da ich bis jetzt nicht das vergnügen hatte Samtfüßchen zu finden...........leider.........kann ich dazu jetzt nix sagen.
Heidi
Das ist echt traurig, daß Du nie noch nie gefunden hast, weil die sind SOOO lecker. Wir haben hier, wo ich wohne, Jahre gebraucht, einen Wald zu finden, wo die Ausbeute mehr als ein Teelöffelchen ist.
Ich beschreibe Dir jetzt mal unseren Samtfußwald, wo wir endlich Massen davon finden. Es kommt schon vor, daß wir die Kiloweise nachhause schleppen: Es ist ein sehr junger, buchenbetonter Mischwald mit SEHR viel Totholz (da wurde erst dichtgepflanzt, dann zum Auslichten gefällt). Der Wald scheint nach der auffälligen Bemoosung zu urteilen, relativ feucht! zu sein. Was auch sehr häufig und auffallend ist: schuppige Porlinge( :yumyum: , aber wirklich nur ganz jung ) und östereichische Prachtbecherlinge im Frühjahr . Stockschwämmchen kann man da auch im Frühjahr finden.
Keine Ahnung, ob das der typische Samtfüßchenwald ist (andere mögen ganz andere Erfahrungen haben), aber es ist der absolut EINZIGE, wo wir nennenwerte Funde tätigen konnten. Wir sind hier jahrelang verzweifelt, haben die ohne Ende gesucht und allerhöchstens mal ein vertrocknetes Büschelchen gefunden.
Meine ersten Samtfüßchenfunde (an meinem letzten Wohnort): da bin ich gezielt nach damaligem Pilzbuch vorgegangen: da stand: bevorzugt Auewälder mit Weiden Und na sowas hatten wir in der Nähe. Also rein im Januar und wir wurden fündig- aber spärliche Ausbeute.
Einen Auewald haben wir hier auch in der Nähe: Ja, auch da finden wir Samtfüßchen, aber auch da : geringe Ausbeute.
In normalen Standardwäldern hatten wir bisher keinen einzigen Fund- egal wie viel Holz da rumliegt, egal, wieviele Baumstümpfe da sind. Die spärlichen Funde hatten zumindest Gewässer in der Nähe- insofern VERMUTE ich, daß der Samtfußrübling eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigt und ich würde mich auf Wälder konzentrieren, wo viel Moos ist -auch an den Baumstämmen , an bodennahen Ästen.....
Viel Glück!!!
Wir sehen den Samtfußrübling durchaus als einen der kulinarischen Höhepunkte des Jahres an und unser "Samtfußwald" liegt außerhalb unseres normalen Sammelradius, aber DAFÜR fahren wir auch ein paar mehr Kilometer.
Noch zum ausgebildeten Geruchsempfinden (es soll ja ans Schmecken gekoppelt zu sein): meines ist auch nicht das beste (schon alleine, weil ich Raucherin bin)- , wobei das sich sicher nicht nur in Raucher und Nichtraucher aufteilt(s.U)
Mein Töchterchen riecht viel besser (deswegen muß sie ständig meine gefundenen Pilze beschuppern), aber ihr Problem ist, daß sie trotzdem Gerüche schlecht differenzieren kann- und ich glaube, daß man nur das Differenzieren lernen kann, nicht das Riechen an und für sich.
Ich habe z.B. einen Raucher im Bekanntenkreis, den wir immer als "Spürnase" verwendet haben (der roch von vielen Stoffen kleinste Mengen): Wir hatten in einem Ferienhaus ein gewisses Geruchsproblem , was aber nur sehr! wenige Gäste wahrnahmen (Ich nahm es etwas! war, aber wußte, daß andere da empfindlicher sind) Wir haben uns im Haus an die Sanierung gemacht- das Problem : wir hatten keine objektiven Daten- viele Bauleute, die wir da hatten meinten nur, daß kein ungewöhnlicher Geruch feststellbar sei (immerhin haben sie nicht einfach was behauptet , um dann für unsinnige Maßnahmen Geld abzukassieren) Wir fingen also an, Wände nacheinander aufzusägen und fanden dann die betreffenden Wände und Ursachen: alles riechende rausgerissen, Material entfernt, Folien eingezogen, Wände wieder zugemacht.
Aber jetzt mußten wir ja rausfinden, wie erfolgreich das Ganze war. Also mußte unsere "Spürnase" ran. Und erst als die "Spürnase" nichts mehr feststellen konnte, war das Ganze abgeschlossen.
Heute weiß ich , was es war: es waren Chloranisole , die bei Kontakt bestimmter Holzschutzmittel mit Wasser entstehen und die diffundieren auch durch Rigipsplatten.....
[hr]
Beiden Arten ist nicht so viel Eigengeschmack abzugewinnen, doch das lässt sich ja ändern.
Da ist es schon wieder: Du meinst: Samtfußrüblinge hätten nur wenig Eigengeschmack, wir (mein Töchterchen und ich) dagegen meinen, daß die sehr viel! haben. Ich glaube echt, je weiter ich hier lese,
daß einige den Geschmack schmecken und andere nicht.
Judasohren haben auch meiner Meinung nach nur einen zarten Eigengeschmack, der beim Trocknen fast verschwindet.
Aber eins muß man Dir lassen: Du scheinst kochen zu können. Die Geschmackskombination klingt interessant. Du darfst mich gerne mal zum Essen einladen. :shy: Und ich meine, daß man jedem Gericht mit Gewürzen andere Noten geben kann und Abwechslung auf den Speisezettel. Ich LIEBE z.B. büschelige Raslinge: ich mag sie auch gerne pur und banal in Butter(ich finde aber, daß der Geschmack dezent ist), aber wenn da mein Töchterchen ihrer Kreativität freien Lauf läßt- dann kann ich mich da nur noch reinsetzen :yumyum: :yumyum: :yumyum: :yumyum: