Beiträge von JanMen

    Hallo,


    für mich passt Hexenröhrling ganz gut. Man kann die ehemals roten Poren durchaus erkennen und sie verfärben sich im (Ur-) Alter wie sie gerade lustig sind. Oder meinst du, dass sie ehemals gelb waren und sich im Alter rötlich färben, Helmut?


    Was ärgerlich ist, dass du den Stiel nicht richtig zeigst. Daher möchte ich über den Tipp Hexenröhrling nicht hinausgehen.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo nochmal,


    natürlich muss jeder für sich selbst herausfinden, ob der Pilz was für einen ist. Ich habe gerade noch bei Facebook von einem Fall gehört, dass jemand erbrechen musste und Durchfall bekam, nachdem er Hallimasch lediglich gebraten hat. Die Tochter hat sich in dem Zuge an eine Pilzbestimmungs-Facebook-Gruppe gewandt. Also: Entweder mit wenigen Exemplaren die Verträglichkeit antesten oder eben wirklich abkochen vorher.


    Die Statistik war aus dieser PDF-Datei (Seite 18) - http://www.bfr.bund.de/cm/343/…tungen-in-deutschland.pdf - Hallimasch war 'nur' auf Platz 4, da habe ich mich wohl falsch erinnert.


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Falke,


    deine Anfrage ist super. Aber Cortinarius ist eine wirklich schwierige Gattung soweit ich weiß. Da haben wir vielleicht 5-6 Experten hier, die eine Prognose wagen könnten und genau die haben den Thread vielleicht noch gar nicht entdeckt. In dem letzten Jahr wurden (falls ich mich recht entsinne) etwa 5 bis 10 Anfragen nicht beantwortet von gefühlten 500. Diese 5-10 Anfragen waren größtenteils echt schlecht und daher auch die mangelnde Beantwortung. Deine ist super, also einfach mal abwarten. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Hi,


    Essensfreigaben gibt es hier nicht. Hallimasch ist auch als Stammpilz bekannt und wird sehr häufig gegessen. Allerdings sollte man dies nur nach vorherigem (etwa 20-minütigen) Abkochen tun. Wir haben sie selbst nur einmal getestet und waren nicht besonders angetan. Vermutlich schmecken sie ohne das Abkochen besser, aber nach der Statistik, die ich letztens gesehen habe, ist der Hallimasch wohl der Pilz, der für die zweitmeisten Pilzvergiftungen sorgt. Also lieber Vorsicht!


    lg,


    Jan-Arne


    Das auf dem 2. Bild sieht mir eher nicht nach Hallimaschen aus...


    Und ich glaub, einem 1-jährigen Kind kann man das noch nicht beibringen, nichts in den Mund zu stecken...


    Ich weiß nicht, was ein einjähriges Kind auf dem Spielplatz soll, aber ich denke, dass das wiederum nonstop unter Beaufsichtigung der Aufsichtsperson stehen würde / müsste.

    Hallo erstmal,


    zu Beginn: Grundsätzlich sind fast alle Pilze roh giftig. Darunter sicherlich auch die von dir gezeigten. Allerdings kommt es immer auf die Menge an. Weil du keinen der Pilze herausgenommen hast, um auch die Unterseite sichtbar zu machen, bleibt größtenteils nur Spekulation.


    Ich kann dir nur einen (recht) sicher sagen und das ist der Rehbraune Dachpilz (3. und letztes Bild). Nicht roh ist dieser theoretisch sogar essbar, aber kein richtiger Speisepilz. Aber trotzdem: Roh sind fast alle Pilze giftig.


    Soll heißen: Man muss den Kindern beibringen, Dinge aus der Natur nicht in den Mund zu nehmen, eventuell sogar Pilze im Speziellen ansprechen. Aber: Entweder sie werden beaufsichtigt und sind daher dauerhaft unter Beobachtung oder sie sind alt genug, auf dem Spielplatz zu spielen und sollten dann das Alter erreicht haben, in dem man ihnen beibringen kann, dass man Pilze nicht essen darf, wenn man sie einfach so irgendwo herumstehen sieht. Das ist ja eine grundsätzliche Sache und sicher begegnen sie auch nicht nur auf dem Spielplatz Pilzen.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Oehrling und hallo Andreas,


    vielen Dank für eure Antworten.


