Beiträge von Beorn

    Hallo, Dieter!


    Ja, die Art ist auch mehr oder weniger weltweit verbreitet. Und wohl auch auf anderen Kontinenten ziemlich unverwechselbar. Aber dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer.
    Die Ökologie würde mich schon auch interessieren. In Deutschland ist der Hauptmykorrhizapartner Rotbuche. Eichenarten, Esskastanie und sogar Fichte gehen aber auch. Interessant wäre, wie das in Portugal aussieht. Rotbuchen dürften da ja eher selten sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Doch, der ganz weiße passt schon auch dazu. Wenn die älter werden, dann werden sie eben grau. Oder graubraun. Oder grauviolett. Und dann sietzt da oft dieser Kernpilz dran, dann werden grauschwarzblau. Und noch schrumpeliger und wunderlich verwachsen.
    Oder sie machen das auch schon ohne den kernpilz.
    Mikroskopisch gibt es ohnehin keine nennenswerten Unterschiede zwischen C. coralloides, C. rugosa und C. cinerea. Jedanfalls keine, die ich sehen kann.
    Morphologisch gibt es schon eindeutige Kollektionen, aber eben auch immer wieder welche, die sich irgendwo dazwischen bewegen. Hier wäre auch mal eine umfassende Sequenzierungsreihe hilfreich, eventuell würde man dann feststellen, daß C. coralloides und C. cinerea nur Extremformen einer sehr plastischen Art sind.


    Die Idee ist allerdings nicht von mir.
    Darauf hat Andreas bei den Doppelpilzen mal aufmerksam gemacht. Aber ich find's einleuchtend.



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!



    Warum habe ich mich nur auf Pilze eingelassen?


    Vielleicht genau deswegen?
    Selbst bin ich auch immer wieder von der Vielfalt phasziniert. Und der Variabilität. Und dem Umstand, daß man oft glaubt etwas zu kennen, bis sich herausstellt, daß man wieder mal nur an der Oberfläche gekratzt hat.
    Spannend, in jedem Fall.



    LG, Pablo.

    Hallo, Anja!


    Glückwunsch zum Advent - äh - den Erstfunden meine ich natürlich.
    Bei dem Häubling und bei bei dem Träuschling müsstest du allerdings mal erklären, an welchen Merkmalen due die Bestimmung festmachst, da komme ich nicht mit, bzw. will bei so schwierigen Pilzen erstmal skeptisch rumnörgeln. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Chris!


    Keine Sorge, es gibt nicht nur Coprinellus micaceus und Coprinellus saccharinus, sondern sogar noch mehr Arten, die so oder so ähnlich aussehen. ;)
    >Coprinellus truncorum< wäre so einer.


    Also ja: Umdrehen und Stiel genau angucken ist Pflicht.
    Mit Lupe am besten. C. micacea hat einen ganz fein behaarten Stiel, bei den anderen Arten sollte der glatt sein.



    LG, pablo.

    Hallo, Norbert!


    Wenn du die Großpilze schon ins Spiel bringst: Folge da mal dem Schlüssel. Wenn du irgendwo nach Zystiden gefragt wirst, musst du halt beiden Pfaden folgen. Einer verläuft im Sand, weil beide Möglichkeiten nicht zu deinem Pilz passen.
    Ich denke, das Ergebnis müsste nach der Literatur eindeutig sein.
    Sporengröße hast du ja, spindelig sind die Sporen, als mitraförmig würde ich das nicht bezeichnen. Bei P. foenisecii kann ich mit meinem Mikro - zumindest durchs Okular - das Ornament schon sehen.


    Die Alternative, die offen bleibt, wäre Panaeolus olivaceus. Dort soll das Ornament feiner sein. Aber so recht daran glauben mag ich nicht.



    LG, pablo.

    Hallo, Harry!



    oh, heiliger Kaffeesatz...


    Du hättest das Ganze ja noch toppen können, indem du zB noch Conocybe ins Spiel bringst. Oder eine andere Gattung deiner Wahl. Die Pilzwelt lässt in Kombination mit dem Bild ja reichlich Raum für Spekulationen.


    Auch wenn es ein schönes Bild ist. :)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Schön daß hier wieder mehr Leben einkehrt.
    Ich habe die kleinen Punkte vermisst über die Sommermonate.
    Jetzt - da auch die bunten Sachen von den Wiesen so langsam verschwinden - drängt es mich fast, auch mal ein oder zwei Kulturen anzulegen.


    Ob Esel vielleicht interessant wäre? :/
    Heidelandschaftsesel?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja, der liegt auf der Seite.
    Nein, der ist nicht ganz so spitz wie deiner, aber ich denke man sieht, auf was es hinaus läuft: Ein Ast mit deutlich zugespitzten, verzweigten Enden, der Rest stumpf und abgerundet, sieht fast schona us wie Clavulina rugosa.
    Im Grunde ein Mischwesen aus allen drei "Arten".



    LG, pablo.

    Hallo.


    Das ist auch ein nicht ganz einfaches Thema.
    So weit ich weiß Haben übrigens alle Bäume Pilze als Symbiosepartner. Im grunde sogar alle höheren Pflanzen. Einige aber bilden nur Endomykorrhiza, d.h. das Pilzgeflecht umgibt nicht die Wurzel, sondern lebt in ihr. Diese Pilze allerdings bilden wohl fast nie Fruchtkörper, zumindest keine Sichtbaren.


