Beiträge von Ingo W

    Hallo Peter!

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    Matthaeus ist sehr genau, ohne Fund in der Hand meinte er, geht keine Bestimmung.


    Zumindest in diesem Fall.
    Magst du mal dazuschreiben, wer Herr Matthaeus ist?

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    Mit Institutionen meinst du unser Forum?


    Ich schrieb Intuition, meinte ein Gefühl aus meinem Inneren, bei dem sich die Empfindung eher nicht beweisen lässt.
    Wird es eine Auflösung des Pilzrätsels geben?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Ich hänge mich beim "Risspilz-Fehler-Aufspürbild" an Ralf und Verena, also der rechte Fruchtkörper hat sich da als Falscher eingeschlichen.
    Die Art des Stiels könnte ich mir zu Psathyrella passend einreden.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Mir kommt der Pilz wie ein wässrig-welk-zerknautschter "bunter" Täubling vor.
    Man hätte also mal nach Zwischenlamellen schauen können.
    Aber erstens muss man das erstmal erklären und zweitens sind es halt eher so Intuitionen nach Bildangucken, die bei einer Vergiftung eher nicht das Sagen haben sollten..


    VG Ingo W

    Hallo!


    Bin da wieder mal bei Pablo, der alles sehr schön erklärt hat.
    Ich bin übrigens auch einer der Ungläubigen, und meine, dass beim Goldröhrling immer irgendwo eine Lärche steht. Angebliche Fundorte ohne Lärche haben sich zumindest in den Fällen, wo ich dann nachgeschaut habe, immer als so nicht richtig herausgestellt.
    Mehr als 20m Entfernung würde ich übrigens vom Mykorrhiza-Baum auch nicht geben, also kaum weiter, wie die Wurzeln des Baums reichen.


    VG Ingo W

    Hi Stefan!

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    Übrigens ist das auch kein Thema für nur einen Abend mit einem Kasten Bier.


    Wer mich kennt, weiß, dass meine Abende im richtigen Umfeld immer länger dauern. Da kann man schon einiges bereden.
    Und bis zum Aufbau der einzelnen Moleküle muss man am ersten Abend sicher nicht gehen.
    Hast aber recht, wir sollten 2 Kästen kaufen!


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    das Thema umfassend in einer Antwort zu erläutern ist ein Ding der Unmöglichkeit.


    Hat keiner verlangt.


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    Außerdem finde ich das schon sehr schwierig, solch ein Thema in einfachen Worten zu beschreiben,.....


    Liegt das am Thema oder an dir?


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    Ich habe dieses Jahr im Februar ein Pilzsequenzierkurs bei Marco Thines absolviert;


    Wie kann man da jetzt von dir profitieren? Wozu kann man dich einspannen?


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    Heute schreibe ich garantiert nix mehr dazu, aber in den nächsten Tagen bin ich gern bereit auf einzelne Sachen einzugehen punktuell einzugehen, so dass im Laufe der Zeit ein vollständiges Bild von der Thematik entsteht.


    Na ist doch super!


    VG Ingo W

    Hallo Verena!


    Ja, genau, "Primer" schon hundertmal gehört.
    Und ITS4 und LSU und sicherlich 20 andere Begriffe in dem Zusammenhang. Ich bin da aber nicht im Detail auf der Versteherseite. Schätze, das ist ein Fachgebiet, das man lernen muss.


    Um auf deine Frage zurückzukommen: ich weiß, dass die schnelle Variante ist, wenn man ein sauberes Pilzstück dazu bringt, für die Sequenz tauglich zu sein und dann kenne ich eben das Verfahren, dass man über die Sporen erst eine Reinkultur anlegt.
    Genaueres über diese Sequenzierungen müssen die erklären, die vom Fach sind, ich fühle mich eher zum Pilzbestimmen und -dokumentieren berufen.


    VG Ingo W

    Hallo Craterelle!


