Beiträge von Ingo W

    Hallo magellan!

    Zitat


    ....dann hat man eben Pech gehabt - aber so wertvoll sind die Bilder auch nicht - geht mehr darum, daß der Herr Nitter die Bilder mit gutem Gewissen in seine Seite einbauen kann....


    Freilich kein Beinbruch, mir ging es nur um das Prinzip.
    Und die Bilder lassen sich sicherlich auch mit Namen oder mit Erwähnung des Bildautors gut in die Botanik-Seite einbauen.
    Ich denke auch, selbst freut man sich manchmal schon ein bisschen, wenn man Bilder gemacht hat, die ein anderer für wichtig hält und dann gern auf seiner Seite verwendet.
    Aber sicher hast du recht, dass das jeder Bildautor handhaben kann wie er denkt.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!

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    ich will daher nur bemerken, daß ich die Bilder von Filago germanica, die hier zu sehen sind, Herrn Dr. Nitter kostenlos für seine Botanikseite, die ich oft besucht habe, um meine Pflanzen zu bestimmen, zur Verfügung gestellt habe
    mfg magellan


    Trotzdem wäre es gescheiter, wenn man einfach die Quelle/den Fotographen angibt oder das Bild mit einem Autorennamen versieht.
    Was wäre denn jetzt, wenn sich jmd. von der Botanikseite deine Bilder holt und im guten Gewissen die Quelle "Dr. G. Nitter" dazuschreibt?


    VG Ingo W

    HalloRalf!

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    ....wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich inzwischen Hasel ziemlich oben auf der Liste der Verdächtigen. Aber noch gebe ich nicht auf.


    Bin auch von der Eiche zur Hasel gewechselt.
    Mal sehen, ob sich rauskriegen lässt, unter was für Umständen sich die Borke so zusammenzieht, ob ´s wirklich nass liegen muss oder ob da gar ein anderer Pilz dafür verantwortlich ist.
    Allerdings sind bei mir die Bedingungen gerade nicht ideal, um sich Äste anzuschauen. Wie gesagt, reist ja auch nicht aus die Sache.


    VG Ingo W

    Hallo!

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    Ein Pilz war's nicht, der das verursacht?
    Ich meine, ich hätte mal dazu was gelesen, weiß aber nicht mehr wo.


    Als ob ein Pilz malen könnte.......!!


    Also bei allen Zauberpilzen, Hexenröhrlingen und außerirdischen Erklärungsversuchen wieder zurück zur Realität:



    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

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    Für mich heißt nun die Aufgabe, markante Unterschiede zwischen P.fimeti und P. sepiatra zu finden. Erstere begegnet mir ja zwangsläufig auch häufiger, jedoch hab ich da noch nicht so genau reingeschaut. Ist ja (vermeintlich) eindeutig.


    Dürfte eine Aufgabe für sich sein, wenn ich das entsprechende fimeti-Bäumchen dazu so anschaue. So ungefähr stelle ich mir das mit einem Taxon vor, das sich auseinanderentwickelt.


    Wenn ich die Arbeit "Hansen et. al." so stellenweise überfliege, stelle ich auf jeden Fall fest, dass darin mächtig viel Zeit steckt.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Ich finde es halt eigenartig, dass ausgerechnet der Name der beiden Pezizen verwendet wird, welcher eben der farblichen Beschreibung am wenigsten Genüge tut.

    Das Phantom sollte doch eher P. sepiatra sein.

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    Vielleicht finde ich ja mal eine, von den bisherigen Kollektionen in irgendeinem Mikromerkmal signifikant unterschiedliche, Peziza sepiatra. Die nenn ich dann P. granularis.


    Wenn diese dann gefundene Kollektion in den Mikromerkmalen signifikant verschieden ist, warum soll das dann P. granularis sein?


    Aber ich merke gerade wieder, warum ich nichts von Pezizen wissen will.


