Beiträge von JanMen

    Hallo nochmal,


    dann halten wir das mal als wahrscheinlichste Bestimmung fest. Ich danke euch beiden! Ich habe wieder mal, alleine durch eure Hinweise und das Googlen der mir unbekannten Begriffe viel gelernt und das ist stets ein gutes Gefühl. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Guten Tag,


    hier sind weitere Bilder:




    (die weißen Teile sind Flusen... einfach ignorieren ;))


    Hier kommt die samtene Oberfläche etwas besser als solche 'rüber.


    * ein überalter Phellinus, bei dem man die Poren nicht mehr erkennen kann

    Dieser würde vermutlich unangenehm riechen und hätte auch keine Samtoberfläche oder?


    * Bisporella pallescens (eher unwahrscheinlich)


    Optisch nicht unähnlich!


    An sich war es kein Wald, der sich durch Becherfunde meinerseits auszeichnete.


    Falls euch noch was zu den neuen Bildern einfällt -> gerne. Ansonsten schließen wir den Fall. ;)


    lg,


    Jan-Arne


    ...das ist unrichtig
    in ostfriesland wird kein platt gesprochen und vor allem: friesisch hat mit platt sehr wenig zu tun und ist keineswegs dasselbe! ...


    Das stimmt so nicht!
    Ich war 10 Jahre als amtlicher Landmesser in den Kreisen Verden und Rotenburg/Wümme unterwegs. Da schnacken die Buern alle noch platt!
    Ich glaube, Daggi, Du verwechselst das Holsteinische Platt (eine Unterart des Niederdeutschen) mit dem "Platt" (=Niederdeutsche Sprache allgemein). Das wird bis hin nach Holland gesprochen und natürlich auch in Ostfriesland.


    Hallo,


    interessant, wohin manche Threadnamen einen führen! :)


    Ich habe das Ganze erst vor kurzem im Studium behandelt. Ihr habt schon recht damit, dass Friesisch und Plattdeutsch (modernes Niederdeutsch) verschiedene Sprachen sind. Sie gehören zwar alle zum Stamm der Westgermanischen Sprachen, aber dazu gehören auch z.B. Englisch, was zeigt, dass die Gemeinsamheiten etymologischer Art keine großen mehr sind. Das, was man heute Plattdeutsch nennt, ist eine modernere Form des Niederdeutschen, was ja übrigens einst die Lingua Franca der Hanse war. Was sich heute grob über den ganzen Nordteil Deutschlands zieht (auch Ostfriesland) ist also Platt, was sich in verschiedenste Dialekte unterteilt. Leider wird die Sprache in wenigen Jahrzehnten bis höchstens Jahrhunderten ausgestorben sein. Momentan herrscht das übliche System: Großeltern sprechen es, Eltern verstehen es, Kinder haben damit gar nichts mehr zutun. Eigentlich schade, aber nicht verschriftlichte Formen von Sprachen haben es nie leicht.


    Kurz gesagt: Es gibt zwar Niederdeutsch / Platt als Sprache. Diese ist aber, wie Hochdeutsch ja auch, mit verschiedenen Dialekten ausgestattet und so spricht man in verschiedenen Regionen Nord- und Westdeutschlands verschiedene Dialekte des Platt. Friesisch hingegen hat damit nichts zutun, weist aber einen ähnlichen Effekt auf. Es ist zwar ursprünglich eine Schriftsprache, aber die Zahl der Muttersprachler sinkt ebenso rapide. Exkurs: Unser Dozent hat prognostiziert, dass es in 1000 Jahren auf der Erde nur noch etwa 5-10 Sprachen geben wird. 8|


    Falls ihr mit dem Thema schon abgeschlossen hattet oder ich nichts Neues einbringen konnte, entschuldigt meine Ausschweifungen.


    Und nun zurück zu den Pilzen! ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    danke für die weiteren Ideen. Dass man es wohl letztlich nicht auflösen kann, ist nicht so schlimm. Ich kann morgen noch einmal versuchen, bessere Bilder nachzureichen, aber auf Makroobjektivfotos könnt ihr, wie ihr vielleicht wisst, vergeblich warten. ;) Ich werde dann auch morgen mal diverse Tipps durchgehen.


    lg,


    Jan-Arne


    PS: Glückwunsch Björn zur vollen 1000! :)

    Hallo Toffel,


    vielen Dank für den Hinweis. Mit Kugelpilzen habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt. Ich weiß nur, dass ich diverse schwarze Punkte auf Stöckchen vorerst relativ unbeachtet lasse. Dass dieser Pilz trotz der Oberfläche ein Kugelpilz ist überrascht mich, aber interessiert mich jetzt schon. Dann warten wir mal auf den Experten, notfalls sehe ich mich gezwungen, ihn mit einer PN auf den Thread Aufmerksam zu machen. ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Tom,


    da hat Mario schon recht. Und mehr Fotos, evtl. Schnittbild wären toll. Das Häufchen sieht nämlich echt interessant aus. Soll das vielleicht ein Porling sein? Den würde ich schon sehr gerne geklärt sehen. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Auf den ersten Blick würde ich vermuten, dass man einen Brandkrusten-Pilz nicht von vornherein ausschließen kann.


