Beiträge von Ingo W

    Hallo Dieter!

    Zitat


    Ich bin leider kein Makroskopierer mehr ;-))


    Tja, dann wirst du allerdings nicht viel mehr bestimmen können (eher noch weniger) als zu der Zeit, als du es noch Makroskopiker warst.


    Also im Ernst gesprochen: das ist schon sehr beeindruckend wie wenig schwer du dich mit allem tust und was du auch gleich am Anfang so alles mitbringst von Färbemitteln, Maßstab, Abfotografiermöglicheit, Bildschneide- und Ausmessprogramme.......


    Da gibt es nicht viel, was mir nicht gefällt.
    Das Ausmessen in Wasser und ohne KP hat Pablo schon gesagt und ansonsten werden wir hier wohl jetzt mit dir eine gute Aufklärungsquote der UMOs erzielen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Alle Achtung!!
    Das ist reichlich.

    Zitat


    Ich bin mal gespannt, ob sich einige der Arbeitstitel bestätigen können.


    Ich sehe doch deine Arbeitsnamen gar nicht.


    Diese "Junghuhnia" mit den Eckigporen, sowas ähnliches hatten wir doch letztens schon mal, wo ich bei Ceriporia war und du noch Schizopora radula ins Spiel brachtest.


    Ich spende mal ein paar Arbeitsnamen:
    Zu der gelbbecherigen 5 hätte ich 2 Gedanken, aber da sehe ich die Form nicht gut.
    Propolis farinosa, Allophylaria macrospora, Lasiobelonium (variegatum), Serpula himantioides........., Hyaloscypha aureliella, Orbilia xanthostigma (= gelbe leucostigma, in PdS = Nr. 253), Pseudombrophila spec., Mollisia (olivaceocinerea) spec.


    Der beige-braune wachsartige Überzug nach der Serpula, der sagt mir irgendwas, aber ich komme gerade nicht drauf.


    VG Ingo W


    Edit:
    die 5 an Kiefer = Resinicium bicolor;
    die 2 an der Kiefer ist mir auch eingefallen: Dacryobolus karstenii:
    http://aphyllopower.blogspot.d…-karstenii-nrdlicher.html


    Der allererste stufenförmige Porling an Weide vielleicht wieder Bjerkandera fumosa?

    Hallo Ralf!


    Zitat


    Im jungen (unreifen) Zustand kenne ich sowohl solche mit hellgrauem Hymenium, mit hellbraunem und mit dunkelbraunem mit violettlichem Schimmer.......
    ......Die flachen Apothecien gibt es auch in sehr dunklem, fast mit Anthrazit vermischtem schwarzbraun. Natürlich nur bezogen auf solche, die sich noch nicht im Stadium der Auflösung befanden.


    Na hört sich doch schon mal gut an.


    Zitat


    Mindestens aber Exemplare, die als P. granularis bestimmt wurden. Diese müssten dann jedoch die dunkle Färbung gehabt haben.


    Verstehe ich nicht. P. sepiatra ist dunkel beschrieben, P. granularis ist doch die helle P. sepiatra in PdS.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

    Zitat


    Das hätte aber zur Folge haben müssen, dass P. sepiatra zu P. fimeti gestellt worden wäre.


    Ich hatte das so verstanden, dass während der "Karen Hansen et. al." Arbeit hinterlegte Exsikkate untersucht wurden.
    Dabei sind also 1. diese zu hellen sepiatras (weil m.M. nach mit PdS bestimmt und deshalb wohl granularis) und 2. farb- und mikroskopisch ähnliche fimetis, die sich aber sequenzmäßig voneinander unterscheiden. Also eventuell einfach falsch bestimmte Aufsammlungen in der gleichen hellen Farbe (weil eben wieder mit PdS bestimmt).


    Warum diese falsch bestimmten fimetis aber jetzt rechtfertigen, dass granularis zum Synonym gemacht wird, erschließt sich mir nicht.
    Irgendwie hängt das wohl auch mit dem ungerechtfertigten Benutzen des Namens granularis (erst als granulosa, was schon vergeben war) zusammen, dass man den Namen ablehnt.


    Ralf:

    Zitat


    Nochmal, damit kein Mißverständnis entsteht.
    Ich weise lediglich darauf hin, dass P. sepiatra ein sehr breites Farbspektrum hat und rein makroskopisch nicht von P. granularis/fimeti unterschieden werden kann.


