Beiträge von Ingo W

    Hallo Grubius!


    Ich schätze doch mal, dass sich mindestens einige deiner Pilzfruchtkörper blau verfärbt haben bei Verletzung?
    Das macht der Steinpilz natürlich nicht.


    Ansonsten ist es schon eine rechte Raterei, wenn du geputzte Pilze bestimmt haben willst. Da fehlen doch schon die Röhren, oder?


    Links auf dem 1. Bild, der mit dem rissigen Hut, der wird dann nochmal interessant. Aber solche Bilder mit dem Informationsgehalt, das ist beinahe so hilfreich zum Bestimmen, als wenn du die schon in die Pfanne gschnippelt hättest.
    Dass mit dem Röten an verletzten Pilzhuträndern, das hätte ich gerne mal gesehen.......(edit: ob ´s die rosa Röhren vom Gallenröhrling waren?)


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Zitat


    ....aber können bräunliche Sporen (im Bild ungefärbt in Wasser) tatsächlich weißes Sporenpulver bilden?


    Nein!


    Die Frage kannst du dir ja leicht selbst beantworten: wo Sporen sind, ist auch eine Fruchtschicht mit Basidien und Sterigmen, woran die Sporen wachsen.
    Dort schaust du einfach nach, was für Sporen dranhängen.
    Sollten das tatsächlich braune Sporen sein, machen wir uns weiterführende Gedanken, das wird aber kaum passieren.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


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    Weihnachtsurlaub ist dieses Jahr nicht geplant bei mir.


    Man muss ja nicht immer alles planen!
    Wie wär ´s mit einem Spontantreffen mit Sarah (bei Sarah fällt mir immer Sahara ein!)
    in einer gemütlichen ruhigen Oase, fernab des ganzen Trubels und ohne den ganzen schädlichen Elektronik-Firlefanz?


    GnGrüße
    GnIngo W

    Hallo!

    Zitat


    .... Rehbrauner Dachpilz (soll Leute geben, die ihn mögen, ich kann ihn nicht leiden), oder gar Grauer Wulstling (schmeckt für mich grauenerregend).


    Fein! Die Anna schrieb letztens, was ich dachte, du schreibst gerade, was ich geschmacklich so empfinde.....
    Sehr bequem!!


    Zitat


    Ich muss ja nicht alles probieren was als essbar gekennzeichnet ist....


    Ist aber die beste Möglichkeit, sich selbst ein passendes Urteil zu bilden.
    Die Einschätzung zur Essbarkeit und zur geschmacklichen Freude von Pilzarten ist ja auch in Europa sehr unterschiedlich, wenn man mal in Russland (Allesverwerter) anfängt und in Frankreich (Gourmets) aufhört, gewisse Pilzarten daraufhin zu diskutieren.


    VG Ingo W

    Hallo!


    Ja, dann muss ich mich wohl beugen bei so viel Beispielhaftem und den Links auf die wissenschaftlichen Erklärungen.
    Ich mag das immer gar nicht einsehen, wenn ich doch einen klaren Pilzgeruch oder -geschmack verspüre, dass andere nicht daran teilhaben oder mir das bestätigen können.


    Wenn man dann noch das Thema anschneidet, dass man einen Mensch außerdem auch noch psychisch beeinflussen kann, was er riechen soll, oder was er geistig vor sich sehen soll beim Riechen.......


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


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    .....aber das mit dem nitrösen Geruch könnte stimmen.


    Die M. capillaripes müsste übrigens auch etwas nitrös riechen, da könntest du vergleichen. Ein paar mal mit dem Finger drüberstreichen bevor du die Nase ranhältst.
    Vielleicht auch mal einen anderen dran riechen lassen, wenn du meinst, dass du den Geruch nicht einordnen kannst.


    Zitat


    An welche Art(en) hast Du gedacht, Ingo?


    An Mycena leptocephala (Grauer Nitrathelmling).
    Der würde nach Bild ganz gut passen. Seinen Farbwandel von Braun zu grauweiß siehst du ja selbst auf deinen Bildern. Das können natürlich andere Mycenen auch, aber Streu und Hutform passen halt schön zur Art.
    http://www.mycena.no/leptocephala2.htm


    VG Ingo W

    Hallo Safran!

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    Aber das gute ist immerhin, daß der Geruch, wenn er mal individuell bestimmt wurde, dann meist gleich bleibt.


    Genau!
    Und auch, dass man sich Gerüche merken kann, für die es keine Umschreibung gibt.


    Zitat


    Buchenspeitäubling: extrem! scharf Eek kann ich nicht feststellen .


    Muss ich mal testen.


    VG Ingo W

    Hallo Chris!

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    ich meinte eigentlich ob der geriefte Hutrand alleine gesehen irgendwie eine Gruppe eingrenzt, ....


