Beiträge von Beorn

    Hallo, Scrubby!


    Ich kann mich den KOmmentaren nur anschließen: Total geil! :thumbup:
    Tylopilus plumbeoviolaceus hat mich gerade regelrecht überrollt.


    Übrigens: Was an Infos in unseren wuropäischen Pilzbüchern zur Essbarkeit und zu Verwechlungen steht, ist in der Tat nur auf den europäischen Raum bezogen. In Nordamerika kommen durchaus Arten vor, die den heimischen sehr ähnlich sehen und giftig sein können.


    >Dieser hier< ist aber glaube ich ungiftig. Glaube ich, weiß es aber nicht.
    Wäre ein klassischer Verwechlungspartner zu unserem Boletus edulis (der natürlich in NA ebenfalls vorkommt, siehe oben).



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Naa, durch Trollverhalten ist mir Ingo bislang nicht aufgefallen.
    Ich glaube hier handelt es sich nur um eine schier unglaubliche Dummheit eines absoluten Anfängers.


    Da kann ich mir jetzt auch den hier nicht verkneifen:
    >Cortinarius humicola<
    Orellalin hat eine Latenzzeit von mindestens einer, meist mehreren Wochen. Erst dann setzen die Symptome des Nierenversagens ein. Ob die Nieren vollständig zerstört werden, hängt von der Menge der gegessenen Pilze ab und von der Konzentration der Giftstoffe.


    Allerdings sollte dieser Schleierling nicht auf Holz wachsen.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob er wirklich zur Gruppe der Orellalin - haltigen Schleierlinge gehört. Das ist aber möglicherweise auch bislang nicht nachgewiesen, denn wer ist schon so blöd, solche Pilze einfach mal zu essen.
    Eine Absicherung wäre jetzt nicht verkehrt: Pilzreste einsammeln und Arzt aufsuchen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Jau, etwas überrascht bin ich auch.
    Aber ich hatte ja schon so ein komisches Gefühl bei den Fruchtkörpern, daß da was nicht stimmt.
    Im Leicht des neuen Tages erscheint mir nun die Idee von Stephan sehr gut, auch wenn mir die Artengruppe bislang noch unbekannt war. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo, Cirith!


    Fliegenpilz passt. :thumbup:
    2 = Nebelkappen (Clitocybe nebularis)
    3 = Samtiger Schichtpilz (Stereum subtomentosum) oder Prächtiger Schichtpilz (Stereum ostrea). Porlinge haben Poren an der Unterseite, die ist hier aber glatt. Auch wenn sie nicht zu sehen ist, aber da setze ich drei Stachelinge drauf. ;)
    4 = Waldmistkäfer. Oder meintest du die PIlze im Hintergrund? Das ist eine Helmlings - Art (Mycena sp.) mit Helmlingsschimmel (Spinellus fusiger).



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Das sind interessante Gedanken.
    Eben weil es darum geht, was eigentlich geschützt werden soll. In Europa hat der Mensch die Natur über die Jahrtausende stark geprägt und verändert. Es gibt hier kaum "unberührte", also nicht menschlich beeinflusste Natur. Aber auch das, was sich aus den Eingriffen entwickelt hat, sind Lebensräume.
    Auch Vögel können spanend sein, sind aber - und das ist auch meine Ansicht - nicht die besten Indikatoren. Aber eben ein Teil der Artenvielfalt.
    Der Lebensraum "Heidelandschaft" ist eben ein anderer als der Lebensraum "Binnendüne" als der Lebensraum "montaner Tannenwald" als der Lebensraum "Kalkbuchenwald mit umgestürzten Baumriesen" als der Lebensraum "Torfmoor".
    Das Schöne ist ja, daß es alle diese (und noch viel mehr) unterschiedliche Biotope gibt. Und daß letztlich auch anthropogen beeinflusste Landschaften eine große Fülle an Arten beherbergen können. Und damit meine ich natürlich auch Käferchen, Gräser, Moose und Pilze.



    Aber wenn ich deinen Gedankengang mal weiterspinne, dann stellt sich mir die Frage:
    Wie können wir als Menschen mit unserem stark begrenzten Verständnis von Ökologie überhaupt entscheiden, was schützenswert ist und was nicht?
    Warum ist eine Fichtenmonokultur, ein Fichtenhochwald weniger wertvoll als ein alter Buchenbestand? Warum ist ein wechelnd genutzter Agrarraum weniger attraktiv als ein Hochmoor? Warum ein Weinberg weniger vo Bedeutung für die Biodiversität als eine Dünenlandschaft?
    Das sind im grunde ja ganz individuelle und vielleicht auch willkürliche Kriterien.
    Hat Arrhenia chlorocyanea für die Natur eine größere Bedeutung als Boletus badius, blos weil er seltener ist?


