Beiträge von JanMen

    Hi!


    Das beste Merkmal, um Pantherpilze ausschließen zu können, ist die deutlich geriefte Manschette der Perlpilze. Auch sind sie die einzigen Wulstlinge, die an Fraßstellen (z. B. in den häufigen Madenfraßstellen im Inneren des Stiels röten.


    Der Graue Wulstling rötet nicht und hat auch eine geriefte Manschette. Bei ihm sind die Velumreste auf dem Hut weniger punktuell, sondern eher flächig.


    Sollte ich nur anhand dieser Bilder und ohne diverse klassische Merkmale tippen, würde ich hier bei 1-5 auf Perlpilze (5 irgendwie nicht bräunlich genug trotz flächigen Velumresten) und bei 6 auf einen Grauen Wulstling tippen. Aber wirklich nur getippt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Mushroomie,


    das sind leider Falsche Pfifferlinge, also der klassische Verwechslungspartner. Die besten Unterscheidungsmerkmale sind das dünne Fleisch (an Pfifferlingen ist mehr dran) und die Farbe (gelb statt orange). Der Samtige Pfifferling kommt den Falschen Pfifferlingen dann noch mal näher.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ein kleiner Bericht. Wir konnten einiges Schönes finden, darunter Hohlfußröhrling (hier eher selten), Kuhröhrlinge (ebenfalls), einen Berindeten Seitling, einen Klapperschwamm, einen alten Beringten Flämmling und auch ein paar ansehnliche Steinpilze.


    Alles meine Baumstämme. ;)



    Der Klapperschwamm



    Getropfter Schleimschirmling


    Erster Fund und trotz fehlender Tropfen in seiner Farbe, dem leicht mehligen Geruch (vor allem am nächsten Tag), den weißen, freistehenden Lamellen und dem deutlichen Ring meiner Meinung nach ohne Alternative (oder?)



    Rehbrauner Dachpilz



    Ein Schüppling ...


    ... (gut versteckt und fast unmöglich abzulichten) unten an einem liegenden Buchenstamm. Wegen des milden Geschmacks schließe ich P. adiposa und P. lucifera aus, auch war nur der Hut, nicht der Stiel schleimig. Auch wenn der Goldfellschüppling nicht nur hochthronend wächst, bin ich dennoch eher beim P. jahnii, da der Hut auch am nächsten Tag noch sehr schleimig war, was bei P. aurivella ja nicht so extrem sein soll. Die Art bleibt wegen Restunsicherheit dennoch unbestimmt.




    Spaltblättling




    Das Ganze wurde abgerundet mit einem Stück Kuchen und Kaffee/Kakao im oben erwähnten Café, deren Parkplatz als Treffpunkt diente. Wieder mal eine schöne Tour und endlich konnte ich mal Björns Frau und Kind kennenlernen. :sun:


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    @ Ralf: Nicht deutlich erkennbar. Die Pilze wuchsen tatsächlich auf den vermeintlichen Resten der Schwärz-Täublinge. Ein Sklerotium müsste ja fest sein, diese Reste war hingegen wie Pappe und leicht zu verfleddern.


    @ Mirko: Die weiße Keule, die ich gezeigt habe, war direkt bei der gelben Keule. Die Keule, die du zeigst, war die Runzelige Keule (Clavulina rugosa), ein Wald- statt Wiesenbewohner. :)


    LG, Jan-Arne


    @ Nummer 4 von Jan- Arne: Lepiota josserandi hat hellere Schuppen, die sind ganz blass pink. Sieht nochmal ziemlich anders aus.


    Sehr gut. Danke. Den Weinroten kenne ich auch eigentlich schon (von jemandem bestimmt, der ihn besser kannte), habe mich aber gerade von den eigenen Bildern veräppeln lassen. :D



    @ 7: Die Größe sollte man als Merkmal da allerdings nicht nehmen. Spontan fallen mir mit Crepidotus autochthonus und Crepidotus applanatus zwei Arten ein, die ebenfalls eine stattliche Größe erreichen können. Wie wärs damit, sich einfach auf die gelatinöse, dehnbare und abziehbare Huthaut zu konzentrieren? Di ist bei Crepidotus mollis ganz ählich wie beim Dehnbaren Helmling und in der Gattung gibt es neben Crepidotus mollis nur eine weitere Art mit so einer Huthaut. Das wäre Crepidotus calolepis mit bräunlichen bis violettbraunen Schuppen auf der Hutoberseite.


