Beiträge von Beorn

    Hallo, Ralf!


    Ja aber die Sporen die du zeigst, sehen doch ganz anders aus, als die von meinem Pilz. :D :evil:
    Ok, ich streiche barlae.
    Was ist denn nun mit S. armatospora? Wäre die quasi mit S. trechispora gleichzusetzen, bzw. eine nicht klar abgegrenzte Art mit unklarem Status?
    PS.: Die Sporengröße an sich ist kein Merkmal, oder?
    Ich denke ja, daß S. legaliae fast schon hinkommen könnte.
    In der schönen Grafik von Peter P. bei den >Doppelpilzen< ist ja auch ein Bild der Sporen in Wasser dabei (unten, zweites von rechts), das so ziemlich aussieht, wie das, was ich sehe.
    Aber mit dem Mikro ist das schon spekulativ, zumal mir das Wissen und vergleichswerte fehlen.


    Jetzt habe ich ja im Grunde zwei Möglichkeiten:
    A) Alle Schildborstlinge links liegen lassen, bis ich mit anständiger Ausrüstung reingucken kann
    --> schlechte Alternative, weil es hier wegen der Dürrekatastrophe keine anderen Pilze gibt. Nur einige Porlingsleichen vom Vorjahr und Rindenpilze.
    b) Alle Schildborstlinge mitnehmen und nach den Unterschieden speziell mit dieser Ausrüstung suchen.
    --> sehr gute Idee, dann kann ich eine Monographie verfassen: "Wie bestimmt man Schildborstlinge mit ganz schlechtem Mikroskop (mit frustrationsgarantie)".


    ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Und noch eine, diesmal aus dem selben vertrockneten Feuchtgebiet wie >der Schildborstling< an liegendem, stark morschem Laubholz.




    Excipulum:


    Glaskörper hatte ich jetzt am Rand keine gesehen. Was muss ich denn da rüberschütten, um da was sichtbar zu machen?


    Sporen, ganz dünn:


    Asci keulig, klein, nicht apikal truncat, teils zweifüßig:


    Paraphysen zylindrisch, mit Köpfchen (oder hat da ein Becherzwerg seine Stecknadeln verloren?):


    Exsudatschicht vorhanden, war aber nach Quetschen dann weg...


    So eine gewisse Ähnlichkeit finde ich bei >Orbilia vinosa<, aber die Sporenmaße, die Ingo angibt sind viel größer. Und auch das wäre ja eine Winterart.
    Oder doch wieder Hyalorbilia inflatula?



    LG, pablo.

    Hallo, ihr zwo!


    Nein, diese Feinheiten bekomme ich mit der Ausrüstung nicht raus. So scharf kriege ich das Ornament nicht dargestellt, da würde vermutlich auch kein BWB helfen.
    Aber einen Verusch ist es mir wert, da ich ja ohnehin schon mal das Becherchen mitgenommen und angeschaut habe. ;)
    Bislang hatte ich die Gattung für mich ja auch ausgeklammert, nachdem Björn die Funde an Pfingsten aber so rasch bestimmen konnte (waren aber auch keien Rundsporer), war eben mal Gucken angesagt.
    Also halb so wild, immerhin habe ich schon mal wieder ein paar mehr Arten auf dem Schirm jetzt. Und finden tut man da ja immer wieder welche, vielleicht klappts beim nächsten Mal besser.


    PS.:
    Immerhin eine gute Eingrenzung ist das doch schon mal:
    Nach dem, was durch's Glas zu sehen war, kommen eigentlich nur legaliae, trechispora und barlae in Frage. :thumbup:
    Das ist aus meiner Sicht schon mal ein Erfolg.



    LG, pablo.

    Hallo, Andy!