    Ja, irgendwie schon, weil das Gerieftsein der Stnktäublinge schon irgendwie speziell ist.
    Wenn du auch noch die Farben und die lange geschlossenen Hüte dazunimmst.....
    Aber eigentlich hast du das ja schon selbst festgestellt, als du solche Arten gar nicht gleich als zu den Täublingen zugehörig eingeschätzt hast.


    Der im Dezember wieder in ein internetloses Erholungsgebiet Verreisende fragt:

    Zitat


    Gneht's gnon gnos?


    Also mir ist zu Ohren gekommen, dass die Gnaan dieses Jahr die Ruhe weg hat.
    Nicht ein einziges ausgewähltes Rätselbild hat sich finden lassen.
    Ok., die Suchenden sind beim Auskundschaften immer wieder eingeschlafen, bin da bei den Berichten nicht immer vollständig mitgekommen.
    Am 6. Dezember war aber am Kalender was vermerkt: bärtig und roter Hut oder so............schätze Tricholoma vaccinum. Ich gebe das aber an die entsprechenden Personen noch bekannt, wenn ich sicher bin.


    VG Ingo W

    Hallo Safran!


    Beinahe etwas zu verrückt, wie du es zusammenfasst. Wie alt ist denn die Tochter?
    Ich weiß nicht, ob es da nicht vielleicht eine Rolle spielt, dass individuell bestimmte Speisen gemocht werden und andere nicht.


    Wäre das tatsächlich so unterschiedlich und individuell, könnte man ja einen Teil der Russula-Bestimmung in die Tonne treten.


    VG Ingo W

    Hallo Jürgen!

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    .....obwohl ich die Bitterstoffe im Gallenröhrling überhaupt nicht warhnehmen kann, andere bittere Substanzen sehr wohl schmecken.


    Hattest du mal einen Gallenröhrling, bei dem du nichts bitteres wahrgenommen hast, aber ein anderer glaubwürdig bitter geschmeckt hat?


    VG Ingo W

    Hallo Dieter!


    Nr. 1 ist ziemlich sicher Mycena capillaripes (Filzstieliger Helmling, mir würde ja zu deutsch Rotbraunschneidiger Helmling gefallen). Genau wie du sagst, in der Nadelstreu wachsend, nicht irgendwie truppweise auf Holz, sondern eher verstreut, heller Hut und ohne Milch.
    Für Vergleichszwecke nicht in Pilze der Schweiz nachschlagen. Hier ist besser:
    http://www.mycena.no/capillaripes.htm


    Bei Nr. 2 sollte sich doch geruchsmäßig was machen lassen?
    Kein nitröser Geruch?


    VG Ingo W

    Hallo Mentor!

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    7..Mollisa ?


    Nein, eher Hymenoscyphus (Stielbecherchen) oder Bisporella (Sonnenbechechen).
    So kräftig gelb gefärbte Mollisien gibt ´s in Mitteleuropa wohl nicht


    VG Ingo W

    Hallo Chris!


    Also sagen wir mal so: wenn du den im Wald irgendjemanden als Wässrigen Mürbling (Ps. piluliformis) erklärst, dann wird dir derjenige wahrscheinlich nicht sofort das Gegenteil beweisen können.
    Ich denke, von den Farben, Wuchs und Habitus passt das schon gut.
    Die Gattung insgesamt ist halt nicht einfach und immer wieder für Überraschungen gut.


    VG Ingo W

    Hallo Chris!

    Zitat


    Und Ingo was meinst du mit Hexenspuck?


    Spuk bitte! Spucken ist nur erlaubt, wenn es sich um Galle handelt und von einer der Forum-Hexen autorisiert wurde.
    Nun ja, wo soll ich da mit Erklären anfangen? Noch schläft die große Macht!


    Die hartgesottenen Stamm-Forumler mit Rate-Ambitionen verstehen solche Andeutungen natürlich.


    Aber keine Angst, auch du wirst eines Tages engeweiht, wenn du bis Mitte November/Dezember hier im Forum durchhältst.
    Geheimschrift, Intrigen, Allianzen, wundersame lustige Kleingestalten, Spione, Fährtenleger, mittelalterliche Lufttransportmittel, viele "Gn"s vor normalen Wörtern und und und......


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!

    Zitat


    ......aber bei manchen Kollektionen habe ich echt Schwierigkeiten, den typischen geruch zu filtern. Da hat man einen Mehlräsling in der Hand, weiß ja schon optisch genau, was es ist und riecht... Risspilze ?!?


    Liegt auf jeden Fall nicht an deiner Nase, sondern den Effekt gibt es.
    Zu der Zeit, als man den zystidentragenden Mehlräsling (Clitopilus cystidiatus) noch als eigene Art sah (vielleicht ist das auch noch aktuell), war es eine gute Ausrede, wenn man mal nicht Mehl/Gurke gerochen hat, sondern eher käsig/spermatisch. Das Problem dabei ist, dass Zystidenanwesenheit und Geruch nicht korrelieren, also beide "Arten" sowohl gurkig als auch käsig riechen können.


