Beiträge von Beorn

    Hallo, ihr zwo!


    Reingucken schaffe ich erst morgen, hoffentlich sind die dann noch hübsch. Bislang sehen sie gut aus.
    In der Tat sammelte ich die Pilze unter höggschder Lebensgefahr, denn da waren einige Schweinewege und auch mehrere Lagerstellen. Und es ist Fröschlingszeit. Dung lag da sicher genug entlang der Wechsel.
    In die Mulden in der Umgebung habe ich leiber nicht reingeschaut.
    Danke schonmal, morgen dann mehr davon. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Holger!


    Herrlich, noch so ein traumhafter Bericht. :thumbup:
    Da wäre ich eigentlich gerne dabei gewesen, aber ich war ja in einer ganz anderen Richtung unterwegs.
    Aber Offenbach ist ja auch incht weiter weg von dir als Mannheim, oder? :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Andy!


    Die Bilder sind... 8|
    So schön. Danke dafür, daß der erste Beitrag, den ich heute im Forum lese, gleich so ein Hammer ist. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Die sind wirklich großartig, die Bilder. :thumbup:
    Da tut sich enorm was bei dir, aber ich denke, hier hast du dir auch ordentlich Zeit für die Aufnahmen genommen.


    Tja, die Mollisia...
    Weichbecherchen nehme ich momentan gar nicht mehr mit. Zu sagen, es wäre M. cinerea ist sehr gewagt. Bei meinem Wissenstand wäre es auch gewagt zu behaupten, es wäre was Anderes. Wurde ja schon geschrieben: Ohne Mikro bleibt es eigentlich Mollisia spec.
    Es bringt ja auch nichts, solange man die Bestimmungsmerkmale nicht selbst nachvollziehen kann (also mikroskopieren), dann kann dir freilich ein Ingo, Björn oder Zotto sagen, daß es zu 90% die und die Art ist, aber dann stehen wir (du und ich) beim nächsten Fund wieder vor dem Problem, weil wir die anderen Arten nicht kennen.


    Der weiße Becher ist entweder ein Lachnum (brevipilosum oder impudicum) oder eine Dasyscyphella nivea. Irgendwie bringe ich die regelmäßig durcheinander.
    Obwohl ich sogar inzwischen (mit Ingos und Björns Hilfe) schon ein Lachnum erfolgreich mikroskopieren durfte. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr zwei!


    Ja, ich denke auch, daß da kaum was anderes rauskommen wird. Die Poren sind wohl zu groß, wenn man die in der Literatur angegebenen Werte vergleicht, aber das ist immer etwas variabel und bei älteren fruchtkörpern dürfen die auch mal weiter sein.
    Irgendwelche harten Merkmale, die dagegen sprechen, lassen sich zumindest makroskopisch nicht erkennen. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo, Ralf!


    So rund und spitzwarzig...
    Vielleicht ein Schleimpilz?
    Dann ist er womöglich schon völlig abgebaut und nur die Sporen sind noch da.



    LG, Pablo.

    Hallo Hartmut, Peter & Lara!


    Das sind ja tolle Sachen, die hier zu lesen sind. :thumbup:
    Wird bei mir wohl schwierig, aber ich bin sicher, ihr bekommt den Laden voll. :thumbup:
    Euer Projekt wird sicher was richtig Gutes werden, in der Region gibt es ja sonst nicht so viel. Den gesamten Norden als Einzugsgebiet, die Qualität passt bei euch sicher auch, spannende Schwerpunkte...
    Viel Erfolg zu wünschen ist da ja fast schon überflüssig. ;)
    Ich tu's trotzdem.


    Grüß Lara bitte, die soll auch mal wieder ein Lebenszeichen von sich geben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Fredy!


    Was? Wo? Wer? Warum?
    Alles klar, ich bin wach, ganz wach.
    Deine Übersetzung gefällt mir schon. Ich meine da auch das Selbe rauszulesen, wie aus Franks Text. Nur die Richtigkeit zu beurteilen fällt mir schwer. Aber wenn vielleicht jemand den Originaltext auftreiben kann (so der frei zugänglich ist), würde ich da mal noch meine drei Brocken Schulfranzösisch zusammenkratzen und zur Not sprachbegabte Freunde fragen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Dann beuge ich mich der Übermacht und verabschiede mich von Nidularia deformis. Schade. Wahrscheinlich wunschdenken, weil ich den lange nicht mehr gefunden habe.


    Aber Tiegelteuerlinge sind auch hübsch. Und Topf - Teuerline gibt's bei mir meist in den Sandkösten. Was ich auch noch suche, ist der Dung - Teuerling (Cyathus stercoreus).



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario & Ingo!


    Ich bleibe mal bei Schmetterlingstramete.
    So viele Bilder, da muss man ja schier durcheinander kommen.
    Kleiner Tip: Weniger ist manchmal mehr. ;)
    Also die Fruchtkörper stammen doch alle aus der gleichen Kolektion, nämlich der aus dem Startbeitrag?
    Und einer ist eben ein weißer Fruchtkörper. Den isoliert betrachtet hätte ich dann an T. pubenscens (Samtige ~) gedacht. Ist es aber nicht, wenn er mit den anderen dirket zusammenwuchs und vielleicht Hüte über sich hatte, die ihm das Licht genommen haben.


    Ok, bringen wir das Ganze nochmal "auf Linie": Wo oben auf dem Hut keine dunkle Zonierung, da auch keine dunkle Linie unter dem Hutfilz. Hat man also eine rein weiße (oder sonst sehr helle) Schmetterlingstramete, dann kann man sich natürlich den Wolf suchen. Teils ist die Linie auch sehr fein (deutlich unter 0,5 mm) und somit schwer zu entdecken, zumal wenn sie wirklich direkt unter dem Hutfilz liegt. Und das tut sie meistens.
    Daß das ein konstantes Merkmal ist, glaube ich inzwischen nicht mehr wirklich. Zumindest keines, das zur raschen Bestimmung im Feld taugt. Später mit trockenem Pilz und guter Lupe oder Stereolupe mag das wieder anders aussehen.
    Ich lade dazu in der nächsten Woche auch noch ein paar Bilder im Portrait hoch und passe die Beschreibung an.
    Falls ich das wieder verschwitze, dann müsst ihr mich bei Gelegenheit mal mit einem Stock pieksen oder so.


    Jetzt noch mal was anderes:
    Beim Untersuchen ging's mir ja um die Feststellung, wie verlässlich die Bestimmung nach Linie ist. Dazu musste natürlich klar sein, welcher Art die Fruchtkörper waren.
    Also wie erkennen? Vor allem, wenn man ja gezielt nach schwierigen Aufsammlungen sucht?
    Da ist zum einen die Wuchsform und Wuchsweise.
    Bei all der riesigen Variationsbreite von T. versicolor und etwas weniger von T. ochracea gibt es da schon Unterschiede. Und eben in der Färbung ausgewachsener Exemplare.
    Es ist nur blöderweise unheimlich schwer zu beschreiben.
    Darum brauche ich auch noch ein paar Tage wegen Formulierung und so. Wenn man die Fruchtkörper in der Hand hat, ist es meist eindeutig. Aber wie kann man diese Unterschiede erklären bei zwei Arten, wo es keine konstanten Trennmerkmale gibt? Noch nicht einmal verlässliche Mikromerkmale, nach denen man sich im Zweifel richten kann?


    Frank hat das neulich mal versucht und auf den "Glanz" oder "Schimmer" der Schmetterlings - Hutoberfläche aufmerksam gemacht. Meine Erfahrung: Das funktioniert wirklich! Und das ist auch konstant, zumindest bei trockenen Pilzen. Wesentlich konstanter jedenfalls als eine schwer zu findende und noch schwerer sichtbar zu machende Linie unter dem Hutfilz.
    Bei keiner T. ochracea habe ich bisher diesen Schein gesehen.


