Beiträge von Safran

    Ich habe die auch noch nie gefunden, aber meint Ihr wirklich, man würde sie übersehen, wenn sie da wären?


    Oder sind sie nicht einfach zu selten, um sie zu finden? Was nicht da ist, kann man ja auch nicht finden ;)


    Ich selbst habe bis jetzt nur 3 Saftlingsarten überhaupt gefunden, nur den schwärzenden finde ich oft, glaube aber, daß der tatsächlich immer häufiger wird.

    Ich bin jetzt wieder zurück in Schleswig- Holstein und werde echt erstmal die Korallen wegschieben- sie sind anscheinend ziemlich problematisch, dachte, daß die einfacher wären. Und bei 3 verschiedenen gelben Korallen hatte ich ja echt ein gewisses Vergleichsmaterial- zum Einstieg.
    Warscheinlich (aber keine Ahnung) waren die da nicht besonders selten.


    Aber mich hier in Schleswig- Holstein mit Korallen zu beschäftigen , macht dann für mich erstmal nicht viel Sinn. Ich finde stets und immer nur eine und diesselbe.


    In Bayern haben wir aber trotzdem viele Erstfunde tätigen dürfen, z.B. den geselligen Glöckchennabelimg (danke Climbingfreak für das Rätzel- habe ihn sofort erkannt) und noch VIEL mehr. Ich kam aus dem Jauchzen kaum noch raus....- sooo viele Erstfunde, an Speisepilzen war der Brätling echt eine Offenbarung. Dank Forum habe ich den sofort erkannt.


    Aber auch viele Nichtspeisepilze meiner ZUwünschen- Liste wurden gefunden und auch sonstige unbekannte, z.B. Leucopaxillus tricolor, kam der eigentlich schon in einem Rätzel vor?????


    Meine Reagenzien hatte ich echt zu Hause vergessen(z.B. KOH) ein Mitnehmen war echt geplant gewesen, aber irgendwas vergißt man immer :/ und mein unzureichendes Mikroskop habe ich echt bewußt zu hause gelassen- ich bin da nicht versiert genug und es gibt auch oft nicht genügend her. Bei DEN vielen erwarteteten Erstfunden wollte ich mich im wesentlichen auf die Makroskopie beschränken. Mehr wäre auch zu viel geweswen..

    Wenn man dann noch das Thema anschneidet, dass man einen Mensch außerdem auch noch psychisch beeinflussen kann, was er riechen soll, oder was er geistig vor sich sehen soll beim Riechen.......


    Ja, das ist dann ganz besonders tückisch.


    Wenn ich dann einen bestimmten Pilz vor mir habe, wo der Geruch zur Bestimmung wichtig wäre, dann will ich einfach das in der Literatur angegebene riechen und bin nicht mehr objektiv. Dann muß mein Töchterchen ran- ohne :D irgendeine Vorgabe.


    Wir finden übrigens öfters einen geruchlichj ziemlich markanten Cortinarius, den ich immer noch nicht bestimmen konnte (muß den mal bei Gelegenheit hier einstellen) - von der Optik scheint er relativ variabel zu sein- der riecht für uns BEIDE nach roter Beete- so eine Angabe habe ich noch nirgends gefunden.


    Meine Tochter ist 29. Insgesamt haben wir beide eher einen ähnlichen Geschmack, obwohl er sich GELEGENTLICH schon mal stark unterscheidet, besonders bei Pilzen


    Und ja, ich neige echt schon dazu einen Teil der Russulabestimmung in die Tonne zu kloppen Z.B. brauner Camenberttäubling. Daß ich den richtig bestimmt habe, bin ich doch ziemlich sicher. Nur die Schärfe war nach meinem Geschmack allenfalls dezent, die Bitterkeit überwog deutlich.
    Buchenspeitäubling: extrem! scharf 8| kann ich nicht feststellen .


    Die Täublingsregel wird zwar auch von uns angewandt, und auch mal nicht genau bestimmte Täublinge gegessen, und wir hatten noch nie eine Vergiftung, aber ich würde das NIE machen, wenn einige Täublinge giftiger wären als es bei Täublingen der Fall ist. und in der Regel probieren wir beide. Wenn einer! von uns zum Ergebnis kommt: bitter oder scharf, wird der nicht gegessen.


