Hallo.
Ist zwar vielleicht jetzt nicht gerne gelesen, aber ich kenne durchaus auch ein paar Jäger, die ganz umgängliche Menschen sind. Mit einem halte ich gerne mal einen kleinen Schnack, wenn wir uns im Wald treffen.
Dann lasse ich mir gerne erzählen, wo welches Wild gerade rumlungert, welche Gebiete er so im Auge hat und beantworte ihm im Gegenzug ein paar Pilzfragen.
Gestört hat der sich an mir noch nie und ich mich noch nie an ihm.
Er hat sich zwar auch schon mal über Sammler ausgeweint, die früh morgens laut rufend durchs Unterholz brechen, wenn er gerade beim Ansitzen ist.
Aber die Waffe nimmt er darum nicht in Anschlag.
Wenn er weiß, daß irgendwo eine Bache mit Fröschlingen rumliegt, dann ist eine Warnung vom Jäger auch nicht verkehrt. So eine Begegnung kann nämlich durchaus unangenehm enden.
Interessant war dazu auch seine Erklärung zu den Hunden, auch den angeleinten:
Die Bache geht nämlich auf den angeleinten Hund als erstes los. Und den verarbeitet sie zu Mus. Da ist der Hund in der Regel chancenlos. Das sei auch der Grund, warum diese ominösen Schilder im Wald stehen: Die schützen nicht (nur) das Wild und die Interessen der Jagdpächter, sondern auch die Wanderer und Hunde, die sich aus welchen Gründen auch immer durchs Unterholz bewegen.
Daß das vor allem das Frühjahr betrifft, ist eine andere Geschichte. Sobald die Fröschlinge fluchtreif sind, geht nämlich die Bache mit ihrem Nachwuchs dem Feind (Mensch und Hund) lieber aus dem Weg als anzugreifen. Wenn das geländetechnisch möglich ist.
Langer Rede kurzer Sinn:
Alles hat irgendwie zwei Seiten.
Und auch bei den Jägern gibt's eben solche und solche.
LG, pablo.