Beiträge von Ingo W

    "Allooo Aaablo!


    Zitat


    Und das beste: Die Trollhand habe ich ja sogar mitgeommen. Jedenfalls blieb sie nicht im Wald.


    Aufpass!! Net mit nach Haus`nehm, weil T`ollhand von T`oll is, und T ´oll ganz`fährlich is!
    Schüssi!"


    Hallo Pablo!

    Zitat


    ....und jetzt sag bitte nicht, daß wir wegen den Septierungen wieder in einer ganz anderen Gattung sind und ich bei Boletus oder Inonotus gucken soll.


    Upps!! Ich werde doch wohl nicht nerven?
    Anhand der Anzahl der Paraphysen-Septierungen habe ich bis jetzt noch keine Unterschiede zwischen verschiedenen Arten innerhalb einer Gattung erkennen können.
    Die meisten Paraphysen sind basal 1-2(3) septiert, selten ist die Septe auch mal in der Mitte. Andere Gattungen haben eher im gleichmäßigen Abstand Septierungen von unten bis nach oben, aber das genaue Studium der Paraphysen und deren Septierungs-Gepflogenheiten zur Artunterscheidung macht für gewöhnlich innerhalb einer Gattung wenig Sinn, zumindest fällt mir dazu kein überzeugendes Beispiel ein.


    Aber nochmal zur Paraphysenform

    Zitat

    Das ist halt schwer zu sehen, weil ja außen auf den Paraphysen noch irgendeine Substranz drauf ist, die sie zusammenklebt.


    Würdest du denken, dass das irgendwelche Auflagerungen sind? Sind die dann KOH-löslich?
    Kannst du mal KOH-vorbehandeln und dann mit Kongorot anfärben?


    Zitat

    Und der Inhalt ist nicht oder kaum lichbrechend.


    Kein bisschen lichtbrechend und unscheinbar.
    So zumindest habe ich das bei meinen Funden notiert und sehe das auch bei deinen Mikros.


    Also im Prinzip fällt es mir schwer, was anderes als Mollisia caespiticia bei deinem kleinsporigen Fund zu sehen und ich selbst würde den Namen ohne schlechtes Gewissen und ohne "cf." verwenden.
    Wobei zu sagen ist, dass es sicherlich nicht Pflicht ist, dass die Art auf Pyrenos wachsen muss und auch nicht, dass sie büschelig wächst. Ich sage das bloß, weil mir das irgendwo als so beschrieben im Sinn geblieben ist. Wo das jetzt stand, weiß ich nicht mehr.
    Büscheliges Wachstum bei Mollisia allgemein resultiert eigentlich immer durch das Hervorbrechen aus Regionen unter der Borke, und oft ist der leichteste Weg an die Oberfläche zu kommen eben der Weg, den Pyrenos im Vorfeld schon erschlossen haben. Deswegen dann das Wachstum auf oder bei alten Pyrenos.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Diese Cytidia ist mir noch nicht ins Netz gegangen.

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    Achso, ganz nebenbei: Warum eigentlich Weidengebüsche?


    Weil in der Winterszeit einer der ertragreichsten Pilzstandorte, denke ich.


    Zitat


    Da gibt es so ein paar Arten, denen ich auf der Spur bin. .....
    Hypocreopsis lichenoides (Trollhand). man wird ja immerhin suchen dürfen.


    Dazu will dir jmd. was sagen, der aber anonym bleiben will



    "Alloooo Aabloo!

    T`ollhand scho funden hast!!

    Hinter b`aun Pizis sin Finger von T`ollhand. Hab Feil macht zum Gucken!!
    Schüsssii!"


    VG Ingo W

    Hallo Achim!


    Zitat


    Textura prismatica (d.h. mehr oder weniger parallele Hyphen)" für die Unterseite hatte ich oben schon angegeben. Meintest Du noch was anderes?


    Ja, habe ich gelesen. Wobei das etwas missverständlich ist, weil ja Textura prismatica im Prinzip einen Zellaufbau beschreibt, welche aus "räumlichen Rechtecken", also Quadern besteht.
    Wenn du aber parallele Hyphen schreibst, wird man zwangsläufig von einer hyphigen Struktur ausgehen, also Textura porrecta, also parallel verlaufende lange und eher dünnere Zellen.
    Hat jetzt keinen Einfluss auf das Ergebnis, weil ich ja schon wusste, was du meinst.


