Beiträge von Beorn

    Hallo, Jürgen!


    So langsam habe ich auch das Gefühl, eine völlig neue Methodik der lichtmikroskopischen Bestimmung zu entwickeln: Nämlich durch die Beurteilung schwacher Bilder. :D
    Nein, manchmal denke ich, daß es für in der Mikroskopie erfahrene oder bewanderte Pilzler leichter ist, solche Bilder zu interpretieren. Aber du siehst es ja auch nicht besser als ich, im Gegenteil: Wenn ich durchs Okular gucke, nicht durch die Kamera, ist mein Bild immerhin schärfer als es hier im Forum erscheint. Nicht viel, aber es macht sich schon bemerkbar.


    BWB kommt mal auf meine Bestelliste.


    Sicher könnte man in das Modell noch ein anderes Objektiv reinschrauben, aber ob sich das lohnt?
    Das nächste Problem wäre dann nämlich die zu schwache Lichtquelle. Dann der doch etwas wackelige Tisch, dann...
    Ich denke, ich spare lieber noch ein wenig, so daß ich zum Winter ein insgesamt besseres Gerät anschaffen kann. Das ist ja eine Anschaffung für einige kommende Jahre, dann darf es auch ruhig ein bissel was kosten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Na der macht doch Spaß, der Lurch.
    Viel besser, als ein keifender Igel. :)


    Außerdem kann's schon kein Panther gewesen sein, weil die Angst vor Lurchen haben (oder?) und demzufolge das weite suchen.
    Aber es stimmt schon: Da dachte ich auch kurz dran. Lässt sich aber in dem Stadium schlecht klären.
    Zur Not kommt ihr beide im Herbst mal hier vorbei, dann gucken wir ein paar Graue Wulstlinge an. Können wir gerne anschließend auch zusammen kochen, aber nur, wenn ich sie nicht essen muss.



    LG, pablo.

    Hallo, Helmut!


    Dann wäre es natürlich hochinteressant zu wissen, was Jürgen denn dazu geschrieben hat. Aus meiner Sicht gibt es in Deutschland kaum einen Spezialisten, der mit seinem Wissen und seiner Erfahrung konkurrieren kann.


    Zu der Kalksache:
    Graue Lärchenröhrlinge (Suillus viscidus) sind Kalkzeiger. Da könnte aber eben - wie du auch schon erwähnt hast - ein geschotterter Weg reichen. Natürlich auch für die Rotkappe.
    Stand die wegfern mitten im sauren Fichtenwald, dann kannst du in der Umgebung auch mal die Birke suchen.
    Ich bleibe nach wie vor skeptisch, ob Nuancen bei Hutfarben, Schüppchenfarben oder Verfärbungsmuster ausreichen, um eine Arttrennung zu begründen. Erst recht bei Raustielröhrlingen, die da ohnehin variabel sind.


    So richtig voran komme ich mit dem Thema auch nicht, zumal mir da kaum gutes Material zugänglich ist. Im Netz wird gerne mal auf >den Schlüssel von Machiel Noorderloos< verwiesen, der beide auch trennt. Aber das scheint mir nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein.
    Besonders die Bemerkungen zu Leccinum piceinum lassen eine Menge Zweifel offen, zumal dort keinerlei mikroskopische Merkmale zu der Art beschrieben werden, die noch zu einer Trennung herangezogen werden könnten.


    Resumee:
    Ich habe keine Ahnung.
    Mein Tip: Im Zweifel das glauben, was Jürgen Schreiner dir dazu schreibt. :)


    PS.: Ich hab's mal zu den Bestimmungsanfragen geschoben.
    Vielleicht schaut noch der eine oder die andere Auskenner/in drüber.


    LG, Pablo.

    Hallo, Christoph!


    Doch, das sieht schon sehr nach A. excelsa aus. Ohne jetzt was zur Varietät zu sagen. Aber A. gemmata sollte schon ein wenig gelb unter der Huthaut haben.
    Am besten an der Stelle hin und wieder nochmal gucken. Aber ich denke, du findest schon noch genug Graue Wulstlinge, die dann noch eindeutiger sind.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Ich stelle mal noch ein paar Bilder der var. fruticulosa dazu.
    Optisch sind beide Varietäten ja recht gut auseinanderzuhalten, aber eben jede für sich auch sehr variabel.


