Hallo Thorben!
Auch Pyreno-Sporen können unreif sein.
Also wenn ich deine kleineren Sporen hier und die vom Link vom 31.3. anschaue, dann sehe ich nur schwer Unterschiede.
VG Ingo W
Hallo Thorben!
Auch Pyreno-Sporen können unreif sein.
Also wenn ich deine kleineren Sporen hier und die vom Link vom 31.3. anschaue, dann sehe ich nur schwer Unterschiede.
VG Ingo W
Hallo Chris!
Die apikale Ascusform sieht so aus, als käme auch Lachnum tenuipilosum nicht in Betracht, denn dort wäre der Apex deutlich konisch.
Die hier zu sehende Ascusapex-Form deutet auf einen "Fädigsporer" hin, also das sind die Lachnum-Arten, welche 8 +-fädige Sporen im Ascus nebeneinander liegen haben.
In PdS1 unter Nummer 212 ist sowas zu sehen, dort als Dasyscyphus apalus, welcher aber natürlich auf Binsen wächst.
Es gibt da aber Verwandte dazu, da müsstest du mal Sporen messen. Kannst ja auch mal mit Kongorot anfärben, damit man besser sieht.
VG Ingo W
Hallo Chris!
Du kannst mal versuchen, deine Blende am Mikro weiter "aufzudrehen", denn irgendwie sieht das alles zu "überkontrastig" aus.
Normalerweise sollte man bei der hier gezeigten Vergrößerung sehen können, wieviele Sporen im Ascus sind und wenigstens so ungefähr deren Form.
Ist das überhaupt 1000fach bei Ölimmersion?
Lachnum pudicellum ist ja das gleiche, das in PdS1 unter Dasyscyphus tenuissimus abgebildet ist. Die Art hat also keulig-kopfig endende Haare, fällt somit als Kandidat weg.
Ein weiterer Minuspunkt wäre auch der beschriebene Standort, denn Lachnum pudicellum findet man recht selten direkt im Sumpf, eher an zufällig feuchten Stellen mitten an altem vorjährigen Gras von Wiesen, Wegrändern oder ähnliches.
Ich vermute bei deinem Fund eher Lachnum tenuipilosum, eine Lachnum-Art, die man sehr häufig an sumpfigen Stellen oder direkt an Bächen z.B. an Phalaris (Rohrglanzgras) oder ähnlichem Süßgras findet. Makroskopisch fällt ihre starke Verletzungsrötung auf, besonders des Haarbereiches, auf.
Für eine genaue Bestimmung braucht man dann aber schon alle Fakten.
Die Art aber später auch reif nochmal zu finden (vorrausgesetzt ich hätte mit meiner Mutmaßung recht) ist aber wirklich kinderleicht. Man nehme einen Bach oder Sumpf, halte nach dem entsprechenden Hauptsubstrat Phalaris arundinacea (Rohrglanzgras) Ausschau, was eigentlich immer an solchen Stellen wächst:
http://erick.dronnet.free.fr/b…phalaris_arundinacea1.jpg
Dort schaut man nach den vorjährigen liegenden, massenhaft vorhandenen, alten verklebten Grasstängeln. Die obere trockene Schicht rückt man dann etwas zur Seite, so dass man an gut durchfeuchtete untere Schichten kommt. Dort sollte er dann neben allerhand anderen Bechern leicht zu erkennen sein.
http://asco-sonneberg.de/pages…r1-100603-04-08xs8271.php
VG Ingo W
Hallo Jan-Arne!
Zitat
Entwickeln sich die Septen erst peu a peu bei vollständiger Reife der Sporen......
Ja genau, und auch die Sporenlänge kann dann noch zulegen.
Also wenn du nur sporadisch wenige Sporen findest, dann ist das schlecht für eine gute Bestimmung.
Kannst die also noch ein wenig in der feuchten Dose lassen und nach ein paar Tagen noch mal schauen oder probierst mal einen der größten Fruchtkörper.
VG Ingo W
Hallo Peter!
Zitat
....lustige lateinische Benennungen schiebe ich einem von Ingo's Gnolme in die Schuhe...
Gnolme und Schuhe?
Zitat
....die Braune Borstentramete, Trametella externuata......