    Hallo!


    Danke für den Versuch. Den Brandkrustenpilz kenne ich, optisch sieht er meinem Pilz sogar gar nicht unähnlich, aber es ist eben auch dieses samtige Gefühl, was meinen Pilz von deinem Vorschlag unterscheidet.


    Beim Brandkrustenpilz fasst man halt etwas Krustiges an und bei meinem Pilz ist es wirklich, wie die Stieloberfläche eines reifen Samtfußrüblings.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ich habe eine kurze Anfrage zu einem Pilz, den ich vorgestern fand:


    - Größe der Fruchtkörper: Ausbreitung der Fläche über etwa 5 x 2 cm
    - Aussehen: schwarz, sehr samtig (auch vom Gefühl her)
    - Verfärbungen: keine
    - Geruch: keiner
    - Geschmack: nicht getestet
    - Begleitbäume, Substrat: leider nicht genau bestimmbar, sicher ist: Laubmischwald mit vielen Eichen und Erlen
    - Vermutung: Leider kann ich nichts Ähnliches im Internet oder bei den GPBWs finden.



    Ich bin, wie immer, dankbar für jeden Hinweis und kann ggf. weitere Fotos nachreichen.


    lg,


    Jan-Arne

    Moin Pablo,


    danke für's Zeigen. Es ist unglaublich interessant zu sehen, was an völlig anderen Orten auf der Welt für Pilze wachsen und dass sich letztlich alle entweder wiedererkennen oder irgendwo einordnen lassen.
    Ich finde, das nimmt einem das (zumindest bei mir) teils auftauchende Gefühl, dass man mit seinem stetig wachsenden Pilzwissen auf bestimmte Regionen (genauer: Deutschland und Umgebung) beschränkt ist. Richte gerne lieben Dank an deine Schwester und deinen Schwager aus! Nach Neuseeland möchte ich auch unbedingt irgendwann einmal! :)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Eike,


    falls ich Matthias' dankenswerterweise angefertigte Gegenüberstellung (Link) richtig anwende, würde ich dir zustimmen, dass dein Fund sich Hemitricha Calyculata nennen kann.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Matthias,


    weil ich es war, der bei dieser Frage nochmal nachgehakt hatte, vielen Dank von mir!


    Auch wenn beide sich sehr ähnlich sehen, kann ich meine Fotos von meinen Funden nochmal durchsuchen und gucken, ob wie gedacht wirklich alle als 'calyculata' stehenbleiben können.


    Gibt es eventuell irgendwo Angaben über die Häufigkeiten beider Vertreter? Calyculata finde ich nämlich, falls er es denn wirklich ist, sehr häufig, eigentlich bei fast jedem Gang in die Pilze an völlig verschiedenen Orten.


    lg,


    Jan-Arne

    Moin Michael,


    Das ist mir neu, das Spitzmorcheln in Fichten und Kiefernwäldern vorkommen.
    Habe da noch nie welche gefunden.


    In einem meiner Pilzbücher ist von Kiefernrindenmulch die Rede, welchen man im Sommer oder Herbst im Garten auslegen soll, um im nächsten Jahr die Chance auf Morcheln zu haben. Ich wusste es auch nicht, aber treudoof, wie ich bin, traue ich dem Buch mal und wir werden es wohl ausprobieren ;)


    Unser Hauswald ist ja Kalkboden, da ich dort schon ein paar leere Schneckenhäuser gefunden hatte.


    Ist das ein Beweis? Ich habe ja keine Ahnung davon, aber inwiefern deuten leere Schneckenhäuser auf mehr als nur Schneckensterben hin. Natürlich sind die Häuser selbst aus Kalk, aber heißt das, dass der Boden es auch ist? Würden sich bei anderer Bodenkonsistenz die Häuser eher auflösen?


    Ich würde mich über Aufklärung freuen, weil mir das, als Baum- und Pflanzenbestimmungsunerfahrenen sehr helfen würde, mögliche Gebiete zu finden! :)


    lg,


    Jan-Arne

    Moin Joli,


    wir haben einen Krekenbaum im Garten, an welchem ein Pflaumenfeuerschwamm wächst. Optisch passt das auf jeden Fall und vom Substrat her, wäre laut den GPBWs ("hauptsächlich an Prunus-Arten") die Kirsche auch im Bereich des Möglichen.


    lg,


    Jan-Arne

    Es freut mich sehr, dass ich nicht der Einzige bin, der es nicht mehr erwarten kann.


    Auf der Morchelwiese der letzten Jahre, von der wir mangels Wissen allerdings nie gesammelt haben, steht noch nichts, aber wir haben die Hoffnung, dass es bald was wird!