    01 Ceratiomyxa fruticulosa var. fruticulosa, wohl noch nicht ganz reif:

    02 geht man ganz nah ran, erscheinen die jungen Fruchtkörper grob bereift:

    03 und was ich noch nicht wusste:

    04 ... die var. fruticulosa gibt es offenbar auch in gelb:


    ich beschäftige mich ja noch nicht lange mit Myxos, aber ist es tatsächlich so, daß die var. poroides im Jahr vor der var. fruticulosa auftaucht?
    Oder war diese meine Beobachtung heuer einfach nur Zufall?



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Solche Bilder...
    Ouha. Ich stelle nie wieder ein eigenes Bild vom Feuersalamander ein. ;)


    Einzig am Grauen Wulstling kommen mir angesichts der Farbe unterm Velum geringe Zweifel. Aber daß der Narzißgelbe rettichig riecht, habe ich noch nie wahrgenommen...



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Genau das ist mein Problem hier.
    Das ist ein Billigmikro (Bresser), die Vergrößerung ist mit 16fach Okular und 40fach Objektiv mal gerade 640fach. Ein Ölobjektiv ist das sicher nicht.
    Mit der USB - Kamera ist die Vergrößerung etwas höher, wieviel die bietet, habe ich aber nicht raus.
    Immerhin nach ein paar Testreihen mit einem gewissen OMM ( ;) ) weiß ich, daß die Vergrößerung da immer gleich ist, aber auch insgesamt nicht auf 1000fach kommt.


    Also sehe ich hier etwas, was ich eigentlich gar nicht sehen sollte.
    Wie genau die Sporen aussehen, ist mir dem Material unmöglich zu sagen. Aber sie sind eben nicht glatt. Zusammen mit der Paraphysenform ist dann P. varia immerhin mal raus (die ich eigentlich beim Auffinden favorisiert hatte).
    Nun ist die Frage: Was gibt es dann noch für Arten, die irgendwie stärker "unglatte" Sporen haben als P. arvenensis, und die nicht wegen Standort, makroskopischem Aussehen oder Paraphysenform auszuschließen sind?



    LG, Pablo.

    Hallo, Dodo!


    Ja, das passiert.
    Ist ja nicht weiter schlimm, dir werden noch viele Pilze begegnen, die was Besonderes sind und bestimmt werden wollen.
    Ich denke ohnehin, daß die dunklen Spuren auf den Hüten von Sporenpulver kommen, und daß es also Stummelfüßchen waren.
    Also höchstwahrscheinlich nichts seltenes, die findest du noch oft.



    LG, Pablo.

    Hallo, Waldfried!


    Der Gitterling ist natürlich schon eine tolle Sache.
    Auch wenn ich nur bei dem einen Bild Zweifel hätte, da auch normale Tintenfische mal mit den Armen verwachsen sein können und dann einen Gitterling vorspielen.
    Aber wenn du an der Stelle im letzten Jahr ohnehin schon viele und eindeutige Fruchtkörper gefunden hast, dann soll es wohl so sein.
    Ich glaube übrigens, daß es den Pilz kaum stören wird, wenn da Grünschnitt abgeladen wird. Im Gegenteil, die Art mag nährstoffreiche Standorte und frisst sich dann so nach und nach auch durch das neue Substrat durch. Fruchtkörper werden dann eben am Rand gebildet, das passt schon.


    Die Art ist auch in Deuthschland meines Wissens nicht geschützt und eigentlich auch nicht schützenswert, auch wenn sie extrem selten ist. Aber es ist eben ein Neophyt, also eine eingewanderte Art.
    Im Rahmen des Klimawandels könnte man ohnehin erwarten, daß dieser eigentlich südlich der Alpen heimische Pilz sich auch hier mehr ausbreitet.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hannes!


