Beiträge von JanMen

    Hallo zusammen,


    ich hatte gestern die Freude, mit meiner Mutter (waldstrolch) und Mirko (Coprinus) eine Tour durch die Haard zu unternehmen. Nicht zu vergessen sind natürlich meine Schwester und der Hund Sunny! :)


    Wir hatten dabei den Ort gewählt und haben gehofft, dort viel zu finden. Dementsprechend nahmen wir auch den großen Korb mit. Naja, viel wurde es nicht und viel Besonderes auch nicht, aber ein paar interessante Pilze fanden wir doch und das ein oder andere mehr oder weniger schöne Foto kam dabei auch zustande.


    Am Wegesrand fanden wir immer wieder Lorcheln.


    1)


    Müsste eine Herbstlorchel sein. Soweit so gut.



    2) + 3)


    Das waren aber wohl andere Lorcheln. Für Herbstlorcheln zu dunkel und für Grubenlorcheln irgendwie wiederum zu hell.




    4)


    Wir fanden einige Gruppen von jungen Flaschenbovisten. Ein paar haben wir mitgenommen, aber irgendwie konnte mich der Geschmack der ohne alles gebratenen Pilze nicht überzeugen. Geschmäcker sind halt verschieden. ;)



    5) + 6) + 7)


    Träuschlinge in verschiedenen Stadien. Bei den beiden Arten tu ich mich irgendwie schwer, aber ich sage mal, dass das der Grünspan-Träuschling war. Gibt es eindeutige Merkmalsunterschiede zwischen diesem und dem Grünblauen Träuschling?





    8)


    Blauende Saftporlinge fanden wir auch bei unserem Gang durch einen Nadelwald immer wieder mal, allerdings stets in kleiner Form.



    9)


    Maronen fanden wir auch an mehreren Stellen. Jedoch waren alle sehr klein und daher nahmen wir nur die etwas größeren Exemplare mit. Diese kamen dann abends zusammen mit den Steinpilzen und Birkenröhrlingen vom Morgen in die Pfanne.



    10)


    Momentan scheinbar immer wieder mal zu finden, der Wässrige Mürbling. Oder?



    11)


    Der Fund, über den ich mich mit am meisten freute. Mitten auf dem Weg wuchsen zwei Exemplare dieser Koralle. Die Ausmaße sind gering. Ich werde nochmal genau nachsehen müssen, worum es sich dabei handelt.



    12)


    An zwei verschiedenen Orten fanden wir je ein Exemplar dieses Pilzes. Auch wenn er wirklich häufig sein soll, für uns ein Erstfund: Spitzschuppiger Stachel-Schirmling



    13)


    An altbekannter Stelle: Der Weiße Polsterpilz mit Guttationstropfen. Immer wieder schön.



    14)


    Und abschließend, ebenfalls an bekannter Stelle, die Steife Koralle, bei denen bestimmt 20 verschieden große Exemplare über eine verhältnismäßig geringe Fläche verteilt waren.



    Mirko? Wenn du noch ein paar gute Knipser hast, kannst du sie genau hier platzieren. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo nochmal,



    Bei den Parasolen ist der Ring deutlich verschiebbar. Da sie vom Hut her alle gleich aussehen, gleich riechen etc (zwei davon wuchsen auch beieinander), schätze ich, dass alles welche sind. Nur sind sie auch noch relativ klein. Vielleicht bildet sich das Nattermuster erst später besonders deutlich aus?


    Das kann sein, glaube ich aber nicht. Ich habe zumindest auch schon noch komplett geschlossene Pilze mit deutlichem Muster gesehen. Ich denke eher, dass die Natterung bei verschiedenen Exemplaren ganz einfach verschieden stark ausgeprägt sein kann. ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Rhiannon,


    du bist wohl bei allen drei Pilzen auf der richtigen Spur. Der erste Pilz ist auf jeden Fall ein Rotfußröhrling oder etwas sehr Ähnliches. Weil ich persönlich bei der Gattungszuordnung (Filzröhrlinge / Rotfußröhrlinge als getrennte Gattungen oder Rotfußröhrlinge als Untergattung der Filzröhrlinge?) nicht ganz durchblicke, kann ich mich auch nicht genauer äußern.


    Der Flaschenbovist ist richtig bestimmt. Ohne Essensfreigabe natürlich nur dann essbar, wenn das Fleisch noch weiß ist. Bei deinem Schnitt sieht es nicht mehr danach aus.


    Der Parasol ist m. E. auch richtig bestimmt. Zumindest das Exemplar mit dem stark genatterten Stiel würde ich dir als solchen unterschreiben. Die anderen sind vermutlich auch welche, aber da kann ich den Stiel nicht wirklich gut erkennen. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist übrigens noch der verschiebbare Ring der Parasole.


    lg,


    Jan-Arne

    Hey Siggi,


    schöne Funde und ein interessanter Wettbewerb. Ich dachte, du würdest einen forumsinternen Wettbewerb ausrufen, bei dem es um den größten Steinpilz der nächsten Woche o. ä. geht. Das hätte ich mal interessant gefunden. :P Achja: Nächstes mal lass die Kleinen doch ruhig noch etwas wachsen. Gewicht bringen sie ohnehin nicht auf die Waage und so können sich andere oder auch du selbst in einer Woche noch weit mehr über den Fund freuen.


    lg,


    Jan-Arne

    Na hallo,


    ich habe gehofft, dass es so diesen Thread noch geben würde.