    Die Frage nach der ungefähren Temperatur hätte ich auch gerne beantwortet. Reichen konstante 10 Grad am Tag aus oder geht es erst später (wenn es wärmer wird) richtig los? Und natürlich spielt auch noch die Feuchtigkeit mit rein.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Christian,


    interessant, interessant! Aber für Frosttage im Winter ist die Trüffelsuche dennoch nichts, oder? Wir haben scherzweise darüber gesprochen, unseren Hund, der beim Wittern Grunzgeräusche von sich gibt, zum Trüffelhund auszubilden. Dass es gar nicht so unmöglich ist, war mir erst später klargeworden. Die Idee mit dem Unterforum finde ich auch nicht verkehrt. Falls es einschlafen sollte, kann man es ja immer noch wieder auf Eis legen. Du hast mein vollsten Respekt für dein Vorhaben und ich werde deine Seite sicher öfter besuchen. Es würde mich natürlich darüberhinaus freuen, wenn du einige Unterstützung von den hier anwesenden Experten bekommen würdest und uns auch hier weiterhin auf dem Laufenden hältst! :)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    soooo, wie sieht's aus an der Morchelfront? Ab nächster Woche sollen es wieder 10 (bis evtl. 15 Grad) werden. Der vieldiskutierte Ostervollmond ist auch schon in knapp 10 Tagen und die 5 Tage im Sauerland mit stundenlangen Wanderungen stehen vom 24. - 29. an. Wenn da die Morcheln bereits da wären, wäre das sehr zuvorkommend! ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    kann man bei 5 denn einen alten Violetten Knorpelschichtpilz ausschließen? Je nach Umgebung und Witterung färben sie sich, wie ich gelernt habe, im Alter so bräunlich und wenn man sich diese Struktur: http://www.pilzbestimmer.de/Detailed/15895.html z.B. mal im Alter und etwas zerzauster vorstellt, könnte das doch hinkommen oder was spräche dagegen?


    Der Pilz hat mich nämlich optisch sehr an meinen Pilz aus diesem Thread -> Link <- erinnert.


    lg,


    Jan-Arne

    Guten Abend Ingo!


    Also wohl doch eine Inonotus-Art? Zumindest konsistenzmäßig ist es etwas in dieser Region "halbsaftig", sonst würden sich nicht solche Runzeln beim Eintrocknen bilden.


    Alles klar, dann bleibt nur die Gattung stehen. Der Anisgeruch (oder doch Fenchel?) hilft nicht bei der Bestimmung?


    Nach den GPBWs würde ich den Flachen Schillerporling (Inonotus cuticularis) vorschlagen: "3-15 (25) cm lang, 3-15 cm Radius, 0,5-3 cm dick, ... Poren ... , später bräunlich, 2-5 pro mm, rund bis eckig. Röhren 3-20 cm lang." Das dazugehörige Foto und der Wuchs auch am Ende eines abgetrennten Baumstamms sowie die Möglichkeit des "einzeln bis dachziegelig übereinander" wachsen bringen mich zusammen mit den Größenangaben auf die Idee. Leider steht dort nichts über einen bestimmten Geruch.


    Der Discover-Link funzt nicht.


    Da hat er wohl die KlammerZu noch zum Link gezählt. Weil man einzelne Seiten nicht verlinken kann, war es der Link zur Startseite, wo man dann den lateinischen Namen angeben muss: http://www.discoverlife.org/


    lg und vielen Dank für die Hilfe,


    Jan-Arne

    Moin Ingo,


    beim Link folgend habe ich auf "normal size" geachtet. Sollte mit "individual caps" wirklich ein einzelner Körper gemeint sein, so kann die Bestimmung für den größeren Pilz nicht gelten. Es scheint so, als würden sich beide Angaben widersprechen?!


    Beim Saftporling sollte der grauweißliche / milchweiße Saftporling schon stimmen. Deine Alternative ist wohl weniger saftig, müsste eine rauere Oberfläche und eine komplexere Gesamtkörperstruktur besitzen. (nach Bildern von http://www.discoverlife.org/)


    Ich habe einige neue Fotos gemacht, bei denen weder meine Handykamera (Akku leer), noch die Abendsonne die Farbe verfälschen. Ich habe den Porling getrocknet, aber an der Oberfläche selbst hat sich weder Struktur noch Farbe entscheidend verändert.





    lg,


    Jan-Arne

    Moin Mario,


    Wikipedia: "Der Falsche Pfifferling gilt indes nicht als Speisepilz, weil er von manchen Personen und/ oder in großen Maßen genossen nicht vertragen wird. Bei den Betroffenen verursacht er Magen-Darm-Beschwerden, deren Intensität aber überwiegend schwach ausfällt."


    Das hatte ich auch im Kopf. Viele halten ihn für essbar und können ihn wohl auch ohne Probleme (wenn auch ohne guten Geschmack) essen, aber wie bei Nebelkappe und Kahlem Krempling sollte man wohl eher die Finger davon lassen. Dass sich der Artikel im Einleitungsteil und im "Bedeutungs"-Teil widerspricht, zeigt, wie ungeklärt das Ganze bis heute ist.


    Hier noch ein Bild, auf welchem man den teils fast dunkelroten Stiel und die Lamellen ganz gut erkennen kann, weil dein Pilz 2 und 3 ja schon recht untypisch gewachsen ist, oder?:



    lg,


    Jan-Arne