Beiträge von Beorn

    Hallo, Hans.


    Wenn der Geruch so ist, wie du schreibst, dann ist das Tricholoma "bufonium". Wobei Tricholoma bufonium nichts anderes ist als Tricholoma sulphureum mit etwas abweichender Hutfarbe.


    Vom optischen Erscheinungsbild alleine (recht stämmiger Wuchs, schleimige Hutoberfläche bei Nässe, Brauntöne am Stiel) hätte ich aber schon Probleme, auf diese Art zu kommen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerd!


    @Pablo und Anna: wie konnte das passieren? Hört denn da keiner auf Euch? :evil:


    Hat nichts mit mir zu tun. Ich bin gar kein PSV im Sinne von "hat einen Zettel von DGfM in der Tasche". Und Anna hat darauf verzichtet, ihren Namen in die Liste zu setzen. Um Erfahrungen wie der von Nobi aus dem Weg zu gehen vermute ich. :evil:


    Ab und an lasse ich mal ein paar Worte fallen, wenn mir Leute mit zweifelhaften Pilzen oder vermodertem Sammelgut begegnen. Die Reaktionen sind selten positiv. Es entsteht schnell das Gefühl, daß man denen was wegnehmen will. Ist so ein Hungerneid - Affekt.
    Andere verbergen sich gerne, wollen nicht gesehen werden und nehmen reißaus wenn man sie anspricht.
    Selten entwickelt sich mal ein schöner Schnack.
    Und dann kommt auch an, was man erzählt.
    Das Problem ist: Helfen kann man nur, wo Hilfe auch angenommen wird. Vielfach wird ein gut gemeinter Ratschlag als Beleidigung aufgefasst. In dem Fall verliere ich ungerne weitere Worte und ziehe meiner Wege. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ich zweifle nicht an der Milch (die ist sogar zu sehen, zwischen den Lamellen quillt sie heraus). Aber ich habe leichte Zweifel an der Beschaffenheit der Hutoberfläche. Auf den Bildern wirkt es immerhin mal glänzend. Das ist schon ein wichtiges Unterscheidungskriterium. Und auch, ob die Milch beim Trocknen auf dem Fleisch gelb wird.
    Wenn es da definitiv keine Hainbuche gibt, dann muss es was anderes sein.
    Lactarius pyrogalus (Haselmilchling) fällt mir noch ein, aber auch Lactarius fluens (Blassrandiger) kann ich mir bei der Optik vorstellen. Es gibt aber sicher noch mehr Optionen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Genau so ist es, links Craterellus lutescens / aurora, rechts Craterellus tubaeformis.


    Kleiner Hinweis an Reinhard: Die Farbe der Leisten und des Stieles sind für die Unterscheidung der beiden Arten irrelevant. Ich hatte auch schon getrocknete Tompiffge, die schön gelb blieben. Und auch welche mit ganz hellen Leisten (sind sie ja bei allen Arten, wenn voll von Sporenpulver) und solche mit leuchtend gelben.


    Die Unterscheidung geht ausschließlich anhand der Ausprägung der Fruchtschicht.
    Diese wird nicht im Alter glatter bei Craterellus lutescens / aurora, sondern sie ist jung komplett glatt und wird im Alter allmählich immer runzliger.



    LG, pablo.

    Hallo, Dany!


    Das ist natürlich nicht ganz einfach zu erklären. Bei mir ist das ein Gesamtbild, das sich aus einer Vielzahl von details zusammensetzt.
    Wichtig wären hier (nur mal auf den Bereiften Rotfuß bezogen) eine nicht ganz passende Wuchsform, eine falsche Hutfarbe, die zu feinen Poren, die Art, wie die roten Flecken am Stiel verteilt sind.
    Einen samtigen bis filzigen Hut hat der Fahle Röhrling natürlich auch.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Hey Dany,


    der hätte aber ebenfalls Leisten, außerdem streiten sich manche um dessen Existenz ...


    LG, Lea


    Ich glaube gar nicht, daß es da noch viel zu streiten gibt.
    Der normale >Tompiffge< erscheint halt in verschiedenen formen, kann auch mal intensiv duften und auch mal einen leuchtend goldgelben Stiel haben.
    Die Leisten sind aber immer ausgeprägt und das auch schon bei jungen Pilzen.


    Der sogenannte "Goldstielige Leistling" (aktuell gültig lau Datenbanken: Craterellus lutescens, gebräuchliches Synonym: Craterellus / Cantharellus aurora) kann auch mal mit ganz schwachem Geruch und blasserem Stiel auftreten, hat aber eben nir solche ausgeprägten Leisten sondern Runzeln wie zB die Krause Kraterelle (Pseudocraterellus sinuosus / undulatus) sie hat.
    Dieser Unteschied ist auf den Bildern von SwissPilz sehr schön zu sehen.


    Lasst euch nicht von den ganzen Begriffen verwirren.
    Natürlich gibt's auch Trompetenpfifferlinge mit gelbem Stiel und natürlich nennt man die auch mal Gelbe Tompiffge.
    Das ist aber keine andere Art.


    Ob man nun Leistling, Kraterelle oder Pfifferling sagt, ist auch meist +/- willkührlich.
    Die Arten sind ja alle nahe verwand, auch wenn sie in verschiedenen Gattungen (und damit meine ich jetzt die botanische Einordnung!) geführt werden.
    Leistlinge sind sie alle. Das kann man als Überbegriff ansehen.
    Und die diversen Trivialnamen, die die einzelnen Arten je nach Region tragen, machen das Ganze schon ziemlich kompliziert.



    LG, pablo.

    Hallo, Tosi!


    Das ist schon ziemlich erstaunlich. 8|
    Und schön photographiert.
    So auf die Schnelle fällt mir nicht Besseres ein als eine Albinoform von Tremiscus helvelloides. Wenn man nur von der Form des Fruchtkörpers ausgeht, dann passt das ja. Das rote Pigment fehlt natürlich, was ja bei einigen Arten vorkommen kann. Ansonsten müsste man wahrscheinlich reingucken, ob sich mikroskopisch irgendwelche Unterschiede zeigen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Ich weiß zwar nicht wie du das machst, aber selbst deine Bilder scheinen immer noch besser zu werden. 8|
    Wobei ich gedacht hätte, daß das gar nicht möglich sein sollte.



    LG, pablo.

    Hallo, Scrubby!


    Ja wie...
    Noch schriller und bunter?
    Ich weiß nicht, ob ich das aushalten werde.


    Jedenfalls habe ich auch diese Serie genossen. Es sind ja nicht nur die "exotischen" Arten, sondern auch die guten Bilder. Das macht schon Spaß. Auch wenn ich gerade beschlossen habe, mir die erstmal noch nicht zu merken. Noch kämpfe ich ja genug mit der europäischen Funga.



    LG, Pablo.

    Hallo!



    "alles was keinen Schneckenfraß oder Wurmbefall hat ist giftig


    Aber, aber!
    Diese Regel ist doch ganz wichtig, und man sollte sich unbedingt daran halten!
    Die furchtbar giftigen, makellosen, unangeknabberten Steinpilze bitte alle stehen lassen, die nehme ich dann mit um sie fachgerecht und ohne Risiko für die Allgemeinheit zu entsorgen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Dany!


    Wegen der "Hutschuppen"?
    Das ist nach meiner erfahrung kein wichtiges Merkmal. Die meisten, die ich sehe, haben einen filzig - faserigen Hut, aber ein paar Schüppchen können schon auch mal vorkommen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Das ist eigenlich für X. ripariellus zu groß.
    Auch wenn hier in der Stielbasis keine deutlichen Punkte sind, ist das Fleisch dafür immerhin schön orange durchfärbt. Das wäre etwas, was mir bei X. cisalpinus noch nicht begegnet ist. Von der Hutfarbe ganz zu schweigen.
    So würde das schon in ein recht weit gefasstes Artverständnis von X. engelii / communis passen. In diesem Fall könnte man sich auch ganz gut streiten, inwieweit der schon wieder zu X. rubellus zu stellen wäre.


    X. ripariellus kenne ich leider viel zu wenig (erst einen Fruchtkörper in der Hand gehabt), denke aber eher nicht, daß das hier in Frage kommt.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Dann schreib doch mal was zur Größe.
    Wenn da was rosa oder rot wird, dann kann es nämlich schon mal kein Agaricus augustus mehr sein. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Dany!


    Keine Sorge, die beiden Pilze, die du zeigst, gehören schon zur selben Art.
    Es ist beides tricholoma sulphureum (Schwefelritterling). Wenn du irgendwo was von rosa Hutfarben und Schüppchen gelesen hast, dann bist du falsch abgebogen und entweder bei Tricholoma sulphureus forma bufonium (Form des Schwefelritterlings mit violetten Hutfarben) oder irgendwo in der Grünlings - Gruppe (Tricholoma equestre, Tricholoma frondosae usw.) rausgekommen.
    Passt aber alles nicht hier, bleiben wir lieber bei Tricholoma sulphureum.
    Der Lamellenansatz ist auch bei Ritterlingen nicht immer optimal ausgeprägt, gerade bei älteren Pilzen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Zu dem zweiten fehlt mir erstmal noch jede Idee.
    Erstmal sehe ich das aber wie Dany, eventuell auch noch mit Schneckling (Hygrophorus) als Option. Aber da passen die weit herablaufenden Lamellen nicht zur Geruchsangabe. Und zu Hygrocybe / Cuphophyllus passt der Geruch auch nicht wirklich.


    Da der Röhrling nicht verfärbt, wäre meine nächste Idee die selbe wie die von Florian. dann dürfte der aber keinerlei Stelnetz haben (bitte so überprüfen wie oben von mir beschrieben!) und der Geruch muss auch ermittelt werden.
    Eiche ist allerdings keine Vorausssetzung für die vermutete Art, die geht auch mit anderen laubbäumen Mykorrhiza ein. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Die 3 ist Lepista flaccida (Fuchsiger Rötelritterling).
    Die 2 könnte auch in die Gattung gehören, aber da gibt es einige helle Arten mit herablaufenden Lamellen.
    Die 1 sollte ein Ritterling sein, deine Geruchsangabe führt mich da zu Tricholoma stiparophyllum (Birkenritterling). Wenn keine Birken anwesend, dann gäbe es noch Tricholoma pseudoalbum, die zwar in FNE4 nicht akzeptiert wird, aber bei Buchen vorkommen soll.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Unter anderem sind da zu sehen:
    - Lepiota sp. ---> Nummer 13
    - irgendein weißer Pilz (ziemlich sicher nicht Oudemansiella mucida) ---> Nummer 4; der Buchen - Schleimrübling hat einen Ring
    - Lepiota aspera ---> Nummer 8
    - Cortinarius sp. ---> Nummer 2
    - Polyporus tuberaster ---> Nummer 3
    - Amanita citrina ---> Nummer 4
    - Cortinarius sp. ---> Nummer 10
    - Lactarius fluens ---> Nummer 1
    - Cortinarius bolaris ---> Nummer 12
    - Amanita citrina ---> Nummer 5
    - irgendein weißer Pilz ---> Nummer 9, hätte man den umgedreht und mal dran gerochen, hätte man den eventuell recht einfach bestimmen können.


    Tut mir leid, daß ich jetzt nur lateinische Namen habe und auch keine Nummern zu den Bestimmungen anfügen kann, aber ich sitze gerade alleine vorm PC und meine Zeit ist etwas begrenzt. ;)


    Edit: Genau, Lactarius sp (Nummer 7) hatte ich vergessen. Und Amanita phalloides kann ich da nirgendwo sehen. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Jürgen!



    Richtig lustig sind die selbst gebastelten Schildchen, am PC gemacht, in Folie eingeschweißt und an die Fichte genagelt - da sieht man Fotos von blutigen Wild-Kadavern und den Hinweis, das dies das Werk von unangeleinten Hunden war ...


