Beiträge von Beorn

    Hallo, Stefan!


    Atemberaubend!
    Was für Felstürme, da kann man leicht nachvollziehen, warum die Kletterer des Elbsandsteins und die "Sächsische Schule" mit ihrem Können auch in den Felsbastionen der Alpen so große Erfolge gefeiert haben.


    Der Wahnsinn. :)


    Phaeolus schweinitzii kann übrigens auch an Fichten und Lärchen wachsen. Ob auch an Tanne und Douglasie bin ich gerade nicht so sicher.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Schöne Bilder! :thumbup:
    Die Frabgebung bei deinen ist auch sehr interessant, Hans, so hatte ich sie noch nicht gesehen.



    Die letzte Aufnahme meine ich zu kennen.
    Unser gemeinsamer Erstfund Ende 2012/2013 ?


    Ganz genau, Markus. :thumbup:
    Die ersten beiden Bilder müssten ebenfalls an Buche sein. Kiefern - Buchen - Eichen - Mischwald auf Sandboden nördlich von Viernheim, Hessen;
    Die Bilder 3 + 4 aus meinem Beitrag zeigen einen Fund aus Italien, Valle Cannobina (Lago Maggiore), Buchen - Eichen - Bergwald auf Granit; abgefallenes Asstück (Buche).



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Nr.1.:
    Ja, Exidia plana = Exidia nigricans = Warziger Drüsling. Auf Nadelholz muss man aber auch Exidia pithya (Teerflecken - Drüsling) erwarten, der aber gerade im trockenen Zustand kaum mehr als eine knapp millimeterdicke Schicht bildet. Die beiden kleinen Placken oben auf der Schnittfläche könnten eher für E. pithya passen, der unten an der Seite ist zu dick.


    Nr.2.:
    Striegelige Tramete (Trametes hirsuta) geht eigentlich nur sehr (sehr!) selten an Nadelholz. Für den Gemeinen Violettporling (Trichaptum abietinum) ist der Fruchtkörper sehr sonderbar geformt, ich denke aber, damit kommt's eher hin.


    Nr.3.:
    Die Ruinen eines Gallertbechers (Ascocoryne).
    Ohne Mikro und ohne Nebenfruchtform wird's da eher nichts mit einer Artbestimmung. Jedenfalls habe ich nicht den Blick dafür.



    LG, Pablo.

    Phyllotopsis nidulans (Pers.) Singer
    Orangeseitling
    Synonyme:
    - Agaricus nidulans Pers.
    - Pleurotus nidulans (Pers.) P. Kumm.
    - Crepidotus nidulans (Pers.) Quel.
    - Panus nidulans (Pers.) Pilat
    - Agaricus jonquillea Lev.
    - Crepidotus jonquillea (Lev.) Quel.
    - Panus stevensonii Berk. & Broome


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Tricholomataceae --> Phyllotopsis --> Phyllotopsis nidulans



    Fruchtkörper: Meist ungestielt oder mit rudimentärem Stiel dem Substrat ansitzend; konsolig, fächer –“ bis nierenförmig, jung cyphelloid, an Substratunterseiten teils fast resupinat; Hutrand jung eingerollt, bewimpert, auch alt noch heruntergebogen; Hutoberseite filzig bis striegelig; leuchtend orangegelb bis ockergelb


    Lamellen: leuchtend orangegelb bis blass ockergelb; recht gedrängt, untermischt, normalerweise nicht gegabelt; zur Ansatzstelle zusammenlaufend


    Fleisch: mehrschichtig, unter der Huthaut weich, über den Lamellen eher zähelastisch; gelblich bis orangegelb; mit unbedeutendem Geschmack und meist unangenehm fauligem Geruch


    Speisewert: kein Speisepilz (stinkt!)


    Sporenpulver: hellrosa


    Vorkommen: Ganzjährig, bevorzugt aber in den Wintermonaten; gesellig und gerne dachziegelig an abgestorbenen, liegenden und stehenden Stämmen und Stümpfen von Laub- und Nadelholz; gerne an lichten Standorten; ohne besondere Ansprüche an Boden und Ökologie; in Deutschland lückenhaft verbreitet, nicht häufig; von Nord nach Süd häufiger


    Verwechslungen: Makroskopisch kaum zu verwechseln, wenn man die Wuchsform, die striegelig –“ filzige Hutoberfläche, die leuchtenden Farben, nicht gegabelten Lamellen und rosa Sporenpulver berücksichtigt.
    Sehr ähnlich wäre noch der Muschelkrempling (Tapinella panuoides) mit blasseren Farben, gegabelten Lamellen und bräunlichem Sporenpulver.
    Der Falsche Pfifferling ist normalerweise gestielt, dünnfleischiger und weicher, sein Sporenpulver ist weiß.
    Alte Seitlinge und Knäuelinge nehmen manchmal auch gelbliche oder ockerliche Farbtöne an, sind aber durch die eher glatte Hutoberfläche und weißliches Sporenpulver gut zu unterscheiden.
    Eine stark striegelige Hutoberfläche hat allerdings der Borstige Knäueling (Panus strigosus), der aber vor allem jung rötlich –“ violette Farben zeigt. Er kann im Alter gelbockerlich ausblassen, hat aber kein gelbes Fleisch und riecht nicht unangenehm faulig, sein Sporenpulver ist ebenfalls weiß und die Fruchtkörper sind oft gestielt.


    Anmerkungen: Ein auf den ersten Blick icht unähnlicher Pilz wäre noch der Limonenseitling (Pleurotus citrinopileatus), der aber in Deutschland nur als Zuchtpilz vorkommt. Seine Farben gehen eher ins Zitronengelbe, seine Hutoberfläche ist glatt oder höchstens fein seidig, die Fruchtkörper sind gewöhnlich weiß gestielt und vor allem: sie stinken nicht und schmecken im Gegensatz zum Orangeseitling ganz passabel. ;)



    Bilder:






    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Tapinella panuoides = Muschelkrempling<
    >Hygrophoropsis aurantiaca = Falscher Pfifferling<
    >Panus strigosus = Borstiger Knäueling<

    Auch hallo.


    wer Interesse an Mykis hat, kann sich erst mal das Handbuch dazu
    von meiner Homepage laden.


    Was ich vor ein paar Tagen mal getan habe.
    Durch hab ich's noch nicht, aber es sieht sehr interessant aus.
    So langsam wird's nämlich ein wenig unübersichtlich bei mir: Da ist ein Ordner, in dem jede Art ihren eigenen Unterordner hat. Das sind dann mittlerweile über 600.
    Besonders verlockend ist es natürlich, die Datensätze den richtigen Stellen verfügbar zu machen.
    Da kommt noch einiges an Eingabearbeit auf mich zu. Vielleicht sollte es doch noch mal ein paar Wochen meterweise Schnee und strengen Frost geben...



    LG, Pablo.

    Hallo, Lothar!


    Nach dem, was auf den Bildern erkennbar ist und nach dem Geruch, den du beschreibst, sehe ich zu Ischnoderma keine Alternative.
    Die Hutoberfläche ist radialrunzlig, genau so soll das aussehen.
    Diese Farbgebung kenne ich so noch nicht, so helle Poren hatte ich bei I. benzoinum nur in der leptoporoiden Phase.
    Auch die Hutoberfläche habe ich immer dunkler vorgefunden, oft dann auch mit einem satten Rotbraun.
    Allerdings habe ich die Laubholz - Form noch nicht selbst gefunden, tendiere aber nach Franks Anmerkungen hier und einigem Nachlesen mehr und mehr dazu, daß unterschiedliche Farbnuancen eine Trennung auf Artebene kaum rechtfertigen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Immer wieder schön anzuschauen. :thumbup:
    Die in Deutschland häufigste Art wäre der Österreichische Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca). Der Scharlachrote (Sarcoscypha coccinea) und der Jura - Kelchbecherling (Sarcoscypha jurana) sind allerdings optisch nicht zu unterscheiden.
    Solltest du das Substrat zufällig sicher als Linde bestimmen können, ist es S. jurana. Ansonsten hilft nur ein Blick durch's Mikroskop. Der Schönheit tut's aber keinen Abbruch, den als Sarcoscypha spec. stehen zu lassen.



    LG, Pablo.

