Beiträge von Beorn

    Hallo, zusammen!


    Danke für das Dokument, Frank!
    Das wird mir sicher noch hilfreich sein.
    Echt interessant, wie variabel (makroskopisch) gerade Schizopora paradoxa sein kann. 8|
    Bei Toffels Bildern kam mir - ohne die Kommentare gelesen zu haben - zunächst nämlich Schizopora flavipora bzw. die mikroskopisch zu unterscheidende Junghuhnia nitida in den Sinn.
    Aber das ist schon mal gut zu wissen, daß da solche Porenformen nicht in Frage kommen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Phaeolus schweinitzii passt. :thumbup:
    Das Fleisch schwärzt an verletzten Stellen, die Grundfarbe ist in so jungem Zustand bräunlich.


    Daß Hydnum albidum jetzt wieder von H. repandum getrennt wird, ist ja interessant. Mein letzter Stand (irgendwann letzer Herbst) war, daß die beiden synonymisiert sind (nach IF und MB). Ich finde die weiße Form im Odenwald auch gerne unter Buchen. Aber die Abtrennung von Hydnum rufescens (Rötlicher SSP) und Hydnum ellipsosporum (Ellipsoidsporiger SSP) sollte immer noch gängig sein. Sowie einiger weiterer Arten, wenn ich mich richtig erinnere, die aber in Mittelwuropa kaum verbreitet sein dürften.


    Deine sind ganz klassiche Hydnum repandum (Gemeiner Semmelstoppelpilz), Dodo.



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel.


    Die Oberflächen sind bei P. radiata bei trockenem Wetter schon matt. Zumal, wenn da noch Sporenstaub drauf liegt.


    Glatter...
    In der Tat, wenn du junge Schmetterlingstrameten mit so einer Oberflächenstruktur findest, dann sind sie entweder angeknabbert, doer es liegt eine Wachstumsstörung vor. Ansonsten passt das, ja. Aber da wäre die Ähnlichkeit zu anderen Kammpilzen bzw. zu anderen Porlingen weitaus größer.



    LG, Pablo.

    Hallo, Christian!



    Ist das Thema schwierig?


    Bei weitem nicht zu einem Bruchteil so schwierig wie das Thema "Pilze" an sich. Mit einem Mikroskop machst du nichts anderes, als eben weitere Merkmale zu ermitteln, die du mit blosem Auge nicht erkennen kannst.
    Das ist aber kein Allheilmittel.
    Und natürlich muss man sich auch da einarbeiten, die entsprechende Literatur anschaffen, Zeit einplanen für langwierige Präpatationen und auch auf Frust gefasst sein, wenn es nicht klappt oder eben nicht zu einem Ergebnis führt.


    Mach dir wegen den paar Stummelfüßchen mal keinen Kopf. Auch bei Tintlingen, Samthäubchen und Gürtelfüßen muss man nicht jeden Fund einer Art zuordnen. Es gibt ja auch in Deutschland sicher an die 1000 Arten, die sich gut makroskopisch bestimmen lassen.
    Und das ist mE die Basis für eine erfolgreiche Mikroskopie: ein guter Makroskopiker zu werden. Denn es gibt auch ein paar Gattungen, da hilft das Mikro nichts, die Erkennung geht dann nur nach makroskopischen Merkmalen (Trichaptum, Trametes s.str., Boletus ingroßen Teilen).
    Andererseits macht es schon auch Spaß, mal einen Trichterling oder einem Häubling, bei dem man sonst keine chance hätte, einen Namen geben zu können.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Würde ich bestätigen. Die Hutfarben sind ja variabel und abhängig von der witterung. Aber hier passt der Wuchs, der helle Stiel und der kleine Pinökel in der Hutmitte (bei den alten Pilzen kannst du den sicher noch mit dem Finger ertasten).
    In dem Geruch nehme ich oft auch eine leichte Bittermandelkomponente wahr.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Trichterlingssporen sind glatt.
    Wahrscheinlich muss ich mein Bild von M. verrucipes etwas erweitern.
    Amarettogeruch kommt auch hin (obwohl ich das Zeug eigentlich nicht trinke).


