Beiträge von Beorn

    Hallo, Alina!


    Wunderschön, dein Wald macht was her. Genau richtig, daß du dann mit der Kamera zur Stelle bist, so schöne Aufnahmen haben Natur und pilze nämlich auch verdient.


    Polyporus tuberaster ist sicher (bei Unsicherheit auf den Geruch achten),
    die Riesen - Tintlinge heißen Coprinopsis atratamentaria (Falten - Tintling),
    Nu 9 fehlt mir gerade jede Idee, 10 sollte der Buchenwald - Wasserfuß (Hydropus subalpinus) sein. Der unangenehme Geruch bei Nummer 11 war sicher spermatisch, dann wären das Rißpilze (Inocybe spec).
    Und die Heuschrecke guckt doch eigentlich eher freundlich und grün finde ich. Die darf da bleiben. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Das ist eine exquisite Auswahl, quer durch die Funga. :thumbup:
    Wunderbar, zusammen mit deinem Beitrag und dem von Uli vorhin kann ich mir das Kino sparen. So ist's schöner. ;)


    Kann es sein, daß sich deine Bilder seit dem letzten Jahr nochmal verbessert haben? Auch wenn die immer schon sehr gut waren, aber das hier ist...
    Naja, es gibt nicht viele, die gerade die kleinen Bunten so darstellen können.



    LG, Pablo.

    Hallo, Lothar!


    Sehr interessant, dein letzter Fund.
    Vor allem, weil ich heute ebenfalls einen Orangenen Lachsfarbenen Schleimpilz (Tubifera ferruginosa) gefunden habe. Auch in zwei Entwicklungsstadien, und einen unreifen (orange) habe ich mal umgedreht und daneben gelegt:

    Leider habe ich nichts mitgenommen, weil kein Transportbehältnis dabei und mit dem Rad unterwegs.
    Ich wundere mich auch über die Farbe, weil ich Tubifera ferruginosa selbst immer in den bekannten Rosatönen gefunden habe. Und zudem noch immer später im Jahr.



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel!


    Der ist doch schon ganz gut eingegrenzt. So arg viele Hütchenbildende Schichtpilze mit so einer Behaarung gibt es ja nicht in Deutschland. Eine Entscheidung ob S. hirsutum oder C. purpureum wird man sogar schon makroskopisch fällen können mit dem Exsikat in der Hand.
    Für einen deutschen Fund kann ich mir hier gar nicht so viele weitere Arten vorstellen, aber ich habe da auch einen viel zu geringen Überblick.
    Ich denke, wenn man den mal anschaut und mit den charakteristischen Merkmalen für C. purpureum vergleicht, hat man schon eine recht hohe Chance, einen Treffer zu landen.
    Wenn was nicht passt, dann müsste man eben nochmal die Alternativen sondieren.



    LG, Pablo.

    Rickenella swartzii (Fr.) Kuyper
    Violettstieliger Heftnabeling
    Synonyme:
    - Agaricus swartzii Fr.
    - Agaricus fibula var. swartzii (Fr.) Fr.
    - Omphalina swartzii (Fr.) Quel.
    - Omphalina fibula var. swartzii (Fr.) Quel.
    - Mycena swartzii (Fr.) A.H. Smith
    - Rickenella setipes Fries ss. auct., non Fries 1821



    Familie: Rickenellaceae
    Ordnung: Hymenochaetales
    Klasse: Agaricomycetes



    Hut: bis 1 (1,5) cm breit, Mitte abgeflacht bis deutlich genabelt, Rand meist heruntergebogen, erst spät völlig ausgebreitet, durchscheinend gerieft; sehr dünnfleischig (besteht fast nur aus Huthaut und Lamellen); dunkel bis hellbraun, ockerlich oder mit Grautönen, auch mit schwachen Violettönen, Hutmitte deutlich dunkler


    Stiel: im Verhältnis zur Hutbreite sehr lang, dünn; glatt; hell bräunlich bis graubraun, zur Basis heller, Stielspitze meist auffällig violett getönt und in scharfem Kontrast zu den weißen Lamellen


    Lamellen: weißlich, breit, nicht sehr gedrängt, am Stiel stark herablaufend


    Fleisch: sehr dünnfleisch, hyalin weißlich bis violett, brüchig, ohne besonderen Geruch oder Geschmack


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: Ziemlich boden –“ und standorttolerante Art, die mit verschiedenen Moosen eine Verbindung eingehen kann. Folglich in allen Höhenlagen zu finden, inner- und außerhalb von Wäldern, gerne an Wegrändern und auf Wiesen. Insgesamt wahrscheinlich nicht ganz so häufig wie der Orangene Heftnabeling (Rickenella fibula) aber doch sehr gut verbreitet und womöglich oft übersehen. Ist gerne auch mit R. fibula vergesellschaftet. Tendenziell Frühling bis Herbst zu finden.