    Ein Pilzbuch sollte schon drin sein. Das kostet auch nicht die Welt, ist aber wichtig, um ein paar mehr Arten vergleichen zu können. Sinnvoll wäre auch ein Buch wie zB "Der Pilzberater für unterwegs" von Björn Wergen, das zwar kein Bestimmungsbuch ist, aber einen hervorragenden und leicht verdaulichen Einstieg bietet, auf was beim Pilze Sammeln zu achten wäre.


    Ganz wichtig:
    Keinesfalls blind auf Seiten im Netz vertrauen. Da ist oft die Qualitätskontrolle zu schlecht, jeder kann sein Zeugs verzapfen, das muss nicht richtig sein.
    Gilt natürlich auch für die Infos in Pilzforen, auch das Geschreibsel von Leuten mit pinkem Namenszug und etwas über 10000 Beiträgen muss nicht richtig sein. ;)
    Aber im Grunde ist es schon richtig, daß du erstmal die Quellen sondierst.
    Bei den Apps ist auch nicht alles Gold, was glänzt, aber für die gängigen Röhrlinge und Pfifferlinge funktionieren die meisten da schon, so zB auch die von "123 - Pilze".


    Du kannst auch mal hier im forum stöbern, zB bei >Boletus edulis<, >Cantharellus cibarius<, >Suillus luteus< oder >Macrolepiota procera<.
    Aber: Vertraue nie alleine dem Internet. Buch ist besser.



    LG, pablo.

    Hallo, Pilzfreunde!


    Die hier hätte ich auch noch vom Sonntag. Trockener Esskastanien-, Kiefern-, Eichen-, Rotbuchen Mischwald auf sandigem Boden, Oberrheinebene bei Mannheim, Unterseite eines liegenden, komplett entrindeten Kiefernastes (Pinus spec), teils auch auf anklebendem Laub.




    Schnitt:


    Sporen sehr winzig (kaum 2 µm), wirken unregelmäßig rundlich, teils aber auch wie ein stark gestauchtes Komma, also irgendwie zusammengekrümelt oder zusammengerollt:


    Asci klein, teils 2 - füßig, Exsudatschicht vorhanden, apikal etwas verdickt, aber nicht oder kaum abgeflacht:


    Paraphysen zylindrisch mit kopfigem Endteil, meist einfach, selten gegabelt:


    irgendwie passend wäre ja >Orbilia xanthostigma / delicatula / leucostigma<, aber das wäre doch eine Art der Wintermonate?


    Kann man das so ermitteln?



    LG, pablo.

    Hallo, Alex!


    Was ist mit "abgeschnittene Stacheln" gemeint?


    Diese Pinökel gehören jedenfalls schon auf die Sporen drauf, sind bei den fastreifen in den Asci ja auch zu sehen. Ziemlich groß sind sie auch, so +/- 1 µm, sonst könnte ich sie mit dem Mikro auch gar nicht erkennen.
    Aber bei der Form, und ob sie nun verbunden sind oder nicht, da kann ich nur Vermutungen anstellen. Auch wenn der Blick durch's Okular schon besser ist als die Bilder, aber ohne 100fach - Objektiv und Öl sind die Möglichkeiten halt sehr begrenzt.
    Die Bilder sind übrigens allesamt in Wasser, weil leider kein BWB da. :(



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Gefunden am Sonntag in einem kleinen (ehemaligen) Sumpf, wo noch ein paar feuchte Flecken geblieben sind.
    Auf Erde zwischen Moos am Wegrand (Fußweg, keine Traktorspur).
    Oberrheinebene nähe Mannheim


    Nur zwei Fruchtkörper anwesend, der größere misst so um die 10 mm im Durchmesser:


    Randhaare bis ca. 600 µm:


    Haarbasis zweifüßig:


    Sporen rund um die 20 µm breit, stark ornamentiert: warzig bis stachelig wohl eher isoliert, auch wenn ich bei der schlechten Optik eine gratige Vernetzung nicht ausschließen kann. Paraphysen keulig, etwas unregelmäßig und teils verzweigt, Ascusbasis gekniet, aber keine zweifüßigen gefunden.