    Pablo, herzlichen Glückwunsch. Damit wurde sicher eine gute Wahl getroffen. Du selbst hast Ahnung von Pilzen ³ und kannst als Moderator sicher nur positive Auswirkungen auf das Forum haben. :)


    Günter? Willkommen im Team. Je größer die Jury, desto aussagekräftiger die Gesamtwertung. Mit dir haben wir kompetenten sowie netten Zuwachs bekommen.


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Merlin,


    Glückwunsch zum überragenden Pilzfund. Ich finde es auch immer besonders toll, wenn die Vorgänge in der Küche dokumentiert werden. Denn einen Pilz finden ist das eine, aber die Art der Zubereitung / Verarbeitung ist etwas, was meiner Meinung nach oftmals verschwommen bleibt.


    lg,


    Jan-Arne


    Riechen eigentlich gar nicht, ganz leicht pilzig.- angenehm.
    Bäume sind da fast gar nicht, die einzigen die einigermassen in der Nähe stehen sind ein Wacholder und ein Zwetschgenbaum.


    Könnte sie bei Tageslicht noch mal ausmessen. Wachsen immer in Grüppchen.


    Eine Schätzung reicht. ;)


    Hallo.


    Danke für deine Antwort. Ich meinte das Braune im Zentrum der Hutoberseite, aber das scheint bei Lepista sordida typisch zu sein. Du hast mich überzeugt. Schleierlinge bleiben mir dagegen schleierhaft. :P



    Heyho,


    mich macht nichts sicher. Ich dachte nur, dass das das 1. Bild und das 2. Bild zum 1. Pilz gehören. So ist es geschrieben. ;)


    Welchen Riesenschirmling gibt es denn noch mit genattertem Stiel? Wie gesagt. Ich kenne mich mit denen nicht so aus und ich will wissen, ob der als potentieller Verwechslungspartner in Betracht kommt. :)


    Hmm, wenn einer der Pilzprofis hier reinschauen würde, könnten wir uns die Diskussion sparen. :P

    Hi,


    @ Heli: Du siehst keine Rötung, weil Parasole nicht röten oder reden wir aneinander vorbei?


    @ bauernhelmi: Beim ersten Bild ist m. M. nach ein Parasol zu sehen. Der geschlossene Pilz rechts daneben gehört, glaube ich, nicht gewollt zum Bild, sondern passt zu den potentiellen Safranschirmlingen. Zum zweiten Punkt: Gibt es Riesenschirmlinge ohne Ring und mit Natterung? Das weiß ich nicht, aber es würde mich interessieren.


    @ Hajdu: Ohh, jetzt wird es interessant. Ich kam auf den Schleierling, nicht weil ich Reste vom Schleim gesehen hab, sondern weil ich vor kurzem hier im Forum (leider weiß ich nicht mehr genau, wo) von kompetenter Stelle gehört hab, dass dieses Braune typisch zum späteren Stadium eines Schleierlings (spec.) gehört. Ist dem nicht so?


    lg,


    Jan-Arne

    EDIT: Jan Arne:


    Siehst Du irgendwo bei dem, was Du als Parasol bezeichnest einen Ring am Stiel ???
    Ich sehe 6 Riesenschirmlinge von denen mindestens 5 schon vergammelt sind


    Vergammelt ja, ich sehe vorallem Riesenschirmlinge mit genattertem Stiel (2. Bild) - daher: Parasole :)


    @ Heli:


    Die Stiele der ersten Pilze sieht man auf dem zweiten Bild. Die Pilze auf Bild 4 sind stabiler als Violetter Lacktrichterlinge. Außerdem nicht trichterförmig und mit Brauntönen -> Schleierlinge.


    @ goldfix:


    So wirklich auseinanderhalten kann man die Pilze wohl nur durch ihren Standort. Wenn man mitten im Wald so einen Schirmling findet, ist Safranschirmling viel wahrscheinlicher. Ich lasse aber aus Sicherheit ganz die Finger davon. ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Uliko,


    ich selbst würde mich nicht als Fortgeschrittener bezeichnen und es gibt ganz sicher auch Becherlinge, die eindeutig bestimmt werden können und die auch gegessen werden können. Dazu gibt es beispielsweise auch noch Morchelbecherlinge, die eher zu den Morcheln gezählt werden und auch essbar sind. Eigentlich bin ich der falsche Ansprechpartner für die Feinheiten der Becherlingswelt, aber ich wollte dir mit meinem Post nur zeigen, dass du nicht alles über einen Kamm scheren kannst.