Also dann hoffe ich mal, dass du nicht recht hast mit der Wahl des wissenschaftlichen Namens, bei dem auch ein "r" zu viel drin ist. Heißt Trametella extenuata, mycobank und IF sehen aber als gültigen Namen Coriolopsis gallica an.
VG Ingo W
Hallo Jan-Arne!
Wieviel Sporen hast du denn wegen der Anzahl der Septen angeschaut?
Waren die Fruchtkörper reif?
Angefärbt siehst du besser, ob die Septen dick- oder dünnwandig sind. Den Unterschied kannst du in den folgenden 2 Links anschauen:
Septen dickwandig bei D. stillatus:
http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=37353&position=9
Septen dünnwandig, z.B. bei D. lacrymalis:
http://asco-sonneberg.de/pages…group_id=13281&position=3
VG Ingo W
Hallo!
Riesen-Krempentrichterlinge (Leucopaxillus giganteus) machen das auch.
Die können sogar noch eine Zone haben, wo das Gras eingeht; wird wohl sowas wie Überdüngug sein.
http://www.giessener-zeitung.d…-ein-perfekter-hexenring/
VG Ingo W
Hallo Heidi!
Dein Verdacht mit Hymenochaete rubiginosa (Umberbrauner Borstenscheibe) ist korrekt, die Aufnahmen sind ausreichend eindeutig.
VG Ingo W
Hallo Dieter!
Zitat
......wegen der unglaublichen Anzahl an Arten einfach die Zeit um jeden Pilz im Detail zu beschreiben oder/und zu untersuchen.
Ich meine ja, es ist besser, sich mit nur einigen Funden zu beschäftigen, dafür aber intensiv.
Willst du tatsächlich alles, was du bei einer Exkursion an Pilzen siehst, fotografieren, dokumentieren und bestimmen, dann schappst du irgendwann über. Das ist m.M. nach nicht zu bewältigen.
VG Ingo W
Hallo Claus!
Zitat
Aber, ich werfe mal R. insignis in die Runde.
Kenne mich da ja nicht so gut aus.
Beim Wieseltäubling fällt mir aber immer auf, dass ich den nur von oben betrachtet durchaus mit einem Steinpilz verwechseln könnte, also form- und farbmäßig.
Und ein Kammtäubling in der Größe hätte ja sicherlich Riefen am Hutrand ("Kamm"), welche aber auf dem Speisepilz-Üersichtsbild nicht am Hutrand vorhanden sind.
VG Ingo W
Trichopeziza mollissima Fuckel 1870
Belonidium mollissimum (Fuckel) Raitv. 1970
Dasyscyphus mollissimus (Fuckel) Nannf. 1956
Kräuterstängel-Gelbhaarbecherchen
Der Malone-Peter hat mir eine Kolonie von gelbhaarigen Haarbecherchen zukommen lassen, die er an Rhododendron gefunden hat.
Die Bestimmung ist nicht mehr ganz so einfach zu handhaben wie man es vor wenigen Jahren meist noch praktiziert hat (Sporen um 15-20 = Tr. mollissima, Sporen um 25-30 = Tr. sulfurea), weil es sich auch hier herausgestellt hat, dass es mikroskopisch noch einige weitere Arten zu unterscheiden gibt.
Hier haben wir also die Gelbhaarige mit Sporen um 15-20 und Haken+. Die ist eigentlich recht häufig anzutreffen an vielerlei toten Krautstängeln des Vorjahres, das Substrat geht dabei von Akelei über Beifuß zu allen möglichen Doldenblütlern.
Interessant ist der gelbe Farbstoff der Haare, welcher bei Trockenstress vollkommen verschwinden kann, dann hat man nur noch braune Haare.
Mikros:
VG Ingo W
Hallo Jan-Arne!
Zitat
Ich habe versucht, ein Querschnittspräparat anzufertigen, um nach dem braunen Subhymenium zu schauen. Auch nach Andreas' Mollisia-Schlüssel ein eindeutiges Merkmal für Ingos Favoriten Mollisia lividofusca.
Ja, das wäre schön, wenn das dunkle Subhymenium immer als deutliches Merkmal vorhanden wäre.