    Trametes suaveolens (L.) Fr.
    Anistramete, Wohlriechende Tramete
    Synonyme:
    - Boletus suaveolens L.
    - Polyporus suaveolens (L.) Fr.
    - Fomitopsis odoratissima Bondartsev
    - Polyporus itoi Lloyd


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Trametes --> Trametes suaveolens



    Fruchtkörper: pileat, ungestielt, nicht (oder kaum bei Wachstum an Unterseiten) am Substrat herablaufend; bis 10 cm breit und bis 4 cm dick; nierenförmig bis konsolig, polsterförmig, meist recht gleichmäßig geformt; Oberseite weiß; filzig bis samtig, im Alter verkahlend; einzeln oder in kleinen Gruppen


    Poren: blassbraun, graubraun, je älter je dunkler; 1 –“ 4 pro Millimeter; etwas unregelmäßig rundlich bis schwach eckig; Röhren recht dickwandig, bis 1,5 cm lang, hellbraun bis weißlich, im Farbverlauf zu de Röhrenmündungen zu dunkler


    Fleisch: fest, zähelastisch bis korkig; im Hut rein weiß, Röhren auch ockerbräunlich; Geschmack unbedeutend, Geruch intensiv anisartig.


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: Klassischer Auwaldbewohner, besonders gerne in zeitweilig überfluteten Gebieten; ganzjährig; an Laubholz, meist an Weidenarten; in entsprechenden Habitaten gut verbreitet und nicht selten.


    Verwechslungen: Durch den intensiven Anisgeruch ist Trametes suaveolens gut von ähnlichen Arten zu untescheiden. Vom Aussehen sehr ähnlich ist die Samtige Tramete (Trametes pubescens), die aber neben dem anderen Geruch meist hellere und etwas feinere Poren hat.
    Die Striegelige Tramete hat zäheres Fleisch und eine deutlich striegelig –“ haarige Hutoberfläche.
    Der Grauweiße Saftporling (Oligoporus tephroleucus / lacteus) und ähnliche Arte wie der Kurzröhrige Saftporling (Tyromyces chioneus) haben ebenfalls feinere Poren und gerade bei feuchter Witterung saftreicheres, weiches Fleisch.
    Die seltenen Braunfäuletrameten Antrodiella fragrans (Duftende Braunfäuletramete) und Antrodia malicola (zimtfarbene Braunfäuletramete) sind farblich anders; meist vor allem in der Hutoberfläche mit bräunlichen Farben. Vor allem Antrodiella fragrans ist stärker pigmentiert, riecht allerdings ähnlich wie Trametes suaveolens.
    Die blasse Borstentramete (Coriolopsis trogii) hat deutlich gröbere Poren und eine viel haarigere Hutoberfläche.
    Der Graugelbe Rauchporling hat ebenfalls eine stärker pigmentierte Hutoberfläche, kein weißes Fleisch und eine dunkle Schicht zwischen Röhren und Hutfleisch.
    Der Zweifarbige Porling (Gloeoporus dichrous) bildet meist dünnere Fruchtkörper mit anderer Farbgebung, insbesondere die Porenfarbe (fleischrosa) ist anders.



    Bilder:






    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Trametes pubescens = Samtige Tramete<
    >Trametes hirsuta = Striegelige Tramete<
    >Oligoporus tephroleucus = Grauweißlicher Saftporling<
    >Tyromyces chioneus = Kurzröhriger Saftporling<
    >Antrodiella fragrans = Duftende Tramete<
    >Antrodia malicola = Zimtfarbene Braunfäuletramete<
    >Coriolopsis trogii = Blasse Borstentramete<
    >Bjerkandera fumosa = Graugelber Rauchporling<
    >Gloeoporus dichrous = Zweifarbiger Porling<

    Hallo.


    So sieht man sich wieder. :)
    Inzwischen kenne ich die Umgebung dort schon so gut, ohne selbst dagewesen zu sein. Das gibt's doch nicht, odr?
    Saminatal...
    Das gefällt mir. Wildromantisch könnte man's nennen.
    Aber wieso keine Pilze? Ich könnte schwören, auf mindestens fünf Bildern welche zu entdecken. Muss man nur mal bisschen im Moos zwischen den Steinen stöbern oder ein paar Reisighaufen und Substratplätze inspizieren.


    LG, Pablo.

    Hallo, Ulla!


    Hui, Pliccrisp kartieren? 8|
    Da müsste ich ja an die 100 Eintragungen machen. Obwohl... An den meisten bleibe ich nur mit den Augenwinkeln hängen und laufe dann weiter. Die sind also für eine Dokumentation nicht zu gebrauchen und ich kann sie weglassen. Schon sind's weniger.
    Ich stelle die Tage mal was zusammen und geb's weiter. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Jonas!


    So ein Schlüssel ließe sich ja rasch selbst backen:


    1.:
    a) Auf Linde ---> Sarcoscypha jurana
    b) Auf anderen Substraten ---> 2


    2.:
    a) Haare der Außenseite kraus gewunden ---> Sarcoscypha austriaca
    b) Haare der Außenseite eher glatt / gerade ---> 3


    3.:
    a) Ascussporen mit vielen kleinen Tröpfchen ---> Sarcoscypha coccinea
    b) Ascussporen mit zwei großen Tropfen ---> Sarcoscypha jurana



    LG, Pablo.

    Plicaturopsis crispa (Pers.) D.A. Reid
    Krauser Adernzähling
    Synonyme:
    - Merulius crispus (Pers.) Pers.
    - Plicatura crispa (Pers.) Rea
    - Merulius fagineus Schrad.
    - Plicatura faginea (Schrad.) P. Karst.[/url]


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Incertae sedis --> Plicaturopsis --> Plicaturopsis crispa



    Fruchtkörper: Mit bis zu 3 cm breiten Einzelhütchen einzeln, reihig oder dachziegelig am Substrat wachsend, teils sehr gedrängt; Hüte seitlich angewachsen, Ansatzstelle schmal, gerade bei jungen Fruchtkörpern oft stielartig verlängert; Fruchtschicht nicht am Substrat herablaufend; Hüte jung umgekehrt kelchförmig (mit –žZipfelchen–œ = stielartig verlängerte Ansatzstelle), später ausgebreitet mit oft welligen, unregelmäßigen Rändern; Hutoberseite filzig, undeutlich zoniert; rotbraun, gelbbraun bis weißlich, zum Rand hin meist heller, Hutkanten teils komplett weißlich.


    Hymenium: aderig bis lamelloid; Lamellen / Adern weißlich bis cremefarben, entfernt stehend; aderig verbunden und verzweigt, meist wellig und unregelmäßig (–žkraus–œ), manchmal mit rosaroten oder auch bläulichen Flecken (wahrscheinlich ausgelöst durch Bakterienbefall)


    Fleisch: sehr dünn, weich, elastisch, weißlich, ohne besonderen Geruch und Geschmack

    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weißlich


    Vorkommen: weit verbreitet und häufig; ohne besondere Ansprüche an Ökologie und Waldtypen; sehr breites Substratspektrum, in erster Linie jedoch an Laubholz, selten an Nadelholz; generell ganzjährig zu finden, fruchtet schwerpunktmäßig aber im Spätherbst


    Verwechslungen: Die Form und Färbung der Fruchtkörper, insbesondere aber die Gestalt der Fruchtschicht kennzeichnen die Art sehr gut.
    Verwechslungen wären möglich zB mit dem Klebrigen Schleierseitling (Tectella operculata) der oft mit Plicaturopsis crispa vergesellschaftet ist. Die unterschiedliche Ausprägung der Fruchtschicht ist aber gut zu erkennen.
    Ähnliche Pilze aus dem Bereich der Fältlingsartigen wachsen meist eher resupinat. Wenige Arten, wie der Gemeine Lederfältling (Meruliopsis corium) oder der Gallertfleischige Fältling (Merulius tremellosus) bilden auch Hüte aus, diese sind von der Form aber anders ausgeprägt.


    Anmerkungen: früher galt die Art in Deutschland als selten, hat sich aber in den letzten Jahren massiv ausgebreitet.



    Bilder:







    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Tectella patellaris = Klebriger Schleierseitling<
    >Meruliopsis corium = Gemeiner Lederfältling<

    Hallo, Markus!


    Ach, du kennst Hans - Otto Baral daselbst?
    Das ist freilich ein Stück Glück. :thumbup:


    Und natürlich ging es mir nur um die heimischen Arten. :thumbup:
    Das reicht mir momentan mal völlig aus, und wenn ich mal in Singapur, Tasmanien, auf den Komoren oder in Paraguay unterwegs bin, dann frag' ich nochmal nach. ;)
    Dank eurer Hilfe ist das Wesentliche nun ja alles etwas klarer geworden.


    Und wer ist jetzt Bernd ? Ich habe irgendwas verpasst.


    Andere Frage: Wo habe ich blos meine 0,3 Gedanken? :/
    Ich korrigiere das oben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli & Markus!