    Grüßle
    Jürgen


    In der Tat, sowas ist mir auch schon begegnet. Ziemlich gruselig.
    Jedenfalls noch gruseliger als ein freilaufender Hund im Wald.
    Daß ein ausgebüxter Hund im Wald ein Tier größer als eine Maus erlegt, kommt wohl nur in seltenen Ausnahmefällen vor. Und das sind Hunde, die auch sonst nirgendwo frei laufen sollten.
    Die meisten gängigen Rassen wurden gezüchtet, um Wils zu jagen und zu stellen, nicht um Wild zu töten. Das ist normalerweise ein Instinktverhalten und von dem wird der Hund kaum abweichen.
    Wobei auch die Hetze nicht eben schön für das Wild ist, aber darum gibt's ja Leinen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ist zwar vielleicht jetzt nicht gerne gelesen, aber ich kenne durchaus auch ein paar Jäger, die ganz umgängliche Menschen sind. Mit einem halte ich gerne mal einen kleinen Schnack, wenn wir uns im Wald treffen.
    Dann lasse ich mir gerne erzählen, wo welches Wild gerade rumlungert, welche Gebiete er so im Auge hat und beantworte ihm im Gegenzug ein paar Pilzfragen.


    Gestört hat der sich an mir noch nie und ich mich noch nie an ihm.
    Er hat sich zwar auch schon mal über Sammler ausgeweint, die früh morgens laut rufend durchs Unterholz brechen, wenn er gerade beim Ansitzen ist.


    Aber die Waffe nimmt er darum nicht in Anschlag.
    Wenn er weiß, daß irgendwo eine Bache mit Fröschlingen rumliegt, dann ist eine Warnung vom Jäger auch nicht verkehrt. So eine Begegnung kann nämlich durchaus unangenehm enden.
    Interessant war dazu auch seine Erklärung zu den Hunden, auch den angeleinten:
    Die Bache geht nämlich auf den angeleinten Hund als erstes los. Und den verarbeitet sie zu Mus. Da ist der Hund in der Regel chancenlos. Das sei auch der Grund, warum diese ominösen Schilder im Wald stehen: Die schützen nicht (nur) das Wild und die Interessen der Jagdpächter, sondern auch die Wanderer und Hunde, die sich aus welchen Gründen auch immer durchs Unterholz bewegen.
    Daß das vor allem das Frühjahr betrifft, ist eine andere Geschichte. Sobald die Fröschlinge fluchtreif sind, geht nämlich die Bache mit ihrem Nachwuchs dem Feind (Mensch und Hund) lieber aus dem Weg als anzugreifen. Wenn das geländetechnisch möglich ist.


    Langer Rede kurzer Sinn:
    Alles hat irgendwie zwei Seiten.
    Und auch bei den Jägern gibt's eben solche und solche.



    LG, pablo.

    Hallo, Karl!


    Sind das solche je nach Lage quadratischen Brocken mit X in der Mitte, die so etwa 4-7 µm groß sind?
    Sowas hatte ich gesehen, aber gar nicht beachtet.
    Da muss ich morgen dringend noch mal reingucken.
    Ich hatte mich nur auf die Sporen konzentriert, die nach Boertmann das wesentliche Merkmal zur Unterscheidung sein sollten.
    Aber der Pilz bekommt sicher noch eine eigene Vorstellung, zumindest eine kurze. Hier ist ja die Bühne für Christophs Wiesenpilze.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maya!


    Jein. Das Giftige an dem Pilz ist wohl der Farbstoff, der auch für die wunderhübsche Reaktion mit Laugen verantwortlich ist.
    Dieser Farbstoff kann aber auch ganz gut verwendet werden um Testilien zu färben. Ich glaube, die sollte man dann aber nicht essen.
    Inwieweit und in welchen Mengen (bei oraler Aufnahme) der Farbstoff aber tatsächlich Leber und Nieren zerstört, ist mir nicht bekannt.
    Jedenfalls nichts zum essen und die Warnung bei Wolfgang ist schon berechtigt.



    LG, pablo.