Beiträge von Ingo W

    Hallo Dodo!


    Zitat


    Nun hoffe ich, wenigstens einen richtig bestimmt zu haben......


    Na klar doch.
    Der Rotrandige (Fomitopsis pinicola), die Striegelige (Tr. hirsuta) und der erste Striegelige Schichtpilz (Stereum hirsutum) sind richtig bestimmt.


    Was nicht stimmt ist die 5, denn hier handelt es sich genauso um den Striegeligen Schichtpilz wie bei der Nr. 1. An so dickem Substrat sind oft die Hütchen etwas größer, vielleicht hat dich das getäuscht.
    Der Samtige Schichtpilz wäre nicht so gelb in der Fruchtschicht, hätte größere Fruchtkörper und weniger wellige, weit abstehende Hüte.


    Der Lamellenpilz ist vielleicht Tubaria furfuracea (Gemeiner Trompetenschnitzling).


    VG Ingo W

    Hallo Bernhard!

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    Präzisierung der Lamellen-Beschreibung: Weißlich bis hellbraun, herablaufend, Schneiden gesägt, wellig, mit vielen unterschiedlich langen Zwischenlamellen.


    Gefällt mir besser.
    Wobei die Schneiden tatsächlich nur fein gesägt sind im Gegensatz zu verwandten Arten.
    Was ich auch noch für ein nicht häufiges Merkmal halte, ist die Lamellenhaltung am Stiel. Die Lamellen laufen ja eigentlich vielfach nur strichweise, aber relativ weit den Stiel herab, zumindest unterscheidet sich die Art des Herablaufens schon irgendwie von vielen anderen Pilzen mit herablaufenden Lamellen.


    VG Ingo W

    Hallo Kaulbarsch!

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    Habe ich ihn mit Stereum rugosum richtig bestimmt?


    Hättest mal auf die Hütchen schauen müssen, da wäre dir sicherlich das stiegelig-haarige aufgefallen.
    Und Stereum rugosum bestimmen ohne mal dran gekratzt zu haben, damit sich das Rotverfärben bestätigt? Nö, so funktioniert das nicht!


    VG Ingo W

    Hallo Bernhard!

    Zitat


    Lamellen: hell zimtbraun, wellig, .... mit mehreren Zonen von Zwischenlamellen, Schneiden fransig


    Ich verstehe deine Beurteilung der Lamellen zwar nicht (Zonen von Zwischenlamellen? Lamellen hell zimtbraun und wellig?), aber ich denke, Mario hat da auf jeden Fall recht mit dem Harzigen Sägeblättling.
    Keine Klebrigkeit auf dem Hut aufgefallen?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Aber... Aber diese Trollhand ist wichtig!


    Naja, will mich da ja nicht reinhängen......

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    Ohne diese Trollhand kann ich kein Präparat mehr anfertigen, geschweige denn einen sinnvollen Text eintippen!


    Aber ich schätze, wir müssen das Opfer bringen.......

    Zitat


    Es ist auch eine ganz brave Trollhand, die nichts kaputt macht


    ....denn sowas ist nicht beschrieben.


    Zitat


    ...ganz gut ist im Gnolme puscheln.


    Gnolmi fragt, was "puscheln" ist.
    Und außerdem soll ich dir ausrichten, dass du keinesfalls Kompromisse mt der Tollhand eingehen sollst. Tollkirschen sind schließlich auch giftig und keiner schleppt sie mit nach Hause.


    VG Ingo W


    Hallo Ingo,
    Dann war ich wohl auf den falschen Seiten......
    Erstaunlich , wie unterschiedlich die ausfallen können - die Pilze mein ich (die Seiten allerdings auch....)
    Gruß Norbert


    Hallo Norbert!


    Pablo hat trotzdem recht mit seiner Skepsis.
    Ich war da wohl jetzt etwas flott mit Bilderverlinken, hatte mir das gar nicht alles genau angeschaut.
    So für mich habe ich die Art Steccherinum ochraceum eigentlich als resupinat, eventuell mit überstehenden Hutkanten abgespeichert. Wirklich "nur hütig" kenne ich die (glaube ich) auch nicht.


