Hi Sascha und Britta,
willkommen im Forum. 
Eine Bestimmungsanfrage im PDF-Format. Sowas hatten wir, glaube ich, auch noch nicht. 
Zu euren Pilzen. Klasse, dass ihr euch selbstständig Gedanken gemacht habt und dass diese auch noch so gut sind. 
1) Würde ich Fichtenreizker nennen. Wuchsen denn dort auch Kiefern? Dann käme der Spangrüne Kiefern-Reizker (Lactarius semisanguifluus) in Betracht. Der ist aber, soweit ich weiß, seltener und passt farblich nicht ganz. Die hochstehenden Seiten kann man auf das Alter der Exemplare schieben.
2) Was ist Ziegenbart in diesem Fall? Ein Begriff, der für alle möglichen Pilze genutzt wird. Bei uns heißt er Klebriger Hörnling. Den meintet ihr wohl auch. Wuchs doch auf Nadelholz, oder? Als Speisepilz habe ich ihn noch nie wahrgenommen und es wird sich sicherlich auch nicht wirklich lohnen.
3) Die Steinpilze würde ich beide Fichtensteinpilz (Boletus Edulis) taufen. Diese Art kann, je nach Standort, völlig verschiedene Hutfarben besitzen. Der rechte sieht auf den ersten Blick fast so aus, wie eine Marone (speckig-kastanienbrauner Hut). Aber dafür ist der Stiel zu hell und sicherlich konntet ihr auch ein feines Stielnetz im oberen Bereich erkennen, oder?
4) Goldröhrling passt. Da stand übrigens irgendwo eine Lärche. Der Goldröhrling ist einer der Pilze, die streng an eine Baumart gebunden sind. Das hat den Vorteil, dass man gezielter suchen kann. 
5) Maronenröhrlinge stimmen auch.
Den Pilz ganz links müsste man mal von unten sehen. Zusätzlich wären ein Schnittbild sowie eine Angabe zur Verfärbung interessant. Ich würde aber tippen, dass auch dieses Exemplar ein Maronenröhrling ist - mit bereits angesprochener standortbedingter Farbunterschiede.
6) Das sind wohl auch Maronenröhrlinge. Die Hutenden stülpen sich im Alter nach oben. Dadurch wird der Schwamm etwas auseinandergezogen und die Röhrenenden wirken größer.
Eine allgemeine Anmerkung (auch wenn es hier ohnehin keine Verzehrfreigaben geben wird!): Einige Exemplare sehen schon arg alt aus und eignen sich nur noch bedingt für den Verzehr. Dabei ist man auch lieber vorsichtig und freut sich stattdessen umso mehr über jüngere Exemplare. Der Drucktest (mit dem Daumen auf die Hutoberfläche) hilft dabei, zu prüfen, ob der Pilz noch frisch ist. Wenn ein Loch in Daumenform auftaucht und das so schnell nicht weg geht, sollten die Pilze in die Tonne wandern / im Wald bleiben.
LG, Jan-Arne