    Stellt sich nun natürlich die Frage, was man daraus machen kann. Erstmal die Frage, was diesen Schimmer verursacht. Wahrscheinlich ja die feine Hutbehaarung. Feine Haare oben auf dem Hut hat T. ochracea aber auch, die Schimmern aber nicht vor sich hin.
    Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, diese Haare lichtmikroskopisch zu betrachten? Gibt es da vielleicht Unterschiede, die sich in ein "hartes" Kriterium umsetzen lassen?


    Mit meinem Mikro ist da nicht viel auszurichten. Aber wer Zeit und Lust und ein gutes Mikro hat, der kann ja mal da ein wenig rumexperimentieren. Seten angucken, anfärben, usw.
    Schaden kann's nicht.


    Mario, heb' deine Fruchtkörper jedenfalls auf. Vielleicht sieht man sich ja mal, dann werfe ich gerne einen Blick drauf.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Auf jeden Fall! :thumbup:
    Ich bin am Wochenende unterwegs und komme wahrscheinlich kaum ins Forum. Mir ist also gleich, ob am Samstag oder am Sonntag aufgelöst wird, das passt schon.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Nur, daß niemand denkt, ich hätte diesen hier vergessen.
    Mikroskopisch komme ich da nicht wirklich weiter: Ausrüstung zu schlecht und zu geringes Know - How.
    Immerhin hat Gabor >bei den Doppelpilzen< neulich eine Scytinostroma gezeigt, die optisch meinem Fund recht nahe kommt.


    Dann habe ich selbst eine gefunden, die wirklich eindeutig ist, optisch und auch wegen dem intensiven Geruch:

    Gut, da habe ich jetzt immerhin Material zum Vergleichen.
    Mal schauen, ob da was rauskommt. Ansonsten wird die Hypochnicium - Fährte weiter verfolgt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Conny!


    Einen hast du vergessen, und zwar den Vollgestopften Nestling.
    Und da ich hier sowohl den typischen Deckel vermisse, als auch die Außenhaut für den Tiegelteuerling untypisch finde, schlage ich den mal vor.
    Zum Vergleich:
    >Crucibulum laeve<
    >Nidularia deformis<


    Der Vollgestopfte Nestling ist übrigens deutlich seltener als der Tiegelteuerling. Den findet man recht oft, einfach mal abgestorbene Krautstengel am Wegrand betrachten, irgendwo ist der dran. Den hast du spätestens bis Mitte des Jahres gefunden, Tuppie.



    LG, Pablo.

    Hallo, Fredy und Frank!


    Das mit der Porengröße ist natürlich so ähnlich wie mit der Sporengröße.
    Bei jungen Pilzen kleiner als bei reifen oder überreifen Pilzen. Auch ökologische Bedingungen beeinflussen das, sowie natürlich der Ort, wo gemessen wird. Messe ich an einer Stelle der Fruchtschicht, die nicht horizontal sondern eher schräg ausgerichtet ist, erhalte ich andere Werte als bei einer komplett horizontal ausgerichteten Messung. Gerade hier, wo einige Poren eben auch mal geschlitzt oder langgezogen bis fast labyrinthisch sein können, ist das immer ein wenig variabel.


    Fredy, meine Quelle für das Vorkommen an Nadelholz kennst du doch besser als jeder Andere. ;)
    >Hier noch mal der Link<
    Wahrscheinlich ist es bislang sogar der einzige dokumetierte Fund an Nadelholz geblieben, aber es räumt der Art eben die Möglichkeit ein, auch solche Substrate zu besiedeln. Man sollte davon ausgehen, daß auf ein dokumentiertes Vorkommen auch immer einige undokumentierte kommen. Darf die Möglichkeit also nicht außer acht lassen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Das schaut mal gut aus. Den suche ich in PdS natürlich vergeblich, da passt nämlich keine einzige Peziza.
    Was doof ist: Keine Messvorrichtung vorhanden. :(
    Was mich schon oft geärgert hat, aber irgendwie muss ohnehin mal ein "richtiges" Mikroskop her. Bei einem Pilz mit so riesigen inneren Strukturen wie dem hier geht's noch, aber die meisten Porlinge zB sind furchtbar anzuschauen.
    Also ich nehme mal an, ohne Ausmessen ist nichts zu machen, da es noch mindestens eine Art mit ähnlichen Eigenschaften gibt.
    Schade.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ok, die Bilder sind natürlich ziemlich zu klein.
    Aber wenn man selbst vergleichen kann, ist das natürlich in Ordnung. :thumbup:


    Ich gebe mal noch zu bedenken, daß es mehrere optisch identische Sandborstlinge (Gattung: Geopora) gibt. Unter Zeder sollte es aber wohl nur den einen geben (Nobi? Stimmt das?), weitere Arten unter Kiefer und im Laubwald.
    Ähnlich können aber auch weitere Pilze sein, zB der Märzbecher (Sarcosphaera coronaria) oder verschiedene Becherlorcheln (zB. Helvella leucomelaena unter Kiefer).


    Das aber nur so am Rande. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Die weiteren Bilder und die Bestätigung des Substrates bestätigen meine Vermutung.
    Die braunen Bereiche im Schnitt sind die überwachsenen Fruchtkörper aus dem letzten Jahr.
    Oxyporus populinus kommt zwar an diversen Laub- und Nadelholzarten vor, aber an Ahorn ist er wohl mit Abstand am häufigsten.


    Also makroskopisch spricht nichts dagegen.
    Blöd wäre es natürlich, wenn man nun mikroskopiert und keine runden Sporen findet, sondern zB nur zylindrische. Dann wäre es was anderes. Aber die Wahrscheinlichkeit ist schon sehr gering.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Gestern mit Anna und Stefan ließ sich ein Pilzchen an einem völlig zermorschten Stamm von undefinierter Art sehen.
    Gefunden in der Oberrheinebene nahe Sinsheim;
    Buchen - Eichen - Bärlauchwald auf Sandboden;
    Becher maximal 2 cm im Durchmesser (platt ausgebreitet), die meisten aber kleiner;
    Außenseite körnig - kleiig;
    Geruch unbedeutend;
    Fleisch wäßrig - brüchig, bräunlich, an den Rändern gelblich (aber nicht nach Verletzung);
    kein Saftaustritt.


    Sieht makroskopisch etwa so aus:
    1:
    2:
    3:
    4:
    5:
    6:


    Rudimentärmikroskopisch etwa so:
    1:
    2:
    3:
    4:
    5:
    6:
    7:
    8:
    9:
    10:


    1+2 = Zellen der Außenseite (keine Haare gefunden, nur große und kleine blasige Zellen)
    3 = Fruchtschicht in H2O
    4 = Sporen in H2O
    5 + 6 + 7 = Fruchtschicht in Lugol (bildhübsch; Ascusspitzen I+, aber wo kommt das Rot her?)
    8 = Sporen in Lugol (da meine ich noch am ehesten einen Inhalt zu erkennen)
    9 = Sporen in KOH
    10 = Fruchtschicht in KOH (mit den Paraphysenköpfen kann man sicher gut golfen)


    Selbstverständlich habe ich keine Ahnung.
    Peziza? Pachyella? Noch was anderes?



    LG, Pablo.

    Pleurotus cornucopiae (Paulet) Rolland
    Rillstieliger Seitling
    Synonyme:
    - Agaricus cornucopiae (Paulet) Pers.
    - Pleurotus ostreatus var. cornucopiae (Paulet) Pilat
    - Agaricus dimidiatus Bull.
    - Agaricus sapidus Schulzer
    - Pleurotus sapidus Sacc.