    Verwechslungen: Die Gattung Rickenella zeichnet sich dadurch aus, daß in allen Teilen der Fruchtkörper Zystiden zu finden sind.
    Der häufigere Orangene Heftnabeling (Rickenella fibula) lässt sich am besten durch die andere Färbung unterscheiden.
    Schwieriger kann die Unterscheidung zu einigen Helmlingen fallen, wenn dies sehr kleine Arten mit herablaufenden Lamellen sind. Beispiele siehe unten. Der genabelte Hut ist bei Rickenella swartzii allerdings deutlicher ausgeprägt, insbesondere die Zweifarbigkeit. Auch das Verhältnis Hutbreite zu Stiellänge ist meist anders. Helmlinge ernähren sich von abgestorbenem pflanzlichem Material und stehen nicht mit Moos in Verbindung (können aber sehr wohl zwischen Moospolstern wachsen).
    Habituell und farblich sehr ähnlich sind auch etliche Nabelinge oder Nabelingsartige, speziell der Gattungen Omphalina (Echte Nabelinge) und Arrhenia (Adermooslinge). Letztere stehen auch mit Moosen in Verbindung, sind aber meist von gedrungenerem Wuchs



    Bilder:



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Rickenella fibula = Orangener Heftnabeling<
    >Mycena cinerella = Aschgrauer Helmling<
    >Mycena speira = Bogenblättriger Helmling<
    >Omphalina galericolor = Häublingsfarbener Nabeling<
    >Arrhenia chlorocyanea = Blaugrüner Adermoosling<

    Hallo zusammen!


    Zu T. ochracea und T. versicolor und irgendwelchen Linien sage ich nichts. Hier liegen diverse Kollektionen rum (von beiden Arten), die halb untersucht sind. Immer wenn ich die angucke, bekomme ich Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen, nervöses Zucken im Augenlid, Muskelzittern, Schüttelfrost, Reizdarm und eine Geschmackssensation nach Tollkirsche mit Rettichhelmling (geschüttelt, nicht gerührt) auf der Zunge... :evil:


    Aber wenn Frank das schon so bestätigt...
    Ich denke, nach der Beschreibung zu Konsistenz von Abeja ist Tyromyces auch raus. Also wenn's eine Tramete sein soll, dann kann ich mir auch keine andere als T. pubescens vorstellen.


    (und natürlich Coriolopsis gallica, aber das ist ein ganz persönliches Trauma...)


    PS.:
    Bei Oxyporus gibt's ja auch nichts, was so aussehen kann, oder? :/



    LG, Pablo.

    Hallo, Gregor!


    Dann mal willkommen bei den "Pilzverrückten" und ihren "verrückten Pilzen".
    Deine Einstiegspilze sind auch echt lustig. Ich mag das erste Bild. :thumbup:
    Was die Bestimmung betrifft, da denke ich in die selbe Richtung wie Jürgen, jedenfalls Blassporrüblinge (Gymnopus). Man müsste aber schon deutlich mehr davon sehen, ist halt alles nicht so einfach.


    Aber was du pfiffig gemacht hast:
    Vorstellung und Bestimmungsanfrage in einem Thema, das ganze bei Pilze allgemein reingestellt.
    Nun bin ich verwirrt und weiß nicht, wo's hingehört.
    Für Bestimmungshilfen gibt's eine Rubrik, für Vorstellungen eine andere.
    Ich lass' es mal hier in der mItte stehen. Wenn du es woanders haben willst, sag' bescheid.



    LG, pablo.

    Hallo, Andreas!


    Und was für Brummer. Die lassen ja sogar den Fliegenpilz daneben schmächtig erscheinen. ;)
    Tolle pilze, die würde ich auch sehr gerne mal in natura bewundern.



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel!



    So schlecht ist das Bild ja nicht. C. purpureum lässt sich in diesem Zustand nicht mehr verifizieren, oder?


    Nö, schlecht ist das Bild nicht, nur nutzlos, wenn es ein Vergleichsbild zur Artbestimmung sein soll, aber eben unklar bleibt, welche Art auf dem Bild zu sehen ist. ;)
    Natürlich lässt sich verifizieren, welche Art es genau ist. Dazu müsste man einfach mal den Beleg (...den es wahrscheinlich nicht gibt?) anschauen, vielleicht mal reinmikroskopieren.



    LG, Pablo.

    Moooooooooin, Lea!