    Bevor ich mich jetzt an einer Antwort versuche, lasse ich die Fragen erstmal so stehen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Naja, Knöpfchen oder Buckel, oder Pinökel...
    Das, was eben bei Clitocybe gibba (Ockerbrauner Trichterling) in de Hutmitte sitzt. Ist manchmal nicht gut vzu sehen, aber spüren kann man es fast immer, wenn man drauffasst.



    LG, Pablo.

    Hi.


    OK, da hattet ihr auch einen etwas anderen Witterungsverlauf in diesem Jahr als im Rhein - Neckar - Kreis und im Neckar - Odenwald - Kreis. ;)
    Aber so weit ist es ja auch nicht.
    Damit aber noch mal was kommt, braucht es auch nicht viel denke ich. Nur eine solide Wetterbesserung. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Earl!


    Das sind extrem starke Aufnahmen. Vor allem die Tropfen... Großartig!


    3 ist ein Trichterling, könnte mir gut vorstellen, daß der in der Hutmitte ein Knöpfchen hat.
    4 ist der Gebänderte Harzporling (Ischnoderma resinosum / benzoinum). In diesem Fall wahrscheinlich die Laubholzform dieser Art.



    LG, pablo.

    Ach ja?


    "Was hätn dä fire komische Kapp uff?"
    Hat sich aber noch niemand getraut zu sagen.
    Die Kurpälzer sind ja eigentlich auch ein recht offenes, plauderfreudiges und offenes Völkchen. Aber wenn's um Pilze geht...
    :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Weißt du, was mich echt nervt?
    Im Netz Bilder von Pilzen zu sehen, die ich nicht bestimmen kann. :evil:
    Irgendwie habe ich gerade sowas wie ein existenzielles Bedürfnis auf die nächste Saftlingswiese zu rennen und ein paar Dutzend Arten zu bestimmen und kennen zu lernen.
    Spaß beiseite: Was mir dazu einfällt wäre Hygrocybe acutoconica / persistens. Aber die Art kenne ich nicht, und es gibt ja genügend andere Arten...



    LG, pablo.

    Hallo, Steffen!


    In meiner Gegend sind sowohl X. ferrugineus als auch X. subtomentosus häufig. Ich denke nicht, daß man da anhand der Hutfarben irgendwas unterscheiden kann. Auch wenn es gewisse Gelbtöne bei X. subtomentosus gibt, die mir bei X. ferrugineus noch nicht begegnet sind.



    LG; pablo.

    Hi.


    Was man sehen kann: Es gibt absolut null Verfärbungen. Weder grünblaue Flecken in der Stielbasis noch ein wenig rosa in der Stielspitze.
    Ich würde den Pilz so erstmal Leccinum scabrum s.l. (normaler Birkenpilz) nennen. Der kann wohl auch Albinoformen bilden.
    Wäre aber kaum mehr als ein Arbeitstitel in dieser schwierigen Sektion.
    Du kannst ihn mal noch lagern und gucken, ob der Hut und das Fleisch mit der Zeit oliv fleckt. Das wäre immerhin mal ein Hinweis auf Leccinum holopus.
    Wie sicher der ist: Keine Ahnung.
    Ansonsten müsste man da mit Mikroskop ran (mal wieder, grrrrr...).



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!


    Dann muss es an meinem Schlapphut liegen.
    Oder es gibt nochmal signifikante Unterschiede zwischen den Sammlern im Viernheimer Forst und denen in den Wäldern oberhalb von Heidelberg. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Steffen!


    Und ich halte dieses Oliv mittlerweile für fast typisch für X. ferrugineus. Das ist mir in diesem Jahr gerade bei den Nadelwaldfunden oft begegnet.
    Ein Beispiel:


    PS.: Das Gelb der Basismycelfäden ignoriert meine Kamera gewöhnlich genauso renitent wie das Grün in den Lamellen bei Hypholoma fasciculare. ;)



    LG, Pablo.

    Nochmal Hallo. :)


    Zwei Fragen noch:
    War der Geschmack der Milch scharf?
    Verfärbte sich das Fleisch im Schnitt nach einiger Zeit mit eintrocknender Milch rosa oder rötlich?