    Was ich aber meine, sind abstehende Zellen vom Excipulum und die Zellformen genau am Rand (Margo) des Bechers. Die sehen bei Hymenoscyphus für gewöhnlich so aus:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=19731&position=4
    Gerade an diesen Bereichen mal zu schauen ist nie ein Fehler, denn dann erkennt man u.U. Haare, die für die Bestimmung wichtig sein könnten.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Messgewohnheiten wären ja ein interessantes Thema für sich.
    Bei der Resinicium-Mollisia habe ich mal die Sporen am Bild vermessen, und in der Tat stimmt das gut mit deinen Werten überein.
    Du schriebst
    7,5 - 12 (14) x 3-4 (4,5) µm


    Bei mir fast das gleiche, allerdings keine normal empfundenen Breitenwerte über 3,5
    (6,5)8,2-12,5(14) x (2,7)2,9-3,4(3,9)
    Ich denke aber, eben das sind die Unterschiede von Direktmessung vs. Bildvermessung.


    VG Ingo W

    Hallo Achim!

    Zitat


    Falls Dir irgandwas derartiges noch mal unterkommen sollte, denk an mich.


    Ja, mach ich!


    Zitat


    Wenn die Paraphysen mit Guttulen gefüllt wären, kämen denn da bekannte Holzbesiedler in Frage?


    Mit der Konstellation bin ich auch nicht fündig geworden.
    Wenn du dran denkst, kannst du ja das nächste Mal bei solchen Becherchen auch die Marginalzellen und Zellen der Außenseite mit angucken und bebildern, die am Stiel vielleicht auch noch.
    Es ist jetzt nicht so, dass das zwingend was bringt, aber man fühlt sich dann eventuell etwas sicherer, dass man in der Gattung richtig gelandet ist.


    VG Ingo W

    Hallo Achim!

    Zitat


    Noch eine Idee?


    Man versucht sich das ja immer irgendwie zu erklären und rätselt nach Lösungen oder Irrwegen, die man vielleicht gegangen ist. Dass das Sporenbild nun ausgerechnet vom Exemplar an der Blatt-Petiole stammt, kann wohl nicht sein?


    Ansonsten habe ich jetzt noch andere Wege geschlüsselt, aber da komme ich nicht wirklich bei was Zufriedenstellendem an.


    Mal davon abgesehen, dass es natürlich reichlich unbeschriebene Becherchen gibt, ist sowas allerdings immer auch ein bisschen wie ein verlorener Wettkampf.
    Also falls die Stelle irgendwie in deinem mykologischen Einzugsgebiet liegt, würde ich mich natürlich über einen erneuten Fund für eine Revanche freuen.
    Bis dahin hast du meiner Meinung nach einen guten Namen gewählt mit so ähnlich wie Hymenoscyphus cf. caudatus (Laubholz).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Zitat


    Ist sicher einfacher am Monitor zu messen, als mit dem Messokular am Mikroskop.


    Ich habe ja zuerst auch durch das Okular gemessen. Das ist bei weitem ungenauer als das Nachmessen auf einem Bild. Und du kriegst wirklich die erste Kommastelle gut hin mit +- 0,1 (oder 0,2).
    Bei großen Sporen ist das Messen auf eine Kommastelle sicher weniger wichtig, aber gerade die Sporenbreiten bei den kleinen Becherchen, die sagen schon was aus.


    Zitat


    Pyrenopeziza wegen den Paraphysen? Wegen der Wuchsform? Oder Randzellen?


    Wegen fehlender Vakuolen in den Paraphysen bei vitalen Apos. Die sollten dann auch keine kugeligen Excipulumzellen mehr haben, sondern nur eckige, aber wie wir ja jetzt wissen, kann das Mollisia auch.


    Jetzt kommt natürlich die Gefahr dazu, dass bei Schädigung der Apos und nachlassender Vitalität auch die Paraphysenvakuolen langsam kaputt gehen, du hast das selbst oben aufgenommen. Das kann bei Exsikkaten natürlich dann den Effekt haben, dass die Vakuolen weg sind und dadurch auch gar keine KOH-Reaktion positiv enden kann.
    Interessiert hätte mich z.B. eine größere Aufnahme der geschädigten Paraphysen-Vakuolen bei Mollisia 2, die zwischendrin sich anders verhält, weil mit kugeligen Inhalt.
    Denn eigentlich sollte das nicht sein, dass hier kugelige Vakuolen sind (obwohl ich das auf dem Bild natürlich auch so wahrnehme).
    Theoretisch sollten die Überreste der zerstörten Vakuolen eckig sein. Alles, was diesbezüglich kaputt geht, ist nicht kugelig.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo Pablo!