    Also kennst du an deinem reichhaltigen Fundort auch Apothezien mit sepia- bis schwarzbraun?
    Und wenn "JA", auch schon im jungen Zustand oder erst im Vergehen?


    EDIT: Ich habe die Tanja mal angeschrieben, ob sie ihr BOLETUS-Bild hier hochladen kann, damit man sich mal vorstellen kann, von welchen farblichen Unterschieden hier geplaudert wird.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo!


    Für mich stellt es sich so nach und nach dar, als wenn der Name granularis (Donadini) deswegen wegfällt, weil er schon vergeben war und deswegen nicht hätte benutzt werden dürfen.
    Auszug aus "Hansen, Laessoe, Pfister...." unter Abschnitt P. fimeti:

    Mit "should have described.." hab ich etwas Probleme, was den genauen Wortlaut anbelangt. "hätte beschreiben müssen/sollen"?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Aber ähm...: Hellbraun vs. dunkelbraun? Das ist schon ziemlich vage, finde ich.


    Ralf hat ja die Farbschattierung seiner P. sepiatra versucht vom Anfang bis zum Ende abzubilden. Zusätzlich hätten wir Jan-Arnes Alt-Apo mit olivbraunem Ton.
    Damit sind wir immer noch weit entfernt von sepia- bis schwarzbraun.


    Da frage ich mich halt, warum die augenscheinliche Hauptfarbe Ockerbraun, Gelbbraun, Lehmbraun eines gesunden vitalen Bechers im besten Zustand weder bei Saccardo, noch bei Tanja oder im Schlüssel von Hohmeyer Beachtung für die P. sepiatra findet.
    Tanja schätzt die Farbe mit RAL 8014 ein, das ist wieder das sepiabraun aus #10.


    Vielleicht neige ich ja wieder mal dazu, ein Thema überzustrapazieren und freilich weiß ich auch nicht, was die absolute Wahrheit ist, am besten, keiner antwortet mehr.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Wobei ich übrigens nicht denke, dass die Sache schon zufriedenstellend abgeschlossen sein muss.


    Durch Zufall fand ich heute in einem relativ neuem BOLETUS (Band 36 Heft 2 2015, S. 113) einen Artikel von Tanja B.(= huperzia).
    Die zeigt ein Bild von P. sepiatra so wie ich es mir nach der Saccardo- und Hohmeyer-Beschreibung vorgestellt habe, also mit wirklich dunkelbraunem Hymenium.


    Also habe ich doch auch mal nach der Farbbeschreibung bei Hohmeyer zu P. fimeti geschaut (die ja Synonym zu P. sepiatra sein soll).

    Ist also in jedem Fall auch eine ockerbraune Peziza und keine mit dunkelbraunem Hymenium.
    Folglich sind die in der "Karen Hansen et. al. -Arbeit" zu fimeti einverleibten sepiatras nämlich ockerbraune gewesen, also welche, die mit PdS bestimmt worden und die Leute dachten, P. sepiatra müsste so hell sein wie dort abgebildet.


    Hier nochmal zum Vergleich die Beschreibung bei Saccardo mit den dunklen Farben:


    Wer den BOLETUS hat, sollte da mal reingucken. Das würde schon eher passen, was Tanja fand.


    Also auf jeden Fall gibt es da noch zuviel Widersprüche!


    Gut, dass ich keine Pezizen bestimme!


    VG Ingo W

    Hallo magellan!

    Zitat


    ....dann hat man eben Pech gehabt - aber so wertvoll sind die Bilder auch nicht - geht mehr darum, daß der Herr Nitter die Bilder mit gutem Gewissen in seine Seite einbauen kann....


    Freilich kein Beinbruch, mir ging es nur um das Prinzip.
    Und die Bilder lassen sich sicherlich auch mit Namen oder mit Erwähnung des Bildautors gut in die Botanik-Seite einbauen.
    Ich denke auch, selbst freut man sich manchmal schon ein bisschen, wenn man Bilder gemacht hat, die ein anderer für wichtig hält und dann gern auf seiner Seite verwendet.
    Aber sicher hast du recht, dass das jeder Bildautor handhaben kann wie er denkt.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!