    Ach, so ist das. Einmal falsch aufgeschnappt und direkt falsch gemerkt. Wir haben das Stummelfüßchen aber auch gründlich zerlegt und der Vergleich mit dem Dehnbaren Helmling passt sehr gut. :)



    8: mit pinken Farbtönen und eben nicht Calvulina - mäßig verzweigt fällt mir im Grunde nur >Clavaria rosea< ein.
    Wobei ich da nicht weiß, ob die denn überhaupt apikal gegabelt sein darf.


    Wieder meine Bilder. Falls ich das richtig im Kopf habe, war das Keulchen reinweiß. Durch Überbelichtung des Objekts haben sich dann bei mehr Sättigung wohl die falschen Töne reingeschummelt. Ansonsten schauen wir mal, ob noch jemand die Keulen geknipst hat.



    14: Und ob die gestunken hat! Allerdings passierte das selbe wie auf der Taunus - Tortour im letzten jahr: Wirklich einordnen konnte den Geruch niemand. Aber es gibt nur eine Art in der Gattung (Pterula multifida), und genau das ist sie auch.
    Man kann noch je nach dem, wie dicht die Ästchen gedrängt sind eine forma abgrenzen (forma densa oder so), aber es ist im Grunde die selbe Art.


    Dann musste sie ihren eigentlichen Geruch wohl erst entwickeln. Bei uns roch sie unauffällig. Meinst du mit einer Art eine stinkende oder allgemein eine Art? Irgendwo im Internet hatte ich was von 20 Arten in der Gattung gelesen. Da woanders von 50 Arten die Rede war, bezog ich die erste Angabe auf Mitteleuropa. Demnach wollte ich mich beim Artnamen nicht unbedingt festlegen. Wie gesagt. Für mich war die Gattung völlig neu. So lernt man stetig dazu. :)


    Danke für deine Ideen!



    Der Ohrförmige Seitling hat keinen so deutlichen Stiel, denke ich. Bzw. Stiel und Fruchtkörper in einem. Ich hatte dort auch einen Austernseitling in der Hand, der definitiver nicht sein konnte - ebenfalls an Nadelholz. Das ist dort wohl nicht ungewöhnlich, sagt mir Ralf, als ich meinen Fund präsentierte. Also alles gut. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo,


    dann mal mein Senf.


    Leider sind die Bilder nicht so geworden wie gewünscht, irgendwas stimmte wohl mit der Kameraeinstellung bezüglich Belichtung des fokussierten Objekts nicht. Ich gehe dem mal nach. Dennoch möchte ich einiges zeigen:


    1)


    mit diesem Gerät wurden wir von Dortmund nach Kürten kutschiert. Purer Luxus mit einer gehörigen Portion Gastfreundschaft von Mirko, der auch für die Getränke an Bord gesorgt hat. :)



    2)


    Der Beringte Erd-Ritterling (Tricholoma cingulatum) war für viele ein Erstfund. Hier gemeinsam mit zwei Arten an einem sehr pilzreichen Wegrand.



    3)


    An eben jenem Wegrand stand auch dieser Cortinarius, der von Dr. Oertel ad hoc einen Namen bekam. Den weiß ich nur gerade nicht mehr, weshalb ihr mir entweder auf die Sprünge helft oder wir gemeinsam auf die Fundliste von Björn warten müssen. ;)



    4)


    Ein weiterer schöner Fund war der Weinrote Schirmling (Lepiota fuscavinacea), dessen Farbe auf diesem Bild leider nicht gut zu erkennen ist. Hundertprozentig sicher bin ich mir mittlerweile übrigens nicht mehr. Evtl. ist Lepiota josserandii mit Rosatönen auch noch möglich. Hat jemand evtl. bessere Fotos?



    5)


    Diese extrem großen Grubenlorcheln  (Helvella lacunosa) fanden wir an einem weiteren, mit Bäumen bepflanzten Wegrand zwischen zwei Waldstücken. Sehr auffällig war der graue Hut im Kontrast zum schwärzlichen Stiel.




    6)


    Den Natternstieligen Schwefelkopf (Hypholoma marginatum) habe ich auch noch nie zuvor bewusst gesehen. Hier kam er gleich an mehreren Baumstümpfen vor.