    Lässt sich da so was draus machen, bzw. hatte ich Glück und eine der gut erkennbaren Arten aufgesammelt?



    LG, Pablo.

    Hallo, Andy!


    Pilze kennen lernen für eine Survival - Tour ist schon mal eine gute Sache.
    Leider geht das nicht innerhalb von ein paar Wochen, so ganz ohne Vorkenntnisse. Jedenfalls im Normalfall. Was hast du denn für Lektüre zu dem Thema?
    So ein paar Sachen lassen sich sicher schon mal eingrenzen, wichtig wäre dann, daß du dich auf gut erkennbare Arten und Artengruppen konzentrierst und im Zweifel von anderen Sachen die Finger lässt.
    Auf der sicheren Seite bist du schon mal, wenn du nur Röhrlinge anschaust, da gibt es wenig giftige Arten, und die die es gibt, sind nicht lebensbedrohlich. Da lassen sich auch ganz gute Eingrenzungen vornehmen, wo du noch nicht mal genau die Art bestimmen musst.
    Achten musst du darauf, keine zu jungen PIlze zu sammeln. Also solche, bei denen der Hut noch geschlossen ist. Da wären die wesentlichen Merkmale nicht gut zu beurteilen, das kann zu Verwechslungen führen. Die alten lass auch weg, wenn die matschig oder vermadet sind, ist das Fleisch bisweilen nicht mehr gut, das kann dann so eine Art Lebensmittelvergiftung erzeugen.
    Beim Sammeln von Röhrlingen einfach alles weglassen, was rote Poren und ein (teils feines) Netz am Stiel hat, bei Pilzen mit weißen oder gelben Poren und Stielnetz eine kleine Kostprobe nehmen, kurz kauen und wieder ausspucken: Was bitter ist, ist nichts zum Essen.
    Ganz wichtig: Alle Pilze immer gut durchgaren.


    Damit wäre schon mal ein Anfang gemacht.
    Wenn noch etwas mehr Zeit ist, dann kann man auch mal ein paar leicht erkennbare Lamellenpilze angehen, wie Riesenschirmlinge und Schopftintlinge. Oder Leistenpilze, wie Pfifferlinge und Verwandte.



    LG, pablo.

    Hallo, Nobi!



    Das ist ein Browser - Problem. Außer Björn hatten / haben das immer wieder mal Leute hier mit Internet Explorer und teils auch mit Firefox.
    Man kann Beiträge normal schreiben, aber wenn man sie abschickt, werden sie nur als "undefined" gespeichert.
    Sehr ärgerlich, aber ich kann auch nicht sagen, woran das liegt.
    Ich hoffe nur, daß Björn nicht gerade einen Beitrag mit vielen Bilder und Text erstellt hatte. denn das wäre richtig zum Ausflippen, wenn die Arbeit dann weg ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Ui, diese Forelle...
    Da hab ich jetzt schon wieder Wasser im Mund. :P
    Und an die Marathon - Raupe kann ich mich gut erinnern. Die hat während der Photozeit ja mehr Kilometer auf meinen Händen zurückgelegt, als CR7 gestern während dem Spiel (naja, also doch incht soooo viel).


    Und - ähm - naja...
    "Schdaipilz" hemmer immerhin oiner gfunde. ;)


    Bei deinen Scutellinias (von denen ich allerdings nichts verstehe, da muss ich noch nachsitzen), denke ich, daß die erste (M5) eine andere ist, als zumindest mal M6 und M7.
    M5 könnte vielleicht schon scutellata sein.
    Die anderen sollten die aus der Traktorspur im Schönbuch sein, also wohl auch S. nigrohirtula (Dunkelhaariger Schildborstling).


    Der kleine Schleimpilz ist sicher interessant, aber die sind recht knifflig, wenn sie so aussehen. Da kann ich nicht wirklich was zu sagen.


    Und Alb...
    OK, hat nichts mit Alpen zu tun. ist ja auch nicht ganz so hoch. ;)



    LG, Pablo.

