Beiträge von Ingo W

    Hallo Bernd!


    Mit der meisten Chemie tötest du lebendige Strukturen ab. Sporen werden schmäler, wichtige Inhalte sind nicht mehr zu erkennen, oft wird das dadurch schrumpfende Plasma dann sogar für Tropfen gehalten.


    Bestandteile misst man am besten in Wasser.
    Um aber schwer sichtbare Strukturen kenntlich zu machen, da ist dann Färbe-Chemie sehr willkommen oder um bestimmte Reaktionen abzugleichen.


    Zitat


    Wenn nur wenige Sporen im Präparat sind, nehme ich das gerne, um Sporen überhaupt zu finden.


    Wenn nur wenige Sporen vorhanden sind, würde ich das ganz lassen, denn dann ist der Pilz nicht reif und du arbeitest mit falsche Werten. Zumindest ist das mit einzuberechnen, bevor du dich auf die Suche nach der Lösung machst.


    Eine kaum lethal wirkende Chemie ist z.B. Brillant-Kresylblau.


    VG Ingo W

    Hallo Maria!


    Weil die Lamellen braun sind, weil viele Schüppchen am Stiel sind und weil alte Stockschwämmchenhüte von oben so aussehen.
    Schwefelköpfe haben alt graue bis grauschwarze Lamellen und irgendwie gelbliche Hutfarben.


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Natürlich habe ich von diesem Pilz null Ahnung.
    War nur so der Gedankengang, wie man es hätte besser machen können. Und ich muss freilich "Poren klein" schreiben, damit für "Poren sehr klein" auch noch was übrig bleibt.
    Nein, natürlich nicht, aber ich weiß ja aus Unkenntnis gar nicht wie groß die Poren wirklich sind bei der Art.
    Und natürlich muss man die Porenform und -größe auch mit anderen Fruchtkörpern abgleichen. Ich wollte bloß damit kund tun, dass ich "Poren groß, unregelmäßig" auch noch nicht für das idealste halte.


    VG Ingo W

    Hallo Uwe!

    Zitat


    Beim Tintling habe ich die beste Beschreibung gefunden: Poren groß, unregelmäßig. Das sollte passen.


    Naja, ob das jetzt die beste Beschreibung ist? Da sind ja auch kleine Poren und ab wo fängt "groß" an? Und "unregelmäßig" kann ja alles mögliche bedeuten.


    Schätze, wenn man alles zusammengefasst wird's wohll einigermaßen hinkommen, so in der Art vielleicht:
    "Poren klein, rundlich oder meist eckig (+Maße!) bis radial schmal längsgestreckt (Maße!), mitunter ansatzweise daedaloid."


    VG Ingo W

    Hallo!


    Manchmal Schnee und Frost, manchmal Sonnenschein und Pilze, wer soll sich da wundern, dass mitunter auf dem Waldgrundstück auch mal sowas zu sehen ist:

    Da kann man schon mal seinen Schlaf unterbrechen und gucken, was so los ist, besonders, wenn es um den 1. Mai um Schabernack und Hexen geht.


    G(n)rüße
    Ingo W


    P.S.:
    Und komisch, dass das Laub von der Terasse gefegt wird.
    Naja, der Gnolmi wird ´s schon wieder richten.

    Hallo Rainer!


    Mit der Gattung haben sich schon einige befasst, allerdings widerspricht sich das ziemlich untereinander und macht nicht wirklich glücklich.
    Möglicherweise gäbe es makroskopische Ansätze, was zu den Arten zu sagen, aber da muss man sicherlich jahrelang drinstecken in der Materie.
    Wäre mal eine schöne Aufgabe für jmdn., der sequenzieren lässt.
    Diese D. lacrymalis dürfte gut verbreitet und nicht selten sein. Wenn man von ihr relativ wenig hört, liegt das sicherlich an der stiefmütterlichen Behandlung der Gattung.


    VG Ingo W

    Hallo Marco!


    Das ist natürlich Theorie, also meine Meinung über das Blauen.
    Aber genauso könnte es anderen eben auch ergangen sein.
    Insofern hast du zumindest mir damit ein stückweit geholfen.


    VG Ingo W

    Hi Marco!


    Jawohl, die Gattungen passen.
    Die Blaufärbung der Stictis kannst du im Schnellverfahren machen: ein Stück der Fruchtscicht in einen Tropfen KOH, dann in einen Tropfen Wasser zum Spülen, und dann mit Lugol oder Melzers uner das Deckglas.


    VG Ingo W

    Hallo zusammen!


    Ungerne spiel ich mal wieder den Spielverderber.
    Wenn es um die Orbilia geht, da gibt es Hunderte, das reicht nicht, hier mal kurz ein Bild von 2 Sporen zu zeigen, das braucht schon auch Maße und Inhalte, außerdem einen Blick auf die Randzellen inclusive mögliche glasige Aufsätze und eventuelle Exsudatauflagerungen auf dem Hymenium.


    Was die Stictis betrifft: ich glaube an keine Art, die nicht blau reagiert.
    Das Problem sind die verschiedenen Vorgehensweisen. Das Hymenium ist hemiamyloid, das bedeutet, dass die mit Lugol weinrötlich/rötlichviolett reagiert und am sichersten blau wird, wenn du mit KOH vorbehandelst, in Wasser spülst und dann Lugol oder Melzer hinzufügst.
    Probier es aus, dieses Blau wird dann nicht zu übersehen sein!


