Beiträge von Beorn

    Hallo, Leute!


    Mich würde da insbesondere mal die Farbe des Basismycels interessieren.
    Es gab neulich einige Diskussionen, nach denen ich mir bei der Unterscheidung zwischen X. ferrugineus und X. subtomentosus nur nach der Fleischfarbe gar nicht mehr so sicher bin.
    Zumal hier noch ein ganz interessantes Merkmal zu sehen ist: Die neu gebildete Huthaut an der großen, verletzten Stelle. Das sollte X. subtomentosus nicht können, X. ferrugineus aber sehr wohl.
    Zumindest, wenn ich den Erfahrungen von Jürgen Schreiner da vertraue (was ich in bezug auf Röhrlinge meistens tue).
    Ob noch andere Filzer zu einer spontanen Neubildung der Huthaut fähig sind, ist mir momentan unbekannt.



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Diese Diskussion finde ich gerade absolut bereichernd.
    So sollte das immer sein.


    Ein paar Punkte mag ich noch ergänzen.
    Das ganze Schlamassel ist mehr oder weniger auf meinem Mist gewachsen.
    Andreas hatte für die Administratoren das Bewertungssystem deaktiviert.
    Ich hatte zur Debatte gestellt, ob man das nicht auch bei Moderatoren so halten sollte. Die Argumente dagegen waren schlüssig, aber so kam eins zum anderen und nach kurzer Diskussion im kleinen Kreis wurden die negativen Bewertungen abgeschafft und auch die Möglichkeit von Mehrfachbewertungen.


    Das war wohl von unserer Seite nicht durchdacht und vorschnell gehandelt.
    Es hatte niemand damit gerechnet, daß nun bei einer neuen Bewertung ja die alten Bewertungen (also vor der Umstellung geschriebenen) wegfallen.
    Wir hätten darauf kommen sollen, daß das passiert und dann den Plan wohl auch so nicht umgesetzt.


    Ich bin nach wie vor skeptisch gegenüber dem Bewerten von einzelnen Beiträgen. Und zwar aus ähnlichen Gründen wie Jan - Arne.
    Man kann auch ganz normal danke schreiben in einem weiteren Beitrag.
    Das ist das, was Stephan (Oehrling) meint und wo ich auch zustimme.
    Bewertungen sind nett, aber man sollte dem auch nicht zu viel Bedeutung beimessen.
    Die Anzahl der Bewertungen sagt nicht viel über die Fachkompetenz aus.
    Die ist bei Stephan (Oehrling) oder Nobi deutlich größer als bei mir, trotz niedrigerer grüner Zahl.
    Es läppert sich halt, wenn man viel schreibt.


    Natürlich habe ich auch schon Bewertungen aus persönlichen Motiven verteilt. Einfach um mal zu sagen: "Ich mag dich als Mensch."
    Ist im Grunde auch nicht verkehrt, aber man kann sich echt streiten, ob das System dafür gedacht ist.


    Denn auch aus meiner Sicht ist das hier nicht nur ein Fachforum, sondern auch eine Gemeinschaft von Leuten, die ein gemeinsames Interessengebiet zusammengeführt hat. Und die dann vielfach entdeckt haben, daß noch mehr Gemeinsamkeiten außer Pilzen bestehen.
    Das darf auch ruhig so sein.
    Und schafft eben auch eine gewisse Atmosphäre.


    Noch ein Punkt:
    Mausmann, nimm dir doch vier Tage Zeit zum Bewerten.
    Jeden Tag fünf Bewertungen, und du bist mit der Liste durch. ;)


    Ich plädiere jedenfalls dafür, einfach zum ursprünglichen System zurückzukehren. Da konnte man einen Nutzer auch nur einmal im Monat (oder warens drei?) bewerten.



    LG, pablo.

    Hi.


    Macht ja nichts. Den Anblick kann man trotzdem genießen. :)
    Auf der Seite des Centovalli war ich erst ein Mal unterwegs, das ist schon Jahre her. Meistens sehe ich den Berg ja von der anderen Seite aus, also vom Valle Cannobina.


    Wenn man die "Alta Via" steigen will, muss man natürlich von der Schweizer Seite hin. Wobei ich das auch schon mal an einem Tag aus dem Valle Cannobina gepackt habe. Mit einem Auto in Cursolo, einem in Spoccia, von Cursolo am Torrigia vorbei, über die Alpe Pluni zum Piano delle streghe, von da ein Stück runter ins Centovalli, hoch zum Sasso Rosso und dann den genialen, luftigen Steig durch die Nordwand und über den gesamten Kamm bis zur Bocchetta fornale. Von da runter nach Spoccia.
    Ist aber ein ziemlich mörderisches Programm für einen Tag. :evil:



    LG, pablo.

    Jau.


    Jetzt ist mal zur Debatte gestellt, ob man nicht zum alten System zurückkehrt. Negative Bewertungen kann man ja auch weglassen, ist unnötig.
    Und es ließe sich vielleicht einrichten, daß man zB einen Nutzer in einem bstimmten Zeitraum nur ein mal bewerten kann (1x alle 1 - 3 Monate zB).


    Edit:
    Das war - wie schon erwähnt - auch nicht in der Absicht des Erfinders, daß alte Bewertungen komplett wegfallen, wenn man ein neue schreibt. Jedenfalls sollte es nicht bereits geschriebene Bewertungen (von vor der Umstellung) betreffen.
    Sorry dafür!
    Das hatten wir uns einfach nicht überlegt, daß das passieren könnte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Gridone / Limidario?
    Und das Bild ist von jetzt? Der hat doch nur knapp 2200, auch wenn's die Nordseite ist, hätte ich nicht so viel Schnee erwartet.
    Wird Zeit, daß ich da mal wieder nach dem Rechten schaue.
    Leider hat mir eine Rückenwirbelverletzung einen Strich durch meine Urlaubspläne gemacht.
    So macht das Bild mich schon sehnsüchtig.



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Diesen Fund hatte ich schon bei der Taunus Tour vorgestellt.
    >Hier gibts auch ein Standortphoto<, gleich im ersten Beitrag von Holger als Nummer 20.
    In der Hoffnung auf eine Bestimmungshilfe kommt das jetzt mal hier unter den Hammer.


    Ein paar Eckdaten:
    Gefunden im Taunus, Umgebung "Hessenpark"; auf einer kleinen LIchtung im Wald, ca. 400m üNN; feuchter Randbereich einer Saftlingswiese unter Rosskastanien gesellig auf nacktem Erdboden und zwischen Laubstreu, vergesellschaftet unter anderem mit Hygrocybe pratensis, Clavulinopsis laeticolor, Clavaria vermicularis, Ramariopsis sp.


    Die Fruchtkörper sind gegliedert in einen sterilen Stielteil und einen fertilen Kopf, keine Perithecien, Fleisch fest aber nicht wie "Kernpilze", Gesamthöhe bis ca. 5 cm.
    Auffällig: Am Fundort waren viele Fruchtkörper weißlich überzogen. Ich hilet das für einen parasitären Befall, aber wenn ich mir Holgers Bild (siehe Link oben) ansehe, kann das auch eine Anamorphe sein.
    Wie auch immer: MItgenommen habe ich nur schwarze Fruchtkörper ohne Reif.
    Die sehen so aus:



    Und innen so:






    Planlos.
    Aber es scheint ja mehr Species zu geben als die mageren zwei Arten bei Breitenbach / Kränzlin.
    Auch wenn keine Bestimmung möglich ist, ich freue mich über Anrageungen zum Vergleich und Literaturtips.
    Oder falls jemand einen guten Schlüssel zu der Gattung hat, dann wüsste ich nämlich, auf welche Detaisl ich zu achten hätte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Das Bewertungssystem wurde kürzlich geändert.
    Nicht mehr möglich sind nun Negativbewertungen und Mehrfachbewertungen.
    Einige haben es schon bemerkt, daß was nicht funktioniert wie gewohnt.
    Grundlage der Entscheidung war vor allem, das Austragen von persönlichen Zwistigkeiten über dieses System nicht mehr zuzulassen.


    Diskussionen dazu sind gerne >hier<.


    Meinungen und Ideen dazu werden gerne zur Kenntnis genommen.


    Nachdem sich gezeigt hat, daß die Änderung etwas vorschnell gemacht wurde, und auch einige Probleme und unerwünschte Nebenwirkungen hat (siehe Diskussion), seid ihr gefragt.
    Also wie geht's weiter mit der Sache mit den "Bewertungen"?
    In der Umfrage könnt ihr idealerweise drei Stimmen abgeben.
    Das mit den Mehrfachbewertungen ist klar, oder?
    Da geht es darum, ob man - nach einer gewissen Zeitspanne - dem selben Nutzer ein weiteres Sternchen geben kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Lea.


    Eigentlich nichts. Allerdings wurde das System hin und wieder auch missbraucht (Einzelheiten kann ich nicht nennen, aber die, die es betrifft, wissen schon bescheid).
    Und einen Streit befeuern kann man sogar mit positiven Bewertungen.
    Ich denke aber auch (trotz der horrend hohen, grünen Zahl bei mir), daß man das mit den Bewertungen nicht überbewerten sollte.
    Ich freue mich darüber, wenn jemand mir ein positives Feedback gibt. Ob als Bewertung oder als Dankeschön in einem Beitrag.


    Das mit den fünf Bewertungen an einem Tag war ja eigentlich ein Scherz.
    Und die wurden ja auch auf ein vernünftiges Maß reduziert.


    Allerdings bin ich kein großer Freund von Beitragsbewertungen.
    Ein kleiner Text hat mich bisher immer mehr gefreut als ein Verweis auf einen Beitrag.


    Ich würde dieses Thema übrigens gerne mit dem von Joli zusammenschließen.
    Das darf dann bitte auch als Diskussionsplattform genutzt werden.



    LG, pablo.

    Nochmal hallo!


    Danke auch an euch!
    Das Pilzlerleben ist lang und voller Überraschungen, Gerd. :)


    Und der passt hier doch ausgezeichnet rein, Nobi.
    Trotz beschlagener Linse. Das Problem habe ich auch hin und wieder. Sehr ärgerlich. Vor allem, wenn man es im Eifer des Gefechts nicht merkt.
    C. purpureus bekommt sicher noch ein Portrait, aber da komme ich zur Zeit nicht zum Schreiben. Davor steht noch ein ganzer Stapel an anderen Dingen, die abgearbeitet werden wollen.
    Aber die gemütlichere Saison (Winterpilzen!) kommt ja bald.


    12 ist wirklich schön, aber noch extremer wäre ja der Indigo - Reizker.
    Für den muss ich irgendwann vielleicht mal eine USA - Reise machen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Vielen dank für euer Lob. Das freut mich, wenn für jede/n was dabei ist.


    Den C. purpureus / phoeniceus fand ich im Odenwald auf saurem Bundsandsteinboden, irgendwo um 400m üNN, Begleitbäume waren Eichen und Rotbuchen. Sicher auch eine Lärche (da waren irgendwo auch graue Lärchenröhrlinge). Kalkeinfluß durch den Wegrand nicht ausgeschlossen. Es war allerdings die Böschung oberhalb des Weges.
    Allerdings fand Anna den kürzlich auch auf einer gemeinsamen Exkursion im Pfälzer Wald. Ähnliche Ökologie, sandiger Boden, sauer (Heidelbeersträucher anwesend), Wegrand, Kiefernwald mit eingestreuten Esskastanien.
    Zu der Gruppe der roten Hautköpfe habe ich im Portrait zu Cortinarius sanguineus >in diesem Beitrag< mal zwei Links gesammelt.


    Der Wechselblaue Edelreizker scheint in der nördlichen Oberrheinebene und im Pfälzer Wald nicht sehr selten zu sein. Hier kommt er an den selben Standorten vor wie Lactarius deliciosus (wenn auch nicht ganz so häufig).


    Das, was ich unter Macrolepiota rhodosperma verstehe, ist keine Art aus dem Mastoidea - Aggregat.
    Der gehört eher in die Procera - Gruppe. Das Problem ist, daß Macrolepiota konradii ss. orig. etwas anderes ist, als Mycrolepiota konradii ss. Breitenbach / Kränzling oder Macrolepiota procera var. konradii ss. Gminder (GPBWs).
    Im Grunde ist es aber die Art wie in GPBWs und PdS unter dem Namen beschrieben.
    Vellinga hat dann wohl den Namen Macrolepiota rhodosperma definiert, der sich auf die Beschreibung dieser Art als Lepiota rhodosperma von P.D. Orton als Basionym stützt.
    Wichtig ist hier auch das blassrosa Sporenpulver, das ich hier nicht überprüft hatte, aber bei einigen Funden aus dem letzten Jahr feststellen konnte.



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    Auch wenn das jetzt vielleicht überrascht, wenn's von mir kommt: Aber bei so eindeutigen deutschen Namen, kann sich der Fragesteller auch ganz gut ohne lateinischen Klarnamen einlesen.
    Den hat er dann spätestens bei der zweiten Quelle beim Nachschlagen angegeben. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr zwo.


    Danke. :)


    Den Riesenschrimling habe ich vor allem aus den oben genannten Gründen so bestimmt. Die Hutschuppen passen nicht zu M. mastoidea. Macrolepiota mastoidea wäre nach meinem Artverständnis >dieser Pilz<.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Nicht, daß es keine Pilze gäbe. Im Gegenteil. Ich komme nur kaum dazu, welche zu zeigen. Aber jetzt geht's mal weiter.


    01: Agaricus moelleri = Perlhuhn

    Lamellenschneide:


    02: Agaricus phaeolepidotus = Rebhuhn

    Lamellenschneide:


    Auf der Runde mit Joli hatten wir das Glück, beide im Abstand von wenigen Metern zu finden. Die Bilder zu A. phaeolepidotus hier sind allerdings von einer anderen Kollektion.
    Makroskopisch ist es echt schwierig. Die beim Perlhuhn eher schwarzen, beim Rebhuhn braunen Hutschuppen könnten ein Hinweis sein. In der Literatur angegebene Unterschiede wie Intensität der Verfärbung und Geruch oder Standort konnte ich nicht nachvollziehen. Beide Pilze können am selben Standort vorkommen, wenn es bei Verfärbung und Geruch Unterschiede gibt, dann dürften diese auf Witterungs- und Wachstumsbedingungen zurückzuführen sein.
    Der mikroskopische Unterschied ist aber deutlich. Danach habe ich mich letztlich auch in der Bestimmung gerichtet (Gröger, Ludwig). Beim Perlhuhn zeigen sich schlanke, keulige Cheilozystiden, die meist kaum von Basidiolen zu unterscheiden sind. Beim Rebhuhn finden sich viele ballonartige Cheilos, schön breit und in dichten Reihen stehend.


    03: Amanita citrina forma alba = Weiße Form des gelben Knollis

    Was einfaches zwischendurch.


    04: Amanita phalloides forma alba = Weiße Form des Grünen Knollis

    Stand in einem Eichenwäldchen, umgeben von vielen Kollektionen mit normaler Färbung. Angeguckt habe ich ihn trotzdem genauer, der Stiel ist hier aber nicht wollig aufgeschuppt, sondern nur etwas aufgeplatzt durch Trockenheit.


    05: Amanita strobiliformis = Fransiger Wulstling

    Auch mal gefunden. :)
    Und dann gleich zwei mal am selben Tag und das noch an die 200km auseinader: Das erste Exemplar am Kaiserstuhl in den Winbergen bei Endingen (leider oll und wenig photogen) und dann diese hier bei meiner Schwester um die Ecke in Edingen (bei Heidelberg) auf einem Grünstreifen zwischen Parkplatz und Straße.


    06: Chamaemyces fracidus = Fleckender Schmierschirmling

    Hat Joli entdeckt. Das ist so ein Pilz, den man auf Anhieb erkennen kann, auch wenn man ihn noch nie gesehen hat. Schwer zu beschreiben aber absolut charakteristisch.


    07: Cortinarius caperatus = Reifpilz

    Auch endlich gefunden. Und der Erstfund war nicht der letzte. Die sind ja sooooo lecker.


    08: Cortinarius purpureus = Purpurroter Hautkopf

    Auch als Cortinarius phoeniceus bekannt.


    09: Cortinarius semisanguineus = Blutblättriger Hautkopf

    Die beiden Pilze sind für Karl. Der mich nämlic darauf aufmerksam machte, daß ich da in einer der Serien zuvor was durcheinander gebracht hatte.
    Nun passt's.
    Ist auch eigentlich nicht so schwer.
    Schleierlinge mit roten Lamellen, nur einer davon hat auch rotes Velum. Ein dritter wäre komplett rot.


    10: Ganoderma resinaceum = Harziger Lackporling

    Der erschien an der selben Platane, an der ich im Frühsommer den alten Fruchtkörper aus dem Vorjahr fand. Ich hoffe, der Baum bleibt noch ein paar Jahre stehen. Immerhin hat sich der Pilz ja schon mal mit seinem braunen Sporenpulver getarnt.


    11: Hygrocybe conica = Schwärzender Saftling

    Wegrandpilz. War vor 2 / 3 Wochen recht oft zu sehen, dann war's wieder zu trocken.


    12: Lactarius quieticolor = Wechselblauer Edelreizker

    Ein Kiefernbegleiter, durch die blauen Verfärbungen und die stumpfen Hutfarben gut zu erkennen und von ähnlichen Arten zu unterscheiden.


    13: Lactarius turpis = Olivbrauner Milchling

    Was der alles schon für Namen hatte: "Tannenreizker", obwohl er bei Fichten und / oder Birken wächst, oder "necator", der "Töter". Dieser Pilz hat sicher noch niemanden umgebracht. Ist zwar scharf, aber keineswegs gefährlich giftig.


    14: Macrolepiota rhodosperma = Sternschuppige Riesenschirmling

    Die Art ist in meiner Gegend lustigerweise häufiger als Macrolepiota mastoidea (Zitzen - Riesenschirmling), der sich durch die viel feineren Hutschuppen und ausgeprägteren Hutbuckel unterscheidet.


    15: Mycena pura = gemeiner Rettichhelmling

    Blass. man könnte auch an verblasste Mycena rosea denken. Aber das was noch an Farbe da ist, ist mehr ein schmutziges LLIlagrau gewesen, auch wenn's auf den Bildern schlecht rüber kommt.


    16: Oligoporus ptychogaster = Weißer Polsterpilz

    Das weiße Fitzelchen rechts oben ist ein Teil der Hauptfruchtform, die ich unter dem Stamm rausgepult hatte. Leider längst nicht so schön wie der geniale Fund von Ralf neulich. Aber immerhin konnten wir auch auf dem Taunustreff eine weitere Hauptfruchtform der Art entdecken.
    Es lohnt sich also in diesem Jahr: Schaut euch ein paar Polsterpilze an, Leute! Die Hauptfruchtform ist gerne mal etwas versteckt und unscheinbar.


    17: Paxillus involutus = Kahler Krempling

    Gefunden im Erlenbruch auf der Suche nach Erlengrüblingen.


    18: Perenniporia fraxinea = Eschen - Baumschwamm

    Diesmal sogar an Esche. Am häufigsten kommt die Art hier an Robinie vor, gefolgt von Platane und Eiche. ;)


    19: Postia caesia = Blauender Saftporling

    ...und dieses zarte blaue Farbspiel bekomme ich immer noch nicht ordentlich photographiert.


    20: Psathyrella conopileus = Huthaarmürbling

    Hat im Regen sein Huthaar etwas verloren.


    21: Psathyrella multipedata = Büscheliger Faserling

    Beeindruckende Büschel, alles aus einem Strunk. 8|


    22: Psathyrella piluliformis = Weißstieliges Stockschwämmchen

    Scheint ein guter Anzeiger für schöne Wälder zu sein. Meistens finde ich mehrere interessante Arten, wo dieser Pilz wohnt.


    23: Pycnoporellus fulgens = Leuchtender Weichporling


    24: Russula sanguinea = Bluttäubling

    Unglaubliche Farbtupfer im Kiefernwald


    25: Stropharia coronilla = Krönchenträuschling


    26: Thelephora palmata = Stinkender Warzenpilz

    Ohne den Geruch ist es ja ein wirklich schöner Pilz. Makrophotos machen finde ich hier fast noch unangenehmer als bei Tintenfischen. :evil:


    27: Tricholoma scalpturatum = Gilbender Erdritterling


    28: Volvariella bombycina = Wolliger Scheidling

    Wieder mal zum Thema untypische Erstfunde.
    Direkt auf Holz wuchs der nicht, sondern am Wegrand auf vergrabenen Ästchen, Holzhäcksel, Detritus usw.
    Erreicht auch nicht ganz die volle Größe, schaffte nur etwas mehr als 6cm Hutbreite. Aber auch mikroskopisch kommt nichts anderes dabei raus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Kay!


    Wenn alle Pilze diese Schüppchen am Stiel haben, sind es wohl auch alles Stockschwämmchen.
    >Stockschwämmchen<
    >Gifthäubling<


    Aber übers Netz kann man halt auch nicht mehr als "glauben".
    Wenn du sie essen willst, musst du dir selbst sicher sein, oder den Fund zu einem Sachverständigen bringen (siehe Sig.).



    LG, pablo.

    Hallo, Stefan!


    ich denke, Coprinus s.l. und Psathyrella kann man schon ausschließen. Zu Pholiota will mir keine entsprechende Art einfallen, Pholiotina sind mehrheitlich dünne, recht zerbrechnliche Pilzchen, meist auch nicht direkt auf Holz sonder auf Detritus und modrigen organischen Substanzen. Eigenltich von ähnlichem Aussehen und Ökologie wie Conocybe.


    Tubaria finde ich eine sehr gute Idee. :thumbup:
    Allerdings käme da wohl nur furfuracea s.l. in betracht, das ist aber ein Chamäleon, das ganz unterschiedlich aussehen kann.



    LG, pablo.

    Hallo, Thomas!


    Was man mal sagen kann: Auch hier ist teils eine ausgeprägte Ringzone zu sehen. Gymnopilus gefällt mir nicht mehr.
    Galerina aber auch noch nicht so richtig. Irgendwie will ich immer wieder an Hypholoma denken, aber so jung schon ganz ohne Velum auf dem Hut, das ist auch seltsam.
    Ich hoffe mal, daß da noch jemand die zündende Idee hat oder die Pilzchen weiter aufschirmen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!


    Ich glaube, die ersten beiden Bilder habe ich mir gerade 5 Minuten angesehen...
    Dabei brüte ich gerade über die Bewertung der Bilder vom Photowettbewerb (wo sind da eigentlich deine Werke?).
    Wunderbar, eine willkommene Abwechslung. Und ich brauche sie auch keine Punkte zu verteilen.


    Wenn man sich ansieht, was in Pilzen in den drei Teilen vorkam, da kann einem Bangst und ange werden fürs APR.
    Und wenn man sich dazu noch vorstellt, was in Teil 4 bis 19 noch so alles kommt...
    Huiuiuiuiui!


    Hast du von der Koralle noch eine Detailaufnahme von den Spitzen?
    Sieht ja fast wie Krönchen aus. Und wenn dann noch an Holz gewachsen...


    Callistosporium kann schon sein. Allerdings ist der hygrophan und tendiert dazu, im Alter und bei Trockenheit blasser zu werden.
    Ich hatte neulich >hier< eine alte und eine junge Kollektion der Art gezeigt.
    Hätte man schon mal weißes Sporenpulver, wäre es jedenfalls einfacher. Dann müsste man sich noch über das Substrat gedanken machen. An Laubholz kommt noch eine weitere Art vor (und eine an Nadelholz in montanen Regionen mit anderer Sporengröße).


    Hat der Pilz mit dem violettblauen Stiel einen Sporenabwurf produziert? Ich nehme mal an nein. Sonst hättest du ja die Gattung schon fix gemacht.
    Bring den mal übermorgen mit, dann gucke ich rein.



    LG, pablo.

    Hallo, Mirko!


    Nö, keine Sorge, das wird nicht gelöscht.
    Ich schieb's aber mal ins Offtopic rüber.
    So richtig einen Plan habe ich nicht, aber es sieht schon nach einer Alge aus. Als Kind wäre das für mich eine Art Tang gewesen (sollte auch zu den Algen im weiteren Sinn gehören).
    Blasentang, Knötchentang, Fingertang und solche Sachen habe ich gerne im Watt der Bretangne bestaunt und die kleinen Tierchen, die darin leben beobachtet (und leider keine Pilze gefunden).
    Waren Tange Braunalgen? :/
    Das sollte schon ein Tang, wohl im Jungstadium sein.


    Edit:
    Super, Fenrir hat gelich gutes Vergleichsmaterial parat. :thumbup:
    Übrigens, eine gute Adresse für solche Fragen ist auch >das Naturforum<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Wohl wahr! :thumbup:
    Das Bild nummer... ähm... jedenfalls das mit dem aufgeschnittenen grazileren Fruchtkörper hatte ich irgendwie falsch eingeordnet. Da ist es ja deutlich genug.



    LG, Pablo.