    Ach, das kriegen wir schon hin! Ich hab noch ein paar Kortisontabletten von der Ohr-Geschichte da und passe auf, dass Dein Schwanz dran bleibt. OK? :)


    8|


    :D


    :whistling:


    PS.:
    Ich hatte mal einen Kollegen, der auch eine starke Allergie hatte.
    Da konnte passieren, was wollte. Und wenn wir zu einem Einsatz kamen, der als Reanimation gemeldet war: Wenn der an der Tür eine Katze gerochen hat, hat er die Wohnung nicht betreten.
    Hätte auch keinen Sinn gemacht. Den hätte man dann auch reanimieren können. Kann schon heftig sein, so eine Allergie.



    LG, pablo.

    Hallo, Christian!


    Ich jedenfalls habe absolut keine Ahnung von Korallen.
    Aber ich könnte mir vorstellen, daß dein Fund mal nicht in die schwierige Gattung Ramaria gehört, sondern eher in der Umgebung von Clavulina coralloides (Kammkoralle) zu suchen wäre.
    Bisschen früh im Jahr und die Spitzen haben einen Trocken- / Hitzeschaden, aber das soll vorkommen.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    die Scutellinia in der Fahrspur wurde von mir als S. nigrohirtula angesprochen, nicht als S. scutellata. Hier wurde wieder einiges durcheinandergeworfen. Stefan&Pablo: 1 Std Nachsitzen (Scutellinia Crashkurs im Bergischen Land) :evil:


    Ah, dachte ich es doch.
    Das war jetzt Stefan, der mich irritiert hatte, daß es auf einmal doch scutellata sein sollte.


    Aber keine Sorge, von Scutellinias habe ich dennoch keine Ahnung.
    Am Wochenende hatte ich noch was Rundsporiges gefunden, das stelle ich die Tage noch ein.


    Auf deinen Bildern sehe ich die Schmetterlinge schon sehr gerne, Björn.
    Mein Favorit ist allerdings Calyptorix virgo. :thumbup:
    Sonst sind sie mir oft zu flatterig, bis ich da die Kamera in der Hand habe, sind sie wech. Könnten also genausogut Eichhörnchen oder Rehe sein.
    Die flüchten mich ebenso.


    Und das wir noch kein Bild vom Rötenden Apfel - Reich haben, ist ja schon schade. ich hab' die nicht abgelichtet, da müsste ich auf ein Archivbild zurückgreifen.
    Das Forum wird da schon mit klar kommen. Man muss es nur verständlich genug rüber bringen.

    Hallo.


    Agaricus macrosporus kannst du als Synonym zu Agaricus urinascens nehmen, Mausmann. ;)
    Das passt schon ganz gut, die Kombination aus gilbender Hutoberfläche, rötender Trama im Schnitt und trotzdem Mandelgeruch gibt es nur bei wenigen Arten (in Deutschland). Außer A. urinascens / macrosporus fällt mir da noch der Gedrungene Egerling (Agaricus litoralis / spissicaulis) ein.
    Die Art hatte ich noch nie in der Hand, könnte aber auch hinkommen. Aber das ist recht spekulativ, gerade mit nur einem Fruchtkörper, weil:


    Auch bei den Champignon-Arten sollte man die mikroskopischen Mermale mit beachten, sonst kann man nicht immer einen Namen finden.


    Eben auch darum, weil einige Arten doch sehr variabel sind was Standort und Aussehen betrifft.



    LG, pablo.

    Hallo, Toffel!


    Wie viele sichere (!) Netzhexen ohne Bataille - Linie hast du denn schon gesehen? Ich hielt das immer für ein eher außergewöhnliches Phänomen.