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Pleurotaceae --> Pleurotus --> Pleurotus cornucopiae



    Fruchtkörper: Deutlich und meist zentrisch oder nur schwach exzentrisch gestielt, auch an senkrechtem Substrat; Hüte bis 15 cm breit, meist recht rundlich, im Alter trichterig vertieft; Huthaut glatt, graubraun bis weißlich; Stiele weiß, später von der Stielbasis her mit mehr und mehr bräunlicher Rinde, von herablaufenden Lamellen oft gerippt bis genetzt; Stielbasis weißfilzig (nicht abstehend striegelig)


    Lamellen: Weißlich; untermischt, zum Stiel hin meist stark anastomosierend und am Stiel weit rippig herablaufend, dabei bisweilen ebenfalls aderig verbunden; Schneiden glatt


    Fleisch: weiß; fest; Geruch uncharakteristisch bis süßlich oder auch Anisartig; Hut- und Stieltrama mit dickwandigen Hyphen (außer bei sehr jungen fruchtkörpern), laut Literatur sogar teils dimitisch, aber nach eigenen Beobachtungen wohl eher Pseudodimitisch, also mit zwar deutlich dickwandigen, aber septierten Hyphen.


    Speisewert: guter Speisepilz; wegen Seltenheit schonenswert


    Sporenpulver: weißlich bis cremefarben; Sporen zylindrisch; 7,5-11 x 3,5-5 µm (lt. Funga Nordica, tatsächlich aber wohl mit noch höherer Variationsbreite)


    Vorkommen: In Deutschland recht selten, in wärmebegünstigten Gebieten und an feuchten, warmen Standorten (Auwälder); wohl nur an Laubholz mit bevorzugung von relativ stark durchmorschtem, feucht liegendem Substrat, seltener aber auch an weniger zersetzten und / oder ncoh stehenden Stämmen


    Verwechslungen: Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus) unterscheidet sich durch eine andere Wuchsform (eher seitlich und weniger deutlich gestielt, keine –žtrichterigen–œ Hüte), eine striegelige Stielbasis und einen oft leicht "metallischen" Gerich.
    Der Lungen –“ Seitling (Pleurotus pulmonarius) ist ebenfalls weniger zentrisch, sondern vielmehr seitlich gestielt; hat keine rippig weit herablaufenden Lamellen und bildet generell deutlich dünnfleischigere fruchtkörper.
    Der Berindete Seitling (Pleurotus dryinus) und der Espen –“ Seitling (Pleurotus calyptratus) zeichnen sich durch ihr Velum aus.
    Der Limonen –“ Seitling (Pleurotus citrinopileatus) ist in Deutschland nur als Zuchtpilz zu finden und unterscheidet sich durch gelbe Stielfarben.
    Der Laubholz –“ Knäueling (Panus conchatus) ist unregelmäßiger im Wuchs und durch seine Violettöne zu unterscheiden; im Alter durch sein extrem ledrig –“ zähes Fleisch.
    Der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) ist seitlich gestielt und hat keine rippig am Stiel auslaufenden Lamellen.
    Der Ohrförmige Seitling (Pleurocybella porrigens) wächst nur an Nadelholz und ist ungestielt.


    Anmerkungen: Der in Deutschland nur als Zuchtpilz zu findende Limonenseitling (Pleurotus citrinopileatus) galt früher als eine Varietät des Rillstieligen Seitlings. Südlich der Alpen sollen Funde wildwachsender Limonenseitlinge möglich sein.



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Pleurotus ostreatus = Austernseitling<
    >Pleurotus pulmonarius = Lungenseitling<
    >Pleurotus dryinus = Berindeter Seitling<
    >Pleurotus calyptratus = Espenseitling<
    >Pleurotus citrinopileatus = Limonenseitling<
    >Panus conchatus = Laubholz –“ Knäueling<
    >Sarcomyxa serotina = Gelbstieliger Muschelseitling<
    >Pleurocybella porrigens = Ohrförmiger Seitling<

    Pleurotus pulmonarius (Fr.) Quel.
    Lungenseitling, Löffelförmiger Seitling, Cremeweißer Seitling, Sommer –“ Austernseitling
    Synonyme:
    - Agaricus pulmonarius Fr.
    - Pleurotus ostreatus var. pulmonarius (Fr.) Iordanov, Vanev & Fakirova
    - Pleurotus pulmonarius var. juglandis (Fr.) Sacc.
    - Pleurotus pulmonarius var. lapponicus E. Ludw.
    - Pleurotus araucariicola Singer


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Pleurotaceae --> Pleurotus --> Pleurotus pulmonarius