    Aber die Täublinge treiben mich echt zur Verzweiflung, lieber nehme ich da andere Merkmale als Geschmack und/oder Geruch, obwohl diese doch zusätzlich! oft! hilfreich sind. Aber das gute ist immerhin, daß der Geruch, wenn er mal individuell bestimmt wurde, dann meist gleich bleibt. Aber Täublinge sind echt ein schwieriges Gebiet.

    Sehr interessanter Thread.


    Es muß sowohl bei Bitterstoffen als auch bei scharfen Stoffen unterschiedliche Wahrnehmungen geben. Daß manche die Bitterkeit von Gallenröhrlingen gar nicht wahrnehmen können, habe ich auch schon gelesen.


    Ich selbst nehme sie wahr und zwar sehr stark.


    Da ja mein Töchterchen und ich gerade bei Pilzen (besonders Taüblingen) mittlerweile oft beide die Geschmacksprobe machen: es ist total verblüffend, wie anders wir denselben Pilz oft wahrnehmen. Das gilt auch für andere Stoffe.


    Das absolut scheußlichst bitterste ist für mich Bärentraubenblättertee, meine Tochter findet den nur leicht bitter. Ich hingegen kann in Auberginen NULL Bitterkeit wahrnehmen, kann kaum verstehen, warum manche die entbittern. Mein Töchterchen empfindet Oliven als bitter 8|
    Bei den Samtfußkremplingen, angeregt durch den Thread mit dem Wurstsalat: Der bleibt für mich auch mit Abbrühen..... scheußlich bitter, meine Tochter empfindet die Bitterkeit nicht. Es sind bei unseren Tests immer dieselben Pilze, so daß nicht eine unterschiedliche Anreicherung von Bitterstoffen in verschiedenen Pilzindividuen die Ursache sein kann.


    Wir beide schmecken bitter, aber die Wahrnehmung ist bei unterschiedlichen Substanzen oft anders.


    Bei scharf ist es bei uns das gleiche, obwohl wir beide gemessen am Bevölkerungsdurchschnitt ziemlich schärfeunempfindlich sind, aber unterschiedliche Schärfen werden von uns anders wahrgenommen. Ich regagiere z.B. stärker auf Chillischärfe, mein Töchterchen auf Szetchuanpfefferschärfe (den kann ICH PUR essen) , bei Pilzen ist es bei uns das gleiche.

    Hallo Ihr Lieben,


    und nun folgt auch schon die dritte Koralle



    Fundort: Taubenberg, alpin-subalpin, Höhe ca 700 Meter


    größere Koralle
    Farbe: gelb, jetzt, wo sie etwas trockener ist, etwas ins ockerliche gehend,


    sehr stark und fein verästelt,regelrechtes Gerätes, nicht kompakt, von diesen Ästchen bricht sehr leicht sonstwas ab


    Druckstellen verfärben sich violettlich-bräunlich


    Längsschnitt: weiß


    Verästelungsbasen: teils zusammengewachsen, teils spitz, teils rundlich


    Geruch: aromatisch (aber nicht sehr)


    Geschmack: eher unangenehm, bitterlich



    Danke im voraus!

    Hallo Ihr Lieben,


    Nun die nächste Koralle


    Fundort Taubenberg, subalpin bis alpin, Höhe ebenfalls so ca 700 Meter


    deutlich größer als Koralle 1, lange , relativ dicke Verzweigungen,
    Verästelungsbasis weniger spitz als bei Koralle 1, teils ins rundliche gehend, aber immer noch etwas spitz


    Farbe: Gelb , teilweise etwas ins lachsfarbene gehend


    Geruch: sehr aromatisch, stärker riechend als Koralle 1


    Im Längsschnitt: weiß, Schnittfläche langsam dezent gilbend


    Kratzt man die Koralle an, sind die Ankratzstellen leuchtend zitronengelb


    Einzelne Druckstellen sind über Nacht leicht gebräunt


    Geschmack:mild




    Danke im Voraus!

