Hallo, Dieter!
Ritterlinge sind Mykorrhiza - Pilze.
Und die meisten Arten sind obligat an bestimmte Baumarten gebunden.
Das bedeutet folgendes: Wenn man in einem reinen Buchen- Eichenwald Fruchtkörper von Suillus grevillei (Goldröhrling) findet, dann ist das kein Sonderfall, der Mykorrhiza mit einem anderen Baum als mit seinem obligaten Sybiosepartner eingeht, sondern man hat die Lärche schlicht und einfach übersehen.
Zu Tricholoma colossus wird man kaum andere Angaben finden, als Zweinadlige Kiefern (Pinus) als Mykorrhizapartner. Gelegentlich werden noch Picea (Fichte), Abies (Tanne) und Larix (Lärche) angegeben. Aber auch in diesen Fällen darf man ruhig mal hinterfragen, ob nicht irgendwo im Mycelbereich auch eine Kiefer stand.
Andersrum ausgedrückt: Tricholoma colossus bei Laubbaum glaube ich nicht.
In einem so komplexen Zusammenhang die nicht passenden Parameter zu ignorieren und zu sagen: "Sieht aber so aus also ist es das" kann ein Glückstreffer sein, hat aber nichts mit seriöser Bestimmung zu tun. 
Du kannst dir ja mal zB Leucopaxillus compactus (Dreifarbiger Krempenritterling) angucken. Das ist ein sehr großer, festfleischiger Pilz, der hier zumindest habituell hinkommt. Und ein Laubwaldbewohner.
Ich denke nicht, daß es die Art ist, ich kenne den farblich schon etwas anders und vor allem mit gerade im Jungstadium gelben Lamellen. Dazu muss man aber bedenken, daß in Portugal durchaus weitere Arten vorkommen können, die es in Mitteleuropa nicht gibt, die aber sehr ähnlich sind und vielleicht auch noch gar nicht gültig beschrieben.
LG, Pablo.