    @ Oehrling. Danke erstmal für das Kompliment und vielen Dank auch für deine Ausführungen. Toll, wenn sich jemand Zeit nimmt, mir als Noch-Anfänger zu erklären, wie es eigentlich läuft, in der Welt der Mykologie. Ich versuche gelegentlich tatsächlich, über den Rand der Allerweltspilze herauszublicken. Doch ich habe auch schon früh gemerkt, dass Vieles einfach nicht makroskopisch zu lösen ist. Und weil ich mir nie im Leben ein vernünftiges Mikroskop leisten könnte, bleibe ich ( wie Pablo, der in dem Sinne mein Vorbild ist :P ) auf der rein makroskopischen Ebene.


    Mein erster Schritt ist daher wohl, zunächst die Gattungen herauszufinden, bei denen ein Mikroskop nötig ist und diese außen vor zu lassen, nachdem ich die makroskopisch bestimmbaren Arten 'herausgesucht' habe. Bei Helmlingen beispielsweise weiß ich genau, dass bei vielen einfach nichts geht. Bei Tintlingen häufig ebenso. Und als ich letzten Winter in die Becher-Welt hereinschaute, war die Ernüchterung natürlich umso größer. Da muss ich doch immer auf die PNs an Ingo W zurückgreifen.


    Dann weiß ich jetzt, dass ich die Faserlinge zu den Gattungen ordnen kann, bei denen einfach nicht so viel für mich zu entdecken ist. Zumindest bis ich vielleicht in frühestens 5 Jahren den Schritt zum Mikroskop wage. Und Fachliteratur und Gattungsschlüssel sind momentan auch einfach noch zu viel für mich. Es würde mir auch jeglichen Spaß rauben, von 0 auf 100 zu starten. Wie gesagt: Ich bin erst seit einem Jahr und einem Monat aktiv dabei und mich jetzt schon mit Fachliteratur zu beschäftigen würde einfach über das Ziel hinausgehen. Da bleib ich doch erstmal lieber bei den GPBWs und leichteren Pilzen, um so Schritt für Schritt erstmal die Gattungszugehörigkeiten sicher klären zu können und die bekanntesten und wichtigsten, immer wieder auftauchenden Arten sicher bestimmen zu können.


    @ Andreas: Danke auch für deine Antwort. Schön, dass du zeigst, dass auch ein makroskopischer Blick zumindest konkrete Vermutungen anstellen kann. Den Wässrigen Mürbling kenne ich in jüngerer Form und auch Vergleichsbilder im Internet ließen mich ihn ausschließen. Dafür war er in meinen Augen einfach zu grau. Aber deine Aussage, dass es doch sein könnte, ist ein toller Einwand, der mich nochmal nachdenken lässt und aus dem ich Einiges lernen kann. Ich lasse ihn dann aber einfach mal mangels Mikroskop unbestimmt in meinen Ordnern. Immerhin die Gattung stimme. Für mich ist das ein Teilerfolg. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Aber du meinst nicht zufällig den Braunen Fliegenpilz (Amanita regalis), odr?


    Die kleinen Köpfchen an dem Stumpf mit den Flachen Lackporlingen sind übrigens Stockschwämmchen. :P


    Argh, voll daneben ist völlig vorbei.


    Den Braunen Fliegenpilz habe ich noch nie in natura gesehen und daher gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt. Der Graue Wulstling hätte aber nie so dicke Flocken, sondern nur flach auf der Hutoberfläche liegende Flecken, oder?