    @ Toffel & Karl:
    Normalerweise schmecke ich bitter schon ganz gut. So auch bei den Radikalen, auch bei Schwefelköpfchen oder eben meist bei den Galliern.
    Die Unbitteren, die mir untergekommen sind, datieren aus 2012. Das waren 3 Exemplare von zwei verschiedenen Standorten (einmal Fichtenhochwald, einmal Eichen - Buchen - Kiefernmischwald), jeweils auf sauren Sandsteinböden im Odenwald.
    Die waren auch optisch eindeutig. Allerdings sehr jung, Hut noch fast geschlossen.
    Die Witterung zu der Zeit war ziemlich warm und trocken. Ältere, ausgewachsene Exemplare an beiden Standorten schmeckten auch standardmäßig bitter. Bei einer Kollektion hatte ich zuerst einen der ALten probiert, den Mund danach aber mit Wasser gut gespült.
    Kann natürlich auch sein, daß ich die Proben nicht lange genug gekaut habe, und die schon noch irgendwann bitter geworden wären. Beim Braten dann wohl mit Sicherheit. Die Konzentration der Bitterstoffe scheint eben schon gewissen Schwankungen zu unterliegen.


    Worauf ich eigenlich nur hinaus wollte: Eine Geschmacksprobe kann auch mal in die Irre führen oder undeutlich sein.



    LG, pablo.

    Hallo!


    Man sieht, es sind eben doch noch einige Sachen dazu gekommen, als ich schon weg war. Den Rißpilz hätte ich schon gerne gesehen.
    Die Borstentramete, die du zeigst, Stefan, ist aber die Helle (Coriolopsis trogii). Die dunkle hatten wir auch, aber das war die mit dem dunkelbraunen Kontext. ;)
    Und jetzt hast du auch kein Bild vom "Rötenden Apfel - Reich"? Schade...


    @ Toffel: Joa, dachte ich auch kurz. An der Stelle wachsen ja diverse Steinpilzlis durcheinander. neben dem Schwarzhütigen eben auch Sommersteinpilze und edulisse. Bei dem einen hier bleibe ich bei B. aereus. Der Hut war so marmoriert mit den dunklen Flecken, das kann B. reticulatus mE nicht. B. aereus ist auch irgendwie festfleischiger, seltener vermadet, passt auch zu dem Steinpilz hier.


    Scutellinia...
    Ja, da hatte ich auch noch was. Also als scutellata / crinita habt ihr die bestimmt?
    Kann gut sein, daß meine aus der Nachbarspur dann auch diese Art ist.

    Geklärt. Siehe Abbildungen unten + Kommentar von Björn.
    Aber mal langsam. Ich habe nämlich auch noch ein paar Bilder.
    Da fange ich mal mit den Grauen an, die es ja im Schönbuch immerhin trotz dem schlechten Wetter recht zahlreich gab:


    Dann noch ein schöner, resupinater Porling. Ceriporia viridans (Grünender Wachsporling):



    Jetzt aber zu den Scutellinias. Also die aus der linken Reifenspur. Davon hatte ich mir ja zwei mit nach hause genommen und auch angeguckt. Die eine ist ja klar, das ist Scutellinia crucipila (Sternhaariger Schildborstling):




    Die ließe sich sogar makroskopisch ansprechen, wenn man sie denn mal als Scutellinia erkennt. Ich hatte das im Feld erst für was Anderes gehalten.
    Aber hübsch ist sie. Die Mikrobilder sind übrigens mit Knipse durchs Okular von meinem Billigmikro gemacht. Das geht also auch, aber eben nur sehr schlecht.


    Dann hatte ich noch eine Rote mitgenommen, die direkt neben den Gelben wuchs.
    Hab' ich mir auch mit meinem Billig - M angeguckt. Erscheint mir auch ein klein wenig kurzhaarig für scutellata, aber das kann ich eigentlich nicht beurteilen. Also nenne ich das Ding mal Scutellinia nigrohirtula (Dunkelhaariger Schildborstling):





    Die Sporen sind so um 20 µm lang, Randhaare mit einfacher Wurzel, Länge musste ich noch über den Daumen peilen, wenn das benötigt wird.