    Schon ein paar Jahre her, als ich auch sowas fotografierte, aber das ist St. ochraceum.....
    http://asco-sonneberg.de/pages…aceum-090115-02xs5251.php
    .....also eher blass-orange und mit nicht übermäßig langen Stacheln.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Bei der Nadelholz/Resinicium-Mollisia fällt mir bei den Sporenbreiten erst mal keine Art ein, mit der ich sie vermengen wollte.
    Meine Nadelholz-Mollisien sind entweder die:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=38185&position=69
    ....die haben aber nicht die Sporenbreite und sind OCI = 0
    oder die:
    http://asco-sonneberg.de/pages…oup_id=37709&position=125
    ....die hat jetzt Inhalt, allerdings noch schmälere Sporen.


    Natürlich wird sich das kaum an Nadel- versus Laubholz festmachen lassen, sicherlich sind die Holz-Mollisien viel flexibler.


    Was am ehesten zu den Sporenwerten passt, ist eine Art, die ich immer wieder mal an Rhamnus gefunden hatte mit ziemlich breiten Sporen, Sporenlängen bis 12 und deutlichem Öl:
    http://asco-sonneberg.de/pages…oup_id=32601&position=130


    Aber eigentlich glaube ich da nicht wirklich dran, dass deine Art was damit zu tun hat.
    Wichtig wäre für mich, dass du deine Mollisia-Beschreibungen etwas zusammenfasst und nicht wegschmeißt.


    VG Ingo W

    "Allooo Aaablo!


    Zitat


    Und das beste: Die Trollhand habe ich ja sogar mitgeommen. Jedenfalls blieb sie nicht im Wald.


    Aufpass!! Net mit nach Haus`nehm, weil T`ollhand von T`oll is, und T ´oll ganz`fährlich is!
    Schüssi!"


    Hallo Pablo!

    Zitat


    ....und jetzt sag bitte nicht, daß wir wegen den Septierungen wieder in einer ganz anderen Gattung sind und ich bei Boletus oder Inonotus gucken soll.


    Upps!! Ich werde doch wohl nicht nerven?
    Anhand der Anzahl der Paraphysen-Septierungen habe ich bis jetzt noch keine Unterschiede zwischen verschiedenen Arten innerhalb einer Gattung erkennen können.
    Die meisten Paraphysen sind basal 1-2(3) septiert, selten ist die Septe auch mal in der Mitte. Andere Gattungen haben eher im gleichmäßigen Abstand Septierungen von unten bis nach oben, aber das genaue Studium der Paraphysen und deren Septierungs-Gepflogenheiten zur Artunterscheidung macht für gewöhnlich innerhalb einer Gattung wenig Sinn, zumindest fällt mir dazu kein überzeugendes Beispiel ein.


    Aber nochmal zur Paraphysenform

    Zitat

    Das ist halt schwer zu sehen, weil ja außen auf den Paraphysen noch irgendeine Substranz drauf ist, die sie zusammenklebt.


    Würdest du denken, dass das irgendwelche Auflagerungen sind? Sind die dann KOH-löslich?
    Kannst du mal KOH-vorbehandeln und dann mit Kongorot anfärben?


    Zitat

    Und der Inhalt ist nicht oder kaum lichbrechend.


    Kein bisschen lichtbrechend und unscheinbar.
    So zumindest habe ich das bei meinen Funden notiert und sehe das auch bei deinen Mikros.


    Also im Prinzip fällt es mir schwer, was anderes als Mollisia caespiticia bei deinem kleinsporigen Fund zu sehen und ich selbst würde den Namen ohne schlechtes Gewissen und ohne "cf." verwenden.
    Wobei zu sagen ist, dass es sicherlich nicht Pflicht ist, dass die Art auf Pyrenos wachsen muss und auch nicht, dass sie büschelig wächst. Ich sage das bloß, weil mir das irgendwo als so beschrieben im Sinn geblieben ist. Wo das jetzt stand, weiß ich nicht mehr.
    Büscheliges Wachstum bei Mollisia allgemein resultiert eigentlich immer durch das Hervorbrechen aus Regionen unter der Borke, und oft ist der leichteste Weg an die Oberfläche zu kommen eben der Weg, den Pyrenos im Vorfeld schon erschlossen haben. Deswegen dann das Wachstum auf oder bei alten Pyrenos.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Diese Cytidia ist mir noch nicht ins Netz gegangen.

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    Achso, ganz nebenbei: Warum eigentlich Weidengebüsche?


    Weil in der Winterszeit einer der ertragreichsten Pilzstandorte, denke ich.


    Zitat


    Da gibt es so ein paar Arten, denen ich auf der Spur bin. .....
    Hypocreopsis lichenoides (Trollhand). man wird ja immerhin suchen dürfen.


