Beiträge von JanMen

    Hallo zusammen!


    @ Christian: Ich hab es mir ja recht leicht gemacht und die meisten, zumindest die meisten der gezeigten Fotos, zuhause gemacht. Dennoch war es kälter als nach morgigem Sonnenschein erhofft und so war ich nach unzähligem Stöckchen- und Stämmchendrehen froh, wieder im Warmen zu sein. Es wird langsam Zeit für Frühling.


    @ Ralf: Gerne! Da hatte Jörg die guten Augen, denn die Fruchtkörper sind rund 1 mm klein. Also schau eher nach kleinen weißen Punkten als nach verstummelten Krüppelfüßchen. ;)


    @ Ingo & Pablo: Dann sind wir ja nicht die einzigen, die Kirsche als häufigstes Substrat der Art empfinden. :thumbup:


    @ Pablo: Da ich erst im Nachhinein auf diese Art gestoßen bin/wurde, achtete ich leider nicht so sehr auf das Substrat, zumal (aus dem Kopf und daher ohne Gewähr) Henningsomyces - entgegen der Literatur - ja keine reine Nadelholz-Gattung ist. Ich weiß nur, dass es ein diagonal stehender, also vor kurzer Zeit gekippter Laubholz-Stamm war. Pappel gab es dort sehr häufig, also wäre das schon naheliegend.


    @ Karl: Ist der denn bei euch auch recht häufig? Wir kennen hier mittlerweile Standorte in beinahe allen größeren Städten. Dennoch bleibt er natürlich ein Hingucker, an dem man nicht einfach vorbeigehen kann, zumal er doch noch seltener ist als andere winterliche Farbkleckse. Und doch: Was ich sonst noch so finden (lassen) durfte, war gestern in der Tat spannender. :)


    Danke fürs virtuelle Mitgehen! :)


    LG, Jan-Arne


    Edit: @ Ulla: Eine zeitliche Überschneidung - Danke schon mal! Ich bin dran. :)
    [hr]
    So! Hallo noch einmal, Ulla, und danke fürs Draufsehen.


    Die 1-Bild-Zusammenstellung liefert natürlich nicht genügend Infos, um eine Art dingfest zu machen.


    Getrocknet (über Nacht lagen sie auf der Heizung) sehen die Sporocarpien den Bildern im Internet übrigens noch ähnlicher, aber das nur am Rande.


    Hier jetzt noch einmal Sporen (Bild 1), bei denen man die dicke Wand und auch (siehe Pfeile) den Übergang zum Keimporus erkennen kann. Die vermeintlichen feinen Warzen sind ja eher Pigmente, oder? Les Myxomycètes habe ich mittlerweile und die Bilder sind in diesem Fall wirklich hilfreich, denn sie zeigen auch diese "Naht" am Rand der Peridie (Bild 2), die ich gestern bemerkte, ganz kurz für eine Art Capillitium hielt und die für die Art in der Form auch typisch zu sein scheint.




    LG, Jan-Arne

    Hallo Peter!


    Eine schöne Ansammlung auf jeden Fall!


    Die letzten beiden Bilder würde ich definitiv als Linsen von Typhula phacorrhiza einordnen. Wenn du mal so bei Google rumschaust, siehst du, dass diese Linsen völlig unterschiedlich gefärbt sein können und auch zum Teil gestielt erscheinen (z. B. hier), sofern sie denn richtig bestimmt wurden. Vielleicht kann man tatsächlich all diese unterschiedlich gefärbten Dinger hier als linsenförmige Sklerotien von Typhula phacorrhiza bezeichnen.


    LG, Jan-Arne

    ... zeigt sich so manches Mal, ob eine Tour erfolgreich war oder nicht, nämlich im Zuge der Nachbearbeitung und Nachbestimmung.


    Hallo zusammen!


    Es folgt ein kurzer Bericht über die heutige APR-Tour in Bochum, die neben eisiger Kälte auch die ein oder andere schöne Überraschung bereit hielt. Let's go!


    1)


    Sarcoscypha austriaca wird im Ruhrgebiet immer häufiger. Hier und heute konnten wir die Art vereinzelt an 3 oder 4 Stellen finden.



    2)


    Den Schleimpilz-Parasiten Polycephalomyces tomentosus durfte ich seit gut einem Jahr nicht mehr finden. Jetzt war es endlich mal wieder so weit - hier (wie häufiger mal) auf Trichia varia.