    Zitat


    ich will daher nur bemerken, daß ich die Bilder von Filago germanica, die hier zu sehen sind, Herrn Dr. Nitter kostenlos für seine Botanikseite, die ich oft besucht habe, um meine Pflanzen zu bestimmen, zur Verfügung gestellt habe
    mfg magellan


    Trotzdem wäre es gescheiter, wenn man einfach die Quelle/den Fotographen angibt oder das Bild mit einem Autorennamen versieht.
    Was wäre denn jetzt, wenn sich jmd. von der Botanikseite deine Bilder holt und im guten Gewissen die Quelle "Dr. G. Nitter" dazuschreibt?


    VG Ingo W

    HalloRalf!

    Zitat


    ....wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich inzwischen Hasel ziemlich oben auf der Liste der Verdächtigen. Aber noch gebe ich nicht auf.


    Bin auch von der Eiche zur Hasel gewechselt.
    Mal sehen, ob sich rauskriegen lässt, unter was für Umständen sich die Borke so zusammenzieht, ob ´s wirklich nass liegen muss oder ob da gar ein anderer Pilz dafür verantwortlich ist.
    Allerdings sind bei mir die Bedingungen gerade nicht ideal, um sich Äste anzuschauen. Wie gesagt, reist ja auch nicht aus die Sache.


    VG Ingo W

    Hallo!

    Zitat


    Ein Pilz war's nicht, der das verursacht?
    Ich meine, ich hätte mal dazu was gelesen, weiß aber nicht mehr wo.


    Als ob ein Pilz malen könnte.......!!


    Also bei allen Zauberpilzen, Hexenröhrlingen und außerirdischen Erklärungsversuchen wieder zurück zur Realität:



    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

    Zitat


    Für mich heißt nun die Aufgabe, markante Unterschiede zwischen P.fimeti und P. sepiatra zu finden. Erstere begegnet mir ja zwangsläufig auch häufiger, jedoch hab ich da noch nicht so genau reingeschaut. Ist ja (vermeintlich) eindeutig.


    Dürfte eine Aufgabe für sich sein, wenn ich das entsprechende fimeti-Bäumchen dazu so anschaue. So ungefähr stelle ich mir das mit einem Taxon vor, das sich auseinanderentwickelt.


    Wenn ich die Arbeit "Hansen et. al." so stellenweise überfliege, stelle ich auf jeden Fall fest, dass darin mächtig viel Zeit steckt.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Ich finde es halt eigenartig, dass ausgerechnet der Name der beiden Pezizen verwendet wird, welcher eben der farblichen Beschreibung am wenigsten Genüge tut.

    Das Phantom sollte doch eher P. sepiatra sein.

    Zitat


    Vielleicht finde ich ja mal eine, von den bisherigen Kollektionen in irgendeinem Mikromerkmal signifikant unterschiedliche, Peziza sepiatra. Die nenn ich dann P. granularis.


    Wenn diese dann gefundene Kollektion in den Mikromerkmalen signifikant verschieden ist, warum soll das dann P. granularis sein?


    Aber ich merke gerade wieder, warum ich nichts von Pezizen wissen will.


    VG Ingo W


    Edit:
    Die Diskussion hat sich durch die oben von Ingo (Sennepilz) verlinkte Arbeit zu Hansen/Laessoe/Pfister weitestgehend erledigt, weil granulosa und granularis als Synonym zu P. fimeti gesehen werden.

    Hallo Mario!

    Zitat


    wobei ich beim vierten Bild bei der Russische Seite etwas zweifeln würde ob dabei wirklich um Bjerkandera fumosa handelt.


    Habe ich natürlich auch gesehen, aber so richtige Gegenargumente fehlen mir da, zumal wir ja letztens auch den von Pablo hatten (= folgendes Bild).......

    ...... mit den größeren Resupinatanteilen und da nehme ich das erst mal so hin mit dem 4. russischen Bild.
    Ich glaube, ich habe die Art bisher 2mal bewusst zur Kenntnis genommen, und das war noch vor 2008:

    Ich kenne also Bj. fumosa nicht in all ihren Schattierungen. Die braune Hutoberseite braucht allerdings nicht das Problem zu sein.


    VG Ingo W

    Hallo Rainer!

    Zitat


    Ich möchte adusta ja auch keinesfalls ausschließen, zumal die Poren eher grau als weißlich wie auf den Bildern von fumosa bei aphyllopower sind. Aber wie relevant das ist kann ich nicht einschätzen.


