Hallo Pablo!
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Aber sobald man auf die Knie geht und genauer guckt, ist alles voller Pilze.
Zum Beispiel beim Wühlen in der Laubstreu.
Hört sich gut an bei dir!
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....wenn da nicht ein paar Details seltsam wäre.
Erstens: Inhalt der Paraphysen in Lugol nicht rotbraun, sondern goldbraun.
Das musst du nicht so genau nehmen, hängt etwas mit der einwirkenden Jod-Konzentration und der Mikro-Optik zusammen wie man das wahrnimmt. Wichtig ist, dass du siehst, dass der Paraphyseninhalts eine braune Farbe annimmt, die schon verschieden ist von der restlichen (z.B. dextrinoiden Farbe, die man mitunter in heranwachsenden Asci sieht).
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Zweitens: Ectal - Excipulum nur dünn und keine wirklich eindeutige (gut entwickelte) textura angularis.
Bei allen helotialen Becherchen sollte man das Ectal-Excipulum immer basisnah beurteilen.
Aufsteigend strecken sich die Zellen, unter dem Becherrand sind die Zellen dann prismatisch und gehen in die gestreckten Marginalzellen über.
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Drittens: Gehört Hymenoscyphus monticola nicht in eine andere ökologische Nische? Also planarer Standort, submediterranes Klima: eher unpassend?
Ich war mal eine zeitlang sogar der Ansicht, dass monticola gerne wassernah wächst. Es gibt aber einige Beispiele von Eichel-Cupulen, die von der Art ganz normal im Wald bewachsen sind. Auch das muss dich also nicht stören.
Du bräuchtest eigentlich nur noch reife Sporen, am besten, wenn sie unterm Mikro ausgespuckt werden. Ich bin aber guter Dinge, dass du richtig liegst mit deiner Idee.
Ein weiterer Verwandter wäre dann H. epiphyllus mit größeren Sporen.
VG Ingo W