    Ah, von Zotto. :)
    Ja, den habe ich auch auf der Festplatte.
    Ich bin mir nur nicht sicher, ob der Stand noch aktuell ist, aber zumindest für Europa dürfte das schon noch weitestgehend gültig sein.
    In den taxonomischen Datenbanken werden allerdings noch einige mehr Arten aufgeführt. Aber die müssen ja auch nicht zum "coccinea - Komplex" gehören.
    Jedenfalls ist das eine sehr gute Arbeit, danke für den Link. :thumbup:


    Sehr pfiffig gemachte kleine Studie auch von Bernd Gerd und gut mitgespielt von Sabine im Naturforum. Sowas liest man ja gerne: flüssig, süffisant und vor allem informativ. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Nein, so war das doch gar nicht gemeint.
    Im Gegenteil halte ich viele Pilzsammlerinnen für durchaus ansehnlich.
    Aber ich habe da auch einen komischen Geschmack, wer in meinen Augen gut aussehen will, muss keinen Minirock tragen. Wäre ja auch unpraktisch im Brombeergestrüpp oder gar im dichten Fichtendickicht.
    Waldoutfit gefällt mir aber auch. Nur die Frau da drin muss auch dazu passen. Sonst wird's für mich eh schnell uninteressant.


    Wenn man schöne Beine zeigen will, dann passiert das ja eher am Strand, in der Fußgängerzone oder an der Promenade. Bummelmeilen sind allerdings Plätze, an denen ich selten zu finden bin. Übervolle Strände an Baggerseen et al. meide ich erst recht. Weil: Zuviele Menschen, zu wenig Pilze.


    Darum der Hinweis auf's Habitat: Da, wo ich Morcheln (und die meisten anderen Pilze finde), gibt's kaum Bein zu bestaunen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Eike!


    OK, das beruhigt mich schon mal. :thumbup:
    Aber austriaca und coccinea identisch? 8|
    Neben den unterschiedlich großen Sporen und den Konidien sind da ja auch noch die Haare der Außenseite (nach denen ich mich auch bei meiner Bestimmung gerichtet habe): gekraust bei S. austriaca und glatt bei S. coccinea?


    Das mit der Substratvorliebe bei S. jurana ist natürlich schon mal gut. Leider hat Peter Püwert kürzlich einen Fund an Esche vorgestellt: [url=http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1344.msg21182.html#msg21182]>Klick<[/url]
    Aber Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Solange es nur drei sind, habe ich gute Hoffnung, irgendwann mal alle gefunden zu haben.



    LG, Pablo.

    Tectella patellaris (Fr.) Murrill
    Klebriger Schleierseitling
    Synonyme:
    - Panus patellaris Fr.
    - Panus operculatus Berk. & M.A. Curtis
    - Tectella operculata (Berk. & M.A. Curtis) Murrill


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Mycenaceae --> Tectella --> Tectella patellaris



    Hut: Bis etwa 2,5 cm breit; anfangs schmal glockig oder kugelig (–žcyphelloid–œ), später mehr kelchförmig bis muschelförmig mit mehr oder weniger eingerolltem Rand, ungerieft; Hutoberfläche tabakbraun bis dunkel orangebraun; nicht hygrophan, nass etwas klebrig; jung fast komplett von weißlichem, häutigem Velum bedeckt, später vor allem am Hutrand mit teils überstehendem, recht beständigem Velum


    Stiel: stiellos; lediglich mit einer verlängerten Ansatzstelle, die zentral bis seitlich von der Hutoberfläche ausgeht.


    Lamellen: schmal, untermischt, mit glatten Schneiden; zur Anwuchsstelle hin zusammenlaufend; beigeocker, tabakbräunlich oder hell schokoladenbräunlich (milchschokoladenfarben); jung völlig von häutigem, weißem Velum verdeckt


    Fleisch: dünn, zähelastisch, gelatinös; ockerlich bis bräunlich; beim Trocknen sehr hart (hornartig); ohne besonderen Geruch und Geschmack


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weißlich


    Vorkommen: an abgestorbenen, noch ansitzenden oder abgefallenen, aber ohne direkten Bodenkontakt liegenden Ästen und Zweigen von Laubholz, eigene Funde meist an Prunus (Wildkirsche etc), laut Literatur vor allem an Hasel (Corylus) aber auch an anderen Laubhölzern wie Eiche und Buche zu finden; vorwiegend im Winterhalbjahr zu finden (Schwerpunkte im Herbst und Frühjahr); oft vergesellschaftet mit Plicaturopsis crispa (Krauser Adernzähling); insgesamt wohl eher zerstreut und gebietsweise selten, allerdings wohl auch unterdokumentiert.


