Beiträge von Beorn

    Hallo, Enrico!


    Wunderliche Sache, dieser Birkenbovist. 8|
    Zwar habe ich schon oft junge Birkenporlinge gefunden, die keine Fruchtschicht ausgebildet hatten, aber die wird eben erst spät sichtbar entwickelt.
    Nur: Dein Fruchtkörper ist ja ganz sicher nicht mehr jung.
    Es kann aber sein, daß P. betulinus gelegentlich sterile Fruchtkörper ausbildet. Das machen einige Porlinge, oft ist dann die Fruchtschicht nicht erkennbar.
    Wenn du der Sache tiefer auf den Grund gehen möchtest, kannst du die Frage ja mal bei den Experten im >Gruselforum< bei Harry platzieren.
    Es wäre schon interessant zu wissen, ob das in der normalen Variationsbreite der Art liegt, oder es sich hier um eine "richtige" Missbildung handelt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Passiert.
    Also merke: Bei Porlingen lohnt sich's immer, ein Stückchen mitzunehmen und zu trocknen. Sollte sich dann zB was wirklich Spannendes andeuten, findet sich bestimmt auch jemand, der den prüfen mag.
    Und da Porlinge ohnehin am besten als Exsikat zu mikroskopieren sind, eilt es dann auch keineswegs.



    LG, Pablo.

    Hallo, Waldfried!


    Dann mal ein herzliches Willkommen in dieser Runde.
    Zumal bei so einem schicken Einstand. Gerade die Geopora wird ja nicht oft gezeigt, ein sehr schöner Fund. :thumbup:


    LG, Pablo.

    Hallo.


    Dann hauen wir nun mal die zweite bzw. dritte Frage raus:
    Ist es richtig, daß der Pilz Baumharz aufnimmt und einlagert?
    Statt der zweiten Frage gab's ja einen größeren Ausschnitt, wenn ich das richtig deute.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alina!


    Der Frühling kommt auf bemossten Sohlen? ;)


    Wunderschöne Bilder. Vor allem muss man im Sonnenlicht erstmal so photographieren können. Da geht bei mir meistens was schief.


    Dein Unbekannter (Nummer 7) sieht aus wie Meottomyces dissimulans (Pappelblatt - Scheinschüppling). Praktische wäre es, wenn da irgendwo an einem Stiel mal noch sowas wie eine erkennbare Ringzone wäre. Pappel als Substrat muss übrigens nicht sein. Mit Anna und Stefan habe ich den auch schon an Ahorn gefunden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Wer lesen kann...
    Stephan hat natürlich völlig recht. Mit so einem Geruch wird's wohl kein Weichritterling sein. :shy:
    Das Sporenpulver scheint das ja nun zu bestätigen.
    Insofern tendiere ich zu Stephans Plan B: Ein Rötling. Da gibt es schon einige, die im Aussehen hinkommen könnten und auch einen ranzigen Geruch verströmen. Vor der Gattung nehme ich aber in den meisten Fällen Reißaus, viel zu schwierig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Wie das in den Großpilzen Baden - Württembergs gehandhabt ist, ist vielleicht nicht der aktuellste taxonomische Stand, allerdings ganz gut nachvollziehbar: Da ist "Phellinus igniarius" ein Aggregat, wegen der schwierigen Trennung der Arten (ist auch mikroskopisch schwierig) kommt ein "s.l." dran (= sensu lato = in weiterem Sinne).
    Beim Aufdröseln des Komplexes nimmt Krieglsteiner da allerdings an, daß Phellinus igniarius var. igniarius = Phellinus trivialis sei. Also eben der klassische Weidenbewohner. :/


    Fieser Weise gibt es an Pappelarten aber auch noch zwei weitere ähnliche Arten:
    Phellinus populicola (Pappel - Feuerschwamm) und Phellinus tremulae (Espen - Feuerschwamm). Die beiden sind mir unbekannt, aber da bei dir sowohl das Substrat als auch die Fruchtkörper selbst sehr alt und kaum noch zu beurteilen sind, solltest du diese selteneren Arten auch noch im Hinterkopf haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Ich denke, eine ockerliche Porenfarbe ist schon ok. :thumbup:
    Allerdings (habe aber auch nur sehr wenig eigene Funderfahrung), kenne ich den auch mit reinweißen Poren:

    Im Exsikat sind die mittlerweile etwas dunkler, da passt cremeocker sehr gut. Bei den überwachsenen Vorjahresfruchtkörpern ist die Röhrenfarbe freilich braun. Aber das ist (auch bei dem frischen Zuwachs) von so vielen Faktoren abhängig, daß man da jetzt kein Ausschlußkriterium draus basteln kann. Nur rosa wäre in der Tat wudnerlich gewesen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Weichritterling ist klar, aber Frühlingsweichritterling (M. cognata) kommt mir hier komisch vor. Der sollte doch eigentlich erkennbar Gelbtöne am Hut und vor allem in den Lamellen haben?
    Mit der Färbung müsste man doch eher in der makroskopisch völlig undurchschaubaren Gruppe um Melanoleuca melaleuca auf die Suche gehen?



    LG, Pablo.

    Hi, Kuschel!


    Ich fürchte, so einfach ist es nicht.
    Den Gelbblättrigen Trompetenschnitzling (Tubaria dispersa) findet man zB ausschließlich unter Weißdorn. Aber eine Symbiose findet nicht statt, der Pilz braucht als Nahrung den Detritus (Samen, Blätter, Früchte) dieses speziellen Busches.


    Mit der Speisemorchel (Morchella esculenta) und ihren Nachbararten (Morchella crassipes, Morchella umbrina, Morchella rotunda usw) ist man bislang davon ausgegangen, daß es sich ebenso verhält. Die sind nahrungstechnisch etwas wählerischer als zB ein Trichterling oder ein Champignon, also möglicherweise schon (eine der Arten? Mehrere?) auf Eschendetritus angewiesen.


    Ob sich dazu noch eine mykorrhiza - ähnliche Verbindung zu dem Baum nachweisen lässt, werde ich gespannt verfolgen. Die Anmerkung von Jonas ist das erste, was ich dazu lese.
    Er hat vorhin dazu auch eine >Frage bei den Doppelpilzen< platziert, vielleicht schreibt da noch jemand was dazu mit weiteren Literaturangaben.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Amanita ochrophylla sieht doch sehr gut aus. :thumbup:
    Tolle Sache, wieder was gelernt.


    und zu [9]: Kein Stielnetz, also weg mit der Idee.
    Kann natürlich sehr gut ein Rauhfuß (Leccinum) sein, wenn der Stiel schuppig ist. Verfärben tut da nix, oder?
    Schwierig wird's natürlich. Die gelben Poren sind schon auffällig. Gibt's bei Leccinum in Europa ja eigentlich nur bei L. crocipodium (Gelbporiger RF), Leccinum corsicum, Leccinum lepidum und sehr eingeschränkt eben bei L. carpini / pseudoscabrum, wie Stefan schon gesagt hat.
    Aber mit den außereuropäischen Arten kenne ich mich gar nicht aus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matyves!


    Jawoll, kann bestätigt werden. :thumbup:
    Jung sind die Poren weiß, im Alter werden sie so grau wie hier. Nur länglich sollten sie nicht sein. Der Bürstenpelz dazu ist klassisch.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja, hast du. :thumbup:
    Auch wenn die Wuchsform sehr ungewöhnlich ist: Phyllotopsis nidulans / Orangeseitling mag normalerweise keine Stiele bilden und beschränkt sich in aller Regel auf Einzelhüte.
    Hutoberfläche und Färbung sind aber schon eindeutig.
    Ich nehme an, die Fruchtkörper wuchsen alle auf der Oberseite eines Stammes und nicht an der Stammseite?



    LG, Pablo.

    Halo, Uli!


    Traumhaft. :)
    Und ob die frisch aussehen.
    Noch so ein Pilz, der auf meiner Abschussliste steht. Der begegnet mir auch noch. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Panellus mitis (Pers.) Singer
    Milder Zwergknäueling, Milder Muschelseitling
    Synonyme:
    - Agaricus mitis Pers.
    - Pleurotus mitis (Pers.) Pers.
    - Panus mitis (Pers.) Kühner


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Mycenaceae --> Panellus --> Panellus mitis



    Hut: rundlich bis nierenförmig, dünnfleischig; Rand gelegentlich schwach gerieft; weißlich bis fleischbräunlich; eingewachsen bereift; mit gelatinöser, abziehbarer und dehnbarer Huthaut (erinnert an Mycena epipterygia / Dehnbarer Helmling)