    Hallo Ihr Lieben,
    Grüße aus Bayern.


    Da es hier viele Korallen gibt, möchte ich mich mal mit den Korallen beschäftigen, komme aber gar nicht weiter.


    Erstmal nur ein Foto- Foto laden braucht wegen katastrophalem Internet extrem lange, Surfen ist kaum möglich.


    Fundort: Taubenberg, subalpin- alpin. Höhe ca. 700 Meter, Fichtenwald.


    Relativ kleine Koralle.
    Farbe: gelb, mit deutlicher Färbung Richtung orange, sehr kurze Verzweigungen, ziemlich kompakt
    Zwischen Basis und Verzweigungsteil erscheint eine Trennlinie.
    Keine Verfärbung an Druckstellen.
    Wohlriechend, nach Meinung meines Töchterchens aprikosig.
    Nicht extrem brüchig.
    In den Verzweigungsbasis spitz.
    Unterste Basis weiß.
    Im Längsschnitt Basis weiß, im Verästelungsbereich gelblich.
    Geschmack: mild.




    Danke im Voraus!

    Hallo Ihr Lieben,


    Zur Zeit befinden wir uns tatsächlich in Bayern, kaum zu glauben, aber tatsächlich, nach einem Geburtstagsfamilientreffen, ........mit extrem! langsamen Internet(Telekomstick) und ich kann das Internet kaum als Bestimmungshilfe nutzen. Gestern haben wir einige unterschiedliche Ramarien gefunden- also ein idealer Einstieg. Wenn wir es technisch schaffen sollten, werde ich Euch zu einigen befragen- ich komme da einfach nicht vorwärts- absolutes Neuland.


    Aber auch sonst- es ist hier pilztechnisch absolut genial- jeden Tag: zig Erstfunde für mich- ich komme aus dem Jubeln kaum noch raus. Leider wird der Aufenthalt hier viel zu kurz sein, müssen ja leider bald wieder zurück, wegen diversen Gästewechseln )-:

    Also wir wollten die Samtfußkremplinge nach Massenfunden jetzt auch mal testen.


    2 Mal haben wir welche mitgenommen. Beide Male waren die für MICH nach dem Abbrühen (auch wiederholtem Abbrühen) so scheußlich bitter, daß nur noch ausspucken und <X .
    Mein Töchterchen hingegen hat die Bitterkeit nicht bemerkt. Da merkt mal mal wieder, wie unterschiedliche Bitterstoffe von unterschiedlichen Menschen anders wahrgenommen werden.


    Aber trotzdem unterblieb dann die weitere Zubereitung.

    Giersch mag ich geschmacklich gar nicht und kämpfe nur fortlaufend gegen die Ausbreitung. In Hungerzeiten, naja :/


    Mentor, punkto Aussetzen und verhungern: Habe mich echt mal gefragt, ob man nur mit akut sammeln ohne Jagd überleben könnte. Im Herbst wohl schon,aber in den anderen Jahreszeiten dürften die Kalorien fehlen (selbst wenn man den Winter mit Frost ausnimmt).


    Allgemein zu diesem Thema: Irgendwie sind wir ja jetzt doch bei Wildkräutern gelandet, siehe dazu: http://www.pilzforum.eu/board/…ritik-eventuelle-anregung .


    Das Franzosenkraut kannte ich übrigens tatsächlich noch nicht- schöne Vorstellung

    Ja, auffallend ist das schon, aber man muß auch zugute halten, daß gerade auf Rasenflächen kleine, dünne kahle und nichtkahle Pilzchen dominieren und da oft massenweise auftreten, während Aminitas, Röhrlinge, und Täublinge auf Rasenflächen unterrepräsentiert sind. Wobei eigentlich müßte dann auch öfters der Nelkenschwindling auftauchen :/ , zumindest auf meinen Sammelwiesen ist DER dominierend.

    Bis jetzt habe ich es noch nicht gemacht, (waren eigentlich nie sehr viele da, wollte es an dem Tag aber mal machen, damit ich die zusammen mit meinem Töchterchen genießen hätte können- die liebt die ebenso wie ich) habe aber hier im Forum, frag mich nicht wo, gelesen, daß das gehen soll. Wichtig soll sein, daß die dann noch gefroren in die Pfanne kommen.