    Und bei den vermeintlichen Birnenstäublingen wusste ich, dass was nicht stimmen konnte. Die Stiele waren zu dünn. Aber Stockschwämmchen? Wäre ich nicht draufgekommen. ;)


    Na, immerhin hätte ich den einen durch den Blick auf den Stiel und den anderen durch ein Schnittbild entlarven können. Kleiner Trost. :P


    lg,


    Jan-Arne

    Übrigens musst du da noch eine weitere Art im Auge behalten, nämlich den Drehstieligen Rübling (Rhodocollybia prolixa s.l.). Dafür sind mir deine eigentlich aber zu hell, ein wenig verdrehte Stiele darf der Horngraue / Butterrübling wohl auch mal haben.


    An den hatte ich auch ganz am Anfang meiner Überlegungen gedacht, weil der Stiel ja wirklich stark verdreht ist, aber optisch hat das für mich einfach nicht gepasst. Dann weiß ich jetzt Bescheid. Danke. ;)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo J.,


    ich kann deine Bedenken nur zu gut verstehen. Bei mir müssen es auch 100% sein, bevor ich einen Pilz probiere. Anderen reichen da schon 90 - 95%. ;)


    Meiner Meinung nach stimmen deine zwei Aussagen. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob es nicht noch andere Wulstlinge mit geriefter Manschette gibt (von dem harmlosen, weil essbaren, aber kulinarisch nicht wertvollen Grauen Wulstling mal abgesehen). Aber die Merkmale, die du beschrieben hast, um den Perlpilz vom Pantherpilz zu unterscheiden, sind genau die richtigen. Beim Reizker ist es wirklich so, dass die rote Milch eigentlich Beweis genug ist. Natürlich kann man solche Sachen nicht ohne weitere Einschränkungen stehen lassen, denn du musst dafür natürlich den Reizker von z. B. rotmilchigen Helmlingen unterscheiden können, aber das traue ich dir wohl zu. :P


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo Pablo,


    vielen lieben Dank für die Antwort. Den Faserling speichere ich dann mal als spec. ab. Hast du die unteren Rüblinge im Edit auch gesehen? Würdest du, falls man die Art spalten sollte, diese auch dem 'horngrauen Bereich' zuordnen?


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ich habe mal wieder Anfragen zu gestern gefundenen Pilzen. Ich hoffe, ihr könnt mir auf die Sprünge helfen.


    1)


    Diesen Pilz fand ich gestern, aber auch schon in den vergangenen Wochen häufiger und kann ihn einfach nicht zuordnen. Dabei sieht er nicht unbedingt aus wie ein Allerweltspilz, aber seht selbst:


    - Größe der Fruchtkörper: ca. 5 cm Hutdurchmesser - 7 cm Stiellänge


    - Hut: dunkelbraun, kaum schleimig trotz Regen, leichte Riefung am Hutrand


    - Fruchtschicht: engstehende, weiße Lamellen, diese sind möglicherweise frei oder ganz eben angeheftet


    - Stiel: dunkelbraun, schimmernd, hohl, irgendwie platt (siehe Bilder)


    - Verfärbungen: keine


    - Geruch: ganz leicht pilzig


    - Geschmack: /


    - Begleitbäume, Substrat: Laubwald, auf dem Boden wachsend, oft mehrere in näherer Umgebung


    - Vermutung: Ist das der Kastanienbraune Rübling oder seine graue Form: Der Horngraue Rübling (der ja trotzdem braune Farbe am Hut besitzt)?





    2)


    - Größe der Fruchtkörper: 5 cm Hutdurchmesser, ca. 8 cm Stiellänge


    - Hut: braungrau, leicht hygrophan und mit Strukturen, die von der Hutmitte wegführen


    - Fruchtschicht: bräunliche Lamellen, angeheftet


    - Stiel: weiß und schimmernd, hohl, kleine bräunliche Schuppen im unteren Bereich


    - Verfärbungen: /


    - Geruch: unbedeutend, eventuell leicht mild, nicht unangenehm


    - Geschmack: /


    - Begleitbäume, Substrat: auf einem Baumstumpf (leider unklar, ob Nadel- oder Laubholz), büschelig wachsend


    - Vermutung: Irgendein Faserling, aber ich denke nicht, dass der Wässrige Mürbling im Alter so grau ist, oder?