    Wir müssen uns da Stück für Stück vorkämpfen. Normalerweise wahrscheinlich eher ein Abend-Thema in trauter Runde mit einem Kasten Bier unter oder Weingläser auf dem Tisch.


    Also ich bin ja auch nur Nutzer, und kriege lediglich so am Rande einiges mit, wovon ich aber auch gar nicht alles verstehe.


    Fangen wir mal an, was man so braucht.
    Also zum 1. einen Finder.
    Das hört sich nach dem leichten Part des ganzen an, ist aber für 2., den Bestimmer eigentlich nur dann von Interesse, wenn er sich ordentlich am Standort umguckt und das Wichtige dokumentiert, sich also das Substrat oder die Begleitbäume und Pflanzen oder die Lage am Substrat, Vermorschungsgrad usw. ordentlich anschaut und als Info weitergibt. Den Wert von Infos kennen wir ja vom Forum.


    Nach erfolgter Dokumentation und vielleicht sogar gelungener Artbestimmung brauchen wir 3. jmdn., der eine Kultur anlegt, damit wirklich später auch genau eben dieser Organismus die Sequenz hergibt, die wir wollen. Dazu gibt es verschiedene Verfahren, vielleicht sagt da Florian was dazu.


    Irgendwann ist die Kultur so weit, dass man ihr tatsächlich so eine schöne lange Eiweißkette entlocken kann. Wie das genau geschieht, kann ich mir noch nicht vorstellen, da bekomme ich aber vielleicht mal einen kleinen Einblick, wenn es passt.


    Aus dieser Kette, bestehend aus einer Aneinanderreihung von 4 verschiedenen Basen (gekürzelt C,G,T und A) sucht sich ein weiterer Wissender genau den Abschnitt heraus, der z.B. bei Weichbecherchen, der veränderliche ist, also der, aus dem man was lesen kann, was Unterschiede betrifft.
    Um so gleicher jetzt der veränderliche Abschnitt ist, desto näher sind demzufolge die untersuchten Arten verwandt.
    Um das zu managen, braucht man aber jetzt jmdn, der sich mit dem richtigen Auslesen des Sequenzabschnittes auskennt, auch die Programme dazu hat, das ganze vor- und rückwärts zu lesen und richtig interpretieren kann usw.


    Und dann ist es natürlich gut, wenn derjenige, die Information über die Nähe der Verwandtschaft der untersuchten Arten der Übersichtlichkeit halber in so Genbäumchen bastelt. Das wirst du im Netz finden oder ich kann beim nächsten Mal sowas einstellen. Aufpassen muss man halt bei so einer Gemeinschaftsproduktion, dass sich keiner übergangen fühlt. Also ich werde da jetzt kein aktuelles Genbäumchen zeigen, dass die Verwandtschaftsverhältnisse der "holzbewohnenden, verstecktwachsenden Weichbecherchen im Sommer 2016" präsentiert oder so ähnlich.


    Manchmal sind Sequenzen in der Genbank hinterlegt, auf die man Zugriff hat (da ist aber auch viel Bestimmungsmüll dabei).
    Andere behalten ihre Erkenntnisse logischerweise erst mal für sich, weil sie die irgendwann selbst publizieren wollen.


    Das ist alles sehr vereinfacht erzählt. Da kommt noch einiges an Problemen dazu, z.B., dass mitten in den Gensequenzabschnitten auch mal Stücke sind, die man rausschneiden muss oder auch verschiedene Untersuchungsmethoden, die natürlich je umfangreicher sie sind auch immer teurer werden.


    Ich las mal eine Anzeige eines spanischen Anbieters, der bot die Gensequenz (war es ITS?) für um die 35 Euronen an.
    Schätze, da gibt es aber erstens Qualitätsunterschiede, und dann wird man vielleicht auch Mengenrabatt bekommen. Inzwischen kann sich das auch geändert haben, schließlich ist das Thema momentan ein großes Thema.