    Ja, ich denke das war ganz gut, hier keine speisetechnischen Risikoexperimente mehr durchzuführen. ;)
    Aber ganz gleich: Immerhin hast du sie gefunden und das in deinem ersten Morcheljahr. :thumbup:
    Und wenn es nicht wieder monatelang so schlechtes Wetter hat wie in diesem Frühjahr, dann klappt's im nächsten Jahr auch hier mit dem Gemörch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Ich stelle hiermit den Antrag, daß du fortan nurnoch lange Wochenenden hast, wenn das zu solchen Bildserien führt. Gigantisch. Ich kann nicht sagen, welche Bilder mir am besten gefallen. Mal vom Selbstportrait abgesehen, das muss man erstmal hinbekommen. ich habe es heute nicht mal geschafft, ein Eichhörnchen überhaupt scharf abzulichten, das in meinen Korb steigen wollte. ("Hattu da Nüsse drin?")


    28: Kommt schon hin, so grob in der Richtung Oligoporus. Da gibt es Arten wie Oligoporus guttulatus, jung schön weich, an Nadelholz und mit Tropfen.
    30: Glaube ich nicht. Sieht jedenfalls nicht aus wie FomPini, und Geruch wäre bei jungen FomPinis auch irgendwie bäh. Nach nasser Windel würde ich sagen. Aber ich habe auch keinen Plan, was es sein soll.
    06: Kann auch auf den Gattungsnamen Hemimycena hören. Ganz gruselige Gattung. :evil:
    04: Vielleicht ein entleerter Tiegelteuerling?
    Erst dachte ich ja an was Schönes wie Cyphella digitalis (Weißtannen - Fingerhut), aber die sollten gestielt sein und innen weißlich...



    LG, Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Dann ist die Sache ja geritzt.
    Gut, wir werden es erwarten, das Ergebnis. Ich glaube, ich nehme mal die Chips von der letzten Trametes vs. Bjerkandera - Wette wieder an mich. Da passiert nichts mehr. Dafür lege ich hier die 5 rein.
    Wer Lust auf eine kleine Einstimmung hat, kann ja nochmal das Bild von A. serialis in 2.2014 anschauen. ;)



    LG, Pablo.

    Hi.


    Also sind wir uns denn einig, daß es ein Pilz mit HUt und Stiel und Lamellen ist?
    Persönlich hätte ich nur solche Gesellen im Programm derzeit. Dann wäre die Frage schon so zu stellen. Aber wir sollten das auch nicht zu umständlich machen. Im grunde werden ja drei große Gruppen unterschieden:
    Hellsporer, Rosasporer und Dunkelsporer. Wobei bei "Hellsporern" schon klar ist, daß das Sporenpulver auch mal blass rosa, hellgelblich, cremebräunlich oder lilablassblau mit Schleifchen sein kann. ;)
    Ich denke, nach einer der drei Gruppen sollten wir schon fragen. Die Rosasporer sind das Problem, weil es eben weder Hellsporer noch Dunkelsporer sind. Clitopilus zB ist recht hell, Dachpilze und Rötlinge gehen schon recht dunkel ins Rosabräunliche.
    Also ich habe glaube ich vor allem Rosasporer und Dunkelsporer bisher angeguckt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus & Tuppie!


    Pablo pack ich jetzt gerade mal mit rein..... damit er mitliest...


    Er liest. Wie immer.
    Aber ich mag mich nur nach Bildern nicht entscheiden. Man muss nicht immer glauben, ich hätte den ultimativen Plan. Eine Idee kann sich jedezeit als falsch herausstellen, letztlich musst du den Pilz vergleichen und bestimmen Tuppie. Weil du ihn in der Hand hattest, da siehst und fühlst du Sachen und Merkmale, die ich einfach nicht wahrnehmen kann über Bilder.
    Und wenn's bei diesem nicht klappt, dann hilft die Diskussion vielleicht beim nächsten Fund, den kannst du dann schon viel besser bestimmen. :thumbup:


    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Es ist schon so, daß das Velum auch am Hutrand hängen bleiben kann. Das führt auch bei Champignons zB manchmal zu Verwirrung. Aber wenn da so ein auffälliges, häutiges Velum bei einem jungen Pilz zu sehen ist, dann ist es auch in aller Regel eine Art, die in der Literatur nachher als "Beringt" beschrieben wird.
    Manche Autoren sind immerhin so nett zu erwähnen, daß ein Ring auch "vergänglich" sein kann. Am Hutrand hängenbleiben und im Alter verschwinden sind natürlich auch wieder zwei paar Schuhe.
    Auch unberingte Parasole hatte ich schon gefunden, aber da ist sicher kein Velum am Hutrand hängen geblieben.