    Einen hätte ich noch, aber irgendwie gehe ich erstmal selbst noch weiter auf die Suche. Vielleicht folgt die Anfrage nachher.


    Danke schon mal im Voraus für jeden Hinweis. :)


    lg,


    Jan-Arne


    Edit:


    Falls es sich bei meinem Rübling um den Kastanienroten handelt, ist das hier dann möglicherweise die graue Form, also der Horngraue Rübling?




    Danke! :)

    Hi Sigi,


    natürlich fehlen da massenhaft Informationen. Und die Bilder (eins von jedem Pilz) sind für eine Bestimmung sehr eindimensional. Ich versuch–™s mal bei einigen Wenigen. Eine Nummerierung würde auch sehr helfen, nicht die Orientierung zu verlieren. Gerade bei so vielen Bildern.


    1) Falscher Pfifferling


    2) Zu viele Verwechslungspartner, aber Täubling stimmt natürlich


    3) Rosablättriger Helmling


    4) evtl. Gemeiner Weiß-Täubling, ansonsten ein Milchling


    5) Krause Glucke


    6) Grauer Wulstling oder Perlpilz


    Nach diversen Steinpilzen u. Ä.


    Flacher Lackporling und Birnenstäublinge (oder waren sie nur geschlossen und hatten Lamellen?)


    Parasol


    Grünblättriger Schwefelkopf


    Buchenschleimrübling stimmt.


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Wunderkind,


    es war schon einmal schlimmer mit den Neuanmeldungen und Anfragen ( oder spannender, weil aktiver ;) ). Momentan kommen die Spätherbst-Pilze. Das heißt ca. 20% der Anfragen sind Nebelkappen und ca. 40% der Anfragen laufen auf eine Hallimasch-Art hinaus. Bei dir ist es wohl ein Hallimasch. Soll heißen, dass Totholz unter dem Rasen vergraben ist.


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo nochmal,


    @ Andi: Wie haben sie dir denn geschmeckt?


    @ Helmut: Guck mal hier: http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=2698.0 - Gerd fasst das sehr gut zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Pilz ein Speisepilz ist. Allerdings kann es, wie bei anderen Pilzen, die er auch aufführt, zu einer persönlichen Unverträglichkeit kommen (in dem Fall das Indigestions-Syndrom). Hier hat Andreas vor vielen Jahren die Frage nach dem Involutin gestellt: http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=2384.0 Es scheint so, als wäre die Wirkung des Stoffs noch nicht geklärt, aber da über ihn im Zusammenhang mit der Verträglichkeit von Boletus luridus nicht so extrem diskutiert wird, schätzt man ihn vermutlich größtenteils als ungefährlich ein. Vielleicht ist aber die Forschung auch schon viel weiter als noch 2006. Da müssten sich die Experten zu äußern. :)


    lg,


    Jan-Arne


    Edit: Die Art steht nicht auf der Positivliste der DGfM, weil es eben (noch) unbekannte / unerforschte Stoffe, wie das von dir genannte Phenol enthalten. (Quelle: Björn Wergen. Der Pilzberater für unterwegs. Fragen und Antwort, Stuttgart 2013, S. 33) :)

    Hallo,


    wo wuchs denn der erste Pilz. Auf Holz, oder? Helmling müsste passen. Helmlinge werden allgemein als ungenießbar angesehen, im Speziellen sind wohl einige essbar, aber ich weiß von keinem schmackhaften oder ergiebigen (alle sind so schmächtig) Exemplar dieser Gattung.


    Der zweite Pilz ist eine Nebelkappe. Bei dieser ist unklar, ob sie giftig oder essbar ist. Es wird allerdings dazu geraten, diese für die meisten wenig angenehm riechenden / schmeckenden Pilze nicht zu verzehren. Ich halte mich dran. Hier noch ein Link eines ziemlich interessanten und wichtigen Artikels als Plädoyer für die Giftigkeit der Nebelkappe.


    lg,


    Jan-Arne