    3)


    In den letzten Monaten sind mir immer wieder beim Stöckchendrehen Hängebecherchen begegnet. Was mich hier etwas stutzig machte, war der offene Wuchs an lebendem (?) Holz, statt an der Holzunterseite von finalmorschem Holz. APR-Kollege Thomas brachte mich mit auf die richtige Fährte, nämlich Phaeosolenia densa. Ein 2002 zuerst in Deutschland gefundener Braunsporer, mehr zu der Art hier.



    4)


    Trichia varia war nicht der einzige Schleimpilz, denn neben Trichia persimilis (absolut nicht mehr fotogen) war noch Perichaena corticalis zu finden, für mich neu. Von Trichia contorta, einer makroskopisch ähnlichen Art, unterscheidet sie das Capillitium, das keine Spiralleisten aufweist.



    5)


    Der Pilz des Jahres: Das Judasohr (Auricularia auricula-judae) Nicht mehr schön, aber dafür umso schöner, denn statt des matten Rotbrauns können Judasohren beim Eintrocknen auch mal diese Farbtöne entwickeln, die über Violett beinahe ins Blaue gehen. Kein Farbstich!



    6)


    Ob auch die Literatur das weiß oder das eine subjektive APR-Erfahrung ist, ist unklar: Besonders häufig finden wir die Dreifarbige Tramete (Daedaleopsis tricolor) an Kirsche. Hier in einer schönen Reihe.



    7)


    Bei diesen kleinen Tropfen war ich erst ahnungslos. Gerade so mit bloßem Auge beim Stöckchendrehen auf einem Kernpilz entdeckte ich sie und wusste zunächst nicht einmal, ob ich einen Pilz, geschweige denn ob ich einen Asco- oder Myxomyceten vor mir habe. Der Blick durch's Mikro sagte schnell: Myxo. Mein Eifer war geweckt. Dass ich kein Capillitium finden konnte und das Ganze erst auf meine mikroskopische Unfähigkeit schieben wollte, machte es nicht leichter. Durch den Gattungsschlüssel kam ich dann allerdings auf die Gattung Licea, aus der ich bisher keine Art gefunden hatte. Dann ging's schnell. Feldriges Aufreißen, rundliche Sporocarpien, glatte Sporen unter 13 µm: Das kann eigentlich nur Licea castanea sein - mit aktuell 8 Datensätzen in Pilze-Deutschland wohl keine häufige Art, wenn sicherlich auch häufig übersehen, weil kaum sichtbar. Die größten Fruchtkörper waren 0,5, die meisten 0,2 mm groß.



    8)


    Aktuell zur (hoffentlich entstehenden) Diskussion steht dann noch dieser Kollege, den ich - dem Thread folgend - ziemlich sicher zur Gattung Ceratellopsis packen würde und den ich erst - wenn überhaupt - mit weiterer Literatur weiter eingrenzen kann.


    Wenn ich irgendwo daneben liegen sollte, weist mich bitte darauf hin. Ich danke fürs Mitgehen! :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen!


    Wie ich dieses Forum liebe. Nach einer ziellosen Suche, die auch an Pterula gracilis und mehreren Typhulas vorbeiging, fand ich gerade diesen Thread hier. Ich habe - so bin ich mir sehr sicher - dieselbe Art entdeckt. Auch sie wuchs hauptsächlich am Moos, ging allerdings auch über auf Holz und wächst mit 3 Fruchtkörpern sogar auf einer alten Insektenhülle.



    (klick!)


    Ich bin so frei, Matthias und Klaus auf diesen Thread bzw. sein Wiederaufleben hinzuweisen und es wäre toll, wenn ich auch Ceratellopsis-Literatur geschickt bekommen könnte, denn damit sieht's bei mir leider auch schlecht aus. Interessant wäre es darüberhinaus zu wissen, ob Matthias seinem Fund am Ende einen Namen (sensu X?) gegeben hat.


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Dass ein Mairitterling bzw. ein Ritterling im Allgemeinen bei dem angedeutet erkennbaren Burggraben sicher eine gute Option wäre, sehe ich ein, aber das wäre dann doch auch Rätselsicht zu "einfach", oder? Außerdem sehe ich engstehende Lamellen, viele Flecken und ich weiß, wie variabel (nicht nur in der Größe, auch in seiner Robustheit und Form) Rhodocollybia maculata sein kann. Ich bleibe also vorerst dabei und bleibe ebenfalls gespannt. :)


    LG, Jan-Arne

    Hi!



    Mein lieber Funghi-Bro,
    bei einigen dieser Funde warst du, wenn ich mich recht entsinne, sogar live dabei.