    Stiel: kurz, teils nur rudimentär vorhanden; meist seitlich angewachsen; apikal verbreitert; weißlich, filzig bis bereift, erscheint bei Ansicht von unten gerne dreieckig mit spitzem Ende zum Substrat hin


    Lamellen: weißlich,später ockerlich oder fleischfarben; schmal; zum Stiel hinzusammenlaufend, am Stiel scharf abgegrenzt angewachsen bis herablaufend, Lamellenschneide gelatinös


    Fleisch: dünn, elastisch, weißlich; Geruch unbedeutend, Geschmack mild, Hyphensepten mit Schnallen


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weißlich, Sporen sehr langgezogen schmal ellipsoid bis zylindrisch, teils allantoi, hyalin, dünnwandig, glatt, amyloid


    Vorkommen: weit verbreitet und häufig; bei entsprechender Witterung ganzjährig zu finden; in allen Waldtypen mit Nadelbäumen ohne besondere Bevorzugung irgendwelcher Bodenverhältnisse; an Nadelholz: Vorzugsweise Fichte, nicht ganz so häufig an Tanne, seltener an Kiefer und Lärche, sehr selten an Douglasie


    Verwechslungen: Der Herbe Zwergknäuelling (Panellus stipticus) wächst hauptsächlich an Laubholz, hat eine anders beschaffene Hutoberfläche und schmeckt meist etwas bitter.
    Von den Stummelfüßchen ist wohl das Gallertfleischige Stummelfüßchen (Crepidotus mollis) am ähnlichsten (hat eine sehr ähnliche Huthaut), wächst aber vor allem an Laubholz und hat –“ wie alle Crepidotus –“ Arten bräunliches Sporenpulver.
    Der Ohrförmige Seitling (Pleurocybella porrigens), der auch an Nadelholz wächst, wird etwas größer, hat keine abziehbare, gelatinöse Huthaut und ist meistens völlig ungestielt.
    Der klebrige Schleierseitling (Tectella patellaris) wächst an Laubholz.
    Ähnliche Arten der Gattungen Hohenbuehelia (Muschelinge) und Resupinatus ( Zwergseitling) sind ungestielt.



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Panellus stipticus = Herber Zwergknäueling<
    >Crepidotus mollis = Gallertfleischiges Stummelfüßchen<
    >Pleurocybella porrigens = Ohrförmiger Seitling<
    >Tectella patellaris = Klebriger Schleierseitling<

    Hi.


    Na das ist ja mal ein Ding. :)
    So sind sie eben, die Pilze. Immer für eine Überraschung gut. Auch wenn ich die Artikel nicht kenne, will ich mal gar nicht bezweifeln, daß da was dran sein könnte. Pilze können einfach mehr, als man bisweilen glaubt.


    Aber komische ökologische Lebensweien kommen natürlich vor, wenn man sich zB den Schmarotzerröhrling (X. parasiticus) oder den Nadelholzröhrling (Buchwaldoboletus lignicola und co.) ansieht.
    Naja, zumindest mit Morchella conica (Spitzmorchel, RiMuMo) ist es einfacher: Wohnt auf Rindenmulch = keine Mykorrhiza. Lässt sich ja sogar gut kultivieren. Aber kann die vielleicht auch mehr? Was machen da zB wild wachsende Exemplare im Fichtenwald?
    Da bin ich mal gespannt auf die Entwicklungen der Forschung.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Mittlerweile denke ich auch, daß Oxyporus keine schlechte Lösung sein könnte. Zumal ich auf Marios BIldern weniger Rosa sehe, als auf Jolis. Ist die Farbe vielleicht nur ein Wiederschein, ein Artefakt?
    Nach dem Link von Joli zu ihrem sehr wahrscheinlichen O. populinus, dem weiter führenden Link von Fredy, sollte ja klar sein, daß das Substrat kein Ausschlußkriterium ist.
    Meine beiden Funde waren an Ahorn, sahen auch etwas anders aus, aber das muss nichts heißen.
    Das Problem ist hier, daß es innerhalb vieler Arten eine so große Variationsbreite gibt, daß man mit einer rein makroskopischen Bestimmung oft nur auf eine wahrscheinliche Art eingrenzen kann.
    Also ein Schnittbild wäre hier schon wichtig (wie auch in dem anderen Thread von Joli). Durchs Mikro gucken und kugelige Sporen und inkrustierte Zystiden finden wäre ideal. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das mit dem Giftverdacht beruht darauf, daß bei "Großes Handbuch der Pilze" von Laessoe / Del Conte, erschienen bei Coventgarden, der Pilz als giftig geführt wird. Zur Erklärung seht da lediglich:

    Zitat


    Es gibt Berichte, denen zufolge nach dem Genuß des Pilzes Vergiftungserscheinungen aufgetreten sind.