    Wie auch immer:
    Ich hätte da mal zwei Bilder, die eigentlich für 8.2014 vorgesehen sind. Aber ein kleines Preview kann nicht schaden.
    Agrocybe praecox = Voreilender Ackerling

    Hier mit "vergänglichem" Ring, nicht am Hutrand hängengeblieben. ;)


    Arocybe pediades s.l. = Rauhstieliger Ackerling

    Eine unberingte (Diesmal wirklich) und ziemlich schmächtige Art, ebenfalls mit Mehlgeruch beim Zerreiben, klebrigem Hut und sehr variabel. Möglicherweise ein Artenkomplex, in dem sich noch ein paar Kleinarten verstecken.


    Und nein, die waren im April sicher noch nicht da. Weil hier im Rhein - Neckar - Raum wegen der Dürrekatastrophe im März und April garnichts gefruchtet hat.



    LG, Pablo

    Hallo, Frank!


    Danke für die Info! :thumbup:
    Fazit: Dann sollte man auch vermeintliche P. spadiceum zur Sicherheit mikroskopieren. Und wissen, nach was man suchen muss.
    OK, Gloeocystiden musste ich eben erst mal nachschlagen. Ob ich dann den Inhalt (Öltröpfchen) mit meiner Ausrüstung sichtbar machen kann, wäre erst mal fraglich. Bei diesem Pilz war immerhin erkennbar, daß einige Basidien tröpfchenartigen Inhalt hatten.
    Sporenmäßig habe ich bei meiner Kollektion nichts Gebogenes gefunden.
    Schade, daß in dem Tintlings - Artikel keine Gloeocystiden zu sehen sind, auch nicht erwähnt werden. So könnte der dort vorgestellte Fund freilich auch P. spadiceum sein...



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wäre nicht auch Chondrostereum purpureum eine Möglichkeit?
    Weiter unten sehe ich noch was, das mich an Coriolopsis gallica erinnert, und ein Bild, auf dem man vielleicht an Irpex lacteus denken könnte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir bei der Tour bei Peter auch FiZaRüs gefunden. An der selben Stelle, wo auch die Scheibenlorcheln waren. ;)
    Die waren allerdings dunkler am Hut.
    Unterscheiden: Erstens die Größe. Gymnopus aquosus wird schon etwas größer und auch fleischiger. Zweitens der Stiel. Waldfreundrüblinge wurzeln nicht so tief, eigentlich gar nicht. Man muss gar nicht bis zum Zapfen graben, ein Stückchen reicht, dann sieht man, ob sich da eine Wurzel befindet, oder nicht.



    LG, Pablo.

    Famos, Mario! :thumbup:


    Das Portrait hat jedenfalls dringend gefehlt.
    Bei Verwechslungsmöglichkeiten kann man noch >sowas< angeben, unterscheidet sich ja leicht durch die Farbe des Sporenpulvers.
    Edit: Link funktioniert nicht mehr.
    Alternativ kann man auch mal >den hier< angucken, da gibt es zwei oder drei Schleierlingsarten, die mal recht ähnlich aussehen können.


    Zwei LiLaLackibilder habe ich auch auf die Schnelle gefunden:


    und einmal mit Täubling (Russula spec) als Begleiter:



    LG, Pablo.

    Hallo, Freunde der Holzbesiedler!


    Im Tintling 5/2013 bin ich über einen interessanten Artikel über eine mir bis dahin völlig unbekannte Art gestolpert.
    Zu finden auf den Seiten 10 bis 13, geschrieben von dem schweizer Pilzkollegen Markus Wilhelm.
    Er beschreibt einen Fund aus der südlichen Oberrheinebene bei Colmar, identifiziert als Veränderlicher Schichtpilz, Duportella malenconii (Peniophora malenconii).
    Beim Lesen fiel mir die große Ähnlichkeit zum Rußbraunen Schichtpilz, Porostereum spadiceum (Lopharia spadicea) auf.
    Während Duportella malenconii nördlich der Alpen sehr selten sein soll, ist Porostereum spadiceum ja nun eine gut verbreitete Art, die man immer wieder findet. Ich fand die bislang auch ziemlich charakteristisch, nur die Beschreibung dieser im Artikel sehr ähnlichen Art hat mich veranlasst, mal einen Rußbraunen Schichtpilz mitzunehmen (den Anna gefunden hat, danke :thumbup: ) und genauer anzusehen. Wenn ich den mit der Beschreibung (makro - und mikroskopisch) in den GPBWs vergleiche, Material aus dem Netz dazuziehe, habe ich an meinem Porostereum spadiceum eigentlich keinen Zweifel.
    Nur: Der im Tintling beschriebene Fund sieht mikroskopisch eben auch so aus. Makroskopisch beim Trocknen vielleicht etwas blasser, aber auch so ein Merkmal unterliegt ja gewissen Schwankungen.
    Interessanterweise wird Porostereum spadiceum als Verwechslungsmöglichkeit im Tintlings - Artikel gar nicht erwähnt (im Gegensatz zu Auricularia mesenterica und Stereum hirsutum).