    7)


    Das Gallertfleischige Stummelfüßchen  (Crepidotus mollis) ist vielleicht optisch nicht so ansprechend, dafür aber eine der wenigen Stummelfüßchen-Arten, die man (in diesem Fall aufgrund seiner Größe) makroskopisch so benennen kann.



    8)


    Diese zwei Wiesenkeulen waren kaum zu sehen und doch extrem spannend. Die kommen, glaube ich, beide unter Ralfs Mikroskop. Dann haben wir vielleicht Namen für die beiden. :)




    9)


    Nach den Fotos am Standort haben wir die Puppen-Kernkeule (Cordyceps militaris) ausgegraben, um Paul die Puppe zu zeigen. Aber denkste. Man sah Augen und Beine. Das machte das Ganze noch faszinierender.



    10)


    Dieser hier blieb unbestimmt. Er wuchs scheinbar auf Schwärz-Täublingsresten. Zumindest hatte das Substrat genau die Konsistenz alter Schwärz-Täublinge. Nach erneuten Bildvergleichen kann ich aber sagen: Keine der beiden Zwitterlings-Arten passt. Demnach bleibt der Pilz wohl ohne Namen.



    11)


    Und es ging weiter mit schönen Funden: Der Kastanienbraune Schirmling (Lepiota castanea).



    12)


    Der Kröten-Öhrling  (Otidea bufonia), den Ralf als Asco-Spezialist selbstverständlich sofort benamsen konnte. :sun:



    13)


    Immer wieder schön: Der Zaunblättling (Gloephyllum sepiarium).



    14)


    Eine Pterula, deren Gattung mir völlig neu war. Es ist aber wohl nicht die Stinkende. Wurde sie bestimmt? Evtl. in Mannheim? ;)



    15)


    Ein unbestimmter Schleimpilz mit einer Orbilia spec.





    16)


    Und einem klassischen Spannungsbogen folgend der Fund des Tages: Die Grüne Stielzunge (Microglossum viride). Danke dafür, dass du uns den Standort gezeigt hast, Ralf. :thumbup:




    Das war's von mir. :)


    LG, Jan-Arne

    Hi Paul,


    da bist du ja! Schön, dass du den Weg ins Forum gefunden hast. Es war sehr schön zu sehen, wie dich das Pilzfieber erwischt hat. Natürlich sehen anfangs viele Pilze gleich aus. Was das angeht, wurdest du auch gewissermaßen ins kalte Wasser geworfen, indem du 181 Arten an einem Tag kennengelernt hast. Bei mir zum Beispiel war es am ersten Tag kein einziger Pilz, weil ich Marone und Steinpilz auch nach meiner ersten Bestimmungsanfrage nicht auseinanderhalten konnte. ;) Aber etwas bleibt dennoch hängen, auch wenn es vielleicht nur das Interesse ist, denen Arten in Kürze selbst einen Namen geben zu können. :)


    LG, Jan-Arne

    Hi,


    wann die Show losgeht? Gute Frage. Ich denke mal, jeder stellt seine schönsten Bilder hier rein, sobald er dazu kommt. Ich für meinen Teil war nicht nur gestern, sondern auch heute 7 Stunden im Wald (und so viel frische Luft macht müüüüüüde...). Morgen werde ich mal ein paar Bilder sichten. Bis dahin müssen euch der Fund des Tages (s. o.) und das Gruppenbild reichen. Ihr könnt ja mal raten, wer wer sein könnte. :D
    Björn hat übrigens eine Fundliste angelegt. Die wird es dann beizeiten auch noch geben. :)



    LG, Jan-Arne


    PS: 181 Arten haben wir notiert. Eventuell kommen durch Ralfs Nachuntersuchungen noch ein paar dazu.


    PPS: Es war die recht lange Fahrt auf jeden Fall wert. Vielen Dank noch einmal an unseren Fahrer (Mirko) und den Organisator (Ralf). Es war spitze! :sun:

    Hallo Pablo!


    Alles Gute auch von mir!


    Die Vielzahl der Glückwünsche zeigt, wie wichtig du für das Forum bist. Auf dass du hier noch lange derart aktiv bist, uns immer wieder an deinem Wissen teilhaben lässt und dein Leben auch sonst in Gesundheit und Zufriedenheit verläuft.