    Lamellen gekerbt: Kann bei M. verrucipes im Alter passieren.
    Lamellenschneiden dunkler: Wenn, dann ist das ein Trockenschaden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Das mit dem Faserling dürfte der Link zu Andreas Melzer (Gattungsspezialist) ja klären. :thumbup:


    Zu dem Trichterling hat Harald sicher recht, da habe ich schlecht aufgepasst.
    Alelrdings gefällt mir M. verrucipes auch nicht wirklich. Der wäre dann sehr ungewöhlnich ausgeprägt: Ich kenne den als massiveren (dickstieliegeren) Pilz mit deutlich ausgebuchteten Lamellen. Die Schüppchen am Stiel sollten gröber sein. Allerdings dürfte die Art schon einen schwachen "Anisgeruch" haben. Wobei ich da eher an Bittermandel denke, wenn ich den an die Nase halte.


    Darum mal drei Fragen:
    Die Schüppchen sind sicher nicht abwischbar? Das war nämlich mein erster Gedanke (etwas Erde am Stiel).
    Kannst du den Geruch noch näher eingrenzen? Also Anis im Sinne von Ouzo oder Fenchel oder Bittermandel oder Marzipan? Oder ist da auch noch eine parfümierte Komponente mit drin?
    Kannst du die Hutoberfläche näher beschreiben? Bei M. verrucipes wäre diese matt, eventuell auch fein samtig, aber nicht glänzig. Und erst recht nicht eingewachsen bereift.
    Das wäre nämlich mal eine weitere Idee, die ich noch einbringen könnte: Eine Art aus der Gruppe um Clitocybe phyllophila (Waldfreund - Trichterling).



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Nach dem, was ich deinen Bildern und Beschreibungen entnehmen kann, sind deine Bestimmungen richtig. Psathyrella candolleana ist aber wohl eine Sammelart, da muss man wahrscheinlich ein s.l. dazu schreiben.


    Der Wald, durch den der Weg führt, an dessen Rand unter Brenesseln et al. die Dufttrichterlinge wuchsen, sollte schon Nadelgehölze enthalten. Im reinen Laubwald habe ich C. fragrans noch nie gesehen.


    Die "Becherchen" dürften zu dem Zweig gehören. Wenn es ein Lärchenzweig ist, dann sind das die Stellen, wo vorher die Zapfen ansaßen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Danke für die Unterwsuchung und die Zeichnung!


    Immerhin: Keine Zystiden gefuden: OK.
    Sporen größer als 6 µm: OK.
    Sporenform unregelmäßig und mit deutlichen Stacheln: OK


    Ein wenig Material habe ich ja noch übrig behalten, da muss ich nun mal noch versuchen, die Hyphen im Subhymenium besser dargestellt zu bekommen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ganz genau, das auch! :thumbup:
    Du hattest es auch schon mal geschrieben zu der Art, ich hatte es nur vergessen. Deckt sich aber mit meinen Funderfahrungen.
    Aber mal so nebenbei: Mycena haematopus (Großer Blutmilchhelmling) soll gelegentlich auch mal dunkle Lamellenschneiden haben dürfen. Der würde ja optisch hier schon einigermaßen hinkommen, finde ich. Nur wenn da tatsächlich kein Saft austrat, wird's echt schwierig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Laura!


    Eine Alternative für einen öhnlichen Wulstling ohne Ringriefung wäre noch der Rauhe Wulstling (Amanita franchetii). der kann dem Grauen sehr ähnlich sehen, hätte aber meist wenigstens leichte Gelbtöne am Velum (Also Flocken auf dem Hut, Ring und Warzengürtel um die Stielbasis). Auch sind die Velumschuppen auf dem Hut bei der Art eigentlich nie so geformt, wie auf deinen Bildern.


    Man müsste auch nochmal kenntlich machen, welcher Fruchtkörper da welcher ist. Ich meine da nur die unter 4) vorgestellten Pilze. Das sind ja mindestens mal zwei Fruchtkörper. Also Bild 4.2 und Bild 4.7 (und das Bild im Anhang?) sollte der selbe Fruchtkörper sein und ein anderer als auf den übrigen Bilder.
    Auf dem Bild im Anhang kann ich totz leichter Unschärfe übrigens die Riefung erkennen.
    Auf Bild 4.6 ist es tatsächlich so, da sieht man nichts. Hast du mal durch die Lupe geguckt? Gerade bei trockenheit kann die Riefung bei A. excelsa fast verschwinden oder nur noch an der Stielspitze erkennbar sein. Normalerweise hat aber eher A. excelsa var. excelsa (Eingesenkter Wulstling) eine schwächere Riefung als A. excelsa var. spissa (Grauer Wulstling). Der Fruchtkörper, den du mit nach hause genommen hast, ist aber (beachte Knollenform) A. excelsa var. spissa.
    Alternative wäre noch ein Perlpilz (Amanita rubescens). Aber du schreibst ja, daß auch unter der Huthaut keine Rötung erkennbar ist, darum vernachlässige ich die Farben auf den Bildern mit Kunstlicht einfach mal.
    Außerdem müsste ja auch beim Perlpilz der Ring gerieft sein, also hätten wir wieder das selbe Problem.