    Für den letzten mit den kleinen Sporen: versuch doch bitte mal die Paraphysen zu separieren und auch genau reinzuschauen, ob da nicht vielleicht doch eine Vakuole drin ist. Die sollte dann weit weniger auffällig sein wie von Mollisia gewohnt, also dieser lichtbrechende Eindruck fehlt.
    Vielleicht mal Brillant-Kresylblau benutzen?


    Ich bin wieder weggekommen von Pyrenopeziza, aber halte die folgend erwähnten Arten sowieso für nah verwandt. Das wären einmal Mollisia caespiticia und im Begleittext erwähnte Arten.
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=37840&position=22


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Interessant ist da die flatterige Form und die dunkle Färbung junger Apos, die aber alt dann ganz gelb werden.


    Das sind die verschiedenen Durchfeuchtungsfarben: dunkel wenn sehr feucht, heller wenn abtrocknend.
    Solche Farbverläufe fehlen oft bei Beschreibungen zu bestimmten Arten, deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass man oft etwas blöd dreinschaut, wenn eine Art z.B. gelb beschrieben ist, man sie selbst aber dunkelgrau findet.
    Mein schönstes Beispiel bei Mollisia ist ja immer dieses hier, und da sieht man auch sehr genau, dass nicht 2 verschiedene Arten beieinander stehen. Übertrieben könnte man sagen: von schwarz bis weiß
    http://asco-sonneberg.de/pages…oup_id=27801&position=106


    Eine Frage noch: die Messskala in deinem Mikrobildern kann man verwenden, um genauer nachzumessen?
    Ich gebe dir recht, als du gestern schriebst, dass zwei Stellen nach dem Komma nicht sein müssen (ist ja auch Blödsinn), aber eine Kommastelle hätte ich schon gern genauer als in 0,5-er Schritten. Gerade bei Sporenbreiten halte ich das für wichtig.
    Natürlich kann das live am Mikro nur schlecht klappen, aber auf dem Bild würde ich es gern nachmessen. Bei Mollisia 2 kann ich die angegebenen Sporenbreiten bis 4(4,5) nur schlecht erkennen.


    Ansonsten sind es schöne Aufgaben.
    Die gestrige Mollisia hätte prima zu Mollisia albogrisea gepasst, wenn sie KOH+ gewesen wäre.
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=38331&position=5
    Der Sporeninhalt deiner Aufsammlung wäre vielleicht etwas zu eindeutig gewesen.


    Der Sparringpartner bei KOH- ist Mollisia olivaceocinerea, aber die hat Sporenlängen nur bis 10 und eher ellipsoide Sporenformen als stumpfspindelige wie bei dir.
    Aber wahrscheinlich müsste man sich bei einer Namensgebung in dieser Nähe aufhalten:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=37508&position=92


    Meine Nadelholz-Mollisien habe ich unter Mollisia lividofusca (Nadelholz), wobei das nicht das gleiche ist wie M. lividofusca.
    Das dumme hier ist, dass du Inhalt in den Sporen hast, also auch hier kein Treffer.


    Die Mollisia ohne Paraphysen-Vakuolen ist eine Pyrenopeziza an Holz. Die haben wahrscheinlich mit denen auf Kräutern nicht viel zu tun, aber heißen erst mal noch so.
    Irgendwie der schwierige Dunstkreis um Pyrenopeziza subviridula und irgendwas anderes gabs da auch noch.
    Brauch ein bisschen Zeit.
    Ansonsten ist alles bestens mit deiner Einschätzung und auch deinen Erkenntnissen, wie z.B. "nur über Anwuchs fast kugelige Zellen, nach außen eher eckiger"
    oder gestern, als du die Form der Marginalzellen beschrieben hast: ja, genau so ist es, die sind formmäßig der Durchschnitt der Flankenhaare/Endzellen und der Paraphysen. Das eine morpht sich zum zweiten, und zwischendrin stehen die Marginalzellen, direkt an der Fruchtschicht steht dann nochmal eine Palisade von Rand-Paraphysen, die sind noch etwas dicker und nicht von Asci durchsetzt.



    VG Ingo W

    Hallo Achim!