    Ob es andere Arten der Gattung mit belegter Giftwirkung gibt, müsste man mal recherchieren. Also wenn jemand ein nordamerikanisches Pilzbuch hat...


    Inwieweit diese Angabe verlässlich ist, kann ich nicht sagen. Den Pilz zu probieren habe ich echt keine Lust. Das selbe steht im selben Buch übrigens auch zum Düsteren Röhrling (Porphyrellus porphyrosporus). Da habe icha ber schon verschiedene Berichte gelesen, daß der problemlos verzehrt wurde.
    Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Den "Giftverdacht" würde ich aber erstmal stehen lassen.
    In Sachen Kahler Krempling, Ohrförmiger Seitling und Grünling hat sich ja auch gezeigt, daß es nichts heißen muss, wenn ein Pilz lange Zeit als Speisepilz galt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alex!


    Klasse aufgearbeitet! :thumbup:
    Sogar mit einer Art Kartierung.
    Du glaubst übrigens gar nicht, wie ich ich um diese Reise beneide.
    Um die Reise zu einem so phantastischen Kontinent, von den Pilzfunden dort ganz zu schweigen. Wobei ich bei der Ausreise wahrscheinlich Probleme mit dem Zoll bekommen hätte, wegen der Erweiterung meines Herbars. :evil:
    Die sind da ja (mit gutem Grund) recht streng, was die MItnahme einheimischer Lebensformen betrifft.


    OK, noch ein paar Gedanken.
    Zu [2]: Pleurotus ostreatus wächst ja auch bei uns an allem möglichen und unmöglichen Substrat. Von Douglasie über Apfelbaum bis Robinie ist da alles drin, also warum nicht auch was "Tropisches"?
    Zu [8]: Ok, hast recht, diese hier sehen jetzt aus wie Amanita citrina (Gelber Knolli). :)
    Also Lamellen dort weiß?
    Das bleibt aber wohl sehr unsicher, weil ich keinen Plan habe, welche Wulstlinge da noch so vorkommen. Man muss aber im Auge haben, daß es eben viele weltweit verbreitete Arten gibt. Von den Bildern, die meine Schwester und mein Schwager letztes Jahr aus Neuseeland mitbrachten, ließen sich viele als Arten identifizieren, die hier auch vorkommen.
    Zu [9]: Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob die möglichen Mykorrhizapartner von B- reticulatus weltweit überhaupt erforscht sind. Alleine in Deutschland sind das diverse Baumarten, wenn auch längst nicht so ein breites Spektrum wie bei B. edulis (Gemeiner Steinpilz).
    Wie sieht's denn nun aus mit einem Stielnetz?



    LG, Pablo.

    Hallo, Kuschel!


    Kalk, Eschen, standorttreu ist freilich richtig.
    Feucht mögen sie's, also sind Auwälder und ähnliche Habitate sehr günstig.


    Besonders gerne gehen sie eine Symbiose mit Eschen ein.


    Allerdings sind Morcheln, wie die überwiegende Mehrzahl anderer Schlauchpilze, Saprophyten, also Zersetzer von totem, organischem Material. Symbiose / Mykorrhiza können die nicht. ;)



    LG, Pablo.

    Hej.


    Der Baum / Busch wird keine wesentlichen Erkenntnisse bringen, was für ein Pilz das mal war.
    Mein Gefühl sagt Olivbrauner Safranschirmling (Chlorophyllum olivieri), aber ein Gefühl ist keine Bestimmung. Es ist aber entweder Chlorophyllum oder Macrolepiota. Was anderes kommt da bei der Form, Größe und Ring nicht raus. Die Arten sind da ja nicht an irgendein Subbstrat gebunden.
    Im Sommer kommt da wieder was, dann wissen wir bescheid.


    Und wo sind jetzt die Morcheln?



    LG, Pablo.

    Moin, Peter!


    Ach du lieber Schirmherr. 8|
    Wie schaffen die das, sich bei der Witterung so lange zu konservieren?
    Das ist schon beachtlich. Bei Täublingen zB kennt man das ja, aber bei Schirmlingen?



    LG, Pablo.