    Die Pilze die wir so kennen, sind fast ausnahmslos Ektomykorrhiza - Bildner. Dabei umschließt das Mycel die Wurzeln, ohne aber in diese einzudringen.


    Ich bin mir nicht ganz sicher, was einige Pilze betrifft, es mag ein paar Trüffeartige und Ascomyceten geben, die Endosymbionten sind.
    Wo ich mir allerdings so gut wie sicher bin: Es gibt einige Baumarten, die ausschließlich Endomykorrhiza bilden.
    Das wären alle Ahorne, dazu Platane und Rosskastanie.
    Bei Eschen bin ich mir nicht ganz sicher, meine aber auch, daß die nur Endomykorrhiza können. Wie Morcheln leben, ist wohl nicht restlos geklärt.
    Wenn es Mykorrhizapilze sind, dann gilt das wohl nur für M. esculenta s.l., M. conica s.l. ist definitiv kein Mykorrhiza - Pilz.
    Und dann müsste man überlegen, ob Eschen eben doch Ektomykorrhiza bilden können oder ob M. esculenta ein Endosymbiont ist.



    Ansonsten können wohl fast alle Bäume hierzulande Ektomykorrhiza bilden. Und auch die meisten Gebüsche. Und einige Blütenpflanzen können das auch. Weide geht, Erlen und Pappel haben ihre Partner, Douglasie auch, aber nur wenige (weil eben nicht heimisch). Rosaceen können auch (vgl. Entoloma saepium zB).


    Wie wäre es mal mit einer Stoffsammlung?
    Man könnte mal eine Liste von Baumarten erstellen und dann jeweilige M - Partner dazu notieren.
    Boletus edulis kann man ja dann schon mal blanko überall dazu schreiben. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das sieht schon sehr nach der Langstieligen (Xylaria longipes) aus. Die Art ist nicht auf Ahorn festgelegt, kann auch an anderem Laubholz wachsen.
    Ohne zu mikroskopieren ist da die Wuchsweise schon wichtig. X. longipes hat zudem einen deutlich abgesetzten, sterilen Stielteil, was man im Schnitt dann gut sehen kann.



    LG, Pablo.

    Lieber Hartmut!


    Ein glückliches und gesundes weiteres Jahr sei dir gewünscht. Ich habe von deinem Umzug gelesen, darum wünsche ich auch, daß die neue Bleibe alle Erwarungen und Hoffnungen erfüllen mag.
    Auch in Pilztechnischer Hinsicht, versteht sich. ;)




    LG, Pablo.

    Hallo, Safran!


    Das habe ich schon von Vielen gehört, mit der Doppelkontrolle.
    Gut, es kommt drauf an, wie man die Stockschwämmchen transportiert. Wenn man um jeden Stiel etwas Watte rumpackt, dann sind die zuhause auch noch zu beurteilen.
    Aber mal ganz im ernst: Wenn ich einen Fruchtkörper im Wald kontrolliert habe und als sicher erkannt in meinen Futterkorb lege, dann verwandelt der sich bis nach hause nicht in eine andere Art.
    Ich kontrolliere zu hause nicht mehr nach und bei Stockschwämmchen, Schwefelköpfen, Samtis etc bleibt der Stiel meist eh im Wald.
    Dazu muss man aber schon im Wald sicher sein und es sollte auch niemand sonst Pilze in den Korb legen. Ich finde Vorsicht gut, aber was sicher ist, ist auch sicher.
    Ich weiß nicht, ob das nun die Antwort auf deine Frage ist, aber vielleicht hilft es ein wenig.



    LG, pablo.

    Hi.


    Klarer Fall, FomPini. :thumbup:
    Es geht manchmal eben auch bei Einzelbildern, wenn die Pilze typisch ausgeprägt sind.
    Und klar muss man sich am Anfang erstmal rein arbeiten.
    Sich dazu die Merkmalskenntnis anzueignen, ist dabei ein guter Weg.
    Dann hättest du hier rasch festgestellt, daß bei diesem Pilz nichts zu Inonotus passt: Hutoberfläche glatt, nicht filzig. Porenschicht weiß, nicht graubraun. Konsistenz des Fleisches sehr fest, nicht weich und deformiertbar. Hutkruste ebenfalls hart, kaum einzudrücken. Hutkruste zudem Harzhaltig (schmurgelt, wenn man eine Flamme dranhält).



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Eine Art mit großen, kräftigen Fruchtkörpern wäre noch Gymnopilus stabilis. Der ist aber wohl noch strenger an Nadelholz gebunden als G. penetrans (den ich durchaus immer wieder mal an Laubholz sehe).



    LG, Pablo.

    Hallo, Safran!


    In der Regel ist das so, wie Markus sagt.
    Wo kein Stiel dran ist, gibts keine Freigabe.
    Klar, weil ohne Stiel eine sichere Unterscheidung ja gar nicht möglich ist.


    Ich habe aber auch (noch) das Glück, kein PSV zu sein.
    Gefragt wird trotzdem hin und wieder, in dem Fall halte ich es nicht anders. Wobei die meisten Freunde, mit denen ich unterwegs bin, den Unterschied ja selbst kennen. Und die, die ihn nicht kennen, lernen ihn rasch. :)



    LG, pablo.

    Hallo, Dieter!


    Wenn es ein Dunkelsporer ist, dann ist das ein Flämmling.
    Der Fleckblattflämmling (Gymnopilus penetrans) sieht so aus, allerdings kann es in Portugal weitere Arten geben, die mir nicht bekannt sind.



    LG, Pablo.