    Also die Sporen und das makroskopische Erscheinungsbild passen natürlich gut zu Hymenoscyphus. Hast du dir aber vielleicht trotzdem notiert, ob der angefärbte Porus vom Hymenoscyphus-Typ ist?
    http://asco-sonneberg.de/pages…scutuloide-sp-jj37807.php


    Zwar lese ich, dass du die Porusfärbung mit Lugol blau angibst, aber auf dem Bild sieht ´s irgendwie braun aus.
    Weißt du noch, ob viele freie Sporen zu sehen waren oder ob du sogar den Abschuss hast verfolgen können (wegen Reifebeurteilung)?


    Nimmt man Schlüssel zur Hilfe, so versacke ich immer bei Arten, die an Blättern oder Kräutern wachsen. Eine Idee für einen Holz-Hymenoscyphus mit den Werten habe ich erst mal nicht.


    VG Ingo W

    Hallo Achim!


    Falls es Hymenoscyphus albidus (Gemeines Eschenblatt-Stielbecherchen) jemals gab, und das muss man wohl glauben, dann ist der vollständig verdrängt von H. pseudoalbidus (fraxineus) (Aggressives Eschenblatt-Stielbecherchen).
    Das letzte, was ich hörte war, dass man ihn wohl in Westspanien oder Portugal noch finden könne.


    Das Problem allgemein bei der Hakensuche bei Hymenoscyphus ist, dass man die kaum eindeutig an ausgewachsenen Asci feststellen kann, weil Hymenoscyphus-Asci-Basen schon sehr dünn auslaufen. Nun werkeln manche Pilzler eben so, dass sie meinen, wenn sie nichts an alten Asci sehen, der automatisch hakenlos ist. Das betrifft die ganzen aktuellen Fundmeldungen von H. albidus, behaupte ich jetzt mal so.
    Man sollte also besser Jung-Asci kontrollieren:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=20481&position=16
    Da sieht man das sehr eindeutig.


    Zu deinem Eichen-Hymenoscyphus habe ich noch keine Idee. In den Paraphysen war tatsächlich kein Inhalt?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Der Satz macht mir etwas Sorgen.

    Zitat


    Nun kommt das KOH, ich habe 3% genommen, scheint zu reichen. Die Excipulumzellen werden wie versprochen grün, der gelöste Farbstoff entweicht auch hier gelblich ins Medium.


    Es geht eigentlich darum, dass die Vakuolen in den Paraphysen/Marginalzellen/Endzellen mit KOH platzen und eine gelbe Reaktion verursachen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=38361&position=6


    Zur Propolis-Reaktion:

    Zitat


    Und da ist die mikrochemische Reaktion mal echt eine Wucht: Da steigen ganze Wolken an gelöstem, nun violett gefärbten Pigment von den Paraphysen auf.
    Toll. Smile


    Steht übrigens auch nirgends.
    Die Wertigkeit kann ich nicht einschätzen, da gab es auch Fälle, wo es nicht funktionierte.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo Pablo!


    Zum Lachnum!
    Das ist Lachnum brevipilosum (Kurzhaariges Weißhaarbecherchen). Die Ascusbasen sind eindeutig ohne Haken. Die keulig-kopfigen Haare sind eher welche zur Basis hin.
    Die Hauptweiche bei Lachnum (nachdem man sich anhand der Haar-/Paraphysenform überzeugt hat, dass es keine Dsyscyphella ist) ist der Inhalt der Paraphysen und Haare.
    Wie man bei deinem Becherchen sieht, hat das in diesen Elementen auffällig schöne Tropfen, bei den Haaren besonders zur Basis hin.
    Mit der Sporengröße (für L. impudicum sind die Sporen eindeutig zu groß) und in den Paraphysen (mit tropfigen Inhalt vs. vereinzelte Gürtel) in Verbindung mit kurzen Haaren (sollten hier nicht länger als 60 sein) kommt man bequem zu Lachnum brevipilosum.


    Zu den "Pseudohaken":
    Das, was du abbildest mit den hakenförmigen Basalauswüchsen ist das nächste, was man so richtig schön falsch interpretieren kann, wenn man es nicht weiß.


    Also bei dieser Art speziell ist mir das noch nicht aufgefallen, da wundere ich mich schon ein wenig.
    Von Lachnellula kenne ich solche "Basalprotuberanzen" an den Asci ebenfalls. Um sich hier mit der Beurteilung klar zu werden, sollte man Beispiele suchen, bei denen die Basiszellen noch dranhängen, dann wird man sehen, dass diese basalen Auswüchse nicht angeschlossen sind.