    Dazu will dir jmd. was sagen, der aber anonym bleiben will



    "Alloooo Aabloo!

    T`ollhand scho funden hast!!

    Hinter b`aun Pizis sin Finger von T`ollhand. Hab Feil macht zum Gucken!!
    Schüsssii!"


    VG Ingo W

    Hallo Achim!


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    Textura prismatica (d.h. mehr oder weniger parallele Hyphen)" für die Unterseite hatte ich oben schon angegeben. Meintest Du noch was anderes?


    Ja, habe ich gelesen. Wobei das etwas missverständlich ist, weil ja Textura prismatica im Prinzip einen Zellaufbau beschreibt, welche aus "räumlichen Rechtecken", also Quadern besteht.
    Wenn du aber parallele Hyphen schreibst, wird man zwangsläufig von einer hyphigen Struktur ausgehen, also Textura porrecta, also parallel verlaufende lange und eher dünnere Zellen.
    Hat jetzt keinen Einfluss auf das Ergebnis, weil ich ja schon wusste, was du meinst.


    Was ich aber meine, sind abstehende Zellen vom Excipulum und die Zellformen genau am Rand (Margo) des Bechers. Die sehen bei Hymenoscyphus für gewöhnlich so aus:
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=19731&position=4
    Gerade an diesen Bereichen mal zu schauen ist nie ein Fehler, denn dann erkennt man u.U. Haare, die für die Bestimmung wichtig sein könnten.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Messgewohnheiten wären ja ein interessantes Thema für sich.
    Bei der Resinicium-Mollisia habe ich mal die Sporen am Bild vermessen, und in der Tat stimmt das gut mit deinen Werten überein.
    Du schriebst
    7,5 - 12 (14) x 3-4 (4,5) µm


    Bei mir fast das gleiche, allerdings keine normal empfundenen Breitenwerte über 3,5
    (6,5)8,2-12,5(14) x (2,7)2,9-3,4(3,9)
    Ich denke aber, eben das sind die Unterschiede von Direktmessung vs. Bildvermessung.


    VG Ingo W

    Hallo Achim!

    Zitat


    Falls Dir irgandwas derartiges noch mal unterkommen sollte, denk an mich.


    Ja, mach ich!


    Zitat


    Wenn die Paraphysen mit Guttulen gefüllt wären, kämen denn da bekannte Holzbesiedler in Frage?


    Mit der Konstellation bin ich auch nicht fündig geworden.
    Wenn du dran denkst, kannst du ja das nächste Mal bei solchen Becherchen auch die Marginalzellen und Zellen der Außenseite mit angucken und bebildern, die am Stiel vielleicht auch noch.
    Es ist jetzt nicht so, dass das zwingend was bringt, aber man fühlt sich dann eventuell etwas sicherer, dass man in der Gattung richtig gelandet ist.


    VG Ingo W

    Hallo Achim!

    Zitat


    Noch eine Idee?


    Man versucht sich das ja immer irgendwie zu erklären und rätselt nach Lösungen oder Irrwegen, die man vielleicht gegangen ist. Dass das Sporenbild nun ausgerechnet vom Exemplar an der Blatt-Petiole stammt, kann wohl nicht sein?


    Ansonsten habe ich jetzt noch andere Wege geschlüsselt, aber da komme ich nicht wirklich bei was Zufriedenstellendem an.


    Mal davon abgesehen, dass es natürlich reichlich unbeschriebene Becherchen gibt, ist sowas allerdings immer auch ein bisschen wie ein verlorener Wettkampf.
    Also falls die Stelle irgendwie in deinem mykologischen Einzugsgebiet liegt, würde ich mich natürlich über einen erneuten Fund für eine Revanche freuen.
    Bis dahin hast du meiner Meinung nach einen guten Namen gewählt mit so ähnlich wie Hymenoscyphus cf. caudatus (Laubholz).


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


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    Ist sicher einfacher am Monitor zu messen, als mit dem Messokular am Mikroskop.


    Ich habe ja zuerst auch durch das Okular gemessen. Das ist bei weitem ungenauer als das Nachmessen auf einem Bild. Und du kriegst wirklich die erste Kommastelle gut hin mit +- 0,1 (oder 0,2).
    Bei großen Sporen ist das Messen auf eine Kommastelle sicher weniger wichtig, aber gerade die Sporenbreiten bei den kleinen Becherchen, die sagen schon was aus.