    Das soll es erst mal für ´s erste sein. In meinem Geschriebenen sind sicherlich einige Dinge unfachmännisch oder suboptimal dargestellt, aber dann fühlt sich vielleicht der nächste bemüßigt, was dazu zu schreiben oder zu verbessern.


    Ich hänge später mal so einen Sequenzabschnitt mit an oder auch ein Bäumchen.


    VG Ingo W
    [hr]
    Hallo!


    Hier also mal ein unscharf gemachtes Sequenzbäumchen (damit ich keinen Ärger kriege), aber das Prinzip wird sicherlich klar.

    Mittig sind 3 grüne Einträge, das ist eine häufige Mollisia-Art, für die es aber bisher keinen guten Namen gibt.
    In dem Zusammenhang hat sich aber eine hinterlegte Sequenz einer Nebenfruchtform als höchstwahrscheinlich zugehörig erwiesen (die Gabel drüber, zwischendrin der "Zweig" ist unklar.).
    Da diese NFF einen publizierten Namen hat, wäre also das Problem der Mollisia-Namenslosigkeit theoretisch gelöst.



    VG Ingo W
    [hr]
    Und so muss man sich den in Buchstaben übersetzten relevanten Sequenzabschnitt vorstellen, den es auszuwerten gilt.
    Wie gesagt, 4 unterschiedliche Basen in Buchstabenform:


    AACCTGCGGAAGGATCATTAACAAACCTCAGGCGCTCGCGCCCACAGGTAACCCTTGAATAAACTAC


    CTTTGTTGCTTTGGCGGGCCGCCTTAGACTCTATAGCGAGGAGAAATTACTACCGTAGAACCTATCGGAACCGCCCGTGGACT
    TGAGGGCTGCAGCCAAAGCCGCAACCCCAACATCAAGCCTAAGCTTGGTCATTTGTGTTGTTCTTACGACGCTCGACTCCGGC
    CAGCGGCTTCGGCTGCTGCGCGCCCGCCAGAGGACCACAACTCTTGTTTTTAGTGATGTCTGAGTACTATATAATAGTTAAAAC
    TTTCAACAACGGATCTCTTGGTTCTGGCATCGATGAAGAACGCAGCGAAATGCGATAAGTAATGTGAATTGCAGAATTCAGTGAA
    TCATCGAATCTTTGAACGCACATTGCGCCCTTTGGTATTCCGAAGGGCATGCCTGTTCGAGCGTCATTATAACCACTCAAGCCTTC
    GCTTGGTATTGGGGCTCGCGGTCGCGCGGCCCCTAAAATCAGTGGCGGTGCCGGCTGGCTCTACGCGTAGTAATACTCCTCGCGTCT
    GGGTCCGGTCGGTTGCCTGCCAGCAA


    VG Ingo W

    Hallo Jörg!


    Du sagst gar nix mehr. Das will mir nicht recht gefallen.
    Ok., ich geb ´s ja zu, ich wollte ein Späßlein machen und dich ein klein wenig aufziehen. War wohl nicht eindeutig genug.
    Tschuldigung, nich böse sein, ja? :shy:


    Ich schaue doch deine Bilderserien sehr gern an und bestimmungsmäßig findet man ja auch kaum noch was, das man besser wüsste.
    Bei dem, was du jetzt immer so präsentierst, muss ich mich immer an deine Anfangszeiten in den Pilzforen erinnern.
    Unscharfe Bilder, weil der Fotoapparat nicht "gscheit geht" und Frust, weil bei dir "nichts ordentliches wächst". Wie die Zeiten sich doch ändern.........


    VG Ingo W

    Hach Jörg!

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    Was hat ein Pfeffermilchling mit einem klar erkennbaren Täubling gemein Veryannoyed .


    Na, wenn er ganz hell ist?