    Sehr relevant!
    Wenn du Fruchtkörper hast, die schon ohne ein Zutun eine graue Unterseite zeigen, welche sich oft zum Anwuchspunkt noch verstärkt, dann bist du bei Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling).
    Bjerkandera fumosa (Graugelber Rauchporling) hat einfach porenmäßig nicht diese grauen Farben, sondern mehr Ocker. Hier ein schöner bildlicher Vergleich von Ober- und Unterseite der beiden Arten:
    http://jcdegids.be/fungi/Aphyl…ta_5197a_JD_VOE1005AP.jpg


    Für eine gute geistige Vorstellung der Art Bjerkandera fumosa wären nach meiner Einschätzung die Bilder auf dieser russische Seite zu empfehlen (2 letzte Reihen):
    http://mycoweb-stv.ru/aphyllophorales/pro/2/8/


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

    Zitat


    Von dort müsste man in eine detaillierte Artbeschreibung, welcher der jeweilige Schlüssel zu Grunde liegt. Gibt es aber nicht, oder ist mir nicht bekannt.


    Ja genau.
    Ich hatte mir gestern noch die Original-Tafel von Cooke anschauen wollen, bin aber nicht hingekommen.
    Das einzige war eine farbliche Einschätzung, die ich fand, welche aber wohl schon nicht mehr von ihm selbst stammt (?), sondern eher von Saccardo.
    http://www.librifungorum.org/I…e=SyllogeFungorum8-91.jpg
    Dabei ist die Außenseite mit umberbraun und die Fruchtschicht mit dunkel-/düster-/schwarzbraun eingeschätzt; aber was bedeutet das schon, wenn es aus 2. Hand ist.
    Die zitierte Zeichnung auf Nr. 261 in "Mycographia seu Icones Fungorum (1875)" habe ich nicht im Netz aufspüren können, vielleicht hat jmd. anderes ein glücklicheres Händchen.


    Aber schönes Beispiel dafür, wie aufklärend so eine Originalbeschreibung sein kann. Muss man sich dann noch 2 Nummern kleiner vorstellen, wenn eine Mollisia grau, gesellig an Laubholz wachsend und mit Sporen von 9-11 x 2 beschrieben wird.


    VG Ingo W


    Zitat

    Reife Sporen aus Abwurfpräparaten haben bei mir ein Mittel um 19,0 - 19,5 µm. Allerdings halte ich auch das nicht für ein alles entscheidendes Merkmal. Ich hatte durchaus einzelne Apothecien dabei, deren Sporen über 21 µm lagen.


    Stimmt, die Maße der beiden Arten liegen zu dicht beieinander.
    Nachdem Hohmeyer die PdS-sepiatra als P. granularis annimmt und bei der dort Sporenlängen bis 22 angegeben sind, sollte man von dieser Seite nicht weiter kommen.
    Ich würde ja gerne mal nach Unterschieden Ausschau halten, allerdings finde ich im Netz eben nichts ausführliches (das über die Sporen und Paraphysenköpfe hinausgeht) von einer Peziza, die sepiatra sein könnte nach der farblchen Beschreibung oder dem Farbverlauf.

    Hallo Ralf!


    Nur keine Hektik, so wichtig ist das nun auch wieder nicht.
    Einfach, wenn die Gelegenheit mal passt draufhalten mit dem Fotoapparat.
    Ich habe ja die "Gegenargumente" eines nassliegenden berindeten Eichenästchens auch noch nicht fotographisch festgehalten. Blöder Schnee!


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Da gebe ich dir recht. Ich sehe bei Ralfs Pilz den gleichen wie du hier zeigst.
    Dein heutiges Apo-Bild zeigt aus meiner Sicht die Beschreibung "....auch mit schmutzigen Olivtönen".


    Wie soll ich sagen?
    Nachdem doch die Art sehr gerne so gelb-/ ockerbraun gezeigt wird, warum sollte ausgerechnet Hohmeyer in seiner Farbeinschätzung diese häufige Farbschattierung übergehen?


    Mich überzeugt das nicht!
    Ich denke, viele Bestimmungen basieren auf PdS.
    Und dann schaut man halt bei den anderen nach und stellt fest: "Jawohl sieht genauso aus, passt".


    Ich will da auch keinem auf den Füßen rumtrampeln, schließlich ist das Thema nicht gerade mein Betätigungsfeld, aber ich behaupte: mit dem Hohmeyer-Schlüssel kommt man bei dem Gezeigten nicht auf P. sepiatra.
    Wohl aber zum Link in Hannover:
    http://www.hannoverpilze.de/November2008.htm


    Bei dem gealterten Schlappen würde ich auch gerne mal wissen, ob der nicht vielleicht jetzt apikal verformte Paraphysen hat.
    Und was reife Sporen für Maße haben, wenn man mal ein paar mehr ausmisst, wäre vielleicht für spätere Funde interessant.