    Ich komme da aber auf nichts anderes, als auf Amanita excelsa:
    - Amanita franchetii kann man ausschließen, siehe Form und Anordnung der Velumflocken auf dem Hut sowie völliges Fehlen von Gelbtönen
    - Amanita pantherina kann man ausschließen, siehe Form der Stielbasis sowie Anordnung der Velumflocken auf dem Hut.
    Weitere Arten kommen eigentlich nicht in Frage, auch der Porphyrbraune (Amanita porphyria) unterscheidet sich in der Stielbasis, und das ist hier absolut ein hartes Merkmal.



    LG, Pablo.

    Hallo, Christian et al.!


    Wow, ist ja irre, was es bei euch an Pilzmassen gibt! 8|
    Einen Fruchtkörper mit Hut und Stiel habe ich seit Wochen nicht mehr gesehen hier. Immerhin: Auch in der nördlichen Oberrheinebene ist jetzt endlich schönes Wetter!
    Vielleicht kommt ja doch onch was in ein paar Wochen.


    Deine Bilder sind echt schön, Christian. Aber das hatte ich ja hoffentlich schon mal geschrieben.


    Das Stummelfüßchen auf dem letzten Bild kann natürlich auch Crepidotus cesatii (Entferntblättriges Stummelfüßchen) oder eine andere Art sein. Ohne Mikro ist das nicht zu bestimmen.


    An einen Gezonten Ohrlappenpilz kann ich leider nicht glauben.
    Den kenne ich recht gut, ist hier im Südwesten eine häufige Art.
    Hier fehlen mir die Runzeln des Hymeniums, die Farben passen nicht für einen vollgesaugten Fruchtkörper und die Art wächst auch sehr ungerne an dünnem Substrat, typisch sind dicke Stümpfe und Stämme.
    Das wird eine Schichtpilz - Art sein, zur genauen Bestimmung müsste man mal mehr Details sehen. Stereum hirsutum (Striegeliger) kommt in Frage, genauso wie eine oder zwei weitere Stereum - Arten, aber auch Chondrostereum oder Amylostereum oder Porostereum.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich hab' was verpasst!
    Darf ich trotzdem noch mitmachen?


    Dann würde ich vorschlagen, daß zu den gefüllten Calamari auch Tompiffge ganz hervorragend passen. Die kommen in die Schinken - Käse - Füllung rein. Schmeckt nach meiner Erfahrung ausgezeichnet.


    Und ganz junge Schmetterlingstrameten sehen so aus:


    Das oben im Startbeitrag bei Nummer 3 ist meiner Ansicht nach schon eine Phlebia radiata, wie ich sie kenne. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Christian!


    Die Stypella auf den Makrobildern von Ingo oben wächst nicht mehr. An den Basidien und Sporen sieht man ja, daß das ein reifer Fruchtkörper ist. Das einzige, was da noch passiert, ist daß der braun wird und rasch von Tierchen und Bakterien abgebaut wird.


    Der Pilz, den du zeigst, ist etwas Anderes.
    Ich nehme mal an, die Zähnchen sind bei dir doch deutlich länger als 1 mm, bei der Stypella dürften sie klar kürzer sein. Abstände und Gestalt der Zähne sind anders, auch die Färbung weicht ab. Das sind alles variable Merkmale, aber wenn so viel zusammen kommt, dann sucht man besser woanders nach.
    Das Problem ist:
    Bei 99% aller Funde hast du bei solchen Rindenpilzen mit Zahnförmigem Hymenophor nur mit mikroskopischen Merkmalen eine Chance auf Bestimmung. Da gibt es wesentlich mehr als 100 Arten aus diversen Gattungen, Familien und Ordnungen, die (meistens eher dünnen) Beläge mit zahnförmigem, stacheligem oder warzigem Hymenophor bilden.
    Die einzelnen Arten sind im optischen Aussehen oft noch extrem variabel. Bei deinem Fund zB würde ich nicht mal das allgegenwärtige Chamäleon Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) ausschließen wollen.
    Oder Mycoacia oder Hyphodontia oder Radulomyces...
    Da gibt es einfach viel zu viele Möglichkeiten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Das Problem ist:
    M. sanguinolenta kenne ich als ein ziemlich winziges Pilzchen, das auch gerne eher einzelgängerisch daherkommt. Aber wirklich oft habe ich den noch nicht gefunden.
    Bei deinem Fund sieht's aber doch so aus, als wäre der Hut schon erkennbar breiter als 1 cm; insgesamt scheint der mir für die Art zu kräftig und zu üppig. Aber da ich ansonsten auch keine sachdienlichen Hinweise liefern kann...
    Allerdings gibt's doch im Tintling derzeit eine schöne Fortsetzungsserie über Helmlinge? Vielleicht kann man da mal etwas rumstöbern.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Den ausschweifenden Diskussionen zum aktuellen Rätselpilz entnehme ich mal, daß ich doch einfach etwas mehr zeigen soll:


    Vielleicht mag ja noch eine zweite Person einen Tip einsenden.
    Wenn freilich jemand als einziger eine Antwort abgibt, und die auch noch richtig ist, erhält die / der betreffende Rätsler/in in der nächsten Runde einen Bonushinweis via PN. :evil:
    Kann man so einen Vorteil jemandem zugestehen?
    Da seid ihr gefragt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Der ist ja hübsch. Ein Rindenpilz und zugleich ein Zitterling: Das ist genau der Pilz für mich. Die Basidien sind schon auffallend hübsch. Das würde der Fachmann jetzt Phragmobasidien nennen, korrekt?
    Immerhin: Wenn man sich die Verwandschaft (also Genus Tremella) anschaut, dann ist da jedenfalls eine Ähnlichkeit erkennbar.


    Und Exidia müsste ja auch in dieser Ordnung stehen? Denn die Nachbargattung von Exidia ist ja Exidiopsis, das sind ja auch solche dünnen Beläge mit solchen Basidien. Und Sebacina natürlich auch. Sebacina crystallina wäre dann ja auch ein Synonym zu Stypella vermiformis.
    Ungeschickterweise aber auch Dacrymyces vermiformis, was ja nun von der Verwandschaft gar nicht passen würde. Daher wahrscheinlich auch die Umkombination?


    Bei IF und SF steht Stypella übrigens bei den Auriculariales. Für mich absolut nicht nachvollziehbar, da lässt sich ja auch mikroskopisch keine Parallele erkennen. Da hält man sich wahrscheinlich besser an MB. Auch wenn ja nicht auszuschließen ist, daß hier wieder eine Sequenzierung zugeschlagen hat.


    Wie auch immer:
    Danke für die Vorstellung! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Ich freue mich, wieder Bilder von dir zu sehen! :thumbup:
    Schöne Aufnahmen hast du da. ich nehme mal an, der weiße Flausch wäre dann die Anamorphe?
    Hast du den Käfer mitgenommen, vielleicht kann man ja in Kultur noch die Hauptruchtform erscheinen lassen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!



    was spricht denn bei dem Tintling gegen Parasola megasperma?


    Keine Ahnung.
    Ich kenne ja aus dem Bereich (Nachbargattung) eigentlich nur den Schopftintling und den Grauen Faltentintling.
    Aber wenn es denn reichen sollte, daß der Gattungsspezialist den Pilz schon übers Forum erkennt, dann muss er ja nicht verschickt und / oder sequenziert werden. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Seiten Bug.
    In der Tat, ich glaube, jetzt hat er mich zum ersten mal auch erwischt.


    Und, ähm...
    Irgendwie hatte ich gedacht, du wärest letztes Jahr im herbst beim Treffen in Offenbach schon dabei gewesen. Da hatten wir ein paar große Klapperschwämme gefunden. Aber irgendwie...
    Vielleicht Wunschdenken.
    Umso mehr drücke ich die Daumen, daß dir bald ein solcher Pilz zur Verfügung steht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Genau so sieht's aus.
    Wegrandpilze sind eine klasse für sich. Gerade in diesen Zeiten, denn die Wegränder sind ja oft etwas feuchter durch die Verdichtung des Untergrundes und / oder kleine Gräben. Da kann eben noch was wachsen. Das Gelände ist etwas offener, es kommt Licht hin; das mögen viele Arten ja auch.


    Wegrandpilze sind so eine Konstante, die einfach ein guter Indikator ist.
    Wo die Wegränder gut bevölkert sind, kann man auch mal ins Gehölz abbiegen. Heißt für meine Gegend derzeit: Man kann es auch lassen. Die Wegränder hier sind genauso pilzfrei wie der Rest der Welt.