    Wir sehen uns in 4 Wochen. Da freue ich mich schon drauf! :sun:


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Das ist der Weiße Polsterpilz.


    LG, Jan-Arne


    Edit: Das, was man bei dir zusätzlich noch sieht, Rudi, ist dann wohl die (wie auch immer aufgebaute) Hauptfruchtform, die wesentlich seltener ist, als der Weiße Polsterpilz.

    Hi Stefan,


    warum sollte 1) nicht der Würzige Tellerling sein? In diesem Jahr sehr häufig, auch an Stellen und Gegenden, wo er sonst eigentlich nicht vorkommt. Ein Foto von unten, auf dem man Stiel, Übergang zu Lamellen und Lamellen sieht, wäre gut gewesen. Dann kann man den Pilz im Gesamten noch besser abschätzen. Aber Geruch und Farbe passen zumindest.


    2) hätte ich auch am ehesten so genannt. Ob es da akute Verwechslungspartner gibt, weiß ich nicht.


    LG, Jan-Arne

    Hi,


    da passt wiederum die Rippung sehr gut zu. Und evtl. auch der Geruch besser. Mach mal den Test, Achim, indem du versuchst, die Lamellen vom Hutfleisch zu lösen. Wenn das ganz leicht und glatt geht, dürfte Lepista irina passen.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Achim,


    Pilze sind sehr individuell und die Einordnung ist oft schon schwierig. Da es hier nicht um einfach zu beantwortende Fakten (z. B. "Wo finde ich heraus, ob mein Windows 32- oder 64-bit ist?"), sondern die Bestimmung individueller Funde geht, macht ein neuer Thread mehr Sinn. Und hier ist es auch nicht verpöhnt. :)


    Der Gefleckte Rübling erscheint mir, obwohl ohne Flecken, auch die bessere Wahl. Gerade die engstehende Lamellen sind recht typisch für die Art. Beim nächsten Mal am besten mehrere Pilze der gleichen Art, aber aus verschiedenen Stadien mitnehmen. Dann kriegt man einen besseren Überblick.


    Pilzwanderungen sind genau das richtige für Einsteiger. Nur über Bücher ist es unmöglich, nur mithilfe des Forums schwierig, die Vielfalt der Funga in Ansätzen zu durchschauen.


    Noch mal zum Mairitterling. Bist du meinem Link gefolgt? Dort haben wir einen Maipilz im November gefunden. Im Tintling (einer Pilzzeitschrift) war ebenfalls die Rede von einem Fund im Oktober. Also: Untypisch ja / unmöglich nein. Also nicht streichen. ;)


    Deine Schopftintlinge einzuschätzen ist von hier aus schwierig. Die Lamellen sind ziemlich früh nicht mehr reinweiß, obwohl sie noch lange nicht tinten. Bei mir kommen in sie dann noch in die Pfanne. Sobald Tinte zu sehen ist, wenn auch nur an den Huträndern, lasse ich sie stehen. Was natürlich keine Verzehrfreigabe ist... ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi magellan!


    Na gut, das hier sind drei nicht so leichte Pilze, aber darf ich mir die Frage erlauben, ob du gelegentlich selbst versuchst, deine Funde einzuordnen? Häufig sind die Arten nämlich sehr häufig, meist auch sehr typisch und durch etwas Blättern rauszukriegen. Ich frage nicht, weil es keinen Spaß macht, deine Funde einzuordnen, sondern weil der Lerneffekt bei eigener Recherche ungemein größer ist. Also nicht persönlich nehmen. ;)


    1) ist der Wilde Hausschwamm.
    2) der Berindete Seitling.
    3) ist schwieriger, könnte evtl. ein Schüppling sein.


    LG, Jan-Arne

    Hallo,


    ich bin auch für den Flockenstieligen Hexenröhrling. Einerseits sieht man im Schnittbild den gelben Röhrenboden (bei Netzhexen rot), andererseits ist dieser Ansatz von Netz zwar verwirrend (gerade wenn man an Steinpilze denkt, die das Netz teilweise nur dort oben so deutlich ausgebildet haben), aber für mich kein richtiges Netz, sondern die Struktur, die auch Ziegenlippe und Co. gerne mal in Richtung Übergang von Stiel zu Röhren haben.


    LG, Jan-Arne