vor.......


    Jaja, is scho recht!
    "Anfängerstatus übersprungen", genau, das trifft den Kern.


    Wie Ralf schon sagt, hast du auch jetzt wirklich genug Basidios bestimmt!........ Auf auf zu den wirklichen Pilzen!
    Schließlich fangen Ascomyceten nicht umsonst mit "A" an. Das hängt damit zusammen, dass sie wesentlich wichtiger sind als Basidiomyceten.


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    a) Pilz in Färbemittel rein und Deckglas drauf oder
    b) Pilz in Färbemittel rein, Präparatwäsche, dann Wasser drauf und Deckglas drauf?


    Beide Techniken haben Vor- und Nachteile. Viel Farbe im Präparat mit großer Anfärbwirkung kann manchmal gut sein, nicht selten ist es aber auch hinderlich und muss dann weggespült werden, manchmal sieht man auch mit Sauberspülen schlechter als mit wenig Farbe.
    Hängt auch noch eine chemische Reaktion damit zusammen, ist das "Einziehenlassen" in den fast allen Fällen besser.


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    Ich experimenteirte mit verschiedenen Aufweich- und Quelltschniken.....


    Besonders das Quelltschniken (nein, nicht Quellschinken!) hat ´s in sich........(kicher....)


    Ansonsten brauchst du, was die gesamte Herangehensweise betrifft, sicherlich kaum Unterstützung. Da ist m.M.n. ein Freidenker nicht schlechter dran als jmd., der versucht "nach Buch" das Mikroskopieren zu lernen bzw. ist die Kombi von beiden ein guter Weg.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Die musst du dir so vorstellen, daß man beim Umdrehen des Astes quasi einen heftigen Farbschock bekommt, mit so einem richtig exzessiven Neon - Schwefelgelb, das einem rasant in die Augen schlägt.


    Wollte ich doch nur hören! Ist Calycina claroflava.
    Besser als du es jetzt gemacht hast kann man sie ja kaum beschreiben und die Art war auch Wahl Nr. 1, weil es so aussieht, als besiedele sie einen dunklen Untergrund von einem Pyreno (was die Art ganz gern macht) und außerdem, weil Apos neben "direkt auf Holz" auch auf der Borke wachsen (das ist ziemlich ungewöhnlich bei kleinen helotialen Ascos, dass sie "sowohl als auch" können).


    Das ist die Art, die in PdS Bisporella sulfurina genannt ist, aber beim Namen gibt es von der Gültigkeit her irgendwie Probleme. Beschreibung claroflava ist älter, deswegen wohl der Vorzug gegenüber sulfurina.
    Wie das mit dem Neon-Gelbgrün-Farbschock ist?
    http://asco-sonneberg.de/pages…-121023-01xs-col29561.php


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!

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    Ich bin leider kein Makroskopierer mehr ;-))


    Tja, dann wirst du allerdings nicht viel mehr bestimmen können (eher noch weniger) als zu der Zeit, als du es noch Makroskopiker warst.


    Also im Ernst gesprochen: das ist schon sehr beeindruckend wie wenig schwer du dich mit allem tust und was du auch gleich am Anfang so alles mitbringst von Färbemitteln, Maßstab, Abfotografiermöglicheit, Bildschneide- und Ausmessprogramme.......


    Da gibt es nicht viel, was mir nicht gefällt.
    Das Ausmessen in Wasser und ohne KP hat Pablo schon gesagt und ansonsten werden wir hier wohl jetzt mit dir eine gute Aufklärungsquote der UMOs erzielen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Alle Achtung!!
    Das ist reichlich.

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    Ich bin mal gespannt, ob sich einige der Arbeitstitel bestätigen können.


    Ich sehe doch deine Arbeitsnamen gar nicht.


    Diese "Junghuhnia" mit den Eckigporen, sowas ähnliches hatten wir doch letztens schon mal, wo ich bei Ceriporia war und du noch Schizopora radula ins Spiel brachtest.


    Ich spende mal ein paar Arbeitsnamen:
    Zu der gelbbecherigen 5 hätte ich 2 Gedanken, aber da sehe ich die Form nicht gut.
    Propolis farinosa, Allophylaria macrospora, Lasiobelonium (variegatum), Serpula himantioides........., Hyaloscypha aureliella, Orbilia xanthostigma (= gelbe leucostigma, in PdS = Nr. 253), Pseudombrophila spec., Mollisia (olivaceocinerea) spec.


    Der beige-braune wachsartige Überzug nach der Serpula, der sagt mir irgendwas, aber ich komme gerade nicht drauf.


    VG Ingo W


    Edit:
    die 5 an Kiefer = Resinicium bicolor;
    die 2 an der Kiefer ist mir auch eingefallen: Dacryobolus karstenii:
    http://aphyllopower.blogspot.d…-karstenii-nrdlicher.html


    Der allererste stufenförmige Porling an Weide vielleicht wieder Bjerkandera fumosa?

    Hallo Ralf!


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    Im jungen (unreifen) Zustand kenne ich sowohl solche mit hellgrauem Hymenium, mit hellbraunem und mit dunkelbraunem mit violettlichem Schimmer.......
    ......Die flachen Apothecien gibt es auch in sehr dunklem, fast mit Anthrazit vermischtem schwarzbraun. Natürlich nur bezogen auf solche, die sich noch nicht im Stadium der Auflösung befanden.