    Auch in der selben Traktorspur gefunden, ein hübscher Käfer. Hab' ich mal bestimmt als Elaphrus cf cupreus (Bronzefarbener Raschkäfer):

    Randhaare hier ziemlich kurz.


    Und was war jetzt mit der Tomentella?
    Sind wir da nun eigentlich sicher mit Tomentella coerulea (Seltenblaues Filzgewebe, Name eben selbst ausgedacht):





    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Keine Pnik, so schwer ist der doch nicht. Ich würde sogar behaupten, die Art lässt sich in den meisten Fällen schon ganz gut im Feld ansprechen.
    Ob er im Gerhard drin ist, weiß ich nicht. Aber in den GPBWs gibt's dazu was. Und gezeigt wurde die Art auch sicher schon mal im Forum.



    LG, Pablo.

    Hallo, Christian!


    Das ist schon völlig richtig. :thumbup:
    Das kann man auch auf so ziemlich alle Luridi (Rotporige Röhrlinge) anwenden, daß die Poren bei ganz jungen Pilzen noch gelb sind.
    Bei manchen bleiben sie sogar sehr lange gelb, wie zB beim Ochsenröhrling (Boletus torosus).
    Andererseit waren es nur zum Teil die Poren, die mich bei >diesem Fund< an einen Schönfuß denken ließen. Da ist auch was am Stielnetz, was mich eher an B. calopus als an B. luridus erinnert. Das ist aber ein persönlicher Erfahrungswert und schwer zu beschreiben.
    Der andere Punkt ist folgender: Der Schönfuß blaut im Schnitt oft etwas heller und etwas weniger als die Netzhexe. Wenn bei der Netzhexe die Blaufärbung nachlässt, ist das Fleisch ziemlich gelblich, beim Schönfuß eher weißlich.
    Der dritte Punkt: Wo ist die Bataille - Linie (orangeroter Röhrenboden) in dem Schnittbild? Hast du da mal nach geguckt? Ist natürlich so schwer zu erkennen, weil ziemlich dünn. Da müsste man mal die Röhren ablösen und druntergucken.


    Jetzt schlage ich mal einen hübschen Bogen zu dem Bild von Karl:
    Auch hier: Eine tendenziell weißfleischige Art mit noch schwächerer Blaufärbung, einer ganz anderen Farbverteilung am Stiel und jung nahezu kugeligem Stiel: Da kommt man dann zu B. satanas, wenn dann noch der Geschmack mild und der Geruch irgendwie unangenehm ist.
    Von B. satanas gibt's lustigerweise auch eine gelbe Farbform, die auch im Alter noch weitestgehend gelbe Poren zeigt. ;)


    Nochmal zurück zu deinem Pilz im anderen Thema, Christian:
    Ich bin mir nicht sicher, ob es mild schmeckende Schönfüße gibt. Alle, die ich bisher probiert habe, schmeckten deutlich bitter. Bei Gallenröhrlingen (T. felleus) hatte ich allerdings auch schon mild schmeckende Exemplare.


    Und kurz zu den Bildern in diesem Thema: Kann das sein, daß dir auf dem letzten Bild auch eine Netzhexe mit reingerutscht ist? Sieht doch ziemlich netzig aus, der Stiel.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Wichtig wäre auch hier, wie lange es gedauert hat, bis die Verfärbung auftrat. X. chrysenteron kann schon blauen, allerdings dann eher schwach und etwas zögerlich.
    X. cisalpinus ist hier jedenfalls eine sehr gute Option, allerdings sollte der normalerweise auch auf Druck an Stiel und Röhren erkennbar blau werden. Rotes Stielfleisch kann der nämlich auch. Ist aber meist ein eher schmächtiges Pilzchen, mit so deutlich keuligem Stiel habe ich den noch nie gesehen. Aber das muss nicht viel heißen.