    Verwechslungen: Zunächst am ehesten zu verwechseln mit Stummelfüßchen wie dem Gallertfleischigen (Crepidotus mollis) oder dem Gemeinen Stummelfüßchen(Crepidotus variabilis).
    Alle Stummelfüßchen haben aber braunes Sporenpulver.
    Der Milde Zwergknäueling ( Panellus mitis) wächst an Nadelholz
    Der Herbe Zwergknäuelling ist i aller Regel sichtbar gestielt und hat eine andere Beschaffenheit der Hutoberfläche.
    Der Ohrförmige Seitling (Pleurocybella porrigens) wächst an Nadelholz, seine Fruchtkörper sind stets einheitlich weißlich gefärbt.
    Ähnliche Muschelseitlinge wie zB der Blaugraue Muschelseitling (Hohenbuehelia atrocaerulea) haben weiße Lamellen sowie eine andere Beschaffenheit vo Hutoberfläche und Velum.
    Lilliputseitlinge wie zB der Dichtblättrige Lilliputseitling (Resupinatus applicatus) erreichen nicht die Größe des Schleierseitlings, haben für gewöhnlich dickere und eher entfernt stehende Lamellen und auch eine anders beschaffene Hutoberfläche.
    Der Krause Adernzähling (Plicaturopsis crispa) sieht auf einen flüchtigen Blick ähnlich aus, unterscheidet sich aber klar durch sein nicht lamelliges sondern aderiges Hymenophor.


    Anmerkungen: SpeciesFungorum zufolge existieren in der Gattung mittlerweile zwei weitere Arten: Tectella phellodendri und Tectella luteohinnulea. Beide sind wohl in Europa nicht verbreitet, allerdings sind mir zu den beiden Arten keine verlässlichen Informationen zugänglich.



    Bilder:













    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Panellus mitis = Milder Zwergknäueling<
    >Panellus stipticus = Herber Zwergknäueling<
    >Crepidotus mollis = Gallertfleischiges Stummelfüßchen<
    >Crepidotus variabilis = Gemeines Stummelfüßchen<
    >Pleurocybella porrigens = Ohrförmiger Seitling<
    >Hohenbuehelia atrocaerulea = Blaugrauer Muschelseitling<
    >Resupinatus applicatus = Dichtblättriger Lilliputseitling<
    >Plicaturopsis crispa = Krauser Adernzähling<

    Moinmoin!


    Pilze machen manchmal komische Sachen.
    Der Perlpilz ist ja nur wegen seiner enormen Variationsbreite schon ein Chamäleon, aber bisweilen kommt es zu besonders sonderbaren Erscheinungen:


    Solche Lamellen sind nun keineswegs alltäglich oder normal für die Art.
    Es handelt sich um eine Bildungsabweichung. Eine Diskussion dazu und nähere Erläuterungen sind >hier zu finden<.



    LG, Pablo.

    Moinmoin!


    Ein geradezu doppelt köstliches Thema.
    Schade, daß manche Dinge in so unterschiedlichen Habitaten vorkommen. :(


    Ich hab's trotzdem mal zum Pilzgeplauder verschoben, weil ich nicht so recht erkennen kann, was denn hier bestimmt werden soll. ;)



    LG, Pablo.

    Moin miteinander!


    Ich glaube, in Deutschland sind insgesamt drei Kelchbecherlinge dokumentiert, die sich optisch nicht unterscheiden lassen. Jedenfalls sehe ich keinerlei makroskopische Unterschiede, wenn ich mir Bilder im Netz ansehe. Auch ökologische Bedingungen taugen wohl nur sehr eingeschränkt zur Artbestimmung.
    Die Rede ist von Sarcoscypha austriaca, S. coccinea und S. jurana.
    Weiß da zufällig jemand, ob das so richtig ist, oder außer den drei noch weitere makroskopisch identische Arten bei uns vorkommen?
    Und ist S. austriaca tatsächlich die häufigste der drei Arten, oder kann man das gar nicht so pauschla sagen, weil es regional unterschiedlich ist?



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Scheu dich nicht, einfach einen neuen Beitrag zu schreiben, auch wenn niemand geantwortet hat in der Zwischenzeit. Ich glaube, wenn du nach weniger als 60 MInuten auf deinen eigenen Beitrag zu antworten versuchst, fügt die Software ohnehin die Beiträge zusammen. Ansonsten ist das ok und sorgt dafür, daß der neue Beitrag auch gesehen wird. ;)


    Und jetzt mus sich mal noch ändern...
    Wünsch mir Glück.



    LG, Pablo.