    Ich habe mir das dann versucht auf andere Art und Weise zu erklären: wie schon gesagt, die meisten Pilzgerüche liegen im Saft, andere entstehen beim Abtrocknen (Maggipilz, Kokosflockenmilchlinge, Nelkenschwindling) oder Vergehen (Stachelbeer-Täubling, oft auch die Heringstäublinge).


    Nun gibt es aber auch Pilze, die zweierlei Gerüche vereinen. Die riechen trocken nach etwas und angekratzt nach was anderem. Dieser Effekt hat schon zu einigen Missverständnissen geführt in erklärenden Pilzbüchern.


    Dabei sind teilweise Gerüche miteinander verwandt, das mag man gar nicht glauben. Zum Beispiel Schokolade/Kakao und Rettich. So kann es sein, dass man z.B. Fälblinge findet, die trocken süßlich-schokoladig riechen, welche aber angekratzt, wenn ein paar andere zusätzliche Geruchsmoleküle dazukommen, dann plötzlich nach Rettich riechen.


    Schaut man sich den Gurkenschnitzling an, so kann der je nach Zustand entweder angenehm gurkig riechen oder extrem fischig-tranig.
    Stinktäublinge haben nach meinem Empfinden jung überhaupt keinen negativen Geruch, der erinnert mehr an chlorhaltiges Schwimmbadwasser, älter wirds mehr der gammelnde Camembert.


    Ich muss jetzt aufhören, sonst finde ich wieder kein Ende mehr......


    VG Ingo W


    Edit:
    Uwe meint:

    Zitat

    Aber es ist nun mal so, es gibt bittere und nicht bittere Gallenröhrlinge.


    Sehe ich auch so.


    Zitat

    Es gibt aber auch Biere, die bitter schmecken, aber nicht mal als herb bezeichnet werden.


    Echt?

    Hallo!


    Sehr aufschlussreich!
    Ich hätte jetzt auch nicht gedacht, dass das so viele betrifft mit dem Nichtschmeckenkönnen von bitter.


    Dann finde ich es klasse, was Jürgen über Raucher und Riechenkönnen sagt. Also ich habe sehr lange und viel geraucht, und auch zu dieser Zeit zählte ich (und andere) mich zu den besten Pilznasen. Seit dem ich aufgehört habe, kann ich aber nicht etwa besser riechen. Ich halte das auch für Mythos. Natürlich versteht es sich von selbst, dass man den zu erschnüffelnden Pilz nicht gerade in die Kippen-Haltehand nimmt.


    Meine Theorie ist: wer angeblich nicht gut riechen kann, versteht nicht das Prinzip des "Auf-sich-Einwirken-lassens". Viele Pilz-Unbedarfte wissen auch nicht, wo der Geruch zu finden ist, also dass eben die meisten Pilze ihren Geruch "im Saft" verbergen (deshalb durch Darüberstreichen oder Ankratzen fein verletzt werden müssen), und nur die geringere Zahl der Pilzarten erst beim Trocknen oder Vergehen anfängt zu riechen.


    Und dann wollte ich Jürgen und Thomas fragen: wie ist das mit einem sehr herben Bier? Das ist für euch dann nicht bitter?


    VG Ingo W

    Hallo!
    Anna hat gerade meine Gedanken aufgeschrieben (geht der Hexenspuk dieses Jahr schon früher los ?)
    Mir sind auch die Zeichnungen an den Lamellenschneiden aufgefallen.


    VG Ingo W

    Hallo magellan!


    Test...Test...123.....

    Zitat


    ....Rotfuß.. , Ziegenlippe..? Lamellen werden bei Druck blau.....


    Nr. 1 ist Marone,
    Nr. 3 die Nebenfruchtform von Nectria cinnabarina (Zinnoberrotes Pustelpilzchen),
    Nr. 4 wird ein Helmling (Mycena) sein, kennst ja meinen Spruch mit dem Käfer....;
    Auch die Stielbasis kann Aufschluss geben. Wär ´s ein Ratepilz, würde ich Mycena adscendens (Zarter Hemling) sagen,.......
    http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/ZarterHelmling.htm
    ..... gibt aber sehr ähnliche andere auch.
    Nr. 5 erinnert mich doch stark an einen Tintling im weiten Sinn, also irgendein Rädchentintling,


    VG Ingo W

    Hallo Marco!


    Besonders bei angetrockneten Fruchtkörpern ist der bittere Geschmack manchmal gar nicht mehr zu schmecken.
    Deine sind schon Gallenröhrlinge. Das ist mit dem braunen (oft reliefartig hervortretenden) Stielnetz und in dem Alter noch weißen, an verletzten Stellen rosaverfärbten Röhren kaum anzweifelbar.


    VG Ingo W


    P.S.: ich las sogar mal von einer Form/Varietät des Gallenröhrlings, die man aufgrund von Nichtbitterkeit kreiert hat.