    Sag mal, den Park kann man nicht vielelicht auch nach Mannehim exportieren? ;)


    Was ich mal interessieren würde: Wachsen da Netzhexen und Flockis durcheinander? Und wenn nein, wie groß ist dann die Entfernung zwischen den jeweiligen Standorten?
    Und hattest du nicht im letzten Jahr auch Bilder von Boletus queletii (Glatthexen) gezeigt, und wenn ja auch aus diesem Park?


    Anyway:
    Den Egerlingsschirmling kannst du als Gemeinen (Leucoagaricus leucothites s.str.) abheften, wenn der nicht bei Verletzungen irgendwie umfärbt (braun, rötlich, gelblich).


    Der Unbekannte 1 ist auch ein Rißpilz, einer aus der schuppigen Fraktion, aber frag mich bitte nicht, welche Arten da in Frage kämen.
    Der unbekannte 2 (Becher) hat doch bestimmt einen ziemlich deutlichen Stiel, wenn man mal von unten guckt?
    Das sieht mit dieser pelzigen Außenseite mehr wie eine Lorchel aus, also in Frage kämen da zB Helvella macropus und Helvella queletii.
    Beim vermeintlichen Ziegelroten bin ich auch skeptisch, aber wie schon gesagt, von Rißpilzen verstehe ich nicht viel. Ist aber auf jeden Fall einer von denen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Marion!


    Hübsch, was für Bäume hast du denn im Garten?
    Ist für die Bestimmung zwar eher zweitrangig, aber trotzdem interessant.
    Ich denke nicht, daß es am Ende der Gemeine (Xerocomellus chrysenteron) ist.


    Der Schlüssel gefällt mir übrigens ausgezeichnet, hatte ich ja schon bei den Doppelpilzen bewundert.
    Danke für de Link an dieser Stelle, Jürgen! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Dodo!


    Ich habe das Thema mal in den Technikbereich verschoben (Lob, kritik, Probleme mit dem Board).


    Wen ich ohne Anmeldung hier bin, dann sehe ich die Bilder von externen Seiten eigentlich immer. Die Attachments auf dem Forumsserver teilweise.
    Ich kann da auch kein System entdecken.
    Manche Boardeigenen Attachments werden angezeigt, manche nicht. Es ist auf nicht abhängig vom Nutzer, der die Bilder einstellt. Es scheint auch nicht davon abhängig zu sein, wie die Bilder im Text eingebunden sind (an welcher Stelle etc.
    Was ich sagen kann: Bilder, die gar nicht im Text eingebunden sind (also "angehängte Dateien" nach dem Text, sehe ich gar nicht.


    Ist im Grunde aber auch kein Problem, einfach anmelden und schon ist alles da.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    In solchen Fällen bitte immer auch auf "Beitrag melden" gehen.
    Dann erhält jeder Moderator automatisch eine Nachricht und kann den Spam entfernen. Sonst findet einer vieleicht den Müll in diesem Thema nicht, weil er gar nicht hier reinguckt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dodo!


    Tolle Landschaft, schöne Blüten. Ich denke nicht, daß Pflanzengifte bei Hummeln eine Wirkung wie bei Menschen haben. Das sind ja zwei ganz unterschiedlich funktionierende Organismen (Menschen und Insekten also).


    Und mit dem Grauen Lärchenröhrling hast du ja immerhin gleich eine tolle Rarität aufgestöbert, auch wenn's sonst nicht viel gab.
    Wenn du bei dem Anderen die Farbe des Sporenpulvers rausbekommen hast, hast du vielleicht sogar was noch Besseres als Suillus viscidus gefunden.
    Wie gesagt: Vielleicht. AUf einigen Hüten auf dem drittletzten Bild bilde ich mir ein, einen dunklen Abdruck zu sehen. Hast du den Ausschnitt vielleicht noch genauer? Wenn's ein Dunkelsporer ist, dann sind es Stummelfüßchen (Gattung: Crepidotus). Nichts Besonderes und die Artbestimmung ist schwierig ohne Mikro.
    Wenn der Pilz aber weiß sport, ist es der seltene Ohrförmige Seitling (Pleurocybella porrigens), was ein richtig toller Fund wäre (Substrat ists chon Nadelholz, oder?).