    Du gibst einfach eine zu schöne Vorlage mit deinem Russula virescens (Grüngefeldeter Täubling), der ganz hell aussieht und du kein Foto dazu hast.
    Zum Glück hat Pablo wenigstens meine kleine Witzelei verstanden.
    Damit nichts schif geht, habe ich sogar ein kleines spitzbübisches Teufelchen gesetzt als Verabschiedung.


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    Manchmal komme ich bei deine Antworten ins Grübeln und überlege schon überhaupt noch darauf zu antworten.


    Tja, entweder weitergrübeln oder ignorieren.
    Lieber wäre mir weitergrübeln und drauf kommen, dass nicht alles so grottenernst gemeint ist.
    Was für Antworten sind dir denn noch grübelnderweise aufgestoßen, wenn du schon länger über die Antwort-Konsequenzen nachdenkst?


    Hallo Pablo!

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    Fast.
    Aber angesichts des Lamellenabstandes hättest du lieber Lactarius bertillonii ins Spiel gebracht. Oder auch Lactarius vellereus, aber den esse ich nicht. Ist mir nicht scharf genug.


    Jetzt verlangst du aber tiefgründiges Russula-Wissen von mir. Wo soll das denn herkommen?
    Oder gibt ´s die auch in becheriger Millimeter-Ausführung?
    Am Ende werden die das sein?

    Womöglich sollte ich sowas wie rechts unten nicht immer gleich wegwischen?
    Naja, stört aber schon irgendwie das Konzept, und noch nicht mal Schnecken und Maden gehen da ran. Bestimmt giftig......



    VG Ingo W

    Hallo Jörg!

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    ....genau solche Exemplare von R. virescens mit kaum grünen Hut habe ich heute auch gefunden und verputzt.
    VG Jörg


    Spart man Pfeffer, oder?


    Hi Pablo!

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    Ich glaube, ich muss mal einen dieser ganz weißen Russula virescens ohne aufgerissene Huthaut fotografieren. Wink Weil wenn die noch ganz jung sind, dann sind sie weder wirklich grün, noch feldrig.


    Du meinst doch bestimmt die, wo so weiße Milch rauskommt?
    Hat Jörg auch schon gesagt.
    https://upload.wikimedia.org/w…tarius_piperatus_BS11.jpg


    :evil:
    Ingo W

    Hallo!


    Wenn man die Bilder anklickt und in Originalgröße anschaut, sieht man bei Bild 2 (Hutseitenansicht) auch besser, dass die Huthaut rechts am Pilz aufreißen will.
    Dann noch die Blaukomponente im Grün und die kompakte, fettstielige Wuchsweise, für mich wäre das alles der Grüngefelderte Täubling (Russula virescens).


    VG Ingo W

    Hallo HoBis!


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    Die Farbe ist halt etwas irritierend Freebsd


    Stefans Täubling ist wohl farblich nicht optimal in Szene gesetzt.
    Ich denke, bei R. virescens hat man fehlende Grünfarbe gar nicht so selten, wenigstens bereichsweise wie auch in Stefans Bild.
    Zum Verständnis mal ein eigenes.

    Die ungrünen Bereiche waren im Fall meines Fotos ursprünglich durch Streu/ Blätter bedeckt.
    Selbst bin ich der Meinung, dass die Farbentstehung bei Pilzen (z.B. der Safranfarbige Scheidenstreifling, Zapfenrüblinge, Steinpilz oder auch Becherchen der Gattung Orbilia (Knopfbecherchen) z.gr.T. lichtabhängig ist.


    VG Ingo W

    Hallo Chris!


    Den Schuh wird sich kaum jmd. anziehen wollen, dir die Fruchtkörper alle per Bild als Stockschwämmchen durchzuwinken.


    Wäre es ein Rätsel (solche aufschlussreichen Stockschwämmchen-/ Häublingsbilderrätsel gab es schon mal irgendwo in einem Forum), würde ich alle, die ich bei dir auf den Bildern sehe, als Stockschwämmchen ansehen (ok. 2.Bild unten der, der ist schwieriger).
    Aber bei einem Rätsel macht es eben auch nichts, wenn man mal falsch liegt.