    Im Zweifelsfall ist Vorsicht mal wieder besser als Nachsicht, aber du kannst dennoch versuchen bei bestimmten Funden deine Becherlinge zu bestimmen oder bestimmen zu lassen. Wenn du dich dann selbst sicher genug fühlst, diese Pilze zu bestimmen, kannst du sie sicher auch essen. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Hi goldfix,


    der Nelkenschwindling wächst auf Rasen und nicht auf Holz. Und björns Vermutungen anzuzweifeln traue ich mich nicht. :P [EDIT: Vielleicht doch. Ist es normal, dass der Stiel braun, also dunkel, ist? - Liegt das am Alter des Pilzes oder ist es ggf. doch etwas anderes?]


    lg,


    Jan-Arne

    Hi goldfix,


    an der Schärfe der Fotos und Masse der Angaben zur Bestimmung musst du aber nochmal arbeiten. Ich versuch's mal.


    1. Parasol stimmt


    2. Safranschirmling müsste passen, aber da muss man aufpassen mit dem Giftschirmling, der eigentlich im Garten, aber auch gerne im Wald auf Gartenabfällen wächst. Beide müssten im Schnitt röten.


    3. Größtenteils Gemeine Rotfußröhrlinge. Teilweise über dem Verfallsdatum. ;)


    4. 2 verschiedene Arten: ganz links ein Helmling, evtl. Rettichhelmling (Hier wäre z. B. der Geruch als Angabe wichtig gewesen), mitte und links ein Schleierling (Cortinarius spec.)


    5. Irgendwelche Schwindlinge? Auch hier wäre der Geruch wichtig.


    6. Leider unscharf und ein (na gut, zwei-) dimensional abgelichtet. Vielleicht Täublinge (Russula spec.) - Bei denen ist der Geschmack umso wichtiger.


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Uliko,


    nachdem das Forum (zumindest für mich) kurzzeitig 'down' war, hier nochmal die Kurzform meines Posts.


    Kurzantwort auf deine Frage: Nein.


    Außerdem eignen sich Becherlinge nicht wirklich gut für relative Anfänger, weil...


    1. es ungenießbare Arten gibt, bzw. bei vielen über den Speisewert gestritten wird.


    2. viele Arten nur mikroskopisch sicher bestimmt werden können.


    3. sie größtenteils keinen Eigengeschmack haben und daher ohnehin nur als Füllfaktor mit interessanter Konsistenz dienen können, ähnlich wie das bei Judasohren der Fall ist. Diese kannst du aber im Winter m. E. massenhaft sammeln, sicher bestimmen, trocknen und für die gleichen Zwecke nutzen, wie Becherlinge.


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Inken,


    lieben Dank. :) Ja, das hoffen wir auch. Zumindest spekulieren wir darauf, weil wir erst morgen die Steinpilze für die Quiche schneiden. Sollten wir dann enttäuscht werden, müssen wir notfalls mit konservierten Champignons auffüllen... und das war ja so nicht geplant. ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Heyho,


    ich bin ja normal niemand, der seine Speisepilzfunde hochlädt, um damit zu prahlen, aber ich war gerade gemeinsam mit meiner Mutter in den Pilzen und ich kann eine persönliche Sensation verkünden. :)


    Ich dachte immer, es gäbe bei uns grundsätzlich keine Steinpilze. Also gar nicht. Niemals. Aber nachdem wir gestern einige Birkenröhrlinge fanden und uns schon tierisch gefreut haben, konnte meine Schwester heute morgen beim Spaziergang mit einer Freundin noch einen draufsetzen, indem sie einen Steinpilz fand. Als meine Mutter und ich vorhin loszogen, konnten wir unter einer Birke, direkt neben Birkenröhrlingen, noch 3 weitere Steinpilze finden.




    Ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnert, dass ich mich mal beim Stammtisch "ausgeheult" habe, weil es bei uns keine Steinpilze gibt. Naja, das muss ich jetzt wohl zurücknehmen. In dem Sinne noch einmal einen besonderen Dank an Mausmann und Markus, die mir seinerzeit Mut zugesprochen haben. ;) Ich schwebe gerade im Speisepilz-Himmel. Aus den anderen Pilzen machen wir eine Mischpilzpfanne und mit den Steinpilzen versuchen wir uns morgen Mittag mal an einer Ziegenkäse-Quiche mit 300 Gramm Pilzen, nach einem Pilzrezept-Buch. Wünscht uns Glück. :P


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Tim,


    Falsche Pfifferlinge sind sehr farben- und facettenreich. Was ich dir auf jeden Fall sagen kann, ist, dass kein Pfifferling dabei ist. Die beiden mittigen Pilze sind sicher Falsche Pfifferlinge. Die ganzen Wälder scheinen in diesem Jahr voll davon zu sein. Der rechte Pilz ist m. E. auch einer. Der linke Pilz ist etwas ganz Anderes, möglicherweise ein Milchling?


    lg,


    Jan-Arne

    Hi,


    ja. Oben links ist eine Marone, die schon viel zu alt ist, um sie noch zu essen. Der zweite Pilz oben rechts ist auch eine Marone, die sieht noch schön knackig und lecker aus. Beim Rest sollte Steinpilz stimmen, aber ohne Gewähr. Ich mache den Unterschied zum Gallenröhrling am liebsten am Stielnetz fest und das kann ich bei dir nicht genau erkennen. ;)


    lg,


    Jan-Arne