Beiträge von Beorn

    Hallo, Michi!


    Nein, bei so einem Ungetüm kommt wahrlich nichts anderes in Frage. :thumbup:
    Ob du den noch seiner Rolle in der Nahrungskette zuführen willst, musst du selbst entscheiden.
    Ich selbst nehme nur kleinere mit die innen möglichst noch kaum wattig sind. Aber ich kann's verstehen, wenn man was lange gesucht hat und endlich findet...



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Es wird wieder schwierig. Liegt wahrscheinlich wieder mehr an meinen Mikrokünsten als am Pilz.


    Gefunden letzte Woche auf dem Mannheimer Friedhof, anbei eine Eiche und eine Zierbuchenhecke.
    Die Pilze wuchsen teils im weichen Boden eines Grabes, teils ziemlich eingesenkt, andere pressten sich zwischen einem Stein und dem Kiesweg aus dem Boden. Ich nehme an, daß darum die Knolle nicht so richtig dick werden wollte.
    Ansonsten: Gesamthöhe der FK bis ca 9 cm
    Hutoberfläche radialfaserig
    Stielbasis leicht knollig, macht aber einen etwas plattgedrückten Eindruck (Wuchsumstände)
    Geruch irgendwie süßlich, nicht inocyboid
    KOH - reaktion am Hut negativ
    Kaulos vorhanden
    Cheilos vorhanden (keulig)
    Pleuros fehlend
    Sporen maximal kaum mehr als 10 µm, "teils etwas bohnenförmig" kommt schon hin
    Basidien keulig, 4-sporig


    Bilder:


    Kaulozystiden:


    Sporen:


    Cheilozysztiden:


    Was meine dünne Literatur und eine Webrecherche so hergibt, käme Inocybe cookei schon hin.
    Inocybe flavella scheint mir nicht zu passen.
    Gibt es noch weitere Alternativen mit den Merkmalen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Die Blaufärbung bei X. rubellus ist sehr variabel, offenbar auch bei der Nachbarart (Xerocomellus communis / engelii). Jürgen Schreiner hat dazu gestern ein paar interessante Zeilen geschrieben.
    Hier kann man aber nichts sagen, weil die Stielbasis fehlt. Mit so einer Blaufärbung kann's zB auch Xerocomellus cisalpinus sein .



    Hallo, Jan-Arne!


    Deinen Pilz halte ich auch ohne Pünktchen für X. rubellus. Da ist einfach zu wenig orangenes Fleisch in der Stielbasis. Vielleicht musst du auch mal ein paar mehr Scheiben runteschneiden und angucken, die Pünktchen sind nicht gleichmäßig verteilt.
    Zu den fehlenden Pünktchen hat übrigens gestern Jürgen Schreiner ein paar interessante Zeilen geschrieben. Das bezog sich aber auf die NAchbarart (Xerocomellus communis / engelii).


    ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Sven!


    Ich kann doch nichts dafür!
    Der Pilz hat sich mir förmlich aufgedrängt, der wollte untersucht werden. In dem Waldstück wuchs ja kaum was außer Sommersteinpilzen, Grünen Knollis und Zonenmilchlingen. Und irgendwas mus ja mit, was nicht sofort klar ist.


    Trockenprodukt ist in Arbeit, kannst du gerne bekommen, wenn du magst.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Na also, da sind sie ja, die Pünktchen. :thumbup:


    PS.: Schon im ersten Bild ganz unten in der Stielbasis. Ich sagte ja, sie sind klein, und eventuell tut da eine Lupe not.
    Kannst ja auch mal die Portraits vergleichen, da ist bei X. rubellus auch eine Makroaufnahme von den Pünktchen drin.



    LG, pablo.

    Hallo, Rosasporerfreunde!


    Hier komme ich nicht weiter.
    Wahrscheinlich sollte das entweder Entoloma undatum oder Entoloma lanicum sein. Leider behaupten die bisher eingesehenen Quellen (eher mager) recht Unterschiedliches, was die Unterscheidung betrifft.
    Dabei geht es hauptsächlich um Merkmale wie die Zonierung des Hutes und die Ausprägung des Hutfilzes. Daß das für eine konstante Abgrenzung taugt, kann ich mir nicht vorstellen.