    VG Ingo W

    Hallo Craterelle!

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    LG an die Gnolmchen,
    Craterelle


    Danke, sehr lieb von dir!
    Ich werde es Mitte November ausrichten, wenn sie ihren Sommerschlaf beendet haben.
    Momentan ist es relativ ruhig in den verschiedenen Gnolmenburgen, nur manchmal schnarcht es ganz leis, oder man hört sie mal kurz im Traum brabbeln, so wie letztens zu Annas Geburtstag.
    Aber auch dieses Thema gehört ja nicht wirklich hierher.


    VG Ingo W

    Die nicht vernünftig blauenden Maronen hatte ich zumindest bis jetzt übrigens für eine innerartliche Varietät gehalten und nicht für einen Trockenschaden.


    LG, Craterelle


    Hallo Craterelle!


    Klar, wenn die sich unter bestimmten Gegebenheiten nicht so verhalten wie man es gewohnt ist, sind auch solche Überlegungen erlaubt.


    Wichtig bleibt es ja nach wie vor, am Fundort und beim Inspizieren des Frischmaterials so viel wie möglich Merkmale zu erkennen und sich an dem Punkt reichlich Zeit zu lassen, den Pilz kennenzulernen und zu verstehen.
    Ist ja nach wie vor ein beliebter Sport in den Pilzforen, sich später anhand schnellgemachter unscharfer und farbverfälschter Fotos und der halbseidenen Erinnerung zur genauen Bestimmung vorzuquälen. Das bezieht sich jetzt nicht auf einen bestimmten Beitrag, wollte das einfach wieder mal loswerden.


    Auch bekomme ich gerade ein klein wenig Einblick in die Ergebnisse von Pilz-Sequenzierungen.
     
    Einige Arten kann man gar nicht so leicht festschreiben, die erwischt man dabei, dass sie sich aufdrößeln. Da sehen die Ergebnisse von verschiedenen Kollektionen immer ein klein wenig anders aus.
    Andere Arten sind gerade mal stabil und gleichen sich oft 100%-ig von Kollektion zu Kollektion (zumindest in einem bestimmten Gebiet. Wie es 5000 km weiter östlich oder sonstwohin aussieht ist dann wieder eine andere Frage).


    Alles sehr interessant, aber viel komplexer als es der Mensch mit seinem Schubfachdenken eigentlich gebrauchen kann.


    VG Ingo W

    Hallo Craterelle!

    Zitat


    .....die waren nach einer Weile quietschgelb. Oder ist das auch variabel?


    Um so besser die im Saft stehen, desto eindeutiger ist die Verfärbung (und auch der Verletzungsgeruch).


    Das trifft aber im Prinzip auf alle Pilzverfärbungen zu, deren innerer Chemismus mit Luft(sauerstoff) eine farbliche Reaktion bewirkt.
    Wer kennt sie nicht, die etwas zu trocken geratene Marone, die im Druck kaum noch blaut, sonnenbestrahlte Schichtpilze, die angekratzt nicht mehr röten wollen oder den schon etwas härtlichen Hexenröhrling, der mit seiner spärlichen Verletzungsbläuung nun wirklich kaum noch jmdn. an fürchterliches Hexenwerk erinnert.


    VG Ingo W

    Hallo!

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    ..... Er wird auch Getäfelter Stäubling genannt. Und das sehe ich hier. Die Form passt für mich ebenso.
    LG Heinz


    Sehe ich auch so.


    VG Ingo W

    Hallo Gordon!

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    Das Aufschneiden erschien mir angesichts des vermuteten halbflüssigen Innenlebens als zu unästhetisch.


    Hoffentlich macht das keine Schule!
    Ich sehe den nächsten Filzröhrlings-Anfragenden schon auf die forumseitige Fruchtkörperlängsschnittaufforderung wie folgt reagieren:
    "Könnten da die inwendig anwesenden Würmer nicht in Mitleidenschaft gezogen werden? Das sieht dann aber nicht mehr schön aus!"