    Im folgenden Link mal die Datei 5.II. 08 öffnen und im Mikrobild unten schauen:
    https://drive.google.com/folde…kxxZhYVZub0N1aGY5YTg#list


    VG Ingo W


    Edit:
    Wenn du die Mollisia nicht zur positiven KOH-Reaktion der Paraphysen überreden kannst, habe ich ein Problem.
    Nimm mal höherprozentiges KOH (wenn du hast) und lasse es schnell einwirken!

    Hallo Jan-Arne!


    Also Massenpilz glaube ich auch nur schlecht.
    Ich habe den von unseren Rindenpilzlern mal gezeigt bekommen bei einem Treffen außerhalb meiner direkten Heimat, da sah er auch so aus wie bei dir auf dem Bild. Ich weiß noch, dass ich mich gewundert habe, weil ich bei "nivea" immer von einem schneeweißen Pilz ausgegangen bin.


    Hier direkt bei mir habe ich die Art überhaupt noch nicht selbst gefunden, aber das kann natürlich auch eine gewisse Artenblindheit sein, die ich nicht verleugnen kann.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Die Propolis ist dauerhaft, die geht eigentlich nicht kaputt.


    Die Mollisien kriegen wir normalerweise, soweit ich die kenne und es Übereinstimmung gibt. Ok., die an Nadelholz bereiten mitunter Kopfzerbrechen.


    Wichtig sind reife Sporen mit genauer Beobachtung des Inhalts, solange sie noch nicht geschädigt sind, und genaue Sporengröße von-bis (ausgenommen Ausnahmesporen, die nur vereinzelt auftreten).


    Das mit dem Hakenverhältnis machst du nebenbei, da gibt es bei Mollisia eigentlich kaum Probleme, weil die mindestens bei Jung-Asci schön ausgebildet sind und mit dem "Porus + Lugol = blau" genauso.


    Jetzt noch die KOH-Reaktion der Paraphysen (das Ankommen der Kalilauge lässt sich ja immer wunderbar feststellen, wenn die gelbbraunen Excipulumzellen olivgrün werden).


    Ein dünnes Scheibchen aus der Mitte des Becherchens muss dafür herhalten, dass du über dem Apo-Anwuchs (= großzellig) bis zum Rand (kleinerzellig) die Form der Excipulumzellen feststellst (meist von eindeutig kugelig bis angulär (eckig), oft gemischt).
    Dieses Scheibchen verwenden wir dann auch, um uns ein Bild über die Endzellen (abstehende Zellen am Becherrand) und an der Margo (Becherrand, Übergang zur Fruchtschicht) zu machen.


    Diese Angaben reichen dann, nur in wenigen Fällen muss noch was im Nachhinein gekärt werden.
    Eigentlich reichen 3 Präparate, wenn alles gut geht. Wenn man das Hakenverhältnis in Wasser schon gut erkennt und kein Kongo braucht, geht ´s theoretisch sogar mit 2 Präparaten. Aber mehrere Präparate von möglichst verschiedenen Apos sind natürlich idealer.


    VG Ingo W

    Hallo Rainer!


    Substrat, Fleischfarbe und diese hügelige Hutoberfläche würden mir für Bjerkandera fumosa nicht so sehr gefallen.
    Ich würde da eher an Coroliopsis trogii (Blasse Borstentramete) denken. Paar verklebte Haare waren wohl auf dem Hut nicht mehr vorhanden?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    ..... daß man auch auf einem Foto was davon sieht. ist aber nicht ganz so einfach, weil es wirklich wenig ist. Und meine Kamera von der Farbwiedergabe bei Bildern durchs Mikro teils recht eigene Vorstellungen hat...


    Kenne ich! Manche schwachen Paraphysen-Gelbreaktionen bei Mollisia kann ich mit meiner Tubuskamera gar nicht abbilden und mit besonderen Farbtönen brauche ich gar nicht anzufangen, die abbilden zu wollen. Die Kamera zeigt oft andere Farben als real sind und ich vermag das auch durch Einstellungsmöglichkeiten nicht auszugleichen.


    Bei Lasiobelonium ist die Intensität der Farbe womöglich abhängig von der Menge des Exsudats an den Haaren und die wiederum ist scheinbar oft nicht konstant und/oder abhängig von Einflüssen und Alter.


    VG Ingo W

    Hallo Dodo!


    Schöne Bilder!
    Herber Zwergknäueling (Panellus stipticus) passt, und Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma sublateritium) war der Name, auf den du nicht gekommen bist.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Was ich mich nun frage:
    Wie würdest du das merkmal mit den krausen Basishaaren einstufen?
    Wichtiger als den in KOH gelösten Farbstoff oder weniger wichtig?