    Fruchtkörper: Hüte bis 20 cm breit; meist exzentrisch bis lateral gestielt (oben auf waagrechtem Substrat auch zentraler Stielansatz möglich); insgesamt jung mit –žLöffelförmigem Aussehen–œ, im Alter mehr muschel –“ bis nierenförmig; Huthaut glatt, lt. –žGroßpilze Baden –“ Württembergs–œ 40 bis 50 µm dick; recht hell gefärbt (weißlich, ockergelblich, grauweiß etc.), im Alter gilbend; Stiel meist kurz und kräftig, Stielbasis weißfilzig


    Lamellen: weißlich bis cremefarben; alt gilbend; untermischt, recht gedrängt; Schneiden glatt; am Stiel meist eher kurz herablaufend und kaum jemals mit Anastomosen (= aderige Querverbindungen zwischen den Lamellen)


    Fleisch: weißlich; jung weich und etwas fluffig; alt zähelastisch, vor allem zum Stiel hin korkig bis lederig; Geschmack mild, Geruch vor allem bei jungen Pilzen deutlich süßlich - anisartig; Hyphenstruktur der Huttrama monomitisch


    Speisewert: jung sehr guter Speisepilz; der Anisgeruch verliert sich beim Erhitzen


    Sporenpulver: weißlich bis cremefarben; nach Litareturangaben auch mit blassviolettem Schein; Sporen zylindrisch; 7,5-11 x 3-4 µm (Fungas Nordica)


    Vorkommen: Eher wärmeliebende Art an stehenden oder liegenden, absterbenden oder toten Stämmen und Stümpfen von Laubholz (vor allem Rotbuche), an nicht zu nassen, lichtbegünstigten Standorten; einzeln bis etwas büschelig; Fruchtkörper erscheinen meist von Sommer bis Herbst; nicht häufig


    Verwechslungen: Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus) unterscheidet sich durch fehlenden Anisgeruch (eher etwas metallisch), eine striegelige Stielbasis und mikroskopisch durch das Fehlen dickwandiger Hyphen in der Lamellentrama. In den –žGroßpilzen Baden –“ Württembergs–œ ist zusätzlich eine dickere Huthaut angegeben, nämlich 90 bis 120 µm.
    Der Rillstielige Seitling (Pleurotus cornucopiae) unterscheidet sich durch auch an senkrechtem Substrat eher zentrisch gestielte Fruchtkörper und die daraus resultierende Wuchsform sowie seine stärker und kräftiger herablaufenden, dabei teils aderig vernetzten Lamellen. Mikroskopisch zu unterscheiden ist er durch eine dimitische Hyphenstruktur der Huttrama.
    Der Espenseitling (Pleurotus calyptratus) und der Berindete Seitling (Pleurotus dryinus) unterscheiden sich durch ihr Velum an Hut und Stiel.
    Der Laubholz –“ Knäueling riecht nicht Anisartig, seine Fruchtkörper zeigen jung Violettöne und sind alt deutlich zähfleischiger.
    Der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina) hat einen aprupteren Lamellenansatz am Stiel, der Stiel ist mehr schuppig auf gelblichem Grund, die Hutoberfläche nicht glatt und dunkler gefärbt. Auch der Anisgeruch fehlt.
    Der Ohrförmige Seitling (Pleurocybella porrigens) wächst nur auf Nadelholz.


    Anmerkungen: Die deutsche Bezeichnung –žSommer –“ Austernseitling–œ ist mißverständlich, da sie oft für alle möglichen Seitlinge verwendet wird, die in den Sommermonaten gefunden werden.



    Bilder:






    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Pleurotus ostreatus = Austernseitling<
    >Pleurotus cornucopiae = Rillstieliger Seitling<
    >Pleurotus dryinus = Berindeter Seitling<
    >Pleurotus calyptratus = Espenseitling<
    >Panus conchatus = Laubholz –“ Knäueling<
    >Sarcomyxa serotina = Gelbstieliger Muschelseitling<
    >Pleurocybella porrigens = Ohrförmiger Seitling<