    Und ich glaube dir auch nicht, dass die Stictis-Sporen nur 1 breit sind. Aber ist auch kaum ein Wunder, denn bei dieser Vergrößerung kannst du womöglich nicht mal die vielen Septen wahrnehmen.
    http://asco-sonneberg.de/pages…50201-tr-01xsmjj38261.php


    VG Ingo W

    Hallo Ralf, hallo Stefan!


    Selbstredend werdet ihr beim Binsenangucken natürlich auch auf ein kleines gestieltes Lachnum stoßen, welches meist L. apalum ist, allerdings gibt es auch noch L. diminutum.


    VG Ingo W

    Myriosclerotinia curreyana (Berk.) N.F. Buchw., Friesia 3(4): 291 (1947)
    Dünnsporiger Binsen-Sclerotienbüschelbecher


    Manche Pilzarten sind so selten wie die Pilzler, die danach schauen.
    Um diese Myriosclerotinia zu finden, muss man das Innenleben von toten vorjährigen Binsenhaufen inspizieren.



    Witzig ist das Sklerotium, das sich an die Form des Binsenstängels angepasst hat....

    .....und auch die Sporenform, die so gar nicht zu den "Eiersporen" der anderen nahen Verwandten passt:




    Eine ähnliche, etwas robustere Myriosclerotinia wächst in Beständen der Waldsimse (Scirpus):

    Myriosclerotinia scirpicola (Waldsimsen-Sclerotienbüschelbecher)


    VG Ingo W

    Hallo Andreas!


    Scheinbar spielt große Enferntheit bei vielen Mollisien keine große Rolle.
    Viele unserer Funde decken sich per Sequenz auch sehr gut mit amerikanischen.


    Wie das jetzt genau mit dem lividofuscas zusammenhängt, da braucht es wahrscheinlich noch ein paar Funde von der Art der Maisspindel.
    Viele der anderen Arten habe ich auch erst mit der sequenzorischen Auswertung besser verstanden. Und die häufigste MOLLISIA im Sommerhalbjahr, also die, welche ich unter olivaceocinerea laufen habe, die ist wirklich eine harte Nuss, weil die sich aufspaltet.
    Ich glaube, die hattest du in deinem Baum gar nicht, oder doch?


    VG Ingo W

    Hallo Pablo!


    Falls du was findest, dann Probe an mich.
    Falls die Aufsammlung groß und teilbar ist, dann an Florian und mich. Sollte dann aber der gleiche Zapfen sein, den man teilt, um Fehler auszuschließen.


    VG Ingo W

    Hi Pablo!


    Meines Erachtens schon. Bei uns hat es kurz geregnet, da hat zumindest gleich MOLLISIA rosae losgelegt oder Pyrenopeziza rubi. Ich glaube, die warten gerade alle auf ein bisschen Feuchtigkeit.


    Naja, meine Anfrage bleibt, und ich freue mich auf Rückmeldung.


    VG Ingo W

    Hallo Andreas!


    Was mich etwas stört an der lividofusca-Bestimmung der PdS- Tapesia strobilicola sind die zu kleinen Sporen und der nicht luftig wachsende Standort, der eigentlich üblich ist bei lividofusca.
    M. lividofusca ist im Stammbaum sehr schön festgelegt, unsere 5 Kollektionen sind sehr einheitlich und treffen sich mit lividofusca-AG06, also das sind auch die mit dunklem Subhymenium.


    Meine Maisspindel-strobilicola trifft sich mit "lividofusca" Abweichlern, welche abseits der anderen stehen. Meine hatte kleinere Sporen und kein dunkles Subhymenium. Sie stimmen überein mit deinen Funden lividofusca-Mo002 und lividofusca-Mo039cf.
    Kannst du mir zu diesen beiden die Fundumstände geben?


    Falls du dich für die gesamte Doku der Maisspindelmollisia interessierst, gebe ich gleich den Link dazu.


    VG Ingo W


    Edit:
    http://asco-sonneberg.de/pages…0220-fp353-00gjj39727.php

    Hallo!


    Eine schöne Gegenüberstellung!
    H. Jahn ist ein ausgesprochen guter Pilzbeobachter gewesen, der seinesgleichen sucht.
    Mich verwundert dennoch, dass er glaubte, alle Kollektionen korrekt ansprechen zu können und Zwischenformen nicht akzeptiert.


    Also ich selbst komme immer wieder ins Schwimmen bei manchen Kollektionen und ich finde, dass die Merkmale nicht immer so eindeutig zu trennen sind.
    Besonders, was den Anwuchs betrifft, kenne ich auf jeden Fall (besonders jung) dick angewachsene Schmetterlings-Trameten.


    Bei so manchem (aus meiner Sicht) Problemfall wünschte ich mir, ich könnte Hermann Jahn fragen, was er denn nun zu diesem Fund sagt und warum.


    Pablo schreibt, er könnte die beiden mikroskopisch auseinanderhalten. Da würde mich auch eine Gegenüberstellung interessieren. Ob das wirklich geht?


    Und was ich noch interessant finde: H. Jahn spricht als Unterscheidungsmöglichkeit nicht die schwarze Linie im Schnitt an, die laut vieler Literatur angeblich zur Abtrennung gut sein soll.
    Ich behaupte das ja schon immer, dass besonders junge, noch nicht dunkle Schmetterlings-Trameten auch keine schwarze Linie im Schnitt haben.
    Schwarze Linien gibt es nämlich meiner Ansicht nach nur bei Fruchtkörpern, die auch Schwarz als Zonierungsfarbe haben.


    VG Ingo W