    Oder beim nahegelegten Verletzungstest des Karbol-/Anis-Champignons:
    "Kommt das dann nicht unschön pissgelb rüber?"


    Geruchstest Heringstäubling:
    "Leute, ich bitte euch! Das wäre ja eine Zumutung für mein Geruchsorgan!" (Kopf leicht wegdreh und Nase etwas in die Höhe rag)


    VG Ingo W

    Hallo Craterelle!

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    Mir erscheint Wiesenchampignon (A. campestris) am Naheliegendsten, oder spricht etwas dagegen?


    Der ausgeprägte Ring.
    Mehr traue ich mich nicht. Wenn du den an Hut oder Stielbasis außen an der Rinde mit dem Fingernagel drückst, wird nichts gelb?
    Nelkenschwindling passt aus meiner Sicht.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Je weiter man nach unten geht, desto "kugeliger" werden die Zellen im Ectal - Excipulum.


    Richtig! Also akurat kugelig ist es ja dort nicht, ich sage immer angulär mit abgerundeten Ecken. Das ist aber genaugenommen auch irgendwie eine widersinnige Begriffkonstruktion.
    Na Hauptsache, man weiß, was gemeint ist, denn dieser Umstand führt uns zu Phaeohelotium/Hymenoscyphus, und bei den Sporenlängen mit dem Inhalt zu epiphyllus.


    Einen anderen Unterschied von epiphyllus zu monticola als die Sporenlängen kann ich dir nicht sagen.
    Wenn ich mir die verschiedenen Substrate aber so anschaue, wo beide Arten schon gefunden worden sind, befürchte ich beinahe, dass das Becherchen-Arten sind, die nah beieinander stehen, vielleicht eine sich kräftig aufspaltende Artengruppe.


    Also nach meinem Gusto ist dein Fund mit Phaeohelotium/Hymenoscyphus epiphyllus ausreichend inspiziert und gut bestimmt.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

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    Aber sobald man auf die Knie geht und genauer guckt, ist alles voller Pilze.
    Zum Beispiel beim Wühlen in der Laubstreu.


    Hört sich gut an bei dir!


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    ....wenn da nicht ein paar Details seltsam wäre.
    Erstens: Inhalt der Paraphysen in Lugol nicht rotbraun, sondern goldbraun.


    Das musst du nicht so genau nehmen, hängt etwas mit der einwirkenden Jod-Konzentration und der Mikro-Optik zusammen wie man das wahrnimmt. Wichtig ist, dass du siehst, dass der Paraphyseninhalts eine braune Farbe annimmt, die schon verschieden ist von der restlichen (z.B. dextrinoiden Farbe, die man mitunter in heranwachsenden Asci sieht).


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    Zweitens: Ectal - Excipulum nur dünn und keine wirklich eindeutige (gut entwickelte) textura angularis.


    Bei allen helotialen Becherchen sollte man das Ectal-Excipulum immer basisnah beurteilen.
    Aufsteigend strecken sich die Zellen, unter dem Becherrand sind die Zellen dann prismatisch und gehen in die gestreckten Marginalzellen über.


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    Drittens: Gehört Hymenoscyphus monticola nicht in eine andere ökologische Nische? Also planarer Standort, submediterranes Klima: eher unpassend?


    Ich war mal eine zeitlang sogar der Ansicht, dass monticola gerne wassernah wächst. Es gibt aber einige Beispiele von Eichel-Cupulen, die von der Art ganz normal im Wald bewachsen sind. Auch das muss dich also nicht stören.


    Du bräuchtest eigentlich nur noch reife Sporen, am besten, wenn sie unterm Mikro ausgespuckt werden. Ich bin aber guter Dinge, dass du richtig liegst mit deiner Idee.
    Ein weiterer Verwandter wäre dann H. epiphyllus mit größeren Sporen.


    VG Ingo W