Beiträge von Beorn

    Hallo, Sandra.


    "Boletus speciosus" gibt es durchaus.
    Boletus speciosus Frost ss. auct. europ. (*) ist ein ungültiges Synonym von >Boletus fuscoroseus<.
    Boletus speciosus Frost ss. orig. (**) ist eine nordamerikanische Art, wahrscheinlich hast du dazu Bilder auf einer amerikanischen Seite gefunden. ;)


    (*: ss. auct. europ. = Im Sinne euröpäischer Autoren [also hier eine Fehlinterpretation])
    (**: ss. orig. = Im Sinne der Originalbeschreibung von Frost)



    LG, Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Fälbling scheint hier gut zu passen.
    Ein Sporenabwurf hätte da Klarheit gebracht. Das ist schon sehr hilfreich sowas immer wieder mal anzufertigen. Irgendwann kommt ein Gespür dafür, ob man es mit einem Dunkel-, Rosa- oder Hellsporer zu tun hat. Auch wenn die Lamellen bei Hellsporern dunkel sein können und bei Dunkelsporern weiß.
    Aber bis man da mal die Kniffe raus hat: Sporenabwürfe machen.
    Das gehört zum kleinen 1x1 der Pilzbestimmung.


    Wichtig hier wäre auch der Geruch. Der ist bei Fälblingen oft auffällig, da gibt es Rettich, Marzipan, Kakao, manchmal auch diese Richtungen gemischt und wechselnd je nach dem ob der Pilz verletzt oder unverletzt ist.
    Ohne wenigstens Geruchsangaben und die Ermittlung der Ökologie ist in der Gattung keine Artestimmung möglich. Oft auch nur mit Mikroskop.
    Auch Hebeloma sordescens ist da nur ein Schuss ins Blaue, das würde ich so noch nichtmal mit cf stehen lassen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Judith!


    Die Aufnahmen sind wirklich schön geworden!
    Vor allem die vom Dachpilz. :thumbup:


    Bei dem Kartoffelbovist würde ich mal 5 Chips auf Scleroderma areolatum (Leopardenfellbovist) setzen, wenn wir noch eine Makroaufnahme der Peridie und ein Schnittbild bekommen. Vielleicht geht ja jemand mit.
    Bei dem Filzröhrling verlasser ich mich mal drauf, daß du ein komplettes Schnittbild angefertigt und richtig interpretiert hast. :thumbup:


    Der erste ist ohne wenn und aber Pluteus cervinus. Die freien lamellen sind schon ein Kill - Kriterium gegen das Breitblatt.
    Auch die gesamte Optik ist absolut typisch. Beim Breitblatt wird man kaum diese Hutform finden, ebenso hätte der auch jung schon eine erkennbar radialstreifige Huthaut und keine runzlige Hutmitte. ;)
    Die Lamellen werden erst bei Sporenreife rosa, davor sind sie einfach weiß bis cremeweiß.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    keine Sorge, die Ökologie habe ich im Blick. Oder besser gesagt, die Rotbuchenblätter auf dem Bild. Es reciht ja eine Rotbuche im Fichtenwald, um irgendwo im Umkreis mal ein paar dieser Ritterlinge zum Vorschein zu bringen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Zu dem Ritterling:
    Da müsste man mal die Stielspitze, insbesondere bei voll aufgeschirmten Fruchtkörpern sehen.
    Tricholoma ustaloides (heißt glaube ich auf deutsch "Fastberingter Ritterling", oder war das Tricholoma fracticum?) hat eine auch im Alter noch deutlich weiß abgesetzte Stielspitze. Der wächst bei Eichen.
    Wenn die Stielspitze im Alter nicht abgesetzt weißlich ist und der pIlz im reinen Buchenwald wächst, wäre es Tricholoma ustale (Brandiger Ritterling).



    LG, Pablo.

    Hallo, Sandra!


    "Boletus spec." ist eine Abkürzung und steht für "Boletus species". Das will meinen: "Irgendeine Art der Gattung Boletus".
    Species heißt einfach nur "Art".


    Zu Christians Pilz:
    Das ist Xerocomus subtomentosus (Ziegenlippe) oder Xerocomus ferrugineus (Brauner Filzröhrling).
    Leider sind die Farben auf dem Schnittbild nicht sicher zu beurteilen.
    Das kannst du aber selber fix machen, Christian:
    - Fleisch weißlich bis blass cremegelb und Basismycel leuchtend gelb = Xerocomus ferrugineus
    - Fleisch mit deutlichen Gelbtönen und Basismycel weißlich bis blassgelb = Xerocomus subtomentosus


    Auf die Hutfarben kann man sich zur Trennung der beiden Arten nicht sicher verlassen und wenn dann nur mit einiger Erfahrung. Das Selbe gilt für die Stielzeichnung, der Stiel kann bei beiden Arten glatt, mit Pusteln oder mit netzartig verbundenen Rippen sein.
    X. ferrugineus blaut nie
    X. subtomentosus blaut oft an Poren, Röhren und im Hutfleisch, aber nicht immer
    Die Poren von X. subtomentosus sind oft leuchtend gelb, was aber auch kein wirklich sicheres Trennmerkmal ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Tomentella lateritia passt irgendwie aufgrund der dunkelbraunen Färbung.
    Wie wahrscheinlich ist das?


    Nicht sehr, füchte ich.
    Mit makroskopischen Merkmalen kommt man in der Gattung nicht weit (ungefähr bis zur Gattung). Wenn da jemand nur nach makroskopischer Ansicht einen Arbeitstitel vergeben kann, dann sind das Spezialisten wie Frank Dämmrich, die halt schon etliche hundert Funde untersucht haben.
    Und selbst die Spezialisten würden sich wohl nie auf eine makroskopische Vorbestimmung verlassen, sondern immer noch mirkoskopieren.


    Zur Wahrscheinlichkeit:
    Tomentella sublilacina ist wesentlich häufiger und kann auch so aussehen. Da wäre die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, mit der Art einen Treffer zu landen. Aber sicher nicht höher als 30-40%.



    LG, Pablo.

    Hallo, INgo & Birki!


    Ja, vielleicht ist es tatsächlich ein schlechtes Zeichen. Werde ich altersmilde? Sollte ich in Rente gehen? :/
    Aber nein, ich danke dir für's Mut machen Birki: Jetzt freue ich mich auf deine weiteren Anfragen (solange es keine Täublinge oder Schleierlinge sind) und hoffe, dann dabei so einiges auszusetzen zu haben. :D
    Aber eigentlich ist es ja genau richtig so, du hast Pilze gefunden, bestimmt und gezeigt. Und man kann mal anerkennend sagen, daß du dich damit auch beschäftigt hast, sonst wäre es ja wahrscheinlich nicht alles richtig.



    LG, pablo.

    Hallo, hogunter!


    Nur so zur Ergänzung: Das Schnittbild bei Champis ist nicht optional, sondern gehört zur Bestimmung ebenso dazu wie die Stielbasis, ein Blick auf die Lamellen und ein genauer Blick auf den Ring (auch Ringunterseite) und eine Aufnahme der Hutoberfläche 5 Minuten nach leichtem Kratzen.


    Allerdings ist man in der Gruppe (Anischampis mit großen, fleischig - stämmigen Fruchtkörpern: Agaricus arvensis s.l., Agaricus urinascens s.l., Agaricus osecanus usw.) ohne Mikroskopie auch relativ aufgeschmissen.
    Vom Gesamtbild scheint mir das aber kein Röter zu sein, aber eben dafür macht man ja zB ein Schnittbild und kratzt auch den Stiel an (Verfärbungen sind oft in der Stielrinde besonders deutlich).
    Übrigens: Auch die Gilber aus dieser Gruppe können in der Stielspitze am Stiel - Hut - Übergang schwach röten. ;)
    Den Geruch bekommst du am besten, wenn du mal an der Stielbasis rubbelst. Reibung und Reibungswärme setzen die Gerüche besser frei und oft sind diese in der Stielbasis auch am stärksten ausgeprägt.



    LG, Pablo.

    Hallo.

    Ja was mach ich denn nun? 8|
    Das sind ja eindeutig zwei Sachen auf einmal (NiLa Geburtstag und toller Reisebericht).
    Das ist für mich als Mann eindeutig eins zu viel. :D


    Also der Reihe nach.



    Liebe NiLa!
    10 ist eine ganz hervorragende Zahl!
    Weil ja eigentlich schon zwei Zahlen. Und auch gar nicht mehr weit bis zur 14 zum Beispiel.
    Also jede Mange gute Gründe, genau so weiterzumachen, wie du bist. Und deinen Papa ordentlich auf Trab zu halten (aber nicht allzu arg).
    Und ganz bestimmt noch weitere, solche tollen Urlaube zu erleben, auf den ich auch ganz schön neidisch bin. ;)
    Aber du hast es dir verdient, und dein Papa auch.


    Nach ein paar nila - äh - lila Blümchen musste ich jetzt etwas suchen auf meiner Festplatte, aber die hier gehen wohl:


    Und an dich, Markus, einen herzlichen Dank für die Bilder: Jetzt kann ich's mir noch besser vorstellen und verstehe deine berechtigte Schwärmerei für diese Insel. :thumbup:
    Glückwunsch zu deiner Tochter!



    LG, Pablo.

    Hallo, Helmut!


    Es ist ja nicht so, daß B. edulis gar keinen Kalk toleriert. Er ist da nicht so wahllos wie Boletus reticulatus, aber auch nicht ganz so streng wie Boletus erythropus (der aber auch bei einer leichten Übersäuerung schon auf Kalkböden vorkommen kann).
    Wenn er die Wegränder sucht, dann tut er das wegen dem stärkeren Lichteinfall dort und dem offeneren Gelände. Vielleicht bindet der Schotter der Wege auch mehr Feuchtigkeit als der übrige Waldboden, so daß der Pilz der Feuchtigkeit zuginsten den Kalk toleriert.
    Andererseits sind kalkgeschotterte Wege auch etwas ganz anderes, als ein richtiger Kalkstein im Untergrund. Ich finde an den Wegen im Odenwald in eigentlich überwiegend saurem Terrain schon auch mal kalkholde Arten. Aber solche extremen Kalkzeiger wie zB Boletus satanas oder etliche Schleierlinge werden da niemals wachsen. denen reicht das nicht.



    LG, Pablo.

    Hej.


    Ich meine das nicht generell, sondern auf die Gattung bezogen. Bei Filzröhrlingen machen Geruchs- und Geschmacksproben keinen Sinn.
    Wer was Anderes schreibt, sollte vielleicht erstmal eine ausreichende Anzahl an Funden untersuchen.
    Auch wenn er nussig schmeckt, macht das aus einem Blutroten Röhrling keinen Steinpilz. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Der Geschmack ist nur eben gar kein Bestimmungsmerkmal bei Filzröhrlingen. Alle Arten schmecken mild bis leicht säuerlich.
    Die Blaufärbung kann bei X. rubellus vorhanden sein oder fehlen bzw. erst nach einiger Zeit sichtbar werden.
    Alternativ kannst du den aber auch Xerocomellus engelii / communis nennen.
    Der unterscheidet sich eigentlich von X. rubellus nur durch leuchtendere Farben an Hut und Stiel, aber wenn man mal Kollektionen in der Hand hatte, bei denen komplett braune bis ganz rote Fruchtkörper durcheinander wuchsen, dann zweifelt man da auch etwas an der Trennung.


    Etwas anderes als X. rubellus kommt hier nicht raus, nur auf die Pünktchen in der Stielbasis (siehe Bilder im Portrait) musst du beim nächsten Fund mal achten.


    PS.: Ja, auf Bild zwei ist die Stielbasis zu sehen. Aber ich habe keinen Röntgen - Monitor. Leider. Sollte man mal erfinden. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Birki!


    Schöne Erstfunde, besonderen Glückwunsch zum Gallerttrichter. :thumbup:
    Leider kann ich nur mit Bestätigung aller Bestimmung dienen und habe gar nichts zu nörgeln. Ich hoffe, das ist nicht schlimm. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Eike!


    Zu dem Thema solltest du dich mal mit Lara unterhalten.
    Da bekommst du Informationen aus erster Hand, die einige Dinge, die man sich sonst ao aus der üblichen Netz - Propaganda zusammenreimt, in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. ;)


    PS.: Prima Bilder vom König, danke dafür! :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo, Michael!


    Ohja, Wegrandsteinpilze sind was Wunderbares!
    am besten noch direkt an der Böschung in Armreichweite, dann muss man sich zum Einsammeln nicht bücken!


    Der Täubling ist nicht der >Grüngefelderte<, aber frag' mich bitte nicht, welcher dann. ;)
    Ist nicht so einfach in der Gattung, jedenfalls für mich.


    PS.:
    Aber für Boletus edulis ist der Kalk eher hinderlich, Helmut. Die mögen sauren Boden. Aber andere Arten...
    Da kann man schon feine Sachen finden, völlig klar.



    LG, pablo.

    Hallo, Peter!


    Ja, auf dem Bild mit dem liegenden Pilz.
    Aber da, wo sie auch zur Bestimmung wesentlich beiträgt - nämlich auf dem Schnittbild - da ist sie nicht zu sehen. ;)



    LG, pablo.

    Salut!


    Suillus viscidus sollte in dem Alter jedenfalls in der Stielbasis blauen (mal abgesehen von einigen anderen Sachen, die da nicht passen).
    Die Stielspitze wäre sicher interessant, denn ich stimme Stephan da zu: Elfenbeinröhrlinge werden definitiv zimlich gelb, im endstadium auch im Fleisch.
    Trotzdem halte ich einen alten Schlappen von Suillus grevillei noch für wahrscheinlicher, ausgehend von Habitus und Farben.
    Suillus bovinus hat eine ganz andere Porenform.
    Blieben nur noch die Kiefernbegleiter Suillus luteus, Suillus collinitus und Suillus granulatus.
    Die drei scheinen aber auch nicht recht zu passen.


    Wie schon geschrieben: Farbechte Bilder wären nicht schlecht und auch ein genauer Blick auf den Stiel (von Spitze bis Basis), das ist bei Schmierröhrlingen wichtig zu sehen, ob da Pünktchen sind und wenn ja welche und ob sich da Reste einer Ringzone erkennen lassen und wenn ja wie die Aussieht.


    Das Abziehen der Huthaut kann man sich zu Bestimmungszwecken sparen (und hier auch zu Speisezwecken, weil die Pilze zum essen viel zu alt sind). Bestimmungsrelevante Merkmale kommen da nicht raus.



    LG, pablo.

    Moin, meine Liebe!


    Ich hoffe, du erkennst mich noch, wenn wir uns mal wieder über den Weg laufen.
    Aber die beste Möglichkeit ist die: Freunde einfach mitschleppen zum Pilzen. Macht auch mehr Spaß als alleine. :)



    LG, pablo.

    Jürgen und Tobias!


    Das ist ja eine feine Sache euch hier zu lesen!
    Also herzlich willkommen und gut Pilz ins Saarland! :thumbup:
    Hoffentlich kommt auch bald besseres Wetter, aber dank euch weiß ich ja, daß der Saarländer bei jedem Wetter schwenkt. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Danke, ich hatte ja gar nicht mit einer Antwort gerechnet. Find' ich super! :thumbup:
    Den hatte ich zwar auch auf dem Schirm, habe mich dann aber etwas an Details aufgerieben (Olivton in den Lamellen war glaube ich eins davon). Dann stieß ich auf einige ähnliche Arten, die mir zwar unwahrscheinlich erschienen, aber die Sandkästen rund um Mannheim stehen ja voll von allerhand unwahrscheinlichem Zeugs.
    Vielleicht stelle ich dazu noch mal was ein die Tage, da wollte ich ohnehin noch eine Anfrage zu einem anderen Risßpilz stellen.
    Aber man kommt ja zu nichts, vor lauter Pilzen. :)



    LG, Pablo.