    Definitiv bei zu wenigen. Und von ein paar hatte ich gar nichts mitbekommen, z. B. vom Judasöhrchen. Top! :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hallo Björn,


    auch ich habe die beeindruckende Zusammenstellung bereits genossen. Du bist so fleißig und regelmäßig on tour, dass sich einiges an tollen Funden angesammelt hat. :thumbup: :sun: Und dann sind da auch noch viele tolle Knipser dabei, von denen ich einige auch beim Fotowettbewerb nicht ohne Chancen sehen würde... ;)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Joe!


    Der netzartige schleimpilz könnte hemitrichia serpula sein, der mit den bienenwabenartigen Strukturen so was wie metatrichia vesparum. Der sieht im mikroskop wunderschön aus.


    Die beiden sind's definitiv, auch ohne Mikroskop. Hemitrichia sieht unter dem Objektiv sogar noch schöner aus als Metatrichia, wie ich finde, auch wenn ich die faszinierende Sporenoberflächenstruktur leider nur mittelmäßig darstellen kann.



    Die andere Hemitrichia ist definitiv eine solche, wobei man für die letzte Gewissheit, ob es sich um H. calyculata oder H. clavata handelt, mikroskopieren müsste.


    Liebe Grüße
    Jan-Arne

    Hallo Nobi,


    was für ein toller Beitrag, der anschaulich zeigt und lesen lässt, wie viele schöne Momente du hier und in den Pilzen in den letzten Jahren erleben durftest. Ich freue mich mit dir und danke dir für deine Anwesenheit im Forum, denn du bereicherst es ungemein! :sun:


    LG, Jan-Arne

    Ohhh, der Joker gefällt mir! :sun:


    So geht's mir ja im APR immer, Anja. Überall sehe ich da mögliche Zaunpfähle. Hier stelle ich jetzt noch stärker auf Nichtshören-Nichtssehen-Modus, wobei ich beim Überfliegen der Adam-Zeilen auch kurz gegoogelt und überlegt habe...


    LG, Jan-Arne

    Hallo liebes Forum,


    Ein weiterer Monatswettbewerb startet:


    Für alle Interessierten: Bis zum 19. Februar um 23:59 Uhr habt ihr Zeit, euer Foto einzuschicken!


    Bitte Folgendes vor der Teilnahme lesen!


    -->  Regeln und Ablauf zur Teilnahme am Pilzfotowettbewerb


    Achtung! Auf Anregung eines Teilnehmers wurden aufgrund der angepassten technischen Möglichkeiten die Regeln geändert. Von nun an dürfen die Bilder bis 1200 x 900 Pixel und bis 800 kb groß sein! Wir hoffen, dass ihr die möglicherweise etwas längere Ladezeit zugunsten der höheren Qualität und Detailgenauigkeit gerne in Kauf nehmt.
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    Hier  seht ihr, welche Preise man gewinnen kann. Darunter befinden sich Gutscheine von Traumflieger.de und Pilzzuchtsets von Pilzmännchen!
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    Allen Teilnehmern viel Glück und eine ruhige Hand,


    Das Forenteam von pilzforum.eu

    Ahoi!


    Klasse, Torsten! :sun: Wieder tolle Funde, die du mal "eben so" ablieferst. :)


    Ergänzend zu Pablos Hinweisen:


    2) & 3) ist eine der beiden Hemitrichia-Arten. Die schwarzen Kugeln kann ich nicht so recht zuordnen, würde da aber keinen Schleimer in Zwischenstadium, sondern eher einen Kernpilz vermuten, z. B. Lasiosphaeria spermoides.


    5) & 6) könnte sehr gut Badhamia utricularis sein. Die verspeisen meiner Erfahrung nach gerne Phlebia radiata. Wenn möglich, schau da in ein paar Tagen noch einmal nach. Es ist, wie ich finde, ziemlich spannend und reizvoll, diese Art (sofern ich richtig liege) in allen Stadien zu verfolgen. :)


    Gerne mehr davon! :)


    LG, Jan-Arne

    Die Jury hat entschieden...



    1. Platz


    Bild 4 - Herbert Ampferer (Monatssieger) mit Zwergbovist (Bovista limosa)




    2. Platz


    Bild 10 - Doris und Helmut mit Helmling (Mycena spec.) (?)




    3. Platz


    Bild 3 - Schwammer-Dieter mit Stielbecherchen (Hymenoscyphus spec.)