    VG Ingo W


    Edit:
    Die Diskussion hat sich durch die oben von Ingo (Sennepilz) verlinkte Arbeit zu Hansen/Laessoe/Pfister weitestgehend erledigt, weil granulosa und granularis als Synonym zu P. fimeti gesehen werden.

    Hallo Mario!

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    wobei ich beim vierten Bild bei der Russische Seite etwas zweifeln würde ob dabei wirklich um Bjerkandera fumosa handelt.


    Habe ich natürlich auch gesehen, aber so richtige Gegenargumente fehlen mir da, zumal wir ja letztens auch den von Pablo hatten (= folgendes Bild).......

    ...... mit den größeren Resupinatanteilen und da nehme ich das erst mal so hin mit dem 4. russischen Bild.
    Ich glaube, ich habe die Art bisher 2mal bewusst zur Kenntnis genommen, und das war noch vor 2008:

    Ich kenne also Bj. fumosa nicht in all ihren Schattierungen. Die braune Hutoberseite braucht allerdings nicht das Problem zu sein.


    VG Ingo W

    Hallo Rainer!

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    Ich möchte adusta ja auch keinesfalls ausschließen, zumal die Poren eher grau als weißlich wie auf den Bildern von fumosa bei aphyllopower sind. Aber wie relevant das ist kann ich nicht einschätzen.


    Sehr relevant!
    Wenn du Fruchtkörper hast, die schon ohne ein Zutun eine graue Unterseite zeigen, welche sich oft zum Anwuchspunkt noch verstärkt, dann bist du bei Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling).
    Bjerkandera fumosa (Graugelber Rauchporling) hat einfach porenmäßig nicht diese grauen Farben, sondern mehr Ocker. Hier ein schöner bildlicher Vergleich von Ober- und Unterseite der beiden Arten:
    http://jcdegids.be/fungi/Aphyl…ta_5197a_JD_VOE1005AP.jpg


    Für eine gute geistige Vorstellung der Art Bjerkandera fumosa wären nach meiner Einschätzung die Bilder auf dieser russische Seite zu empfehlen (2 letzte Reihen):
    http://mycoweb-stv.ru/aphyllophorales/pro/2/8/


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

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    Von dort müsste man in eine detaillierte Artbeschreibung, welcher der jeweilige Schlüssel zu Grunde liegt. Gibt es aber nicht, oder ist mir nicht bekannt.


    Ja genau.
    Ich hatte mir gestern noch die Original-Tafel von Cooke anschauen wollen, bin aber nicht hingekommen.
    Das einzige war eine farbliche Einschätzung, die ich fand, welche aber wohl schon nicht mehr von ihm selbst stammt (?), sondern eher von Saccardo.
    http://www.librifungorum.org/I…e=SyllogeFungorum8-91.jpg
    Dabei ist die Außenseite mit umberbraun und die Fruchtschicht mit dunkel-/düster-/schwarzbraun eingeschätzt; aber was bedeutet das schon, wenn es aus 2. Hand ist.
    Die zitierte Zeichnung auf Nr. 261 in "Mycographia seu Icones Fungorum (1875)" habe ich nicht im Netz aufspüren können, vielleicht hat jmd. anderes ein glücklicheres Händchen.


    Aber schönes Beispiel dafür, wie aufklärend so eine Originalbeschreibung sein kann. Muss man sich dann noch 2 Nummern kleiner vorstellen, wenn eine Mollisia grau, gesellig an Laubholz wachsend und mit Sporen von 9-11 x 2 beschrieben wird.


    VG Ingo W


    Zitat

    Reife Sporen aus Abwurfpräparaten haben bei mir ein Mittel um 19,0 - 19,5 µm. Allerdings halte ich auch das nicht für ein alles entscheidendes Merkmal. Ich hatte durchaus einzelne Apothecien dabei, deren Sporen über 21 µm lagen.