    Also sagen wir es mal so: Wenn nicht X. cisalpinus, dann X. chrysenteron.



    LG, pablo.

    Hallo, Joli!


    Schwieriger Fall, insbesondere weil es nur ein Fruchtkörper ist, der zur Beurteilung da wäre.
    Die Arten um Agaricus arvensis sollten eigentlich alle stark gilben und auch recht deutlich nach Mandel / Marzipan riechen. Möglich wäre es trotzdem, auch die von Ingo vorgeschlagene Art könnte hinkommen.
    Auf die Standorte sollte man da nicht zu viel Gewicht legen. Vielleicht hat da mal jemand einen Sack Fichtennadelstreu ausgekippt?


    Theoretisch könnte man auch mal bei den Großsporigen Arten um Agaricus urinascens suchen. Da sitzt mir auch irgendwas mit schwach rötendem Fleisch in der Stielspitze im Hinterkopf, aber um das wieder vorzuholen, müsste ich jetzt in die Literatur. Vielleicht schaue ich morgen mal rein.
    Agaricus excellens (gehört auch zu Agaricus urinascens s.l.) kannst du dir schon mal angucken. Ist zwar ein Waldbewohner, aber wie gesagt...



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Schade, daß es hier kein vollständiges Schnittbild gibt.
    Das ist für eine schlüssige makroskopische Bestimmung von Filzröhrlingen schlichtweg unverzichtbar.


    X. pruinatus ist allerdings ausgeschlossen:
    Der blaut nicht im Hut, sondern nur sehr zögerlich im Stiel und etwas lebhafter auf Druck an der Stieloberfläche.
    Und wenn das Scheibchen neben dem unvollständigen Längsschnitt nicht ein Stückchen Rhababer ist, dann wird es wohl eine Scheibe aus dem unteren Stielbereich sein. Das Fleisch ist hier rot, also noch ein KO - Kriterium gegen X. pruinatus.
    Wenn ich trotz der fehlenden Merkmale was sagen müsste, dann würde ich 10 Chips auf X. chrysenteron (Gemeiner Rotfuß) setzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sonja!


    Filzröhrlinge sind unheimlich variabel.
    Und zwar in jeder Hinsicht: Wuchsform, Farben (Hut und Stiel), Verfärbungsmuster, Stielbeschaffenheit...
    Aber ohne Bilder lässt sich da leider nicht mehr zu spekulieren. Doch keine Sorge: Du findest wieder welche. Und wenn nicht genau die, dann eben andere. Die nehmen wir dann auseinander.
    Und einen Besuch in deinem Pilzwunderland würde ich zu gerne einbauen. Dafür muss ich mir irgendwann noch ein Wochenende freiräumen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Fips!


    Filzröhrlinge sind doch eine tolle Sache?
    Insgesamt ausreichend knifflig, aber in vielen Fällen auch ganz gut makroskopisch zu bestimmen. Wenn auch nicht immer, aber wenn man die entsprechenden Merkmale anguckt, dann geht schon einiges.
    Ein sehr interessanter Schlüssel wurde kürzlich >bei den Doppelpilzen< eingestellt.
    Etwas fortgeschrittener wäre der Schlüssel von Thomas Rödig, auch mit Beschreibungen und detaillierter Gattungsdiskussion nach der Arbeit von Sutara. Den Schlüssel findest du >hier<.
    Thomas empfielt übrigens gerade auch bei den Doppelpilzen, zu der Thematik den neunen Tintling zu lesen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Michael!


    Na so was. Nun ist es ja klar.
    Aber wieso Esel?
    Ganz ehrlich: Wenn ich eine neue Digicam kaufen würde, dann täte ich doch auch erstmal denken, ich könnte gleich losknipsen. Daß da keine Speicherkarte drin ist, das käme mir erstmal auch nicht in den Sinn.


    Das Gute daran: Jetzt ist die Sache klar, und es kann losgehen. :thumbup:



    LG, pablo.