Hallo, Stephan & Frank!
Was ich mit Gewissheit sagen kann: Im Mycelbereich steht nichts anderes als Fagus sylvatica und ungefähr eine Eiche (Quercus sp). Definitiv kein Nadelbaum.
Der Boden muss immerhin so wenig sauer sein, daß auch Amanita solitaria an der Stelle Fruchtkörper bilden kann. Darüber hinaus ist der Pilz vergesellschaftet mit Hydnellum compactum.
Das aber nur am Rande, denn auf die Ökologie mag ich mich da nicht verlassen. Immerhin notiert GPBWs für Phellodon niger 4 Fundorte bei Buche.
Ich hatte noch ein paar Tageslicht - Bilder von Trama und KOH - Reaktion versprochen.
Hier ist ein Schnittbild durch einen verwachsenen Fruchtkörper, wo ich immerhin zwei "Stiele" erwischt habe:

Dabei gilt zu beachten, daß die Fruchtkörper erstens schon ziemlich alt und zweitens hier schon recht abgetrocknet sind. Die Farben waren frisch und durchnässt dunkler.
Das Fleisch in den Stielen würde ich auch jetzt nicht als holzig bezeichnen, auch wenn es durch das Trocknen nun fester ist als im Frischzustand:

Die Konsistenz des Filzlagers außen am Stiel ist jedenfalls wattig, das innere würde ich mal als "trametenähnlich" bezeichnen. etwas brüchiger und weicher vielleicht als bei ausgereiften (aber vitalen) T. versicolor.
Einen direkten Vergleich zu einem sicheren Phellodon niger habe ich, Stephan. Den hatte ich auch oben gezeigt, es ist das Exemplar, das mir Joli mal mitgebracht hat. Dort ist das Fleisch in Hut und Stiel auch komplett exsikiert komplett schwarz:

Dürfte klar sein, welcher der von Joli und welcher der selbstgefundene ist. 
Ich habe auch eine KOH - Reaktion bei dem gesicherten probiert. Vielleicht war der Schnitt zu dick, aber das bleibt irgendwie schwarz. Was seitlich beim Schwenken des Objektträgers rausfließt, ist aber schon deutlicher grün als das, was die selbstgefundenen Exemplare zeigen.
Hier erstmal die Reaktion bei KOH3% direkt auf das Fleisch aufgebracht:

Es wird auch mit der dünnen Lösung schwarz. Nur am Rand, wo der Schnitt dünn ist, lässt sich mit etwas Phantasie etwas olivbraun erahnen.
Im Dünnschnitt mit 3% sieht das so aus:

Das ist nicht wirklich grün. Und kommt an die wirkliche Farbe recht nahe dran.
Ich habe auch noch den mittlerweile getrockneten, jungen Fruchtkörper aus dem August (erste beide Bilder im Startbeitrag, selbe Stelle wie die Kollektion aus Oktober) getestet. Das sieht so aus:

Leider finden sich dazu kaum Vergleichsbilder im Netz.
Meine Zweifel bestehen weiter.
Es spielt für mich auch keine Rolle, ob es nun Phellodon niger oder Phellodon confluens ist. Beides wären Erstfunde für mich. Ich will nur herausfinden, wie dieser Fund genannt werden möchte.
Wenn sich das so nicht klären lässt, dann müssen eben weitere Funde beider Arten irgendwann das Bild so vervollständigen, daß ich eine der beiden Arten ausschließen kann.
Auch kein Drama, dann bleibt es halt Phellodon sp.
LG, Pablo.