Momentan bin ich der Meinung, dass nicht jede M. lividofusca-Kollektion ein dunkles Subhymenium hat (ca. 40% ohne).
Auch die Idee mit den Sporenlängen-Mittelwerten über 10 = lividofusca, unter 10 = cinerea kann nach hinten losgehen, wenn ich jungreife sporenabschießende lividofuscas untersuche.
Etwas Durchsicht zu kriegen in der Problematik ist aber in Arbeit.
Zitat
Allerdings finde ich das nicht eindeutig zu erkennen. Ihr?
Beim 3. Bild könnte man sowas reininterpretieren, das ist ja aber nicht Sinn der Sache. Das müsste man schon deutlicher abbilden, ist aber m.M. nach jetzt auch nicht das wichtigste.
Eigentlich hast du jetzt so ziemlich alles:
Sporenmaße 9-13 x 2,5-3 µm, OCI = 0, 8-sporig, Porus + Jod = blau, Haken+, Paraphysen mit lichtbrechender Vakuole, diese KOH-negativ, Excipulumzellen ganz überwiegend schön kugelig, Subikulumhyphen vorhanden.
Marginalzellen und Endzellen kannst du noch anschauen, aber da wird nichts erstaunliches zu Tage treten:
http://asco-sonneberg.de/pages…roup_id=26901&position=80
Bliebe als als winzige Restunsicherheit das nicht nachgewiesene dunkle Subhymenium und das Wachstm an recht morschem Holz.
Der 2. Aspekt ist mir tatsächlich erst dieses Jahr so richtig aufgefallen, weil ich die ganze Zeit eigentlich eher von trockentoleranten Standorten ausging und maximal optimalmorschem, noch relativ festem Substrat.
Dieses Jahr hatte ich aber auch Funde an wenigstens oberflächlich finalmorschem, also bröckeligem Holz und versteckt wachsend.
Aus meiner Sicht kann man den Mollisia lividofusca nennen.
Viele Grüße
Ingo W
Hallo Jan-Arne!
Danke für die Rückmeldung.
Zitat
Die Angabe zu Mollisia cinerea hatte ich von Wikipedia.
Bei so speziellem Zeug brauchst du nicht bei Wiki zu schauen, wenn der entsprechende Artikel nicht gerade von einem Spezi stammt.
Die berufen sich momentan auf Ewald Gerhardt, einem Pilzkenner, der nur wenig mit kleinen Ascos zu tun hatte.
Wenn gar nicht erst auf wichtige Angaben wie Porusreaktion mit Lugol oder KOH-Reaktion der Paraphysen eingegangen wird, kannst du solche Artikel vergessen, zumal Unwesentliches beschrieben wird, das auf viele Mollisien zutrifft.
"Fruchtkörper ist schlüsselförmig....." gefällt mir auch.
Zitat
Irgendwann lerne ich es, die Abkürzung zu vermeiden, wenn ich Gefahr laufe, in einer Sackgasse zu landen. Wink
Wie ist das gemeint?
Zitat
Die Makrodokumentation verschiedener Stadien ist gar nicht so einfach, nehme ich an. Für diese Stadien müsste man die Pilze ja über Tage beobachten, bzw. künstlich verschiedenen Zuständen aussetzen. Ein ganz schöner Aufwand also.
Ach Quatsch, so bösartig sind die Weichbecherchen gar nicht.
Oft sind die verschiedenen Stadien in einer Kollektion schon zu sehen.
http://asco-sonneberg.de/pages…oup_id=27801&position=115
Und trockene Kollektionen fotografiert man eben und steckt sie zu was feuchtem in eine Plasteschachtel und am nächsten Tag macht man dann die "Feuchte-Fotos". Geht auch umgekehrt.
Das alles ist wirklich keine Zauberei.
VG Ingo W
Hallo Thorben!
Zitat
Du hast recht hatte vor paar Stunden, noch einmal mikroskopiert und dann plötzlich doch Asci gefunden, aber leider noch ohne Sporen.
Kannst du nicht mal die Asci zeigen?
Du musst deine Augen auf kleine Sporen einstellen, die größtenteils noch in den Asci drin sind. So, wie die Apos makroskopisch aussehen, können die beinahe nicht unreif sein.