    Aber ich kann euch mal den Pilz vorstellen.
    Gefunden letzte Woche in einem eher feuchten und schattigen Waldstück in der Oberrheinebene bei Mannheim.
    Boden neutral bis schwach basisch, unter Wildkirsche, Buche, Kiefer und einigen kleineren,mir unbekannten Laubbäumen.
    Wachstum auf völlig vermorschtem, übermoostem Kiefernholz.
    Fruchtkörper mittelgroß, bis ca. 2,5cm Hutdurchmesser, Hut jung abgeflacht, bald tief genabelt, nicht hygrophan, Hutoberfläche mit feinen, anliegenden Haaren, Lamellen deutlich herablaufend.
    Kein besonderer Geruch festgestellt.
    Mikroskopisch zeigen sich 5eckige Sporen, so ganz grob 8-10 µm lang (gemessen an breitester Stelle); Basidien 4-sporig, Zystiden keine gefunden (sollten da welche sein, dann wären sie extrem unscheinbar)
    Huthaut aus liegenden, teilweise auch aufsteigenden Hyphen, keine kugeligen Elemente, Pigment scheint sowohl extrazellulär als auch intrazellulär vorzuliegen.


    Bilder:





    Sporen:


    HDS:


    Lamellenschnitt:


    Lamellenschneide:


    Ich weiß, die Mikrobilder sind eine Zumutung, aber vielelicht weiß ja jemand, ob es zwischen den oben genannten Arten irgendwelche verlässlichen trennmerkmale gibt?



    LG, pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Und ich würde jetzt X. armeniacus absolut ausschließen wollen. ;)
    Schade, daß die Stielbasis unscharf ist, aber spätestens wenn du mit einer Lupe draufguckst, wirst du die Pünktchen sehen.
    X. armeniacus hat deutlich orange gefärbtes Stielfleisch von der Basis bis ca. 1/3 der Stiellänge, und blaut im oberen Stieldrittel sowie teils auch im Hut.



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Auch wenn's mir von dem Aussehen auf dem ersten Bild gar nicht gefällt:
    Phellinus ferruginosus kann offenbar an senkrechtem Substrat solche Knubbel bilden. An Robinie kann der auch vorkommen.
    Ich habe die Art aber noch nie so wachsen sehen.
    Phellinus punctatus habe ich schon an Robinie gefunden, aber das scheint mir von der Wuchsform noch weniger hin zu kommen.



    LG, pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Das Wichtigste zur Bestimmung von Filzröhrlingen hast du vergessen: Das Schnittbild.
    Die kleinen, rötlichen Pünktchen in der Stielbasis und der völlig andere Farbverlauf im Schnitt sowie das andere Verfärbungsmuster hätten dir nämlich klar gesagt, daß das nicht X. armeniacus, sondern X. rubellus ist. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl!


    Sowas betrachtet man doch allzeit gerne. :)
    Saftlinge sind schon da? Dann muss ich jetzt eigentlich weg und ein paar Stellen abklappern, die ich mir im Winter vorgemerkt hatte. Eine richtige, artenreiche Saftlingswiese hier in der näheren Umgebung suche ich noch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Dann musst du's aus der Erinnerung machen:
    Bei P. arcularius ist die Hutoberfläche filzig, höchstens ganz fein schuppig, bei P. tuberaster findest du einige grobe, anliegende Schuppen. Das Fleisch von P. tuberaster ist zäh, aber irgendwie schwammig - wäßrig. Da kann man teils den Saft rauspressen.
    P. arcularius ist eine dünnfleischige Art, auch zähelastisch, aber eher ledrig, Wasser rausdrücken kann man da nicht.



    LG; pablo.

    Hallo, Mario!


    Schicke Ergänzung, danke dir. :thumbup:
    Die Lorchel würde mich auch interessieren. Hoffenltich kannst du die jemandem mit einem guten Mirko schenken.


    Der Stielporling ist sehr wahrscheinlich Polyporus arcularius.
    Hast du da noch ein Bild von der Hutoberseite? Dann könnte man einen ungewöhnlich ausgeprägten P. tuberaster ausschließen.



    LG, Pablo.

    Hallo, KillApp!


