Ich kann mich im Wesentlichen nur Mausmanns Ausführungen anschließen.
Ich ergänze also den Beitrag nur. Zur Genießbarkeit: Schaue Dir einfach nur mal die Beiträge zu den besten Speisepilzen und auch meinen zu den am schlechtest schmeckenden Pilzen an.
Wenn Du die gelesen hast, wirst Du die Problematik, gerade imBezug auf Pilze , vermute ich , besser verstehen. Nirgendwo scheinen die Geschmäcker unterschiedlicher zu sein als bei Pilzen. Und die Geschmäcker können auch innerhalb einer Familie sehr varrieren- es scheint also die Gewohnheit , Geschmackserziehung (wenn wir mal den Begriff verwenden wollen) nicht mal eine entscheidende Rolle zu spielen. Die Geschmacksbewertung von PÃlzen wäre echt mal eine Doktorarbeit wert.
Zur Erläuterung: In der Regel haben meine Tochter und ich(und nehmen wir jezzt auch mal meine Mutter mit rein ) einen durchaus ähnlichen Geschmack- in der Regel würden wir z.B. bei Restaurantbesuchen, Chefkochbewertungen... gar nicht so weit auseinander liegen ( mit aber einigen durchaus signifikanten Unterschieden.-wobei die interessanterweise mehr die Konsistenz betreffen, beim eigentlichen Geschmack nur geringe Abweichungen)
Bei Pilzen unterscheiden/unterschieden (meine Mutter ist mittlerweile verstorben) wir uns absolut krass.
Um ein von Dir verwendetes Beispiel zu erläutern: ICH sehe den Grünspanträuschling als minderwertig an, meine Tochter mag ihn gerne. Meine Mutter-irgendwie war die zu Grünspanträuschlingsmahlzeiten nicht zur Stelle.
Krass war im Test der Ockertäubling: Der Pilz wurde von mir als ungenießbar eingestuft (nur bei großem Hunger würde ich den runterwürgen- meine Tochter verstand das gar nicht- sie fand den Pilz zwar nicht bestschmeckendst,aber o.k (es war die gleiche Mahlzeit,also nichts Zubereitung oder so).
Ich verstehe den Faible meiner Tochter für Steinpilze absolut nicht- für mich sind die o.k. , aber es gibt doch so viele, so viel bessere Pilze.
Mittlerweile kochen wir echt z.Teil die Pilze in getrennten Pfannen- so einen Hype hätte ich bei Erziehung von Kindern echt daneben gefunden ( auch wenn ich meine,daß man nie ein Kind zu irgendwelchem Essen zwingen sollte, aber individuelle Mahlzeiten: gehts noch???) Meine Tochter ist erwachsen, also muß es da keine Befürchtungen mehr geben.
Aber wir lieben Pilze und sie zu sammeln ist mühsam, sie sind kein Massenprodukt- und wir sind zu dem Schluß gekommen,daß Pilze viel zu kostbar sind,um sie an einen zu verschwenden, der sie nicht schätzt- es gibt also mittlerweile immer mehrere Pilzgerichte (wenn es Pilze gibt)- die Pilzpfannen(dafür haben wir jetzt extra kleine Pfannen- auch wenn Energieverschwendung) werden individuell zusammengestellt, jeder bekommt seine Lieblingspilze- individueller Genuß- Steinpilze z.B. esse ich GAR nicht mehr!!!- die bekommt ALLE meine Tochter. Ich muß nur immer ihr schlechtes Gewissen beruhigen,weil Steinpilze allgemein als besonders gut gelten und sie will natürlich nicht, daß ich ihrer! Meinung nach minderwertige Pilze esse,um sie zu verwöhnen- Ist nicht so ,sondern die Aufteilung ist total fair. Ich finde andere Pilze VIEL besser.
Erklärt das die Frage zur Genießbarkeit und zum Speisewert?
So nun zur nächsten Frage: Da geht es um potentielle Giftigkeit,leichte Giftigkeit,potentielle Gesundheitsschädigung.......
Mein Tipp dazu: schaue immer viele Quellen an und hinterfrage die Ergebnisse.
1. Es gibt viele Pilze die gewisse Gifte enthalten, aber es macht da auch sehr oft die Dosis. Kochsalz (NaCl ist auch giftig- unbestritten-bei hoher Dosis) und wird es verwendet?
2. es gibt viele roh giftige Pilze, und im rohen Zustand sind manche Pilze echt um einiges giftiger als sonstige im Handel erhältlichen Lebensmittel- z.B.grüne Bohnen. Ein Großteil der Pilzgifte ist total hitzeinstabil (aber nicht ALLE) -Manche Pilze werden aufgrund der Giftigkeit im rohen Zustand als super bedenklich angesehen und ja sie sind dann auch giftiger als grüne Bohnen (ja,das gebe ich zu, rohe Pilze , die gekocht gut sind, können im rohen Zustand sogar zum Tode führen- oder zumindest auf die Intensivstation, aber gut durcherhitzt unbedenklich.
3. es gibt bei Pilzen Unverträglichkeiten, und ja anscheinend prozentual mehr als bei sonstigen Lebensmitteln ( wie z. B. Weizen /vertragen auch viele Leute nicht)- die werden dann auch oft als giftig eingestuft, aber Weizen wäre dann eigentlich auch giftig.
Zu dem Punkt kann ich dir nur den Tipp geben, viele Quellen zu lesen, zu hinterfragen...,manche Quellen wirst Du sehr schnell als Humbug entlarven.
Das gemeine ist,daß auch noch nicht in allen Punkten echte Forschungsergebnisse vorliegen. Ich gebe zu,daß das die nächsten Jahre ein Problempunkt bleiben wird.
LG
Safran