    Stimmt, die Maße der beiden Arten liegen zu dicht beieinander.
    Nachdem Hohmeyer die PdS-sepiatra als P. granularis annimmt und bei der dort Sporenlängen bis 22 angegeben sind, sollte man von dieser Seite nicht weiter kommen.
    Ich würde ja gerne mal nach Unterschieden Ausschau halten, allerdings finde ich im Netz eben nichts ausführliches (das über die Sporen und Paraphysenköpfe hinausgeht) von einer Peziza, die sepiatra sein könnte nach der farblchen Beschreibung oder dem Farbverlauf.

    Hallo Ralf!


    Nur keine Hektik, so wichtig ist das nun auch wieder nicht.
    Einfach, wenn die Gelegenheit mal passt draufhalten mit dem Fotoapparat.
    Ich habe ja die "Gegenargumente" eines nassliegenden berindeten Eichenästchens auch noch nicht fotographisch festgehalten. Blöder Schnee!


    VG Ingo W

    Hallo Thorben!


    Da gebe ich dir recht. Ich sehe bei Ralfs Pilz den gleichen wie du hier zeigst.
    Dein heutiges Apo-Bild zeigt aus meiner Sicht die Beschreibung "....auch mit schmutzigen Olivtönen".


    Wie soll ich sagen?
    Nachdem doch die Art sehr gerne so gelb-/ ockerbraun gezeigt wird, warum sollte ausgerechnet Hohmeyer in seiner Farbeinschätzung diese häufige Farbschattierung übergehen?


    Mich überzeugt das nicht!
    Ich denke, viele Bestimmungen basieren auf PdS.
    Und dann schaut man halt bei den anderen nach und stellt fest: "Jawohl sieht genauso aus, passt".


    Ich will da auch keinem auf den Füßen rumtrampeln, schließlich ist das Thema nicht gerade mein Betätigungsfeld, aber ich behaupte: mit dem Hohmeyer-Schlüssel kommt man bei dem Gezeigten nicht auf P. sepiatra.
    Wohl aber zum Link in Hannover:
    http://www.hannoverpilze.de/November2008.htm


    Bei dem gealterten Schlappen würde ich auch gerne mal wissen, ob der nicht vielleicht jetzt apikal verformte Paraphysen hat.
    Und was reife Sporen für Maße haben, wenn man mal ein paar mehr ausmisst, wäre vielleicht für spätere Funde interessant.


    VG Ingo W

    Hallo Sarah!

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    8 Sporen......Schienen mir aber anders geformt als die von Calycellina punctata, ......


    Denke ich auch.
    Aber so blätterbewohnende Becherchen gibt es einige.
    Sowas wächst z.B. auch auf Eichenblättern, kommt von der Sporenform schon besser hin, Calycellina rubescens:
    http://www.ascofrance.fr/recol…eae-calycellina-rubescens


    VG Ingo W


    Edit:
    Der Stigmatolemma scheint es aber nicht gerade gut zu gehen so wie sie sich einrollt.
    Für ein luftfeuchtes Millieu ist gesorgt?

    Hallo!


    Ich habe mir jetzt den gesamten Thread mit Links zu ascofrance und die Meinungen der Spezies dort und die verlinkten Schlüssel angeschaut und auch mal durchgeschlüsselt:

    Zitat

    Geschlüsselt hat er übrigens nach H.Hohmeyer und Dennis.


    Ich verstehe nicht, wie man auf P. sepiatra kommt, wenn man mit Hohmeyer schlüsselt.
    Ok., wie man mit Dennis schlüsselt, habe ich jetzt nicht rausgekriegt. Wo gibt es da einen Schlüssel?


    Zurück zum Hohmeyer-Schlüssel:
    Um vom Weg P. granularis wegzukommen, habe ich diese Drillingsweiche bei 35 und müsste mich für Weg/Farbe 35b entscheiden, damit ich zu P. sepiatra komme:


    Nach meinem Empfinden muss man aber eindeutig über 35c mit "ocker bis braun", dann kommt man auch auf P. granularis.
    Dort steht dann das sepiatra-PdS-Bild Bd.1/Bild 51 als Referenz für P. granularis,........