    Also ohne Bild kann es erstmal alles Mögliche sein.
    Wahrscheinlich aber eine Ziegenlippe. ;)
    Mach mal Bilder, Schnittbild incl. Stielbasis nicht vergessen, dann schaun mer mal. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Boletus depilatus Redeuilh
    Gefleckthütiger Röhrling, Gehämmerter Röhrling, Verdallerter Röhrling
    Synonyme:
    - Hemileccinum depilatum (Redeuilh) Sutara
    - Xerocomus depilatus (Redeuilh) Manfr.Binder & Besl



    Familie: Boletaceae
    Ordnung: Boletales
    Klasse: Agaricomycetes



    Hut: Hutoberfläche schon jung mit auffallenden Vertiefungen, besonders zum Hutrand hin; anfangs als langgezogene Grübchen, später den +/- ganzen Hut wie ein –žKraterfeld–œ überziehend (Hut sieht aus wie ein Autodach nach einem massiven Hagelschlag!), die Gruben und Dellen sind irgendwie unregelmäßig gefärbt, was außerdem zu einer marmorierten Optik führt; ansonsten erscheint der Hut haselnussbraun bis ockerbraun, jung dunkler, im Alter blasser werdend; Oberfläche fein filzig bis samtig; auf Druck nicht blauend


    Stiel: meist keulig, seltener zylindrisch, Stielbasis gerne etwas spindelig; Oberfläche gelblich bis ockergelb; ohne Netzzeichnung, aber +/- auf ganzer Länge mit meist recht feinen, gelblichen bis rötlichen Pusteln bedeckt; zur Stielbasis hin auch hin und wieder mit rötlichen oder rotbraunen Flecken; auf Druck ohne Verfärbungen, Fraßstellen bisweilen etwas rötlich


    Röhren: schon jung leuchtend gelb und lange so bleibend, erst im Alter schmutzig gelb bis olivgelb; Poren fein, gleichfarbig, bei trockener & heißer Witterung gelegentlich mit rostroten Porenrändern; bei Verletzung / auf Druck niemals blauend


    Fleisch: fest, cremeweißlich bis gelblich, vor allem im Hut und im Hut- Stielübergang gerne leuchtend gelb, auch direkt unter der Stielrinde, in der Stielbasis mit zunehmendem Alter auch mal mit rostroten oder rotbraunen Flecken; Geruch zumindest in der Stielbasis beim Reiben jodartig, Geschmack mild; niemals blauend, gelegentlich im unteren Stielteil bass rosabräunlich


    Speisewert: essbar, aber schonenswert


    Sporenpulver: olivbraun


    Vorkommen: Meist in den Sommermonaten bei Laubbäumen (gerne Hainbuchen oder Eichen) auf kalkhaltigen Böden, in Wäldern an eher lichten Stellen oder an Sekundärstandorten wie Parks und Friedhöfen; in Deutschland insgesamt zerstreut und selten; kann in Jahren mit ungünstigher Witterung ausbleiben.


    Verwechslungen: Der Fahle Röhrling (Boletus impolitus) ist sehr ähnlich. Das sicherste Merkmal zur Unterscheidung ist die eher ebene (nicht grubig verdallerte) Hutoberfläche bei B. impolitus mit +/- regelmäßiger Farbverteilung und tendenziell etwas stärker ausgeprägtem Filz; insgesamt erscheint B. impolitus etwas heller und der Geruch nach Jod / Krankenhaus ist stärker ausgeprägt, die beiden letzten Merkmale sind allerdings stark variabel.
    Ansonsten hebt sich der Gefleckthütige Röhrling durch den ungenetzten Stiel, fehlende Blaufärbung und Jodgeruch recht deutlich von anderen Dickröhrlingen ab.
    So hat zB der Anhängselröhrling (Boletus appendiculatus) einen genetzten Stiel und blaut meist ein wenig bei Verletzung der Röhren. Der Starkriechende Röhrling (Boletus fragrans) blaut deutlich bei Verletzung der Röhren und meist auch im Schnitt.
    Größer sind die Ähnlichkeiten zu einigen Filzröhrlingen.
    Die Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) hat normalerweise eine ebene, nicht grubige Hutoberfläche, blaut oft etwas an den Röhren und im Hutfleisch; wenn sie in ihrer stämmigen Form auftritt, ist der Stiel zumiest auch netzartig gerippt.
    Der Braune Filzröhrling (Xerocomus ferrugineus) hat im Schnitt cremefarbenes bis weißliches Fleisch und keinen grubigen Hut.
    Ähnliche Raustielröhrlinge wären solche mit gelblichen Poren, also vor allem der Gelbporige Raufuß (Leccinum crocipodium) und gelegentlich der Hainbuchenröhrling (Leccinum carpini). Bei beiden verfärbt das Fleisch nach einer Weile lilagrau bis grauschwarz.


    Anmerkungen: Interessanterweise firmiert der Pilz momentan bei SpeciesFungorum zB wieder als Boletus. Das wechselt aber regelmäßig. Ob er dann beim nächsten Wechsel wieder Hemileccinum oder doch Xerocomus oder irgendwie ganz anders heißt, bleibt gelassen abzuwarten. Man kann da getrost einem etwas weiter gefassten Gattungskonzept von Boletus folgen und diesen Pilz sowie seinen ebenhütigen Bruder einfach in der Gattung belassen.



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Boletus impolitus = Fahler Röhrling<
    >Boletus appendiculatus = Anhängselröhrling<
    >Boletus fragrans = Starkriechender Röhrling<
    >Xerocomus subtomentosus = Ziegenlippe<
    >Xerocomus ferrugineus = Brauner Filzröhrling<
    >Leccinum carpini = Hainbuchenröhrling<
    >Leccinum crocipodium = Gelbporiger Raufuß<

    Boletus radicans Pers.
    Wurzelnder Bitterröhrling
    Synonyme:
    - Caloboletus radicans (Pers.) Vizzini
    - Boletus albidus Schaeff.
    - Boletus amarus Pers.
    - Boletus pachypus Fr.



    Familie: Boletaceae
    Ordnung: Boletales
    Klasse: Agaricomycetes



    Hut: Vor allem im Alter oft breiter als der Stiel lang, mittelgroß bis groß (30cm), gerne etwas unregelmäßig, uneben, auch im Alter kaum vollständig verflachend; Huthaut jung fein filzig, im Alter schorfig und oft grobschollig aufschälend; silbergrau, graubraun, graugelb, gelbocker, ockerbräunlich, jung gelegentlich auch mit rosa Farben; Hutoberfläche auf Druck nicht blauend, höchstens etwas bräunlich fleckend


    Stiel: meist kurz, kräftig, jung bauchig bis keulig, im Alter auch keulig bis zylindrisch; Stielbasis gerne etwas spindelig verjüngt bis wurzelnd; Oberfläche gelblich, vor allem an der Stielspitze oft kräftig leuchtend gelb, darunter blasser, von der Stielbasis her grau bis graubraun überlaufen, gelegentlich auch mit rötlichen Pünktchen oder Bändern; Stielnetz fein bis deutlich, gelblich oder gelbbraun, oft nur im oberen Stieldrittel erkennbar, im Alter teilweise vergänglich und dann kaum noch zu sehen; Stieloberfläche jung auf Druck blauend


    Röhren: gelb bis oliv, bei Verletzung blauend; Poren gleichfarben, fein, auf Druck blauend; im Alter vor allem bei trockener, heißer Witterung auch rostrot überlaufen


    Fleisch: weißlich, nur jung und / oder in Stielbasis blassgelb / ockergelb; bei Verletzung blauend, alte Fruchtkörper im Schnitt im Stiel auch mit charakteristischer Rotfärbung; Geruch bei alten FK im Schnitt nach Maggi; Geschmack bitter


    Speisewert: kein Speisepilz (Geschmack grauenerregend)


    Sporenpulver: olivraun


    Vorkommen: Die Art scheint sich in Deutschland auf Sekunderstandorte spezialisiert zu haben. Am häufigsten findet man Fruchtkörper in den Sommermonaten in Parks und Gärten, auf Friedhöfen, an Straßenrändern, Grasstreifen zwischen Gehwegen und Straßen usw., auf kalkhaltigen Böden (Kalk kann auch durch Bautätigkeiten eingebracht sein) bei diversen Laubbäumen (ob auch Nadelbäume?) an hellen Standorten.
    Der Pilz ist dank seiner Spezialisierung auf die beschriebenen Ruderalstandorte gebietsweise verbreitet und insgesamt nicht selten.


    Verwechslungen: Sehr ähnlich dürfte Boletus kluzakii sein, eine bislang meines Wissens nur aus Tschechien bekannte Art mit ebenfalls bitterem Geschmack. Ein wesentliches Merkmal zur Unterscheidung soll die zweischichtige Huthaut von B. kluzakii sein. Diese sei zweischichtig, die untere Schicht rosa bis rötlich. Das führt dazu, daß der Hut von B. kluzakii jung hell grauweißlich bis ockerlich sein soll, bei Verletzung (Reiben) aber rosa fleckend. Im Alter tritt die untere Huthautschicht mehr und mehr zu Tage, was zu zunehmenden Rosatönen am Hut führt. B. radicans hat höchstens ganz jung Rosatöne am Hut.
    Der Schönfußröhrling (Boletus calopus) ist ebenfalls bitter. Er unterscheidet sich durch einen meist gröber genetzten Stiel mit deutlichen Rottönen, und bevorzugt meist andere Standorte.
    Es gibt einige mild schmeckende Röhrlinge, die ähnlich sehen können.
    Der Satansröhrling (Boletus satanas) ist durch die anderen Stielfarben (kaltes rosarot, wenn Stiel gelb, dann zumindest Netz rötlich) und die roten Poren gut zu unterscheiden.
    Der Silberröhrling (Boletus fechtneri) ist ein eher kleiner Pilz, der sich durch sein –žzweifarbiges–œ Schnittbild gut unterscheiden lässt (Hutbereich blauend, Stielbereich blass rosa). Das selbe gilt für den blauenden Königsröhrling (Boletus fuscoroseus).
    Der Fahle Röhrling (Boletus impolitus) blaut nicht und hat keinerlei Netzzeichnung am Stiel.
    Sommerstenpilze (Boletus reticulatus) blauen nicht.
    Netzhexen (Boletus luridus) bauen stärker, haben oft ein kräftigeres Netz, andere Hutfarben, rötliche Poren und meist einen roten Röhrenboden.
    Der Gallenröhrling (Tylopilus felleus) hat niemals Gelbtöne an Röhren und / oder Poren.


    Anmerkungen: Weil ja die Geschmacksprobe bei gelbporigen Röhrlingen oft ein wichtiges Kriterium ist, hier mal ein kleiner Hinweis: Mit großer Verwunderung lese ich oft über so genannte –žLeckproben–œ und die anschließende Behauptung, der Pilz sei ja gar nicht bitter.
    Oder daß sich jemand ein –žFitzelchen Pilz auf die Zungenspitze legt und gleich wieder ausspuckt–œ.
    Sowas ist natürlich keine Geschmacksprobe, dann kann man es auch ganz lassen. Genauso sinnvoll wäre es, mit verbundenen Augen ein Buch lesen zu wollen.
    Geschmacksprobe funktioniert folgendermaßen:
    Ein gut erbsengroßes Stück Pilz in den Mund nehmen und kauen. Die Kauprobe im Mund hin und her bewegen, so daß auch überall auf der Zunge was ankommt. Den Vorgang kann man ruhig auch mal auf bis zu zwei Minuten ausdehnen, bei Röhrlingen reicht meist aber eine Minute (sind ja keine Ritterlinge oder Täublinge).
    Probe nicht runterschlucken, während Kauvorgang auch keinen Speichel schlucken, nach Ausspucken der Probe Mund spülen. Kauproben nur anwenden, wenn es Sinn ergibt: Also wenn die Gattung bekannt ist (also stark giftige Pilze ausgeschlossen sind) und der Geschmack zur Arterkennung relevante Merkmale liefert.



    Bilder:



    Verfärbungsmuster bei Uraltpilz:

    Überreste eines Stielnetzes im Alter:



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Boletus kluzakii = Kluzaks Bitterröhrling
    >Boletus calopus = Schönfußröhrling<
    >Boletus impolitus = Fahler Röhrling<
    >Boletus fechtneri = Silberröhrling<
    >Boletus reticulatus = Sommersteinpilz<
    >Boletus luridus = Netzstieliger Hexenröhrling<
    >Tylopilus felleus = Gallenröhrling<

    Hallo.



    ...Eichen-Filzröhrling...


    Halte ich optisch auch für passend.
    Schade, daß das Schnittbild mehr ein Bruchbild ist. So fehlen leider wieder mal entscheidende Merkmale, wie zB mögliche orangerote Pünktchen in der Stielbasis.
    Filzröhrlinge nur nach äußerer Optik zu bestimmen, das kann dann nach ein paar hundert sorgfältig untersuchten Funden klappen. Davor sollte man schon alle relevanten merkmale überprüfen und abgleichen.


    Dann weiß man zB auch, daß Geschmacksproben bei Filzröhrlingen nicht bestimmungsrelevant sind, kann man also auch lassen.
    Viel wichtiger als die Hutfarben ist die Struktur der Hutoberfläche, das ist allerdings auch eine Übungssache, die richtig lesen zu können und entwickelt sich so mit der Zeit, wenn man mehr und mehr Funde zuvor anhand der sichereren Merkmale bestimmt hat.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Ziemlich groß für einen Zweifarbigen, auch die grobe Stielnatterung passt nicht wirklich.
    Laubwald auf Kalkboden? Und sehe ich da eventuell Wülste oberhalb der Stielscheide?
    Hast du mal mit Amanita ceciliae (Riesenscheidenstreifling) verglichen?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja, 400MB sind das Maximum für eine Datei, nach der Breite wird dabei nicht gefragt. Bisher hat die Software die Bildbreiten einfach automatisch angepasst, breitere Bilder konnte man durch Anklicken in der Originalgröße abrufen.
    Wird sicher in der näcshten Zeit wieder eingestellt wie gehabt.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das mit dem automatischen Anpassen der Bildgrößen hat ja bis vor einigen Tagen auch funktioniert. Warum das jetzt ein Problem macht, keine Ahnung.
    Ich bin aber sicher, die Admins bekommen das bald in den Griff.


    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Jau, das ist ein schöner Bericht. Danke da für! :)
    Was haltet ihr denn bei der Lorchel von einer albinotischen Grubenlorchel (Helvella lacunosa)?


    Die kleinen Knöpfchen unter 11 sollten Delicatula integrella sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl!


    Danke für den Beitrag, da ist neben den schönen Bildern einiges an Wissenswertem gesammelt.
    Sogar ein bekennender Täublings - Mißachter wie ich kann damit etwas anfangen. Die Gattung ist mir trotz der Schönheit und Vielseitigkeit der Arten momentan noch immer unheimlich, Bestimmungen sind da oft mit einem recht großen Aufwand verbunden. Oft, aber nicht immer.
    Wenn man sich da mal ein wenig reinarbeitet, ist es sicher ein tolles Forschungsgebiet. Kommt noch, irgendwann wage ich mich da auch mal noch ein bisschen weiter vor. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Wenn ich mich richtig erinnere, ist dieser SQL - Error ein Problem des Servers. Das hat also nichts mit dem Forum an sich zu tun, was doppelt nervig ist, weil Alex (freeze) und Andreas (unsere Admins) da nicht wirklich was machen können.


    Moderatoren haben keinen Zugriff auf die Software (ist auch gut so, ich würde da mehr kaputt als ganz machen wahrscheinlich).
    Das mit der Bilderanzeige sollte sich aber wieder richten lassen, hoffe ich.
    Der Betrieb des Forum läuft halt komplett ehrenamtlich, die Admins machen das in ihrer Freizeit.
    Bis dann solche Probleme gelöst werden, dauert es natürgemäß mal ein Weilchen. Erst muss ja der Fehler gefunden werden, dann nach der Lösung geforscht und dann noch alles eingerichtet werden.
    Und das muss alles so nebenher laufen, neben Arbeit, Familie, Haushalt, Freunden und was sonst noch so anliegt.


    Die Kritik und Fehlersammlungen sind aber wichtig, damit die auftretenden Probleme gut umrissen sind. Das hilft letztlich auch der Behebung.
    Und falls es irgendwelche kundigen Progger, Hacker oder sonstige Spezis in unseren Reihen gibt: Da sind Vorschläge und Hilfestellungen sicher gerne gesehen. ;)


    PS.: Ok, der ist neu.

    Die Fehlermeldung kenne ich noch nicht. 8|



    LG, Pablo.

    Hallo, Christoph!


    Ist ja auch nicht schlimm, ich hocke ja auch immer noch vor diesem eingeschrumpelten Saftporling wie der Ochs vorm Berg und komme nicht voran. :D
    Dann lade ich die Hexen einfach mal in meinem Sammelordner mit nicht abschließend bestimmten Arten ab. Es gibt ja auch so genug Pilze zum Untersuchen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Schwach genetzte Netzhexen haben mich bis vor einiger Zeit auch hin und wieder irritiert. Aber im Grunde kann das Netz bei B. luridus sogar ganz fehlen. Ist aber anscheinend sehr selten der Fall.
    Immerhin: Bei dem Würzburg - WE fanden wir auch welche ohne Netz.
    Die wollte sich Rudi aber noch mal anschauen (weißt du da zufällig was, Christoph?).


    Boletus erythropus ist nahezu ubiquitär und kommt an so gut wie allen Standorten vor. Auf kalkhaltigen Böden braucht es aber zumindest eine oberflächliche Ansäuerung, sonst bildet er keine Fruchtkörper.



    LG, Pablo.