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Es ist ja eine unendliche Geschichte.
    Pilz sieht in etwa so aus:


    Gefunden gestern, Oberrheinebene, sandiger Boden, Mischwald aus Kiefern, Fichten, Wildkirsche, Eichen und Rotbuchen an einem seit längerem nicht mehr genutzten Forstweg auf Moos und Holzresten. Schattiger Standort.
    Zu finden waren zwei Fruchtkörper (überraschend, daß überhaupt was wuchs), die eher klein waren (kein Wunder, wo kein Wasser, da kein Wachstum): Der kleinere ließ beim Anpusten weiße Wölkchen aufsteigen (Standortbild linker FK), den habe ich mitgenommen, der misst mal gerade 25mm im Durchmesser.
    Stiel rudimentär vorhanden.


    Hier ein paar Mikros, als erstes ein Querschnitt durch den Becher:

    Außenseite:

    Reaktion auf Lugol:

    Paraphysen zylindrisch apikal abgerundet bis keulig - kopfig, unauffällig septiert, unverzweigt:

    Sporen in H2O:

    Definitiv nicht glatt, sieht schon wie Pünktchen aus.
    Eine Einheit = 10 µm.
    Nochmal in Lugol:



    Was machen wir nun damit?
    Gibt's außer P. arvenensis noch andere Arten mit solchen Sporen und Paraphysen, die auch optisch ins Konzept passen?



    LG, Pablo.

    Hej.


    Na, da bin ich aber gespannt, in welches Habitat du mich reinsetzen willst. :D


    Das ist von diversen Faktoren abhängig. Ein Flussufer wird's bei Hochwasser nicht sein und bei Dürre kein Sandtrockenrasen.
    Vom Brombeeregestrüpp und vom Brennesselfeld nehmen wir auch abstand, obgleich das schon interessant sein könnte.
    Hochmoor ist sicher sehenswert. Kalksinterterassen in Kroatien könnte ich mir auch gut vorstellen. Oder wie wäre es mit Nebelwald im Ruwenzori?


    So viele gute Ideen...



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Ich hatte ja gestern nach deiner Anfrage im Nachbarforum schon ein wenig rumgeschlüsselt. So mit Sporengrößen ist es danna uch etwas einfacher, aber ich komme da auch zu keinem anderen Ergebnis als Karl.
    Wenn der Pilz tatsächlich anis- oder marzipanartig gerochen hat, kommt nichts anderes raus. Auch wenn die Sporen zu klein wären.
    Da kann man allerdings noch Varietäten unterscheiden (var. harmajae), aber das macht im Grunde keinen Unterschied für die Merkmale hier


    Wenn der Geruch aber nicht wirklich anisartig ist, dann hätte man noch andere Möglichkeiten. Zu Clitocybe ericetorum (Heidetrichterling) würden dann auch die kleinen Sporen passen. Aber passt der optisch?
    Clitocybe candicans (Wachsstieliger Trichterling) wäre auch nur eine sehr schwache Option, mit dem von dir wahrgenommenen Geruch kommt man da einfach nicht an.


    Also alles in allem glaube ich hier am ehesten an irgendwie dickstielig gewachsene C. fragrans mit kleinen Sporen (unreif, oder ev. Messung ungenau).



    LG, Pablo.

    Hallo, Bodo!


    Klar, da stimme ich Mario natürlich zu. Viele der Pflanzen im Garten sind wahrscheinlich wesentlich giftiger.
    Wenn ein Kind einen oder zwei Fruchtkörper ist, gibt's Bauchschmerzen, Erbrechen, solche Sachen. Nichts Lebensbedrohnliches, aber unangenehm genug.
    Die Fruchtkörper kannst du absammeln, aber die kommen wieder, spätestens im nächsten Jahr.
    Alle Saftlinge in Deutschland sind übrigens geschützt, auch der eigentlich häufige Schwärzende / Kegelige Saftling (deiner).
    Das zeigt eigentlich nur, daß du einen wunderschönen Garten hast. Tolle Ökologie, artenreich und gesund. :thumbup:
    Also nach Möglichkeit den Rasen nicht düngen, auch nicht zuviel Schnitt drauf liegen lassen. Dadurch würdest du den Pilz umbringen, und ebenso weitere schöne Arten, die sich gerne an solchen tollen Plätzen ansiedeln.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mausmann!