Zitat
Da hast du recht und sie sind leider schon durchgetrocknet, weil ich diese abgekratzt hatte.
Lagerst du denn so Kleinzeug nicht in verschließbaren Plasteschachteln mit hoher Luftfeuchtigkeit? Orbilien halten sich doch oft ewig.
VG Ingo W
Alles anzeigen
Hi.
Findest du echt, daß die Rinde und das Holz auf den Bildern im Startbeitrag nach Laubholz / Weide aussieht?
Vielleicht sollte ich zukünfig über eine Sequenzierung des Holzes nachdenken statt über die der Pilze...
LG, Pablo.
Hallo Pablo!
Ist auf Bildern ja oft schwerer beurteilbar als live vor Ort.
Das Holz kann ich mir aber als alte Salweide schönreden, die haben ja zuweilen auch so richtig grobschollige Borke.
Naja, die Grünalgen und die scheinbare Schicht unter der Borke würden ja schon besser zur Kiefer passen, aber was soll ´s: an Kiefer kenne ich so einen Pilz nicht also soll es Weide sein.
Ähm, mehr als 5 Chips setze ich ja auch nicht, außer es provoziert mich jmd.
Grüße
Ingo W
Hallo!
Wenn es zu einer Wette mit untersuchender Auflösung kommt, dann setze ich schon mal 5 Chips auf Phellinus igniarius auf Substrat Weide. Auch bei den 1. Bildern.
Übrigens, ich sag ´s ja oft genug, auf solch unerkanntem Substrat wachsen ja häufig auch andere Pilze.
Wenn man sich die einfach mal genauer anschaut, kommt man eventuell beim Substrateinschätzen auch ein Stück weiter.
VG Ingo W
Hallo Pablo!
Zitat
Welche Bilder mit dunkel gefärbten capillarissen findest du denn?
An sowas hatte ich mich orientiert:
http://users.skynet.be/deneyer…capillaris_%28yd%29_1.htm
http://m.skogensrst.vpsite.se/…_66105329.jpg?u=871188300
Kann freilich sein, dass auch die nicht gut bestimmt sind, wie viele andere gezeigte Bilder (bei denen man sich fragt, ob die Leute nicht lesen können).
Hat aber für mich gereicht, diesbezüglich einfach mal die Klappe zu halten, weil ich es eben nicht sicher besser weiß.
Nachdem Dieter die Auflösung verspricht, werden wir sehen, ob es möglich ist.
Ich könnte mir das inzwischen mit Sonnenlicht erklären, was ja die Fruchtkörper der Art normalerweise wenig sehen, und deshalb bleiben sie auch weiß.
Aber wenn trotzdem mal eine Wildsau in der Streu wühlt und ein paar offen legt, die aus irgendeinem Grund (einsetzender Regen?) dann nicht vertrocknen?
VG Ingo W
Hallo Jan-Arne!
Zitat
Allerdings sehe ich bei den Mikrobildern nicht diese langen, geraden Härchen, die für die Art recht typisch sein sollen.
Jetzt komme ich schon wieder nicht mehr mit.
Wovon redest du denn?
Wieso vergleichst du die Haare eines Basidios mit einem Becherling?
Was macht die Mollisia?
VG Ingo W
Hallo Thorben!
Deine Präparate sind zu dick, deshalb erkennst du nur die Hälfte.
Das ist ein Knopfbecherchen (Orbilia).
VG Ingo W
Edit:
Rechts am Substrat sieht man gerötetes Holz. War da vielleicht ein kleines graues Becherchen anwesend?
Hallo Dieter!
Zitat
OK, verstehe ich. Welche wären denn treffender?
Treffender wäre der, den ich oben bereits verwendet habe, nämlich Langstieliger Anistrichterling. Die Art steht wirklich in den meisten Fällen auffällig langstielig rum.
Der im "Abbildungsverzeichnis Europäischer Großpilze" verwendete Name Langstieliger Dufttrichterling wäre eine weitere Möglichkeit, aber "Duft" ist weniger genau als "Anis".
Manchmal liest man auch Fleischbräunlicher Anis-Trichterling, aber den deutschen Namen würde ich aufheben für die angeblichen Doppelgänger, z.B. Clitocybe obsoleta, falls die wirklich Artberechtigung haben sollten.