    ....... das bedeutet also, dass auch Hohmeyer (wie schon im ascofrance angeschnitten) davon ausgeht, dass die sepiatra-Bestimmung in PdS nicht korrekt ist, sondern die Kollektion viel mehr und gut auf P. granularis passt.



    Zitat


    Ich werde den Pilz weiterhin als P. sepiatra stehen lassen, aufgrund des Schlüssels und der Uneinigkeit der beiden Arten.


    Halte ich für falsch!


    Übrigens verstehe ich auch nicht so recht, warum man sich nicht mal die kleiige Außenseite oder den Randbereich in mikroskopischer Hinsicht vornimmt. Vielleicht lassen sich ja dort Unterschiede rausarbeiten.
    Ich bin auf jeden Fall überzeugt, dass es sich um verschiedene Arten handelt.


    VG Ingo W


    Edit: so wie hier über dem Becher, so ungefähr wird das Sepia als Farbe eingeschätzt, wenn man sich im Netz umschaut:

    Hallo Pablo!


    Genauso meine ich das wie du es beschreibst.
    In jeder Epoche gab es gute Beschreiber und schlechte.
    Mit dem güldenen Orden für hervorragende Beschreibungen möchte man jetzt noch den französischen Mykologen J. L. E. Boudier (1828-1920) auszeichnen,.....
    https://de.wikipedia.org/wiki/…oscypha_coccinea_crop.jpg
    ..... auch andere verstanden ihr Geschäft mit ihren Möglichkeiten.
    In den Papierkorb treten möchte man allerdings so manches, das zeitlich nach ihm kam bis in die Neuzeit.


    Zitat


    Noch nutzloser wird es, wenn irgendwo ein Stück Mycel ausgebuddelt wird, ein paar Hyphen sequenziert werden und daraus dann drei Arten beschrieben.
    Solcher Quatsch wurde ja auch schon gemacht. Artikel mit solchen Beschreibungen gehören zum Altpapier, derartige Dokumentationen im Netz sind Datenmüll und gehören gelöscht. Das hat nichts mit mykologischer oder generell wissenschaftlicher Arbeit zu tun.


    So ist es.
    Leider sind solche Arbeiten mitunter nicht nur nutzlos, sondern teilweise auch störend und kontraproduktiv, weil sie nicht selten mehr durcheinanderbringen als ordnen.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Der bestimmt sich durch die dünnwandigen, septierten und inkrustierten Zystiden........


    Vorsichtig! Die Rüpel sind nicht immer ehrlich!


    Die Hyphoderma ist aber links die gleiche wie rechts? Weil die eine Seite farblich etwas anders rüberkommt.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    So verstehe ich zunächst mal den Namen Hyaloscypha cf intacta (IKI+). Findet man nun eine Sippe mit negativer Porusreaktion, ebenfalls kurzen Haaren, aber kleineren Sporen, dann kann man sie zB als Hyaloscypha cf intacta (small spored) nennen.


    Ja, so sehe ich das auch. Zumal sich ja die typischen Kollektionen untereinander nicht unterscheiden.
    Ich habe etliche Becherchen unter provisorischen Namen, und finde die auch immer wieder so. Die sind halt einfach noch nicht beschrieben oder die Beschreibung ist noch nicht gefunden.
    Im Falle von 2 Epilobium-Lachnum-Arten ohne Namen sind die beiden höchstwahrscheinlich vermengt worden und deshalb ist die Beschreibung nicht zu gebrauchen. Dabei wären die Haarbecherchen sogar makroskopisch auseinanderzuhalten.


    Zitat


    Um die Ecke gedacht:
    Eventuell wird auch manche Art neu beschrieben, weil es weniger Arbeit macht, als eine Revision einer bereits beschriebenen Art:
    Wenn in einer Originaldiagnose eine Variationsbreite verneint wird, diese aber dann irgendwann festgestellt wird, wird es aus technischer Sicht ziemlich schwierig, die bekannte und beschriebene Art so umzuformulieren, daß die neu entdeckte Variationsbreite abgedeckt wird. Neotypus und so...