    Die Frage mit dem KOH und ob du da was siehst, das sich von den Haaren löst, war nur interessenhalber. Das weiß ja eigentlich fast niemand, deshalb ist es auch kein Merkmal, zumindest nicht für Arten.


    Schönes Ding mit der Pseudombrophila.
    Gut, dass sich Nobi immer so viel merkt aus der Vergangenheit.


    VG Ingo W

    Hallo Heidi!

    Zitat


    MDB......... aber als Privatman. Und......er hat mir die Lösung des Problems genannt.


    Schön, wenn du das als Lösung des Problems empfindest, aber dass die Firma 3x Gelegenheit auf Nachbesserung haben wird, das hätte dir wohl fast jeder hier im Forum sagen können.


    Hallo Fredy!


    Das ist schon interessant zu hören, wie es dir ergangen ist.
    Was mich ziemlich stört bei der ganzen Angelegenheit ist, dass man praktisch machtlos ist, denen für ihr Verhalten einen Denkzettel zukommen zu lassen.


    Selbst gibt es mir ja eine gewisse Befriedigung, dass manche Firmen (Versicherungen, Banken, Netzanbieter, Telefongesellschaften usw.) wegen Fehlverhaltens von mir abgestraft werden können, indem ich die eben zukünftig ignoriere und auch nicht verpasse, die im persönlichen Umfeld schlecht zu machen.


    Das wird dem entsprechenden Unternehmen zwar kaum auffallen, aber mir gibt es das Gefühl, mich für meine Unzufriedenheit bei ihnen revanchieren zu können.


    Aber wenn du sagst, bei den Konkurrenzunternehmen ist es auch kaum besser, dann macht das natürlich alles wenig Sinn.


    VG Ingo W

    Hallo Heidi!

    Zitat


    Weil........ich kenne sowas nicht. Sie war in "Reparatur" sagt man uns......und sie ist noch genauso wie vorher auch. ??? DAS verstehe wer will.


    Etwas reparieren, was nur manchmal nicht funktioniert, ist schwierig. Weil, was soll man denn austauschen, wenn bei einem Test alles funktioniert?
    (Davon gehe ich mal aus, weil sie bei dir zurückgekommen ja auch wieder normale Bilder machte, der Fehler aber offensichtlich noch vorhanden ist).


    Das 2. Problem dürfte die mangelnde gute Konversation vom Einschicker zum Reparateur und wieder zurück sein. Ich weiß nicht, ob du gesehen hast, was ausgefüllt oder angekreuzt wurde?
    Und was ich selbst weiß, wenn man das reparierte Stück wieder abholt und wissen will, was denn kaputt war, so kriegt man doch oft tatsächlich nicht mehr als ein Schulterzucken.


    Zitat


    Er hat Beziehungen, weil er ......


    Ui, den Teilatz habe ich lange nicht mehr gehört, kenne ihn aber von früher.
    Wird sich also das Mitglied des Bundestages jetzt um deinen Fotoapparat und die zufriedenstellende Klärung kümmern.


    VG Ingo W


    Edit:
    Vielleicht sollte man auch mal nach der Garantieverlängerung fragen beim nächsten Abholen.

    Hallo Pablo!


    Zitat


    Und da gibt es keine weiteren merkmale außer der Färbung, die eine Untescheidung zulassen?


    Naja, ehrlich gesagt, sind mir die Strukturen zu klein, um da besonders gut mitspielen zu können. Bin ja immer schon froh, wenn ich die Warzen auf den Sporen zu sehen krieg.
    Und leider ist das auch nur erstmal der Ansatz für Europa. Von den anderen Kontinenten kommen dann noch andere dazu.


    Schade, dass du fort bist.
    Zur Lasiobelonium wäre es noch schön gewesen, wenn du zu den Haaren mal KOH geschüttet hättest, ob sich da angelagertes Exsudat gelb ins Medium löst wie hier bei der Nachbar-Art (rechts im Bild!):
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=37395&position=2


    Die Propolis hält sich auf jeden Fall. Da kannst du dann mal Kongorot-SDS ranschütten (hast du das?), ob sich diese hübsche Reaktion entlocken lässt:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=12091&position=1


    VG Ingo W


    Edit:
    Dass der Dacryobolus nicht stimmt, ist ganz schön frech. Gleicht doch dein Bild den Artbildern perfekt.
    Da hätte ich bei einer Wette hoch gepokert und verloren.