    Na hört sich doch schon mal gut an.


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    Mindestens aber Exemplare, die als P. granularis bestimmt wurden. Diese müssten dann jedoch die dunkle Färbung gehabt haben.


    Verstehe ich nicht. P. sepiatra ist dunkel beschrieben, P. granularis ist doch die helle P. sepiatra in PdS.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

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    Das hätte aber zur Folge haben müssen, dass P. sepiatra zu P. fimeti gestellt worden wäre.


    Ich hatte das so verstanden, dass während der "Karen Hansen et. al." Arbeit hinterlegte Exsikkate untersucht wurden.
    Dabei sind also 1. diese zu hellen sepiatras (weil m.M. nach mit PdS bestimmt und deshalb wohl granularis) und 2. farb- und mikroskopisch ähnliche fimetis, die sich aber sequenzmäßig voneinander unterscheiden. Also eventuell einfach falsch bestimmte Aufsammlungen in der gleichen hellen Farbe (weil eben wieder mit PdS bestimmt).


    Warum diese falsch bestimmten fimetis aber jetzt rechtfertigen, dass granularis zum Synonym gemacht wird, erschließt sich mir nicht.
    Irgendwie hängt das wohl auch mit dem ungerechtfertigten Benutzen des Namens granularis (erst als granulosa, was schon vergeben war) zusammen, dass man den Namen ablehnt.


    Ralf:

    Zitat


    Nochmal, damit kein Mißverständnis entsteht.
    Ich weise lediglich darauf hin, dass P. sepiatra ein sehr breites Farbspektrum hat und rein makroskopisch nicht von P. granularis/fimeti unterschieden werden kann.


    Also kennst du an deinem reichhaltigen Fundort auch Apothezien mit sepia- bis schwarzbraun?
    Und wenn "JA", auch schon im jungen Zustand oder erst im Vergehen?


    EDIT: Ich habe die Tanja mal angeschrieben, ob sie ihr BOLETUS-Bild hier hochladen kann, damit man sich mal vorstellen kann, von welchen farblichen Unterschieden hier geplaudert wird.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo!


    Für mich stellt es sich so nach und nach dar, als wenn der Name granularis (Donadini) deswegen wegfällt, weil er schon vergeben war und deswegen nicht hätte benutzt werden dürfen.
    Auszug aus "Hansen, Laessoe, Pfister...." unter Abschnitt P. fimeti:

    Mit "should have described.." hab ich etwas Probleme, was den genauen Wortlaut anbelangt. "hätte beschreiben müssen/sollen"?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Aber ähm...: Hellbraun vs. dunkelbraun? Das ist schon ziemlich vage, finde ich.


    Ralf hat ja die Farbschattierung seiner P. sepiatra versucht vom Anfang bis zum Ende abzubilden. Zusätzlich hätten wir Jan-Arnes Alt-Apo mit olivbraunem Ton.
    Damit sind wir immer noch weit entfernt von sepia- bis schwarzbraun.


    Da frage ich mich halt, warum die augenscheinliche Hauptfarbe Ockerbraun, Gelbbraun, Lehmbraun eines gesunden vitalen Bechers im besten Zustand weder bei Saccardo, noch bei Tanja oder im Schlüssel von Hohmeyer Beachtung für die P. sepiatra findet.
    Tanja schätzt die Farbe mit RAL 8014 ein, das ist wieder das sepiabraun aus #10.


    Vielleicht neige ich ja wieder mal dazu, ein Thema überzustrapazieren und freilich weiß ich auch nicht, was die absolute Wahrheit ist, am besten, keiner antwortet mehr.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Wobei ich übrigens nicht denke, dass die Sache schon zufriedenstellend abgeschlossen sein muss.


    Durch Zufall fand ich heute in einem relativ neuem BOLETUS (Band 36 Heft 2 2015, S. 113) einen Artikel von Tanja B.(= huperzia).
    Die zeigt ein Bild von P. sepiatra so wie ich es mir nach der Saccardo- und Hohmeyer-Beschreibung vorgestellt habe, also mit wirklich dunkelbraunem Hymenium.


    Also habe ich doch auch mal nach der Farbbeschreibung bei Hohmeyer zu P. fimeti geschaut (die ja Synonym zu P. sepiatra sein soll).

    Ist also in jedem Fall auch eine ockerbraune Peziza und keine mit dunkelbraunem Hymenium.
    Folglich sind die in der "Karen Hansen et. al. -Arbeit" zu fimeti einverleibten sepiatras nämlich ockerbraune gewesen, also welche, die mit PdS bestimmt worden und die Leute dachten, P. sepiatra müsste so hell sein wie dort abgebildet.


    Hier nochmal zum Vergleich die Beschreibung bei Saccardo mit den dunklen Farben:


    Wer den BOLETUS hat, sollte da mal reingucken. Das würde schon eher passen, was Tanja fand.


    Also auf jeden Fall gibt es da noch zuviel Widersprüche!


    Gut, dass ich keine Pezizen bestimme!


    VG Ingo W