    Ein wahnsinnig interessantes Thema und komplex noch dazu.
    Oft ist ja eine klärende Revision (noch?) gar nicht möglich, weil entweder das Exsikkat nicht mehr tauglich ist oder ganz verschwunden oder auch, weil z.B. bei Becherchen tot Merkmale verloren gehen. Da passen dann auf die Totmerkmale 3 Arten, die sich aber lebendig voneinander unterscheiden ließen.


    Vielfach sind auch einfach die Beschreibungen zu den Arten hahnebüchen. Das betrifft nicht nur altmeisterliche Diagnosen.
    Wie schnell man sich anhand nur einer einzigen gefundenen Kollektion mit den angedachten Merkmalen irren kann, davon kann ich selbst ein Liedchen pfeifen, wenn ich ältere Einschätzungen von mir selbst anschaue.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!

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    bei der unteren Reihe Deiner Sporencollage hätte ich zugegebener Weise Schwierigkeiten, A. sacchariferus dranzuschreiben. Möglicherweise hast Du da Sporen von A. lignatilis mit erwischt, oder die Querstreben sind Risse im Perispor, wie sie bei sehr reifen Sporen vorkommen können?


    Tja, kann ich jetzt auch nicht sagen. Fremdsporen von A. lignatilis sind recht unwahrscheinlich.
    Vielleicht hat gar das Kresylblau was damit zu tun. Keine Ahnung.


    Zitat

    Wenn sich jeder strikt an die Maße der Originalbeschreibung hält, und alles abweichende beiseite legt, würden wir nie über die Variationsbreite einer Art einen Überblick erhalten.


    Tja, da wären wir wieder bei der nicht zu klärenden Frage, wo hört eine Variation auf und wo beginnt eine neue Art.
    Die eine Einschätzung kann so richtig sein wie die andere.
    Ich weiß nämlich auch ganz sicher, dass man mit der (Schlüssel-)Methoden-Einstellung "Was soll es denn sonst sein, was anderes ist nicht beschrieben?" ganz schnell daneben liegen kann.
    Klar, Erbsenzählerei bringt auch nichts, aber zwischen den 2 Extremen versuchen zu entscheiden, was denn das richtige wäre, kann manchmal recht schwierig sein. Deshalb finde ich es total wichtig zu versuchen, eine Art über mehrere Aufsammlungen kennenzulernen. Schlecht halt, wenn die jedes Mal (sehr) verschieden aussehen!


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Also sind auch hier die Länge, Form und Gestalt der Haare hier das wesentliche Kriterium zur Abgrenzung gegenüber Hyaloscypha?
    Nur so ganz generell auf Gattungsebene, meine ich.


    Zur Gattung bei den hyalinen Winzbecherchen geht es eigentlich hauptsächlich über die Haare, also deren Aufbau/ Gestalt.


    Es kann aber sein, dass dieses menschengemachte System gerade im Begriff ist, mächtig hin und herzuwanken.
    An einigen Stellen bröselt es schon jetzt gewaltig oder ist schon eingefallen, nämlich dort, wo man sich Unterstützung beim Verstehen der Abstammung durch DNA-Sequenzierung geholt hat.
    Vereinfacht gesprochen kann es eben sein, dass z.B. ein Einrollen der Haare oder ein gewisser Inhalt oder auch eine bestimmte Farbe einfach nicht den Stellenwert hat, wie das der Mensch dachte.


    Diese Olla transiens passt wahrscheinlich auch nicht wirklich zu den anderen Ollas, deren mehrgliedrige Glashaare bei Druck auseinanderfallen.


    Möglicherweise hat Huhtinen 2008 die Art deshalb auch zu Protounguicularia umkombiniert. Ob es einen entsprechenden Rückhalt durch Sequenzierung gibt, weiß ich jetzt gar nicht.
     
    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    Winter ist hier erst seit gestern. Und unten in der Rheinebene um Mannheim rum eigentlich auch jetzt noch nicht.