Thema Buchenblatthelmling (Mycena capillaris)
Zitat
Das Substrat war Buchenblätter
Dann wette ich nicht dagegen.
Pablos Gedanken zur Farbe verstehe ich, hatte mich auch zuerst gestört, aber im Netz sind bei den Nahaufnahmen etliche ähnliche Bilder mit vergleichbaren Farben.
Hell sehen sie wohl hauptsächlich aus der Entfernung aus:
http://asco-sonneberg.de/pages…aris-111106-01xs25281.php
Zitat
hmmm... wenn es "bereift" heißt gehe ich immer davon aus dass es eine Schicht gibt die bei Berührung verschwindet - so wie bei echtem Reif eben.
Ich auch!
Zitat
Das war bei den Hüten so, sonst hätte ich es damals nicht geschrieben.
Bereifte Clitocyben? Geht das vom Hutaufbau überhaupt?
Vielleicht war der Name "Rinnigbereifter...." der Pate für den Wunsch, was Bereiftes sehen zu wollen?
Zum angedachten Cl. phyllophila (Laubfreundtrichterling) hätte ich auch eine ganz andere Vorstellung als zu sehen ist. Aber das ist nicht wirklich das Gebiet, wo man sich auf mich verlassen sollte, denn ich persönlich sehe auch in Laubfreundtrichterling und Rinnigbereiften Trichterling verschiedene Arten.
VG Ingo W
Hallo Thorben!
Ja schön!
Und hat die jetzige Eriopeziza caesia nun was mit der letzten Anfrage......
http://www.pilzforum.eu/board/…lich?pid=319928#pid319928
..... zu tun oder nicht?
VG Ingo W
Hallo Stefan!
Das, was Peter sagt, ist eigentlich des Pudels Kern. Die richtigen Äste muss man aufheben, das erspart Frust!
Es gibt zwar auch trockentolerante Aren an Totästen in Kopfhöhe (Luftraum), aber an gut durchfeuchteten optimal- bis finalmorschen, günstigerweise etwas in der Streu eingebetteten (Thema konstante Feuchtigkeitsversorgung) Ästen verschiedener Dicke sollte doch sehr schnell was zu sehen sein.
Bei den nächsten Zitterpappeln nimmst du einfach mal nach der beschriebenen Schablone ein paar nicht trockene Äste auf, dürfen sogar noch berindet sein, und schaust an die Unterseite nach einem schwarzen dünnen Belag. Auf dem sitzen dann wahrscheinlich genauer hingeschaut auch Mollisien. Sollten dann Mollisia fusca sein, das ist die mit der schönen kräftigen KOH-Reaktion.
VG Ingo W
Hallo Dieter!
Das ist natürlich von den Bildern und der Arbeit her mit der Beschreibung wieder mal allerfleißigstes Qualitätsgut.
Ich finde, du könntest da bequem mehr Beiträge draus machen. Dann würde man sich wohl intensiver mit den Arten beschäftigen und es würde mehr im Hirn hängenbleiben von den vielen Infos.
Nummerierung fände ich auch schön.
Zitat
Blauer Träuschling: 4
Fuchsiger Röteltrichterling (alte Fruchtkörper): 2 --> ich habe herausgefunden: Junge Fruchtkörper dieser Art schmecken hingegen sehr lecker.
Da wundert es mich, dass der Blaue Träuschling noch besser dasteht bei dir als der Fuchsige. Der erste schmeckt eher muffig, also so wie alte Museumsbücher riechen, und der andere schmeckt mehr oder weniger nach Waldboden, naja, eben Mischpilze.
Der Täubling wird wohl der Wiesel-Täubling (Russula mustelina) sein, taucht ja auch bei den verarbeiteten Speisepilzen in der Übersicht auf.
Mycena amicta würde ich erst mal anzweifeln. Der Stiel wäre mir viel zu wenig bereift und gasartiger Geruch passt auch nicht.
Zitat
Das müsste der Rinnigbereifte Trichterling (Clitocybe rivulosa) sein:
......Huthaut: weiß bereift,.....
