Hallo Christoph!
Zitat
.....immer wieder verzehre ich sie mit einem etwas unguten gefühl......
Das ist natürlich eine etwas unzufriedenstellende Grundlage, denn beim Pilzeessen will man ja auch geschmacklichen Spaß haben ohne grässliche Vergiftungsgedanken.
Kontrolliere doch einfach neben dem dominanten Mehl-/Gurkengeruch die simplen Eigenschaften wie
- lange eingerollter Hutrand
- dichtstehende Lamellen
- Hutfleisch im Längsschnitt immer breiter als Lamellen
Zur Veranschaulichung des Hutfleisches im Verhältnis zur Lamellenbreite:
http://www.pilzforum.eu/board/…pilze-bitte-kontrollieren
Zum Hineindenken in die dichtstehenden Lamellen und dem lange eingerolltem Hutrand:
http://www.hlasek.com/calocybe_gambosa1en.html
Wenn du dich vergiftest, weil dir ein Risspilz oder Riesenrötling mit ebensolchen Merkmalen ins Essen gerutscht ist, gebe ich auf jeden Fall einen aus.
Aber keine Angst, das wird nicht passieren. Ich bin nämlich geizig und habe mir das mit dem Wetteinsatz natürlich wohl überlegt.
Übrigens muss ich Stefan recht geben. Der Verwechslungskandidat Nr. 1 wäre für mich ebenfalls der Schlehenrötling (Entoloma saepium).
Ich habe den als Schüler immer an Weißdornhecken eingesammelt und als Maipilz gegessen. Ist glücklicherweise ebenfalls essbar.
Aber im Nachhinein und aus heutiger Sicht wundert man sich natürlich über sich selbst (hat ja eben keine fleischigen Hüte, keine dichtstehenden Lamellen und kein weißes Sporenpulver), aber früher hat mir das Bild im Pilzbuch dazu gut genug gepasst und der Mehlgeruch war vorhanden und andere Ideen wollte ich wohl nicht haben.
Naja Jugendsünden ........
VG Ingo W