    Aber wiegesagt . Noch keine eigenen Erfahrungen.


    ....meine beste Pfiffisstelle hier war leer vor ein paar Tagen...ich denke da war jemand...dort stehen die großen Blassen...die sehen ja die meisten und dieses Jahr waren sie enorm groß...


    Na, dann hoffe ich mal, daß nicht in Lübeck Deine Stelle ist ;) , dann war u.U. mein Töchterchen schneller.


    Da hier zur Zeit wenig los ist (besser es wächst schon was, nur die Schnecken sind schneller), haben wir gestern eine für uns sehr weite Exkursion gemacht, da hier die sauren Nadelwälder ja völlig fehlen.


    Da war schon was los: jede Menge Nadelschwindlinge (fehlen hier ), viele Samtfußkremplinge (jetzt weiß ich, warum der nicht als selten gilt ;) ), Kartoffelboviste.


    Mit Amanita fulva hätte man mehrere Familien sattbekommen, nur munden die uns nicht.


    Spitzgebuckelter Raukopf (Erstfund für mich); Birkenspeitaubling (ja tatsächlich Erstfund für mich, ein vor allem leicht zu bestimmender Täubling :) ) knopfstielige Rüblinge, Perlpilze


    und gelbe Graustieltäublinge (Erstfund:eigentlich paßte bei denen nichts anderes, nur meine Chemikalienabsicherung kam da leider nicht hin) total vermadet, aber mit viel Arbeit bekamen wir ein Eßlöffelchen zum testen raus :yumyum: und mein Pfifferlingsfluch ist von mir gegangen :) , gleich 2 Stellen- o.k. nicht die Massen, aber immerhin :) und noch so ein paar, die ich wohl ohne Mikroskop nicht bestimmt bekomme.


    Insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis :D , selbst wenn die Pilze beim Essen beim Essen schon rationiert werden mußten ;).


    Die Heidelbeeren müssen noch verarbeitet werden- wenn die nicht so mühsam zu pflücken wären, könnte die Ernährung auf die umgestellt werden ;)

    Am Mittwoch hätte ich keine Zeit (Gästewechsel), aber falls Du Morgen, Donnerstag, oder Freitag Zeit hättest? Vielleicht wäre dann was möglich.


    Wo am besten habe ich aber im Moment noch keine Ahnung. In meiner diekten Umgebung machen z.Zt. die Schnecken den Pilzen garaus. Wo ein Pilz gewachsen ist,findet man danach nur noch ein Loch mit Schneckenschleim drumrum ;( - das reicht nicht mal mehr zur Pilzbestimmung ;) . Aber Zimtsternchen war vor 2 Tagen in Lübeck unterwegs und fand so einiges, incl. Pfifferlingen 8| - wahrscheinlich weil ich nicht dabei war ;) . Ich glaube mittlerweile, daß ich in meinem letzten Leben Pfifferlinge eingedost habe und dafür jetzt die Strafe bekomme.

    Gratulation für den Fund. So ein Erstfund ist doch immer toll.


    Ich hatte letztes Jahr meinen Erstfund , ganze 3 Stück und dachte auch erstmal eher an Aliens, denn Pfifferlinge, sowas finde ICH doch nicht. ;)

    Holzdealer,
    Du hast die Merkmale des Perpilzes ja schon verinnerlicht. Und Deine Anhaltspunkte sind die richtigen. Damit bleibt nur der Perlpilz.

    Versuche den Pilz mal zu ärgern. Meiner Vermutung nach wird der sich dann rosa verfärben und dann würden nicht mehr viele bleiben.

    Ich finde Fichtensteinis bevorzugt in alten Buchenmischwäldern (sehr stark rotbuchenbetont) , Sommersteinis unter amerikanischer Eiche. (Du siehst daran: auch die ist geeignet)


    ABER es gibt auch Wälder, wo ich nie einen Steini finde und das auch in Jahren nicht und habe auch da keine Ahnung warum, weil die Wälder unserem Steinpilzwäldern sehr ähnlich sind.