    Zitat


    Pyrenopeziza wegen den Paraphysen? Wegen der Wuchsform? Oder Randzellen?


    Wegen fehlender Vakuolen in den Paraphysen bei vitalen Apos. Die sollten dann auch keine kugeligen Excipulumzellen mehr haben, sondern nur eckige, aber wie wir ja jetzt wissen, kann das Mollisia auch.


    Jetzt kommt natürlich die Gefahr dazu, dass bei Schädigung der Apos und nachlassender Vitalität auch die Paraphysenvakuolen langsam kaputt gehen, du hast das selbst oben aufgenommen. Das kann bei Exsikkaten natürlich dann den Effekt haben, dass die Vakuolen weg sind und dadurch auch gar keine KOH-Reaktion positiv enden kann.
    Interessiert hätte mich z.B. eine größere Aufnahme der geschädigten Paraphysen-Vakuolen bei Mollisia 2, die zwischendrin sich anders verhält, weil mit kugeligen Inhalt.
    Denn eigentlich sollte das nicht sein, dass hier kugelige Vakuolen sind (obwohl ich das auf dem Bild natürlich auch so wahrnehme).
    Theoretisch sollten die Überreste der zerstörten Vakuolen eckig sein. Alles, was diesbezüglich kaputt geht, ist nicht kugelig.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo Pablo!


    Für den letzten mit den kleinen Sporen: versuch doch bitte mal die Paraphysen zu separieren und auch genau reinzuschauen, ob da nicht vielleicht doch eine Vakuole drin ist. Die sollte dann weit weniger auffällig sein wie von Mollisia gewohnt, also dieser lichtbrechende Eindruck fehlt.
    Vielleicht mal Brillant-Kresylblau benutzen?


    Ich bin wieder weggekommen von Pyrenopeziza, aber halte die folgend erwähnten Arten sowieso für nah verwandt. Das wären einmal Mollisia caespiticia und im Begleittext erwähnte Arten.
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=37840&position=22


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    Interessant ist da die flatterige Form und die dunkle Färbung junger Apos, die aber alt dann ganz gelb werden.


    Das sind die verschiedenen Durchfeuchtungsfarben: dunkel wenn sehr feucht, heller wenn abtrocknend.
    Solche Farbverläufe fehlen oft bei Beschreibungen zu bestimmten Arten, deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass man oft etwas blöd dreinschaut, wenn eine Art z.B. gelb beschrieben ist, man sie selbst aber dunkelgrau findet.
    Mein schönstes Beispiel bei Mollisia ist ja immer dieses hier, und da sieht man auch sehr genau, dass nicht 2 verschiedene Arten beieinander stehen. Übertrieben könnte man sagen: von schwarz bis weiß
    http://asco-sonneberg.de/pages…oup_id=27801&position=106


    Eine Frage noch: die Messskala in deinem Mikrobildern kann man verwenden, um genauer nachzumessen?
    Ich gebe dir recht, als du gestern schriebst, dass zwei Stellen nach dem Komma nicht sein müssen (ist ja auch Blödsinn), aber eine Kommastelle hätte ich schon gern genauer als in 0,5-er Schritten. Gerade bei Sporenbreiten halte ich das für wichtig.
    Natürlich kann das live am Mikro nur schlecht klappen, aber auf dem Bild würde ich es gern nachmessen. Bei Mollisia 2 kann ich die angegebenen Sporenbreiten bis 4(4,5) nur schlecht erkennen.


    Ansonsten sind es schöne Aufgaben.
    Die gestrige Mollisia hätte prima zu Mollisia albogrisea gepasst, wenn sie KOH+ gewesen wäre.
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=38331&position=5
    Der Sporeninhalt deiner Aufsammlung wäre vielleicht etwas zu eindeutig gewesen.


    Der Sparringpartner bei KOH- ist Mollisia olivaceocinerea, aber die hat Sporenlängen nur bis 10 und eher ellipsoide Sporenformen als stumpfspindelige wie bei dir.
    Aber wahrscheinlich müsste man sich bei einer Namensgebung in dieser Nähe aufhalten:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=37508&position=92


    Meine Nadelholz-Mollisien habe ich unter Mollisia lividofusca (Nadelholz), wobei das nicht das gleiche ist wie M. lividofusca.
    Das dumme hier ist, dass du Inhalt in den Sporen hast, also auch hier kein Treffer.


    Die Mollisia ohne Paraphysen-Vakuolen ist eine Pyrenopeziza an Holz. Die haben wahrscheinlich mit denen auf Kräutern nicht viel zu tun, aber heißen erst mal noch so.
    Irgendwie der schwierige Dunstkreis um Pyrenopeziza subviridula und irgendwas anderes gabs da auch noch.
    Brauch ein bisschen Zeit.
    Ansonsten ist alles bestens mit deiner Einschätzung und auch deinen Erkenntnissen, wie z.B. "nur über Anwuchs fast kugelige Zellen, nach außen eher eckiger"
    oder gestern, als du die Form der Marginalzellen beschrieben hast: ja, genau so ist es, die sind formmäßig der Durchschnitt der Flankenhaare/Endzellen und der Paraphysen. Das eine morpht sich zum zweiten, und zwischendrin stehen die Marginalzellen, direkt an der Fruchtschicht steht dann nochmal eine Palisade von Rand-Paraphysen, die sind noch etwas dicker und nicht von Asci durchsetzt.



    VG Ingo W

    Hallo Achim!


    Also die Sporen und das makroskopische Erscheinungsbild passen natürlich gut zu Hymenoscyphus. Hast du dir aber vielleicht trotzdem notiert, ob der angefärbte Porus vom Hymenoscyphus-Typ ist?
    http://asco-sonneberg.de/pages…scutuloide-sp-jj37807.php


    Zwar lese ich, dass du die Porusfärbung mit Lugol blau angibst, aber auf dem Bild sieht ´s irgendwie braun aus.
    Weißt du noch, ob viele freie Sporen zu sehen waren oder ob du sogar den Abschuss hast verfolgen können (wegen Reifebeurteilung)?


    Nimmt man Schlüssel zur Hilfe, so versacke ich immer bei Arten, die an Blättern oder Kräutern wachsen. Eine Idee für einen Holz-Hymenoscyphus mit den Werten habe ich erst mal nicht.


    VG Ingo W

    Hallo Achim!


    Falls es Hymenoscyphus albidus (Gemeines Eschenblatt-Stielbecherchen) jemals gab, und das muss man wohl glauben, dann ist der vollständig verdrängt von H. pseudoalbidus (fraxineus) (Aggressives Eschenblatt-Stielbecherchen).
    Das letzte, was ich hörte war, dass man ihn wohl in Westspanien oder Portugal noch finden könne.


    Das Problem allgemein bei der Hakensuche bei Hymenoscyphus ist, dass man die kaum eindeutig an ausgewachsenen Asci feststellen kann, weil Hymenoscyphus-Asci-Basen schon sehr dünn auslaufen. Nun werkeln manche Pilzler eben so, dass sie meinen, wenn sie nichts an alten Asci sehen, der automatisch hakenlos ist. Das betrifft die ganzen aktuellen Fundmeldungen von H. albidus, behaupte ich jetzt mal so.
    Man sollte also besser Jung-Asci kontrollieren:
    http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=20481&position=16
    Da sieht man das sehr eindeutig.


    Zu deinem Eichen-Hymenoscyphus habe ich noch keine Idee. In den Paraphysen war tatsächlich kein Inhalt?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Der Satz macht mir etwas Sorgen.

    Zitat


    Nun kommt das KOH, ich habe 3% genommen, scheint zu reichen. Die Excipulumzellen werden wie versprochen grün, der gelöste Farbstoff entweicht auch hier gelblich ins Medium.


    Es geht eigentlich darum, dass die Vakuolen in den Paraphysen/Marginalzellen/Endzellen mit KOH platzen und eine gelbe Reaktion verursachen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=38361&position=6


    Zur Propolis-Reaktion:

    Zitat


    Und da ist die mikrochemische Reaktion mal echt eine Wucht: Da steigen ganze Wolken an gelöstem, nun violett gefärbten Pigment von den Paraphysen auf.
    Toll. Smile


    Steht übrigens auch nirgends.
    Die Wertigkeit kann ich nicht einschätzen, da gab es auch Fälle, wo es nicht funktionierte.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo Pablo!