    Du hast die arme Orbilia auf dem ersten Bild vergessen!
    Eine >Theorie<, warum es keine Pilze gibt und zugleich der Boden auch nach dem Regen noch knochentrocken ist, habe ich mir schon einfallen lassen. Ist unbelegt, aber warum nicht?


    Ich tippe auf 38 cm und frage mich, warum der Cylindrobasidium solche Probleme hat, das Wort HUNDNASE zu buchstabieren. :/



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Die sechsundzwanzigste Runde bringt ein Pilzchen, das vielleicht ein wenig schwieriger werden könnte. Mal sehen.
    Vielleicht kann man ja eine Zusatzfrage oder ein Bonusbild bereitstellen, wenn's gebraucht wird.




    LG, Pablo.

    Hallo, Liebe Rätselfreunde!


    Also ich muss ja mal sagen, Respekt!
    Die meisten hatten den Pilz doch recht schnell und sicher raus, und eben auch gute Fragen überlegt.


    Es ist in der Tat der Starkriechende Körnchenschirmling (Cystoderma carcharias):

    Wobei man zum Geruch sagen kann, daß andere Körnchenschirmlinge eben auch sehr ähnlich riechen können.
    Die hier brannten einem aber schier in der Nase. Pferdestall kommt schon hin, das ist ein sehr strenger, scharfer Geruch. Für mich aber auch schwer zu beschreiben.


    Resultat für Runde 25 (über 5 Runden)
    Platz | Punkte | Name (+ Punkte letzte Runde)
    1. 50 Naan83 (+10)
    2. 45 Anja (+8)
    3. 43 EmilS (+9)
    4. 40 Petra_ (+8)
    5. 39 Engelchen, nochn Pilz (+8, +9)
    8. 37 Wildkatze (+9)
    9. 20 Climbingfreak (+10)
    10. 12 erebus (+0)



    Nächstes Rätsel folgt in kürze.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Man könnte die Theorie noch ausführen, Doris. Aber das wird dann recht vage, weil es dazu wohl keine Untersuchungen gibt.
    Es ist ja so, daß Pilzmycelien enorm viel Wasser speichern können, viel mehr, als sich sonst zwischen Erde, pflanzlichem Detritus und Gestein ansammeln könnte.
    Das Folgende betrifft jetzt insbesondere die Mykorrhiza Pilze (von denen ich besonders wenig sehe derzeit):
    Fällt eine lange Trockenphase in eine sensible Zeit, in der der Baumpartner gerade besonders viel Wasser benötigt (Austreiben von frischem Laub, Blüten, Fruchtentwicklung), zieht er sich das Wasser, was er nicht selbst aufnehmen kann, aus seinem Partnerpilz. Was dazu führen sollte, daß der Pilz einem noch größeren Trockenstress ausgesetzt ist, was möglicherweise zu einem teilweisen Absterben des Mycels führt.
    Was passiert jetzt aber, wenn es regnet?
    Es ist weniger "Pilzmasse" (in form von funktionsfähigem Mycel) im Boden, also kann auch viel weniger Wasser im Boden gespeichert werden.
    Was eine Erklärung sein könnte, warum hier in der Gegend trotz regelmäßigen Regenfällen in den letzten Wochen der Boden bis in relativ große tiefe vielerorts knochentrocken ist.
    Wie erwähnt, nur ein paar Gedankengänge, erstmal völlig unbelegt.


    Lieber Peter, du hast in letzter Zeit so einige außerordentliche Funde gezeigt. Ob in den Bergen oder im Flachen, das bleibt sich gleich.
    Und ich kann dir sagen: Vor zwei Jahren hätte ich in den letzten drei Monaten sicher gar nichts gefunden.
    Der Blick verändert sich mit der Zeit, und man nimmt mit steigendem Wissen und Erfahrung viel mehr wahr. Und seien es die kleinen BEcherchen und schwarzen Punkte an abgestorbenen Farnstengeln oder der Unterseite feucht liegender Äste.
    Keine Sorge, das wird dir auch bald so gehen. :thumbup:



    LG, Pablo.