    Die weiteren Platzierungen:


    4. Platz  - Bild 14 (Helge Schulz) mit Judasohr (Auricularia auricula-judae)




    5. Platz  - Bild 7 (dieter.heune) mit Milder Zwergknäueling (Panellus mitis) (?)




    6. Platz (punktgleich)  - Bild 2 (lupus) mit Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)



    6. Platz (punktgleich)  - Bild 12 (potzermoggl) mit Eichenwirrling  (Daedalea quercina)




    8. Platz - Bild 11 (Earl86) mit Samtfußrübling (Flammulina spec.)




    9. Platz - Bild 1 (Clavulina) mit Flaschenbovist (Lycoperdon perlatum)




    10. Platz - Bild 9 (beatephmc) mit Tintling (Coprinellus spec.)




    11. Platz - Bild 8 (Tannenzäpfle) mit Judasohr (Auricularia auricula-judae)




    12. Platz - Bild 6 (abeja) mit Austernseitling (Pleurotus ostreatus)




    13. Platz - Bild 15 (WestHarzer) mit Kamm-Erdstern (Geastrum pectinatum)  




    14. Platz  - Bild 5 (Texten) mit Austernseitling (Pleurotus ostreatus)




    15. Platz  - Bild 13 (Korti) mit Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica)




    Allen Siegern einen herzlichen Glückwunsch!


    Mit dem Monatssieger setze ich mich wegen des Preises in Verbindung!


    Eure Vorschläge zu den nicht oder möglicherweise falsch bestimmten Arten auf den Fotos könnt ihr mir - wie immer - gerne hier lassen. :)


    Freundliche Grüße
    Jan-Arne

    Hallo!


    Zum Titel-Vorschlag: Die Idee ist an sich wirklich nicht schlecht, aber ich würde dennoch lieber drauf verzichten. Die Gründe: Zum einen wird dabei weitere Kreativität "verlangt", die unabhängig von der Fotografie stattfindet. Zum anderen soll ebendiese einzig und alleine im Fokus stehen, ganz alleine das Motto erfüllen und dabei den Platz für Interpretationen lassen, der von Titeln möglicherweise genommen wird. Versteht man, was ich damit meine? :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Ingo,


    beim letzten Ruhrpott-Pilz-Stammtisch hatten wir einen angenehm nach Anis riechenden Ischnoderma benzoinum auf dem Tisch liegen. Da passt's also leider schon nicht. Es kann höchstens sein, dass die eine Art häufiger deutlich nach Anis riecht als die andere. Zumindest von I. benzoinum hatte ich schon Exemplare mit und ohne Anis-Geruch vor mir.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Nobi,


    fantastischer Fund - und was für ein Teamwork! Ich staune ja immer wieder über diese geniale Vernetzung. So kriegt man letztlich tatsächlich jeden Fund raus, wenn man die richtigen Ansprechpartner findet und Interesse wecken kann. :thumbup: :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Helmut,


    meiner Meinung nach liegst du damit goldrichtig, zumal das Substrat ein gutes Trennungsmerkmal von der in der Regel dünneren Nadelholz-Art Ischnoderma benzoinum ist.


    Die Angabe zur Seltenheit ist m. E. überholt. Bei uns ist Ischnoderma benzoinum zwar die häufigere Art, aber ich habe auch schon von Pilzfreunden gehört, bei denen der Laubholz-Harzporling stellenweise bzw. waldweise der häufigste "Großporling" überhaupt ist. Hier mal eine Verbreitungskarte von Pilze-Deutschland.


    Die Angabe zum Geruch ist in der Tat interessant, weil sie mir aus der Literatur auch nicht unbedingt bekannt war, ich aber diesen anisartigen Geruch -übrigens auch bei beiden Arten - auch schon öfter wahrgenommen habe, was mich anfangs durchaus etwas irritiert hat.


    LG, Jan-Arne

    Hi,


    ich zitiere einfach mal den Synoptischen Schlüssel aus 'Die Myxomyceten Deutschlands [...] Band 3':


    "Sporocarpien
    Gesamthöhe 15-20 mm: Stemonitis axifera, Stemonitis fusca, Stemonitis splendens"


    Die Fruchtkörper auf dem Foto sehen schon recht groß aus, weshalb ich eine der genannten Arten annehmen würde. Stemonitis fusca ist in der Regel dunkler, also eher dunkelbraun bis schwarzbraun. Ob das aber tatsächlich eine ausnahmslose Regel ist, weiß ich nicht. Stemonitis splendens habe ich selbst noch nicht gefunden, aber die Art soll gerade bei längerem Wuchs irgendwie zusammenfließend gebogen sein und nicht so aufrecht. Auch erscheinen mir die Sporocarpien nach Bildvergleichen zu dünn.


    Natürlich ist das alles nur Spekulation und ich kann komplett daneben liegen, aber das habe ich ja schon klar gemacht. :)


    LG, Jan-Arne