Oberseite des Hutes erkennt man ja nicht, und bereifter Hut? Passt ja nicht so wirklich!
Zitat
Nach Rücksprache mit Matthias könnte das evtl. ein Mehlhelmling (Mycena cinerella) sein (Mikrodaten folgen):
Das will ich doch nicht hoffen! Zumal Mycena cinerella (Mehl-Helmling) nun wirklich eindeutig nicht nach Rettich riecht, sondern ganz ganz klar und deutlich nach Gurke/mehlartig.
Vor vielen Jahren fand ich den auf deinem Bild mal, da hatte ich noch nicht so die Bestimmungsmöglichkeiten von jetzt. Ganz deutlich ist mir noch die Weichheit der Hüte in Erinnerung und eben diese komisch gestaltete Lamellenform.
Später stieß ich mal auf sehr ähnliche Bilder und meine mich zu erinnern, dass es eine andere Gattung als Mycena gewesen sein müsste. Genaueres habe ich aber leider vergessen.
Zitat
Das könnte der Kaffeebraune Gabeltrichterling (Pseudoclitocybe cyathiformis) sein - obwohl er schon etwas untypisch aussieht:
Der sieht mehr nach dem Clitocybe diatreta aus, den du später abbildest.
Zitat
Tja was könnte das sein? Tipps erbeten:
Der Helmling mit dem langen Stiel, Hutbuckel und festwurzelnd auf Laubholzästchen ziemlich tief in der Streu nennt sich Mycena vitilis (Zäher Fadenhelmling).
Immer wieder faszinierend, wie fest der am Substrat sitzt. Normalerweise rutscht man beim einfach gedachten Rausziehen des kleinen Fruchtkörpers erst mal mit den Fingern vom Stiel ab. Ich sehe den häufiger im Eichenwald.
Zitat
Der nächste ist sehr sicher der Blatthelmling (Mycena capillaris) - werde ich evtl. noch mikroskopisch bestätigen:
Ausgerechnet hier ist ken Substrat erwähnt.
Zitat
Natürlich überall - der Gemeine Trompetenschnitzling (Tubaria furfuracea):
Wenn die Bestimmung 100%-ig stimmen würde, wäre es ein wunderbares Referenzbild für mögliche herablaufende Lamellen am Stiel für die Art. Sowas habe ich letztens mal gesucht, aber was vertrauenswürdiges zu finden, ist manchmal schwer.
Zitat
Hier bin ich noch unsicher - Weißer Anis-Trichterling (Clitocybe fragrans) oder vielleicht Wiesentrichterling (Clitocybe agrestis):
Erscheinung passt zu Clitocybe fragrans (Langstieliger Anistrichterling).
Deinen gewählten deutschen Namen finde ich nicht gut, weil nicht treffend.
VG Ingo W
Hallo Stefan!
ZitatVielleicht komm ich ja auch mal in die Verlegenheit eine Mollisia zu finden;
Na das Finden sollte doch momentan und eigentlich zu keiner Zeit ein wirkliches Problem sein.
Gehe ich die Mittagspause mal mit einem pilz-spleen-toleranten Kollegen in ein Waldstück, um nebenher nach für mich mykologisch Interessantem Ausschau zu halten,
mache ich mir zuweilen den Spaß, im Vorraus zu orakeln, welche Becherchen an welchem Ast zu sehen sein müssten/könnten.
Manchmal habe ich dabei gar nicht so unrecht.
Mollisien sind da immer dabei, wer die nicht findet, obwohl er will, macht irgendwas Grundlegendes falsch.
VG Ingo W
Hallo magellan!
Zitat
aber der etwa 8cm hohe schwarzhütige mit dem dicken Stiel, der unmittelbar daneben wächst, muß doch was Anderes sein, nicht nur eine dunkle Variante, wie vor einem halben Jahr vermutet -......
Da würde ich sogar drauf wetten, dass das das gleiche ist. Der Kleine hat schon etwas gelitten.
Beim Feuerschwamm würde ich Phellinus ferruginosus (Rostroter Feuerschwamm) raten, der abgefallen und durchfeuchtet eine sehr befremdlich dunkle Farbe annehmen kann. Wie gesagt: nur geraten!
VG Ingo W