    VG Ingo W

    Hallo Sarah!

    Zitat


    8 Sporen......Schienen mir aber anders geformt als die von Calycellina punctata, ......


    Denke ich auch.
    Aber so blätterbewohnende Becherchen gibt es einige.
    Sowas wächst z.B. auch auf Eichenblättern, kommt von der Sporenform schon besser hin, Calycellina rubescens:
    http://www.ascofrance.fr/recol…eae-calycellina-rubescens


    VG Ingo W


    Edit:
    Der Stigmatolemma scheint es aber nicht gerade gut zu gehen so wie sie sich einrollt.
    Für ein luftfeuchtes Millieu ist gesorgt?

    Hallo!


    Ich habe mir jetzt den gesamten Thread mit Links zu ascofrance und die Meinungen der Spezies dort und die verlinkten Schlüssel angeschaut und auch mal durchgeschlüsselt:

    Zitat

    Geschlüsselt hat er übrigens nach H.Hohmeyer und Dennis.


    Ich verstehe nicht, wie man auf P. sepiatra kommt, wenn man mit Hohmeyer schlüsselt.
    Ok., wie man mit Dennis schlüsselt, habe ich jetzt nicht rausgekriegt. Wo gibt es da einen Schlüssel?


    Zurück zum Hohmeyer-Schlüssel:
    Um vom Weg P. granularis wegzukommen, habe ich diese Drillingsweiche bei 35 und müsste mich für Weg/Farbe 35b entscheiden, damit ich zu P. sepiatra komme:


    Nach meinem Empfinden muss man aber eindeutig über 35c mit "ocker bis braun", dann kommt man auch auf P. granularis.
    Dort steht dann das sepiatra-PdS-Bild Bd.1/Bild 51 als Referenz für P. granularis,........

    ....... das bedeutet also, dass auch Hohmeyer (wie schon im ascofrance angeschnitten) davon ausgeht, dass die sepiatra-Bestimmung in PdS nicht korrekt ist, sondern die Kollektion viel mehr und gut auf P. granularis passt.



    Zitat


    Ich werde den Pilz weiterhin als P. sepiatra stehen lassen, aufgrund des Schlüssels und der Uneinigkeit der beiden Arten.


    Halte ich für falsch!


    Übrigens verstehe ich auch nicht so recht, warum man sich nicht mal die kleiige Außenseite oder den Randbereich in mikroskopischer Hinsicht vornimmt. Vielleicht lassen sich ja dort Unterschiede rausarbeiten.
    Ich bin auf jeden Fall überzeugt, dass es sich um verschiedene Arten handelt.


    VG Ingo W


    Edit: so wie hier über dem Becher, so ungefähr wird das Sepia als Farbe eingeschätzt, wenn man sich im Netz umschaut:

    Hallo Pablo!


    Genauso meine ich das wie du es beschreibst.
    In jeder Epoche gab es gute Beschreiber und schlechte.
    Mit dem güldenen Orden für hervorragende Beschreibungen möchte man jetzt noch den französischen Mykologen J. L. E. Boudier (1828-1920) auszeichnen,.....
    https://de.wikipedia.org/wiki/…oscypha_coccinea_crop.jpg
    ..... auch andere verstanden ihr Geschäft mit ihren Möglichkeiten.
    In den Papierkorb treten möchte man allerdings so manches, das zeitlich nach ihm kam bis in die Neuzeit.


    Zitat


    Noch nutzloser wird es, wenn irgendwo ein Stück Mycel ausgebuddelt wird, ein paar Hyphen sequenziert werden und daraus dann drei Arten beschrieben.
    Solcher Quatsch wurde ja auch schon gemacht. Artikel mit solchen Beschreibungen gehören zum Altpapier, derartige Dokumentationen im Netz sind Datenmüll und gehören gelöscht. Das hat nichts mit mykologischer oder generell wissenschaftlicher Arbeit zu tun.


    So ist es.
    Leider sind solche Arbeiten mitunter nicht nur nutzlos, sondern teilweise auch störend und kontraproduktiv, weil sie nicht selten mehr durcheinanderbringen als ordnen.


    VG Ingo W