    LG, pablo.

    Hallo, Lenti!


    Die Steinpilze sind - wie die meisten Boleten - lange durch. ;)
    Der Witterungsverlauf war ja auch ungewöhnlich in diesem Jahr, da gibt es einige Abweichungen. Nach der furchtbaren Dürrekatastrophe in der ersten Jahreshälfte gab es ja einen eher feuchten und kühlen Sommer. Die Sommersteinpilze hatten in diesem Jahr eine unfassbare Massenfruktuation quasi den ganzen August durch. Die Gemeinen Steinpilze eine kurze, aber sehr intensive Massenblüte ende August / Anfang September.
    Dann war ja wieder durchgehend schlechtes Wetter, also was soll da auch wachsen? Wenn es bald noch mal eine auch längerfristige Wetterbeserung gibt, dann kommen möglicherweise noch mal einige Gemeine Steinpilze und auch andere Röhrlinge, aber der Hauptschub ist wohl für dieses Jahr durch.


    PS.: Und auch wenn es weniger banales Zeigs wie Steinpilze usw gab: Das ist das spannendste Pilzjahr, an das ich mich erinnern kann. So viele tolle Funde und auch seltene Arten über das ganze Jahr hinweg (abgesehen von der katastrophalen Dürre in März, April, Mai und Juni) sind unfassbar. Da verzichte ich gerne auf Steinpilze und Morcheln, wenn es dafür Raritäten hagelt. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Laubholzhörnling passt.
    Schreib doch mal zu den Bovisten noch was zur Größe, denn Bovista plumbea wäre eher was recht kleines.



    LG, pablo.

    Hallo, Joli!


    Und wen es auch kaum PIlze gab:
    Den Abend habe ich trotzdem sehr genossen.
    Schön, daß du da warst. :)
    Die Bilder sind auch gelungen, würde ich sagen.
    ich schreibe dich nochmal an, wegen den Stachelingen die du mitgebracht hast. Phellodon niger ist klar, da kommt nichts anderes in Frage. Der Zweite ist etwas komplizierter, mit meinem Mikro kann ich die Sporenwarzen schlecht beurteilen. Den nehme ich mitte Oktober nach Dresden und habe da vielleicht die Gelegenheit, noch mal mit einem besseren Mikro reinzugucken.



    LG, pablo.

    Hallo, Heidrun.


    Nach Fungi of Northern Europe Band 4 sind Tricholoma scalpturatum, Tricholoma argyraceum und wohl auch Tricholoma inocyboides zu trennende, gute Arten. Dem liegen wohl auch Sequenzierungsergebnisse zu grunde. Wenn ich das gerade richtig im Kof habe, kann man Tricholoma scalpturatum anhand der Hutform und anhand des Velums von den beiden anderen gut trennen. Auch soll die Hutschuppung bei T. scalpturatum wohl meist stärker ausgeprägt sein und die Sporen etwas breiter.
    Die Trennung zwischen T. inocyboides und T. argyraceum ist allerdings irgendwie rätselhaft. Aber in der gesamten Gruppe (grauschuppige / faserige Ritterlinge) ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen. Sequenzierung alleine ist ja auch kein Allheilmittel.



    LG, pablo.

    Hallo, Nando!


    Das sind unglaublich schöne Bilder mal wieder. Man mag sich nicht satt sehen.
    Ich gehe mit bei nummer 5 (ist Boletus erythropus) und nummer 26 (ist Bolbitius titubans).
    Nummer 6 kannst du als Hydnum rufescens (Rötlicher SSP) abspeichern.
    Nummer 19 mal mit Cortinarius alboviolaceus vergleichen.
    Bei 23 meine ich am fertilen Kopfteil Perithecien zu sehen ---> Kernkeule?
    25 ist eine der Arten aus der Gruppe um den Spitzschuppigen Stachelschirmling, aber eben nicht der jenige daselbst. "Lepiota sp." oder "Echinoderma sp." kann man da hinschreiben.
    29 hat wenig Gemeinsamkeit mit den Brätlingen, die ich kenne. Das wird ein anderer Milchling sein.
    32 ist eine Lorchel, die man mal mit Helvella elastica vergleichen könnte. Es gibt noch eine nur mikroskopisch zu trennende Nachbarart, wenn ich das gerade richtig im Kopf habe.
    Das Fragezeichen bei 35 kannst du weglassen.



    LG, Pablo.