    Zum Lachnum!
    Das ist Lachnum brevipilosum (Kurzhaariges Weißhaarbecherchen). Die Ascusbasen sind eindeutig ohne Haken. Die keulig-kopfigen Haare sind eher welche zur Basis hin.
    Die Hauptweiche bei Lachnum (nachdem man sich anhand der Haar-/Paraphysenform überzeugt hat, dass es keine Dsyscyphella ist) ist der Inhalt der Paraphysen und Haare.
    Wie man bei deinem Becherchen sieht, hat das in diesen Elementen auffällig schöne Tropfen, bei den Haaren besonders zur Basis hin.
    Mit der Sporengröße (für L. impudicum sind die Sporen eindeutig zu groß) und in den Paraphysen (mit tropfigen Inhalt vs. vereinzelte Gürtel) in Verbindung mit kurzen Haaren (sollten hier nicht länger als 60 sein) kommt man bequem zu Lachnum brevipilosum.


    Zu den "Pseudohaken":
    Das, was du abbildest mit den hakenförmigen Basalauswüchsen ist das nächste, was man so richtig schön falsch interpretieren kann, wenn man es nicht weiß.


    Also bei dieser Art speziell ist mir das noch nicht aufgefallen, da wundere ich mich schon ein wenig.
    Von Lachnellula kenne ich solche "Basalprotuberanzen" an den Asci ebenfalls. Um sich hier mit der Beurteilung klar zu werden, sollte man Beispiele suchen, bei denen die Basiszellen noch dranhängen, dann wird man sehen, dass diese basalen Auswüchse nicht angeschlossen sind.


    Im folgenden Link mal die Datei 5.II. 08 öffnen und im Mikrobild unten schauen:
    https://drive.google.com/folde…kxxZhYVZub0N1aGY5YTg#list


    VG Ingo W


    Edit:
    Wenn du die Mollisia nicht zur positiven KOH-Reaktion der Paraphysen überreden kannst, habe ich ein Problem.
    Nimm mal höherprozentiges KOH (wenn du hast) und lasse es schnell einwirken!

    Hallo Jan-Arne!


    Also Massenpilz glaube ich auch nur schlecht.
    Ich habe den von unseren Rindenpilzlern mal gezeigt bekommen bei einem Treffen außerhalb meiner direkten Heimat, da sah er auch so aus wie bei dir auf dem Bild. Ich weiß noch, dass ich mich gewundert habe, weil ich bei "nivea" immer von einem schneeweißen Pilz ausgegangen bin.


    Hier direkt bei mir habe ich die Art überhaupt noch nicht selbst gefunden, aber das kann natürlich auch eine gewisse Artenblindheit sein, die ich nicht verleugnen kann.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Die Propolis ist dauerhaft, die geht eigentlich nicht kaputt.


    Die Mollisien kriegen wir normalerweise, soweit ich die kenne und es Übereinstimmung gibt. Ok., die an Nadelholz bereiten mitunter Kopfzerbrechen.


    Wichtig sind reife Sporen mit genauer Beobachtung des Inhalts, solange sie noch nicht geschädigt sind, und genaue Sporengröße von-bis (ausgenommen Ausnahmesporen, die nur vereinzelt auftreten).


    Das mit dem Hakenverhältnis machst du nebenbei, da gibt es bei Mollisia eigentlich kaum Probleme, weil die mindestens bei Jung-Asci schön ausgebildet sind und mit dem "Porus + Lugol = blau" genauso.


    Jetzt noch die KOH-Reaktion der Paraphysen (das Ankommen der Kalilauge lässt sich ja immer wunderbar feststellen, wenn die gelbbraunen Excipulumzellen olivgrün werden).


    Ein dünnes Scheibchen aus der Mitte des Becherchens muss dafür herhalten, dass du über dem Apo-Anwuchs (= großzellig) bis zum Rand (kleinerzellig) die Form der Excipulumzellen feststellst (meist von eindeutig kugelig bis angulär (eckig), oft gemischt).
    Dieses Scheibchen verwenden wir dann auch, um uns ein Bild über die Endzellen (abstehende Zellen am Becherrand) und an der Margo (Becherrand, Übergang zur Fruchtschicht) zu machen.


    Diese Angaben reichen dann, nur in wenigen Fällen muss noch was im Nachhinein gekärt werden.
    Eigentlich reichen 3 Präparate, wenn alles gut geht. Wenn man das Hakenverhältnis in Wasser schon gut erkennt und kein Kongo braucht, geht ´s theoretisch sogar mit 2 Präparaten. Aber mehrere Präparate von möglichst verschiedenen Apos sind natürlich idealer.


    VG Ingo W