    Diese Rädchentintlinge sind schon komisch.
    Vor einigen Wochen hatten wir bei Markus auch so einen Wegrand - Rädchentintling aufgesammelt, der nicht abschließend zu bestimmen war. Und wenn da selbst bei Björn nur ein Achselzucken die schlussendliche Bestimmung war, hätte man den höchstens noch an einen Spezialisten schicken können. Der dann möglicherweise auch nur festgestellt hätte, daß der Fund zu keiner bekannten Art passt, sequenziert werden muss, und hoffentlich irgendwann Material auftaucht, das dazu taugt, die Art irgendwie beschreiben zu können.


    Boiiiiing.


    Tolle Bilder und Beschreibungen, danke! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Birki!


    Limacella guttata sollte schon entweder Tröpfchen an den Lamellen bzw. an der Stielspitze haben, oder aber dunkle Pünktchen, wenn die Tröpfchen weg sind.


    Ich denke eher, du hast da eine weiße Farbform des Eingesenkten Wulstilngs (Amanita excelsa var. excelsa) gefunden. Ist im Grunde nichts anderes, als ein Grauer Wulstling (Amanita excelsa var. spissa), der sich eben durch die tief im Boden steckende und weniger knollige Stielbasis unterscheidet. beide Varietäten können rein weiße Farbformen bilden.


    Lactarius subdulcis finde ich übrigens recht passend, aber dann sollte schon irgendwo eine Buche (oder zur Not eine eiche) in der Umgebung stehen.


    Noch eine Anmerkung zu dem Champignon (Pilz 13 im Startbeitrag):
    Zu klären ist der so natürlich nicht. Aber eine rötende Art wird es jedenfalls sein. Kannst du den Geruch da näher beschreiben? Denn die Röter riechen ja größtenteils eher unspezifisch (nach Zuchtchampi eben).
    Einige Arten auch unangenehm urinartig. Im Alter freilich riechen sie - wie alle vergehenden Pilze - nach Gammel und Aas.



    LG, Pablo.

    Hallo, Gregor.


    Sicher, trocken ist er. Aber ich behaupte, da sind trotzdem die wesentlichen merkmale gut zu erkennen. Bis auf eines, das halt beim Abmachen irgendwie im Boden blieb.
    Du hast ja nun drei Otionen zur Auswahl. Zu allen drei Arten gibt es viele Beschreibungen und Bilder in der Literatur und im Netz, weil alles ja sehr häufig vorkommende Arten sind.
    Wenn du dich da mal dransetzt und ein paar Vergleiche anstellst, kannst du den bestimmt auch ohne Vorbehalt speichern. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo.


    Habe ich das nun falsch verstanden?
    Ich meinte natürlich nicht, die ungeklärten Funde in den Portraits zu diskutieren. Das ist ja nicht Sinn der Sache. Dafür gibt es andere Plätze. Und ich traue auch eigentlich allen zu, ein wenig selektieren zu können. Natürlich findet man unendlich oft zB Xerocomellus pruinatus, da muss nicht jeder bestimmte Fund ins Portrait. Eine gute Auswahl tut's ja auch, so daß die Variationsbreite, die man selbst aus den Funden wahrnimmt, eben gut dargestellt wird, einzelne bestimmungsrelevante Merkmale kann man dabei immer noch hervorheben.


    Mittlerweile versuche ich auch, meine eigenen Bilder zu reduzieren. Dazu bastele ich mir eine Kollektion so hin, daß ich möglichst alles auf einem Bild habe: Stehende Fruchtkörper, bei denen man Stiel und Hutoberfläche sieht, idealerweise in mehreren Altersstufen, zwei Fruchtkörper daneben oder davor gelegt, so daß man die Fruchtschicht und die Stielbasis erkennen kann. einer der beiden Fruchtkörper auch durchgeschnitten, dann hat man das auch gleich im Bild.
    An Stiel und Röhren wurde auch gleich gedrückt, so daß man das auch mit auf dem Bild hat, wenn das bunt wird.
    So.
    Und hat man nun drei Kollektionen untersucht und sicher bestimmt, dann hat man idealerweise drei Bilder.
    Und wie Ingo schreibt: Das ist schon etwas Arbeit.
    Hat man den Fund nämlich noch mikroskopiert, kommt da auch noch was dazu. Idealerweise kann man das als Kollage machen, wäre also ein weiteres Bild.
    Dazu zwei drei Worte zum Fundort und Fundumständen, vielleicht ein paar Stichworte zu Besonderheiten, die auf den Bildern nicht zu sehen sind.



    LG, pablo.