    Das ist vollkommen ungerecht!
    Ich denke, ich werde mich beschweren.


    Zitat


    Bei den Haaren ist es auch immer ein Unterschied zwischen "sehen durchs Okular" und "vernünftig fotografieren durchs Okular".
    Durchfokussieren ist ja auf einem Einzelbild nicht möglich. So sehe ich im Präparat schon mehr, als ich bildlich festhalten kann.


    Vollkommen richtig! Ist ja auch bei der Hakensuche so. Man selbst weiß es viel früher im Mikro-Überblick, bloß das beweisträchtige Foto dazu hinkriegen, an dem keiner was in Frage stellen kann, das dauert immer länger.


    Zitat


    Interessant dabei ist dann nur, wie weit das eben variieren kann.
    Das betrifft auch die H. cf intacta: Was hätten wir denn da gemacht, wenn ich auch Haare zwischen sagen wir 30 & 40 µm gefunden hätte?
    Natürlich gleich in der Form, so wie ich sie gesehen habe, nur eben länger? Wären wir dann schon bei einer anderen Art, oder müsste man sich nicht erstmal Gedanken machen, ob auch das nur eine ungewöhnliche Variation sein könnte?


    Genau, man müsste sich Gedanken machen. Beides ist sicherlich möglich in der Pilzbestimmung ganz allgemein.
    Eine Hyaloscypha intacta mit Haaren zwischen 30 und 40 würde ich momentan anzweifeln bzw. nicht mit den anderen in einen Topf schmeißen.
    Das ist dann womöglich was anderes. Die hat dann eventuell auch weniger Öl in den kürzeren Sporen und nennt sich Hyaloscypha quercicola.


    Allerdings entwickelt sich diese Hyaloscypha intacta/minuta-Komplex in Kleinigkeiten auseinander, so dass man da mit allem rechnen muss.


    Zitat

    Wären wir dann schon bei einer anderen Art, oder müsste man sich nicht erstmal Gedanken machen, ob auch das nur eine ungewöhnliche Variation sein könnte?


    Eine sehr zeitgemäße Frage, die nicht nur Becherchen betrifft und die selbst mit Abstammungs-Sequenz nicht immer klar zu beantworten sein wird.
    Die Grenzen ziehen ja immer wir, wir wollen versuchen abzugrenzen und in Schubladen zu stecken. Die Natur in ihrer Entwicklung schert sich darum oft nur wenig.


    Wenn ich mal Lust auf eine neue Signatur habe, werde ich dich fragen, ob ich das als Zitat benutzen darf, so gefällt mir der Kern.


    VG Ingo W

    Hallo Ralf!


    Das ist ja wirklich verschärft mit der Unterschiedlichkeit des Sporenornaments!
    Dass es so sein kann, habe ich ja bei meinen wenigen Copro-Test-Kandidaten auch schon gesehen.....
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=24541&position=2
    .......und mich ziemlich über die Nicht-Konstanz gewundert.


    Wenn also das Sporen-Ornament gar nicht soooo konstant ist, wirft das dann nicht Schlüssel über den Haufen, die z.T. darauf aufbauen? Oder ist das gar nicht so gewichtig? Oder soll man sich dann eher nach Dominanz des Erscheinungsbildes richten?


    Wenn die albidus-Kollektion von Ralf mit 21-23 µm Sporenlänge reif war, würde ich die nicht mit der Kollektion 27-29 zusammenschmeißen, auch, wenn es dafür vielleicht keinen Namen gibt.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Mit holzfarbenem Kontext, schwarzbrauner KOH - Reaktion und solchen skeletoiden Hyphidien im Hymenophor?
    Bin mal gespannt, dazu ein paar belastbare Bilder zu sehen.


    Find ich nix dazu, über KOH-Reaktionen bei Porlingen erst mal auch nicht.
    Hab ich also die schlechteren Argumente und nehme die Tr. gibbosa zurück.


    VG Ingo W