    Jedenfalls bin ich nun etwas verwirrt.
    Was ist Duportella malenconii?
    Wie kann ich die Art von Porostereum spadiceum unterscheiden?
    Oder ist das am Ende sogar das Selbe?


    Zur Verdeutlichung mal ein paar Bilder meines letzten Fundes, bestimmt als Rußbrauner Schichtpilz.
    Wohngemeinschaft an liegendem Laubholzast (wahrscheinlich Hainbuche):

    Hutober- und Unterseiten:

    Trocken gelegt:


    Hymenium mit aus dem Kontext entspringenden, dickwandigen, pigmentierten Zellen (Pseudozystiden):

    Basidien, dazwischen kaum erkennbar dünnere, teils fein inkrustierte Zellen (Lamprozystiden?):

    Basidien 3-4 sporig, Sporen schmalelliptisch, dünnwandig:

    Wie üblich mit miesen Mikrobildern (alles in KOH), aber die Ähnlichkeit zu der Vorstellung im Tintling dürfte zu erkennen sein.
    Tramamerkmale ergaben ebenfalls keine Abweichungen: dünnwandige, hyaline Hyphen mit Schnallen + dickwandige, pigmentierte Hyphen, teils auch "Zwischenstadien" der beiden Typen vorhanden.


    So, und nun wüsste ich echt gerne, wie ich die beiden getrennt bekomme. :(



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Na, ob man das "bestimmt" nennen kann, das sollte man in Frage stellen. ;)
    Ohne die Pilze in der Hand (und eventuell unterm Mikro) kann ich auch nur Bestimmungsvorschläge machen. Ob der Pilz dann wirklich so heißt, wie ich mir das zusammenreime, steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Wenn du freilich durch eigenen Vergleich nach den Vorschlägen zu der Überzeugung kommst, daß das so passt, dann ist es so in Ordnung.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Da bin ich aber ganz deiner Meinung, daß dieser Kleine ein eigenes Portrait bekommen muss. Da brauchen wir auch gar nicht zu wetten.
    An Heidelbeer - Laubstreu hattest du ja schon >Lachnum micosporum< eingestellt. Auch der soll sich ja nicht alleine fühlen. Die beiden sind sich bestimmt schon mal begegnet.


    Tja, und Name hin oder her: Wenn das Pilzchen ein eigenes Portrait hat, bekommt es auch einen Link im Portrait - Index.
    Da übernehme ich mal den deutschen Namen und nenne es ansonsten (vorläufig) Lachnum spec., sofern dir da kein passender Nom. prov. einfällt. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Wald - Pflanzen - Tierchen - Pilze.
    Das will man sehen. :thumbup:


    Bei 3 könnte ich mir als Alternative zum Hellen Waldfreund auch ganz gut einen ausgebleichten FiZaRü (Strobilurus esculentus) vorstellen, auch wenn ich darauf nicht wetten würde.
    Aber ein Wettangebot steht ja.
    Da wäre ich dabei, Ingo.
    Auch wenn die Chancen für mich nicht gerade hoch sind, was soll's: Ich setze 5 gegen Fenchelporling. Oder soll ich direkt auf eine Art setzen? Dann müsste ich Antrodia serialis (Reihige Braunfäuletramete) sagen.


    Bei der 12 bin ich einfach mal gewillt, Mario zu glauben.
    Schade, beim Angucken habe ich mich gefragt, ob eine junge Trollhand (Hypocropsis lichenoides) nicht so aussehen könnte. Aber Habitat und Substrat sollten auch besser zu Marios Gedanke passen und Pyrenos sind nicht so meine Stärke.



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Jetzt, bei nochmaliger Ansicht, kommt mir noch eine andere Idee.
    Ist zwar etwas weit hergeholt und ich kenne mich auch nicht wirklich aus, aber vielleicht könnte es sich lohnen, mal noch mit Flammulaster (Flockenschüppling) zu vergleichen. Speziell würde ich bei Flammulaster granulosus eine mögliche Übereinstimmung vermuten.
    Ist aber nur so eine vage Idee.



    LG, Pablo.